Weltcup Weltcup Damen

Zum ersten Mal in der noch jungen Saison ging es für die Skisprung-Damen auf die Großschanze. In der Qualifikation setzte sich die Slowenin Ema Klinec vor Marita Kramer (AUT) und Silje Opseth (NOR) durch. Katharina Althaus fehlten hingegen noch ein paar Meter.

Mit einem Satz auf 129,5 Meter hat Ema Klinec die Qualifikation souverän für sich entschieden. Mit 133,6 Punkten setzte sich die Slowenin vor Marita Kramer (127,2 P.) durch. Die Gesamtweltcup-Führende sprang zwei Meter kürzer als Klinec. Rang drei ging an die Norwegerin Silje Opseth (126,8 P.). Mit einem Satz auf 128 Meter bestätigte sie ihre positive Leistungstendenz. Die Ränge vier und fünf belegten Ursa Bogataj (126,3 P.) und Sara Takanashi (122,8 P.)

DSV-Adlerinnen noch mit Problemen

Für die deutschen Athletinnen lief es von der Großschanze noch nicht ganz so rund. Vortagessiegerin Katharina Althaus (109,3 P.) musste sich mit 117,5 Metern und Platz neun begnügen. Selina Freitag zeigte ordentliche 108,5 Meter und platzierte sich an Position 21. Ihre Teamkolleginnen haben sich allesamt qualifiziert, konnten aber noch nicht überzeugen. Anna Rupprecht, Pauline Hessler, Luisa Görlich und Juliane Seyfarth belegten die Ränge 27, 28, 29 und 33.

Österreicherinnen mannschaftlich stark

Die Österreicherinnen haben gleich mehrere Springerinnen in Lauerstellung. Beste ÖSV-Springerin war die sechstplatzierte Daniela Iraschko-Stolz (118,1 P.). Unmittelbar danach reihte sich Eva Pinkelnig (113,1 P.) auf dem siebten Platz ein. Deutlich verbessert präsentierte sich Chiara Hölzl, die nach einem enttäuschenden Saisonstart den zwölften Platz, direkt vor ihrer Landsfrau Jacqueline Seifriedsberger belegte. Lisa Eder belegte Rang 25.

Das Einzelspringen startet um 17:30 Uhr.


Ergebnis Qualifikation

Weltcup Weltcup Damen

Die Slowenin Ursa Bogataj bestätigt ihren starken Eindruck vom Freitag und gewinnt den Probedurchgang vor dem ersten Einzelspringen in Lillehammer. Auf den Rängen zwei und drei landen Katharina Althaus und Eva Pinkelnig.

Mit einem Satz auf 91 Metern hat sich die Sommerkönigin Ursa Bogataj den besten Probesprung absolviert. Mit 77 Punkten setzte sie sich vor Katharina Althaus durch. Die Oberstdorferin sprang auf 89 Meter und erzielte 72,6 Zähler. Nur knapp dahinter platzierte sich die Österreicherin Eva Pinkelnig (72,3 P.), unmittelbar gefolgt von Silje Opseth und Daniela Irschko-Stolz (je 72,1 P.). Topfavoritin Marita Kramer (70,3 P.) musste sich mit 88 Metern und Rang sechs begnügen. Auf den weiteren Plätzen folgen Ema Klinec, Sara Takanashi und Nika Kriznar

DSV-Springerinnen mit Luft nach oben

Die zweitbeste DSV-Adlerin, Selina Freitag, steigerte sich im Vergleich zum Vortag und belegte mit 86 Metern Rang 18.Juliane Seyfarth, Luise Görlich, Pauline Hessler und Anna Rupprecht sprangen unauffällig und belegten die Plätze 20, 22, 26 und 27.

Ergebnis Probedurchgang

Weltcup Weltcup Herren

Die schlechten Wetterprognosen haben sich in Wisla leider bestätigt. Der Probedurchgang fiel bereits dem zu starken Wind zum Opfer. Der Wettbewerb soll um 16:30 starten. Die Chancen stehen aber eher schlecht.

