Weltcup Herren

Der Skisprung-Tross stationiert in Lake Placid, wo zwei Einzelspringen und eine Entscheidung im Super Team stattfinden wird. Am Freitagabend stand jedoch zunächst mal die Qualifikation auf dem Programm – mit leicht überraschendem Ausgang.

Lovro Kos hat die Qualifikation für das erste Einzelspringen von Lake Placid (USA) gewonnen. Der Slowene zeigte einen blitzsauberen Sprung auf 126 Meter und sicherte sich mit 146,6 Zählern die größte Punktzahl. Bei seinem Quali-Sieg profitierte er von mehr Windpunkten und besseren Noten als Michael Hayböck, der bei 128 Metern jedoch die Landung verpatzte und 141,5 Zähler einheimste. Den dritten Rang sicherte sich völlig überraschend Weltcup-Rückkehrer Daniel Huber (127 Meter / 141,3 Punkte). Top in Form präsentierte sich zudem der Japaner Ren Nikaido, der 125,5 Meter weit sprang und mit 141,1 Punkten nur knapp hinter dem österreichischen Duo landete.

Die Top 3 im Weltcup hatten bei schlechten Bedingungen und weniger Anlauf so ein paar Probleme. Andreas Wellinger landete schon bei 120 Metern, was jedoch immerhin für Rang fünf reichte, weil er die meisten Pluspunkte für Rückenwind erhalten hat. Mit 140,9 Punkten blieb er knapp vor Ryoyu Kobayashi (121,5 Meter / 140,4 Punkte) und Stefan Kraft (122,5 Meter / 140,1 Punkte). Domen Prevc, Philipp Raimund und Timi Zajc komplettierten die Top 10.

DSV-Adler mannschaftlich solide – Decker Dean im Pech


Aus DSV-Sicht ist positiv anzumerken, dass es neben Andreas Wellinger mit Philipp Raimund ein zweiter Springer in die Top 10 geschafft hat, was zuletzt ja nicht immer der Fall war. Stephan Leyhe (15.), Karl Geiger (17.) und Pius Paschke (19.) verkauften sich ordentlich aber glanzlos. Felix Hoffmann (34.) wird sich in Hinblick auf den Einzelwettbewerb noch steigern müssen, jedoch hat er im Training gezeigt, dass er es besser kann.

Insgesamt nahmen nur 51 Springer an der Qualifikation teil. Der einzige Nichtqualifizierte ist mit Decker Dean ausgerechnet ein US-Amerikaner. Die besten Springer der Gastgeber-Nation, Tate Frantz und Eric Belshaw, verweilen derweil bei der Junioren-WM.

Vor der Qualifikation fanden bereits zwei Trainingdurchgänge statt. Im ersten Sprung verzeichnete Michael Hayböck vor Andreas Wellinger und Marius Lindvik die beste Punktzahl. In der zweiten Runde erwischte Stefan Kraft gefolgt von Andreas Wellinger und Michael Hayböck den stärksten Sprung.

Ergebnis Qualifikation

Weltcup Damen

Katharina Schmid hat im japanischen Sapporo ihre lange vermisste Top-Form gefunden. Beim Springen am Sonntag übertraf nur die Lokalmatadorin Yuki Ito die Oberstdorferin. Nika Kriznar komplettierte das Podium.

Nach dem starken Schneetreiben vom Samstag, zeigte sich Sapporo am Sonntag von seiner freundlicheren Seite und ließ weitere Flüge zu. Am besten meisterte Yuki Ito die Bedingungen, die mit Sprüngen auf 124,5 und 129,5 Metern (230,4 P.) einen Heimsieg einfahren konnte. Nur 6,1 Punkte dahinter reihte sich jedoch Katharina Schmid ein. Die Oberstdorferin zeigte ihren mit Abstand besten Wettkampf in dieser Saison und erreichte nach guten 122 Meter im ersten Durchgang sehr starke 129,5 Meter im Finale. Mit diesem Satz überflügelte sie noch Nika Kriznar (123 und 125,5 Meter / 218,1 P.), die nach dem ersten Sprung noch auf Rang drei lag.

