Olympische Spiele

Die Norweger haben bei der Qualifikation vor dem Einzelspringen von der Großschanze eine Ansage gesendet. Insbesondere Marius Lindvik konnte mit einem Sprung auf 135 Meter seine Mitfavoritenrolle untermauern. Sein schärfster Rivale könnte ausgerechnet aus dem eigenen Team kommen.

Bereits auf der Normalschanze konnte sich Marius Lindvik über Rang eins in der Qualifikation freuen. Zwar blieb der Norweger ohne Einzelmedaille, jedoch scheint er sich davon nicht aus dem Konzept gebracht haben lassen. Mit einem Sprung auf 135 Meter und einer Punktzahl von 136,4 Punkten konnte er sich recht deutlch vor Halvor-Egner Granerud behaupten, der 133,5 Meter und 131,6 Punkte erzielte. Seine gute Form untermalte auch Peter Prevc, der mit 131 Meter auf Rang drei einkam. Rang vier ging an den hier sehr stabil springenden Stefan Kraft. Für ein weiteres Highlight sorgte der Russe Danil Sadreev, der mit 136,5 Meter den weitesten Versuch landete, aber dabei auch von guten Bedingungen profitierte.

Eisenbichler kommt in Schwung: Es fehlt nicht mehr viel


Leichte Hoffnungen auf eine deutsche Einzelmedaille macht Markus Eisenbichler. Der Siegsdorfer konnte sich mit 129 Metern und Rang sechs im Vorderfeld behaupten. Dies gelang überraschend auch dem Finnen Anti Aalto, der bei schlechten Verhältnissen 126,5 Meter erzielte und auf Platz sieben einkam. Kamil Stoch, Ryoyu Kobayashi und Cene Prevc komplettieren die Top 10. Insbesondere der Olympiasieger von der Normalschanze offenbarte heute aber doch ein paar Probleme.

Alle DSV-Adler qualifiziert


Aus deutsche Sicht konnte lediglich Markus Eisenbichler wirklich glänzen. Karl Geiger stagniert weiterhin ein wenig und konnte sich mit 126 Metern nur auf Position zwölf einsortieren. Constantin Schmid konnte seinen sehr guten Probesprung nicht ganz bestätigen, muss mit 127 Metern und Rang 19 aber auch nicht frustriert sein. Sein olympisches Wettkampf-Debüt wird morgen auch Pius Paschke geben. Der Routinier qualifizierte sich mit 119 Metern und Rang 30 glanzlos. Im Training konnte sich Paschke nach zum Teil sehr ansprechenden Leistungen intern gegen Stephan Leyhe durchsetzen.

ÖSV-Team solide dabei: Die Hoffnungen Ruhen auf Kraft und Joker Fettner

Aus österreichischer Sicht lief die Qualifikation ähnlich. Neben Stefan Kraft konnten sich mit Manuel Fettner, Daniel Huber und Jan Hörl zwar alle Athleten unter den Top 15 platzieren, verpassten mit den Rängen 11, 14 und 15 aber einen Spitzenplatz. Mit Kraft und vielleicht auch wieder Fettner hat der ÖSV aber durchaus Trümpfe auf der Hand.

Ergebnis

COC Herren Continental Cup

Domen Prevc konnte beim dritten COC-Springen seine aufsteigende Form bestätigen und setzte sich vor seinem Landsmann Ziga Jelar und dem Österreicher Michael Hayböck durch. Das DSV-Team brachte immerhin sechs Leute in die Top 10.

Die bislang ernüchternde Saison von Domen Prevc könnte doch noch eine positive Wendung nehmen. Zwar hat sich Olympia für den 22-Jährigen natürlich erledigt, jedoch dürfte der Super-Flieger ohnehin mehr auf die SKkflug-WM von Vikersund schielen. Seine heutigen Sprünge auf 130 und 131,5 Meter bewiesen, dass mit dem jüngsten Prevc-Bruder wieder zu rechnen ist. Mit 265,6 Punkte behielt er knapp die Oberhand gegen Teamkollege Ziga Jelar, der 261,1 Zähler einfuhr. Der Slowene, der nach einer schweren COVID-Erkrankung nur schleppend in die Saison kam, zeigte Sprünge auf 131 und 129 Meter. Den dritten Podiumsplatz belegte mit Michael Hayböck (257,8 P.) ebenfalls ein Leidgeprüfter Springer. Der Österreicher hatte aufgrund einer Bandscheibenverletzung praktisch keine Chance, auf den Olympia-Zug aufzuspringen. Am heutigen Tage verpasste er den Sieg im COC nach 133 Meter in Runde eins und der zwischenzeitlicher Führung nur aufgrund eines etwas schwächeren Finalsprungs auf 127 Meter. Eine starke Mannschaftsleistung zeigten die Norweger, die mit Robin Pedersen (251,2 P.), Joacim Ødegård Bjøreng (250,1 P.) und Sondre Ringen (236,5 P.) die Ränge vier, fünf und sieben belegten.

