Uncategorized Weltcup

Markus Eisenbichler dürfte gestern Abend mit ordentlich Wut im Bauch ins Bett gegangen sein. Nach seiner überlegenen Halbzeitführung, packte dem Siegsdorfer eine Windböe, die ihn auf Platz 28 zurückwarf. Doch neben Eisenbichler werden auch drei weitere DSV-Adler mit dem Ärger des Vortrages in den zweiten Wettbewerb starten.

Erst einmal gilt es jedoch die Qualifikation zu überstehen, die um 14:30 beginnen wird. Dabei könnte es erneut weniger das Problem werden, sich unter den besten 50 von 51 Starten zu platzieren, sondern durch die Materialkontrolle zu kommen. So waren am Samstag lediglich 48 Springer am Start.

Was macht der Wind in Nizhny Tagil? Jury muss feines Händchen beweisen

Gespannt dürften die Athleten auch sein, wie die Windbedingungen heute ins Springen eingreifen werden. So würfelte der wechselnde Wind im Finale am Samstag einiges durcheinander. Während Robert Johansson von 25 auf 3 nach vorne flog, stürzte Markus Eisenbichler von Rang 1 auf 28 ab. Für heute sind die Prognosen ähnlich. Wir hoffen aber natürlich, dass die Bedingungen etwas gleichmäßiger sind und die Jury ein feines Händchen beweist.

Kann Eisenbichler den Kopf freibekommen?

Spannend wird auch sein, wie Markus Eisenbichler das Megapech vom Vortag wegstecken kann. Gelingt ihm das, zählt er neben Halvor Egner Granerud, Daniel Huber und Robert Johansson zu den Topfavoriten.

Während Pius Paschke und Martin Hamann mit den besten Karriereresultat positiv in die Quali gehen können, gilt es für Severin Freund, Constantin Schmid und Andreas Wellinger darum Selbstvertrauen zu tanken. Ab 16 Uhr gilt es dann im Wettkampf für alle DSV-Adler Punkte zu sammeln.

Zeitplan:

14:30 Uhr: Qualifikation

16:00 Uhr: Wettkampf (Eurosport, ARD)

Startliste Qualifikation

Uncategorized Weltcup Herren

Mit einem unglaublichen Sprung von 136,5 Meter liegt Markus Eisenbichler nach dem ersten Durchgang in Führung. Auf Rang zwei liegt Halvor Egner Granerud, der derzeit der erbittertste Widersacher des Siegsdorfer ist. Auch der Österreicher Daniel Huber befindet sich mit 131 Meter auf Podiumkurs.

Der Sieg beim heutigen Einzelspringen geht wieder nur über Eisenbichler und Granerud. Mit 144,4 Punkten liegt der 29-Jährige deutlich vor Granerud (133,3 Punkte) und Huber (130,5 Punkte). Auf Rang vier befindet sich überraschend Aleksander Znisczczol (125,9 Punkte). Auf Rang fünf liegend, hat sich auch Evgeniy Klimov in seiner russischen Heimat zurückgemeldet. Zweitbester Deutscher ist derzeit Pius Paschke, der nach einem Sprung auf 128 Meter auf Rang sieben platziert ist. Im Finale mit dabei ist auch Martin Hamann, der nach 123,5 Meter auf Rang 19 liegt.

Lindvik verpasst Gate-Gutschrift

Der erste Durchgang lieferte zudem einiges an Kuriositäten. So wurde Dominik Peter erst disqualifiziert und dann doch wieder in die Wertung genommen. Der Schweizer ersprang einem starken 18. Platz. Pech hatte auch Marius Lindvik. Aus Angst vor einem zu weiten Sprung verkürzte Norwegen-Coach Stöckl den Anlauf um ein Gate. Allerdings gelangen dem Tournee-Zweiten mit 125 Meter nicht die nötigen 95 Prozent der Hillsize. Demnach liegt dieser derzeit nur auf Rang 20.

