SGP Damen Sommer Grand Prix

Die Slowenin Nika Kriznar hat nach ihrem Zehntel-Pech vom Vortag zurückschlagen können und einen souveränen Sieg beim zweiten SGP-Springen von Wisla eingefahren. Die Drittplatzierte des Vortages setzte sich souverän vor ihrer Teamkollegin Ursa Bogataj und der Französin Josephine Pagnier durch.

Nika Kriznar hat das Sonntags-Springen in Wisla klar dominiert. Bereits im ersten Durchgang zeigte die Gesamt-Weltcup-Siegerin der Saison 2020/21 mit 129,5 Metern den mit Abstand weitesten Sprung und konnte sich sogar eine Wackel-Landung leisten. Im Finale sprang sie bei schwierigen Verhältnissen 121 Meter und ließ der Konkurrenz mit 238,6 Punkten keine Chance. Selbst Ursa Bogataj, die zweimal bei 121,5 Metern landete, hatte am Ende gut 16 Punkte Rückstand auf die Athletin des Tages. Rang drei belegte Josephine Pagnier, die an ihre starke Leistung vom Vortag anknüpfte und sich mit einem Podiumsplatz belohnte. Die Französin sprang auf 123 und 116 Meter und erzielte 218,8 Punkte.


Freitag schrammt am Podest vorbei: Althaus mit Luft nach oben

Das Wisla-Wochenende hat klar gezeigt, dass Selina Freitag in den letzten Wochenende einen riesigen Sprung nach vorne gemacht hat. Die Deutsche zeigte zwei tolle Sprünge auf 123,5 und 115 Meter und belegte mit Rang vier ihr bislang bestes Ergebnis. Nicht ganz so gut lief es erneut für Katharina Althaus, die insbesondere im ersten Durchgang mit 112 Meter einiges an Boden verlor. 122 Meter im Finale spulten die Oberstdorferin immerhin auf den sechsten Platz. Anna Rupprecht und Pauline Hessler verpassten die Top 10 mit den Rängen 12 und 13 knapp und hatten insbesondere sprungtechnisch noch ein paar Wackler zu viel drin.

Kramer verpasst das Podium

Marita Kramer konnte nicht an ihre starken Leistungen insbesondere vom Freitag anschließen. Die Österreicherin belegte mit mittelprächtigen Sprüngen auf 118 und 117 Meter einen nicht ganz zufriedenstellenden fünften Platz. Chiara Kreuzer bewegte sich auf dem Niveau des Vortages und wurde mit Weiten von 115,5 und 120 Meter siebte. Jacqueline Seifriedsberger landete bereits bei 103,5 und 100 Meter und konnte nur den 16. Platz einfahren.

Ergebnis 2. Einzelspringen

SGP Damen Sommer Grand Prix

Knapper geht es nicht! Der erste Sommer-Grand-Prix-Wettbewerb in Wisla entwickelte sich zwischen einem Dreikampf, der an Spannung kaum zu überbieten war. Das entscheidende Zehntel hatte letztlich die slowenische Olympiasgierin, Ursa Bogataj, auf ihrer Seite.

Was war das für ein packender Dreikampf zwischen Ursa Bogataj, Marita Krama und Nika Kriznar! Zunächst setzte Kriznar ihre beiden Konkurrentinnen mit einem tollen zweiten Sprung auf 124,5 Meter unter Druck, ließ jedoch bei der Landung wertvolle Punkte liegen. Dies nutzte ihre Teamkollegin Bogataj gnadenlos aus. Zwar gelangen ihr nach 121,5 Meter im ersten Sprung nur 118,5 Meter im Finale, jedoch konnte sie zwei Zehntel retten. Als letzte ging Marita Kramer vom Backen, die nach 119 Metern im ersten Durchgang, bei 118 Meter landete und das Kunststück schaffte, sich mit einem Zehntel Rückstand genau zwischen Bogataj und Kriznar zu platzieren. Mit knapp 20 Punkten Rückstand konnte Josephine Pagnier zwar vorne nicht ganz mithalten, jedoch mit 125 Meter im ersten Durchgang den weitesten Sprung des Tages zeigen und einen guten vierten Platz belegen.

DSV-Team mannschaftlich geschlossen

Katharina Althaus konnte wie bereits in den Trainingsdurchgängen nicht um die Podiumsplätze mitspringen, belegte nach Sprüngen auf 114 und 111,5 Metern aber immerhin einen ordentlichen fünften Platz. Ihre starken Trainingsergebnisse konnte erfreulicherweise Selina Freitag bestätigen, die 123,5 und 109,5 Meter erzielte und nur fünf Punkte hinter Althaus Rang sieben belegte. Mit den Rängen neun und zwölf können auch Pauline Hessler (108,5 und 112,5 Meter) und Anna Rupprecht (109,5 und 103,5 Meter) zufrieden sein, wenngleich das Teilnehmerfeld zugegebenermaßen auch nicht sonderlich breit besetzt war.

