Weltcup

Die Favoritenlage in Hinblick auf den kommenden Winter ist ziemlich klar. Viele gehen von einem Duell zwischen Halvor Egner Granerud und Ryoyu Kobayashi aus und auch Karl Geiger werden hervorragende Chancen zugerechnet. Der Kreis der üblichen Verdächtigen schließt natürlich auch die drei starken Polen Kamil Stoch, Dawid Kubacki und Piotr Zyla ein. Zudem wird auch mit Markus Eisenbichler, Stefan Kraft und Anze Lanisek zu rechnen sein. Jahr für Jahr sind es aber auch ganz neue und meist überraschende Gesichter, die plötzlich vorne auftauchen. Wer hätte schon vor der letzten Saison gedacht, dass Granerud den Weltcup derart dominieren kann. Wir werfen einen Blick auf die Springer, die das Zeug dazu hätten, zur Weltspitze aufzuschließen und für die ein oder andere Überraschung zu sorgen.

1. Yukiya Sato

Tatsächlich kann man sich darüber streiten, ob Yukiya Sato nicht ohnehin schon zur Weltspitze zählt. Der zweitbeste Japaner hat immerhin schon zwei Weltcup-Springen gewonnen und belegte im Gesamt-Weltcup die Ränge 13 und 11. Der absolute Durchbruch ist ihm dennoch noch nicht geglückt. Sein aggressives Flugsystem entpuppte sich stets als etwas anfällig für äußere Umstände und zudem ist es ihm zu selten gelungen, zwei gleich starke Sprünge hinunter zu bekommen. Das Potenzial wäre jedoch durchaus vorhanden, regelmäßig um die Podiumsplätze springen zu können. Rang eins beim Sommer-Grand-Prix in Hinzenbach bestätigte, dass Sato erneut einen Sprung nach vorne gemacht hat. Normalschanzen-Springen zählten schließlich bislang nicht zu seinen ganz großen Stärken.

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Mit einem Top-10-Rang in der Gesamtwertung ist beim kleinen Japaner fest auszugehen. Vielleicht kann es sogar unter die besten fünf gehen. Sato ist einer der Kandidaten, die nur extrem schwer zu schlagen sind, wenn wirklich mal alles passt.

2. Jan Hörl

Seit seinem Auftauchen im Weltcup gelang es Jan Hörl immer wieder, sich vorne zu zeigen. Häufig war er drauf und dran, sich unter den besten 15 festzusetzen, ehe er von einer Formkrise oder wie im letztem Winter durch eine Corona-Erkrankung zurückgeworfen wurde. Sein bislang bestes Resultat im Weltcup ist ein dritter Platz aus dem Dezember 2019 in Engelberg. Anschließend gab der 24-Jährige jedoch zu, dass ihn dieses Ergebnis zunehmend verkrampfen ließ. Im vergangenen Winter gelangen ihm ebenfalls gute Wettkämpfe wie zum Auftakt in Wisla oder bei seinem 10. Platz bei der WM in Oberstdorf. Genauso häufig funktionierte es jedoch auch überhaupt nicht. Im Sommer glänzte der Österreicher dann aber endlich auch mal mit einer konstant guten Form. Auf zwei zweite Plätze in Wisla, folgten die Ränge sieben und neun in Couchevel und Hinzenbach.

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Im Rahmen der nationalen Titelkämpfe bestätigte Hörl mit zwei zweiten Plätzen seine Form. Ob es im kommenden Winter für die ganz vorderen Plätze reicht, bleibt abzuwarten, jedoch ist fest davon auszugehen, dass er ein ordentliches Pfund im Vergleich zu den Vorjahren draufpacken kann.

3. Jakub Wolny

Das polnische Team begleitet seit einigen Jahren die Frage, welcher Springer irgendwann in die Fußstapfen von Stoch, Kubacki und Zyla treten kann. Die besten Chancen dürfte wohl Jakub Wolny haben. Dieser ist inzwischen zwar auch schon 26 Jahre alt, auf seinem Weg nach oben jedoch auch aufgrund einer Kreuzbandverletzung noch nicht angekommen. Vereinzelt gelang es ihm dennoch, ganz vorne reinzuspringen. Seine besten Platzierungen stammen von Skiflug-Wettbewerben, wo er einen vierten Platz in Vikersund und einen sechsten Platz in Oberstdorf erzielen konnte. Der Sommer des Springers hatte so einige Höhen und Tiefen. Nach einem SGP-Sieg zum Auftakt in Wisla, konnte der Pole die Ränge fünf und sechs folgen lassen.

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In der Mitte der Sommer-Saison lief es dann aber plötzlich gar nicht mehr rund. Bei den COC-Springen von Bischofshofen reichte es unter anderem nur zu zwei 27. Plätzen. Im Herbst zeigte seine Formkurve dann wieder nach oben, wie der zweite Platz beim COC und der 14. Platz beim SGP in Klingenthal beweist. Demnach ist es sehr schwer vorherzusagen, wie stark der Sommer-Grand-Prix-Sechste im Winter wirklich ist. Die Möglichkeit auf eine richtig starke Saison besteht jedoch mit Sicherheit.

4. Constantin Schmid

Der junge DSV-Adler hat wahrlich keine gute Saison hinter sich. Immer wieder hakte es beim Absprung-Übergang, wodurch die Geschwindigkeit im Flug meist fehlte. Demnach folgte auf die starke vorletzte Saison (Gesamtrang 16) ein eher enttäuschender 30. Platz im Weltcup. Allerdings gehört Schmid aber auch zu den Springern, bei denen schon eine Kleinigkeit reicht, um wieder ins Fliegen zu kommen. Gegen Ende der Sommer-Saison gelang dies immer besser. Mit Rang fünf beim Sommer-Grand-Prix in Klingenthal und Rang drei bei den Meisterschaften in Oberhof hat sich der 21-Jährige endgültig zurückgemeldet.

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Bereits früh wurde deutlich, dass an Schmid im Weltcup-Team kein Weg vorbeiführt, wohingegen andere Teamkollegen lange um einen Startplatz zittern mussten. Der jüngste Springer im deutschen Aufgebot wäre definitiv bereit für den nächsten großen Schritt. Top-10 in der Gesamtwertung wird zwar sicherlich schwierig, jedoch bringt der Springer das Können dafür mit. Das hat er insbesondere in der zweiten Saisonhälfte der vorletzten Saison, aber auch zuletzt im SGP gezeigt.

5. Cene Prevc

Seit jeher steht Cene Prevc ein wenig im Schatten seiner beiden Brüder und ist ein ständiger Pendler zwischen COC und Weltcup. Der 25-Jährige hat bislang lediglich zwei Top-10 Plätze im Weltcup vorzuweisen. Allerdings wäre Prevc nicht der einzige Springer, der erst mit Mitte 20 endgültig bei den Top-Leuten ankommt. Granerud, Geiger, Eisenbichler, Kubacki und Johansson haben beispielsweise ähnlich lang oder noch länger gebraucht. Immerhin hat Cene Prevc den ersten wichtigen Schritt gemeistert und sich für das slowenische Weltcup-Team qualifiziert. Im SGP lief es mal mehr und mal weniger gut. Allerdings überwiegt der positive Eindruck des 5. Platzes von Schuchinsk sowie der Ränge sechs und 14 in Hinzenbach und Klingenthal.

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Ganz stark präsentierte sich der mittlere Prevc-Bruder auch bei den slowenischen Meisterschaften, bei denen er den zweiten Platz erreichte und nur wegen den Haltungsnoten an Lanisek scheiterte. Cene Prevc ist durchaus einer der Kandidaten, denen die ein oder andere Überraschung zuzutrauen wäre. Ein stabiles Flugsystem besitzt der Springer ohnehin. Im Vergleich zu seinen beiden Brüdern fehlt lediglich der letzte Schuss Aggressivität.

6. Markus Schiffner

Der 29-Jährige kämpft seit vielen Jahren darum, konstant im Weltcup-Team dabei zu sein. Über einen 37 Platz im Gesamt-Ranking kam er jedoch nie heraus. Schiffner ist ein absprungstarker Springer, der jedoch lange Zeit mit seinem Fluggefühl zu kämpfen hatte. Zum Auftakt der Sommer-Saison überraschte Schiffner dann alle mit zwei vierten Plätzen in Wisla und Rang sechs in Couchevel. Zuletzt sicherte sich der Österreicher einen weiteren vierten Platz in Hinzenbach, wohingegen es in Klingenthal nur zu Rang 30 reichte. Bei den Meisterschaften gelang Schiffner dann wieder der Sprung aufs Podium.

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Es ist nicht davon auszugehen, dass Schiffner wirklich konstant vorne reinspringt. Vor allem auf den großen Anlagen fehlt es dem Athleten dann doch noch am letzten Quäntchen Flugkunst. Allerdings wäre der gebürtige Linzer ein Kandidat, der bei den Olympischen Spielen von der Normalschanze auftrumpfen könnte, ähnlich wie es ein gewisser Stefan Hula bei den Spielen 2018 geschafft hat. Der heute 35-Jährige Pole war schließlich noch älter, als er nach jahrelangem Kampf um den Anschluss beinahe den ganz großen Coup gelandet hätte.

