Olympische Spiele

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Auch wenn Ryoyu Kobayashi mit 139,5 Metern den weitesten Sprung in der Probe auf der Großschanze macht, so macht das österreichische Team insgesamt den stärksten Eindruck vor dem Teamwettbewerb von der Großschanze.

Mit glatten 90 Punkten liegt der Olympiasieger von der Normalschanze – Ryoyu Kobayashi – im Probedurchgang auf dem ersten Platz. Daniel-André Tande aus Norwegen folgt auf zwei (139 Meter, 89,1 P.) vor Pawel Wasek aus Polen (137 Meter, 82,1 P.).
Stefan Kraft folgt auf dem vierten Rang. Seine drei Mitstreiter Daniel Huber, Jan Hörl und Manuel Fettner belegen die Plätze sechs, sieben und 13 und machen als Team insgesamt den stärksten Eindruck. Neben den Österreichern sind auch die Norweger stark in der Probe. Neben dem zweitplatzierten Tande, schafft es auch Halvor Egner Granerud (5.) in die Top-10. Der Olympiasieger von der Großschanze, Marius Lindvik, folgt als 14. Robert Johansson muss sich etwas weiter hinten, aber immer noch auf einem soliden 19. Platz, einsortieren.

Deutsches Team mit Verbesserungspotential in der Probe

Die vier DSV-Adler haben noch etwas Luft nach oben. Markus Eisenbichler ist auf dem achten Platz der beste des Quartettes. Karl Geiger und Constantin Schmid folgen auf den Rängen elf und 17. Deutlich abgeschlagen ist Stephan Leyhe, der in der Probe nur 29. wird.

Der letzte Olympische Wettbewerb der Skispringer – der Teamwettbewerb von der Großschanze – beginnt um 12 Uhr und wird von der ARD und Eurosport übertragen.

Offizielle Starliste 1. Durchgang

Quelle: FIS

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Beim offiziellen Training von der Großschanze zeigt Stephan Leyhe im teaminternen Vergleich gegenüber Pius Paschke die besseren Sprünge. Zwei von drei Runden gingen an den Hessen. Für Österreich war nur Daniel Tschofenig im Training mit dabei. Cene Prevc entscheidet zwei Trainingseinheiten für sich.

Einen Tag vor der Mannschaftsentscheidung dürfen die Skispringer noch einmal die Großschanze von Zhangjiakou einfliegen. Doch nur 30 Athleten wollten sich noch ein paar Extra-Meilen vor der Entscheidung am Montag abholen. Dabei zeigte der Schweizer Killian Peier zunächst den besten Versuch. 127,5 Meter und 69,2 Punkte bedeuteten den besten Versuch. Auch der Slowene Anze Lanisek (132,5 m; 67,3 P.) und der Schweizer Gregor Deschwanden (135 m; 67 P.) auf den Folgeplätzen zwei und drei präsentierten gute Sprünge. Im Duell um den vierten Startplatz für das Mannschaftsspringen im DSV-Team hatte Stephan Leyhe in diesem Durchgang die Nase vorne. Der 30-jährige vom SC Willingen segelte mit weniger Anlauf 125 Meter (60 P.) – und damit auf Platz acht. Pius Paschke kam auf 121,5 Meter (47,7 P.) und Rang zehn. Der einzige ÖSV-Adler Daniel Tschofenig flog auf 124,5 Meter (62,8 P.) und Platz fünf.

Cene Prevc überzeugt im zweiten Training

Im darauffolgenden Trainingsdurchgang landete der Slowene Cene Prevc den besten Versuch. Auch der 25-Jährige musste ins teaminterne Kräftemessen mit Anze Lanisek und hatte mit 134,5 Metern und 56,1 Punkten die Nase vorne. Norwegens Robert Johansson (128,5 m; 49,4 P.) kam auf den zweiten Rang vor dem drittplatzierten Stephan Leyhe. Der Schwalefelder (Willingen) zeigte 131,5 Meter (48,2 P.) und war damit erneut vor Pius Paschke (132,5 m; 45,9 P.), der sich auf Platz sechs wiederfand. Daniel Tschofenig (128 m; 44,9 P.) belegte für Österreich den siebten Rang.