Das DSV-Quartett Stephan Leyhe, Piusch Paschke, Markus Eisenbichler und Karl Geiger wollen am heutigen Samstag das erste Team-Springen der Saison für sich entscheiden. Nach dem starken Saisonstart sind die vier DSV-Adler in der Favoritenstellung. Allerdings weht der Wind derzeit zu stark, wodurch es eher unwahrscheinlich erscheint, dass das Springen über die Bühne gehen kann. Stand jetzt ist der Wettkampfstart weiterhin für 16:30 Uhr geplant. Mit Verschiebungen und einer möglichen Absage ist jedoch zu rechnen.

Startliste Teamspringen

COC Damen COC Herren Continental Cup

Im fernen China hat die COC-Saison nun auch endlich begonnen. Allerdings machten sich lediglich insgesamt 49 Springerinnen und Springer auf zum Schanzenzentrum von Zhangjiakou, wo ein gut zwei Monaten die Olympischen Wettbewerbe ausgetragen werden. Aus deutscher Sicht war der Trip ins Reich der Mitte aber bislang lohnenswert. Ein Sieg von David Siegel und ein Podiumsplatz von Carina Vogt waren die Highlights des ersten Wettkampftages.

David Siegel fängt genau dort an, wo er auch im Sommer angefangen hat – nämlich mit einem Sieg im Continental-Cup. Zumal sich unter den 33 Starten von den Top-Nationen lediglich Österreich und Deutschland vertreten waren, entwickelte sich der Wettkampf zu einem prestigeträchtigen Zweikampf der beiden Nationen. Die Oberhand behielt der eben genannte David Siegel (251,1 P.), der sich nach einem schwierigen letzten Winter mit Sprüngen auf 131 und 129,5 Meter knapp durchsetzen konnte.

Die beiden weitern Podiumsplätze gingen an die Österreicher Ulrich Wohlgenannt (247,3 P.) und Stefan Rainer (244 P.). Knapp am Podest vorbei folgen hingegen Philipp Raimund und Martin Hamann. Die beiden DSV-Adler erzielten 242,6 und 239,5 Punkte. Hamann konnte insbesondere mit der Tagesbestweite von 135,5 Metern im Finale glänzen. Die weitern fünf Plätze belegten mit Janni Reisenauer, Maximilian Ortner, David Haagen, Felix Hoffmann und Moritz Bär drei weitere Österreicher und zwei Deutsche. Lediglich dem zwölftplatzierten Muminov aus Kasachsten gelang es, mit Maximilian Steiner (13.) einen Österreicher schlagen. Sandro Hauswirth aus der Schweiz kam nicht über Platz 14 hinaus. Der beste Chinese war Yixin Lyu auf Rang 19.

Vogt springt auf das Podium

In der Damen-Konkurrenz mischten lediglich 16 Springerinnen mit, worunter sich acht Chinesinnen befanden. Der Sieg ging an Mariia Iakovlwva aus Russland. Die 22-Jährige erzielte Weiten von 86 und 98,5 Metern und setzte sich mit 189,4 Punkten knapp vor ihrer Landsfrau Diana Toropcheneva (89 und 91,5 M./184,2 P.) durch.
Den Sprung aufs Treppchen schaffte auch die verletzungsgeplagte Carina Vogt (183,5 P.). Nach durchwachsenen 85,5 Meter in Runde eins steigerte sich die einstige deutsche Vorzeigespringerin auf 97,5 Meter und rückte von Rang sechs auf drei vor. Knapp am Podest vorbei sprangen die beiden Chinesinnen Bing Dong (178.9 P.) und Quinguye Peng (175,8 P.).Die zweite deutsche Vertreterin Pia Lillian Kübler folgte mit zwei Sprüngen auf 84 Meter auf dem sechsten Rang.
Vertreterinnen aus Österreich, Norwegen, Slowenien und Japan waren nicht am Start.


Ergebnis Herren
Gesamtstand Herren

Ergebnis Damen


Weltcup Weltcup Herren

Der Weltcup gastiert in Ruka und schon in den ersten beiden Trainingssprüngen deutete sich an, dass jetzt vor allem die starken Flieger das Feld dominieren. Im ersten Trainingsdurchgang setzte Daniel Huber (AUT) die Bestmarke, wohingegen er sich in Runde zwei Robert Johansson (NOR) geschlagen geben musste.

