Olympische Spiele

Olympische Spiele ÖSV

Die Coronafälle bei den österreichischen Frauen reißen nicht ab. Nachdem bereits zwei Springerinnen positiv getestet wurden, wurde nun auch bei einer Betreuerin vor dem Abflug nach China das Corona Virus nachgewiesen. Da Damen-Cheftrainer Harald Rodlauer zu allen drei Kontakt hatte, wird er nicht nach China reisen.

Eigentlich sollte Harald Rodlauer heute nach Peking zu den Olympischen Spielen reisen, doch der Flieger Richtung Peking hob ohne ihn ab. Der Grund dafür ist sein Kontakt zu den beiden positiv getesteten Springerinnen Sara Marita Kramer und Jacquelin Seifriedsbeger, sowie zu einer infizierten Betreuerin. Da man kein Risiko eingehen wolle, so Mario Stecher, sportlicher Leiter für das Skispringen beim ÖSV, wird der Cheftrainer nicht zu Olympia reisen. Da die Olympischen Spiele für die Damen bereits am Montag nach dem Mixed-Wettbewerb wieder vorbei sind, wird Rodlauer auch nicht zu einem späteren Zeitpunkt noch nachreisen. Co-Trainer Thomas Diethart wird während der Olympischen Spiele die Aufgaben des Cheftrainers übernehmen.

Quelle: kurier.at

Norwegischer Skiverband Olympische Spiele

Nachdem sowohl Daniel-André Tande als auch Johann André Forfang nach dem Weltcup-Wochenende in Zakopane einen positiven Coronatest erhielten, mussten sie lange um einen möglichen Start in Peking bangen. Zumindest eine Teilnahme auf der Normalschanze ist nun ausgeschlossen. Die stellte Bundestrainer Alexander Stöckl der Agentur NTB mit. Hoffnung besteht aber für einen Start auf der Großschanze.

Am 18. Januar erhielten zunächst Daniel-André Tande und Teamkollege Fredrik Villumstad einen positiven Coronatest. Einen Tag später folgte auch Johann André Forfang mit einem positiven Testergebnis. Nachdem die erhofften negativen Testergebnisse und die entsprechenden CT-Werte bei Forfang und Tande lange Zeit ausblieben, musste die norwegische Olympiamannschaft nun vorerst mit Halvor Egner Granerud, Marius Lindvik und Robert Johansson nach Peking reisen.

Forfang wurde eine Woche lang jeden Tag getestet und erhielt bereits kurz nach dem positiven Testergebnis ein negatives Ergebnis. Allerdings sind drei weitere negative Tests und ein CT-Wert von 35 für die Einreise nach China notwendig. „Mein Wert lag mal bei 29, doch dann ging er wieder auf 22 runter. Es variiert von Tag zu Tag“, so Forfang. Wie der 26-Jährige am Dienstag über seine Social Media Kanäle mitteilte, habe er nun endlich wieder einen negativen Test erhalten. Nun bedarf es drei weitere negative Tests innerhalb der kommenden vier Tage.

Zeit rennt für Daniel-André Tande

Immer enger wird es hingegen für Teamkollege Daniel-André Tande, dessen letzter Coronatest erneut positiv ausfiel. Bis zum kommenden Montag stehen für die Herren vorerst der Einzelwettbewerb von der Normalschanze (Sonntag) sowie der Mixed-Teamwettbwerb (Montag) auf dem Programm. Für den Skiflug-Weltmeister von 2018 könnte eine Einreise nach China jedoch auch für die Wettbewerbe von der Großschanze problematisch werden, sollte er nicht innerhalb weniger Tage den ersten negativen Test vorlegen können. „Ich verstehe, warum sie es so eingerichtet haben und warum es so ist, wie es ist. Aber sie wissen, dass viele monatelang positiv getestet werden können, nachdem sie an Covid erkrankt sind“, so ein frustrierter Tande gegenüber NRK.