Slowenischer Skiverband Weltcup Damen Weltcup Herren

Das slowenische Team ist Jahr für Jahr ein wenig die Wundertüte unter den Top-Nationen. Im Hinblick auf die kommende Saison stehen wieder zahlreiche junge und erfahrene Springer mit gewaltigem Potenzial zur Verfügung, allerdings sind einige davon eher unsichere Kantonisten. Bei den Damen ist zumindest mit Gesamt-Weltcup-Siegerin aber zumindest eine Springerin mit dabei, die konstant in der absoluten Spitze mitwirkt. Offene Fragen gibt es vor dem Saisonstart dennoch wahrlich genügend.

Lange hat sich die kleine Skisprungverrückte Nation Slowenien auf die Skiflug-WM in Planica gefreut. Allerdings entwickelte sich das Event für die Gastgeber-Nation eher zum Alptraum. Wenngleich die Wettbewerbe aus dem März in den Dezember geschoben wurden, fanden sie aufgrund der Pandemie ohne Zuschauer statt. Die ohnehin gedämpfte Stimmung wurde durch die mehr als enttäuschenden Ergebnisse zudem noch mal deutlich schlechter. Anze Lanisek räumte als Zwölftplatzierter die beste Einzelplatzierung ab, ehe das Team zumindest den vierten Platz erspringen konnte. Dies geriet aber um den Disput von Timi Zajc und Gorazd Bertoncelj fast ein wenig unter. Der Springer hatte seinem Coach via Social Media die Schuld an der schlechten Form gegeben, worauf Bertoncelj seinen Stuhl räumte und Zajc vorübergehend aus dem Weltcup-Team ausgeschlossen wurde.

Im weiteren Saisonverlauf gelang es vor allem Anze Lanisek und abschnittsweise auch Bor Pavlovcic, die slowenische Fahne hochzuhalten. Ersterer präsentierte sich auch bei der WM in Oberstdorf in Top-Form und erreichte Rang fünf von der Großchance und Bronze von der Normalschanze. Im Gesamtweltcup fiel er beim abschließenden Flug-Wochenende in Planica leider noch vom fünften auf den neunten Gesamtrang zurück.

Nach WM-Bronze von Oberstdorf: Anze Lanisek kann weiterhin um Medaillen kämpfen

Alles in allem ist Anze Lanisek der einzige Slowene, mit dem man auch in dieser Saison fest rechnen kann. Der 25-Jährige nahm im Sommer die gut besetzten Springen von Wisla, Couchevel, Hinzenbach und Klingenthal wahr und belegte die Ränge 7, 3, 4, 12 und 6. Seine starke und konstante Form bestätigte er auch im Rahmen der nationalen Titelkämpfe, die er knapp vor Cene Prevc gewann.
Mit seinen 25 Jahren gehört Lanisek zu den jüngsten Springern aus der Weltspitze und wird im kommenden Winter versuchen, noch ein Pfund draufzulegen. Der slowenische Journalist Bostjan Rebersak von Radios Val 202 warnt jedoch davor, das Augenmerk zu sehr auf Lanisek zu legen.

„Ich würde die Slowenen nicht auf der Grundlage von beschreiben: Lanisek und der Rest. Er ist der Beste, aber nicht dominant, und die anderen werden sich in den Wettbewerben von ihrer besten Seite zeigen können. In Peking können sie hoffen, dass ein Athlet auf das Podium springen kann. Wir sollten ihnen ihre Chancen nicht nehmen. Es wird wahrscheinlich eine schwierige, aber meiner Meinung nach fruchtbare Saison für sie werden“, erklärte er.

Sorgen um Bor Pavlovcic: Senkrechtstarter fehlt zunächst wegen Gewichtsproblemen

Während bei Lanisek alles in Lot zu sein scheint, bereitet Bor Pavlovcic Sorgen. Der 23-Jährige trumpfte in der zweiten Winterhälfte mächtig auf und feierte zwei Podestplätze in Klingenthal und einen weiteren im heimischen Planica. Dort konnte er seine persönliche Bestweite auf beträchtliche 249,5 Meter steigern.

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Im Sommer bekamen wir den Youngster dann aber nur noch im COC zu sehen, wo er allerdings nicht über einen 13. Platz hinauskam. Bei den Meisterschaften belegte er lediglich den 11. Rang. Zuletzt erklärte der Springer gegenüber NRK, dass er noch mit Gewichtproblemen zu kämpfen hat und noch einige Kilo bis zum Saisonstart abnehmen muss. Hierfür benötigt er offenbar noch ein wenig Zeit, zumal er nicht im slowenischen Aufgebot für den Auftakt in Nizhny-Tagil steht.

Nach enttäuschender letzter Saison: Prevc-Brüder wollen wieder attackieren

Ebenfalls nicht zum Weltcup-Aufgebot gehört Domen Prevc. Der einstige Senkrechtstarter hat wie bereits in den vergangenen Jahren einen ergebnistechnisch sehr schwachen Sommer hinter sich gebracht. Lediglich bei den COC-Springen von Klingenthal präsentierte sich der 22-Jährige auf Wettkampfebene und belegte die Ränge 18 und 21. Bei den slowenischen Meisterschaften reichte es ebenfalls nur für den 21. Platz. Dies muss bei der Wundertüte Domen Prevc aber nicht heißen, dass er auch im Winter hinterherspringt. Insbesondere auf den großen Anlagen ist mit dem aggressiven Springertyp immer zu rechnen. Bostjan Rebersak möchte den Athleten ebenfalls nicht abschreiben.
„Domen Prevc könnte mit seiner Form überraschen. Der 22-Jährige gilt als völlig unberechenbar, nachdem er seine Anlaufposition komplett verändert hat, was einen Dominoeffekt und weitere Verbesserungen in seiner Absprung- und Flugphase zur Folge hatte. Er soll eine etwas andere Silhouette haben als die, die wir gewohnt sind, wenn wir ihn bei Wettkämpfen beobachten“, wird Bostjan Rebersak von „SPORT.PL“ zitiert.

Die Rückkehr zur absoluten Weltspitze will auch Peter Prevc schaffen. Der einstige Dominator der Szene hatte in den vergangenen Jahren mit Material- und Verletzungsproblemen zu kämpfen. Sein Sommer verlief recht unspektakulär mit Platzierungen zwischen 13 und 20 beim SGP und Platz fünf bei den Meisterschaften.
Eine wirkliche Prognose im Hinblick auf den kommenden Winter möchte er nicht abgeben. „Es ist sehr schwierig, eine Bewertung abzugeben, denn in 12 Jahren habe ich mich nach dem Sommer schlecht gefühlt, oder die Gefühle waren nicht gut, aber dann war die Saison erfolgreich. Aber es war auch andersherum, als ich dachte, das war’s, und dann hat sich der Winter nicht so entwickelt, wie ich es mir gewünscht hätte“, erklärte er im Interview mit RTV SLO.
Dennoch hofft der 29-Jährigen auf einen guten Start in Nizhny-Tagil. „Es hängt wirklich davon ab, wie die Saison beginnt. Es ist sehr gut, ein gutes erstes Wochenende zu haben, und dann kann man weitermachen. Wenn das nicht der Fall ist, will man das am nächsten Ort nachholen, und es herrscht ein gewisser Wettbewerbsdruck. Solange der Krampf nicht weg ist, ist es sehr schwierig“, erläuterte er.

Die größte Änderung im Vergleich zur Vorsaison hat Prevc im Materialbereich vorgenommen. Im kommenden Winter wird er auf Slatnar-Ski zu Höhenflügen ansetzen. „Ich hatte schon im Sommer so viele gute Gefühle mit diesen Skiern. Es war einfacher und besser, mit ihnen zu trainieren. Es ist schwer zu beschreiben, aber ich spüre die Unterstützung mehr, oder selbst wenn der Sprung schlechter ist, kann ich die Skier leichter abfangen. Wenn die Form nicht optimal ist, ist dies sehr wichtig“, stellte er klar.

Mit deutlich weniger Problemen als seine Brüder hatte im Sommer Cene Prevc zu kämpfen. Der 25-Jährige sprang in Hinzenbach und Klingenthal auf die Ränge 6 und 14 und verpasste bei den slowenischen Meisterschaften als Zweiter nur wegen der Haltungsnoten die Goldmedaille.

Der Trainer hat mich dafür gelobt, dass ich es geschafft habe, im Sommer stabil zu sein, was mir vorher nie gelungen ist. Ich hoffe, es wird eine schöne Reise – sagte Prevc. – Es ist sehr schwer für mich, mit mir selbst zufrieden zu sein. Und dieses Jahr möchte ich wirklich mehr erreichen als letztes Jahr“, erklärte der 38. Gesamtweltcups 2020/21 gegenüber „skokipolska.pl“. Um die Olympischen Spiele von Peking geht es ihm dabei aber eher weniger.

„Für die meisten Athleten mögen die Olympischen Spiele mehr bedeuten als für mich. Natürlich ist das etwas Besonderes, aber um ehrlich zu sein, habe ich mehr Lust, in Norwegen oder Finnland anzutreten. In gewisser Weise bin ich eher versucht, dorthin zu gehen als nach Peking. Natürlich sind die Olympischen Spiele das größte Sportereignis, das man erleben kann. Mein Hauptziel ist es immer noch, in der Mannschaft für die höchstrangigen Wettbewerbe zu sein“, resümiert er.

