Raw Air Weltcup Herren

Der Norweger Halvor Egner Granerud hat die Qualifikation von Lillehammer gewonnen. Der Weltcup-Gesamtführende übertrumpfte seinen Teamkollegen Johann André Forfang und den Japaner Ryoyu Kobayashi. Für Andreas Wellinger entwickelte sich die Qualifikation zum Alptraum.

Lange Zeit sah es so aus als würde Johann André Forfang einen souveränen Qualifikations-Sieg einfahren. Der Norweger erzielte starke 141,5 Meter und lag vor dem letzten Springer mit 153 Zählern deutlich vor dem Rest des Feldes. Halvor Egner Granerud kannte aber kein Erbarmen und übertrumpfte seinen Teamkollegen mit 142 Metern und 153,6 Punkten. Mit deutlichem Abstand folgte Ryoyu Kobayashi (132,5 Meter/ 140,7 P.) auf dem dritten Platz. Auf den Rängen drei und vier komplettierten Robert Johansson und Marius Lidvik das hervorragende norwegische Mannschaftsergebnis. Starke Sprünge zeigten auch Kamil Stoch und Anze Lanisek, die sich auf den Rängen sechs und sieben noch vor den besten Österreichern, Stefan Kraft und Daniel Tschöfenig, platzierten.

Quali-Aus für Wellinger: Geiger in den Top 10

Für die Sensation im negativen Sinne sorgte Andreas Wellinger. Der gesundheitlich angeschlagene 27-Jährige landete schon bei 104 Metern und verpasste die Qualifikation überraschend als 53. Einen ordentlichen Versuch zeigte hingegen Karl Geiger, der mit 128 Metern den zehnten Platz erreichte. Stephan Leyhe, Constantin Schmid und Philipp Raimund zeigten sich im Vergleich zu Oslo verbessert und kamen auf den Plätzen 15, 18 und 21 ein. Justin Lisso qualifizierte sich als 32. souverän und landete damit um einen Platz vor Markus Eisenbichler, der enttäuschende 115,5 Meter zeigte.

ÖSV-Adler geschlossen dabei

Neben Daniel Tschöfenig und Stefan Kraft qualifizierten sich auch die weiteren fünf ÖSV-Athleten. Clemens Aigner wurde 19, ehe Jan Hörl, Michael Hayböck und Maximilian Steiner auf den Rängen 22, 23 und 24 folgten. Manuel Fettner offenbarte als 29. noch Luft nach oben.

Granerud übernimmt RAW-Air-Gesamtführung

Der Norweger Halvor Egner Granerud übernahm die Gesamtführung und liegt nun mit 904,5 Punkten in Front. Stefan Kraft (901,8 P.) und Anze Lanisek (889,6 P.) folgen auf den Rängen zwei und drei. Bester Deutscher ist Karl Geiger, der mit 857,6 Punkten auf Rang acht liegt. Andreas Wellinger ist noch 15. wird am morgigen Tag aber hoffnungslos weit zurückfallen.


Ergebnis Qualifikation

Raw Air Weltcup

Der Slowene Anze Lanisek hat das prestigeträchtige Springen am Holmenkollen gewonnen. Der Slowene konnte mit einem grandiosen Finalsprung Stefan Kraft und Karl Geiger auf die weiteren Plätze verdrängen.

Anze Lanisek hat das Springen in Oslo mit zwei grandiosen Flügen gewonnen. Nach 133 Metern in Runde eins, zündete der Slowene auf Rang zwei liegend einen Kracher und schob sich mit 139,5 Metern an die Spitze. Dies konnte auch Stefan Kraft nicht mehr kontern, dem 129,5 und 128,5 Meter gelangen. Das Podium komplettierte Karl Geiger, der bei schlechten Bedingungen im ersten Durchgang nur auf 119 Meter und dem 13. Platz landete. Im Finale konnte der Oberstdorfer jedoch einen echten Sahne-Sprung zünden und mit 137,5 Metern bis auf Rang drei nach vorne kommen. Demnach musste sich Halvor Egner Granerud, der zweimal 128,5 Meter erreichte, mit dem vierten Platz zufrieden geben. Erfreulich war der Auftritt von Andreas Wellinger, der aufgrund eines Infektes noch nicht ganz fit ist, jedoch zwei stabile Sprünge auf 127 Meter zeigte und damit fünfter wurde. Kobayashi, Sundal, Tande, Kubacki und Forfang komplettierten die Top 10.