Mit 146,5 Metern im ersten Trainingsdurchgang sorgte Daniel Huber für das erste große Ausrufezeichen. Der Österreicher setzte sich mit seinem Zaubersprung gegen den Japaner Ryoyu Kobayashi (137,5 Meter) und den Slowenen Anze Lanisek (135,5 Meter) durch. Im zweiten Durchgang trumpfte dann vor allem Robert Johansson (NOR) auf, der bei leichtem Rückenwind 141 Meter erzielte. Daniel Huber (137 Meter) und Ryoyu Kobayashi (138 Meter) blieben ihm jedoch dicht an den Fersen. Anze Lanisek bestätigte den guten Eindruck aus dem ersten Sprung und belegte den vierten Platz. Überraschend schwach präsentierte sich hingegen Halvor Egner Granerud, der sich mit den Rängen 47 und 17 begnügen musste

DSV-Adler wollen wieder angreifen: Markus Eisenbichler gut dabei

Wer hätte vor der Saison gedacht, dass Markus Eisenbichler derart konstant bei der Musik dabei ist. Nach seinem guten Start in Nizhny-Tagil setzte der Siegsdorfer 134,5 und 131,5 Meter in den Schnee und belegte die Plätze fünf und sechs. Gewohnt etwas ruhiger ließ es Karl Geiger angehen, der die Positionen 14 und 11 einnahm. Pius Paschke legte vor allem einen guten zweiten Sprung (134,5 Meter) hin, der ihm den siebten Platz einbrachte. Stephan Leyhe konnte hingegen mit 130 Meter und Rang acht vor allem in der ersten Runde glänzen. Constantin Schmid belegte die Ränge 18 und 27, während Andreas Wellinger sich mit den Plätzen 25 und 32 begnügen musste.

Kraft stabilisiert sich

Aus österreichischer Sicht ist positiv zu erwähnen, dass Stefan Kraft nach seinem turbulenten Auftakt langsam zu Konstanz findet. Im Training reichte es zu den Rängen fünf und elf. Ansonsten präsentierten sich die ÖSV-Adler eher unauffällig. Womöglich legen Jan Hörl und Co ja diesmal dafür im Wettkampf so richtig los.

Ergebnis Training

Startliste Qualifikation

Weltcup Weltcup Damen

Bereits gestern konnte die Österreicherin Marita Kramer jeden Sprung für sich entscheiden. Daran hat sich auch im Probedurchgang vor dem Wettbewerb nichts geändert. Die 21-Jährige setzte sich gegen Kaori Iwabuchi (JAP) und Katharina Althaus (GER) durch.

Recht viel deutlicher könnte die Favoritenlage vor den ersten Weltcup-Springen in Nizhny-Tagil nicht sein. Marita Kramer erreichte im Probedurchgang 91,5 Meter und setzte sich mit 51,7 Punkten klar durch. Rang zwei ging völlig überraschend an Kaori Iwabuchi, die 88,5 Meter erzielte. Wie schon in der Qualifikation belegte die Oberstdorferin Katharina Althaus Rang drei. Mit einem Sprung auf 88 Meter blieb sie 5,9 Zähler hinter Kramer zurück.

Erfreulich und überraschend zugleich belegte Anna Rupprecht den vierten Platz, nachdem es in der Qualifikation nur für Rang 32 reichte. Die weiteren Plätze belegten mit Ema Klinec (SLO), Sara Takanashi (JAP), Ursa Bogataj (SLO) und Nika Kriznar (SLO) die üblichen vedrächtigen.

Freitag ebenfalls gut dabei: Hessler mit Prblemen

Neben Althaus und Rupprecht konnte aus deutscher Sicht auch Selina Freitag überzeugen, die mit 79,5 Metern einen überraschend starken zehnten Rang belegte. Juliane Seyfarth und Luisa Görlich blieben mit den Rängen 19 und 20 auch im Bereich ihrer aktuellen Möglichkeiten. Keinen guten Sprung erwischte Pauline Hessler, die mit 62 Metern Rang 38 belegte.