Prevc erneut vorne – Paschke nun besser als Leyhe

Im dritten Training war erneut Cene Prevc ganz vorne. Der Slowene landete bei 132 Metern (69,4 P.) vor Robert Johansson (135,5 m; 68 P.), der erneut den zweiten Platz belegte. Rang drei ging in diesem Versuch an Johanssons Landsmann Halvor Egner Granerud (129 m; 61,3 P.). Platz vier teilen sich Pius Paschke (129,5 m) und Daniel Tschofenig (128 m) mit jeweils 58,7 Punkten. Stephan Leyhe musste indes federn lassen (119,5 m; 43,9 P.) und beendete das Training auf Rang zehn. Nichtsdestotrotz deutet alles darauf hin, dass Stephan Leyhe – zusammen mit Karl Geiger, Markus Eisenbichler und Constantin Schmid – für Deutschland an den Start gehen wird.

Am Montag werden die letzten Olympia-Medaillen auf der Großschanze im Team-Wettbewerb vergeben. Die Probe beginnt ab 11 Uhr. Der eigentliche Mannschaftswettkampf beginn um 12 Uhr.

Offizielles Resultat

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Der Norweger Marius Lindvik holt sich den Olympiasieg beim Einzelwettbewerb von der Großschanze in Peking. Silber sichert sich der Japaner Ryoyu Kobayashi vor dem Deutschen Karl Geiger, der Bronze holt.

Nach einem bereits spannenden ersten Durchgang versprach der zweite Durchgang ein Finale Furioso zu werden. Am Ende konnte der Norweger Marius Lindvik sich den Olympiasieg auf der Großschanze in Peking sichern. Nach Platz zwei im ersten Durchgang schafft es der Norweger noch, sich mit einem überragenden Sprung auf 140 Meter auf den Gold-Rang nach vorne zu schieben. Nach einem Sprung auf 142 Meter im ersten Durchgang zeigt Ryoyu Kobayashi – der Führende nach dem ersten Durchgang – im zweiten Durchgang einen Sprung auf 138 Meter und sichert sich damit die Silbermedaille. Die Bronzemedaille geht an Karl Geiger aus Deutschland, der sich mit einem weiten Satz auf 139,5 Meter noch von Rang sechs auf Rang drei nach vorne schieben kann.

Auf Rang vier landet Kamil Stoch (Polen). Fünfter wird mit Sprüngen auf 137,5 und 139,5 Metern am Ende Markus Eisenbichler.

Deutsches Team mit großem Schritt nach vorn

Nach enorm schiwerigen Trainingstagen für die deutsche Mannschaft, zeigt das Team sich heute extrem verbessert. Vor allem Karl Geiger, der auf der Normalschanze gar nicht zurecht kam und mit der Schanze haderte, verbesserte sich auf der Großschanze von Sprung zu Sprung. Karl Geiger erklärte beim Interview im ZDF „Es ist ein ganzer Berg von mir abgefallen. Es waren unglaublich harte Tage hier für mich persönlich. Ich hätte nicht mehr geglaubt, dass ich es so hinbekomme. Es ist alles aufgegangen. In der Quali habe ich das erste Mal wieder eine Idee von meinem Sprung bekommen. Im ersten Durchgang hab ich dann einfach mal drauf gehauen. Ich hab gar nicht mehr mit einer Medaille gerechnet. Ich wollte einfach einen guten Wettkampf machen.“

Auch Markus Eisenbichler als Fünfter zeigte einen starken Wettkampf. Der Siegsdorfer erklärte im ZDF „Ich bin zufrieden. Ich habe einen starken Wettkampf gemacht. Natürlich, hätte ich im ersten Durchgang noch ein paar Meter weiter springen können, aber wenn man um Medaillen mit springen will, muss alles zusammenpassen. “ Constantin Schmid wird nach Rang 11 im ersten Durchgang am Ende 14. Pius Paschke fällt im zweiten Durchgang noch um einige Plätze zurück und wird am Ende 28.

Österreich ohne Medaille

Die österreichische Mannschaft kann nach guten Trainingseindrücken nicht in den Kampf um die Medaillen eingreifen. Am Ende wird Manuel Fettner, der auf der Normalschanze noch die Silbermedaille geholt hatte, mit Weiten von 138,5 und 134 Meter als Siebter bester Österreicher. Jan Hörl wird mit Sprüngen auf 136 und 137 Meter Neunter. Stefan Kraft kann sich im Finale noch um sechs Plätze nach vorne arbeiten und wird 13. Daniel Huber wird 20.