DSV-Adler schwächeln mannschaftlich

Abgesehen von den starken Leistungen von Karl Geiger und Andreas Wellinger, konnte das DSV-Team am Holmenkollen nicht überzeugen. Stephan Leyhe erreichte mit Weiten von 123,5 und 114,5 Meter den 25. Platz. Constantin Schmid ließ auf mäßige 118 Meter nur 105 Meter folgen und belegte damit den 30. Platz. Überraschend nach Runde eins Schluss war für Markus Eisenbichler, der sich einen technischen Fehler beim Absprung leistete. Die beiden Youngster, Philipp Raimund und Justin Lisso verpassten die Runde der besten 30 ebenso.

Nur ein ÖSV-Athlet in den Top 10

Aus österreichischer Sicht sind nur Stefan Kraft zwei gute Sprünge gelungen, weshalb dieser auch der einzige in den Top 10 war. Michael Hayböck gelang aber immerhin ein großartiger Finalsprung auf 132,5 Meter, der ihm den elften Platz einbrachte. Daniel Tschöfenig, Manuel Manuel Fettner und Clemens Aigner erreichten die Plätze 14, 16 und 19. Jan Hörl (21.) und Maximilian Steiner (28.) konnten ebenfalls punkten.

Offizielles Resultat

Weltmeisterschaften

Die Gastgeber-Nation Slowenien hat die Muskeln am letzten WM-Wochenende nochmal ordentlich spielen lassen. Das Quartett Kos/Jelar/Zajc/Lanisek konnte Norwegen und Österreich in Schach halten und WM-Gold im Team gewinnen. Das deutsche Team erlebte einen schwarzen Tag.

Slowenien ist Weltmeister im Team-Springen. In Person von Lovro Kos, Ziga Jelar, Timi Zajc und Anze Lanisek war die Gastgeber-Nation insbesondere im Finale nicht aufzuhalten. Bärenstark zeigte sich insbesondere Anze Lanisek mit Sprüngen auf 135,5 und 138 Meter. Doch auch auf Gold-Gewinner im Einzel, Timi Zajc, zeigte sich als echte Stütze. Von den guten Leistungen der Vorflieger angetrieben, zeigten auch Kos und insbesondere Jelar tolle Sprünge.

Überraschend stark und konstant zeigten sich auch die Norweger. Angeführt von einem starken Forfang (137 und 139,5) in Gruppe eins und Granerud (136,5 und 135,5) in Gruppe drei, zogen auch der formschwache Lindvik und Youngster Sundal voll mit und sorgten dafür, dass die Wickinger etwas überraschend Silber gewinnen konnten.

Einen mannschaftlich geschlossenen Eindruck machten die Österreicher, die insbesondere durch Tschofenig und Hayböck gut in Position geflogen wurden. Da auch Jan Hörl seine Sache zumindest ordentlich machte und Kraft im ersten Sprung überzeugen konnte, verzeichnete die Alpenrepublik einen deutlichen Vorsprung auf Rang vier nach sieben von acht Durchgängen. Mit einem leicht misslungenen Sprung finalen Sprung von Stefan Kraft wurde es letztlich aber doch noch ein klein wenig knapp um Bronze. Letztlich konnten sich die ÖSV-Adler aber in einem insgesamt sehr hochklassigen Teamspringen über Edelmetall freuen.

Verzockt: Polen und Deutschland verpassen Podium

Knapp am Podium vorbei segelte das Team aus Polen. Die Viertplatzierten sprangen trotz guter Sprünge von Stoch der Musik ein klein wenig hinterher, weshalb sich Thurnbichler entschieden hat, den Anlauf für Kubacki im Finale um zwei Luken zu verkürzen. Der Bronze-Gewinner aus dem Einzelwettbewerb verpasste aber die 95-Prozent-Marke mit 128,5 Meter. Ohne der Verkürzung hätte es für das polnische Team aufgrund des schwachen Finalsprungs von Kraft vielleicht sogar noch gereicht.