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Zajc, Bartol und Kos zum Auftakt dabei

Zum Auftakt dabei ist auch Timi Zajc, der eine echter Horror-Saison hinter sich hat. Das Mega-Talent stürzte im Gesamt-Weltcup auf Rang 46 ab und konnte mit den Rängen 40 und 44 in Hinzenbach und Klingenthal auch die Sommer-Saison wenig gelungen abschließen. Zu viel darf man vom hochveranlagten 21-Jährigen aber nicht, wenngleich dieser immerhin schon einen Weltcup-Sieg und sechs Podestplätze auf dem Konto hat. „Timi Zajc ist nicht gut auf die neue Saison vorbereitet. Er hat ein bereits bekanntes Problem mit der Psyche und der Übertragung guter Form vom Training auf den Wettkampf“, erklärte Journalist Rebersak.

Das slowenische Weltcup-Team zum Start ergänzen Tilen Bartol und Lovro Kos. Während Bartol schon ein bekannteres Gesicht im Weltcup ist, sahen wir Kos meist im COC. Mit den Rängen zwei und drei bei den Springen in Klingenthal bewies er aber, dass er bereit für den Aufstieg in die oberste Liga ist.

Corona: Ziga Jelar vom Virus heftig betroffen

Zum Auftakt fehlen wird hingegen Ziga Jelar. Der fünftbeste Slowene der Vorsaison infizierte sich mit dem Corona-Virus und wurde von diesem ziemlich aus der Bahn geworfen.

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„Vor ein paar Tagen wurde ich positiv auf COVID getestet. Ich befinde mich derzeit in Selbstisolierung und befolge alle Maßnahmen und Empfehlungen. Ich bin nicht in der besten Verfassung und habe auch im Krankenhaus Hilfe gesucht. Ich war ehrlich gesagt überrascht, dass ein junger Sportler so stark von einem Virus betroffen sein konnte. Ich wünsche mir nur eine rasche Genesung und dass ich wieder zu mir selbst zurückfinden kann“, erklärte er via Instagram.

Hier gilt es wirklich nur zu hoffen, dass der Springer die Nachwirkungen der Erkrankung schnell hinter sich lassen kann und wir ihn bald wieder zurück im Weltcup sehen dürfen.

Gesamtsiegerin Nika Kriznar führt das slowenische Damen-Team an

In einem echten Krimi konnte sich Nika Kriznar im vergangenen Winter die Gesamtwertung gewinnen. Neben zwei Einzelsiegen im Weltcup konnte sie bei der WM in Oberstdorf zudem Bronze von der Großchance gewinnen. Die 21-Jährige zeichnet sich vor allem durch ihre Stabilität aus. Ausrutscher nach unten gibt es bei Kriznar praktisch nicht. Im Vorjahr verpasste sie nur einmal die Top-6 und auch beim SGP konnte sie sich immer unter den ersten sieben platzieren. Allerdings wird es für die Slowenin dennoch schwer, im kommenden Winter mit Sarah Marita Kramer mitzuhalten. Die Österreicherin zeigte schon in der vergangenen Saison, dass sie in Einzelsprüngen praktisch unschlagbar ist.

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Das slowenische Damen-Team hat jedoch noch mehr potenzielle Podest-Springerinnen auf Lager. Eine davon ist Ursa Bogataj, die sich bei den slowenischen Meisterschaften nur knapp hinter Nika Kriznar auf Rang zwei platzieren konnte.

Bogataj sichert sich SGP-Gesamtwertung: Kann sie auch im Winter vorne angreifen?

Die 26-Jährige präsentierte sich im Sommer so stark wie nie und entschied sogar die Gesamtwertung des Grand-Prix für sich. Ganze vier Springern konnte Bogataj gewinnen und auch beim Abschluss in Klingenthal immerhin Rang zwei belegen.
„Der Sommer-Grand-Prix ist auf jeden Fall eine gute Motivation für den Winter. Wenn man so etwas tut, setzt man seine Ziele noch höher. Ich habe mir selbst bewiesen, dass ich der Beste sein kann, wenn ich mein Bestes gebe. Aber dafür braucht man eine Topform. Ich möchte die technisch guten Dinge für den Winter beibehalten oder darauf aufbauen und ausbessern, was nicht in Ordnung war. Ich hoffe, dass ich im Winter so gut abschneiden kann wie im Sommer. Ich möchte meine Form finden und sie so lange wie möglich beibehalten“, erklärte die Springerin gegenüber „RTV SLO“.

Die Entwicklung der 26-Jährigen ist umso eindrucksvoller, wenn man bedenkt, dass sie im Jahr 2019 einen Kreuzbandriss erlitt. Im Vorjahr gelang es der Springerin nicht immer eine große Höhe auch in Weite umzumünzen und offenbarte Probleme bei der Landung. Gelingt es ihr ähnlich wie im Sommer, diese Schwächen auszumerzen, kann Bogataj definitiv vorne mitmischen.

Nach WM-Titel 2021: Fragezeichen um Ema Klinec

Ein paar Fragezeichen gibt es um Ema Klinec, die im Vorjahr ziemlich überraschend Weltmeisterin von der Normalschanze wurde. Im Anschluss an den Triumph ging der Springerin gegen Ende der Saison ein wenig die Luft aus. Im Sommer zeigte sie ebenfalls schwankende Leistungen, wenngleich die Ränge drei und vier in Chaikovsky durchaus vielversprechend waren. Allerdings nahm die Weltmeisterin nicht an den slowenischen Meisterschaften teil und fehlte auch bei den abschließenden Grand-Prix-Springen. Dennoch ist mit der 23-Jährigen im Winter wieder zu rechnen, selbst wenn sie nicht zu den ganz großen Favoritinnen zählt. Jedenfalls zeigte sich sich in den Sozialen Medien bereit für die kommende Saison.

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Sehr stark präsentierte sich gegen Sommerende auch Jerneja Brecl. Die Drittplatzierte bei den nationalen Meisterschaften gewann zwei COC-Springen und belegte beim abschließenden SGP in Klingenthal Rang sieben. Die 20-Jährige hat definitiv Chancen, sich unter den Top-10 zu etablieren.

Zudem ist auch mit der erfahrenen Spela Rogelj zu rechnen, wenngleich die 27-Jährige in den letzten Jahren nicht mehr an ihre besten Zeiten anschließen konnte. Gespannt darf man außerdem auf die erst 16-Jährige Nika Prevc sein, die möglicherweise ihre ersten Weltcup-Einsätze erhalten wird. Im Sommer reichte es immerhin zu zwei fünften Plätzen im COC.

Sicher ist jedenfalls, dass wir im Winter ein extrem stark und breit aufgestelltes Damen-Team sehen. Nach Rang zwei im Team in Oberstdorf, könnte in Peking schon der ganz große Wurf folgen.

Russischer Skiverband Weltcup

Team Russland wird in Zukunft ohne seinem langjährigen Vorzeigespringer Dmitri Wassiljew auskommen müssen. So viel steht jetzt schon fest. Der 41-Jährige hat im Mai dieses Jahres seine Karriere beendet. In Erinnerung bleibt uns der Weitenjäger, dessen Laufbahn von ebenso viel Höhen wie Tiefen geprägt war natürlich dennoch. Zu nennen wäre seine Halbzeitführung bei den Olympischen Spielen 2006, seine grandiose Saison 2008/09, die er auf dem fünften Gesamtrang beendete und natürlich allem voran sein 254-Meter-Satz in Vikersund, den er leider nicht stehen konnte. In den letzten Jahren schaffte Dmitri Wassiljew den Anschluss vor allem wegen seiner schwerwiegenden Knieproblemen nicht mehr. Wer jetzt aber glaubt, dass sich das russische Skispringen am Boden liegt, dürfte sich täuschen. Tatsächlich stehen gleich mehrere durchaus ambitionierte Springer zur Verfügung.

Das russische Team wird sich ganz besonders auf den immer näher rückenden Saisonstart freuen. Die Saison wird diesmal schließlich im heimischen Nizhny-Tagil eröffnet, was eine tolle Gelegenheit für einen gelungenen Start bietet.

Zwischen Genie und Wahnsinn: Kann Evgeniy Klimov sein Potenzial abrufen?

Das Hauptaugenmerk wird auch im kommenden Winter auf Evgeniy Klimov liegen. Der 27-Jährige schwankt jedoch oftmals zwischen Genie und Wahnsinn und hat in den letzten Jahren eine echte Achterbahnfahrt hinter sich. Auf eine starke Saison 2016/17, folgte eine ernüchternde Saison 2017/18, ehe er 2018/19 wieder auftrumpfte. Die vergangenen beiden Jahre schaffte es Klimov zu selten, sein Potenzial zu offenbaren. Vorhanden ist die zweifellos. Nicht umsonst hat der ehemalige Kombinierer schon einen Weltcup-Sieg und zwei weiter Podestplätze vorzuweisen. Im letzten Jahr glänzte er vor allem bei der Skiflug-WM, bei der er Rang neun belegen konnte und zwischendurch sogar auf Podestkurs lag. Im Weltcup blieb ein siebter Platz in Nizhny-Tagil jedoch seine einzige Top-10-Platzierung. Wie man es von Klimov gewohnt ist, verlief auch sein Sommer eher wechselhaft. Neben seinem zweiten Platz von Chaikovsky, trat er nur in Hinzenbach und Klingenthal in Erscheinung, wo er die Ränge 27 und 36 belegte.