Quelle: NTB, NRK

Olympische Spiele

Die 24. Olympischen Winterspiele werden im Februar 2022 von der chinesischen Hauptstadt Peking ausgetragen. Peking ist damit die erste Stadt, die Ausrichtungsort für Olympische Sommer- und Winterspiele ist. Von 04. – 20. Februar finden insgesamt 109 Wettbewerbe in 7 Sportarten bzw. 15 Disziplinen, mehr als je zuvor, statt. Teilnehmen sollen mehr als 800 Athleten und Athletinnen, darunter 148 Deutsche. Die Wettbewerbe im Skispringen werden im neu gebauten und futuristischen Skisprungstadion (Snow Ruyi National Ski Jumping Center) im Gebiet Zhangjiakou, in dem sich auch das Olympische Dorf befindet, ausgetragen. Das Design der Skisprungschanzen soll einem traditionellen Ruyi-Zepter (chinesischer Talisman) ähneln und erhielt daher den Spitznamen „Snow Ruyi“. Zhangjiakou ist ein beliebtes chinesisches Skigebiet und befindet sich etwa 180 km nordwestlich von Peking.

Das Snow Ruyi National Ski Jumping Center im Überblick:

NormalschanzeGroßschanze
Hillsize:106 m140 m
K-Punkt:95 m125 m
Schanzenrekord:141 m (David Siegel; 05.12.21)
Baujahr:20202020
Zuschauerkapazität:10.00010.000

Programm:

Donnerstag, 03.02.:
10:30 – Offizielles Training Damen – NS
13:00 – Offizielles Training Herren – NS

Freitag, 04.02.:
04:00 – Offizielles Training Damen – NS
07:00 – Offizielles Training Herren – NS

Samstag, 05.02.:
06:15 – Probe Qualifikation Herren – NS
07:20 – Qualifikation Herren – NS (ARD/Eurosport)

10:45 – Probe Damen – NS
11:45 – 1. Durchgang Damen – NS (ARD/Eurosport)
12:35 – Finale Damen – NS (ARD/Eurosport)

Sonntag, 06.02.:
08:00 – Offizielles Training Damen – NS

11:00 – Probe Herren – NS
12:00 – 1. Durchgang Herren – NS (ARD/Eurosport)
13:00 – Finale Herren – NS (ARD/Eurosport)

Montag, 07.02.:
11:30 – Probe Mixed-Team – NS
12:45 – 1. Durchgang Mixed-Team – NS (ZDF/Eurosport)
13:51 – Finale Mixed-Team – NS (ZDF/Eurosport)

Mittwoch, 09.02.:
11:00 – Offizielles Training Herren – GS

Donnerstag, 10.02.:
11:00 – Offizielles Training Herren – GS

Freitag, 11.02.:
10:45 – Probe Qualifikation Herren – GS
12:00 – Qualifikation Herren – GS (ARD/Eurosport)

Samstag, 12.02.:
11:00 – Probe Herren – GS
12:00 – 1. Durchgang Herren – GS (ZDF/Eurosport)
13:00 – Finale Herren – GS (ZDF/Eurosport)

Sonntag, 13.02.:

12:00 – Offizielles Training Herren – GS

Montag, 14.02.:
11:00 – Probe Team Herren – GS
12:00 – 1. Durchgang Team Herren – GS (ARD/Eurosport)
13:06 – Finale Team Herren – GS (ARD/Eurosport)

*NS = Normalschanze
*GS = Großschanze

Alle Zeiten MEZ (Ortszeit Peking, + 7 Stunden).


Olympische Spiele ÖSV

Nach dem Olympia-Aus der Favoritin und Gesamtweltcup-Führenden Sara Marita Kramer gibt es den nächsten Corona-Fall im österreichischen Damenteam: Auch Jacqueline Seifriedsberger wurde positiv getestet. Damit fällt eine weitere starke ÖSV-Athletin und Anwärterin auf eine mögliche Medaille weg.

Wie die Kronen Zeitung berichtet wurde Jacqueline Seifriedsberger direkt vor Abflug am Flughafen Zürich mittels Antigentest positiv auf das Coronavirus getestet. Nach Peking gereist sind demnach nun lediglich Daniela Iraschko-Stolz, Eva Pinkelnig sowie Ersatzfrau für Sara Marita Kramer, Lisa Eder.