Offizielles Resultat

Quelle: FIS

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Nach dem ersten Durchgang beim Einzel-Wettbewerb von der Großschanze bei den Olympischen Spielen in Peking liegt der Japaner Ryoyu Kobayashi in Führung. Auf Rang zwei folgt der Norweger Marius Lindvik auf Rang zwei und dem Slowenen Timi Tajc auf Rang drei.  

Mutig ging die Jury in diesen ersten Durchgang und startete den Wettbewerb aus Luke 20. Im Vergleich zum Probedurchgang bedeutete das noch einmal eine Luke mehr Anfahrt. So waren bereits zum Beginn des Durchgangs weite Flüge möglich. Der Japaner Ryoyu Kobayashi zeigt einen weiten Satz auf 142 Meter und setzt sich damit mit einem Vorsprung von 2,2 Punkten an die Spitze des Feldes. Marius Lindvik folgt mit einem Sprung auf 140,5 Metern auf dem zweiten Rang. Dritter ist momentan der Slowene Timi Zajc mit einer Weite von 138,5 Metern.  

Auf Rang vier liegt der Pole Mail Stoch, der einen Sprung auf 137,5 Meter zeigt. Vorerst auf dem fünften Rang liegt Manuel Fettner (Österreich) mit einer Weite von 138,5 Metern.  

Deutsches Team steigert sich  

Im Vergleich zum Probedurchgang liegt die deutsche Mannschaft nochmal eine Schippe drauf. Karl Geiger findet nach schwierigen Trainingstagen endlich den Zugang zur Schanze und setzt sich mit einem Sprung auf 138 Meter auf Rang sechs. Markus Eisenbichler zeigt einen Satz auf 137,5 Meter und liegt damit auf dem achten Rang. Constantin Schmid springt auf 134 Meter und liegt zwischenzeitlich auf Rang 11. Pius Paschke zespringt auf 131 Meter, was im Zwischenklassement Platz 23 bedeutet.  

Österreich mit Licht und Schatten

Bis auf Manuel Fettner auf Rang fünf und Jan Hörl, der einen Sprung auf 136 Meter in den Schnee setzt und sich auf Rang sieben einrangiert enttäuscht das Team aus Österreich. Stefan Kraft spring auf 131 Meter und ist damit vorerst auf Rang 19 zu finden. Daniel Huber springt auf 133 Meter und liegt damit nach dem ersten Durchgang auf Rang 21 .  

Ausgeschieden nach dem ersten Durchgang sind leider die beiden Norweger Daniel André und Robert Johansson auf den Rängen 31 und 32.  

Weiter geht es in Peking um 13:07Uhr mit dem Kampf um die heiß begehrten Medaillen.  

Resultat erster Durchgang

Quelle: FIS

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Im Probedurchgang zum Einzelwettbewerb auf der Großschanze bei den Olympischen Winterspielen in Peking präsentiert sich der Japaner Ryoyu Kobayashi stark. Dahinter folgen die beiden Slowenen Lovro Kos und Peter Prevc.

Es ist die letzte Möglichkeit sich ein gutes Fluggefühl für den im Anschluss startenden ersten Wertungsdurchgangs zu holen. Mit einem enorm guten Gefühl wird Ryoyu Kobayashi aus Japan in den Wettkampf gehen. Der Vierschanzentourneegewinner setzt mit einem Sprung auf 136,5 Meter die Bestweite in den Schnee von Zhangjiakou. Lovro Kos aus Slowenien liegt mit 135 Metern dahinter. Gefolgt von seinem Teamkollegen Peter Prevc, der 133,5 Meter weit springt.

Auf Rang vier landet mit Markus Eisenbichler der beste Deutsche. Der Siegsdorfer springt auf 133 Meter und macht Hoffnung auf eine deutsche Medaille am heutigen Tag. Auf Rang fünf findet sich mit Timi Zacj ein weiterer Slowene, der 133 Meter weit springt.

Team Deutschland verbessert

Neben Eisenbichler macht Karl Geiger ebenfalls einen Schritt nach vorne. Der Oberstdorfer springt 131 Meter und wird 10. Constantin Schmid springt auf 127,5 Meter, was für Rang 26 reicht. Pius Paschke, der den Vorzug vor Stephan Leyhe erhalten hat springt auf 124,5 Meter was Rang 30 bedeutet.