Der DSV muss im Finale gleich auf drei Athleten verzichten. So verpassten Constantin Schmid, Severin Freund und Andreas Wellinger das Finale mit den Plätzen 38 bis 40 deutlich.

Startliste Finale

Weltcup Herren

Norwegische Meisterschaften mit internationaler Beteiligung im Probedurchgang: Ruka-Sieger Halvor Egner Granerud verwies mit 84,5 Punkten seine beiden Landsmänner Daniel Andre Tande (79,3 Punkte) und Robert Johansson (77 Punkte) auf die Plätze zwei und drei.

Lediglich Anze Lanisek konnte die norwegischen Armada als Viertplatzierter durchbrechen. Auf den Rängen fünf und sechs landeten mit Johan Andre Forfang und Marius Lindvik nämlich noch zwei weitere Wikinger. Überraschend stark präsentierte sich auch Manuel Fettner, der direkt vor Markus Eisenbichler auf Rang sieben landete. Der deutsche Vorzeigeflieger hatte dagegen noch ein wenig mit dem geringen Gate im Verbund mit wenig Aufwind zu kämpfen. So wirklich zurecht kommen die DSV-Adler in Russland allgemein noch nicht. So gelang es lediglich Martin Hamann, sich als Neunter noch im Vorderfeld zu platzieren. Zu kämpfen hatten dagegen Severin Freund und Andreas Wellinger, die jenseits der Top-30 landeten.

Eisenbichler gegen die Norweger: Wettkampf beginnt um 16:30 Uhr

Nach den drei Disqualifikationen am Vortag werden ab 16:30 Uhr lediglich 48 Athleten im ersten Durchgang vertreten sein. Bereits gestern hatte sich ein erbitterter Zweikampf zwischen Eisenbichler und Granerud angedeutet. Nun ist aber klar, dass sich „Eisei“ gegen mindestens drei oder vier weitere Norweger erwehren muss. Darüber hinaus zählen Yukia Sato, Daniel Huber und Anze Lanisek zum erweiterten Favoritenkreis.

Ergebnis Probedurchgang

Startliste 1. Durchgang

ÖSV Weltcup Herren

In Hinblick auf die Skiflug-WM in Planica gibt es für den ÖSV noch einige Fragezeichen. Während Daniel Huber und Jan Hörl derzeit fit sind und auch die Reise nach Russland angetreten haben, müssen Michael Hyböck, Stefan Kraft, Philipp Aschenwald und Gregor Schlierenzauer weiter pausieren. Sorgen macht aktuell vor allem der Parade-Flieger im Team, Stefan Kraft.

Wie geht es weiter mit den österreichischen Adler? So ganz wissen diese es aktuell selbst noch nicht genau. Zumindest im Falle von Gregor Schlierenzauer gibt es aber nun erstmals Entwarnung. Nachdem der österreichische Skiverband berichtet hatte, dass Schlierenzauer an Symptomen leide, meldete sich der Weltcup-Rekordsieger am Dienstag selbst zu Wort. „Nachdem die ersten Tage alles andere als lustig waren, scheint das Gröbste mittlerweile überstanden zu sein. Das hohe Fieber ist ebenso abgeklungen wie die starken Kopfschmerzen, ich habe wieder mehr Energie und auch der Geschmacksinn ist zurück. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie groß die Freude war, als ich das, was ich gegessen habe, auch wieder geschmeckt habe. Auch der Geruchssinn kehrt langsam wieder, es ist in den letzten Tagen stetig bergauf gegangen, das Einzige was mir gegenwärtig noch etwas zu schaffen macht, ist ein lästiger Husten“, erklärte der 30-Jährige auf seiner Homepage und bedankte sich für zahlreiche Genesungswünsche. Wann Schlierenzauer wieder mit dem Training beginnen kann, entscheidet sich Ende der Woche. „Meine Quarantäne ist am 4. Dezember vorüber, anschließend folgt die vom ÖSV vorgeschriebene Herz-Lungen-Untersuchung bei Dr. Schobersberger im ISAG in Natters. Anschließend muss man sehen, wie es sportlich weitergeht. Es gibt verschiedene Szenarien, aktuell sind aber noch zu viele Fragen ungeklärt. Das Wichtigste ist, dass es gesundheitlich wieder sehr gut aussieht, der Rest wird sich ergeben“, zeigt er sich vorsichtig optimistisch. Bis zur Skiflug-WM hätte der ehemalige Weltmeister in dieser Disziplin lediglich eine Woche Zeit. Nach einem eher enttäuschenden Start in Wisla und der darauf folgenden schweren Erkrankung scheint ein Start jedoch zweifelhaft.

