Weltcup Weltcup Damen

Die Silvester-Tournee ist Geschichte und der Weltcup-Tross ist ins ferne Japan weitergezogen, wo am Wochenende zwei Wettbewerbe von der Großschanze stattfinden werden. Am heutigen Freitag haben bereits drei Trainingsdurchgänge stattgefunden. Eine ganz klare Favoritin deutet sich noch nicht an, jedoch hat Katharina Althaus ihre gute Form bereits untermauern können.

Nach den Springen von den eher kleineren Anlagen in Ljubno und Villach, galt es für die Springerinnen heute, sich ideal auf die nicht ganz leicht zu springende Großschanze von Saporro einzustellen. Im ersten Training gelang dies der Oberstdorferin Katharina Althaus am besten, die bei 127,5 Metern landete und 77,9 Punkte erzielte. Dahinter folgte die Norwegerin Eirin Maria Kvandal (126,5 Meter/73,1 P.), die nach ihrem Kreuzbandriss in Lillehammer ihr Comeback gegeben hat, beim Silvester-Tournament aber nicht dabei war. Julia Clair (123,5 Meter/66,3 P.) zeigte überraschend den drittbesten Sprung. Nika Kriznar (124 Meter/63,6 P.), Yuka Seto (122,5 Meter/60,8 P.) und Eva Pinkelnig (119 Meter/60,5 P.) fanden ebenfalls gut rein. Selina Freitag erzielte nach 112,5 Metern die zehnthöchste Punktzahl. Pauline Hessler landete mit 124,5 Metern auf der 15. Position, wohingegen Anna Rupprecht (24.) und Luisa Görlich (36.) noch nicht an ihre Silvester-Tournee-Leistungen anschließen konnten.

Althaus auch im zweiten Training vorn

Katharina Althaus konnte den Schwung aus Sprung eins mitnehmen und absolvierte mit 126,5 Metern sowie 84,4 Punkten erneut den besten Sprung. Überraschend stark zeigte sich auch die Kanadierin Alexandria Loutitt (127,5 Meter/81,3 P.), die den zweitbesten Satz hinlegte. Silje Opseth zeigte nach einer für sie schwierigen Silvester-Tournee, dass auf den großen Anlagen mit ihr zu rechnen sein wird und erzielte mit einem Sprung auf 121,5 Meter 74,3 Punkte. Dahinter folgte Marita Kramer (120,5 Meter/65,6 P.), die insbesondere im ersten Trainingssprung noch gewisse Probleme hatte. Die gleiche Punktzahl erzielte Kvandal, die mit 125,5 Metern ihren guten ersten Sprung bestätigte. Ema Klinec (69,3 P.) und Eva Pinkelnig (67.2 P.) hielten sich im Vorderfeld, wenngleich gerade die Österreicherin mit ihrem Trainingstag nicht wirklich zufrieden sein dürfte. Chiara Kreuzer zeigte mit 119 Metern den achtbesten Sprung, konnte sich in den anderen beiden Versuchen aber nicht in den Top 15 einfinden. Selina Freitag sprang ebenfalls 119 Meter und platzierte sich direkt hinter Kreuzer und auch Luisa Görlich zeigte mit derselben Weite und Rang 13 einen deutlich besseren Versuch. Anna Rupprecht (111 Meter) und Pauline Hessler (116,5 Meter) erzielten die Trainingsränge 20 und 23.

Klinec überflügelt Althaus in Runde drei

Im dritten Trainingssprung zeigte sich die Slowenin Ema Klinec in starker Form und erzielte mit einen Satz auf 122,5 Meter die Top-Punktzahl von 75 Zählern. Ganz stark präsentierte sich erneut Eirin Maria Kvandal, die sogar einen Meter weiter sprang, mit 72,6 Punkten aber knapp zurückblieb. Katharina Althaus zeigte mit 120 Metern und 69,4 Punkten auf dem Papier ihren schwächsten Trainingssprung, jedoch reichte auch dieser für Rang drei. Notorisch Maruyama (119 Meter/67 P.) sorgte für das japanische Ausrufezeichen des Tages, zumal weder Takanashi (14.,17.,11.), noch Ito (17.,15.,10.) wirklich überzeugen konnten. Silje Opseth bestätigte mit 115,5 Metern und der fünftgrößten Punktzahl ihren guten zweiten Trainingssprung, Julia Clair zudem mit 118,5 Metern ihren guten ersten Satz. Eva Pinkelnig ließ sich mit 109,5 Metern (13. Rang) noch Luft nach oben. Selina Freitag erzielte den zwölftbesten Sprung, wohingegen Hessler (22.), Görlich (23.) und Rupprecht (34.) die Top 20 verpassten.