Für das deutsche Team war es schlichtweg ein Tag zum Vergessen. Bereits im ersten Durchgang ließen Eisenbichler und Wellinger wichtige Punkte liegen, weshalb man mit einer kleinen Hypothek ins Finale ging. Dort verzockte sich DSV-Trainer Stefan Horngacher, der den Anlauf für Eisenbichler um zwei Luken verkürzte. Der Siegsdorfer zeigte eigentlich einen gelungenen Sprung, blieb aber mit 130,5 Metern hinter der 95-Prozent-Marke zurück. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war der Rückstand auf das Podium nicht mehr aufzuholen und auch Schmid (129,5 Meter) und Wellinger (130,5 Meter) konnten im zweiten Durchgang keine Glanz-Stücke abliefern. Lediglich Karl Geiger (136 und 135,5 Meter) konnte mit den Top-Leuten mithalten.

Schweiz und USA überraschen


Positiv überraschen konnten definitiv die Eidgenossen. In der Besetzung Deschwanden/Peier/Imhof/Ammann ließen die Schweizer sogar das Team aus Japan hinter sich. Die Männer aus Ostasien konnten nur in Person von Ryoyu Kobayashi (133 und 136 Meter) überzeugen und mussten sich mit einem enttäuschenden siebten Rang begnügen. Einen tollen Auftritt zeigten die US-Amerikaner, die überraschend Finnland hinter sich halten konnten und den Einzug ins Finale schafften. Dort war zwar nicht mehr als Rang acht möglich, jedoch zeigten sich Dean/Larson/Urlaub/Belshaw absolut am Leistungslimit.

Ergebnis

Weltmeisterschaften

Der Pole Piotr Zyla hat in einem turbulenten Normalschanzen-Springen überraschend seinen Titel von 2021 verteidigt. Der Routinier setzte sich vor dem DSV-Duo Andreas Wellinger und Karl Geiger durch.

Der Weltmeister von der Normalschanze heißt erneut Piotr Zyla. Der Pole katapultierte sich im Finale mit gute Bedingungen und einem Monster-Satz auf 105 Meter von Rang 13 auf den Gold-Rang nach vorne. Selbst Andreas Wellinger, der 101 und 102 Meter erzielte konnte, hatte mit 259,2 Zählern um 2,6 Punkte das Nachsehen. Karl Geiger (257,7 P.) zeigte ebenfalls zwei starke Sprünge auf 100 und 101,5 Meter und erzielte trotz unverständlich schlechter Haltungsnoten Bronze. Der nach dem ersten Durchgang führende Stefan Kraft aus Österreich fiel nach 99 Metern im Finale um 0,4 Punkte vom Podest. Dawid Kubacki und Kamil Stoch sorgten mit den Rängen fünf und sechs für ein grandioses polnisches Mannschaftsergebnis. Constantin Schmid (7.) und Markus Eisenbichler (13.) komplettierten hingegen ein herausragendes deutsches Ergebnis. Jan Hörl aus Österreich erzielte mit 96 und 101 Meter den achten Platz.

Slowenen und Norweger geschlagen

Nach der eher unschönen Skiflug-Heim-WM 2020, läuft auch die Nordische Ski-WM für die Slowenen noch nicht so richtig gut. Die Gastgeber hatten mit Anze Lanisek und Timi Zajc zwei Medaillen-Hoffnungen am Start, die jedoch mit den Rängen neun und zehn deutlich am Ziel vorbeigeschossen sind. Noch schlechter lief es für die Norweger um Halvor Egner Granerud, die geschlossen die Top 10 verpassten. Der Weltcup-Führende und Tournee-Sieger hatte vor allem im ersten Durchgang keinen Glück mit dem Wind und platzierte sich mit 96,5 und 97,5 Metern letztlich nur auf Rang elf. Damit landete er einen Punkt hinter Johan André Forfang, der einen aus seiner Sicht ordentlichen zwölften Platz belegte.

Marusiak überrascht mit Rang 17

Für ein echtes Highlight sorgte der junge Ukrainer Yevhen Marusiak, der im zweiten Durchgang bei gutem Aufwind sogar für kurze Zeit einen Schanzenrekord von 103 Meter erzielte. In der Endabrechnung belegte er einen ganz starken 17. Rang. Auch andere Springer kleinerer Skisprung-Nationen konnten beim WM-Springen Achtungserfolge feiern. So schafften unter anderem Andrew Urlaub (26.) und Arda Fatih Ipcioglu (29.) den Sprung ins Finale.

Schwarzer Tag für die Japaner

Einen ganz üblen Tag erwischte das japanische Team. Ryoyu Kobayashi ließ im ersten Durchgang wichtige Meter liegen, ehe er im Finale mit 101 Meter zu Aufholjagd ansetzte, jedoch wegen eines unzulässigen Anzuges disqualifiziert werden. Auch Naoki Nakamura dürfte mit dem 25. Platz nicht zufrieden sein.