Hölzl stark – Seifriedsberger mit Luft nach oben

Aus Sicht der ÖSV-Damen lief es auch abseits vom guten Kramer-Auftritt nicht verkehrt. Chiara Hölzl präsentierte sich im Vergleich zum vergangenen Winter verbessert und belegte mit Sprüngen auf 118,5 und 114,5 Meter Rang sechs. Jacqueline Seifriedsberger offenbarte mit Rang elf hingegen noch Luft nach oben. Julia Mühlbacher und Vanessa Moharitsch ersprangen die Ränge 20 und 21.

Am morgigen Sonntag steht ein weiteres Einzelspringen auf dem Programm.

Ergebnis Einzelspringen

SGP Damen Sommer Grand Prix

Der Startschuss ist gefallen! 33 Damen haben die Sommer-Saison in Wisla eröffnet. Am heutigen Tage standen zwei Trainingsdurchgänge und der anschließende Prolog auf dem Programm. Aufzeigen konnte insbesondere Gesamt-Weltcup-Siegerin Marita Kramer aus Österreich.

Nach dem unglücklichen Corona-bedingten Olympia-Ausfall und einem schwierigen Saison-Endspurt hat sich Marita Kramer eindrucksvoll zurückgemeldet. Mit einem Satz auf 130,5 Meter und 131,5 Punkten gelang es der 20-Jährigen, Ursa Bogataj (126,5 Meter/ 127,6 P.) auf Rang zwei zu verdrängen. Den dritten Platz belegte überraschend die Französin Josephine Pagnier (119 Meter/121,4 P.). Nika Kriznar musste sich mit einen Satz auf 120,5 Meter (bei wesentlich besseren Bedingungen) mit Rang vier begnügen.

Freitag überzeugt aus deutscher Sicht: Althaus mit Mühe

Aus deutscher Sicht ist der fünfte Rang von Selina Freitag erfreulich. Die 21-Jährige sprang 120 Meter und blieb mit 111,6 Punkten nur einen Zähler hinter Kriznar zurück. Nicht ganz so gut lief es für Katharina Althaus, die mit 111,5 Meter und 102 Punkten nur Rang sieben belegte. Die anderen beiden Deutschen, Pauline Hessler (104,5 Meter) und Anna Rupprecht belegten die Plätze neun und 18.

Beim ÖSV-Team konnte neben Kramer auch Chiara Kreuzer mit 111 Meter und Rang sechs ein gutes Ergebnis einfahren. Jacqueline Seifriedsberger und Julia Mühlbacher erreichten die Ränge 10 und 14. Insgesamt gab es fünf Disqualifikationen wegen Material-Verstößen. Unglücklicherweise hat es auch die Österreicherin Vanessa Moharitsch erwischt.

Bogataj dominiert das Training: Pagnier zeigt auf

Im Vorfeld des Prologs fanden zwei Trainingsdurchgänge statt, die beide von der Slowenin Ursa Bogataj dominiert wurden. Im ersten Sprung zeigte sich aber auch Pagnier sehr stark, die punktgleich mit Bogataj an der Spitze war. Im zweiten Durchgang wurde die Französin fünfte. Auch für Katharina Althaus lief es im Training mit den Rängen fünf und drei recht rund. Nika Kriznar erreichte die Plätze sieben und zwei, während Kramer vierte und dritte wurde.

DSV Sommer Grand Prix

Eigentlich wollte das DSV-Team den Sommer-Grand-Prix-Auftakt in Wisla (22.-24. August) in voller Mannschaftsstärke antreten. Karl Geiger, Markus Eisenbichler, Constantin Schmid, Andreas Wellinger und Pius Paschke sollten allesamt an den Wettbewerben teilnehmen. Daraus wird jedoch nichts. Die Corona-Pandemie und andere Unwegsambarkeiten haben das DSV-Team heimgesucht, wodurch nur je vier Damen und vier Herren mitmischen werden.

Die deutschen Skisprung-Damen und Skisprung-Herren trainieren derzeit schon an der Anlage, von der zum Sommer-GP-Auftakt gesprungen werden soll und fanden dort trotz der Hitze gute Bedingungen vor. Schade nur, dass sich Phillip Raimund und Constantin Schmid mit dem Corona-Virus infiziert haben und demnach nicht teilnehmen können. Zudem wird auch Markus Eisenbichler auf einen Start verzichten, jedoch aus Traingsbelastungs-Gründen. Demnach dürfen wir uns lediglich auf das Quartett Karl Geiger, Andreas Wellinger, Stephan Leyhe und Pius Paschke freuen. Insbesondere bei den drei Letztgenannten wird es aber spannend zu sehen sein, wie sie sich nach ihren Winter-Auftritten mit Ups & Downs entwickelt haben.

Althaus führt Damen-Team an: Seyfarth und Görlich fehlen


Das Damen-Team wird von Olympia-Silbergewinnerin Katharina Althaus angeführt. Zudem werden Anna Rupprecht, Selina Freitag und Paulina Hessler mit von der Partie sein. Luisa Görlich kehrte jedoch aus familiären Gründen nach Hause zurück, während Juliane Seyfarth weder für den Lehrgang, noch für den Sommer-Grand-Prix einberufen wurde.