Eine Qualifikation fand am heutigen Tage nicht statt. Welchen Hintergrund dies hat, ist noch unklar. Eigentlich qualifizieren sich im Normalfall nur 40 der 54 Athletinnen für die erste Wertungsrunde, die am Samstag ausgetragen wird.

Resultat Training

Vierschanzentournee Weltcup Weltcup Herren

Der Bergisel hat sich bereits mit einem Tag Verfrühung als Schicksalsberg für die deutschen Tournee-Hoffnungen erwiesen. Beim Qualifikations-Sieg von Dawid Kubacki schied Karl Geiger völlig überraschend aus. Dem Oberstdorfer fehlten als 51. 0,2 Punkte.

Dawid Kubacki hat sich mit einem fulminanten Quali-Sieg zurückgemeldet und eine Kampfansage in Richtung Granerud gesendet. Der Pole gewann mit einem tollen Satz auf 128 Metern und 126,8 Punkten souverän vor seinem Landsmann Kamil Stoch, der 126 Meter in den Schnee setzte und 122,8 Punkte erzielte. Rang drei erzielte Anze Lanisek, der bei schwierigen Bedingungen auf 121 Meter flog und 116,1 Punkte erzielte.

Überraschend stark zeigten sich die beiden Norweger Marius Lindivik und Johann André Forfang, die nach zuletzt wankelmütigen Leistungen überzeugten und mit 122 bzw. 122,5 Meter die Ränge fünf und sechs belegten. Nach seinem fulminanten Trainingssprung auf 129,5 Meter, konnte Stefan Kraft mit 121 Meter nicht ganz an diesen anschließen und landete punktgleich mit Jan Hörl (123 Meter) auf dem sechsten Platz. Eine kleine Wiederauferstehung feierte Peter Prevc, der nach einem ganz schwachen Neujahrestag mit sehr soliden 121 Metern auf dem achten Rang sprang. Lovro Kos bestätigte seine gute Form und erzielte ebenfalls 121 Meter und den neunten Platz. Michael Hayböck komplettierte mit 120,5 Metern den zehnten Platz. Etwas überraschend verpasste Halvor Egner Granerud die Top 10 und wird nach seinem zwölften Platz morgen deutlich vor Kubacki dran sein.

DSV-Adler zwischen Mittelmaß und maßloser Enttäuschung

Aus deutscher Sicht sorgte einmal mehr Philipp Raimund für den Lichtblick. Der Youngster haderte zwar noch ein wenig mit seiner zweiten Flughälfte, konnte sich nach 121,5 Metern aber über Rang elf freuen. Andreas Wellinger bestätigte seine ordentlichen, aber nicht herausragenden Trainingsleistungen und sprang mit 118,5 Metern auf einen soliden 15. Platz. Damit reihte er sich unmittelbar vor Markus Eisenbichler (117,5 Meter) und Stephan Leihe (118,5 Meter) ein, die mit ihrem Quali-Tag einigermaßen zufrieden sein können. Dies gilt für Constantin Schmid und Pius Paschke weniger. Die beiden DSV-Adler kämpften sich den Bergisel hinunter und schafften die Qualifikation mit Sprüngen auf 111 Meter wenig glanzvoll. Immerhin werden sie morgen jedoch nach den Plätzen 41 und 45 mitwirken können. Dies gilt leider nicht für den besten Deutschen in der Gesamtwertung, Karl Geiger. Der Oberstdorfer hatte bei schwierigen Bedingungen zu kämpfen und zeigte mit 108 Metern einen erstaunlich kurzen Sprung. Am Ende fehlten 0,2 Punkte für die Qualifikation, was für einen derart konstanten Top-Springer natürlich aus dem Nichts kam. Der Bergisel hat jedoch eine andere Rechnung mit dem Gesamt-Fünften der Tournee-Wertung gemacht. “Das war Murks. Ich kann es noch nicht richtig in Worte fassen, das war heftig. Ich habe den Sprung überhaupt nicht erwischt“, sagte Geiger gegenüber der „ARD“. Zwar habe das Knie etwas gezwickt, „aber es war okay, ich will jetzt auch nicht nach Ausreden suchen.“