DSV-Team mannschaftlich ordentlich

Das DSV-Team hatte ähnlich wie bei den Olympischen Spielen heute nichts mit dem Kampf um die Spitze zu tun. Immerhin schafften es aber sechs Deutsche in die Top 10. Die beste Performance zeigte heute Kilian Merkl. Das Talent aus Garmisch-Patenkirchen zeigte nach guten 126 Meter einen noch besseren Finalsprung auf 128 Meter und belegte mit 248,8 Punkten Rang sechs. Justin Lisso (235,9 P.) und Martin Hamann (233,1 P.) erreichten die Plätze acht und neun. Mit dem heutigen Tag unzufrieden dürfte hingegen Philipp Raimund sein, der nach Rang zwei am Samstag heute nur 118,5 und 122,5 Meter sprang und damit 20. wurde. Für Luca Roth und David Siegel bleibt es eine schwere Saison. Mit den Rängen 26 und 27 kamen sie unmittelbar vor Richard Freitag ein. Der Routinier konnte seinen Aufwärtstrend aus Neustadt leider überhaupt nicht bestätigen und blickt auf ein ernüchterndes Wochenende zurück.

ÖSV-Adler schwächeln ein wenig

Abgesehen von Michael Hayböck erlebten die Rot-Weiß-Roten heute nicht ihren besten Tag. Als zweitbester Österreicher konnte sich Markus Schiffner nur auf dem elften Rang platzieren. Thomas Lackner und Maximilian Steiner blieben mit den Rängen 13 und 14 ebenfalls eher unauffällig. Niklas Bachlinger und Peter Resinger erzielten mit den Rängen 19 und 29 immerhin noch ein paar COC-Punkte.

Ergebnis

COC-Gesamtstand

DSV Weltcup

Inmitten des Weltcup-Wochenendes von Willingen und im Vorfeld der Olympischen Spiele haben sich Trainer Stefan Horngacher sowie die Olympia-Starter Karl Geiger, Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe im Rahmen der DSV-Pressekonferenz zu Wort gemeldet. Wir haben die wichtigsten Aussagen zusammengefasst.

Der Bundestrainer Stefan Horngacher zeigte sich sehr zufrieden mit der Form der deutschen Athleten und traut insbesondere Karl Geiger und Markus Eisenbichler viel zu. Allerdings weiß auch Horngacher, dass es viele Favoriten gibt, „die alle gewinnen können“. Mit Edelmetall soll es in Peking allerdings trotz der starken Konkurrenz klappen. „Wir wollen um die Medaillen mitspringen. Das ist unser Anspruch und das wird von uns erwartet. Wir haben gute Springer, die das schaffen können“, ist er sich sicher. Dies gilt natürlich insbesondere für Karl Geiger, der sich „nicht beirren lassen darf und gewisse Knotenpunkte im Sprung automatisieren muss“, um ganz vorne zu landen.

Damit der Traum von den olympischen Medaillen nicht schon vorab platzt, vermeidet das Team Kontakte mit dem Umfeld und sogar dem engsten Familienkreis. Angst vor positiven Tests hat Horngacher demnach weniger. „Wenn man die gesundheitlichen Sachen und die Maskenpflicht einhält, hat man eine große Chance, negativ zu sein“, erläuterte er. Neben dem allgegenwärtigen Thema Corona, gilt es jedoch auch noch ein paar andere Aspekte zu beachten. Da wäre zum einen die Zeitumstellung. „Wir werden uns den chinesischen Zeiten anpassen“, versicherte der Coach mit dem Verweis darauf, dass einige Trainingsdurchgänge bereits am Vormittag stattfinden werden. Darüber hinaus gilt es zu beachten, dass die Schanzenanlagen deutlich höher gelegen sind, als die Schanzen im Weltcup. „Die Luft ist natürlich dünner, hat Auswirkungen auf die Aerodynamik und wird sicherlich eine Challenge werden“, erklärte der DSV-Coach, der seine Schützlinge darauf jedoch gut vorbereitet sieht. Ansonsten zeigte sich Horngacher als großer Fan der Olympia-Anlagen. „Sie sind bombastisch von der Optik und von den Lichteffekten. Wenn die Chinesen sich das leisten können ist das ok. Wir werden das Ambiente genießen, aber letztlich bleibt Skispringen übrig“, erklärte er.