Die Wettbewerbe in Wisla werden jedoch auch allgemein nicht so stark und breit besetzt sein wie gewohnt. Während bei den Damen von den absoluten Top-Springerinnen nur Sara Takanashi und Silje Opseth fehlen, finden die Herren-Wettbewerbe ohne den besten Springern aus Österreich, Norwegen, Slowenien und Japan statt.

ÖSV

Bittere Nachricht aus dem ÖSV-Team! Lisa Eder hat sich bei einem Trainingssturz in Stams das Kreuzband im rechten Knie gerissen und wird im kommenden Winter pausieren müssen. Die 20-jährige hat die Operation laut „Skijumping Austria“ gut überstanden und steht nun vor einem hoffentlich erfolgreichen Genesungsprozess.

Skispringen ist und bleibt ein Risikosport. Selbst wenn die Anzahl der Kreuzbandverletzungen in jüngster Vergangenheit etwas zurück zu gehen schien, werden uns Meldungen wie diese wohl immer begleiten. Für Lisa Eder ist die Saison 2022/23 bereits vorbei, nachdem die Vorbereitungen auf diese gerade erst begonnen hatte. Die talentierte Österreicherin kam bei einem Trainingssturz zu Fall und riss sich dabei das Kreuzband im rechten Knie. Dies bestätigte die Athletin auf ihrer Instagram Seite, zeigte sich aber auch schon motiviert, wieder zurückzukehren.

https://www.instagram.com/p/CfJShbYj6cD/

„Manchmal trifft einen das Leben hart. Es ist, als ob eine Welt zusammenbricht. Alles ändert sich, deine Ziele, deine Träume und alles, was du liebst“, schreibt die junge Sportlerin nach ihrem schweren Sturz. Die Tirolerin scheint den Schock aber bereits ganz gut verarbeitet zu haben und möchte nun positiv nach vorne schauen.
„Aber ich denke, so ist das Leben. Ich gebe jede Minute in meinem Leben, um zu meiner Liebe zurückzukehren und wenn die Zeit reif ist, werde ich meinen Träumen folgen. Das ist es wofür ich lebe, das ist es was ich liebe und das ist es was ich will“, erklärte sie und richtete einen Appell an die Leser.
„Vergiss nie, wenn du denkst, dass das Leben gut ist, gibt es einen Moment, in dem sich alles ändern kann. Genieße jede Minute und folge deiner Leidenschaft. Ich bin meiner Familie, meinen Trainern, Freunden, Ärzten und allen, die an meiner Seite stehen, so dankbar. Niemals aufgeben“, so die Österreicherin.

Erstes Podium in Hinzenbach: Eder war auf dem Weg zur Weltspitze

Für Lisa Eder kommt die Verletzung zu einer wahrlich ungünstigen Zeit, wenngleich es für sowas nie wirklich gute Zeitpunkte gibt. Die 20-Jährige hat die beste Saison ihrer Karriere hingelegt und im Gesamt-Weltcup einen starken neunten Platz belegt. Die Olympia-Achte konnte beim Heim-Weltcup in Hinzenbach Ende Februar mit Rang drei ihren ersten Podiumsplatz einfahren und bewies mehrmals, dass sie auf dem Weg zur absoluten Weltspitze ist. Nun wird dieser Prozess definitiv langwieriger, aber hoffentlich nicht weniger erfolgreich werden. Wir wünschen der verletzten Athletin alles Gute und eine rasche Genesung.

DSV

Das deutsche Skispringen hat dieser Tage mit einem immer überschaubarer werdenden Aufgebot an Springern zu kämpfen. Nach Severin Freund, Richard Freitag, Marinus Kraus, Adrian Sell und Carina Vogt haben mit Kilian Märkl und Claudio Haas zwei hoffnungsvolle Talente ihre Laufbahnen beendet. Dies bestätigte der DSV.

Wirklich gut sieht es im deutschen Nachwuchs schon seit einigen Jahren nicht mehr aus. In den Nachwuchs-Serien sowie im COC haben insbesondere die Springer aus Slowenien und Österreich dem DSV den Rang abgelaufen. Umso bitterer ist es, wenn zwei hoffnungsvolle Talente ihre Laufbahnen derart früh beenden.

Drittbester DSV-Adler im COC und Junioren-Weltmeister im Team: Märkl hängt die Ski an den Nagel

Kilian Märkl war das Aushängeschild des SC Patenkirchen und schien zumindest drauf und dran zu sein, in der nächsten oder übernächsten Saison im Weltcup mitmischen zu können. Seinen ersten großen Achtungserfolg errang er bei der Junioren-WM 2019, als er mit dem DSV-Team die Goldmedaille holen konnte. In der gleichen Saison feierte er einen starken vierten Platz beim COC in Klingenthal. Ein Jahr später wurde er bei der Junioren WM in Oberwiesenthal als Sechstplatzierter bester Deutscher. In der vergangenen Saison konnte er in der COC-Gesamtwertung Rang 17 erzielen. Dabei erreichte er einen sechsten Platz in Iron Mountain und drei siebten Plätzen in Ruka, Lahti und Planica. Damit konnte er immer wieder zeigen, dass er grundsätzlich das Potenzial für größere Aufgaben besitzt. Der 22-Jährige hat auch mehrmals den Sprung in die Nationale Gruppe geschafft, konnte sich aber nie für einen Weltcup-Wettkampf qualifizieren.