Manuel Fettner auf Österreich zeigt einen Sprung auf 133 Meter und möchte auch von der Großschanze um die Medaillen mitspringen. Als Sechster ist er bester Österreicher im Probedurchgang. Stefan Kraft wird mit einem Sprung auf 131 Meter Neunter. Jan Hörl springt auf 131 Meter  und wird damit 12. Daniel Huber reiht sich auf Rang 14 ein.

Der Norweger Marius Lindvik, der gestern noch die Qualifikation für sich entscheiden konnte, wird mit einem Satz auf 131 Meter Siebter.

Los geht es gleich um 12Uhr mit dem ersten Durchgang. Live zu sehen im ZDF und auf Eurosport.

Resultat Probedurchgang

Quelle: FIS

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Die Norweger haben bei der Qualifikation vor dem Einzelspringen von der Großschanze eine Ansage gesendet. Insbesondere Marius Lindvik konnte mit einem Sprung auf 135 Meter seine Mitfavoritenrolle untermauern. Sein schärfster Rivale könnte ausgerechnet aus dem eigenen Team kommen.

Bereits auf der Normalschanze konnte sich Marius Lindvik über Rang eins in der Qualifikation freuen. Zwar blieb der Norweger ohne Einzelmedaille, jedoch scheint er sich davon nicht aus dem Konzept gebracht haben lassen. Mit einem Sprung auf 135 Meter und einer Punktzahl von 136,4 Punkten konnte er sich recht deutlch vor Halvor-Egner Granerud behaupten, der 133,5 Meter und 131,6 Punkte erzielte. Seine gute Form untermalte auch Peter Prevc, der mit 131 Meter auf Rang drei einkam. Rang vier ging an den hier sehr stabil springenden Stefan Kraft. Für ein weiteres Highlight sorgte der Russe Danil Sadreev, der mit 136,5 Meter den weitesten Versuch landete, aber dabei auch von guten Bedingungen profitierte.

Eisenbichler kommt in Schwung: Es fehlt nicht mehr viel


Leichte Hoffnungen auf eine deutsche Einzelmedaille macht Markus Eisenbichler. Der Siegsdorfer konnte sich mit 129 Metern und Rang sechs im Vorderfeld behaupten. Dies gelang überraschend auch dem Finnen Anti Aalto, der bei schlechten Verhältnissen 126,5 Meter erzielte und auf Platz sieben einkam. Kamil Stoch, Ryoyu Kobayashi und Cene Prevc komplettieren die Top 10. Insbesondere der Olympiasieger von der Normalschanze offenbarte heute aber doch ein paar Probleme.

Alle DSV-Adler qualifiziert


Aus deutsche Sicht konnte lediglich Markus Eisenbichler wirklich glänzen. Karl Geiger stagniert weiterhin ein wenig und konnte sich mit 126 Metern nur auf Position zwölf einsortieren. Constantin Schmid konnte seinen sehr guten Probesprung nicht ganz bestätigen, muss mit 127 Metern und Rang 19 aber auch nicht frustriert sein. Sein olympisches Wettkampf-Debüt wird morgen auch Pius Paschke geben. Der Routinier qualifizierte sich mit 119 Metern und Rang 30 glanzlos. Im Training konnte sich Paschke nach zum Teil sehr ansprechenden Leistungen intern gegen Stephan Leyhe durchsetzen.

ÖSV-Team solide dabei: Die Hoffnungen Ruhen auf Kraft und Joker Fettner

Aus österreichischer Sicht lief die Qualifikation ähnlich. Neben Stefan Kraft konnten sich mit Manuel Fettner, Daniel Huber und Jan Hörl zwar alle Athleten unter den Top 15 platzieren, verpassten mit den Rängen 11, 14 und 15 aber einen Spitzenplatz. Mit Kraft und vielleicht auch wieder Fettner hat der ÖSV aber durchaus Trümpfe auf der Hand.

Ergebnis

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Stefan Kraft führt das Klassement des Probedurchgangs vor der heutigen Qualifikation an (127,5 Meter, 65,1 P.). Der Norweger Halvor Egner Granerud folgt auf zwei (132 Meter, 64,3 P.). Auf Rang drei folgt Markus Eisenbichler mit einer Weite von 127 Metern und 62,2 Punkten.