Die Slowenin darf trotzdem sehr zufrieden sein, nachdem sie am Vortag wegen Problemen mit dem Gepäck nicht an den Start gehen konnte. Das gleiche Schicksal ereilte am Vortag auch Alexandria Loutitt, die sich mit 124 und 126 Metern rehabilitierte, jedoch noch vom Podium auf Rang vier zurückfiel.

Prevc nur auf Rang zehn


Silje Opseth, Josephine Pagnier und Sarah Takanashi reihten sich dahinter auf den Rängen fünf bis sieben ein. Während es für Opseth eine Art Wiederauferstehung war, können sich Pagnier und Takanashi darüber ärgern, nur einen von zwei Sprüngen wirklich gut ins Tal gebracht zu haben. Die beiden Österreicherinnen Jacqueline Seifriedsberger und Eva Pinkelnig erreichten die Ränge neun und zehn. Nika Prevc konnte ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden und musste sich mit Rang zehn begnügen.

Selina Freigag verpasst das Finale


Abgesehen von Katharina Schmid gibt es aus DSV-Sicht nicht so viel Positives. Anna Rupprecht und Juliane Seyfarth erreichten die Ränge 18 und 19, was solide aber nicht mehr ist. Agnes Reisch sammelte als 29. zwei Zähler, wohingegen für Selina Freitag und LuIsa Görlich mit den Rängen 31 und 32 schon nach Runde eins Schluss war.

Ergebnis

Weltcup Herren

Das slowenische Duo Lovro Kos & Anze Lanisek hat den Super-Team-Wettbewerb in Wisla gewonnen. Die beiden Top-Flieger setzten sich vor den Teams aus Österreich und Deutschland durch.

Mit sechs wie an der Schnur gezeichneten Sprüngen setzten sich die beiden Slowenen Lovro Kos und Anze Lanisek im Super-Team durch. Kos (132,5/134,5/126,5 Meter) und Lanisek (134,5/137,5/122 Meter) setzten sich mit 753,5 Punkten nach drei Durchgängen glasklar vor Österreich (711 Punkte) und Deutschland (709 Punkte) durch. Für die Österreicher traten Jan Hörl und Manuel Fettner an, die beide in etwa gleich stark agierten, wenngleich Hörl mit 139 Metern in Durchgang zwei die auffälligere Performance hinlegte.

Wellinger mit Schanzenrekord


Den Top-Sprung des Tages markierte jedoch Andreas Wellinger, der im zweiten Durchgang die 137,5 Meter von Lanisek und die 139 Meter von Hörl mit gigantischen 144,5 Meter nochmals deutlich übertrag. Der Tournee-Zweite ist damit der neue Schanzenrekordhalter der modernisierten Anlage. Um mit den Slowenen mithalten zu können, hätte jedoch insbesondere Stephan Leyhe ein paar Meter mehr rausholen müssen. Dieser sprang zwar zweimal solide, konnte jedoch im dritten Durchgang mit 112,5 Metern nicht gerade glänzen.

Starke US-Boys, enttäuschende Polen: Bresadola sorgt für Eklat


Norwegen belegte mit einem wechselhaften Granerud und einen starken Forfang Rang vier, hatte dann aber doch schon fast 30 Punkte Rückstand auf das Podium. Rang fünf ging an die Japaner mit Ren Nikaido und Ryoyu Kobayashi. Überraschenderweise konnte gerade Kobayashi seine Leistungsfähigkeit nicht abrufen. Durchwachsen lief der Wettbewerb auch für die Gastgeber aus Polen, zumal weder Kubacki, noch Zyla vorne mithalten konnten und Rang sechs am Ende das Maximum war.