Bundestrainer Horngacher zeigte sich vom Ausscheiden seines Spitzenspringers ebenfalls ein wenig geschockt. “Das tut uns extrem weh, das ist extrem schmerzhaft für alle“, erklärte er gegenüber dem DSV. “Er hat den Sprung ein wenig übertrieben und der Bergisel ist eine gandenlose Schanze“, fasste der Coach zusammen. Ansonsten befand er die Qualifikation als “in Ordnung“ und lobte Eisenbichler für einen “ganz guten Sprung bei schwierigen Bedingungen“. In Summe sei man aber noch immer “ein bisschen hinten nach“ und müsse weiterarbeiten.“

Alle Österreicher mit dabei

Die Österreicher konnten sich auf ihrer Heimschanze geschlossen qualifizieren, werden aber nur mit sieben Adlern dabei sein, weil man auf die nationale Gruppe verzichtet hat. Das ganz große Highlight fehlte aus Sicht der Gastgeber noch, jedoch haben sich Kraft und Hörl mit dem geteilten sechsten Platz in Lauerstellung gezeigt und auch Michael Hayböck konnte sich wieder in den Top 10 präsentieren. Daniel Tschofenig (12.) und Manuel Fettner (15.) rundeten ein gutes Mannschaftsergebnis ab. Clemens Leitner konnte anders als in Garmisch-Patenkirchen noch nicht brillieren, qualifizierte sich mit 114 Metern und Rang 33 aber locker. Noch deutlich Luft nach oben hat Philipp Aschenwald, der bereits bei 110 Metern landete und 44. wurde.

Spannende K.o.-Duelle

Der Wettbewerb am morgigen Tag beginnt gleich mal mit dem Kracher-Duell Timi Zajc gegen Ryoyu Kobayashi. Direkt danach wird der heute überraschend kurz gesprungene Piotr Zyla von der Schanze gehen, hat mit Nakamura aber einen vermeintlich leichten Gegner. Als erster Deutscher ist Stephan Leyhe an der Reihe, der gegen Domen Prevc springen muss. Direkt im Anschluss kommt es zu den Duellen Eisenbichler – Deschwanden und Wellinger – Yukiya Sato. Philipp Raimund sollte mit Decker Dean leichtes Spiel haben, jedoch sind Schmid gegen Hayböck und Paschke gegen Kraft die klaren Underdogs. Aschenwald und Hörl werden sich ein rot-weiß-rotes Duell liefern. Den Abschluss machen mit Habdas gegen Stoch und Hula gegen Kubacki zwei polnische Duelle.

Ergebnis Qualifikation

Startliste Wettbewerb

Silvester Tournament

Beim Abschluss der Silvester-Tournee in Ljubno lag Freud und Leid besonders nahe beieinander. Während Eva Pinkelnig sich den Tagessieg und die goldene Eule für den Sieg der Gesamtwertung sicherte, verletzte sich Ursa Bogataj schwer am Knie. Aus deutscher Sicht bleibt immerhin die Freude über den ersten Podiumsplatz von Selina Freitag.