Auf dem vierten Rang folgt Manuel Fettner aus Österreich. Robert Johansson liegt auf dem fünften Platz, Constantin Schmid auf dem sechsten. Komplettiert werden die Top-10 des Probedurchgangs durch Lovro Kos (Slowenien), Piotr Zyla (Polen), Marius Linvik (Norwegen) und Evgenii Klimov (Russland).

Neben den zwei Deutschen, die sich in den Top-10 des Durchgangs einreihen konnten, treten in der Qualifikation noch Karl Geiger und Pius Paschke an. Geiger landet auf dem 18. Rang, Paschke etwas weiter hinten auf dem 21. Bei den Österreichern liegt Daniel Huber auf dem 15. Platz und Jan Hörl wird 36.

Die Qualifikation der Herren beginnt um 12 Uhr und wird in der ARD und auf Eurosport übertragen .

Offizielle Ergebnisliste Training
Starliste Qualifikation

Quelle: FIS

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Nach den gestrigen drei Trainingssprüngen standen heute drei weitere auf dem Programm. Das erst Training ging an Stefan Kraft (81,3 P.), die Durchgänge zwei und drei an Marius Lindvik (81,3 und 81,1 P.).

Stefan Kraft tut sich in den beiden Trainingsdurchgängen positiv hervor. Im ersten Trainingsdurchgang liegt er ganz vorne, im zweiten muss er sich nur hinter Marius Lindvik einordnen. Den dritten hat er ausgelassen.
Insgesamt macht das gesamte Team aus Österreich heute einen sehr guten Eindruck. Daniel Huber und Jan Hörl zeigen starke Trainingssprünge und belgen mit den Plätzen sieben und vier im dritten Trainingsdurchgang ihre besten Platzierungen des Tages. Daniel Tschofenig kann nicht ganz mit seinen Teamkollegen mithalten, macht aber auch gute Sprünge. Der Silber-Gewinner von der Normalschanze, Manuel Fettner, hat das Training ausgelassen.

DSV-Adler verbessert

Im Vergleich zum gestrigen Tag kommen die DSV-Adler insgesamt deutlich besser klar, auch wenn sie noch ein paar Probleme mit der Schanze haben. So gelingt Markus Eisenbichler im zweiten Trainingsdurchgang ein Sprung auf 130 Meter und den fünften Platz in der Wertung und im dritten Trainingssprung reiht er sich auf Rang acht ein. Auch bei Karl Geiger ist eine Steigerung zu erkennen. Nach dem 21. Platz im ersten Durchgang, kommt Rang 20 im zweiten und Rang neun im dritten. Pius Paschke und Constantin Schmid sortieren sich in den Trainingsdurchgängen immer zwischen den Plätzen 13 bis 30 ein, wobei Paschke den besseren Eindruck von den beiden macht.
Die meisten Probleme aus dem DSV-Team mit der Schanze hat Stephan Leyhe. Bei ihm reicht es nur für die Ränge 28, 32 und 37.

Das slowenische Team macht über alle Trainingsdurchgänge hinweg einen sehr guten Eindruck. In den ersten beiden Durchgängen schaffen es Peter Prevc, Timi Zajc und Lovro Kos in die Top-10. Auch Anze Laniske macht einen guten Eindruck mit Platz zehn im ersten Durchgang. Und auch die Norweger sind in einer guten Verfassung. Neben Lindvik können z.B. auch Halvor Egner Granerud (vierter im zweiten Trainingsdurchgang) oder Daniel-André Tande (dritter im ersten Trainingsdurchgang) gute Leistungen zeigen.

Offizielle Ergebnisliste Training

Quelle: FIS

Olympische Spiele Weltcup Weltcup Damen Weltcup Herren

An Tag zwei nach der fragwürdigen Entscheidung im Mixed-Wettbewerb von der Normalschanze bei den Olympischen Winterspielen in Peking herrscht in der Skisprung-Familie weiterhin großes Unverständnis über die Vorgänge während der Materialkontrolle. Fünf Athletinnen der Top-Nationen (Japan, Österreich, Deutschland und Norwegen) waren aufgrund nicht regelkonformer Anzüge disqualifiziert worden und hatten damit bei der Medaillenvergabe keine Chance.