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Bei den russischen Meisterschaften zeigte er sich dagegen wieder in Topform und gewann diese. Klimov ist und bleibt eine Wundertüte, die nur schwer einzuschätzen ist. Vielleicht ist es ein Vorteil für ihn, dass der Auftakt in der Heimat stattfindet. Ein gutes Ergebnis zu Beginn ist schließlich immer gut für das Selbstvertrauen.

Nicht nur Klimov: Auch Nazharov, Sadreev und Trofimov könnten Akzente setzen

Die positive Überraschung der Vorsaison war definitiv Mikhail Nazharov. Als 28. der Gesamtwertung landete er sogar vor seinem höher eingeschätzten Teamkollegen, Evgeniy Klimov, der nur 35. wurde. Der 27-Jährige steigerte sich im vergangenen Winter kontinuierlich und erzielte beim Skiflug-Weltcup in Planica als Zwölfter sein bestes Ergebnis. Im Sommer konnte er mit den Rängen 10 und 17 in Wisla sofort an die guten Leistungen des Winters anschließen. Bei den schwächer besetzten Springen in Russland und Kasachstan sprangen dann sogar zwei sechste Ränge raus. Im Herbst sahen wir Nazharov nur noch beim COC in Klingenthal, wo er die Ränge 34 und 7 belegte. Bei den nationalen Titelkämpfen reichte es für den dritten Platz. Für den Springer wird es darum gehen, sich in den Top-30 der Welt festzusetzen und regelmäßig zu punkten. Ob ihm dann noch ein weiterer Schritt nach vorne gelingt, bleibt abzuwarten.

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In den letzten Monaten trat neben Klimov und Nazharov noch ein dritter Russe in den Vordergrund. Die Rede ist von Danil Sadreev, der bei den Meisterschaften Rang zwei belegte. Der 18-Jährige ist das größte Talent im Team und dürfte im anstehenden Winter den nächsten Schritt machen. Im vergangenen Winter war ein 25. Platz in Nizhny-Tagil sein bestes Ergebnis. Zudem stehen ein 25. Platz bei der WM in Oberstdorf und ein 31. Platz bei der Skiflug-WM als achtbare Resultate zubuche. Im Sommer steigerte sich das Talent deutlich und zeigte zum Teil spektakuläre Sprünge. Beim SGP in Schuchinsk bot er sogar den Norwegern Paroli und belegte Rang drei. Ein 13. Platz zum Abschluss in Klingenthal zeigte ebenfalls, dass man Sadreev als Newcomer auf der Rechnung haben muss. Regelmäßige Platzierungen unter den besten 30 dürften das erste Ziel für den Athleten sein.

Den besten Sommer des russischen Teams erlebte aber etwas überraschend Roman Sergeevich Trofimov. Der 32-jährige Routinier ist schon seit zahlreichen Jahren mit von der Partie, kam im Weltcup aber nie über einen 23. Rang hinaus. Im Sommer präsentierte er sich dann aber so stark wie nie. Die Ränge fünf und acht in Schuchinsk, Rang neun in Chaikovsky, Platz zehn in Couchevel und Platz zwölf in Wisla sorgten dafür, dass er in der SGP-Gesamtwertung sogar unter den Top-10 landete. Wir dürfen gespannt sein, was uns Trofimov im Winter zu zeigen hat. Die Beispiele Stefan Hula und Jan Matura bewiesen ja, dass man auch jenseits der 30 noch enorme Fortschritte machen kann. Mit dem Quartett Klimov, Nazharov, Sadreev und Trofimov darf man aus russischer Sicht durchaus hoffnungsvoll in den Winter gehen. Neben den vier genannten Springern sind auch weitere bekanntere Namen wie Kornilov, Hazetdinov und Maksimochkin weiterhin aktiv. Ob es für die zweite Reihe aber für den Weltcup reicht, ist eher anzuzweifeln.

Russisches Damen-Team stagniert: Avvakumova mit Außenseiterchancen

Bei den Damen ruhen alle Hoffnungen auf Irina Avvakumova. DIie 30-Jährige hat sich nach zwei schwächeren Wintern in der Saison 2020/21 mit einem siebten Gesamtrang eindrucksvoll zurückgemeldet. Zwar blieb ihr ein Podiumsplatz verwehrt, jedoch konnte sie das mit dem Sieg in Chaikovsky im Sommer nachholen. Im abschließenden SGP von Klingenthal konnte die Russin jedoch als 13. nicht ganz mit der Elite mithalten. Für Avvakumova wird es zweifellos schwer, ganz vorne mitmischen zu können. Springerinnen wie Kramer, Kriznar oder Takanashi sind schlichtweg eine Spur besser und talentierter. Allerdings haben gerade bei den Olympischen Spielen auch immer wider Außenseiter Erfolg. Avvakumova gehört sicherlich zu den sieben, acht weiteren Springerinnen, die für eine Überraschung sorgen könnten.

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Abgesehen von Avvakumova stagniert das russische Damen-Skispringen jedoch ziemlich. Im vergangenen Winter war Sofia Tikhonova als 24. des Gesamt-Weltcups die zweitbeste Athletin. Damit blieb die 22-Jährige etwas hinter ihren Ergebnissen der letzten Jahren zurück. Das beste Resultat war zudem nur ein 15. Platz, was beweist, dass auch Ausrutscher nach oben kaum stattfanden. Im Sommer-GP sprang sie in Frenstat und Chaikovsky auf die Plätze zehn, acht und sechs, wobei dort einige Athletinnen fehlten. In Klingenthal reichte es dann nur noch zu Rang 20. Es wäre schon eher überraschend, wenn die stabile, aber nicht überragende Athletin im kommenden Winter die Welt einreißt.

Wenig erfreulich war zuletzt auch die Entwicklung von Anna Shpyneva. Die 19-Jährige glänzte im Jahr 2019 noch mit zwei Top-10-Plätzen im Weltcup und wurde bei der Junioren-WM Fünfte. Seitdem stagniert das wohl größte russische Talent jedoch. Im vergangenen Winter reichte es nur zum 46. Gesamtrang. Immerhin steigerte sich Shpyneva im Sommer etwas und belegte in Chikovsky und Klingenthal die Plätze 14 und 24. Im COC reichte es sogar zweimal für Rang sieben. Da wäre doch anzunehmen, dass es im kommenden Winter wieder etwas besser läuft.

In ähnlichen Sphären bewegt sich die ebenfalls 19-jährige Irma Makhinia. Im letzten Winter konnte sie in Ljubno den 17. Platz erspringen, im Sommer reichte in Chaikovsky für Rang 16.

US Ski Team Weltcup

Die Sportler aus den USA und Kanada werden sicherlich wieder ganz vorne mit dabei sein, wenn es im Februar in Peking um olympische Medaillen geht. Während Ski-Alpin, sämtliche Freestyle-Disziplinen und natürlich allem voran Eishockey in Nordamerika große Nummern sind, treibt das Skispringen weiterhin ein Schattendasein. Nur ein paar wenigen Sportlern gelang es in den letzten Jahren, mit der Weltspitze einigermaßen Schritt zu halten.

Die Hoffnungen beruhen auf Mackenzie Boys-Clowes

Der mit Abstand aussichtsreichste Springer ist Mackenzie Boyd-Clowes. Der 30-Jährige ist seit zehn Jahren im Weltcup vertreten und schaffte es immerhin punktuell, die großen Nationen zu ärgern. Gerade zu Beginn des letzten Winters dürften sich einige verwundert die Augen gerieben haben. Dem 30-Jährigen gelang ein hervorragender neunter Platz beim Weltcup-Auftakt in Wisla. Kurz vor Weihnachten toppte er das Ergebnis von Wisla sogar noch mit einem sechsten Platz in Engelberg. Wenngleich dem Kanadier im Verlaufe der Saison ein wenig die Luft ausging, kann sich ein 32. Platz in der Gesamtwertung durchaus sehen lassen. Besser war der Springer vom Altius Nordic Ski Club in seiner Karriere noch nie.


Der Sommer des kanadischen Vorzeigespringers verlief allerdings überhaupt nicht rund. Bei den Continental-Cup-Springen in Bischofshofen belegte er nur die Plätze 43 und 55. In Klingenthal lief es mit Rang 54 zunächst ähnlich mies, ehe er mit dem 17. Platz beim zweiten Springen doch bewies, dass er das Skispringen noch beherrscht. Trotzdem zeigten die Ergebnisse, das bis zum Saison-Auftakt noch einiges an harte Arbeit wartet. Zuletzt bereitete sich Boyd-Clowes in Planica vor, wie es für Springer aus Nordamerika üblich ist.

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Hoffen wir mal, dass der Routinier an den richtigen Schrauben drehen konnte. Mit einem ähnlich raketenartigen Start wie im Vorjahr ist aber eher nicht zu rechnen.

Kann Soukup nach ordentlichen Sommer-Leistungen auch im Winter punkten?