Karl Geiger möchte „gute Wettkämpfe machen und Spaß haben“

Deutschlands Vorflieger Karl Geiger hat sich spätestens in Neustadt in den Kreis der ganz heißen Medaillenanwärter zurückgemeldet. „Neustadt war für mich unglaublich gut. Ich habe jetzt noch die Zeit zum Koffer packen und zum Heimtraining genutzt“, erklärte der aufgeräumt wirkende Weltcup-Führende.
Ganz so einfach fällt ihm die Zeit fernab seiner Familie trotz all der Highlights und Erfolge jedoch nicht. „Man muss sich disziplinieren und strikt bleiben. Ich hatte zuletzt nicht viel Kontakt zu Frau und Kind. Sie waren bei sich in der Heimat, aber wir haben jeden Tag Kontakt per Video“, erklärte der Familienvater. Die räumliche Trennung nimmt er jedoch für seine großen Ziele in Kauf. „Es wird schon eine lange Zeit, aber andererseits fahre ich nach China zu den Spielen und das ist das Größte, was man erleben kann. Ich brenne für den Sport und kann das auch ganz gut differenzieren“, erläuterte der Oberstdorfer.

Geiger fährt mit Rückenwind zu den Spielen, was insbesondere daran liegt, dass er bereits bei seinem ersten Olympia-Auftritten 2018 gute Erfahrungen machen konnte. „Ich habe sehr schöne Erinnerung im Kopf. Deshalb fahre ich mit einem guten Gefühl rüber“, erklärte er. Auf eine genaue Zielvorgabe will sich der Skiflug-Weltmeister jedoch nicht einlassen. „Gute Wettkämpfe, schöne Sprünge und Spaß haben“, so die Devise des Super-Adlers. Nun möchte er sich nicht „im Detail verlieren“ und setzt auf die „super Zusammenarbeit mit Stefan Horngacher. In die Diskussionen um das Ausrichterland China möchte die Medaillenhoffnung nicht einsteigen. „Ich habe einen anderen Job in Peking. Damit müssen sich die Politiker befassen und ich halte mich da mit meiner Meinung zurück“, stellte er klar.

Eisenbichler sieht noch Luft nach oben: „Gibt eine Baustelle am Absprung“

Markus Eisenbichler durchlebt in dieser Saison immer wieder Höhen und Tiefen. Zuletzt zeigte er sich beim Heim-Weltcup in Neustadt jedoch wieder sehr gut in Fahrt. „Es ist noch nicht optimal. Es gibt eine Baustelle am Absprung, aber ich bin positiv gestimmt, dass ich das auch wieder hinbekomme“, zeigte er sich optimistisch. Die ungewohnte Höhe sieht die zweite deutsche Trumpfkarte schon mal nicht als Problem an. „Auf der Höhe taugts mir ganz gut. Ich bin auch daheim auf den Bergen unterwegs auf 2000 oder 3000 Meter. Wir werden sehen wie es da drüben dann ist, aber ich konzentriere mich eh auf das sportliche“, erklärte er. Von der Schanze ist der Weltmeister aus dem Jahr 2019 durchaus beeindruckt. „Die Schanze ist natürlich ein wenig überdimensional, schaut aber schon mega cool aus. Ich freue mich, von der zu springen“, so der Flugkünstler. Ähnlich wie Kollege Geiger möchte auch er sich zu politischen Themen zurückhalten. „Das sollen die Politiker machen. Man hätte sich vorher überlegen sollen, wohin man die Spiele vergibt. Ich kann daran nichts ändern“, berichtete er. Trotzdem freut sich Eisenbichler darauf, wenn möglich ein bisschen was von der chinesischen Kultur kennen zu lernen. Der 30-Jährige würde unter anderem die Chinesische Mauer gerne sehen. „Vielleicht haben wir Zeit dafür“, zeigte er sich hoffnungsvoll.

Leyhe fährt mit Zuversicht nach Peking: „Die Leistungskurve stimmt“

Ähnlich wie Markus Eisenbichler ging zuletzt auch bei Stephan Leyhe die Formkurve wieder nach oben. Daran möchte der Springer, der sich nach seinem Kreuzbandriss so stark zurückmelden konnte, nun anknüpfen. Die Schanzen sollten dem Willinger entgegenkommen. „Meine Stärken liegen im Absprung und bei Schanzen auf großen Höhen, wo weniger Druck unter dem Ski ist“, erklärte der drittstärkste Deutsche der laufenden Saison. Der 30-Jährige gab zu, dass er nach seiner Verletzung durchaus an die Spiele gedacht hat und sich nicht sicher war, ob er bis dahin wieder in eine gute Form komme. Derzeit sieht jedoch alles top aus. „Die Leistungskurve hat so gestimmt, dass ich jetzt gut körperlich gut in Form bin“, zeigte er sich zufrieden. Dies bestätigte ihm auch Stefan Horngacher, der nur noch im technischen Bereich ein paar Details zum verbessern entdeckt hat.