Während der Internationale Skiverband (FIS) noch um Konsequenzen ringt, hat Japans Rekord-Weltcup-Siegerin Sara Takanashi bereits eben jene angekündigt. Die 25-jährige, die am Montag ebenfalls disqualifiziert worden war und von Weinkrämpfen geschüttelt ihren zweiten Sprung absolvieren musste, entschuldigte sich auf ihrem Instagram-Account. „Bei Allen, die das japanische Team unterstützt haben, möchte ich mich dafür entschuldigen, dass meine Disqualifikation im Mixed-Wettbewerb der gesamten japanischen Mannschaft die Möglichkeit genommen hat, eine Medaille zu gewinnen.“ Eine Entschuldigung scheint der Japanerin allerdings nicht weit genug zu gehen. Sie kündigte weiterhin hin an: „Auch wenn ich weiß, dass meine Entschuldigung keine Medaille zurückbringen wird, muss ich über meine sportliche Zukunft nachdenken. Ich kann nicht sagen, ob der Skisprung-Sport weiterhin ein Platz für mich sein wird.“

Die Frau, die eine Gallionsfigur ihrer Sportart und vor allem in Japan ein gefeierter Sportstar ist, haben die Geschehnisse im Mixed-Wettkampf also so stark mitgenommen, dass sie sich Gedanken über eine Fortsetzung ihrer Karriere macht.  Da stellt sich die Frage: Kann es wirklich im Sinne des Skisprung-Sports gewesen sein, dass erfolgreiche Sportlerinnen auf der größten Bühne, die ihnen der Sport bietet, so vorgeführt werden? Dass Athleten und Athletinnen die Möglichkeit genommen wird, fair und sportlich zu entscheiden, wer von ihnen Edelmetall mit nach Hause nehmen darf?

Gratzer: „Material-Kontrollen dürfen nicht im Vordergrund stehen“

Wir von skispringen-news sagen: Nein, das hätte so und vor allem zu diesem Zeitpunkt niemals passieren dürfen. Die Material-Kontrolle im Skispringen führt immer wieder zu Diskussionen, vor allem in dieser Saison – in der der Finne Mika Jukkara als neuer Materialkontrolleur die Verantwortung im Herren-Weltcup trägt. Doch statt klare Richtlinien (vor allem im Damen-Bereich) vor Beginn der Spiele festzulegen und deren Einhaltung auch konsequent zu überwachen, werden zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt neue und strengere Messmethoden angewandt. Sepp Gratzer, ehemaliger Material-Kontrolleur bei den Herren, erklärt in einem Interview gegenüber der Tiroler Tageszeitung: „Unsere Prämisse war immer: Die Materialkontrolle darf in einem Wettkampf nie ganz im Vordergrund stehen. Sie ist eine Randerscheinung, die Fairness und Chancengleichheit garantiert. Das ist offensichtlich in diesem Fall nicht gelungen.“

Das Ergebnis dieses „nicht gelungenen Falls“ kennen alle: Vier Top-Nationen wird die Möglichkeit genommen, ihren Kampf um Medaillen auf der Schanze auszutragen. Der als Freuden-Tag geplante Olympia-Montag, der mit der Premiere des ersten Olympischen Mixed-Wettbewerb im Skispringen seinen Höhepunkt erreichen sollte, wird zu einem Trauertag. Katharina Althaus geht sogar noch weiter und sagt, der Internationale Skiverband (FIS) habe „das Damen-Skispringen zerstört.“. Auch der ehemalige deutsche Bundestrainer der Skisprung-Damen erklärte gegenüber dem Fernsehsender Sky: „Es ist einfach skandalös. So dürfen wir unsere Sportart bei einem Großereignis der Weltöffentlichkeit auf keinen Fall präsentieren.“

Konsequenzen gefordert

Ob die FIS letztlich auch personelle Konsequenzen ziehen wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar. Sepp Gratzer, hat dazu allerdings eine klare Meinung: „Ich habe den Eindruck, dass er (Anm.: Mika Jukkara) von heute auf morgen alles verändern und die Kontrolltätigkeit anders anlegen will. Für mich ist er momentan nicht der richtige Mann auf dem Platz, da hat man sich wohl geirrt“, erklärt der 66-jährige Österreicher weiter.