Die Österreicherin Eva Pinkelnig hat beim finalen Silvester-Tournee-Springen in Ljubno nichts anbrennen lassen und sich darüber hinaus den Tageserfolg gesichert. Die Weltcup-Gesamtführende zeigte zwei tadellose Sprünge auf 93,5 und 89,5 Meter und erzielte 253,4 Punkte. Drei Zähler dahinter landete die Norwegerin Anna Odine Ström, die bei 91,5 und 88 Metern landete. Nach ihren heftigen Problemen bei den Landungen am Vortag, war es ausgerechnet der Telemark im Finale, der Selina Freitag ihren ersten Podiumsplatz einbrachte. Die Deutsche sprang zweimal auf 88,5 Meter und erzielte 246 Punkte. Zwar scheiterte sie nach Coach-Entscheidung im Finale an der 95%-Marke, jedoch hatte dies letztlich keine negativen Folgen. Knapp am Podium vorbei schrammte Alexandria Louttit. Die Kanadierin blieb nach zwei Sprüngen auf 89 Meter nur sieben Zehntel hinter Freitag zurück. Rang fünf ging an die sehr konstante Slowenin, Nika Kriznar, die auf 92,5 und 87,5 Meter segelte. Sechste wurde die überraschend starke Lara Malsiner aus Italien mit Sprüngen auf 87 und 84 Meter.

DSV-Damen mit Licht und Schatten

Neben Selina Freitag zeigte einmal mehr auch Anna Rupprecht wieder eine sehr starke Leistung. Die 26-Jährige sprang auf 91,5 und 89 Meter, was zum siebten Platz reichte. Für Katharina Althaus lief es einen Tag nach ihrem Podiumsplatz nicht mehr optimal. Die Oberstdorferin kam nicht auf die nötige Höhe und musste sich nach Sprüngen auf 83 und 86,5 Meter mit Rang 13 begnügen. Luise Görlich konnte mit dem 22. Rang auch nicht an ihre zuletzt starken Leistungen anschließen. Pauline Hessler scheiterte als 31. knapp am Finaleinzug.

Österreicherinnen enttäuschen mannschaftlich

Bei den Damen zeichnete sich aus Sicht der Alpenrepublik das umgekehrte Bild zu den Männern beim Neujahresspringen ab. Diese sprangen mannschaftlich überragend, verfehlten jedoch das Podium. In Ljubno überzeugte jedoch einzig und alleine Eva Pinkelnig. Marita Kramer und Chiara Kreuzer platzierten sich mir 226,5 und 225,4 Zählern auf dem 16. und 17. Platz, was natürlich insbesondere für Erstere zu wenig ist. Jacqueline Seifriedsberger zeigte sich als 23. immerhin verbessert zur Qualifikation, stagniert in Summe aber auch ein wenig. Dies trifft ebenfalls auf Hannah Wiegele zu, die den Finaldurchgang verpasst hat.

Bogataj-Sturz wirft Schatten auf Silvester-Tournee

Bereits am Samstag hatte sich angekündigt, dass einige Damen enorme Probleme dabei haben, sicher auf dem Hang der Normalschanze von Ljubno zu landen. Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis etwas gröberes passiert. Getroffen hat es dann ausgerechnet Olympiasiegerin Ursa Bogataj, die im ersten Versuch bei 89,5 Metern zu Fall kam. Die Slowenin blieb einige Zeit im Schnee liegen und hat sich laut ORF-Informationen einen Kreuzbandriss zugezogen. Ein bitterer Rückschlag für die Weltklasse-Springerin, die bereits Erfahrungen mit genau dieser Verletzung gesammelt hat.

Pinkelnig gewinnt Silvester-Tournee

In der Gesamtwertung der Silvester-Tournee behielt die Tagessiegerin Eva Pinkelnig natürlich die Oberhand. Mit 1030,3 Punkten gewann die 34-Jährige klar vor Anna Odine Stroem, die 1004 Zähler erreichte. Das Podium komplettierte Nika Kriznar. Die Slowenin sammelte 980,3 Zähler. Beste Deutsche im Ranking ist die viertplatzierte Selina Freitag (972,8 P.), die Katharina Althaus (970,9 P.) im letzten Springen übertrumpfte. Anna Rupprecht schaffte als Gesamt-Siebte die Rückkehr in die erweiterte Weltspitze, wohingegen der Weg für Görlich (18.) und Hessler (32.) noch ein wenig weiter wird.


Ergebnis Einzelspringen

Ergebnis Silvester-Tournee

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Die Norwegerin Anna Odin Strom hat die Qualifikation für das abschließende Springen der Silvester-Tournee gewonnen. Selina Freitag und Nika Kriznar landeten auf den Rängen zwei und drei.