Schmid spricht offen über schwere Wochen im Weltcup: „Habe viel gehadert und gezweifelt“

Constantin Schmid hat definitiv keine leichten Wochen hinter sich und musste um die Teilnahme an den Spielen lange bangen.
„Ich habe viel gehadert, gezweifelt und mir Druck gemacht wegen der Nominierung“, erinnert sich der Youngster an die schweren Wochen. „Es war sehr viel Unruhe in meinem Kopf und habe die Basics nicht mehr so beherzt wie ich sollte“, erklärte er. Erst als er sich selbst in den Kopf gesetzt hatte, dass es eigentlich egal sei, ob er mitfahre und einfach wieder gut Skispringen müsse, sei der Knopf wieder aufgegangen. „Es ist jetzt immer besser geworden. Ich hoffe, dass ich da weiter arbeiten kann“, zeigte er sich zuversichtlich. Nun gilt es nur noch, „mit einem besseren Gefühl durch den Radius zu kommen“. Auf die Olympia-Schanzen freut sich der DSV-Adler schon jetzt. Für mich sieht die Anlage sehr cool aus. Ich freu mich vor allem auf die 90er Schanze, weil das genau mein Metier ist“, verkündete Constantin Schmid.

Paschke freut sich auf Olympia-Debüt: „Es war immer mal ein Traum“

Pius Paschke musste von allen DSV-Adlern am längsten um die Teilnahme zittern. Der Olympia-Debütant berichtete, dass sogar sein Umfeld nicht mehr daran geglaubt hatte, dass es für die Spiele reicht. Grund dafür ist die zähe Formkrise des Springers, die seit dem Tournee-Start andauert. Durch die zu spät erzielte Norm von Severin Freund bekam der Routinier allerdings den Zuschlag und möchte die Gelegenheit jetzt nutzen.
„Ich fahre mit sehr viel Vorfreude nach Peking und bin gespannt wie es wird. Es war immer mal ein Traum zu Olympia zu fahren. Ich sehe es nicht als Selbstverständlichkeit an, da steckt viel Arbeit dahinter“, erklärte Paschke. Selbstredend möchte der Athlet jedoch nicht nur als Tourist dabei sein, sondern auch auf der Schanze endlich wieder sein Potenzial abrufen. „Es ist eine sehr moderne Anlage und etwas höher gelegen. Man kann sich darauf schon einstellen“, ist sich der Springer sicher. Wir hoffen, dass ihm das auch gelingt.


Weltcup Weltcup Herren

Bei einem äußerst komplizierten Wettbewerb und nur einem Durchgang konnte sich der Japaner Ryoyu Kobayashi mit einem Sprung auf 145 Meter durchsetzen. Die Ränge zwei und drei gingen an die beiden Norweger Halvor-Egner Granerud und Marius Lindvik.

Er kam sah und siegte. Nachdem der japanischen Tournee-Sieger am Vortag weder beim Training, noch beim Mixed-Springen oder beim Prolog auftauchte, sicherte er sich beim Samstags-Wettbewerb in einem Durchgang den Sieg. Sein Sprung auf 145 Meter brachte ihn 115,6 Punkte ein. Rang zwei sicherte sich Halvor Egner Granerud, der ebenfalls bei guten Bedingungen 143 Meter in den Schnee setzte und 111,6 Zähler sammelte. Unmittelbar dahinter, komplettierte sein Teamkollege Marius Lindvik mit 137 Metern das Podest.

Freund überzeugt mit Rang vier

Ein äußerst erfolgreicher Tag war es auch für Severin Freund der einen blitzsauberen Flug erwischte und 140 Meter in den Schnee setzte. Mit Rang vier verpasste er nur ganz knapp sein erstes Einzelpodium seit November 2016. Rang fünf belegte Yukiya Sato aus Japan mit einem Satz auf 136,5 Meter. Mit der gleichen Weite belegte Lokalmatador Stephan Leyhe den sechsten Platz. Knapp dahinter teilten sich die beiden Slowenen Ziga Jelar und Lovro Kos den siebten Rang.