Ergebnis

Uncategorized Weltcup

Das polnische Duo Piotr Zyla & Dawid Kubacki hat die Premiere des Super-Team-Formats im Herren-Weltcup gewonnen. Die beiden Routiniers setzten sich vor Österreich und Japan durch. Das deutsche Team verpasste das Podium knapp.

Piotr Zyla und Dawid Kubacki haben vor “Heimpublikum“ in Lake Placid das erste Super-Team-Springen gewonnen. Ausschlaggebend für den Erfolg waren jeweils drei konstant starke Sprünge beider Athleten. Startspringer Zyla setzte 123,5, 122,5 und 127,5 Meter in den Schnee, während sein Landsmann Kubacki mit 128, 127 und 127 Metern sogar noch besser abschnitt. Mit 13,2 Punkten Vorsprung setzten sich die Polen vor den ÖSV-Adlern Daniel Tschofenig und Stefan Kraft durch. Die beiden Österreicher begannen in der ersten Runde mit 127,5 und 130,5 Meter furios, ließen in Durchgang zwei mit 115,5 und 117 Meter mächtig federn. Im Finale waren Tschofenig (124 Meter) und vor allem Kraft (128,5 Meter) wieder voll da und sicherten sich den zweiten Platz. Rang drei ging an die beiden Japaner Ryoyu Kobayashi und Naoki Nakamura. Ausschlaggebend für das Podium waren die ersten beiden Sprünge von Nakamura, die mit 122,5 und 125,5 Meter überraschend stark waren sowie ein fulminanter Finalsprung von Ryoyu Kobayashi auf 128,5 Meter.

Letzter Sprung kostet Deutschland sicher geglaubtes Podium


Ein unglückliches Ende nahm das Springen für das deutsche Team. Nach dem Sieg von Andreas Wellinger im Einzel, war letztlich ausgerechnet der dritte Sprung des 27-Jährigen auf 122 Meter ausschlaggebend dafür, dass das deutsche Team das Podium um 2,5 Punkte verfehlte. Allerdings war es auch Wellinger, der seinen Teamkollegen Geiger mit zwei sehr starken Sprüngen auf 127,5 und 125 Meter mitzog. Der Oberstdorfer kam hingegen mühsam in den Wettbwerb und erzielte nach 119,5 und 120,5 Meter erst im dritten Versuch mit 122,5 Metern einen guten Sprung. Immerhin reichte es für die Deutschen aber, um Slowenien locker auf Rang fünf zu verdrängen, die mit Domen Prevc und Timi Zajc eher unauffällig flogen. Den sechsten Rang sicherten sich die Norweger mit einem enttäuschenden Lindvik und einem starken Granerud. Die Finnen (Aalto &Kytosaho) und die Schweiz (Peier & Deschwanden) komplettierten die Top 8.

Ergebnis

Weltcup Herren

Der Norweger Halvor Egner Granrud hat den ersten Skiflug-Wettbewerb der Saison am Kulm gewonnen und die Führung im Gesamt-Weltcup übernommen. Die Ränge zwei und drei gingen an den Österreicher Stefan Kraft und den Slowenen Domen Prevc.

Halvor Egner Granerud hat beim Fliegen am Kulm bewiesen, dass er auch auf den größten Anlagen der Welt aktuell der beste ist. Mit Flügen auf 238 und 231 Meter ließ er der Konkurrenz keine Chance. Aufgrund eines enttäuschenden 10. Platzes von Kubacki übernahm der Tournee-Sieger auch die Führung im Gesamt-Weltcup. Der leicht angeschlagene Stefan Kraft zeigte ebenfalls keine Schwächen und segelte mit Sprüngen auf 232,5 und 234 Meter auf den zweiten Platz. Domen Prevc wurde einmal mehr seinem Ruf als Flug-Spezialist gerecht und sicherte sich mit 236 und 224,5 Metern den dritten Platz. Knapp am Podium vorbei ging es für Piotr Zyla, der mit 233,5 und 226,5 Meter Rang vier belegte. Jan Hörl zeigte sich vor heimischen Publikum ebenfalls stark in Form und landete mit 212 und 223,5 Meter auf dem fünften Platz. Den spektakulärsten Sprung des Tages landete Timi Zajc, der nach einem mäßigen ersten Versuch im Finale 243 Meter erzielte und den Flug sogar abbrechen musste. Teamkollege Ziga Jelar erreichte Rang sieben.