Nachnominiert wurde anstelle von Seifriedsberger nun Sophie Sorschag. Das beschloss das Österreichische Olympische Komitee (ÖOC) in Abstimmung mit dem Österreichischen Skiverband (ÖSV). Der endgültige Wechsel muss noch durch das Internationale Olympische Komitee (IOC) bestätigt werden.

„Natürlich bricht auch für Jacqueline – wie schon für Sara Marita – eine Welt zusammen. Du bist bereit zum Abflug, fühlst dich gesund, aber du darfst nicht abfliegen. Das wünscht man niemandem. Jacqueline gehörte zum erweiterten Kreis der Medaillenanwärterinnen, war heuer schon zweimal unter den Top-10 zu finden. Sie schien rechtzeitig für Olympia in Form zu kommen“, so Sportdirektor Mario Stecher im ÖSV.

Quelle: Kronen Zeitung

Olympische Spiele ÖSV

Gesamtweltcup-Führende Sara Marita Kramer wird nicht nach Peking reisen. Grund dafür ist ein erneuter positiver Coronatest, teilte der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Dienstag mit.

Bereits am Samstag wurde die 20-Jährige beim Weltcup in Willingen positiv auf Covid-19 getestet. Ein weiterer PCR-Test in Salzburg ergab selbiges Ergebnis: Sara Marita Kramer ist weiterhin positiv und kann damit nicht zu den Olympischen Winterspielen nach Peking reisen. „Diese Entscheidung ist alles andere als leicht. Sara tut mir persönlich sehr leid. Aber ihr Ct-Wert ist leider aktuell so gering, dass eine planmäßige Einreise nach China (mit einem geforderten CT-Wert über 35) unmöglich erscheint. Wir müssen sie deshalb schweren Herzens von der Olympia-Nennliste streichen“, erklärte Mario Stecher, sportlicher Leiter für Skispringen und Nordische Kombination beim Österreichischen Skiverband.

Lisa Eder soll für Kramer nach Peking

Anstelle von Sara Marita Kramer wird das Österreichische Olympische Comité (ÖOC) – in Abstimmung mit dem ÖSV – Lisa Eder nachnominieren. Für den Wechsel bedarf es noch einer Genehmigung durch das Internationale Olympische Komitee (IOC), heißt es vom Skiverband.

Quelle: ÖSV

Finnischer Skiverband Olympische Spiele

Das Team Finnland verzeichnet bei den Herren zwei positive Testungen. So muss Niko Kytösaho um seinen Start in Peking zittern. Auch Eetu Nousiainen hat es erwischt.

Corona macht auch vor der finnischen Mannschaft nicht halt. Bereits am Montag vermeldete Niko Kytösaho (aktuell in unserem Podcast bei LHW to go zu hören) seinen positiven Befund auf Instagram: „Letzte Woche wurde ich positiv auf Covid getestet, was meine Olympia-Reise anspruchsvoll macht. Ich hoffe, bald ein negatives Ergebnis zu bekommen, um nach China reisen zu können.“ Der 22-Jährige habe aber keine Symptome und fühle sich nach eigenen Angaben gut. Ob es Kytösaho rechtzeitig zum ersten Wettkampf (05./06. Februar) auf der Normalschanze schafft, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch fraglich.

Eetu Nousiainen bereits aus der Quarantäne

Auch Team-Kollege Eetu Nousiainen wurde in der vergangenen Woche positiv auf Covid-19 getestet und befand sich entsprechend in Quarantäne. Beim 24-Jährigen war die Erkrankung nicht symptomfrei. „Sieben Tage auf einer Couch liegen, nimmt einem viel Ausdauer weg. Langsam komme ich zurück, muss nur geduldig sein und nicht zu früh anfangen“, schrieb Nousiainen am Montag auf Instagram. Mittlerweile darf der finnische Springer aus der Quarantäne und hat auch erste Spaziergänge absolviert. Nousiainen kommt als Ersatz-Mann für die Winterspiele in Peking in diesem Zustand aber nicht in Frage. Der finnische Springer fokussiert sich auf seine Regeneration nach der Coronainfektion.