DSV Team mit gemischten Gefühlen

Abgesehen von den guten Ergebnissen von Freund und Leyhe, gab es aus DSV Sicht nur wenig zu lachen. Immerhin konnte Constantin Schmid jedoch seine Aufwärtstendenz mit einem Sprung auf 125,5 Meter bei wenig Aufwind bestätigen. Der Youngster im DSV-Team erreichte einen Platz vor Olympiasieger Andreas Wellinger den 12. Platz. Nach einer überstandenen Corona-Infektion und Knieproblemen kann der 26-Jährige auf seine 129 Meter definitiv aufbauen. Gar nicht gut lief es hingegen vor allem für die beiden Vorflieger Karl Geiger und Markus Eisenbichler. Geiger kämpfte mit einem zu starken Aufwind nach dem Tisch und landete nach einem unruhigen Flug bei 120,5 Meter. Sein Teamkollege wird als 29. besonders verärgert gewesen sein, keinen Finaldurchgang mehr springen zu dürfen. Pius Paschke hätte diesen nach 112 Meter und Rang 31 ohnehin nicht mehr erlebt.

Dezimiertes ÖSV-Team mit mehr Licht als Schatten

Der beste ÖSV-Adler Andreas Huber erlebte einen ziemlich unruhigen Flug und musste sich mit dem neunten Rang begnügen. Stefan Kraft kommt ebenfalls noch nicht so richtig in die Gänge und landete bereits bei 119,5 Meter. Mit Rang 25 blieb er sogar knapp hinter seinen jungen Kollegen Maximilian Steiner und Markus Rupitsch zurück, die die Plätze 23 und 24 einnahmen. Für die positive Überraschung sorgte Markus Müller, der mit Rang 18 ein klasse Weltcup-Debüt feierte.

Schwierige Bedingungen lassen Favoriten-Träume platzen: Zyla disqualifiziert

Nicht nur Karl Geiger und Markus Eisenbichler fielen heute den äußeren Bedingungen zum Opfer. Die beiden Slowenen Anze Lanisek und Timi Zajc landeten bei 104,5 bzw. 105 Meter und mussten sich mit den Rängen 35 und 37 zufrieden geben. Nicht wirklich rund lief es auch für Kamil Stoch, der bei schlechten Bedingungen 115,5 Meter erreichte und 21. wurde. Der gestern noch so starke Pole, Piotr Zyla, wurde wie sein Teamkollege Stefan Hula disqualifiziert. Das Problem lag laut FIS-Ergebnisliste an den Schuhen.

Resultat

Weltcup Damen

Das Weltcup-Wochenende in Willingen beginnt gleich mal mit zwei Paukenschlägen. Der eine davon ist die Tatsache, dass trotz der katastrophalen Prognosen tatsächlich gesprungen werden konnte und der andere ist der völlig überraschende Prolog-Sieg der Japanerin Yuki Ito.

Mit nur 28 Teilnehmerinnen ist das Feld der Damen-Konkurrenz wohl historisch klein. Einige Springerinnen, wie zum Beispiel Sara Takanashi, lassen den Weltcup von der größten Sprungschanze der Welt aus, um sich auf Olympia zu qualifizieren. Dass nach dem Prolog aber dennoch eine Japanerin vorne liegt, ist eine dicke Überraschung. Yuki Ito konnte ihre Konkurrentinnen mit 139,5 Meter und 110,6 Punkten hinter sich lassen, nachdem sie den ganzen Winter über ihrer Form hinterhergesprungen war. Katharina Althaus blieb jedoch mit einem Satz auf 136 Meter nur um 0,9 Punkte hinter Ito zurück und bewies trotz etwas schlechterer Bedingungen ihre tolle Form. Rang drei belegte Marita Kramer, die mit 131,5 Meter ihr Leistungsvermögen noch nicht komplett zeigen konnte. Die Ränge vier bis sechs belegten Ema Klinec (101,6 P.), Eva Pinkelnig (100,7 P.) und Aleksandra Kustova (91,5 P.). Die Russin konnte bereits beim COC in Innsbruck mit zwei zweiten Plätzen hinter Takanashi glänzen.

DSV-Springerinnen mit Problemen

Bei den anderen DSV-Springerinnen lief noch nicht alles nach Plan. Juliane Seyfarth sprang immerhin auf Rang 14, hat mit 109,5 Metern jedoch und 54,5 Punkten schon einen großen Rückstand auf die Top-Springerinnen. Selina Freitag und Pauline Hessler landeten bereits bei 89 bzw. 92,5 Metern und belegten die Plätze 20 und 23.