Ergebnis Probedurchgang

Weltcup Weltcup Damen

Die Österreicherin Marita Kramer hat die erste Qualifikation im russischen Nizhny-Tagil gewonnen. Die 21-Jährige setzte sich vor Sara Talanashi (JAP) und der Oberstdorferin Katharina Althaus durch. Die weiteren DSV-Damen konnten sich ebenfalls für das erste Einzelspringen der Saison am Freitag qualifizieren.

Marita Kramer hat in der Qualifikation einen Auftakt nach Maß gefeiert. Die junge Österreicherin setzte bei guten Aufwind-Bedingungen 96 Meter in den Schnee und setzte sich mit 119,8 Punkten gegen ihre Konkurrenz durch. Direkt dahinter platzierte sich dahinter Sara Takanashi auf den zweiten Rang, die bei etwas weniger Aufwind auf 93 Meter (113,5 Punkte) segelte. Aus deutscher Sicht ist vor allem das starke Abschneiden von Katharina Althaus hervorzuheben, die bei leichten Rückenwind-Bedingungen mit 89 Metern (111,3 Punkte) Rang drei belegte.

Sloweninnen mannschaftlich stark

Wenig überraschend zeigten sich auch die Sloweninnen mit gleich mehreren Athletinnen stark vertreten. Ursa Bogataj (89,5 Meter), Nika Kriznar (87,5 Meter), Ema Klinec (88 Meter) und Jerneja Brecl (88 Meter) belegten die Positionen vier bis sieben. Ein sehr starkes Weltcup-Debüt feierte auch Nika Prevc. Die jüngere Schwester der Prevc-Brüder belegte mit einem Sprung auf 84 Meter den zwölften Platz und kam noch vor Spela Rogelj (17.) ein.


DSV-Damen mit ordentlichem Start

Aus deutscher Sicht sticht natürlich vor allem der starke dritte Platz von Katharina Althaus heraus. Damit konnte die Allgäuerin ihre starken Trainingsleistungen nicht nur bestätigen, sondern sogar noch ausbauen. „Ich bin schon im Training ganz gut reingekommen und Schritt für Schritt besser geworden. Mein Quali-Sprung war noch nicht ganz optimal, aber schon sehr gut und ich bin sehr zufrieden. Das macht auf jeden Fall Freude auf Morgen. Ich werde alles geben und dann schauen wir mal, was dabei rauskommt“, erklärte die 25-Jährige gegenüber skispringen-news.de. Mannschaftlich gab es jedoch für das Team vom neuen Bundestrainer Maximilian Mechler noch Luft nach oben. Sehr erfreulich ist sicherlich noch der elfte Platz von Pauline Hessler zu bewerten, die 85 Meter Meter erreichte. Ansonsten stagniert das Team im Vergleich zum Vorjahr ein wenig. Luisa Görlich belegte den 21. Platz und blieb mit 84 Metern knapp vor Juliane Seyfarth und Selina Freitag die mit den Rängen 25 und 26 nicht zufrieden sein dürften. Nach eigentlich recht positiven Trainingseindrücken bildete Anna Rupprecht das Schlusslicht aus deutscher Sicht. Die Mixed-Weltmeisterin des Vorjahres bestätigte in der Qualifikation eher ihre mäßige Sommerform und qualifizierte sich nur als 32.

ÖSV-Damen mit gelungenem Auftakt

Dank Vorfliegerin Marita Kramer muss sich der ÖSV in diesem Winter wenig Gedanken über Top-Ergebnisse machen. Zudem zeigte sich das Team auch mannschaftlich stark, wenngleich die beiden Trainingsdurchgänge noch ein wenig mehr versprachen. Mit Eva Pinkelig (8.) und Daniela Iraschko-Stolz (10.) konnten sich dennoch zwei weitere Athletinnen unter den besten 10 behaupten. Nicht weit entfernt hiervon blieb auch Jacqueline Seifriedsberger, die mit 83 Metern Rang 13 erreichte. Lisa Eder belegte einen ordentlichen 18. Platz, wohingegen sich Chiara Kreuzer (22. Platz) noch steigern muss.

