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Corona, Neuerungen & Co.: Überblick Olympia-Winter 2021/22

Foto: FIS Ski Jumping Chaikovsky
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Beim 42. Forum Nordicum in Bodenmais wurden in dieser Woche mehrere Informationen und Corona-bedingte Vorschriften vom Internationalen Skiverband (FIS) und weiteren Akteuren wie dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) sowie dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) präsentiert. SwissTiming lieferte zudem Einblicke in die Neuerungen hinsichtlich der TV-Daten.

Werfen wir zuerst einen Blick auf die Regeln der FIS hinsichtlich der nach wie vor bestehenden Corona-Pandemie. Sowohl für Athleten, Trainer, Betreuer, die lokalen Organisationskommitees (OK) als auch für uns als Medienvertreter wird der kommende Winter nur wenig anders verlaufen als der Vergangene.

Für jeden einzelnen Weltcup werden erneut PCR-Tests gefordert, deren Kosten von jedem Einzelnen selbst getragen werden müssen (Skiverbände, Journalisten etc.). Im kommenden Winter heißt das konkret, dass bereits geimpfte Personen einmalig einen maximal 72 Stunden alten PCR-Test bei Abholung der entsprechenden Akkreditierung vorlegen müssen. Nicht-geimpfte Personen müssen bei einer Veranstaltungsdauer von mehr als 72 Stunden einen weiteren PCR-Test vor Ort absolvieren. Erleichterungen für einen Bereich wie Presse können ggf. durch das lokale OK festgelegt werden (3G/3G+/…). 

Die verschiedenen „Blasen“, also das Bubble-System (OK, Offizielle, Team, TV, Presse) wird ebenfalls bestehen bleiben, was die Interaktion zwischen den einzelnen Bereichen für alle weiterhin enorm einschränkt. Die Anmeldung für Wettbewerbe und Informationsspeicherung hinsichtlich Testungen, Gesundheitsfragebögen etc. erfolgt weiterhin über den eigens dafür (in 2020) erstellten FIS-Passport.

21 Tage Quarantäne für nicht-Geimpfte in Peking

Für die Olympischen Winterspiele in Chinas Hauptstadt Peking 2022 wird für alle nicht-geimpften Personen nach aktuellem Stand eine 21-tägige Quarantäne verpflichtend sein. Lediglich vollständig geimpfte Personen können diese vermeiden. Weiterhin werden alle teilnehmenden Personen jeden Tag einen PCR-Test durchführen müssen. 

Für einen nicht-geimpften Skispringer würde dies beispielsweise bedeuten, dass die Weltcups in Zakopane, Sapporo und Willingen ausfallen müssten. Um an der Olympiade teilnehmen zu können, müsste man rein rechnerisch bereits nach dem Weltcup-Wochenende in Bischofshofen nach Peking fliegen, um dort drei Wochen in Quarantäne zu gehen. 

Veränderung der Startreihenfolge bei Teamwettbewerben

Wie FIS-Renndirektor Sandro Pertile im Rahmen des Forum Nordicum bekannt gab, wird es auch eine Änderung in den Teamwettbewerben geben. So soll die Startreihenfolge im Finale nun nicht nur in der letzten, sondern in jeder der vier Gruppen umgedreht sein. Sprich, der jeweilige Athlet der führenden Nation geht als Letztes an den Start. Diese Maßnahme solle nach Aussage von Pertile für mehr Dramatik und einen spannenderen Wettbewerbsverlauf sorgen.

Motion Sensor von SwissTiming: Neuerungen der TV-Daten für Zuschauer

Eine Neuerung wird sein, dass dem Fernsehzuschauer zu Hause nun in den eingeblendeten Listen auch die bereits ausgeschiedenen Athleten und Athletinnen angezeigt werden. Bei Änderung des Anlauf-Gates wird zukünftig dargestellt, ob die jeweilige Änderungsanfrage eine Handlung der Jury oder des Trainers ist. Zusätzlich gibt es bei jedem Veranstaltungsort im Vorfeld des Wettbewerbs eine neue Anzeige mit sogenannten „Event Information“, die beispielsweise auch die Vorjahressieger beinhalten.

Wie bereits in der vergangenen Saison getestet, soll der Zuschauer weiterhin die Möglichkeit erhalten, das Jury Radio zu hören – beispielsweise bei Windunterbrechungen oder anderen Verzögerungen. Bestehen und erweitert wird auch die Sensoren-Messung der Athleten, die Live-Daten während eines Sprungs liefert. Für den Fernsehzuschauer bedeutet das, dass sowohl Daten beim Absprung als auch nach 20 Metern sowie bei der Landung zur Verfügung gestellt werden. Beim Absprung werden demnach die Geschwindigkeit sowie der Absprungwinkel eingeblendet. Nach 20 Metern wird erneut die Geschwindigkeit sowie Höhe zum Hang gemessen. Für die Landung wird ebenfalls die Geschwindigkeit sowie die Höhe, aus der der Athlet zur Landung ansetzt, gemessen. 

Neu wird zudem die Vergleichsmöglichkeit zwischen den Athleten sein, bei der all die gesammelten Daten zwischen zwei Athleten gegenübergestellt werden können. Die Präsentation der Top-10-Athleten (im Finaldurchgang) wird außerdem von der FIS vereinheitlicht, sodass diese an jedem Veranstaltungsort gleich ist. 

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