Österreich ohne Iraschko-Stolz

Die derzeit angeschlagene und um Olympia bangende Daniela Iraschko-Stolz ist nicht mit dabei. Dafür zeigte die zuletzt schwächelnde und nicht für Olympia berücksichtigte Chiara Kreuzer mit 133 Meter und Rang sieben mal für ein Lebenszeichen. Jacqueline Seifriedsberger erreichte Platz zehn.

Opseth und Ito mit grandioser Weitenjagd im Training

In den beiden zuvor ausgetragenen Trainingssprüngen hinterließ die Norwegerin Silje Opseth mit Sprüngen auf 145 und 152,5 Metern den besten Eindruck. Yuki Ito konnte dieser jedoch mit Sprüngen auf 144,5 und 154 Meter schon dort Paroli bieten. Katharina Althaus konnte sich an dieser unfassbaren Weitenjagd zwar aufgrund von weniger Anlauf und Aufwind nicht ganz beteiligten, belegte jedoch nach zurate ziehen der Punktzahlen die Ränge zwei und vier.

Ergebnis Training

Ergebnis Prolog

COC Damen Uncategorized

Während der Weltcup aufgrund der abgesagten Springen in Asien derzeit pausiert, haben einige bekannte und weniger bekannte Athletinnen die Chance genutzt, am COC in Innsbruck teilzunehmen. Die prominenteste Teilnehmerin im Starterfeld war die Weltcup-Rekordsiegerin Sara Takanashi. Die Japanerin gewann das Springen letztlich auch souverän.

Sara Takanashi hat den ersten von zwei COCs in Innsbruck dominiert und mit Sprüngen auf 121,5 und 124 Meter den Sieg davon getragen. Die Weltklasse-Springerin hatte mit ihren 240,0 Punkten jedoch nur einen relativ knappen Vorsprung auf die Russin Aleksandra Kustova. Mit mehr Anlauf und Aufwind erzielte die 23-Jährige 125,5 und 131,5 Meter. Rang drei ging an die Japanerin Yuki Ito, die 120,5 und 127 Meter sprang, mit 216,6 Zählern jedoch schon einen klaren Rückstand aufwies. Den vierten Platz sicherte sich mit Irina Avakumova ebenfalls keine Unbekannte. Die Russin erzielte 214,8 Punkte und setzte sich somit gegen ihre Landsfrau Sofia Tikhonova (206,6 P.) durch.

DSV-Athletinnen mannschaftlich ordentlich

Beste DSV-Athletin war in Abwesenheit der Olympia-Starterinnen Luise Görlich. Die 23-Jährige sprang mit 118 und 117 Metern auf Rang sechs. Dabei konnte sie immerhin namenhafte Springerinnen wie Josephine Pagnier und Nika Prevc hinter sich lassen. Carina Vogt sprang zweimal 107,5 Meter und sortierte sich auf Rang 14 ein. Anna Rupprecht (21.) tat sich erneut schwer, wohingegen Josephine Laue mit Rang 22. durchaus zufrieden sein kann. Zudem konnten auch Michelle Göbel (24.) und Pia Lilian Kübler (28.) COC-Punkte sammeln.

Sorschag in den Top-10

Beste Österreicherin war Sophie Sorschag, die mit 107,5 und 119,5 Metern Rang sieben belegte. Hannah Wiegele (17.), Julia Mühlbacher (23.) und Sophie Kothbauer (27.) konnten ebenfalls in die Punkteränge springen.

Ergebnis

COC Damen Continental Cup

Ulrich Wohlgenannt bleibt im COC der Dominator schlechthin. Der Österreicher konnte auch das zweite Springen von der Schattenbergschanze für sich entscheiden. Rang zwei belegte der Norweger Anders Haare vor Justin Lisso aus Deutschland.

Der stark wechselnde Wind in Oberstdorf stellte sowohl die Jury als auch die Springer vor Herausforderungen. Am besten konnte diese erneut Ulrich Wohlgenannt meistern, wenngleich sein Sieg äußerst knapp war. Der 27-Jährige zeigte Sprünge auf 126 und 130,5 Meter und gewann den Wettbewerb mit hauchdünnen Vorsprung (1,1 Punkte) vor Anders Haare, der 127,5 und 134 Meter erzielte. Aus deutscher Sicht war vor allem das Resultat von Justin Lisso überzeugend, der den Sieg als Drittplatzierter nur um 2,3 Zähler verpasste. Mit Weiten von 139,5 und 133 Meter zeigte er zwar die weitesten Sprünge, hatte jedoch im Gegensatz zu vielen anderen nicht mit starkem Rückenwind zu kämpfen.