Neben Boyd-Clowes gibt es in Kanada nur noch einen aktiven Springer, der bereits im Weltcup punkten konnte. Die Rede ist von Matthew Soukup. Der 24-Jährige durfte in Engelberg als 30. seinen ersten Weltcup-Zähler feiern. Kurz zuvor erreichte er bei der Skiflug-WM in Planica einen beachtenswerten 27. Platz. Im Sommer zeigte sich die Nummer zwei im kanadischen Team immerhin recht stabil. Nach den Rängen 18 und 26 beim COC in Frenstat, sicherte er sich auch bei seinen SGP-Starts in Schuchinsk und Chaikovsky als 21., 25. und 27. Punkte. Allerdings waren die Springen auch zugegebenermaßen nicht gut besetzt. Trotzdem kann man Soukup bescheinigen, dass er sich eine stabile Grundlage erarbeitet hat. Vereinzelt dürften also auch in der kommenden Saison Punkte möglich sein. Doch auch jede erfolgreich bestrittene Qualifikation würde dem 24-Jährigen weiterhelfen.


Mit Nigel Lauchlan, Joshua Maurer und Stephane Tremblay stehen noch drei weitere Springer zur Verfügung, die aber kein Weltcup-Niveau besitzen. Hier werden Punkte beim COC das Höchste der Gefühle sein.

US-Amerikaner Hoffen auf Rückkehrer Kevin Bickner

Die US-Amerikaner konnten sich im vergangenen Winter lediglich drei Weltcup-Zähler ergattern. Diese gingen auf das Konto von Casey Larson, der in Ruka Rang 28 erreichte. Der 22-Jährige schaffte zudem die Qualifikation bei der Skiflug-WM, schied jedoch als 39. aus. Im Sommer war der 22. Platz von Chaikovsky sein bestes Ergebnis.

Schon deutlich größere Erfolge hat der amerikanische Rekordhalter Kevin Bickner (244,5 Meter) vorzuweisen. Der 25-Jährige konnte in seiner Karriere schon 18-mal Weltcup-Zähler sammeln und bei den Olympischen Spielen 2018 die Plätze 18 und 20 belegen. Im letzten Winter pausierte der US-Amerikaner aber. Seine Vorstellungen im Sommer waren leider wenig vielversprechend. Bickner blieb beim COC in Bischofshofen mit den Rängen 37 und 53 ohne Punkte und kam auch beim Sommer-GP von Hinzenbach nicht über Platz 47 heraus.

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Immerhin zeigte er sich im Interview mit skijumping.pl top motiviert.
„Ich will immer noch springen, es ist definitiv noch nicht die Zeit, meine Karriere zu beenden. Nur für den Moment dachte ich, die Pause wäre das Beste, was ich für mich und die Qualität meiner Sprünge tun kann. Ich bin fest entschlossen, jetzt hart zu arbeiten und wieder auf das Niveau der letzten Saisons zu kommen oder es noch weiter zu steigern. Natürlich ist eine solche Trainingspause eine Hürde, die ich überwinden muss, aber ich werde diese Herausforderung meistern. Ich habe mich nicht auf den Bauch gelegt, ich war damals sehr aktiv, daher ist der Allgemeinzustand meines Körpers zufriedenstellend, erklärte er zu Beginn des Sommers.

Decker Dean und Andrew Urlaub auf der Suche nach Stabilität

Für Bickner dürfte es dennoch ein hartes Unterfangen werden, im kommenden Winter wirklich unter den besten 30 der Welt mitzumischen. Allerdings bleiben dem US-Team noch zwei Athleten, die sich ebenfalls im Weltcup etablieren könnten.

Einer von ihnen ist der 21-jährige Decker Dean. Mit Rang zwei beim COC in Willingen gelang dem jungen Springer im letzten Winter ein echter Überraschungscoup. Allerdings fehlt es Dean noch an der nötigen Konstanz. Nach einem soliden 33. Platz bei der WM in Oberstdorf startete er im COC mit zwei Plätzen jenseits der Top-50 denkbar schlecht in die Sommersaison. Beim spärlich besetzten SGP in Chaikovsky verfehlte er als einer der wenigen die Punkteränge. Nach diesen eher dürftigen Auftritten kann man die Ränge 43 und 45 bei den Grand-Prix-Springen von Hinzenbach und Klingenthal schon als Steigerung werten. Demnach fiebert der Springer nun auch schon dem Auftakt in Russland entgegen, wie aus seinem Instagram-Profil zu entnehmen ist.

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Der vielleicht größte Hoffnungsträger des US-Teams ist aber vermutlich Andrew Urlaub. Der 20-Jährige konnte im Winter 2020/21 zwar kaum für Aufsehen sorgen, sprang jedoch eine bessere Sommer-Saison als seine Kollegen. Mit den Rängen 5, 15, 11 und 3 überzeugte die Nachwuchs-Hoffnung bei den COC-Springen von Frenstat und Rasnov.

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Allerdings konnte Urlaub diese Form nicht halten und belegte bei den letzten COC-Springen in Bischofshofen zweimal die Plätze 49. Allerdings haben auch wesentlich routiniertere Springer im Sommer mit Höhen und Tiefen zu kämpfen. Ähnlich wie Decker Dean hat auch Andrew Urlaub gezeigt, dass grundsätzlich das Potenzial für den Weltcup vorhanden wäre. Allerdings mangelt es den beiden Springern noch ordentlich an Stabilität.

Nach Van und Hendrickson: USA und Kanada auf der Suche nach neuen Hoffnungsträgerinnen

Gespannt darf man darauf sein, ob sich die nordamerikanischen Damen im kommenden Winter wieder besser präsentieren. Vor wenigen Jahren gehörten mit Lindsey Van und Sarah Hendrickson immerhin zwei US-Damen zur absoluten Weltspitze. Im letzten Winter ging lediglich ein Weltcup-Punkt nach Nordamerika. Diesen sicherte sich Abigail Strate beim Weltcup-Finale in Nizhny-Tagil. Im Sommer zeigte die 20-Jährige allerdings, dass dies keinesfalls eine Ausnahme bleiben muss. Beim Sommer-Grand-Prix in Frenstat sorgte sie mit Platz 13 für einen Hoffnungsschimmer. Zudem gelangen der Springerin noch bei vier weiteren Grand-Prix-Springen Ränge zwischen 20 und 30.

Abigail Strate ist jedoch nicht die einzige Kanadierin, die sich im kommenden Winter Hoffnungen auf Punkte machen kann. Die erst 17-jährige Alexandria Loutitt konnte sich mit Rang 19 beim SGP in Klingenthal erstmals ins Rampenlicht springen. Mit Natalie Eilers, Nicole Maurer und Natasha Bodnarchuk kämpfen noch drei weitere Springerinnen um den Anschluss. Allerdings konnte keine der drei im vergangenen Winter oder Sommer Punkte in einem Weltcup- oder SGP-Springen holen.

Immerhin: Mit der Sommervorbereitung sind die kanadischen Springerinnen zufrieden. „Wir hatten einen tollen Sommer und danken allen, die dazu beigetragen haben, dass er so gut war! Jetzt sind wir bereit für die letzte SGP, bevor wir uns auf die Wintersaison vorbereiten“, ist auf Instagram zu lesen.

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Bei den US-Damen ist die Situation eher noch ein wenig schwieriger. Lediglich Nina Lussi konnte im Weltcup bereits ein paar Punkte holen. Allerdings stammt der letzte Zähler aus dem Januar 2019. Immerhin glückte ihr jedoch im Sommer ein 23. Platz beim SGP in Frenstat, was beweist, dass Punkte im Winter nicht ausgeschlossen wären. Darüber hinaus konnten sich keine US-Damen Punkte im Sommer Grand Prix oder Weltcup sichern. Im COC konnten sich Anna Hoffmann und Anika Belshaw immerhin mehrere Plätze zwischen 15 und 20 sichern. Dies ist jedoch wenig aussagekräftig, da die Wettbewerbe oft nur spärlich besetzt waren.

Weltcup

Seit einiger Zeit deutet sich der wenig erfreuliche Trend an, dass Skispringen zunehmend eine Angelegenheit von wenigen Top-Nationen wird. Fehlende Trainer, Trainingsstätte und finanzielle Engpässe haben dazu geführt, das einige Nationen wie beispielsweise die Schweden nahezu komplett von der Skisprungkarte verschwanden. Demnach gab es im letzten Winter das völlig neue Phänomen, dass anstelle der Qualifikation ein Prolog ausgetragen wurde, da maximal 50 Athleten am Start war. Zudem war es wie in den letzten Jahren eher die Ausnahme, wenn sogenannte Exoten mal ein paar Weltcup-Punkte sammeln konnten. In unserer Saisonvorschau Part I schauen wir uns an, was wir in dieser Saison von den kleinen Nationen erwarten können.