Bester DSV-Adler war Markus Eisenbichler, der zwar aufgrund von Jury-Verkürzungen schimpfte wie ein Rohrspatz, letztlich aber trotzdem zwei solide Flüge auf 200,5 und 209,5 Meter runtergebracht hat und Achter wurde. Nach den überragenden Sprüngen in der Qualifikation und in den Trainigs-Durchgängen musste Andreas Wellinger (209 und 206 Meter) gehörig federn lassen, sicherte sich als Neunter aber immerhin noch einen Platz unter die besten 10. Ähnlich wie schon in Japan ist der Knoten im Wettkampf aber nicht geplatzt.

Drei DSV-Adler scheiden in Runde eins aus

Nachdem Youngster Justin Lisso bereits am Freitag in der Qualifikation gescheitert war, reichte es auch für drei weitere DSV-Adler nicht zu Punkten. Stephan Leyhe (147,5 Meter/32.) Constantin Schmid (149,5 Meter/33.) und Pius Paschke (117 Meter/39.) hatten Pech mit einer Anlauf-Verkürzung, zeigten aber auch allesamt keine guten Flüge. Karl Geiger und Philipp Raimund waren gar nicht zum ersten Fliegen der Saison angetreten.

ÖSV-Adler mit sieben Mann im Finale

Abgesehen von Stefan Kraft und Jan Hörl offenbarten auch die ÖSV-Adler Probleme, sammelten aber mit sieben Mann Punkte. Der leicht angeschlagene Manuel Fettner erreichte mit 181,5 und 201,5 Metern den 20. Platz und rangierte damit unmittelbar vor Clemens Leitner. Philipp Aschenwald (24.) und Maximilian Steiner (28.) sammelten ebenfalls Punkte. Ulrich Wohlgenannt wurde nach Rang 19 im ersten Durchgang im Finale disqualifiziert.

Ergebnis

Weltcup Herren

Ryoyu Kobayashi hat sich mit sieben Meilenstiefel zurückgemeldet und das Heim-Springen von Sapporo völlig überraschend gewonnen. Der Japaner gewann das Springen vor Dawid Kuabcki und Halvor Egner Granerud. Das DSV-Team konnte im Land der aufgehenden Sonne nicht glänzen.

Mit einem solchen Resultat hätte wohl auch Ryoyu Kobayashi nicht gerechnet. Der in dieser Saison so enttäuschende Olympiasieger hat das Freitags-Springen in Sapporo mit zwei grandiosen Sprüngen gewonnen. Nach 135 Metern und Rang zwei im ersten Sprung, ließ er 130 Meter bei schwierigen Bedingungen folgen und siegte letztlich sogar souverän mit 271,5 Punkten. Der nach 137 Metern Halbzeitführende, Dawid Kubacki, musste wie in Zakopane die Spitzenposition räumen und landete nach 125,5 Metern mit 264,3 Punkten auf dem zweiten Rang. Das Podium komplettierte der Norweger Halvor Egner Granerud (262,6 P.), der Weiten von 130,5 und 126 Meter in den Schnee zauberte.

Weiterhin sehr konstant präsentierte sich Kamil Stoch, der nach Sprüngen auf 133 und 123,5 Metern zwar das Podium verpasste, jedoch mit 253 Punkten Rang vier einfahren konnte. Damit hielt er sich vier Zehntel vor Stefan Kraft, der im zweiten Durchgang mit 132 Metern eine Aufholjagd hinlegte und fünfter wurde. Die Ränge sechs und sieben gingen an die beiden Slowenen Anze Lanisek und Timi Zajc. Knapp dahinter reihte sich Andreas Wellinger ein, der nach starken 133,5 Metern in Durchgang eins Podestchancen hatte, im Finale aber schon bei 122,5 Meter landete und sich mit Rang acht begnügen musste. Mit Daniel Andre Tande und Gregor Deschwanden erreichten zudem zwei Überraschungsgäste die Top 10. Der Schweizer zeigte im Finale mit 132,5 Metern sogar sensationell die Bestweite.