Vortages-Siegerin Anna Odin Strom hat die Quali mit einem Sprung auf 86,5 Meter gewonnen und Selina Freitag (87 Meter) sowie Nika Kriznar (85,5 Meter auf die Positionen zwei und drei verdrängt. Stark zeigte sich auch Josephine Pagnier aus Frankreich, die mit 87,5 Metern vierte wurde. Eva Pinkelnig (AUT) und Ursa Bogataj komplettierten die Top 6.

Die DSV-Springerinnen haben sich geschlossen qualifiziert. Einen guten Eindruck hinterließ Anna Rupprecht, die siebte wurde. Katharina Althaus hat als 13. noch Luft nach oben. Luise Görlich erzielte mit 88,5 Metern die größte Weite, erreichte damit aber nur Rang 19. Pauline Hessler wurde 25.

Offizielles Resultat (Qualifikation)

Startliste (Wettkampf)

Silvester Tournament

Katharina Althaus scheint sich langsam, aber sicher mit der Normalschanze von Villach anfreunden zu können. Die Oberstdorferin gewann die Qualifikation mit einem Sprung auf 89 Meter vor Nika Kriznar und Sara Takanashi.

Der starke Finalsprung von gestern, scheint bei Katharina Althaus eine Art Knotenlöser gewesen zu sein. Die stärkste deutsche Skispringerin segelte auf 89 Meter und erzielte mit 116,8 Zählern die größte Punktzahl. Nur 1,8 Punkte dahinter reihte sich Nika Kriznar ein, die 87,5 Meter weit sprang. Einen weiten Sprung in der Qualifikation zeigte auch die Japanerin Sara Takanashi, die 90,5 Meter sprang und 114,6 Punkte erzielte.

Überraschend stark zeigte sich auch Yuki Ito, die nur um einen Zähler hinter ihrer Landsfrau zurückblieb und mit 91,5 Metern die Top-Weite hinlegte. Die Deutsche Anna Rupprecht konnte ihre positive Tendenz untermalen und wurde mit einem Sprung auf 91 Metern fünfte. Ihre Top-Performance von gestern konnte auch Alexandaria Loutitt bestätigen, die nach einem Sprung auf 90,5 Meter sechste wurde. Damit landete sie unmittelbar vor Selina Freitag, die als drittbeste DSV-Adlerin mit 87 Metern siebte wurde.

DSV-Damen mit guter Qualifikation und nur wenigen Schwächen

Dank der Sprünge von Althaus, Rupprecht und Freitag gibt es aus DSV-Sicht wenig zu meckern. Luise Görlich und Agnes Reisch präsentierten sich ordentlich und erzielten mit 88,5 bzw. 89,5 Metern den geteilten 18. Platz. Lediglich für Pauline Hessler läuft es weiterhin nicht rund, da mit 76,5 Metern nur ein 40. Platz heraussprang.

Österreicherinnen enttäuschend

Die ÖSV-Damen haben im Wettkampf noch einiges aufzuholen. Chiara Kreuzer war überraschend die beste ÖSV-Dame und darf mit dem achten Platz sehr zufrieden sein. Vortagessiegerin Eva Pinkelnig blieb mit 87 Metern und Rang zwölf hinter den Erwartungen zurück. Rang 17 für Jacqueline Seifriedsberger ist ordentlich, wohingegen der 21. Rang von Marita Kramer noch reichlich Luft nach oben lässt. Hannah Wiegele qualifizierte sich als 38.

Ergebnis Qualifikation

Weltcup Damen

Die Österreicherin Eva Pinkelnig hat die Qualifikation vor dem Auftaktspringen der Silvester-Tournee in Villach gewonnen. Die Österreicherin verdrängte Selina Freitag und Ema Klinec auf die Ränge zwei und drei.

Eva Pinkelnig konnte ihrer Mitfavoritenrolle in der Qualifikation für das erste Villach-Springen gerecht werden und siegte mit einem Sprung auf 93,5 Meter und 132,1 Punkte. Nur 1,8 Zähler dahinter belegte die Deutsche Selina Freitag den zweiten Platz mit einem Satz auf ebenfalls 93,5 Meter. Rang drei belegte die Slowenin Ema Klinec, die mit 94 Metern die Tages-Bestweite erzielte, mit 128,3 Zählern aber knapp hinter den beiden besten Springerinnen blieb. Landsfrau Nika Kriznar belegte mit 90 Metern den vierten Platz, dicht gefolgt von der Japanerin, Sara Takanashi, die 93 Meter erzielte. Nika Prevc feierte als Sechste ebenfalls ein starkes Ergebnis.