Russische Überraschung in den Top-10: Norwegerinnen schwächeln

Die Gastgeber-Nation dürfte zweigeteilt auf die Qualifikation zurückschauen. Überraschend stark präsentierte sich die erst 19-jährige Irma Makhinia, die mit 86,5 Meter Rang neun erreichte. Die eigentlich am stärksten eingeschätzte Russin, Irina Avvakumova, kam hingegen wie bereits im Training nicht so richtig in die Gänge und belegte nur den 28. Rang.

Ansonsten hatte die Qualifikation nur wenige Überraschungen zu bieten. Erwähnenswert ist jedoch der 14. Platz der Kanadierin Abigail Strate. Zudem werden wir morgen auch mal wieder eine Schwedin in einem Wettkampf erleben, zumal sich Frida Westman als 31. locker qualifizierte.

Ein paar Probleme offenbarten hingegen die skandinavischen Nachbarn aus Norwegen. In Abwesenheit der pausierenden Maren Lundby gelang keiner Springerin ein wirklich vielversprechender Versuch. Bjoerseth, Opseth und Stroem erreichten lediglich die Plätze 16, 19 und 23. Allerdings besteht ja schon morgen die Möglichkeit, die Eindrücke von heute ein wenig nach oben zu korrigieren, wenn das erste Einzelspringen ansteht.


Weltcup Weltcup Damen

Eine Woche nach den Herren sind auch die besten Skispringerinnen der Welt im russischen Nizhny-Tagil am Start. Am Donnerstagnachmittag standen die ersten beiden Trainingsdurchgänge von der Normalschanze an, ehe es im Rahmen der Qualifikation um den Sprung unter die besten 40 geht. Den besten Eindruck hinterließ wenig überraschend Marita Kramer (AUT). Bei den DSV-Damen zeigte sich insbesondere Katharina Althaus in einer guten Frühform.

Wer in diesem Jahr ganz oben stehen möchte, muss allem voran an Marita Kramer vorbei. Die derzeit wohl stärkste Springerin der Welt untermauerte ihre Favoritenrolle mit zwei ersten Plätze im Training. Die Österreicherin erzielte Weiten von 92,5 und 93 Metern und verwies ihre Konkurrenz auf die Plätze. Am ehesten kann der 21-Jährigen vermutlich die Gesamtweltcup-Gewinnerin des Vorjahres, Nika Kriznar (SLO), Paroli bieten. Mit 91,5 Meter blieb sie im ersten Sprung nur 0,8 Punkte hinter Kramer. 89 Meter im zweiten Durchgang bedeuteten erneut Rang zwei, allerdings betrug der Rückstand hier schon 8,3 Punkte.

Sara Takanashi präsentierte sich etwas wechselhaft und ließ nach 89 Metern und Rang drei nur 82 Meter und Rang elf folgen.
Sommer-Königin Ursa Bogataj konnte nicht ganz vorne mitspielen, blieb mit den Plätzen neun und fünf jedoch im erweiterten Bereich der besten. Weltmeisterin Ema Klinec machte es ein wenig besser und kam auf den Plätzen vier und sieben ein.

Althaus zweimal in den Top-5

Die deutschen Springerinnen kamen ordentlich in den Weltcup-Winter. Katharina Althaus deutete im ersten Sprung an, dass sie Kontakt zur Weltspitze hat und belegte mit 85 Metern den fünften Platz. Nach eher dürftigen Leistungen im Sommer-Grand-Prix meldete sich auch Anna Rupprecht zurück. Die Mixed-Weltmeisterin erreichte mit 80 Metern einen guten zwölften Rang. Selina Freitag präsentierte sich als 22. hingegen zunächst etwas hinter der Sommer-Performance. Ebenfalls noch Luft nach oben offenbarten Juliane Seyfarth, Pauline Hessler und Luisa Görlich, die auf den Positionen 25, 30 und 31 einkamen.