DSV-Team enttäuscht

Das DSV-Team landete abgesehen von Andreas Wellinger geschlossen im Mittelfeld und verzeichnete im Vergleich zum Zakopane-Wochenende wieder Rückschritte. Karl Geiger zeigte zwei durchwachsene Sprünge und musste sich nach Sprüngen auf 127 und 126 Metern mit Rang 20 begnügen. Mehr als Mittelmaß war auch für Markus Eisenbichler, Stephan Leyhe und Constantin Schmid nicht möglich. Das Trio platzierte sich geschlossen auf den Positionen 22 bis 24. Keine Weltcup-Punkte gab es diesmal für Philipp Raimund. Der Youngster absolvierte im ersten Durchgang einen unsauberen Sprung und kam auf dem 35. Platz ein.

ÖSV-Adler zu siebt im Finale

Im kompakten österreichischen Team holten alle sieben Starter auch Weltcup-Punkte. Eher ungewöhnlich ist hingegen, dass sich neben Stefan Kraft kein Springer in die Top 10 schieben konnte. Jan Hörl (128,5 und 130,5 Meter) und Michael Hayböck (131 und 122 Meter) reihten sich aber immerhin auf den Positionen elf und zwölf ein. Mit Daniel Tschofenig und Clemens Aigner erreichte ein weiteres ÖSV-Duo die Plätze 16 und 17. Zehn Plätze dahinter bildeten Clemens Aigner und Manuel Fettner ein weiteres Duo. Insbesondere für Fettner verlief das Springen aufgrund eines missratenen Finalsprungs bitter, nachdem er in der Quali noch dritter wurde.

Ergebnis

Weltcup Herren

Der norwegische Überflieger Halvor Egner Granerud hat die Qualifikation im japanischen Sapporo gewonnen. Mit einem Satz auf 138,5 Metern ließ er seinen engsten Verfolgern, Dawid Kubacki und Manuel Fettner nicht den Hauch einer Chance.

Das nennt man dann wohl Machtdemonstration! Tournee-Sieger Halvor Egner Granerud hat in der Qualifikation für das erste Sapporo-Einzelspringen mit Abstand den besten Sprung von der Schanze gebracht. Trotz einer Coach-Verkürzung segelte er auf die klare Bestweite von 138,5 Meter und sicherte sich mit 134,2 Punkten das Quali-Preisgeld. Rang zwei ging wie schon in Zakopane und bei der Tournee an Dawid Kubacki. Der Pole landete bei 133,5 Metern, womit er 124,9 Zähler erzielte, letztlich aber klar hinter Granerud landete. Stark unterwegs war auch der österreichische Dauerbrenner Manuel Fettner (134 Meter/123,6 P.), der als Drittplatzierter Ambitionen auf das Podium anmelden konnte. Leichte Hoffnungen auf das erste Podium seit Ende 2019 macht den deutschen Fans Andreas Wellinger. Der 27-Jährige kam nach 130,5 Metern und 120 Punkten auf Platz vier ein und bestätigte seinen starken ersten Trainingssprung, bei dem er sich ganz vorne im Klassement wiederfand. Bester Slowene war ausnahmsweise mal nicht Anze Lanisek (13.), sondern Timi Zajc, der sich bei schwierigen Verhältnissen mit 128 Metern Rang fünf sicherte. Einen guten Sprung zeigte auch der zuletzt schwächelnden Lindvik, der mit 131 Metern sechster wurde und Kamil Stoch und Michael Hayböck hinter sich halten konnte.

DSV-Team mannschaftlich mit Luft nach oben

Ganz vorne mithalten konnte lediglich Andreas Wellinger, der zumindest im Verfolgerfeld von Granerud mit dabei war. Zweitbester Deutscher war ein wenig überraschend Stephan Leyhe, (127,5 Meter/108,9 P.) einen guten zwölften Platz einfahren konnte. Keinen idealen Sprung zeigte hingegen Karl Geiger (124,5 Meter/101,6 P.), der nach dem Absprung eine kleine Ecke drin hatte. Markus Eisenbichler konnte nicht an sein starkes Zakopane-Wochenende und ordentliche Trainingssprünge anknüpfen und musste sich mit 119 Metern und Rang 30 begnügen. Constantin Schmid (34.) und Philipp Raimund (35.) müssen für Weltcup-Punkte noch zulegen.