DSV-Team mannschaftlich geschlossen

Katharina Althaus wurde zwar überraschend von Selina Freitag geschlagen, reihte sich mit einem Sprung auf 90 Meter jedoch immerhin auf dem siebten Platz ein. Nur einen Rang dahinter landete Anna Rupprecht, die ebenfalls starke 90 Meter erzielte und sogar vor der Olympia-Siegerin Ursa Bogataj blieb. Agnes Reisch erzielte 87 Meter und landete auf einem ordentlichen 18. Platz Luisa Görlich (28.) und Pauline Hessler (38.) ließen sich noch ein wenig Luft nach oben.

ÖSV-Adlerinnen hinken zurück

Österreich muss sich beim Silverster-Tournament wohl auf Eva Pinkelnig verlassen. Die anderen ÖSV-Adlerinnen hatten mit der Spitze schließlich wenig zu tun. Chiara Kreuzer erzielte mit 86,5 Metern einen soliden 16. Platz, wohingegen Marita Kramer mit Rang 18 nicht zufrieden sein kann. Für Jacqueline Seifriedsberger waren 85 Meter und Platz 20 ein kleiner Schritt nach vorne, Hanna Wiegele erreichte mit 72,5 Metern hingegen nur den 43. Platz.

Resultat Qualifikation

Startliste Einzelspringen + K.o.-Paarungen

Weltcup

Der Österreicher Manuel Fettner hat die Qualifikation für das zweite Einzelspringen in Engelberg gewonnen. Der Routinier segelte auf 139 Meter und ließ der Konkurrenz keine Chance. Karl Geiger und Halvor Egner Granerud belegten die Ränge zwei und drei.

Manuel Fettner hat sich mit einem beeindruckenden. Satz auf 139 Meter den Qualifikations-Sieg gesichert. Zwar sprang der wiedererstarkte Karl Geiger sogar einen Meter weiter, jedoch hatte der Oberstdorfer auch die besseren Windverhältnisse. Halvor Egner Granerud erzielte bei starkem Rückenwind 132,5 Meter und positionierte sich damit auf Rang drei. Unmittelbar dahinter landeten sein norwegischer Landsmann Robert Johannson (137 Meter) und die beiden Polen Kamil Stoch (135,5 Meter) und Dawid Kubacki (126 Meter).


DSV-Team mit guter Qualifikation

Das DSV-Team kann nicht nur wegen dem zweiten Platz von Geiger zufrieden sein. Andreas Wellinger bestätigte seinen guten Wettkampf von gestern mit 132,5 Metern und reihte sich auf Platz sieben ein. Rang acht sicherte sich Pius Paschke mit ebenfalls starken 135 Metern. Markus Eisenbichler und Constantin Schmid zeigten sich im Vergleich zum Vortag verbessert und können nach Sprüngen auf 129 und 127 mit den Rängen 16 und 21 durchaus leben. Selbiges gilt auch für Stephan Leyhe, der mit soliden 124 Metern den 24. Platz belegte.

ÖSV-Team zeigt Zähne

Die Österreicher präsentierten sich einmal mehr mannschaftlich stark. Neben Manuel Fettner konnte auch Michael Hayböck einen Zaubersprung auf 142 Meter zeigen, stürzte jedoch und belegte Rang 19. Sehr ordentlich lief der Durchgang für Jan Hörl und Philipp Aschenwald, die mit den Rängen neun und 14 zufrieden sein dürfen. Dies gilt hingegen nicht für Stefan Kraft, der bei starkem Rückenwind 20. wurde. Markus Müller kämpfte sich als 49. gerade noch ins Finale und profitierte von den Disqualifikationen für Aalto und Wasek.