Lediglich 13 Punkte dahinter reihten sich die starken US-Boys Tate Frantz und Erik Belshaw auf Rang sieben ein. Insbesondere Tate konnte nach seinem Sensations-Siegen im Training am Freitag und der Trial Round am Samstag auch im Wettkampf überzeugen und im zweiten Durchgang starke 130,5 Meter in den Schnee zaubern. Finnland belegte den achten Rang und ließ damit die starke Ukraine (Rang neun), die Schweiz, Kasachstan, Italien und Rumänien hinter sich.

Für einen Aufreger sorgte Giovanni Bresadola, der wegen „unsportlichem Verhalten“ disqualifiziert wurde.

Ergebnis

COC Herren

Die deutschen Skispringer haben beim ersten COC-Springen in Garmisch-Partenkirchen sehr unterschiedliche Gesichter gezeigt. Während Constantin Schmid den Wettbewerb mit zwei herausragenden Sprüngen gewann, erlebte Markus Eisenbichler einen weiteren Tiefschlag.

Constantin Schmid hat beim ersten COC-Springen von Garmisch-Partenkirchen gezeigt, dass sein gutes Resultat beim Neujahresspringen kein Zufall war. Der Oberaudorfer zeigte zwei makellose Sprünge auf 140,5 und 141,5 Meter und sicherte sich mit 277 Punkten überlegen den Sieg. Rang zwei ging an den Norweger Sindre Ulven Jörgensen (136,5/139,5 Meter / 262,3 P.) und den Polen Klemens Muranka (132/136 Meter / 261,7 P.). Markus Müller (AUT) und Robin Pedersen (NOR) komplettierten die Top 5. Etwas überraschend hatte der in Innsbruck so furiose österreichische Youngster Stephan Embacher nichts mit der Entscheidung auf dem Podium zu tun und erreichte lediglich den 13. Platz.

DSV-Adler wechselhaft

Während Constantin Schmid mit seinem Sieg den sechsten Startplatz für das DSV-Team vorzeitig zurückgeholt hat und fortan mit großer Wahrscheinlichkeit wieder im Weltcup aktiv sein wird, konnten die anderen Deutschen nicht ganz so überzeugen. Felix Hoffmann belegte nach 130 und 132,5 Metern einen akzeptablen, aber nicht überragenden neunten Platz. Martin Hamann erzielte mit den identischen Weiten einen mäßigen 15. Rang. Sein schwächstes COC-Ergebnis in diesem Jahr verzeichnete Luca Roth, der sich nach 125 und 131 Metern mit Rang 22 begnügen musste. Finn Braun (24.) und Eric Hoyer (26.) konnten immerhin Punkte sammeln.

Ohne Punkte blieb hingegen Markus Eisenbichler. Der 32-Jährige kam auf der Olympiaschanze gar nicht zu Recht und landete nach einem verpatzten Probesprung auch im Wettbewerb nur bei 113 Metern und hatte damit keine Chance auf das Finale.

Eine weitere Chance erhält der Siegsdorfer heute Abend, wenn das zweite Springen um 17 Uhr über die Bühne gehen soll.

Vierschanzentournee Weltcup Weltcup Herren

Anze Lanisek hat die Qualifikation für das Bergisel-Springen gewonnen. Während sich Stefan Kraft und Ryoyu Kobayashi in starker Form zeigten, hatte das DSV-Team um Andreas Wellinger mächtig zu kämpfen.

In einer von drehenden Winden geprägten Qualifikation hatte Anze Lanisek das beste Ende für sich. Der Slowene segelte bei guten Aufwindbedingungen auf 134 Meter und gewann mit 130,1 Punkten. Der zweitplatzierte Stefan Kraft sprang mit 124,5 Metern fast zehn Meter kürzer, hatte aufgrund von Rückenwindbedingungen aber nur drei Punkte Rückstand auf den Sieger von Garmisch-Partenkirchen. Cool und souverän zeigte sich auch Ryoyu Kobayashi, der sich mit 129 Metern Rang drei sicherte.