Nach nationalen Achtungserfolgen: Haas bleibt der internationale Durchbruch verwehrt

Claudio Haas (GER); Training in Garmisch-Partenkirchen; November 2021; Foto: Konstanze Schneider

Der ein Jahr jüngere Claudio Haas machte erstmals im Rahmen der deutschen Meisterschaften 2020 auf sich aufmerksam, als er die Junioren-Wertung mit rund 35 Punkten Abstand gewann und im Team-Springen mit der Auswahl aus Baden-Württemberg den dritten Platz errang. Dabei erzielte er im ersten Durchgang die drittgrößte Weite und blieb dabei nur zwei Meter hinter Karl Geiger und Markus Eisenbichler zurück. Auf internationale Ebene tat sich Haas jedoch schwer, Fuß zu fassen und schaffte in der darauffolgenden Saison nur Rang 19 (Bischofshofen) als bestes Ergebnis. Im vergangenen Sommer zeigte Haas dann aber in Klingenthal mit Rang fünf beim COC-Springen und Rang 32 beim SGP wieder Achtungserfolge. Im Winter konnte er auf COC-Ebene jedoch nur selten in die Punkteränge springen. Dass er es besser kann, zeigte er mit seinem Sieg im FIS-Cup in Oberhof Ende Februar.

Mit Anfang 20 sind beide in einem Alter angekommen, in dem es natürlich schwierig ist, eine Entscheidung für die Zukunft zu treffen. Setzt man voll auf die Karte Skispringen oder möchte man doch lieber Ausbildung/ Studium / berufliche Karriere vorantreiben? Die beiden talentierten DSV-Athleten haben sich für die zweite Option entschieden. Mit einem traurigen Auge gilt es diese Entscheidung natürlich zu respektieren und den jungen Männern alles Gute für die Zukunft zu wünschen. Dem DSV-Team werden sie dennoch fehlen.

Viele herausragende Talente gibt es aus DSV-Sicht derzeit leider nicht mehr. Am meisten Hoffnung auf eine starke Karriere machen derzeit Philipp Raimund und Justin Lisso, die beide schon Weltcup-Punkte auf dem Konto haben.

DSV

Es ist inzwischen acht Jahre her, als der legendäre Gold-Vierer Andreas Wank, Marinus Kraus, Andreas Wellinger und Marinus Kraus bei den Olympischen Spielen von Sochi für eine deutsche Skisprung-Sternstunde sorgten. Inzwischen ist von dem Quartett leider nur noch Andreas Wellinger aktiv. Nachdem Andreas Wank (2018) und Severin Freund (2022) ihre Ski an den Nagel gehängt haben, hat nun auch Marinus Kraus sein Karriereende verkündet.

Kaum einer hat so lange und tapfer um den Anschluss an das Weltcup-Team gekämpft wie Marinus Kraus, doch nun entschied auch er sich dafür, einen Schlussstrich zu ziehen. Der 31-Jährige verkündete via Instagram, dass seine Laufbahn als aktiver Springer vorbei sei.

https://www.instagram.com/p/Ceve2YZKXCP/?hl=de

Kraus zeigte sich in seinem Post “dankbar und glücklich“ für alles, was er in seiner Karriere erreichen durfte. Dennoch gab er auch zu, sich die “letzten Jahre und das Karriereende etwas anders vorgestellt“ zu haben. Der Springer haderte damit, nach seinen Verletzungen “durch das System nicht so unterstützt, wie erhofft und gewünscht“ worden zu sein. Seinen Frieden mit dem Skisprungsport hat er dennoch geschlossen, da er sich “körperlich wieder auf Top-Niveau“ bringen konnte und noch “einige schöne Sprünge“ ins Tal brachte.

“Ich durfte in meiner Karriere sehr viele schöne Momente erleben und diese Erinnerungen bleiben für immer“, verdeutlichte er. Mit einen Dank an Trainern, Sponsoren, Freunde, Familie, Fans etc. verabschiedete er sich in den Ruhestand als aktiver Athlet. “Wir hören und sehen uns ganz bald wieder“, so der DSV-Adler. Derzeit ist noch nicht bekannt, ob Kraus dem Skisprungsport in einer anderen Funktion erhalten bleibt.

Traum Winter 2013/14: Podest in Ruka, Olympia-Gold mit dem Team

Sein erstes großes internationales Ausrufezeichen hat Kraus im November 2013 gesetzt, als er beim Weltcup-Springen von Ruka auf Rang zwei landete und dabei nur von Gregor Schlierenzauer knapp geschlagen wurde. Ganz aus heiterem Himmel kam der Podiumsplatz jedoch nicht. Der Oberaudorfer konnte nur kurz zuvor bei den deutschen Meisterschaften in Oberstdorf Gold im Einzel und im Team erfliegen. Im weiteren Saisonverlauf konnte Kraus zwar keine Podiumsplätze mehr erzielen, in Zakopane aber immerhin Rang vier belegen und sich im Gesamt-Weltcup auf Platz 16 behaupten.