Skiflug-WM für Kraft noch nicht gesichert: „Abwarten und Tee trinken“

Ob Schlierenzauer in Planica startet, hängt vielleicht auch von der gesundheitlichen Entwicklung seiner Teamkollegen ab. So steht gerade hinter Stefan Kraft noch ein Fragezeichen. „Ich fühle mich soweit eigentlich okay, auch wenn ich alles andere als fit bin. Ich habe mich am Freitag/Samstag noch sehr gut gefühlt und hatte auch keine Symptome. Am Sonntag/Montag hat das Ganze dann etwas anders ausgeschaut und ich habe nun seit gut drei Tagen leichte grippeähnliche Symptome“, verrät er auf seiner Homepage. Demnach ist auch der Weltcup-Gesamtsieger derzeit zur Ruhe verdonnert. „Obwohl ich mich soweit ganz okay fühle, ist im Moment nicht an ein Training daheim zu denken. Anstatt Training daheim steht für mich Tag für Tag im wahrsten Sinne des Wortes „Abwarten und Tee trinken“ am Programm. Ein schwacher Trost im Hinblick auf eines der Highlights in diesem Jahr der Skiflug-WM in Planica, aber es nützt ganz einfach nichts“, bedauert der Doppel-Weltmeister von 2017. Demnach ist sein Start beim ersten Saisonhighlight mehr als ungewiss. „Ich kann zum jetzigen Augenblick auch über die persönliche Planung in Richtung Skiflug-WM, Trainingssprünge bis dorthin usw. leider nicht mehr sagen. Ich muss sehen, was die Zeit und die Tests bringen und dann werde ich schauen, wohin die Reise geht“, erklärt er. Klar ist, dass ein Ausfall das österreichische Team hart treffen würde.

Hayböck blickt nach vorne: „Ich bin sehr zuversichtlich“

Etwas positiver sieht die Angelegenheit bei Michael Hayböck aus. „Grundsätzlich ist es mir, seit ich das positive Ergebnis habe, nie schlecht gegangen und ich habe mich nicht „richtig krank gefühlt“. Ich habe einzig minimal ein wenig Husten, das ist in Sachen Symptome auch schon alles“, so der Österreicher. Im Gegensatz zu seinem Kollegen absolviert Hayböck sogar ein leichtes Trainingsprogramm. „Ich schaue, dass ich meine Beweglichkeit hochhalte und mit ein bisschen Rumpftraining und der einen oder anderen Übung körperlich nicht abbaue und einfach „fit“ bleibe“, erklärt er. Wann Hayböck wieder einsteigen kann, entscheidet sich ebenfalls im Rahmen der ärztlichen Untersuchung Ende der Woche. „Ich bin diesbezüglich aber sehr zuversichtlich. Jetzt versuche ich, nach vorne zu blicken und soweit möglich alles dafür zu geben, bald wieder völlig gesund und einsatzbereit zu sein“, zeigt er sich optimistisch.