ÖSV-Adler qualifizieren sich locker

Mit Manuel Fettner (3.), Michael Hayböck (8.) und Stefan Kraft (10.) fanden sich drei ÖSV-Athleten in den Top 10 wieder, was aber fast schon Standard ist. Insbesondere Stefan Kraft hatte aber sowohl beim Absprung, als auch bei der Landung noch Luft nach oben. Jan Hörl (126 Meter) und Daniel Tschofenig (126,5 Meter= landeten unauffällig auf den Plätzen 14 und 16, haben aber definitiv die Top 10 im Visier. Clemens Leitner und Clemens Aigner erreichten die Ränge 28 und 33.

Japaner zu acht vertreten: Kasai im Pech

Ryoyu Kobayashi scheint die Pause gutgetan zu haben. Der Überflieger der letzten Jahre zeigte sich verbessert und erreichte mit 128,5 Metern den neunten Rang. Neben dem großen Hoffnungsträger, schaffte es aber nur noch Naoki Nakamura als 26. in die Top 30. Mit Keichi Sato (31.), Taku Takeuchi (36.), Ren Nikaido (38.), Yuken Iwasa (39,), Yumu Harada (40.) und Tomofumi Naito (49.) schafften aber immerhin einige Japaner den Sprung in den Wettkampf. Dieser blieb Noriaki Kasai um 0,4 Zähler verwehrt. Der Flug-Dino erzielte mit der Startnummer eins 108 Meter und wurde 51. Damit platzierte er sich aber immerhin noch vor Junshiro Kobayashi und Yukiya Sato, die die Qualifikation ebenfalls nicht schafften.

Ergebnis Training

Ergebnis Qualifikation

Weltcup Herren

In einem vom Wind beeinflussten Springen in Zakopane, konnte Halvor Egner Granerud seinen nächsten Sieg einfahren. Der Norweger gewann von Dawid Kubacki und Stefan Kraft. Aus deutscher Sicht überzeugte Markus Eisenbichler mit einem starken Finalsprung.

Halvor Egner Granerud hat das Sonntags-Springen in Zakopane gewonnen. Der Tournee-Sieger zeigte nach wackligen 129,5 Metern im ersten Durchgang einen grandiosen Finalsprung auf 141 Meter und siegte mit 287,7 Punkte. Sein Erfolg hatte jedoch einen faden Beigeschmack, da der Halbzeit-Führende Dawid Kubacki von der Jury unnötig schnell bei schlechten Bedingungen losgelassen wurde und schon bei 124 Metern landete. Demnach verspielte er seinen gewaltigen Vorsprung nach 137,5 Metern im ersten Sprung und verfehlte den Sieg um 1,1 Punkte. Auf der glücklichen Seite war hingegen Stefan Kraft. Der Österreicher sprang im ersten Durchgang 134 und im Finale 145,5 Meter. Dabei wurden ihm jedoch 8,6 Punkte wegen Aufwind abgezogen, wohingegen Kubacki im Finale 20 Windpunkte dazu bekam. Demnach fehlten ihm mit 278,5 Punkten auch etwa fünf Meter zum Sieg. Knapp am Podium vorbei schrammte Anze Lanisek, der im Finale mit 136,5 Metern noch einen Sprung von zehn auf vier machte. Fünfter wurde Jan Hörl, der nach 139 Metern in Durchgang eins einen Podiumsplatz mit 126 Metern im Finale aus der Hand gab.

Markus Eisenbichler bestätigte seine starke Leistung vom Samstag und überzeugte mit einem Finalsprung auf 132 Metern bei schlechten Bedingungen, der ihm den sechsten Platz einbrachte. Damit blieb er knapp vor Kamil Stoch, der ähnlich wie Kubacki Pech beim Finalsprung hatte und mit 124 Metern die gleiche Weite wie sein Landsmann erzielte. Marius Lindvik, Daniel Tschofenig und Clemens Aigner komplettierten die Top 10.

DSV-Team mit Licht und Schatten

Beim turbulenten Springen, gab es aus deutscher Sicht Licht und Schatten zu bestaunen. Andreas Wellinger zeigte solide Sprünge auf 133 und 129,5 Meter, verpasste als elfter jedoch die Top 10. Eine Überraschung nach den starken Sprüngen am Freitag und Samstag. Karl Geiger hatte im ersten Durchgang mit schlechten Bedingungen zu kämpfen, sprang sich mit 133,5 Metern aber im Finale zumindest von 24 auf 14 nach vorne. Solide, aber glanzlos agierten Stephan Leyhe und Constantin Schmid, die die Ränge 19 und 22 belegten. Philipp Raimund verlor im Finale nach ca. 100 Metern leider die Kontrolle über sein System und konnte nur mit viel Mühe einen Sturz verhindern. Der junge Deutsche wurde demnach nur 29.