Seinen größten Auftritt legte der Springer jedoch beim olympischen Teamspringen 2014 hin. Der damals erst 22-Jährige zeigte beim Gold-Triumph der deutschen Mannschaft Nerven wie Drahtseile und war nach Punkten sogar der Beste aus dem DSV-Quartett. Kraus konnte bereits beim Einzel mit dem sechsten Rang glänzen und in Durchgang zwei die Bestweite erzielen.

Kraus verliert Platz im Weltcup-Team: Der lange Kampf zurück bleibt weitgehend erfolglos


In der darauffolgenden Saison knüpfte der Oberaudorfer zumindest teilweise an seine starken Auftritte an und belegte im Gesamt-Weltcup Rang 22 und bei der Tournee den zwölften Rang. Beim WM-Einzelspringen von Falun reichte es sogar für Rang zehn. Der Winter 2015/16 startete mit einem fünften Platz in Lillehammer erneut gut, jedoch sollten dem Springer schon bald körperliche Probleme das Leben schwer machen, wodurch er zur Tournee seinen Weltcup-Platz verlor. Sein 47. Platz beim Neujahresspringen von Garmisch-Patenkirchen blieb sein letzter Auftritt in einem Weltcup-Wettbewerb.

Im Anschluss kämpfte der Springer unermüdlich um den Anschluss, wurde jedoch von Knieproblemen und Operationen zurückgeworfen. Demnach blieben seine Auftritte im COC und FIS-Cup meist erfolglos. Seine letzten COC-Punkte holte er im Jahr 2018 als 17. von Planica. Sein letzter COC-Auftritt war hingegen ein 42. Platz in Willingen 2021. Immerhin konnte er im Februar 2022 seine Karriere mit einem guten zehnten Platz im FIS-Cup-Springen von Oberhof abschließen.

Ein Gold-Adler verabschiedet sich, der nicht nur wegen seiner Erfolge, sondern auch wegen seines unermüdlichen Kampfgeists imponierte und ein grandioses Vorbild für die Jugend abgegeben hat.

Uncategorized Weltcup

Eine gute Nachricht gibt es für die Skisprung-Fans: Das Warten auf die nächste Winter-Saison wird so kurz ausfallen wie noch nie. Bereits am 5. und 6. November steht der Weltcup-Auftakt im polnischen Wisla auf dem inzwischen von der FIS abgesegneten Kalender. Mit dieser Entscheidung haben sich die Verantwortlichen aber nicht nur Freunde gemacht. Dies liegt vor allem daran, dass das Opening erstmals in der Skisprung-Geschichte auf Matten ausgetragen wird.

Noch vor einigen Jahren hatte im Skisprung-Weltcup vieles seine Richtigkeit. Die Saison wurde Ende November im finnischen Kuusamo eröffnet, wo uns Winter-Wunderland und Weihnachtsmann sofort in die richtige Stimmung versetzten. Vor rund zehn Jahre fasste die FIS jedoch den Entschluss, auf den nordländischen Flair zu verzichten und den Weltcup-Auftakt nach Mitteleuropa zu verfrachten. Tolle Stimmung und viele Fans waren seitdem in Klingenthal und Wisla garantiert, jedoch war das ganze stets mit einem immensen Aufwand verbunden, weil die Temperaturen (wer hätte das gedacht) Mitte November zu mild waren. Demnach grüßte uns regelmäßig ein weißer Auslaufhügel mit viel Grün drumherum.

„Hybrid-Springen“ zum Auftakt: Anfahren auf der Eisspur und Landen auf Matten

In dieser Saison wird jedoch auch das bisschen Weiß verschwinden. Wie die FIS inzwischen beschlossen hat, wird der Auftakt im polnischen Wisla zwar auf einer Eisspur, jedoch auch auf den vom Sommer-Grand-Prix bekannten grünen Matten stattfinden. Seit Jahren gibt es Horror-Prognosen, dass Matten-Springen im Zuge des Klimawandels bald zur auch im Winter zur Gewohnheit werden. Nun scheint all das langsam näher zu rücken, was durchaus ein gewisses Unwohl-Gefühl aufkommen lässt. Sicherlich ist aber vor allem der ungewohnt frühe Startzeitpunkt für die Herangehensweise verantwortlich. Doch warum möchte die FIS überhaupt Anfang November starten?

„Wir mussten unsere Planung an die Fußball-Weltmeisterschaft, die im November stattfinden wird, anpassen. Deshalb beginnt die Saison bereits sehr früh und es wird nach dem Auftakt in Wisla und den Wettkämpfen in Ruka eine kurze Pause geben“, so das offizielle Statement von Pertile.