Nichts Neues gibt es dagegen von Philipp Aschenwald. Nach seinem positiven Testergebnis soll dieser jedoch keine Symptome verspürt haben. Welche ÖSV-Adler in einer Woche bei der Skiflug-WM zur Verfügung stehen, bleibt dennoch erst mal abzuwarten.

Quelle: stefan-kraft.com, gregorschlierenzauer.at, michi-hayboeck.at

ÖSV Weltcup Damen

Eben diese Horror-News sind es, die uns immer wieder bewusst machen, was für ein gefährlicher Sport das Skispringen ist. Die 32-jährige Österreicherin stürzte am Mittwoch beim Training schwer und musste sich einer Notoperation unterziehen. Dies berichtete der ÖSV am Donnerstag.

Es ist das nächste dunkle Kapitel in einer bislang maximal unglücklichen Saison für das österreichische Skispringen. Nachdem sich in Wisla zahlreiche Trainer und Betreuer mit dem Coronavirus infiziert hatten, ist das Pech nun auch auf das Damen-Team übergeschwappt. So verletzte sich Eva Pinkelnig bei einem Trainingssturz in Seefeld schwer und musste mit Verdacht auf Milzriss in die Innsbrucker Klinik eingeliefert werden. Laut ÖSV-Teamarzt Dr. Peter Baumgartl bestätigte sich dort der Verdacht, woraufhin sie notoperiert werden musste. Wenngleich die Operation erfolgreich verlaufen ist und die Weltcup-Dritte des Vorjahres ansprechbar und stabil sei, können derzeit noch keine Prognosen zum zeitlichen Verlauf der Genesung gemacht werden.

Rodlauer erklärt: „Wann sie in den Spitzensport zurückkehren kann, ist offen“

Nach der schweren Verletzung gab nun auch ÖSV-Cheftrainer Harald Rodlauer ein erstes Statement ab: „Eva hat in Seefeld auf der kleinen Schanze trainiert. Dabei ist sie bei der Landung unglücklich zu Sturz gekommen und hat sich einen Milzriss zugezogen. Unser Co-Trainer Romed Moroder ist selbst vor Ort dabei gewesen. Zum Glück hat die Notfallkette perfekt funktioniert und Eva wurde noch am selben Tag operiert. Wann sie wieder in den Spitzensport zurückkehren kann, ist derzeit noch offen. Wichtig ist jetzt vor allem, dass sie wieder ganz gesund wird und dann schauen wir weiter. Sie hat zuletzt sehr gut trainiert und war auf einem sehr guten Weg, um beim Weltcup-Start in der Ramsau am 18. Dezember in Bestform zu sein,“ erklärt er.

Immer wieder Österreich von schweren Stürzen betroffen

In Österreich hat man bereits in den letzten Jahren immer wieder Erfahrungen mit bösen Stürzen gemacht. So hatten beispielsweise Thomas Diethart oder Thomas Morgenstern nach ihren schweren Stürzen einige Probleme, mit den psychischen und körperlichen fertig zu werden und beendeten schließlich ihre Karrieren. Inwiefern der Sturz Auswirkungen auf Pinkelnigs Laufbahn haben wird, ist jedoch noch nicht abzusehen. Zweifellos kann ihr aber ihr positives Gemüt helfen, den Sturz wegzustecken. Die Österreicherin ist zudem eine echte Kämpferin und kann auf eine fast schon einmalige Karriere blicken. So machte diese ihre ersten Sprünge erst im Alter von 24 Jahren, womit sie im Skisprung-Zirkus eine absolute Ausnahme-Erscheinung ist. Nach mehreren Auf- und Abs festigte sie sich in den letzten Jahren in der Weltspitze. So gewann sie bei der Heim-WM in Seefeld zwei Medaillen und landete im Vorjahr ihre ersten drei Weltcupsiege.