Um den Bogen zurück zur Ankündigung von Sara Takanashi zu schlagen, die sich klar werden muss, wie und ob es mit ihr und dem Skispringen überhaupt weiter gehen kann: Nicht nur das Damen-Skispringen wurde hier zerstört, sondern auch Träume und Hoffnungen. Die Konsequenz, in keiner Ergebnisliste unter den ersten drei aufzutauchen, führt vielleicht in manchen Fällen sogar dazu, dass Sportförderungen nicht verlängert werden oder überhaupt greifen, ja gar ganze Karrieren plötzlich enden. So etwas darf sich keinesfalls wiederholen und gehört klar aufgearbeitet.

Quelle: Tiroler Tageszeitung, Sky, SID

Olympische Spiele

Nach drei Olympia-Entscheidungen von der Normalschanze geht es für die Herren nun auf die Großschanze. Das erste Training am Mittwoch dominieren Halvor Egner Granerud, der Goldmedaillen-Gewinner von der Normalschanze – Ryoyu Kobayashi – und Manuel Fettner aus Österreich. Der erste Eindruck des deutschen Teams fällt ähnlich aus wie von der Normalschanze.

Halvor Egner Granerud und Teamkollege Daniel-André Tande entscheiden den ersten von drei Trainingsdurchgängen vor Piotr Zyla für sich. Im zweiten Trainingsdurchgang setzt sich der Normalschanzen-Olympiasieger Ryoyu Kobayashi an die Spitze des Feldes. Hinter ihm folgen die beiden Norweger Tande und Granerud.

Im dritten Trainingsdurchgang sortiert sich das Feld ein wenig neu. Die Österreicher, die im ersten Sprung noch Probleme hatten, kämpfen sich langsam nach vorne, allen voran der Silbermedaillen-Gewinner von der Normalschanze Manuel Fettner. Mit Platz sechs und eins macht er deutlich, dass er auch für die Großschanze ein Medaillen-Kandidat sein kann. Hinter ihm landen erneut Granerud sowie Cene Prevc, der auf der Normalschanze nur Zuschauer war.

Tande überrascht mit Bestweite im ersten Trainingsdurchgang

Bis zuletzt musste Daniel-André Tande um eine Teilnahme bei den Olympischen Winterspielen in Peking bangen. Gerade erst aus der Quarantäne gekommen und am Montag nach Peking gereist, überrascht der 28-Jährige mit einem Satz auf 139 Meter im ersten Trainingsdurchgang. In seinen weiteren Trainingssprüngen zeigt der Norweger ebenfalls, dass trotz dreiwöchiger Abwesenheit mit ihm zu rechnen ist.

Slowenen präsentieren sich mannschaftlich stark

Das slowenische Team zeigt sich wie erwartet stark: Die Großschanzen-Künstler sind in allen drei Trainingsdurchgängen mannschaftlich geschlossen aufgetreten. Sowohl Timi Zajc als auch Lovro Kos und Cene Prevc präsentierten sich mit guten Platzierungen in den Top-Ten. Die beiden Routiniers Peter Prevc und Anze Lanisek tun sich in den ersten beiden Durchgängen noch etwas schwerer mit der Schanze, machen aber in Durchgang drei schon einen Schritt nach vorne.

Deutsches Team tut sich auch auf der Großschanze schwer

Der erste Eindruck des deutschen Teams ähnelt dem Bild von der Normalschanze. Gute Sprünge von Pius Paschke, Markus Eisenbichler und Karl Geiger sind zwar dabei, für Platzierungen auf den Top-Rängen reicht es aber dennoch nicht. Pius Paschke und Karl Geiger machten den besten Eindruck in Durchgang eins mit Platz 14 und 15, Eisenbichler folgte mit Rang 12 als bester Deutscher im zweiten Trainingsdurchgang. Constantin Schmid und Stephan Leyhe scheinen sich mit der Großschanze schwerer zu tun, im Gegensatz zu Pius Paschke, der auf der Normalschanze nur zuschauen durfte und nun deutlich besser zurechtzukommen scheint. In Trainingsdurchgang drei wird er erneut bester Deutscher als 11. Einen Totalausfall erlebt Markus Eisenbichler im letzten Trainingsdurchgang, indem er seinen Sprung bereits nach 108 Metern (52.) beenden muss.

Am morgigen Donnerstag steht bereits das nächste Training auf dem Programm. Ab 11 Uhr geht’s los mit Sprung vier, fünf und sechs.
(Zeitplan & Überblick – Olympische Winterspiele Peking 2022)

Offizielles Resultat Training