Quelle: Yle.fi

Olympische Spiele Slowenischer Skiverband

Der slowenische Skiverband hat am Montag sein Damen- wie auch Herren-Team für die olympischen Winterspiele in Peking verkündet. Fünf Skispringer und vier Skispringerinnen vertreten das kleine Land von der Balkanhalbinsel.

Bei den Herren fahren erwartungsgemäß die besten fünf Adler im Weltcup nach China. Dies sind Anze Lanisek, Cene Prevc, Timi Zajc, Lovro Kos und Peter Prevc. Das slowenische Männer-Team gehört in allen Skisprung-Entscheidungen zu den Mitfavoriten. Im Team präsentierten sich die Slowenen zuletzt besonders stark. So gab es in Zakopane (POL), Mitte Januar, in der Besetzung Lovro Kos, Peter Prevc, Timi Zajc und Anze Lanisek den Tagessieg.

Viel Weltcup-Erfahrung bei den Damen

Mit Ursa Bogataj, Ema Klinec, Nika Kriznar und Spela Rogelj gehen die vier stärksten Springerinnen der aktuellen Weltcup-Saison an den Start. Sie alle bringen reichlich Erfahrung mit. Einen Team-Wettkampf wie bei den Herren wird es für die Damen in Peking nicht geben. Erstmals steht aber ein Mixed-Wettbewerb auf dem Plan, in dem auch zwei Springerinnen gefordert sein werden.

Im Skispringen finden drei Einzelwettkämpfe (samt Qualifikation), ein Team-Wettkampf sowie ein Mixed-Wettbewerb im Zeitraum vom 05. Februar bis 14. Februar statt.

Olympische Spiele ÖSV

Das österreichische olympische Komitee hat am heutigen Montag das Aufgebot für die olympischen Winterspiele in Peking (CHN) bekanntgegeben. Insgesamt werden 104 Athleten und Athletinnen nach China reisen. 42 Sportlerinnen und 62 Sportler werden die Alpenrepublik bei den Spielen vertreten. Darunter werden neun Skispringer und Skispringerinnen sein.

Bei den Damen werden vier Athletinnen für den österreichischen Skiverband starten. Darunter die Überfliegerin der diesjährigen Saison – Marita Kramer. Mit fünf Saisonsiegen zählt die 20-jährige Österreicherin sicherlich zu den Top-Anwärterinnen auf Gold in Peking. Für Kramer werden es die ersten Olympischen Spiele sein. Die erfahrenste im österreichischen Skisprung-Team Daniela Iraschko-Stolz geht ebenfalls auf Medaillenjagd in China. Die 38-jährige, die bereits 136 Weltcup-Starts vorweisen kann und davon unglaubliche 134 mal Weltcup-Punkte sammelte, konnte sich bis auf einmal in jedem Wettkampf dieses Winters unter den Top 10 platzieren und wird aufgrund ihre großen Wettkampf-Erfahrung eine große Stütze des ansonsten jungen Team sein. Für sie sind es die dritten Olympischen-Spiele.

Eva Pinkelnig zählt ebenfalls zu den erfahrenen Athletinnen im österreichischen Skisprung-Team. Für die 33-jährige vom WSV Tschagguns sind es allerdings – trotz ihrer großen Erfahrung – die ersten Olympischen Spiele, an denen sie teilnehmen wird. Komplettiert wird das österreichische Aufgebot bei den Damen von Jacqueline Seifriedsberger. Die 31-jährige profitiert ebenso wie Iraschko-Stolz und Pinkelnig von ihrer langjährigen Erfahrung im Skisprung-Weltcup. Auch wenn ihre Leistungen in dieser Saison durchaus wechselhaft waren, führt im Olympia-Team kein Weg an der Weltcup-Siegerin vorbei. Für Seifriedberger werden es nach 2018 in Südkorea die zweiten Olympischen Spiele sein.