DSV mit starker Mannschaftsleistung: Erneutes Lebenszeichen von Richard Freitag

Richard Freitag scheint sich seinem früheren Niveau nach und nach wieder annähern zu können. Der ehemalige Weltklasse-Springer zeigte Sprünge auf 127,5 und 134,5 Meter und schob sich im Finale auf Rang sechs vor. Damit hielt er seinen Teamkollegen Philipp Raimund knapp in Schach, der nicht ganz so spektakulär sprang wie am Vortag und sich mit 124,5 und 131,5 Meter auf den siebten Platz einfand. Ein toller Finalsprung auf 126,5 Meter bei schlechten Bedingungen brachte auch Martin Hamann (12.) noch ein ordentliches Ergebnis ein. Punkte sammelten zudem Felix Hoffmann (16.), Adrian Sell (19.), Luca Geyer (26.) und Claudio Haas (27.).

Österreicher erneut gut dabei

Im Schatten von Ulrich Wohlgenannt zeigte auch Daniel Lackner einen guten Wettkampf. Der erfahrene Österreicher belegte mit 127,5 und 132 Meter den vierten Rang. Ebenfalls in den Top 10 kam auch Francisco Moereth ein. Maximilian Ortner und Stefan Rainer belegten die Ränge 17 und 18.

Domen Prevc auf dem Vormarsch

Domen Prevc zeigt weiterhin eine aufsteigende Tendenz und konnte sich heute mit Sprüngen auf 131 und 134 Meter den fünften Rang sichern. Teamkollege Zac Mogel belegte den zehnten Platz, wohingegen Anze Semenic (23.) und Tilen Bartol (24.) enttäuschten.

Ergebnis

COC Damen Continental Cup

Kaum fliegt Ulrich Wohlgenannt wieder im COC von den Schanzen, ist der Österreicher nicht zu schlagen. Nach seinen mäßigen Leistungen im Weltcup dominierte der 27-Jährige das Springen von Oberstdorf und sicherte sich den Sieg vor den beiden Norwegern Oedegaard Joacim Bjoereng und Benjamin Oestvold.

Mit zwei Lupenreinen Sprüngen auf 138,5 und 140 Meter, war Ulrich Wohlgenannt der sichere Sieg nicht zu nehmen. Für den Österreicher standen letztlich 316 Punkte auf der Ergebnistafel. Mit gut zehn Punkten Rückstand, segelte Oedegaard Joacim Bjoereng (305,9 P.) auf den zweiten Platz. Der Norweger überquerte die Hillsize mit Sprüngen auf 138,5 und 138 Meter ebenfalls in beiden Sprüngen. Demnach konnte er sich knapp vor seinem Teamkollegen Benjamin Oestvold (302,4 P.) behaupten, der 136 und 137,5 Meter erzielte.

DSV-Adler mit ordentlicher Vorstellung: Raimund setzt das Highlight

Wären die Haltungsnoten nicht gewesen, hätte Philipp Raimund sogar als Gewinner aus der Veranstaltung hinausgehen würde. Tatsächlich hätte der 21-Jährige 0,5 Zähler mehr als Wohlgenannt gehabt, wären nur die Weiten und die Wind-Kompensation in die Bewertung eingeflossen. Der Oberstdorfer konnte seine Sprünge auf 137,5 und 141,5 Meter jedoch nicht im Telemark landen und verpasste das Podest mit 299,5 Punkten knapp. Absolut zufrieden kann auch Justin Lisso sein, der mit stabilen Sprüngen auf 129,5 und 132 Meter Rang neun einfuhr. Martin Hamann präsentierte sich als Elfter ebenfalls leicht verbessert. Ein kleines Lebenszeichen sendete zudem Richard Freitag, der sich im Finale mit 133,5 Metern von Rang 24 auf 15 nach vorne schob. Ebenfalls in die Punkte schafften es Adrian Sell (17.), Kilian Märkl (19.), Felix Hoffmann (24.), Moritz Bär (25.) und Claudio Haas (27.).

Deutschland, Norwegen, Österreich und Slowenien dominieren

Beim COC-Springen nahmen insgesamt lediglich 44 Springer teil. Dadurch zeichnete sich ein eher eintöniges Bild ab. Tatsächlich gingen die Ränge eins bis 25 allesamt an die vier genannten Nationen. Erst Adrian Schuler gelang es als 26. das eindeutige Muster zu durchbrechen.