Quelle: oesv.at

ÖSV Weltcup Damen

Nach vielen Tiefschlägen dürfen sich die Skispringerinnen endlich über eine positive Nachricht freuen. So verkündete der Österreichische Skiverband, dass Ende Dezember ein Weltcup-Springen in Ramsau stattfinden wird.

Bisher sah alles danach aus, als würde der Weltcup-Winter für die Damen erst am 23. Januar beginnen. Die ersten Wettbewerbe sollten demnach im slowenischen Ljubno ausgetragen werden. Nun dürfen die Springerinnen im Jahr 2020 doch noch einen Weltcup bestreiten. Demnach wird im österreichischen Ramsau ein Wettbewerb von der Normalschanze stattfinden. Dieser wird am 18. Dezember um 15:40 stattfinden. Neben den Spezialistinnen dürfen sich auch die Kombiniererinnen über einen Wettbewerb freuen. Der ÖSV nahm die beiden Veranstaltungen zusätzlich zu den Wettkämpfen der Kombinierer ins Programm, die am gleichen Wochenende in Ramsau aktiv sein werden. Für die Springerinnen ist diese Neuigkeit ein echter Befreiungsschlag. Zwar ist der Weltcup-Winter ab Ende Januar gut gefüllt, so wäre dieser dennoch beinahe zwei Monate später als üblich losgegangen.

Schröcksnadel begrüßt Entscheidung: „Wichtige Signalwirkung für den Nachwuchs“

Nicht nur für die Weltcup-Springerinnen ist, das spontan einberufene Wochenende von Bedeutung, auch für den potenziellen Nachwuchs ist es wichtig zu sehen, dass ihre Sportart Wertschätzung entgegengebracht wird. So benötigt gerade das Damen-Skispringen viele Nachwuchs-Athletinnen, die die Sportart langfristig in den Fokus der Öffentlichkeit rücken lassen sollen. Dies weiß auch ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel. „Im Interesse des Sports hat sich der österreichische Skiverband dazu entschlossen, die Austragung zweier zusätzlicher Damen-Bewerbe zu übernehmen. Wir sind uns der Verantwortung gegenüber unseren Sportlerinnen und Sportlern bewusst und wollen in dieser für alle schwierigen Zeit unseren Teil zu einer gelungenen Weltcupsaison beitragen. Diese Entscheidung hat auch eine wichtige Signalwirkung für den Nachwuchs“, erklärte er. Zu einer ähnlichen Bewertung kommt auch der steirische Sportlandesrat Christopher Drexler.  „Damit ist das Sportland Steiermark innerhalb weniger Tage Schauplatz dreier Weltcup-Entscheidungen. Ich freue mich außerordentlich, dass es uns gemeinsam gelungen ist zwei nordische Weltcup-Bewerbe der Damen in der Ramsau austragen zu können. Das ist ein wichtiges Zeichen und auch eine Motivation für unsere Nachwuchssportlerinnen,“ so der steirische Sportlandesrat Christopher Drexler.

Athletinnen haben Nordische Ski-WM in Oberstdorf im Visier

So gilt es für die Skisprung-Damen also doch nur noch wenige Wochen zu warten, bis eine hoffentlich erfolgreiche Weltcup-Saison starten kann. Gut möglich ist es, dass einige Athletinnen bereits beim FIS-Cup in Kandersteg Wettkampfluft schnuppern werden, der eine Woche zuvor stattfindet. Das eindeutige Highlight des Winters folgt jedoch erst Ende Februar mit der WM in Oberstdorf. Hier werden die Damen auch erstmals Titelkämpfe von der Großschanze bestreiten. Die Saison endet am 28. März in Chaikovsky.

Quelle: oesv.de

Weltcup Herren

Paukenschlag in Kuusamo: Der Norweger Halvor Egner Granerud hat das zweite Einzelspringen in Kuusamo gewonnen. Der Norweger setzte sich vor Markus Eisenbichler und Dawid Kubacki durch.