Eine Fußball-WM mit Glühwein statt Bier und Skispringer, die in der WInter-Saison auf grünen Matten landen: Den sportbegeisterten Zuschauern wird im anstehenden November schon einiges zugemutet.

Keine Begeisterung im Springerlager: Kraft, Prevc und Forfang kritisieren FIS-Entschluss

Inzwischen hat sich auch der ein oder andere Springer bereits wenig erfreut von den Entschlüssen der FIS gezeigt. „Das begeistert mich nicht so sehr“, gab Stefan Kraft im Gespräch mit den “Salzburger Nachrichten“ zu. Der österreichische Vorflieger äußerte zudem Sicherheitsbedenken. „Man muss wissen, dass diese Eisspuren nur bis zehn, maximal fünfzehn Grad Außentemperatur ausreichend gekühlt werden können. Sollte Anfang November die Sonne scheinen, bremst der Anlauf zu stark“, erklärte der Top-Springer. Zuvor hatten bereits Marius Lindvik und Halvor-Egner Granerud ähnliche Töne angeschlagen. Von der Hand zu weisen sind diese Bedenken nicht. Insbesondere Planica hatte mit der wärmenden März-Sonne schon häufiger seine Probleme.

Peter Prevc haderte im Gespräch mit „siol.net“ derweil damit, “weniger Zeit zu trainieren“ zu haben, monierte die “schlechte Taktung und prophezeite, dass es “mehr Stress“ geben wird. Der slowenische Cheftrainer Robert Hrogota sieht die Sache ebenso skeptisch. „Auf der einen Seite fängt die Saison früh an. Auf der anderen Seite haben wir nach Wisla mehr Zeit für die weitere Vorbereitung“, analysierte er. Links liegen lassen möchte er das erste Wochenende aber auch nicht. „Wir werden versuchen, beim ersten Springen auf dem höchstmöglichen Level zu sein, versprach er.

Besonders hart ging jedoch der Norweger Johan-André Forfang mit dem Entschluss der FIS ins Gericht. „Ich glaube nicht, dass das eine gute Idee ist. Ich denke, wenn wir die Saison eröffnen, dann sollte das auf Schnee sein“, erklärte der Mann aus dem nordnorwegischen Tromsø der Online-Zeitung „Nettavisen“. Der 26-Jährige fürchtet, dass das Skispringen ein Stück weit seine Seele verliert. „Es ist ein gutes, bekanntes Gefühl, das ich schon immer hatte: Wenn es schneit, dann fahren wir in die Berge und fangen an zu springen. Die gesamte Winter-Aura, die den Beginn der Wettkämpfe markiert, ist etwas ganz besonderes, das mir fehlen wird“, erklärte der Norweger. Zudem befürchtet er berechtigterweise, dass sich “viele Menschen am Kopf kratzen werden und nicht verstehen, worum es da geht“.

Pertile verteidigt Entscheidung: “Müssen der Zukunft aufgeschlossen entgegenblicken“

FIS-Direktor Pertile versucht jedoch das Positive herauszupicken. „Ich akzeptiere die Meinung der Athleten, aber manchmal haben wir unterschiedliche Meinungen. Wir müssen der Zukunft aufgeschlossen entgegenblicken. Wir sind die einzige Wintersportart, die eine solche Flexibilität genießt“, erklärte er und zog einen Vergleich zum Tennis. „Man spielt es auf unterschiedlichen Bodenbelägen, aber technisch gesehen ist es der gleiche Sport“, verglich Pertile. Stellt sich nur die Frage, ob es auch noch der gleiche Sport ist, wenn die Sonne die Eispur in die Mangel nimmt. Schon jetzt ist klar: Der Schnee fehlende Schnee wird uns zum Auftakt einen Stich ins Herz versetzen. Möchte man aber zumindest eine Sache positiv sehen, so spart man sich wenigstens die zahlreichen LKW-Lieferungen an produzierten Kunstschnee. Dem Klima kann das nicht schaden und davon profitiert letztlich auch das Skispringen.

SGP Herren Sommer Grand Prix Uncategorized

Der Sommer-Grand-Prix bietet nicht nur für die Skispringer die Möglichkeit, am passenden Set-Up zu schreiben, sondern auch eine Spielwiese für die FIS, um neue Formate zu testen. Demnach weist auch der von der FIS veröffentlichte Kalender 2022 eine Besonderheit auf, die wir so bislang noch nicht gesehen haben. Im rumänischen Rasnov werden wir am 18. September erstmals das Format “Super Team“ verfolgen können. Wir nutzen die Gelegenheit, um dieses neue Projekt kurz vorzustellen.

Seit Jahren dominieren die großen Nationen Deutschland, Norwegen, Österreich, Slowenien, Polen und Japan das Geschehen. Die weiteren Teilnehmer-Staaten verblassen hingegen zunehmend und spielen bestenfalls mit dem ein oder anderen Athleten mal eine Nebenrolle. Aus diesem Grund ist es keine Seltenheit, dass bei einem Teamwettbewerb im Weltcup nur acht bis neun Nationen an den Start gehen. Neben der Schweiz, Russland, Finnland und vereinzelt Kasachstan und Tschechien bringt kaum mal ein Land vier Leute an den Start.