In einem starken ÖSV-Team zeigte auch Daniel Tschöfenig eine kleine Wiederauferstehung, indem er nach starken 126,5 Metern noch vor Jan Hörl auf Platz vier einkam. Neben dem überraschend starken Ren Nikaido auf Platz sechs und Peter Prevc auf Rang sieben, konnten sich überraschenderweise zwei Italiener in den Top 10 platzieren. Alex Insam und Giovanni Bresadola belohnten sich für tolle Sprünge auf 126,5 und 125 Metern mit den Rängen acht und neun. Manuel Fettner komplettierte die Top 10.

DSV-Adler enttäuschen auf Schicksalsberg

Wenig zu tun mit den vorderen Plätzen hatte einmal mehr am Bergisel das deutsche Team. Bester DSV-Adler war Andreas Wellinger, der am Schicksalsberg jedoch mäßige 119,5 Meter in den Schnee setzte und nur 15. wurde. Glanzlos qualifizierten sich Philipp Raimund (122,5 Meter) und Stephan Leyhe (114,5 Meter), die auf den Plätzen 20 und 30 landeten. Enttäuschend verlief die Qualifikation für Karl Geiger und Pius Paschke. Die als Mitfavoriten in die Tournee gestarteten DSV-Adler belegten mit 114 und 112,5 Meter die Plätze 33 und 35.

Beim morgigen Bergisel-Springen kommt es mit Raimund gegen Leyhe auch zu einer deutsch-deutschen Paarung.

Ergebnis Training
Ergebnis Qualifikation
K.o.-Duelle im Überblick

Weltcup Damen

Die Two Night Tour der Skispringerinnen ist in Oberstdorf zu Ende gegangen. Während sich die Österreicherin Eva Pinkelnig den Tagessieg sichern konnte, rettete Nika Prevc ihren Vorsprung in der Gesamtwertung ins Ziel.

Eva Pinkelnig befindet sich trotz ihres verspäteten Einstieg in die Saison in Topform. Die Österreicherin gewann das Springen von Oberstdorf mit Sprüngen auf 132,5 und 129 Meter. Mit 272,1 Punkten setzte sie sich vor der Kanadierin Abigail Strate (131 und 128,5 Meter / 269,4) und der Norwegerin Eirin Maria Kvandal (131,5 und 127 Meter / 261,6 P.) durch. Kvandal musste sich den dritten Rang jedoch mit der Österreicherin Jacqueline Seifriedsberger, die nach einem Sprung auf 129,5 Meter zur Halbzeit noch geführt hatte, im Finale jedoch etwas zu früh landete.

Rang fünf reicht Prevc zum Gesamtsieg


Die Slowenin Nika Prevc verpasste das Podium nach Sprüngen auf 126,5 und 125 Meter um 1,3 Punkte, jedoch dürfte das letztlich verschmerzbar gewesen sein. Nach ihrem deutlichen Sieg von Garmisch Partenkirchen reichte Rang fünf schließlich für den Gewinn der Two Night Tour.

Die Ränge sechs und und sieben gingen an Alexandria Loutitt und Ema Klinec. Yuki Ito, Marita Kramer und Lisa Eder komplettierten die Top 10.

DSV-Team verpasst Top 10

Für das deutsche Team verlief auch das zweite Springen der Two Night Tour wenig erfolgreich. Beste DSV-Starterin war Agnes Reisch, die mit Sprüngen auf 120 und 115 Metern einen respektablen elften Platz erzielte. Selina Freitag belegte nach 123 und 119 Metern den 13. Platz, während Katharina Schmid bei ihrem Heimspringen enttäuschte. Die Oberstdorferin kam nach 120 und 113,5 Metern nur auf den 16. Rang. Pauline Hessler (20.), Juliane Seyfarth (25.) und Anna Rupprecht (26.) kamen in die Punkteränge, konnten aber nicht über sich hinauswachsen.