Im zweiten Trainingsdurchgang lieferten die DSV-Adlerinnen einen noch etwas besseren Gesamteindruck. Vorzeige-Springerin Katharina Althaus zeigte sich mit 88 Metern und Rang vier erneut auf Schlagdistanz. Juliane Seyfarth zeigte sich im Vergleich zum ersten Sprung mit 80 Metern und Platz 13 ebenfalls viel besser im Schwung. Selina Freitag (81 Meter), Pauline Hessler (79,5 Meter), Anna Rupprecht (78,5 Meter) und Luisa Görlich (77 Meter) belegten die Ränge 17, 20, 21 und 25. Insbesondere mit der mannschaftlichen Geschlossenheit kann der neue Bundestrainer (Maximilian Mechler) also durchaus zufrieden sein. Keine deutsche Athletin sollte mit der Qualifikation für den ersten Wettbewerb Probleme haben.

ÖSV-Damen mit gutem Start

Neben der überragenden Marita Kramer zeigten sich auch andere Österreicherinnen gut in Form. Daniela Iraschko-Stolz war mit Sprüngen auf 83,5 und 89 Meter (Rang drei und sieben) bei der Musi dabei. Eva Pinkelig steigerte sich im zweiten Sprung von Rang 14 auf fünf. Ein ganz starkes Comeback legte auch Jacqueline Seifriedsberger hin, die sich nach 18 Monaten Wettkampfpause zweimal unter den Top-10 (8. und 10.) platzieren konnte. Chiara Hölzl knüpfte hingegen an ihre mäßige letzte Saison an und kam nur auf den Plätzen 14 und 19 ein.

Ergebnis Training

Startliste Qualifikation

Weltcup Weltcup Herren

Karl Geiger hat einen Traumstart in die neue Saison erwischt. Der Oberstdorfer legte zwei blitzsaubere Flüge hin und verdrängte Ryoyu Kobayashi und Halvor-Egner Granerud auf die Ränge zwei und drei. Markus Eisenbichler zeigte ebenfalls zwei stabile Sprünge und landete auf einen sehr zufriedenstellenden sechsten Platz.

Mit etwas Glück und viel mehr Können hat Karl Geiger das erste Saisonspringen in Nizhny-Tagil gewonnen. Der amtierende Skiflug-Weltmeister nutzte den ihm heute wohlgesonnenen Wind mit Sprüngen auf 134,5 und 133 Meter.
„Ich hätte nicht auf mich gewettet. Ich habe aber schon gewusst, das ich gut gesprungen bin den letzten Wochen. Aber man weiß ja nie, was das wert ist. Das hat jetzt aber richtig Spaß gemacht. Beide Sprünge bin ich richtig gut ins Gleiten gekommen. Mega“, freute sich ein glücklicher Karl Geiger im Interview mit der ARD.
„Es war ein richtig guter Wettkampf und ich habe zwei sehr gute Sprünge gemacht und dabei auch das nötige Glück gehabt. Ich freue mich sehr, dass ich den Einstand so genial absolvieren konnte“, erklärte er auch gegenüber skispringen-news.de. Morgen möchte der Allgäuer „genau da weiter machen“ und erneut „alles geben“.

Mit einer Gesampt-Punktzahl von 252,4 Punkten setzte sich der DSV-Adler souverän vor Ryoyu Kobayashi (243,7 P) und Halvor-Egner Granerud (239,7P) durch. Der Norweger hatte nach dem ersten Sprung noch die Führung inne, konnte diesen jedoch im Finale mit 125 Meter nicht mehr bestätigen. Für die Überraschung des Tages sorgte der Japaner Naoki Nakamura, der mit Sprüngen auf 130 und 128,5 Meter den vierten Platz belegte. Die spektakulärste Aufholjagd des Wettbewerbes glückte dem Qualifikations-Sieger Kamil Stoch (POL), der von Rang 20 noch auf Rang fünf nach vorne flog.