ÖSV mit starker Mannschaftsleistung

Die Österreicher konnten nicht nur mit Kraft, Hörl, Tschofenig und Aigner in den Top 10 überzeugen, sondern brachten auch alle sieben Springer in die Punkte. Michael Hayböck platzierte sich mit 124,5 und 132 Metern auf dem zwölften Rang. Routinier Manuel Fettner verbesserte sich nach 112 Metern im ersten Durchgang auf 133 Meter im Finale und kletterte von Rang 28 auf die 15. Position. Clemens Leitner erreichte den 24. Platz.

Ergebnis

Weltcup Damen

Katharina Althaus hat im japanischen Sapporo gezeigt, dass sie zumindest auf den großen Anlagen eine absolute Dominatorin sein kann. Die Oberstdorferin zeigte in beiden Durchgängen die besten Sprünge und gewann folgerichtig vor der Slowenin Ema Klinec und der Österreicherin Eva Pinkelnig.

Das deutsche Skispringen durchlief in den letzten Tagen eine teilweise nur schwer begreifbare Tournee-Tristesse. Da ist es doch umso schöner, dass die deutschen Skispringerinnen derzeit oben auf sind. Dies gilt insbesondere für Katharina Althaus, die in Sapporo einen sehr überzeugenden Sieg landen konnte. Althaus zeigte zwei Top-Sprünge auf 122 und 131 Meter und setzte sich mit 263,8 Punkten souverän vor Ema Klinec (256,3 P.) durch. Die Slowinen erzielte nach Sprüngen auf 122 und 129,5 Meter aber immerhin den ersten Podiumsplatz in der laufenden Saison. Rang drei ging an die Silvester-Tournee-Siegerin Eva Pinkelnig. Die Österreicherin sicherte sich nach 122 und 126,5 Meter insgesamt 249,3 Punkte.

Nach zuletzt eher enttäuschenden Leistungen in Villach und Ljubno, meldete sich erwartungsgemäß auch Silje Opseth wieder zurück. Die Großschanzen-Spezialistin aus Norwegen verpasste das Podium nach 114 und 129 Metern nur um 5,5 Punkte. Ihr bestes Ergebnis seit langer Zeit erzielte die immer besser in Form kommende Chiara Kreuzer. Nach 113,5 und 129,5 Metern blieb die Österreicherin nur 2,5 Zähler hinter Opseth und durfte sich über Rang fünf freuen. Rang sechs sicherte sich Selina Freitag, die ihre starke Leistung vom Silvester-Tournament bestätigen konnte und zwei starke Sprünge auf 116,5 und 125,5 zeigte. Damit konnte sie sogar die Silvester-Tournee-Zweite Anna Eidin Stroem (115,5/129 Meter) hinter sich lassen. Nika Kriznar, Yuka Seto und Alexandria Loutitt komplettierten die Top 10.

DSV-Team mit gelungenem Abschneiden

Neben Katharina Althaus und Selina Freitag, darf man auch Pauline Hessler für ein gutes Resultat loben. Die zuletzt formschwächste Deutsche zeigte zwei ordentliche Sprünge auf 116,5 und 119 Meter. Anna Rupprecht tat sich auf der Großschanze erwartungsgemäß ein wenig schwerer, erkämpfte aber immerhin einen achtbaren 19. Platz. Luisa Görlich verpasste als 21. die Top 20 knapp.

ÖSV mit vier Springerinnen in den Punkten

Aus österreichischer Sicht sorgten Eva Pinkelnig (3.) und Chiara Kreuzer (5.) für die Top-Resultate. Marita Kramer offenbarte hingegen weiterhin Probleme und konnte insbesondere im zweiten Durchgang im Gegensatz zu zahlreichen Konkurrentinnen nicht zulegen. Nach 114,5 Metern und Rang sechs in Durchgang eins, ließ sie zwar 123,5 Meter folgen, wurde jedoch auf Rang zwölf durchgereicht. Nur durchschnittlich verlief das Springen auch für Jacqueline Seifriedsberger, die den 23. Platz belegte. Hannah Wiegele verpasste die Punkteränge.

Ergebnis Einzelspringen