Was für ein turbulentes Finale! Während einige Favoriten strauchelten, fasste sich der junge Norweger ein Herz und segelte auf 142 Meter. Mit 282 Punkten setzte er sich am Ende deutlich vor Markus Eisenbichler durch. Bei komplizierten Windverhältnissen gelangen dem Siegesdorfer nach seiner Halbzeitführung 131 Meter und 272,1 Punkte. „Heute war es extrem windig. Im ersten Durchgang habe ich einen extrem guten Sprung gemacht. Der zweite fühlt sich auch gut an, doch dann habe ich im Mittelteil gemerkt, dass im Mittelteil und unten nichts mehr an Unterstützung da ist“, erklärte der 29-Jährige gegenüber dem ZDF. Das Podest komplettierte die Konstanz in Person, Dawid Kubacki. Der Pole erlangte mit Sprüngen auf 132 und 139 Meter 265,6 Punkte. Für den spektakulärsten Sprung sorgte jedoch der Japaner Yukia Sato. Nachdem dieser im ersten Durchgang noch im Mittelfeld lag, flog er sich mit 146 Meter auf Rang vier nach vorne. Das gute Mannschaftsergebnis der Norweger komplettierten Robert Johansson und Johan Andre Forfang auf den Plätzen fünf und sechs. Als Siebtplatzierter zeigte auch der Pole Kamil Stoch aufsteigende Form. Karl Geiger dürfte dagegen mit dem achten Rang nicht ganz zufrieden sein. Eine sensationelle Aufholjagd legte dafür Severin Freund hin. Mit 128 Meter im Finaldurchgang schob sich der ehemalige Star im DSV Team auf Rang neun nach vorne. Damit landete er seinen ersten Top-10-Platz seit vier Jahren. Dementsprechend zufrieden zeigte sich der Bayer nach seinem Finalsprung. „Ich habe gestern retrospektiv erfahren, dass mein gestriger zweiter Sprung ganz in Ordnung war, gerade weil es vom Wind her nicht so einfach war. Heute war der erste Sprung nicht kompromisslos genug für die Bedingungen, der zweite war dafür umso feiner,“ so Freund.

Freud und Leid im Finale nahe beieinander

Der Wechsel zwischen Seitenwind und Aufwind machte es den Springern alles andere als leicht. So fand Pius Paschke im zweiten Durchgang kein Polster unter den Ski vor und rutschte mit 114 Meter von Rang 12 und 21 ab. Seinen zwölften Platz nach Durchgang eins nahm dagegen sein Teamkollege Constantin Schmid ein, der mit einem stabilen Sprung auf 124,5 Meter noch ordentlich Boden gut machen konnten. Zufrieden kann auch der Norweger Daniel Andre Tande sein. Nach seinem schweren Sturz, zeigte sich der Norweger gut erholt und landete nach zwei soliden Sprüngen auf 129,5 und 122,5 auf Rang 14. Knapp dahinter zeigte der japanische Überflieger Ryoyu Kobayashi ebenfalls aufsteigende Tendenz, indem er mit guten 126,5 Meter auf Rang 15 flog. Nachdem der erste Durchgang mit Artti Aigro auf Rang fünf, Giovanni Bresadola auf Rang elf und Casey Larson (21.) faustdicke Überraschungen bereithielt, flogen die Außenseiter im Finale leider weit zurück. Besonders hart traf es den Esten Aigro, der mit 89 Meter auf den 30. Rang zurückfiel. Bresadola und Larson belegten die Ränge 23 und 28.

Wellinger weiterhin mit Problemen

Gänzlich rund lief der Tag für die Deutschen jedoch leider nicht. So gelang dem bisher so starken Martin Hamann mit 119 Meter nur der 35 Platz. „Die gute Luft habe ich mir selbst etwas genommen. Mit Gewalt geht eben doch nicht alles, beim nächsten Mal muss ich etwas lockerer sein“, so der Sachse. Schwer tat sich erneut Rückkehrer Andreas Wellinger. Der 25-Jährige hatte in der Luft arge Schwierigkeiten und landete mit 114 Meter auf dem 42. Rang. Einen rabenschwarzen Tag erlebte das finnische Team. Auf der Heimschanze gelang keinem der Finnen der Sprung ins Finale. So landete Antti Aalto als Bester seines Teams nur auf Rang 36.