Vladmir Zografski: Der Einzelkämpfer aus Bulgarien peilt die Top-30 im Gesamt-Weltcup an

Zu den erfolgreichsten Exoten der vergangenen Jahre zählt definitiv Vladimir Zografski, der in seiner Karriere immerhin schon drei Top-10-Plätze erringen konnte. In der Weltcup-Gesamtwertung schnupperte er mit zwei 33. Plätzen immerhin schon an den besten 30. Im vergangenen Jahr lief es für Zografski jedoch mit Rang 56 im Gesamt-Weltcup nicht sonderlich rund. Allerdings machen seine Sommer-Ergebnisse definitiv Hoffnung. In den zugegeben schwach besetzten Wettbewerben von Schuchinsk belegte er die Ränge drei und sieben. Zudem zeigte er aber als Zehnter in Hinzenbach, dass er auch gegen die fast vollständig versammelte Elite gut bestehen kann. Zografski ist es durchaus zuzutrauen, dass er im kommenden Winter regelmäßig punktet. Ein großes Ziel werden für den 28-Jährigen auch die Olympischen Spiele sein, wo er versuchen wird, seinen 14. Platz von der Normalschanze (2018) zu toppen.

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Nach Bronze bei der Junioren-WM 2019: Gelingt Tkachenko der Durchbruch im Weltcup?

Gespannt dürfen wir sein, wie sich der junge Kasache Sergey Tkachenko schlagen wird. Im Jahr 2019 gelang diesem völlig überraschend der Sprung zu Bronze bei den Junioren-Weltmeisterschaften in Lathi. Im Weltcup konnte der 22-Jährige jedoch nur vereinzelt glänzen. Bislang stehen für Tkachenko lediglich drei Top-30-Ergebnisse zubuche. In der vergangenen Saison sahen wir ihn nach einer Pandemie-bedingt erschwerten Vorbereitung erst im zweiten Teil des Winters. Mehr als zwei 40. Plätze bei der WM sprangen aber nicht heraus. Immerhin steigerte sich der Kasache im Sommer wieder etwas und sprang bei den Heimspringen in Schuchinsk zweimal in die Top-10 (6. und 10). Ansonsten liefen jedoch auch die Sommer-Wettbewerbe eher durchwachsen. Dennoch ist Tkachenko mit Sicherheit noch immer der Kasache mit den besten Aussichten auf Punkten.

Dies könnte sich in ein paar Jahren ändern, zumal der erst 17-jährige Danil Vassilyev definitiv Fortschritte gemacht hat und beim Heimspringen in Schuchinsk immerhin einen 14. Platz erringen konnte. Vom deutlich erfahreneren Muminov sind hingegen keine deutlichen Steigerungsraten zu erwarten.

Raus aus der Stagnation: Können die Italiener in diesem Winter Fortschritte machen?

Recht wenige Erfolge haben in den letzten Jahren die Italiener vorzuweisen. Mit Giovanni Bresadola, Alex Insam und Francesco Cecon wären immerhin drei Springer da, die auf Weltcup-Punkte schielen können. In der vergangenen Saison war Bresadola mit acht Punkten und Gesamtrang 65 der stärkste Springer. Im Sommer trat er bei den schwächer besetzten Springen in Schuchinsk und Chaikovsky an und belegte die Ränge 24, 16 und 18. Alex Insam tauchte hingegen nur im Rahmen der COC-Serie auf und erzielte sein bestes Ergebnis als Elfter in Kuopio. Nachdem Insam vor einigen Jahren vor allem im Skifliegen noch sehr gute Ansätze zeigte, ist hiervon zuletzt nicht mehr so viel übrig geblieben. Bei den italienischen Meisterschaften im Sommer zeigte sich der dritte im Bunde, Frederico Cecon, am besten in Form und gewann vor Insam und Bresadola.

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Für das italienische Team wird es im kommenden Winter extrem schwierig werden, wirklich Akzente setzen zu können. Potenzial wäre zwar durchaus da, die Stagnation in den letzten Jahren ist jedoch unübersehbar.

Learoyd will sich nach Verletzung zurück kämpfen: Macht Foubert den nächsten Schritt?

Gleiches lässt sich auch über die Franzosen sagen. In den Jahren 2018 und 2019 konnte der 21-jährige Jonathan Learoyd auf sich aufmerksam machen, indem er bei den Olympischen Spielen 2018 und bei den WM-Springen von Innsbruck und Seefeld 2019 in die Punkteränge sprang. Allerdings plagten das große Talent in den den letzten Jahren immer wieder Verletzungs- und Krankheitsprobleme. Zuletzt sahen wir Learoyd im September 2020 bei einem COC-Springen in einem Wettbewerb, was insbesondere an einer Ermüdungsverletzung im Knie lag: „Nicht springen zu können, weil ich Probleme mit den Knien habe, ist definitiv nicht ideal, aber ich arbeite hart daran, wieder schmerzfrei zu werden. Hoffentlich ist das so bald wie möglich der Fall“, erklärte er vor im Sommer via Instagram.

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Laut Angaben von „nordicmag.info“ hat jedoch eine Behandlung mit Kortikoiden im September endlich angeschlagen. „Seitdem kehre ich langsam zum Sport zurück, und da meine Knie in Ordnung sind, konnte ich auch wieder mit dem Springen beginnen“, erklärte der Springer, der ab Januar wieder Wettkämpfe bestreiten möchte.

Bis dahin müssen sich die Franzosen auf Valentin Foubert verlassen. Der 19-Jährige wurde im vergangenen Winter für seine ordentlichen Leistungen im COC mit einem Start bei der Tournee belohnt. Allerdings kam er nicht über einen 55. Platz in Oberstdorf hinaus. Im Sommer sicherte er sich beim SGP in Wisla als 30. seinen ersten Punkt auf oberster Ebene. In den COC-Springen konnte er als 25. von Frenstat aber auch nur einmal in die Punkteränge springen. Alles in allem stehen auch die Franzosen vor einem schweren Winter, in dem jede erfolgreiche Qualifikation für den Wettbewerb schon als Erfolg verbucht werden kann.

Von der Laufbahn auf die Schanze: Qiwu Song ist die größte Hoffnung der Chinesen

Besonders im Fokus werden im kommenden Winter die Chinesen stehen, zumal die Winterspiele in Peking ausgetragen werden. Da allerdings das Skispringen in China praktisch nie wirklich existent war, suchte man sich die Hilfe von Mika Kojonkoski, der in Hinblick auf die Spiele ein Team formen sollte. Dabei vergaß der Verband jedoch, dass man nicht von heute auf morgen konkurrenzfähige Springer entwickeln kann. Enttäuscht über die Entwicklung des Projektes trennten sich die Chinesen von Kojonkoski. Ein absurder Entschluss, wo man mit dem Finnen einen der größten Skisprung-Experten überhaupt an seiner Seite hatte. Sportlich gesehen konnte jedoch immerhin Qiwu Song überzeugen. Zwar kam er nicht über einen 29. Platz beim SGP in Chaikovsky hinaus, jedoch gelang ihm in der Qualifikation ein erstaunlich starker fünfter Platz.

Sollte der 21-Jährige solche Sprünge öfter abrufen können, wäre der Sprung unter die Top-30 bei den Winterspielen durchaus möglich. Schon jetzt ist Song erstaunlich weit, wenn man bedenkt, dass er das Springen erst im Alter von 17 Jahren gelernt hat. Ehe er von Kojonkovski entdeckt wurde war der junge Chinese als 400-Meter-Hürdenläufer in der Leichtathletik aktiv.


„Bevor ich das Springen lernte, hatte ich in meinem ganzen Leben noch nie Schnee in den Augen gesehen. Die ersten Versuche auf der Vier-Meter-Schanze waren sehr halsbrecherisch. Am Tag nach diesem Training konnte ich nicht aus dem Bett aufstehen. Ich hatte wirklich Angst. Während der ersten Trainingseinheiten dachte ich nur daran, zu überlebe“, erinnerte er sich im Interview mit „Finance.cina.cn“ an seine Anfänge. Wir dürfen gespannt sein, wie die weitere Entwicklung des jungen Chinesen weitergeht. Ohne Entdecker Kojonkovski dürfte es aber schwierig werden.

Ipcioglu träumt von Olympischer Medaille für die Türkei

Eher ein Schattendasein treiben auch weiterhin die türkischen Skispringer. Der beste Athlet ist der 24-jährige Fatih Arda Ipcioglu. Im Sommer zeigte der Athlet immerhin in den COC-Springen gute Leistungen. Insbesondere der 13. Rang von Frenstat und der sechste Platz von Rasnov untermauern eine erfreuliche Entwicklung. Wenig später holte er mit den Rängen 29 und 23 in Schuchinsk seine ersten Zähler im SGP. An großen Zielen und Träumen mangelt es dem Springer jedenfalls nicht.

„Mein Traum ist es, eine Medaille bei Olympischen Winterspielen, die es in der Geschichte der Türkei noch nie gegeben hat, in mein Land zu bringen. Das ist für einen 12-14-jährigen Zweig nicht einfach, aber entweder ich oder mein Freund aus einer anderen Wintersportart machen es. Vielleicht gewinnt erst die nächste Generation, aber diese Medaillen werden definitiv in die Türkei kommen. Das ist mein einziger Traum“, erklärte er im Interview mit „sozcu.com.tr“. Bei den Spielen 2022 wird das im Skispringen definitiv ein Traum bleiben, aber warten wir mal ab, was die Zukunft bringt. Der Sprung unter die Top-30 in Peking wäre aber schon ein gewaltiger Erfolg.

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Nach Trainer-Beben 2018: Was machen die rumänischen Skispringer?