Aus diesem Dilemma ist die Idee entstanden, dass künftig das Format „Super Team“ kleinen Nationen eine Chance erteilt und für zusätzliche Abwechslung sorgen soll. Beim Super Team springen nämlich nicht wie gewohnt vier Springer, sondern nur zwei Springer, deren Punktzahlen am Ende addiert werden. Dies bringt den Vorteil mit sich, dass auch Nationen wie die USA, Kanada, Frankreich, Estland, Italien oder die Türkei mitmischen können. Zudem hätten weniger ausgeglichene Nationen vielleicht die Chance, mit zwei guten Leuten vorne mitzumischen.

Wegbereiter dieses neuen Formates war insbesondere Sandro Pertile. „Wir haben die Idee mit den Trainern besprochen und es gibt ein hohes Interesse an diesem Format, das auch seitens der Zuschauer mehr Interesse an unserem Sport erzeugen kann“, erklärte der FIS-Renndirektor gegenüber „skijumping.pl“. Beim FIS-Kongress Ende Mai wurde der Vorschlag abgesegnet und bleibt somit im Programm für den Sommer GP.

Erreicht das neue Super-Team-Format wirklich die Fans? Einige Schwächen sind offenkundig


Zwar ist dieses Format als völlig neue Wettkampfform sicherlich mal einen Versuch wert, jedoch lassen sich einige Schwächen erkennen, die die Idee mitbringt. Ein Problem ist sicherlich, dass der Wettkampf insbesondere für Stadienbesucher einige Wünsche offen lässt. Angenommen 14 Nationen nehmen am Super Team Teil, beinhaltet ein Wettbewerb lediglich 44 Sprünge, da sich ja nur die besten acht Teams für das Finale qualifizieren. Damit sehen die Zuschauer nur gut die Hälfte der Sprünge, verglichen zu einem normalen Einzelspringen. Da Teams wie Deutschland, Österreich, Norwegen, etc. auch deutlich mehr als zwei gute Springer stellen könnten, fehlen einige Stars der Szene komplett. Nur der harte Kern der Zuschauer wird sich dazu entschließen, trotzdem einen Stadionbesuch vorzunehmen.

Im Falle von Rasnov lautet die Lösung, dass man Mixed-Springen und “Super Team“ an einem Tag austrägt. Somit ist für die Menschen Vorort natürlich mehr geboten, jedoch müssten die Wettkämpfe dementsprechend auch dicht getaktet stattfinden. Mit zwei Events am Tag könnte man jedoch bzgl. des TV-Fensters Probleme bekommen. An einem vollen Wintersport-Tag könnten weniger populäre Formate schon mal hinten runter fallen. Auch in Sachen Gleichberechtigung ist der Weg von Rasnov ein wenig kritisch zu betrachten. Nach dem Mixed-Springen gibt es nur ein Super Team der Herren, nicht aber der Damen. Klar: Drei Wettbewerbe am Tag sind ein wenig viel und die Herren locken mehr Publikum an, jedoch zeigt es erneut, wer im Zweifel zurückstecken muss.

B-Besetzungen drohen: Ist das Super Team sportlich wertvoll?


Zudem droht die Gefahr, dass das Super Team entwertet wird, weil die Nationen an einem von beiden Wettbewerben nicht die stärkste Mannschaft bringen können. Letztlich bietet das natürlich die Chance für Teams wie die Schweiz oder Russland, mal einen Coup zu landen, jedoch möchte der Zuschauer die besten Teams und die besten Springer sehen. Ansonsten ist ein solches Springen sportlich kaum wertvoll. Ansonsten würde sich am Kräfteverhältnis kaum was ändern. Die sechs Top-Teams sind auch in diesem Format klar am stärksten, ehe Schweiz, Russland und an guten Tagen noch Finnland folgen. Nationen wie USA, Kanada, Italien etc. haben dennoch kaum eine Chance, überhaupt unter die Top 8 zu kommen.

In Sachen Punkteverteilung läuft das Ganze ähnlich wie beim Mixed-Team, wo die Punkte zu 50 Prozent in den Nationen Cup einfließen.  Somit erhält das Siegerteam 200 Punkte, die Plätze zwei und drei erhalten 175 bzw. 150 Punkte. Von dort an geht es in 25er-Schritten abwärts, ehe das Team auf Rang acht noch 25 Zähler ergattert. Die weiteren Duos ergattern keine Punkte.

Letztlich sei gesagt, dass Innovationen immer gut und wichtig sind. Es gilt allerdings auch, dass Skispringen in erster Linie ein Individualsport ist und das auch bleiben wird. Im Endeffekt kommt es schließlich nicht wirklich auf eine Zusammenarbeit im Team an, sondern wer bei den einzeln aufaddierten Punkten am besten abschneidet. Demnach muss man aufpassen, dass man nicht zu viele Team-, Mixed oder Super-Team-Springen im Kalender aufnimmt. Für den Winter 2022/23 ist kein Super-Team-Wettbewerb geplant.