Weiterer Corona-Fall: Schlechte Nachrichten schon vor dem Wettkampf

Eine negative Neuigkeiten erreichte uns bereits vor dem Wettkampf. So soll ein Teammitglied der Tschechen positiv auf das Coronavirus getestet worden sein. Damit ist der betroffene Athlet bereits der sechste Springer, der innerhalb von einer Woche ein positives Testergebnis erhalten hat. Wie es für die Tschechen nun weitergeht, ist noch nicht bekannt. Am kommenden Wochenende möchte der Sksiprung-Tross, hoffentlich mit keinen weiteren Fällen im Gepäck, nach Nizhny-Tagil reisen.

Ergebnis

Weltcup Herren

Markus Eisenbichler steht vor seinem dritten Saisonsieg im dritten Springen. Beim von extremen Aufwind geprägten ersten Durchgang legte der Deutsche einen blitzsauberen Sprung auf 141 Meter hin. Auf den Rängen zwei und drei liegen Robert Johansson und Anze Lanisek.

Markus Eisenbichler scheint derzeit nicht zu stoppen zu sein. Beim zweiten Einzelspringen in Kuusamo liegt der Deutsche mit 142,2 Punkten bereits zehn Punkte vor seinen Verfolgern Robert Johansson und Anze Lanisek. Auf Rang vier liegend, hat auch der starke Norweger Granerud noch beste Chancen auf einem Podestplatz. In Lauerstellung befindet sich Karl Geiger, der lediglich in der Schlussphase des Fluges ins Straucheln geriet und mit 135 Meter auf Rang fünf landete. Punktgleich mit Geiger, landete der Este Artti AIgro (134 Meter) eine faustdicker Überraschung. Die Top-10 kompletieren Dawid Kubacki, Johan Andre Forfang, Kamil Stoch und Naoki Nakamura.

Tande meldet sich zurück

Positive Nachrichten gibt es auch von Daniel Andre Tande. Nachdem der Norweger am Vortag noch schwer gestürzt war, ersprang er sich einen starken 14. Platz. Der windige erste Durchgang sorgte darüber hinaus für einige Überraschungen. So landete Giovanni Bresadola aus Italien auf einem hervorragenden 11. Platz. Auch Timon-Pascal Kahofer aus Österreich und der Amerikaner Casey Larson dürfen sich über Weltcuppunkte freuen.

Wellinger und Hamann scheitern in Durchgang eins

Für das Deutsche Team war es ein Durchgang mit Licht und Schatten. Nach seinem sensationellen Quali-Erfolg dürfte sich Pius Paschke etwas mehr als Rang 12 ausgerechnet haben. Während Severin Freund und Constantin Schmid souverän den Einzug ins Finale geschafft haben, blieben Martin Hamann und Andreas Wellinger leider auf der Strecke.

Ergebnis 1. Durchgang

Weltcup Herren

In Kürze geht es los mit dem zweiten Weltcup-Wochenende im finnischen Kuusamo. Ab 13:30 werden erst drei Trainingsrunden und dann das Qualifikationsspringen stattfinden.