Kraft bei den Herren gesetzt

Bei den Skisprung-Herren gestaltete sich die Aufstellung des Teams nicht ganz einfach. Viele verschiedene Athleten zeigten im Weltcup überzeugende Leistungen, bereits drei Athleten konnten in dieser Saison einen Weltcup-Sieg erringen. So wird die Olympia-Mannschaft der Skisprung-Herren angeführt vom Weltmeister Stefan Kraft. Der 28-jährige gewann im frühen Verlauf der Saison in Klingenthal (GER) seinen ersten und bisher einzigen Weltcup in diesem Winter und ist trotz einer aktuellen Formkrise jederzeit für eine Top-Leistung gut. Das weiß auch Cheftrainer Andreas Widhölzl und erklärte gegenüber österreichischen Medien „Ich wäre doch ein Depp, wenn ich Kraft zu Hause lassen würde.“.  Für Kraft sind es in China die zweiten Oylmpischen Spiele nach 2018.

Der nächste Weltcup-Sieger, der die Reise nach China antreten wird, ist Jan Hörl. Der 23-jährige konnte im Dezember 2021 im polnischen Wisla seinen ersten Weltcup-Sieg erkämpfen und ist somit Teil der österreichischen Olympia-Mannschaft. Der dritte im Bunde der österreichischen Weltcup-Sieger im Winter 2021 / 2022 ist Daniel Huber. Der 29-jährige feierte beim Dreikönigs-Springen in Bischofshofen im Rahmen der Vierschanzentournee seinen ersten Weltcup-Sieg und ist damit fester Bestandteil des österreichischen Teams. Für Hörl und Huber geht mit ihrer ersten Olympia-Teilnahme ein Traum in Erfüllung.

Fettner zum zweiten Mal dabei

Manuel Fettner ist ebenfalls in Peking dabei. Der Routinier, der im letzten Winter nur sporadisch im Weltcup zum Einsatz kam, erkämpfe sich über den Sommer mit guten Leistungen im Continental Cup einen Startplatz im österreichischen Weltcup-Team und rechtfertige diese Aufstellung mit stabilen Ergebnissen. Zwar erlebte er während der Vierschanzentournee in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen (GER) ein kleines Tief, konnte sich aber mit einem fünften Rang in Bischofshofen (AUT) eindrucksvoll zurückmelden. Trotz seines fortgeschrittenen Alters für einen Leistungssportlers werden es für Fettner erst die zweiten Olympischen Spiele sein, an denen er teilnimmt.

Der fünfte im Team Österreichs ist gleichzeitig auch der Jüngste: Daniel Tschofenig. Der 19-jährige konnte sich ebenfalls über den Continental Cup für die Weltcup-Mannschaft empfehlen. Allerdings fiel ihm zu Beginn der Saison der Einsatz im Weltcup noch sichtlich schwer. Zweimal Platz 40 genügten seinen Ansprüchen nicht. Tschofenig konnte sich allerdings von Wettkampf zu Wettkampf steigern und in Zakopane (POL) mit einem fünften Rang sein bestes Karriere-Resultat feiern und fährt somit verdient zu seinen ersten Olympischen Spielen. Für Tschofenig sind es ebenfalls die ersten Spiele.

Quelle: Österreichischer Skiverband

Olympische Spiele Weltcup

Der DSV hat heute den endgültigen Kader für die Olympischen Spiele 2022 in Peking bekannt gegeben. Vier Frauen und fünf Männer werden Deutschland bei Olympia vertreten.

Karl Geiger, Markus Eisenbichler und Stephan Leyhe wurden bereits vor ein paar Tagen fest nominiert. Für die übrigen zwei Plätze standen Constantin Schmid, Severin Freund, Pius Paschke und Andreas Wellinger zur Auswahl. Am Ende haben sich die Trainer dann für Schmid und Paschke entschieden.
Bei den Frauen wurden bereits am Mittwoch alle Plätze vergeben, da es dieses Wochenende kein Weltcupwochenende gab, wo sich eine Springerin noch hätte positiv hervortun können. In Peking antreten werden Katharina Althaus, Pauline Heßler, Juliane Seyfarth und Selina Freitag.