Dank der Weltcup-Springen von Rasnov ist das Skispringen auch in Rumänien noch ein Begriff. Allerdings wurde das rumänische Skispringen vor ein paar Jahren durch einen Skandal heftig zurückgeworfen. Der damals aussichtsreichste Springer, Iulian Pitea, beschuldigte Coach Cristinel Florin Spulbar, Gewalt angewendet zu haben. Während Spulbar noch immer Trainer ist, zogen sich Pitea und andere Springer aus dem Sport zurück. Der beste Rumäne derzeit ist der 21-jährige Andrei Feldorean. Dieser konnte als 23. von Chaikovsky erstmals SGP-Punkte sammeln. Mit Daniel Andrei Cacina und Nicolae Mitrofan stehen noch zwei Springer zur Verfügung, die sich auf ähnlichem Niveau bewegen. Im Winter wird es aber wohl nur darum gehen, ab und an die Qualifikation zu schaffen.

Norwegischer Skiverband Weltcup Damen

Der olympische Winter wird ohne einem ganz großen Star der Skisprungszene auskommen müssen. Die Olympiasiegerin aus dem Jahr 2018, Maren Lundby, wird die komplette Saison 2021/22 fehlen. Die 27-Jährige begründete ihren Entschluss mit körperlichen Problemen.

Bei all der Ästhetik und Grazilität, die das Skispringen auszeichnet, vergisst man schnell, welche Opfer die Sportler das ganze Jahr über bringen müssen. Es gibt wohl kaum eine Sportart, in der kleinere körperliche und technische Probleme solchen Schaden anrichten können. Um Leistung bringen zu können muss schlichtweg jedes Detail stimmen. Ist dies nicht der Fall, sind schlechte Resultate absehbar und gefährliche Situationen nicht auszuschließen.

Lundby verkündet Saison-Aus: „Körper hat sich auf natürliche Weise verändert“

Maren Lundby hat nun den Stecker gezogen und wird in der kommenden Weltcup-Saison nicht antreten. Im Interview mit dem norwegischen Sender NRK sprach sie auch über die Gründe ihres Entschlusses.

„Im Skispringen wird dir vieles abverlangt. Und eine dieser Sachen ist das Gewicht, auf das es zu achten gilt. Mein Körper hat sich in letzter Zeit auf natürliche Weise verändert. Aus diesem Grund möchte ich nicht alles opfern, nur um in Peking auf Top-Niveau zu sein“, erläuterte sie. Leicht gefallen ist ihr die Entscheidung jedoch nicht, zumal sie immerhin als Titelverteidigerin zu den Spielen gefahren wäre und den Damen-Skisprungzirkus in den letzten Jahren weitgehend dominiert hat.

Die 30-malige Siegerin eines Weltcups hat sich ihren Entschluss aber gut überlegt und scheint ein Stück weit erleichtert darüber zu sein, dass in Hinblick auf den kommenden Winter Klarheit besteht. „Ich habe eine tolle Zeit und bin sehr glücklich. Gesundheitlich geht es mir gut, vielleicht so gut wie noch nie. Nur ist mein Körper ist derzeit nicht fürs Skispringen geeignet. Es muss erlaubt sein, das zu sagen und ich hoffe, die Menschen da draußen erkennen an, dass ich so offen darüber rede“, stellte sie klar.

Kritik von Langläufer Iversen: „Unprofessionell“

Maren Lundby hatte schon im Vorjahr keine leichte Vorbereitung und konnte aufgrund einer Patellasehnenreizung nur eingeschränkt trainieren. Dadurch reichte es im Gesamtweltcup nach drei ersten Plätzen auch nur zu Rang acht. Ähnlich wie Stefan Kraft bei den Herren zeigte sich Lundby jedoch bei der WM in Oberstdorf in Topform und sicherte sich Gold von der Großschanze.

Im Anschluss musste sie aufgrund eines grippalen Infekts die Saison beenden und erklärte zudem, nicht am Sommer-Grand-Prix teilnehmen zu wollen. Ein Vorhaben, dass einige norwegischen Experten kritisch beäugten und als nicht gerade ideale Vorbereitung auf den Olympia-Winter wahrnahmen. Stattdessen sah man die erfolgreichste Springerin der letzten Jahre in der norwegischen Tanz-Show „Skal vi danse“. Während der Langläufer Emil Iversen das Verhalten von Lundby als „unprofessionell“ abstempelte, wehrt sich die Springerin gegen die Vorwürfe.

„Ich bin sicher, dass es genau das Gegenteil ist, sonst würde ich nicht hier sitzen. Ich war immer schon sehr professionell in allem und werde es auch weiterhin bleiben,“ versprach sie.

Ein vorzeitiges Karriereende sei schließlich keine Option. „Ich möchte weiterhin Ski springen. Es ist nur eine Frage der Zeit“, erklärte sie. Vielleicht ist die Zeit der Norwegerin bereits im Winter 2022723 wieder gekommen. Mit der Nordischen Ski-WM in Planica wartet dann schon das nächste ganz große Highlight.

Quelle: NRK

SGP Damen Sommer Grand Prix Uncategorized

Die Slowenin Nika Kriznar hat die Qualifikation zum Sommer-Grand-Prix-Springen in Klingenthal gewonnen. Die Gesamtweltcup-Gewinnerin aus dem Winter setzte sich mit einem Satz auf 128,5 Meter durch. Aus DSV-Sicht fällt das Fazit hingegen eher durchwachsen aus.

Nach einem mäßigen ersten Trainingssprung deutete Nika Kriznar bereits mit Rang drei im zweiten Trainingsdurchgang an, dass mit ihr zu rechnen sein wird. In der Qualifikation war sie mit 128,5 Metern und 121,4 Punkten nicht mehr zu bezwingen. Entsprechend glücklich zeigte sich Kriznar gegenüber skispringen-news.de, weil sie vor der Qualifikation Schmerzen hatte: „Ich bin so glücklich, weil ich mir vor der Qualifikation am Knie wehgetan habe. Daher war ich mir zunächst nicht sicher, ob ich springen kann. Aber ich habe mir gesagt, es ist okay. Ich bin sehr gut gesprungen, habe das aber nicht erwartet.“

Rang zwei belegte die Österreicherin Marita Kramer, die beide Trainingsdurchgänge noch klar dominiert hatte. Mir 124 Metern musste sie sich jedoch der Slowenin um 2,9 Zähler geschlagen geben. Nur weitere 2,8 Punkte dahinter erreichte die Sommer-Grand-Prix-Führende Ursa Bogaraj (123,5 Meter) den dritten Platz. Einen positiven Verlauf nahm der Freitag auch für Sara Takanashi. Nach erheblichen Problemen in den Proberunden meldete sich die Japanerin mit 121,5 Metern und Platz fünf zurück. Direkt dahinter kam ihre Teamkollegin Yuka Seto (125,5 m) ein. Rang sechs teilten sich Opseth (Norwegen) und Jerneja Brecl (Slowenien).

Althaus auf Rang acht: Nur fünf DSV-Damen dabei

Aus deutscher Sicht gibt es noch das ein oder andere aufzuarbeiten. Als beste DSV-Adlerin sprang Katharina Althaus mit 122 Metern (108 P.) auf den achten Platz. Die 25-Jährige macht sich aber für morgen Hoffnungen: „Mein erster Trainingssprung war schon richtig gut. Wenn alles zusammenpasst, hoffe ich, dass ich vorne mitspringen kann.“ Zufrieden kann auch Selina Freitag sein, die mit einem Sprung auf 113 Metern den 15. Platz erreichte. Pauline Hessler qualifizierte sich als 25. zumindest locker. Ebenfalls beim Einzelspringen dabei sind Juliane Seyfarth (35.) und Pia Kübler (37.).

Eine bittere Enttäuschung erlebte hingegen Anna Rupprecht. Die Mixed-Team-Weltmeisterin verpasste das Einzelspringen als 45. Neben Rupprecht konnten sich auch Josephin Laue (50.), Luisa Görlich (51.), Lia Böhme (52.) und Michelle Göbel (54.) nicht qualifizieren.


Ergebnis Qualifikation

SGP Damen Sommer Grand Prix

Die Slowenin Ursa Bogataj zeigt sich weiterhin in einer grandiosen Sommerform. Beim Einzelspringen von der Großschanze setzte die 26-Jährige vor Silje Opseth und Ema Klinec durch.

Bereits am Vortag hatte sich angedeutet, dass Uras Bogataj in Chaikovsky nur schwer zu schlagen sein wird. Bereits im Probedurchgang sprang die spätere Siegerin mit der klaren Bestweite von 131 Metern ihren Konkurrentinnen davon. Ihre schärfsten Rivalinnen Ema Klinec (125 Meter), Jerneja Brecl (122 Meter) und Silje Opseth (119 Meter) konnten hierbei nicht ganz Gegenhalten.

Bogataj bereits zur Halbzeit vorne

Im ersten Wertungsdurchgang zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Bogataj sprang zwar diesmal „nur“ 128,5 Meter, setzte sich aber knapp vor die Norwegerin Opseth, die bei weniger Aufwind 124,5 Meter erreichte. Weltmeisterin Ema Klinec gelang eine Weite von 124 Meter, was ihr zur Halbzeit Rang drei und acht Punkte Rückstand auf die Spitze einbrachte. Für die Überraschung im ersten Sprung sorgte Julia Thikonova, die mit 122,5 Metern zumindest einigermaßen auf Tuchfühlung mit dem Top-Trio blieb. Jerneja Brecl und Irina Avvakumova konnten an ihre guten Trainingsweiten nicht ganz anknüpfen und lagen mit 117 bzw. 116,5 Metern bereits zur Halbzeit recht weit zurück.