Für den Skisprung-Tross geht es nach dem Auftakt in Wisla in den hohen Norden. Im finnischen Kuusamo warten erstmals echte Wintergefühle auf die Athleten. Aufgrund der positiven Corona-Fälle im österreichischen und russischen Team, wird nur ein B-Team der Österreicher Vorort sei, während die Russen komplett fehlen. In den Weltcup einsteigen werden dagegen die Finnen um Antti Aalto, die auf der heimischen Anlage ein erstes Ausrufezeichen setzen wollen. Für ein packendes Wochenende ist alles präpariert. So sind die Wetterprognosen für das windige Ruka ungewöhnlich gut und wir können uns auf zwei faire Einzelspringen freuen. Zunächst stehen allerdings um 14:30 Uhr zwei Trainingssprünge an, ehe es um 16:45 mit der Qualifikation weiter geht.

Startliste

Freitag, 27.11.2020
13:30 – Offizielles Training
16:45 – Qualifikation (Eurosport)

Samstag, 28.11.2020
15:00 – Probedurchgang
16:30 – Einzelwettbewerb (ZDF, Eurosport)

Sonntag, 29.11.2020
14:00 – Qualifikation
15:30 – Einzelwettbewerb (ZDF, Eurosport)

(alle Zeiten MEZ, Ruka +1 Stunde)

ÖSV Weltcup Herren

Bisher hatte es den Anschein, dass der Weltcup-Auftakt gut über die Bühne gegangen sei und das Sicherheitskonzept greift. Jetzt erreicht uns jedoch eine Schock-Nachricht aus der Alpenrepublik. So wurden nämlich Trainer Andreas Widhölzl sowie die Athleten Gregor Schlierenzauer und Philipp Aschenwald positiv auf Corona getestet.

Sportlich konnte das österreichische Team mit dem Sieg im Teamspringen und dem Podestplatz von Daniel Huber einen gelungenen Auftakt feiern. Dieser rückt nun aufgrund neuester Nachrichten erstmal in den Hintergrund. So berichtet der ÖSV, dass trotz Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen und der strengen ÖSV-Regeln einige Personen bei einem Routine-Test positiv getestet worden sein. Hierzu zählen unter anderem Andreas Widhölzl, Gregor Schlierenzauer und Phillip Aschenwald. Nach Informationen von skijumping.pl ist auch Assistenztrainer Robert Treitinger betroffen. Die beiden Erstgenannten sollen zudem leichte Symptome der Erkrankung verspüren. Neben den drei direkt Betroffenen werden sich auch die übrigen Teammitglieder vorerst in Quarantäne begeben und nicht mit nach Ruka reisen. Diese Entscheidung dient als Präventivmaßnahme um mögliche Ansteckungsketten zu vermeiden. So hoffen die Österreicher bei den kommenden Weltcups und der Skiflug-WM wieder mit dem A-Team starten zu können. “Das ist ein Rückschlag für unsere Ambitionen im Weltcup, aber die Sicherheit und die Gesundheit aller Beteiligten steht hier zu hundert Prozent im Vordergrund. Wir prüfen gerade, ob jene Athleten, die weiterhin negativ auf das Virus getestet wurden und die keinerlei Symptome zeigen, zur dritten Weltcup-Station nach Russland reisen können. Die Entscheidung ist hier aber offen. In knapp drei Wochen steht die Skiflug-Weltmeisterschaft in Slowenien auf dem Programm, darauf liegt gegenwärtig unser Hauptaugenmerk,” erklärt der sportliche Leiter Mario Stecher. Wo sich die Springer angesteckt haben ist noch unklar. Beachtet man die Inkubationszeit, sollte dies bereits vor Wisla geschehen sein.

Österreich mit B-Team nach Ruka

Das österreichische B-Team unter der Leitung von Florian Liegl bekommt somit nun deutlich früher die Möglichkeit, sich auf Wettkampfebene zu präsentieren. Zum Aufgebot gehören nun Manuel Fettner, David Haagen, Timon-Pascal Kahofer, Clemens Leitner, Markus Schiffner und Marco Wörgotter. Für die Athleten ist dies ein echter Kaltstart, zumal der erste Continental-Cup frühestens in vier Wochen stattfinden wird.

Quelle: ÖSV, skijumping.pl