Geiger und Eisenbichler als feste Säulen im DSV-Team

Karl Geiger zählt seit Jahren zur Weltspitze im Skispringen und ist auch in dieser Saison ganz vorne mit dabei. Nicht zu Unrecht trägt er im Moment das gelbe Trikot des Gesamtweltcupführenden. Beim letzten Großevent der Skispringer, der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf 2021, konnte er in allen Springen eine Medaille einsammeln: Gold im Team und Mixed-Team, Silber von der Normalschanze und Bronze von der Großschanze. Bei der Wahl zum Sportler des Jahres des vergangenen Jahres durfte er sich darüber hinaus über den dritten Platz hinter Alexander Zverev (Tennis) und Florian Wellbrock (Schwimmen) freuen. Und auch bei den Olympischen Spielen konnte er schon glänzen. Vor vier Jahren gewann er Silber im Team mit Richard Freitag, Stephan Leyhe und Andreas Wellinger. Die Chancen für (eine) weitere Medaille in Peking stehen mehr als gut für den Oberstdorfer.
Ähnlich gute Medaillenchancen hat auch sein Freund Markus Eisenbichler. Der 30 Jahre alte Siegsdorfer hat dies Saison vier Podestplätze einsammeln können und liegt auf Rang sechs im Gesamtweltcup. Seit Jahren zählt er zu den festen Größen im Gesamtweltcup und zeigt konsequent gute und stabile Leistungen. In der letzten Saison konnte er lange mit Halvor Egner Granerud um den Gesamtweltcupsieg kämpfen, musste sich aber am Ende mit Rang zwei begnügen. Mit Karl Geiger bildet er im Moment die zwei festen Säulen im deutschen Skispringen.

Leyhe, Schmid und Paschke komplettieren das Team

Stephan Leyhe war der dritter Springer, der schon frühzeitig nominiert wurden. Nach seinem Kreuzbandriss 2020 bei der Raw Air im norwegischen Trodheim ist die Saison 2021/22 die er nach seiner Verletzung springt. Und in der zeigt er sich schon wieder in einer guten Verfassung. Bis auf wenige Ausnahmen erreichte er immer die Top-30 und sammelte Weltcuppunkte. Aktuell belegt er den 17. Platz in der Gesamtweltcupwertung und konnte in Wisla und Zakopane mit dem Team aus Podest springen. Mit seinen konstanten Leistungen wird er vor allem im Teamwettbewerb wichtig für den DSV sein.
Constantin Schmid entwicklet sich seit Jahren im DSV stetig nach vorne. Mit dem Team konnte er schon drei Siege, Silber bei der nordischen Skiflug-Weltmeisterschaft in Planica und weitere Podestplätze im Weltcup einsammeln. Sein persönlich beste Ergebnis war ein dritter Platz beim Skispringen in Rasnov (Rumänien) im Februar 2022. Diese Olympischen Spiele werden die ersten für den 22-Jährigen Skispringer werden.
Pius Paschke komplettiert als fünfter Mann das Team für Peking. Wie bei Schmid werden es seine ersten Spiele werden. Pius Paschke erreichte letztes Jahr den 15. Platz in der Gesamtweltcupwertung und überzeugte den Winter hinweg fast immer mit Platzierungen innerhalb der Top-20. Und auch diesen Winter hat der Kiefersfeldener gut begonnen. Doch im Laufe der Saison ging seine Leistungskurve nach unten. Von den letzte sechs Springen konnte er nur 11 Pünktchen einsammeln. Ob er als fünfter Mann bei seinen ersten Olympischen Spielen überhaupt zum Einsatz kommen wird, bleibt fraglich.