Two Night Tour: Pinkelnig und Strate komplettieren Podium

Nika Prevc sicherte sich den Sieg in der Two Night Tour mit 527,7 Punkten und hatte letztlich 9,8 Punkte Vorsprung auf Eva Pinkelnig. Weitere 1,3 Punkte dahinter sicherte sich Abigail Strate den dritten Rang. Eirin Maria Kvandal verpasste das Gesamt-Podium um sieben Zehntel. Die vier Springerinnen haben das Event klar geprägt, was sich daran erkennen lässt, dass Marita Kramer am Ende als fünfte gut 44 Zähler Rückstand auf Prevc verzeichnete.

Das DSV-Team präsentierte sich in Summe enttäuschend. Lediglich Katharina Schmid (13.) und Selina Freitag (18.) erreichten die Top 20, blieben aber weit hinter ihren Möglichkeiten.

Ergebnis Oberstdorf

Ergebnis Two Night Tour

COC Herren

Das DSV-Team hat beim Kampf um den Quotenplatz für die Vierschanzentournee einen Rückschlag hinnehmen müssen. Beim Sieg des Norwegers Benjamin Oestvold landete Constantin Schmid als bester Deutscher auf Rang sieben.

Benjamin Oestvold hat das erste COC-Springen im finnischen Ruka gewonnen. Der 22 Jahre alte Norweger sprang auf 144,5 und 138 Meter und sicherte sich mit 302,6 Punkten den Sieg. Rang zwei ging an den Polen Aleksander Zniszczol. Der 141,5 und 136 Meter sprang und 297,8 Punkte erzielte. Für einen Paukenschlag sorgte der erst 17 Jahre alte Österreicher Stephan Embacher, der im Finale mit 145,5 Metern den weitesten Satz landete und sich von Rang neun auf Rang drei vorschieben konnte. Die beiden Slowenen Maksim Bartlj und Zak Mogel verpassten das Podium mit den Plätzen vier und fünf knapp. Rang sechs belegte der Österreicher Markus Müller. 

Schmid bester Deutscher

Das deutsche Team hat im Kampf um den Bonus-Startplatz für die Tournee mächtig an Boden verloren. Bester DSV-Adler war Constantin Schmid, der mit einem starken Finalsprung auf 139,5 Metern immerhin noch Rang sieben erkämpfen konnte. Luca Roth verlor hingegen im 2. Durchgang drei Positionen und landete mit 138 und 136 Metern auf Platz neun. Positiv hervorzuheben ist der 13. Rang von Finn Braun (132,5 und 136 Meter), wohingegen Felix Hoffmann und Markus Eisenbichler mit den Rängen 15 und 16 ganz und gar nicht zufrieden sein können. Simon Spiewok blieb als 26. im Rahmen seiner Möglichkeiten.
 

Kampf um den Bonus-Platz: Roth die letzte Hoffnung


Vor dem letzten Springen in der ersten Wettkampfperiode sieht es für das DSV-Team im Kampf um den Bonus-Startplatz schlecht aus. Die ersten drei Plätze in der Gesamtwertung nehmen mit Zniszczol (196 Punkte), Oestvold (195 Punkte) und Clemens Aigner (192 Punkte) ein Pole, ein Norweger und ein Österreicher ein. Während Schmid (64 Punkte), Hoffmann (57 Punkte) und Eisenbichler (41 Punkte) schon jetzt chancenlos sind, bleibt bei Luca Roth (147 Punkte) eine Resthoffnung. Der Viertplatzierte der Gesamtwertung müsste jedoch morgen mindestens Rang vier erreichen und auf einen Patzer der Konkurrenz hoffen. Realistisch ist der Bonus-Platz aber nur, wenn Roth mindestens zweiter wird. Gewinnt der junge Deutsche sogar, hätte er den Platz sicher.

Weltcup Damen

Die Kanadierin Alexandria Loutitt hat die erste Qualifikation der Weltcup-Saison der Damen gewonnen. Die amtierende Weltmeisterin von der Großschanze verdrängte beim Quali-Springen von der Normalschanze in Lillehammer Eirin Maria Kvandal und Thea Minyan Bjoerseth auf die Ränge zwei und drei.