Norwegischer Skiverband Uncategorized

Das norwegische Team hat den Nationalkader für die Saison 2022/23 offiziell bekannt gegeben. Bei den Herren rücken zwei Youngster in die erste Reihe, während Anders Fannemel seinen Platz abgeben musste. Die Damen hoffen auf Maren Lundby und Eirin Kvandal, die beide bereit für ein Comeback sind.

Team Norwegen wird auch im kommenden Jahr von den beiden Vorfliegern Marius Lindvik und Halvor-Egner Granerud angeführt. Hinzu kommen mit Daniel-André Tande, Johan André Forfang und Robert Johansson drei weitere langjährige Leistungsträger, die den Stamm der Truppe bilden werden. Erneut im A-Kader steht auch wieder Thomas Aasen Markeng, der nach seinem Kreuzbandriss immer wieder mit Problemen zu kämpfen hatte und noch nicht zu alter Stärke zurückgefunden hat. Neu im Kader stehen die beiden Talente Fredrik Villumstadt und Bendik Jokobsen Heggli, die bereits im letzten Winter punktuell für Furore setzen konnten.

Fannemel möchte vor der Saison Bilanz ziehen

Im Vergleich zum Vorjahr fehlt somit lediglich Anders Fannemel. Der ehemalige Weltrekordhalter hat seit seinem schweren Sommer-Sturz 2019 lange am verletzten Kreuzband lädiert und bislang noch keine körperliche Verfassung zurück erlangt, die es ihm erlaubt, vorne mit zu springen. Der 30-Jährige konnte im vergangenen Winter nur als 25. von Ruka Weltcup-Punkte sammeln. Zrotz dieses Rückschlages möchte Fannemel nicht aufgeben und in der Vorbereitung noch mal versuchen, den Anschluss zu finden. Vor dem Saisonstart wird er eine zukunftsweisende Entscheidung treffen. „Ich muss fühlen, dass ich das Level habe, wenn der Winter beginnt“, erklärte er gegenüber dem Dagbladet. „Einen Winter wie den, den ich diesen Winter hatte, das halte ich nicht mehr aus. Hoffentlich bin ich gut genug, um im Weltcup zu springen. Ich hoffe auf einen normalen Anlauf und werde eine Bilanz ziehen müssen, wenn die Saison näher rückt“, führte er aus.

Erneute Rücken-OP bremst Johansson aus

Mit gesundheitlichen Problemen hat weiterhin Robert Johansson zu kämpfen. Die im Vorjahr durchgeführte Rücken-OP hat leider nicht die erhoffte Wirkung erzielt und der Springer noch immer Probleme. Darum ist nun ein weiterer Eingriff nötig. Dieser sei “praktisch identisch wie letztes Jahr“, wie Nationalmannschaftsmanager Clas Brede Bråthen gegenüber NTB bestätigte. Die Norweger rechnen jedoch damit, dass der Flugspezialist Anfang Herbst wieder mit dem Skispringen beginnen kann.

Lundby kehrt zurück: “Es wird großartig“

Positive Kunde gibt es im Bezug auf das norwegische Damen Team. Die Jahrelange Dominatorin Maren Lundby wird nach einem Jahr Pause im kommenden Winter wieder mit von der Partie sein. „Es wird großartig, ich warte schon lange. Vielleicht bin ich sogar noch motivierter, als je zuvor“, wird sie vom Dagebladet zitiert. Die Olympiasiegerin, Weltmeisterin und Gesamtsiegerin ist zuversichtlich, dass ihr der Sprung zurück in den Weltcup-Zirkus gelingt. “Ich habe eine Aufgabe zu erledigen, aber die Gesundheit und die körperlichen Voraussetzungen sind besser“, erklärte sie. Zwar sei sie sich nicht “hundertprozentig sicher“, ob der Sprung zurück in die Weltspitze klappt, jedoch merke sie, dass es “in die richtige Richtung geht und das Vertrauen zurückkehrt“.

Ebenfalls im Nationalmannschaftskader steht Eirin Kvandal. Die 20-Jährige war im vorletzten Winter in Hinzenbach böse zu Fall gekommen und zog sich einen Kreuzbandriss und weitere böse Knieverletzungen zu. Die beiden Springerinnen sollen das Trio Silje Opseth, Anna Odine Strøm und Thea Minyan Bjørseth verstärken, das im Vorjahr den Stamm des norwegischen Damenteams gebildet haben. Sowohl Kvandal, als auch Lundby standen aber trotz ihrer Sprungpause auch schon im Vorjahr im Nationalteam.

Der Nationalkader im Überblick:

Herren: Marius Lindvik, Halvor Egner Granerud, Robert Johansson, Daniel-André Tande, Johann André Forfang, Thomas Aasen Markeng, Fredrik Villumstad, Bendik Jakobsen Heggli.

Damen: Maren Lundby, Silje Opseth, Thea Minyan Bjørseth, Anna Odine Strøm, Eirin Kvandal.