Althaus, Heßler, Seyfarth und Freitag reisen für den DSV nach Peking

Katharina Althaus ist seit Jahren die stärkste Springerin im DSV-Team und liefert Jahr für Jahr Top-Resultate im Weltcup und bei Großevents. Einen ihrer größten Erfolge konnte sie bei den letzten Olympischen Spielen 2018 in Pyeongchang feiern, als sie Silber von der Normalschanze gewinnen konnte. Und auch in dieser Saison ist sie wieder in einer sehr guten Form. Im Dezember konnte sie ein Weltcupspringen im norwegischen Lillehammer gewinnen und darüber hinaus vier weitere Mals aufs Podium springen. Aktuell liegt sie auf dem zweiten Platz im Gesamtweltcup der Damen.
Für Pauline Heßler werden es die ersten olympischen Spiele. Auf Instagram zeigte sich die 23-Jährige glücklich und voller Vorfreude. Sie schrieb zu ihrer Nominierung: „It’s getting real – I’m going to the olympics“ (Es wird real – Ich reise zu dem Olympischen Spielen) und verwendet dazu die passenden Hashtags #childhooddream (Kindheitstraum) #dreamcometrue (Ein Traum wird wahr). Die Saison 2021/22 ist ihrem bisher stärkste im Weltcup. In der Gesamtweltcupwertung ist sie momentan die zweitbeste Deutsche auf dem 17. Platz.
Als dritte Frau reist die viermalige Weltcupsiegerin Juliane Seyfarth zu Olympia. Bereits 2018 war sie bei den Olympischen Spielen dabei. Dort beendete sie das Springen von der Normalschanze auf dem zehnten Platz. Aktuelle ist sie nicht mehr ganz in der Form aus den Jahren 2018 und 2019 und liegt im Gesamtweltcup als auf Rang 22.
Komplettiert wird die Mannschaft der Frauen durch Selina Freitag. Auch für sie sind es die ersten Spiele. Die Schwester von Richard Freitag ist im Moment die schwächste der vier Frauen im Weltcup (momentan 24.), ist aber mit gerade ein Mal 20 Jahren auch die Jüngste im DSV-Team und wird bei den Olympischen Spielen viele Erfahrungen sammeln können, welche ihre weitere Karriere positiv beeinflussen könnten. Auch sie zeigte sich auf Instagram sehr glücklich über ihre Nominierung: „Es steht fest: Ich draf zu meinen ersten Olympischen Spielen. DANKE an meine Familie, Freunde, Trainer, Betreuer, Ausstatter und an alle die mich bis hier her begleitet und unterstützt haben.“

Die Olympischen Winterspiele 2022 finden in der chinesischen Hauptstadt Peking statt. Beginnen werden sie am 4. Februar, enden werden sie 16 Tage später am 20. Februar. Bei den Frauen steht ein Einzelwettbewerb auf dem Programm, bei den Männern jeweils ein Einzelwettkampf von der Normal- und der Großschanze und ein Teamwettbewerb. Zusätzlich gibt es erstmals einen Mixed-Wettbewerb.

Quelle: DSV

Olympische Spiele Weltcup

Beim 42. Forum Nordicum in Bodenmais wurden in dieser Woche mehrere Informationen und Corona-bedingte Vorschriften vom Internationalen Skiverband (FIS) und weiteren Akteuren wie dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) sowie dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) präsentiert. SwissTiming lieferte zudem Einblicke in die Neuerungen hinsichtlich der TV-Daten.

Werfen wir zuerst einen Blick auf die Regeln der FIS hinsichtlich der nach wie vor bestehenden Corona-Pandemie. Sowohl für Athleten, Trainer, Betreuer, die lokalen Organisationskommitees (OK) als auch für uns als Medienvertreter wird der kommende Winter nur wenig anders verlaufen als der Vergangene.

Für jeden einzelnen Weltcup werden erneut PCR-Tests gefordert, deren Kosten von jedem Einzelnen selbst getragen werden müssen (Skiverbände, Journalisten etc.). Im kommenden Winter heißt das konkret, dass bereits geimpfte Personen einmalig einen maximal 72 Stunden alten PCR-Test bei Abholung der entsprechenden Akkreditierung vorlegen müssen. Nicht-geimpfte Personen müssen bei einer Veranstaltungsdauer von mehr als 72 Stunden einen weiteren PCR-Test vor Ort absolvieren. Erleichterungen für einen Bereich wie Presse können ggf. durch das lokale OK festgelegt werden (3G/3G+/…). 