Zäher zweiter Durchgang liefert Top-Weiten: Bogataj kontert gegen Opseth

Im zweiten Durchgang machte der Wind den Springerinnen noch mehr zu schaffen als im ohnehin schon schwierigen ersten Durchgang, weswegen auch ein wenig Geduld gefragt war. Durch den stärker werdenden Aufwind waren aber auch schon zeitiger Top-Weiten zu sehen, als man das erwarten hätte können. Im zweiten Zehnerblock sprang die Russin Kustova 126 Meter und wurde wenig später von der Finnin Rautionaho übertroffen, die auf 129 Meter segelte.

Für den ersten 130er sorgte wenig später die Slowenin Jerneja Brecl, die 122 Meter segelte. Der Sprung aufs Podest glückte ihr damit aber nicht mehr. Die Favoritinnen gaben sich keine Blöße und sorgten für eine hervorragende Flugshow. Mit 134,5 Meter konterte Ursa Bogataj den Angriff von Silje Opseth, die sogar einen halben Meter weiter sprang und gewann mit 227,1 Punkte souverän vor ihrer Konkurrentin (218,3 Punkte). Das Podest komplettierte Ema Klinec, die im Finale 127 Meter erzielen konnte und sich damit vor der genannten Brecl behaupten konnte.

Den fünften Platz belegte Irina Avvakumova vor der Finnin Rautionaho, die im Finale ordentlich aufholen konnte. Deutlich zurück ging es hingegen für Julia Tikhonova (8.), die mit 109 Meter sogar hinter ihrer Landsfrau Kustova (7.) zurückfiel. Die beste Polin des Tages war Kinga Rajda als Elfte, während die stärkste Chinesin Bing Dong Rang 13 belegte.

Deutsche und Österreichische Springerinnen sind bei den Wettbewerben in Chaikovsky nicht am Start. Morgen steht noch ein Mixed-Springen auf dem Programm.


Ergebnis Probe
Ergebnis Wettkampf
Gesamtstand SGP Damen

SGP Herren Sommer Grand Prix

Wenige Stunden nach den Damen sind nun auch die Herren in das Sommer-Grand-Prix-Wochenende von Chaikovsky gestartet. Für die Springer standen zunächst zwei Trainingsdurchgänge auf dem Programm. Die Qualifikation wurde hingegen aufgrund der geringen Teilnehmerzahl gestrichen und durch einen Prolog ersetzt.

Schon im ersten Trainingsdurchgang bestimmte der norwegische Gesamtweltcup-Sieger Halvor Egner Granerud das Geschehen. Der Norweger sprang 139,5 Meter und setzte sich damit klar gegen die beiden Russen Evgenyi Klimov (136 Meter) und Mikhail Nazarov (130 Meter) durch. Im zweiten Versuch setzte dann jedoch Klimov mit 144,5 Metern ein Ausrufezeichen. An diesen Kracher kam auch Granerud mit 137 Metern nicht mehr ganz heran. Den dritten Rang belegte Marius Lindvik mit einer Weite von 133,5 Metern.

Granerud behauptet sich vor Klimov

Im Prolog deutete demnach auch alles auf einen Zweikampf zwischen Klimov und Granerud an. Der Russe ging bereits mit Startnummer 5 ins Rennen und legte 137 Meter auf die Matte. Wie zu erwarten war, behielt er seine Führung für lange Zeit. Ganz zum Schluss kam dann aber doch der Gesamtweltcup-Gewinner des Vorjahres und konnte Klimov mit 133 Meter bezwingen. Ausschlaggebend war der Wind- und Gate-Faktor, der Granerud mit 130,3 Punkten gut drei Punkte vor seinen Rivalen brachte. Rang drei und vier belegten mit Johan-André Forfang (133 Meter) und Marius Lindvik (130 Meter) erwartungsgemäß zwei weitere Norweger.

Chinese Song sorgt für Sensation

Für die Überraschung des Tages sorgte aber der junge Chinese Qiwu Song. Nachdem schon bei den Damen zwei Chinesinnen unter den Top-10 landeten, brachten dem 20-Jährigen 130,5 Meter sensationell Platz fünf ein. Dabei profitierte er nicht mal sonderlich vom Wind, zumal konstant Aufwindbedingungen herrschten. Sehr achtbar verkaufte sich auch der Italiener Giovanni Bresadola, der mit 132,5 Metern den sechsten Platz belegte. Neben Cene Prevc (Slowenien), der achter wurde, landeten mit Trofimov (7.), Nazarov (9.) und Mankov (10.) drei weitere Russen in den Top-10. Nach dem Norweger Robin Petersen belegte ein japanisches Quartett, bestehend aus Hiroaki Watanabe, Rikuta Watanabe, Reruhi Shimizu und Daiki Ito die Plätze zwölf bis 15.

Ordentlich lief es auch für die US-Boys die in Person von Casey Larson und Decker Dean die Plätze 16 und 25 belegten. Ein wenig enttäuschend sind hingegen Rang 23 für Tkachenko, Rang 29 für Haare und Rang 31 für Polasek. Aufgrund der Tatsache, dass nur 36 Athleten mit dabei sind, haben trotzdem alle Teilnehmer ganz gute Aussichten, um am morgigen Samstag zumindest in die Punkte zu springen.

Ergebnis Training
Ergebnis Prolog

SGP Damen Sommer Grand Prix

Der Sommer Grand-Prix macht halt im russischen Chaikovsky. Ehe an den beiden Wochenendtagen jeweils ein Einzelspringen der Damen und der Herren sowie ein Mixed-Springen stattfinden wird, stehen heute zwei Trainingssprünge und die Qualifikation der Damen bzw. der Prolog der Herren auf dem Programm. Die Damen haben ihre Sprünge bereits am Vormittag absolviert. Nachdem Ursa Bogataj das Training dominieren konnte, stahl in der Qualifikation eine Norwegerin den mannschaftlich starken Sloweninnen die Show.

Den besten Start in den Freitag-Vormittag erwischte Ursa Bogataj (Slowenien), die beide Trainingsrunden mit Sprüngen auf 129 und 131 für sich entscheiden konnte. Stark mit dabei war auch Landsfrau und Weltmeisterin Ema Klinec, die mit 116,5 und 126,5 Meter die Ränge vier und drei belegte. Jeweils einen guten Trainingssprung zeigten auch Irina Avvakumova (Russland), die im ersten Training dritte wurde und Jerneja Brecl, die im zweiten Sprung Rang zwei belegte.

Qualifikation: Opseth glänzt mit 134 Meter


Den Sieg in der Qualifikation sicherte sich aber die Norwegerin Silje Opseth, die zuvor mit 125 und 116 Meter die Ränge zwei und vier belegen konnte. Eine Steigerung auf die Tagesbestweite von 134 Meter (109,3 Punkte) brachte ihr dann sogar den Qualifikations-Erfolg.

Nur ganz knapp dahinter platzierte sich Ursa Bogataj, die 130 Meter und 108,7 Zähler erreichte. Nur 0,5 Punkte dahinter reihte sich Ema Klinec ein, die bei schwierigeren Bedingungen 125 Meter sprang. Auf den Rängen vier und fünf landeten mit Irina Avvakumova und Jerneja Brecl die Athletinnen, die bereits im Training für Aufsehen gesorgt haben.

In Abwesenheit der Springerinnen aus Deutschland und Österreich sowie Nika Kriznar und Sara Takanashi konnten andere Athletinnen glänzen. Sehr beachtlich ist der sechste Platz für die Tschechin Klara Ulrichova, die 117 Meter und 88,3 Punkte erzielen konnte. Vorne mit dabei waren auch zwei Chinesinnen. Bing Dong belegte mit 114,5 Metern Rang sieben, während Quinguye Peng mit 117,5 Metern als Neunte ebenfalls unter den Top-10 blieb.

Aus finnischer Sicht war der 13. Platz von Jenny Rautionaho erfreulich, die deutlich vor der erfahreneren Julia Kykkaenen (28.) blieb. Eher wechselhaft lief es für die beiden Malsiner-Schwestern. Während Lara Malsiner auf einem ordentlichen 16. Platz einkam, musste Schwester Jessica als 38. sogar um die Wettkampf-Teilnahme zittern.

Aus nordamerikanischer Sicht ist Rang 18 der Kanadierin Abigail Strate hervorzuheben. Zudem qualifizierten sich auch Teamkollegen Alexandria Loutitt (37.) sowie die beiden US-Damen Annika Belshaw (34.) und Nina Lussi (39.). Unter den zwölf ausgeschiedenen Springerinnen fand sich kein großer Name.

Für das morgige Einzelspringen sind sicherlich Ursa Bogataj und Silje Opseth die beiden Favoritinnen. Doch auch Ema Klinec wird ein Wörtchen mitreden wollen und vielleicht sorgt ja sogar Lokalmatadorin Irina Avvakumova für eine Überraschung.

Ergebnis Training

Ergebnis Qualifikation