Sollte irgendjemand daran Zweifel gehabt haben, dass Alexandria Loutitt mit dem spektakulären Sturz vom SGP in Klingenthal fertig geworden ist, so dürften diese nun passé sein. Die junge Kanadierin bestätigte ihre ansonsten starke Sommerform und gewann die Quali von der HS98-Schanze mit einem Sprung auf 90,5 Meter und 127,5 Punkten. Durch ihre vergleichsweise besseren Haltungsnoten verdrängte Loutitt die Norwegerin Eirin Maria Kvandal auf den zweiten Rang. Mit 91,5 Meter sprang diese zwar einen Meter weiter, musste sich jedoch mit 124,6 Punkten und Platz zwei begnügen. Damit blieb sie drei Zehntel vor ihrer Landsfrau Thea Minyan Bjoerseth, die 89 Meter erzielte. Für die größte Weite sorgte Nika Prevc mit 92 Metern, hatte dabei aber deutlich bessere Verhältnisse als das Spitzentrio und blieb mit 118 Punkten ein gutes Stück zurück.

Schmid beste DSV-Adlerin: Einige Mitfavoritinnen noch mit Problemen


Während bei den Männern Schwarz-Rot-Gold und Rot-Weiß-Rot dominieren, reichte es bei den Daman nicht ganz nach vorne. Jacqueline Seifriedsberger landete mit einem Sprung auf 89 Metern auf Rang fünf, wohingegen sich Katharina Schmid mit 88 Metern und dem sechsten Platz begnügen musste. Stark präsentierte sich auch die zweite Kanadierin, Abigail Strate, die auf Rang sieben einkam, während Jenny Rautionaho (FIN) und Joesephine Pagnier (FRA) ebenfalls die Fahnen für die kleineren Skisprung-Nationen hochhielten. Die Sommer-Dominatorien Nika Kriznar musste sich mit dem zehnten Platz begnügen.

Kriznar war jedoch nicht die einzige namenhafte Springerin, die es nicht ganz nach vorne geschafft hat. Mit Selina Freitag, Ema Klinec und Sara Takanashi platzierten sich drei Podiums-Anwärterinnen nur auf den Rängen zwölf, 13 und 14. Schwer taten sich auch Marita Kramer und Chiara Kreuzer, die auf den Rängen 17 und 26 einkamen. Für den Quali-Paukenschlag sorgte die Norwegerin Silje Opseth, die mit nur 68,5 Metern die Qualifikation klar verpasste. Zwar ist Opseth natürlich eine Springerin für große Anlagen, jedoch ist das Ergebnis für die begnadete Fliegerin trotzdem erschreckend.

DSV nach Mechler-Aus solide unterwegs

Man konnte gespannt sein, wie sich der DSV nach dem überraschenden Rücktritt von Maximilian Mechler präsentieren. Dabei bleibt festzuhalten, dass der Auftritt ordentlich, aber eher glanzlos war. Platz fünf für Schmid ist solide, aber schon der zwölfte Rang für Freitag ist nicht so ganz zufriedenstellend. Anna Rupprecht kann mit Rang 15 leben, während Luisa Görlich und Pauline Hessler auf den Plätzen 24 und 27 unauffällig blieben. Nicht im Wettbewerb dabei sein wird Pia Lilian Kübler, die bei 75 Metern landete und 48. wurde.

Polnischer Skiverband

Dawid Kubacki ist der Gewinner der polnischen Meisterschaften. Der 33-Jährige konnte auf der Normalschanze von Szczyrk seine langjährigen Weggefährten Piotr Zyla und Kamil Stoch hinter sich lassen.