Die verschiedenen „Blasen“, also das Bubble-System (OK, Offizielle, Team, TV, Presse) wird ebenfalls bestehen bleiben, was die Interaktion zwischen den einzelnen Bereichen für alle weiterhin enorm einschränkt. Die Anmeldung für Wettbewerbe und Informationsspeicherung hinsichtlich Testungen, Gesundheitsfragebögen etc. erfolgt weiterhin über den eigens dafür (in 2020) erstellten FIS-Passport.

21 Tage Quarantäne für nicht-Geimpfte in Peking

Für die Olympischen Winterspiele in Chinas Hauptstadt Peking 2022 wird für alle nicht-geimpften Personen nach aktuellem Stand eine 21-tägige Quarantäne verpflichtend sein. Lediglich vollständig geimpfte Personen können diese vermeiden. Weiterhin werden alle teilnehmenden Personen jeden Tag einen PCR-Test durchführen müssen. 

Für einen nicht-geimpften Skispringer würde dies beispielsweise bedeuten, dass die Weltcups in Zakopane, Sapporo und Willingen ausfallen müssten. Um an der Olympiade teilnehmen zu können, müsste man rein rechnerisch bereits nach dem Weltcup-Wochenende in Bischofshofen nach Peking fliegen, um dort drei Wochen in Quarantäne zu gehen. 

Veränderung der Startreihenfolge bei Teamwettbewerben

Wie FIS-Renndirektor Sandro Pertile im Rahmen des Forum Nordicum bekannt gab, wird es auch eine Änderung in den Teamwettbewerben geben. So soll die Startreihenfolge im Finale nun nicht nur in der letzten, sondern in jeder der vier Gruppen umgedreht sein. Sprich, der jeweilige Athlet der führenden Nation geht als Letztes an den Start. Diese Maßnahme solle nach Aussage von Pertile für mehr Dramatik und einen spannenderen Wettbewerbsverlauf sorgen.

Motion Sensor von SwissTiming: Neuerungen der TV-Daten für Zuschauer

Eine Neuerung wird sein, dass dem Fernsehzuschauer zu Hause nun in den eingeblendeten Listen auch die bereits ausgeschiedenen Athleten und Athletinnen angezeigt werden. Bei Änderung des Anlauf-Gates wird zukünftig dargestellt, ob die jeweilige Änderungsanfrage eine Handlung der Jury oder des Trainers ist. Zusätzlich gibt es bei jedem Veranstaltungsort im Vorfeld des Wettbewerbs eine neue Anzeige mit sogenannten „Event Information“, die beispielsweise auch die Vorjahressieger beinhalten.

Wie bereits in der vergangenen Saison getestet, soll der Zuschauer weiterhin die Möglichkeit erhalten, das Jury Radio zu hören – beispielsweise bei Windunterbrechungen oder anderen Verzögerungen. Bestehen und erweitert wird auch die Sensoren-Messung der Athleten, die Live-Daten während eines Sprungs liefert. Für den Fernsehzuschauer bedeutet das, dass sowohl Daten beim Absprung als auch nach 20 Metern sowie bei der Landung zur Verfügung gestellt werden. Beim Absprung werden demnach die Geschwindigkeit sowie der Absprungwinkel eingeblendet. Nach 20 Metern wird erneut die Geschwindigkeit sowie Höhe zum Hang gemessen. Für die Landung wird ebenfalls die Geschwindigkeit sowie die Höhe, aus der der Athlet zur Landung ansetzt, gemessen. 

Neu wird zudem die Vergleichsmöglichkeit zwischen den Athleten sein, bei der all die gesammelten Daten zwischen zwei Athleten gegenübergestellt werden können. Die Präsentation der Top-10-Athleten (im Finaldurchgang) wird außerdem von der FIS vereinheitlicht, sodass diese an jedem Veranstaltungsort gleich ist.