Aus österreichischer Perspektive überzeugten neben Ulrich Wohlgenannt auch Francisco Moerth (128,5 und 133 Meter), Stefan Rainer (133 und 127,5 Meter) und Thomas Lackner (131 und 127 Meter), die die Plätze sieben, zehn und zwölf einfahren konnten.

Bei den Norwegern ist hingegen insbesondere der fünfte Rang von Anders Haare zu erwähnen. Oscar Westerheim schaffte es als 14. ebenfalls noch in die Top-15.

Aus slowenischer Sicht waren zwei altbekannte Namen vorne vertreten. Anze Semenic erreichte mit Sprüngen auf 133 und 134 Meter Rang sechs. Domen Prevc erzielte in beiden Durchgängen 130,5 Meter und konnte sich auf dem achten Platz einsortieren.

Morgen steht ein weiteres Springen von der Schattenbergschanze an.

Ergebnis

COC-Gesamtstand

Vierschanzentournee Weltcup Herren

All das Warten war letztendlich zwecklos. Heftige Föhn-Winde haben ein Springen in Innsbruck unmöglich gemacht. Um 15 Uhr verkündete die FIS schlussendlich die Absage. Der Skisprungtross zieht nun weiter nach Bischofshofen.

Nach unzähligen Verschiebungen hatte die Jury ein Einsehen und sagte das Tournee-Springen für heute ab.
 „Wir haben Wind bis zu acht Meter pro Sekunde, es ist sehr unstabil. Wir würden gerne springen, aber die Sicherheit der Athleten hat Priorität“, erklärte FIS-Renndirektor Sandro Pertile.

Der Tross zieht weiter: 2 Springen in Bischofshofen

Morgen wird es aber dennoch wie geplant in Bischofshofen weitergehen. Zwar werden wir demnach keine klassische „Vierschanzentournee“, aber aller Voraussicht nach zumindest vier Wettbewerbe sehen können. Die Springer müssen jedoch ein wenig zeitiger aufstehen. Bereits um 11:30 Uhr ist ein Trainingsdurchgang angesetzt, ehe um 13 Uhr die Qualifikation beginnt. Der Wettkampf startet um 16:30. Die für die selbe Zeit angesetzte Qualifikation für das finale Springen muss demzufolge auf den Donnerstag weichen. Beide Springen werden wie gewohnt im K.o.-Modus stattfinden.

Die Prognosen stimmen vorsichtig optimistisch: Horngacher bedauert Absage

Die Wetterprognose für Bischofshofen sind vielversprechend. Die Schanze ist gut geschützt, wodurch lediglich der drohende Niederschlag für Probleme sorgen könnte. Insbesondere der Tournee-Spitzenreiter Ryoyu Kobayashi wird dennoch erleichtert seine Taschen packen. Ein Springen heute hätte in der Gesamtwertung alles über den Haufen werfen können.

DSV-Trainer Stefan Horngacher bedauerte die Absage. „Es ist schade, dass abgesagt worden ist. Wir hätten uns riesig gefreut zu springen, aber die massive Föhnlage hat das verhindert.  Es war aber die richtige Entscheidung, denn es war zu gefährlich, heute zu springen“, erklärte er. Wenngleich in Innsbruck in der Vergangenheit immer am meisten in Bezug auf die Gesamtwertung passiert ist, sieht er die Situation für die deutschen Adler nicht wesentlich verändert.

„Für uns ändert sich nicht viel. Wir haben nach wie vor einige Punkte Rückstand und müssen auf einen Fehler von Kobayashi hoffen,“ so Horngacher.


Vierschanzentournee Weltcup Weltcup Damen

Innsbruck zeigt sich heute leider mal wieder von seiner windigen Seite. Der Föhn fegt über das Inntal und macht ein Springen derzeit unmöglich. Der Probedurchgang musste zunächst verschoben und schlussendlich komplett abgesagt werden.

Das heutige Springen von der Bergisel-Schanze steht vor einer Absage. Windgeschwindigkeiten von bis zu 10 m/s machen einen Wettbewerb derzeit nicht möglich. Stand jetzt ist der Start noch immer für 13:30 Uhr angesetzt. 15 Minuten vor Beginn soll ein weiteres Jury-Meeting anstehen. Wir dürfen uns aber auf jedem Fall darauf einstellen, dass die Veranstaltung zäh und langatmig wird. Recht viel mehr als ein Durchgang mit vielen Pausen erscheint eher unrealistisch.

Wir hoffen natürlich dennoch, dass wir ein einigermaßen faires Springen zu sehen bekommen. Wie im Falle einer Absage weiter verfahren wird, ist noch nicht bekannt.

Startliste Wettbewerb