Für die Nationalen Titelkämpfe gilt die Devise “Nichts neues in Polen“. Die drei Muskeltiere Dawid Kubacki, Piotr Zyla und Kamil Stoch sprangen in Szczyrk wenig überraschend auf die ersten drei Plätze. Platz eins ging an Dawid Kubacki, der sich blendend erholt zeigte, nachdem er im vergangenen Winter aufgrund von schweren Herzproblemen bei seiner Frau Marta vorzeitig aus dem Weltcup ausgestiegen war. Im Frühjahr gab der Weltmeister aus dem Jahr 2019 jedoch Entwarnung und konnte sich den Vorbereitungen auf die neue Saison konzentrieren. Bereits im SGP konnte er zuletzt mit dem zweiten Platz in Klingenthal zeigen, dass er weiterhin in der Weltspitze mitwirkt. Im Rahmen der nationalen Titelkämpfe hat er das mit Sprüngen auf 102,5 und 106,5 Meter bewiesen. Während nach Durchgang eins noch Piotr Zyla vorne lag, triumphierte Kubacki am Ende souverän mit 297,6 Punkten. Der amtierende Normal-Schanzen-Weltmeister landete nach 103 Metern in Durchgang eins im Finale lediglich bei 100,5 Metern und hatte demnach mit 287,7 Zählern knapp zehn Punkte Rückstand. Kamil Stoch konnte mit den beiden absprungstarken Athleten nicht ganz mithalten, rettete mit Sprüngen auf 101 und 100,5 Meter sowie 280,8 Punkten jedoch immerhin noch die Bronze-Medaille.

Kot verpasst Podium: Punktsieg im Kampf um die Startplätze

Lediglich ein Zehntel hinter Stoch verpasste Maciej Kot (98 und 100,5 Meter) das Podium. Der 32-Jährige, der seit Jahren um den Anschluss kämpft, konnte damit allerdings im Kampf um die verbliebenen zwei Startplätze für den Weltcup-Auftakt einen Punktsieg erzielen. Immerhin landeten Pawel Wasek (279,4 P.), Aleksander Zniszczol (278,2 P.) und Kacper Juroczek (277,2 P.) – wenn auch knapp – allesamt hinter ihm. Mit einem deutlichen Abstand auf die Top 7, komplettierten Jakub Wolny, Klemens Muranka und Tomasz Pilch die Top 10.

Welche zwei Springer Thomas Turnbichler für den Weltcup-Auftakt in Ruka nominiert, werden die kommenden Wochen zeigen. Die besten Chancen dürften jedoch weiterhin Pawel Wasek und Aleksander Zniszczol haben, da beide im Weltcup-Winter zumindest punktuell aufzeigen konnten und die besten U-30-Springer im Team sind.

Die besten Sprünge der polnischen Meisterschaft

COC Herren Continental Cup
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Mit zwei Springen am Samstag ist der COC-Sommer in Lake Placid zu Ende gegangen. Die beiden Wettbewerbe dürften insbesondere für das deutsche, österreichische und norwegische Team zur vollsten Zufriedenheit gelaufen sein.

Nach dem Erfolg von Pius Paschke am Freitagabend, folgte für den DSV-Adler zwar kein weiterer Sieg, jedoch hatte er dennoch Grund zur Freude. Der Routinier im deutschen Team belegte die Ränge zwei und vier, wodurch er zum einen die COC-Gesamtwertung gewann und zum anderen den so wichtigen Bonus-Startplatz für das DSV-Team in der ersten Winter-Weltcup-Perionde sichern konnte. Sehr überzeugend agierte allerdings auch Stefan Leyhe, der sich nach einem etwas enttäuschenden achten Platz am Freitag mit den Rängen zwei und drei gleich zweimal auf dem Podium wiederfand.