DSV-Adler mit geglückten Saisonstart: Pech für Wellinger

Neben dem überragenden Karl Geiger legte auch die zweite deutsche Trumpfkarte, Markus Eisenbichler einen glänzenden Wettkampf ab. Der Siegsdorfer hatte zweimal keine tollen Windbedingungen, konnte seine Sprünge aber dennoch auf 122,5 und 119,5 Meter ziehen. Damit präsentierte sich Eisenbichler wesentlich stärker, als in weiten Teilen des Sommers.
„Es war heute zweimal echt ok. Es waren zwei gute Sprünge vom Tisch und ich bin echt zufrieden mit dem sechsten Platz. Ich wollte eigentlich nur Punkte machen, aber so bin ich echt zufrieden. Jetzt heißt es ganz entspannt weiterzuarbeiten und ich freue mich natürlich für den Karl, dass er gewonnen hat, erklärte er gegenüber skispringen-news.de. „Ich muss wieder mit Rhythmus springen und die Ski zamheben, so wie immer“, so sein Vorhaben für den morgigen Tag.

Sehr erfreulich war auch heute wieder die Performance von Stephan Leyhe, der im zweiten Durchgang zwar ein paar Plätze verlor, nach seinen 124,5 und 113 Meter aber immerhin einen achtbaren 14. Rang erzielen konnte. „Ich bin auf jeden Fall zufrieden. Die ersten Winter-Wettkampfsprünge haben gut gepasst. Der erste war gut und solide, der zweite dann etwas spät an der Kante. 14. im Endergebnis ist ein guter Auftakt. Ich freue mich jetzt auf morgen. Das wird dann schon“, zeigte sich Leyhe im Gespräch mit skispringen-news.de nach dem Wettkampf zufrieden.

Constantin Schmid und Pius Paschke hatten nicht das ganz große Glück mit dem Wind, konnten jedoch mit den Rängen 22 und 26 immerhin Punkte erzielen.

Weiterhin Probleme offenbarte Andreas Wellinger, der nach seiner schwachen Qualifikations-Leistung vom Vortag zwar zulegen konnte, mit 114 Metern die Punkteränge als 31. knapp verfehlte. „Das war definitiv der beste Sprung hier“, zeigte er sich im ARD-Interview nicht unzufrieden. Morgen soll es dann erstmals seit dem März 2019 wieder für Weltcup-Punkte reichen.


ÖSV-Springer im Pech: Huber und Hörl vom Rückenwind verblasen

Trotz des überraschenden Scheiterns von Stefan Kraft in der Qualifikation, schienen die ÖSV-Adler noch ein paar andere Trumpfkarten im Rennen zu haben. Daniel Huber und Jan Hörl bestätigten dies auch mit Sprüngen auf 133 und 129,5 Meter, was zur Halbzeit die Ränge fünf und sieben bedeutete. Allerdings erwischten die Hoffnungsträger aus der Alpenrepublik als einzige Final-Starter leichten Rückenwind und fielen auf die Plätze 17 und 23 zurück. Bester Österreicher war daher Routinier Manuel Fettner, der bei guten Bedingungen 129 und 120 Meter erreichte und den zwölften Platz belegte. Markus Schiffner konnte als 21. Punkten wohingegen Daniel Aschenwald und Daniel Tschofenig das Finale verpassten.


Japaner geschlossen stark

Team Japan konnte nicht nur in der Spitze durch Ryoyu Kobayashi glänzen, sondern auch fünf Springer unter die Top-15 bringen. Yukiya Sato erreichte bei schwierigen Bedingungen den zehnten Platz vor seinem Teamkollegen Junshiro Kobayashi. Routinier Daiki Ito belegte den 15. Platz.

Drei Schweizer im Finale

Nicht nur Stephan Leyhe konnte nach seiner Kreuzbandverletzung ein gelungenes Comeback feiern, sondern auch der Schweizer Kilian Peier. Der WM-Bronze-Gewinner aus dem Jahr 2019 erreichte nach Sprüngen auf 121 und 115 Meter für den 16. Platz. Dominik Peter (27.) und Simon Ammann (28.) erreichten ebenfalls die Punkteränge.