Villumstad und Aigner siegen in Lake Placid

Doch der Reihe nach: Den Sieg im ersten Springen sicherte sich der Norweger Fredrik Villumstad, der im windbedingt in einem Durchgang ausgetragenen Wettbewerb 125,5 Meter sprang und 134,4 Punkte erzielte. 2,5 Zähler dahinter teilten sich Paschke (126,5 Meter) und Leyhe (127 Meter) den zweiten Platz. Schon beim ersten Wettbewerb deutete sich aber an, dass die Österreicher auf der Lauer liegen. Maximilian Steiner (129 Meter) und Clemens Aigner (127,5 Meter) zeigten die weitesten Sprünge des Wettbewerbs, mussten sich aufgrund besserer Verhältnisse mit den Rängen vier und fünf zufrieden geben.

Beim daran anschließenden Wettbewerb drehten die beiden ÖSV-Adler den Spieß jedoch um. Den Sieg sicherte sich hierbei Clemens Aigner, der auf 122 Meter in Runde eins stolze 132 Meter im Finale folgen ließ. Mit 273,4 Punkten behielt er knapp die Oberhand gegenüber Maximilan Orter, der 125 und 130 Meter erzielte und in der Endabrechnung 3,3 Zähler Rückstand verbuchte. Der drittplatzierte Stefan Leyhe zeigte zwei konstante Sprünge auf 126,5 und 127 Meter und erzielte 267,5 Zähler. Knapp zehn Punkte dahinter reihte sich Pius Paschke auf dem vierten Platz ein. Der Routinier hatte im ersten Durchgang schlechte und im zweiten Durchgang sogar eher etwas zu gute Verhältnisse und landete bei 117,5 und 128 Metern. Clemens Leitner rundete als Fünfter das starke ÖSV-Ergebnis ab. Für Fredrik Villumstad reichte es immerhin für den sechsten Platz.

Bonus-Startplätze an Deutschland, Österreich und Norwegen – Slowenien schwächelt

Durch die Plätze eins und sechs ist es dem Norweger auch gelungen, den Bonus-Startplatz für den Winter zu sichern. Während auch die Deutschen und die Österreicher bis zur Tournee mit sechs Springen im Weltcup vertreten sein werden, ging Polen leer aus. Der Vortages-Zweite Maciej Kot konnte die Ränge sechs und zehn nachlegen, jedoch sammelte er hierbei ein paar Punkte zu wenig.

Noch deutlich weiter entfernt von einem Bonus-Startplatz war Team Slowenien. Während sich die Top-Slowenen auch in Klingenthal eher flügellahm präsentieren, gab es auch in Lake Placid keinen Grund zur Freude. Lovro Kos schnupperte mit den Rängen elf und 13 zumindest an den Top 10, jedoch dürfte für einen derartigen begnadeten Springer das eigentlich keine Hürde sein. Ähnliches gilt für Domen Prevc, der sich ebenfalls nur leicht im Vergleich zum Vortag steigerte und die Plätze 13 und 16 belegte.

Junger US-Amerikaner zeigt auf

Ganz zufrieden mit dem Wochenende dürfte die USA sein. Der junge und noch völlig unbekannte Tate Frantz erzielte mit den Rängen neun und 14 zwei überraschend starke Ergebnisse. Der 18-Jährige konnte vor dem Wochenende erst ein einziges Mal im COC Punkte erzielen. Casey Larson und Erik Balshow erzielten mit zwei 15. Plätze ebenfalls recht solide Resultate.

Eher unauffällig blieben wie am Vortag die beiden weiteren DSV-Starter. Jannik Faisst belegte die Ränge 25 und 22 und konnte sich immerhin kontinuierlich leicht steigern. Emanuel Schmid erwischte wie sein Bruder in Klingenthal einen eher unglücklichen Tag und musste sich trotz der geringen Teilnehmerzahl mit den Plätzen 27 und 29 begnügen.

Ergebnis Springen 1: https://medias3.fis-ski.com/pdf/2024/JP/3206/2024JP3206RL.pdf
Ergebnis Springen 2: https://medias4.fis-ski.com/pdf/2024/JP/3208/2024JP3208RL.pdf
COC Gesamtwertung: https://medias3.fis-ski.com/pdf/2024/JP/3208/2024JP3208STC.pdf

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