Morgen geht es mit einem weiteren Einzelspringen weiter. Zuvor gilt es jedoch einen Qualifikations-Durchgang zu bestreiten, bei dem auch Stefan Kraft, Timi Zajc und Domen Prevc wieder mitmischen dürfen.


Offizielles Resultat

Weltcup-Gesamtstand Herren

Nationenwertung

Weltcup

Der Startschuss für die Olympia-Saison ist im russischen Nizhny-Tagil gefallen. Die ersten beiden Trainingsdurchgänge sind bereits absolviert und die ersten Eindrücke gesammelt. Im ersten Training dominierten die Norweger mit Marinus Lindvik, Halvor Egner Granerud und Daniel-Andre Tande an der Spitze. Im zweiten Durchgang setzte sich Stefan Kraft vor Cene Prevc und Naoki Nakamura durch.

Auf die 72 Starter warteten schon im Training komplizierte Bedingungen. Immer wieder wechselten ruhige Bedingungen mit starkem Aufwind, weshalb die Jury gezwungen war, defensiv zu agieren. Im ersten Training hinterließen die Norweger den besten Eindruck. Bei guten Aufwindbedingungen landete Marius Lindvik mit 132 Metern den besten Sprung. In seinem Schlepptau platzierten sich seine Teamkollegen Halvor Egner Granerud und Daniel-Andre Tande. Insbesondere den Satz von Tande kann man nicht hoch genug einschätzen, nachdem, was ihm in Planica widerfahren wahr. Auf den Rängen vier und fünf landeten Kamil Stoch und überraschenderweise auch Timi Zajc, der zuletzt doch stark hinter den Erwartungen zurückblieb.

Im zweiten Training hatten fast alle Top-Springer mit schlechten Bedingungen zu kämpfen. Weder den Norwegern, noch Ryoyu Kobayashi oder das polnische Top-Trio konnte vorne reinspringen. Stefan Kraft konnte hingegen die tollen Aufwindbedingungen nutzen und sich mit 132,5 Meter auf Rang eins setzen. Die Ränge zwei und drei durch Cene Prevc und Naoki Nakamura sind definitiv überraschend, aber nicht überzubewerten.

DSV-Adler mit Startschwierigkeiten

Das DSV-Team hatte im ersten Trainingsdurchgang noch mit Starschwierigkeiten zu kämpfen. Insbesondere Stephan Leyhe feierte mit 78 Meter bei ungünstigen Bedingungen ein unglückliches Comeback. Nur geringfügig besser lief es wenig später für Andreas Wellinger, der mit 96,5 Meter auf dem 45. Platz landete. Bester DSV-Adler war wie erwartet Karl Geiger, der mit 118,5 Meter immerhin Rang zehn belegte. Constantin Schmid (110 Meter), Pius Paschke (108,5 Meter) und Markus Eisenbichler belegten die Plätze 22, 27 und 29.

Im zweiten Training gelang ebenfalls kein DSV-Adler der Sprung ganz nach vorne. Markus Eisenbichler erreichte mit 111,5 Metern den 18. Platz. Andreas Wellinger steigerte sich ebenfalls und belegte bei ungünstigen Verhältnissen immerhin den 22. Rang. Stefan Leyhe verbesserte sich nach dem missglückten Start auf den 33. Platz. Weniger gut lief es für Karl Geiger (32.), Constantin Schmid (38.) und Pius Paschke (56.).

Österreicher im zweiten Training stark

Das österreichische Team steigerte sich im zweiten Training geschlossen und kann sich über einen gelungenen Auftakt freuen. Stefan Kraft belegte Rang 20 im ersten Training, ehe er das zweite gewann. Daniel Huber steigerte sich von Rang 21 auf 5, Schiffner von 33 auf Rang 7 und der erst 19-Jährige Tschofenig sogar von 24 auf 4. Sehr konstant war auch Jan Hörl unterwegs, der die Plätze 7 und 10 belegte. Philipp Aschenwald und Manuel Fettner müssen hingegen noch wenig zulegen. Dies können sie aber vielleicht ja schon in der Qualifikation, die gleich im Anschluss stattfindet.

Ergebnis Training