COC Herren Continental Cup Weltcup Herren

Der verletzungsgeplagte Anders Fannemel hat sich mit einem Sieg im finnischen Ruka zurückgemeldet. Der 31-Jährige triumphierte in einem Durchgang vor seinem norwegischen Landsmann Joacim Ødegård Bjøreng  und dem Finnen Eetu Nousianinen. Die DSV-Adler erlebten hingegen einen ziemlich schwarzen Tag.

Als ehemaliger Skiflug-Weltrekordler sind die fliegerischen Fähigkeiten von Anders Fannemel natürlich hinlänglich bekannt. Aufgrund von zahlreichen Verletzungen konnte er diese in den letzten Jahren aber kaum mal abrufen. Bereits im Sommer kündigte sich jedoch an, dass Fannemel im Aufwind ist. Mit einem Satz auf 141 Meter und 139,2 Punkten konnte er das zumindest mal in einem COC bestätigen. Wer weiß, vielleicht sehen wir den siegreichen Norweger in absehbarer Zeit bei der Vierschanzentournee. Mit einem Sprung auf 138 Metern komplettierte Joacim Ødegård Bjøreng (132,5 P.) den norwegischen Doppelsieg. Rang drei ging an den Finnen Eetu Nousiainen, der 134,5 Meter und 125,1 Punkte erzielte.

Knapp am Podium vorbei segelte der formstarke Österreicher Clemens Leitner, der 133 Meter in den Schnee zauberte. Für die Top-Sensation des Tages sorgte jedoch ein Türkei – und der hieß nicht Ipcioglu. Muhamed Ali Bedir sicherte sich mit starken 131,5 Metern völlig überraschend den fünften Platz. Vilho Palosaari konnte mit Rang sechs ein ordentliches finnisches Gesamt-Resultat bestätigen. Die beiden Österreicher Landerer (7.) und Ortner (9.) sowie die beiden Slowenen Vidic (8.) und Bartol (10.) komplettierten die Top 10.

Braun bester Deutscher – Raimund gestürzt


Für den DSV lief der Samstag in Ruka nicht sonderlich gut. Dabei muss man Finn Braun und Simon Spiewok jedoch ausklammern. Die beiden jüngsten und unerfahrensten Springer im deutschen Team schlugen sich am Monsterbacken von Ruka noch am besten. Die beiden Athleten sprangen 127,5 Meter und belegten die Ränge 14 und 16. Eher mittelmäßig verlief der Arbeitstag von Luca Roth und David Siegl, die mit 129 und 129,5 Metern die Ränge 19 und 20 belegten. Ausgerechnet die beiden normalerweise besten Deutschen, Justin Lisso und Philipp Raimund, konnten aber überhaupt nicht überzeugen. Lisso sammelte als 30. einen Zähler, während Philipp Raimund nach einem Sprung auf 125,5 Meter zu Fall kam und auf Rang 45. einkam. Unmittelbar nach Raimund kam auch der Norweger Sondre Ringen bei selbiger Weite zu Fall. Die beiden Springer hatten den COC in Vikersund noch dominiert. Nun gilt es zu hoffen, dass sich die beiden Athleten nicht schwerwiegender verletzt haben.

Am morgigen Tag steht noch ein weiteres Springen an. Hier werden dann auch Final die Quotenplätze für die nächste Periode vergeben. Trotz des Sturzes von Raimund sieht es derzeit ganz danach aus, als würden sich Norwegen, Österreich und Deutschland die zusätzlichen Startplätze bei der Tournee sichern. Der DSV-Startplatz ist nur dann gefährdet, wenn der Pole Habdas mindestens Rang zwei erreicht. Viel wichtiger ist jedoch die Frage, wie es Raimund nach seinem Sturz geht. Dieser hätte schließlich die Chance, bei der Tournee alle vier Springen mitzumachen.


Update: Philipp Raimund und Sondre Ringen sind aufgrund von sehr böigen Verhältnissen zu Fall gekommen. Den Springern geht es körperlich dem ersten Anschein nach soweit gut. Nun geht es für beide aber darum, den Schreckensmoment zu überwinden und neu anzugreifen.

Ergebnis

Weltcup

Der Pole Dawid Kubacki hat das Sonntags-Springen von Neustadt in beeindruckender Manier gewonnen. Der Weltcup-Führende schockte die Konkurrenz mit einem der deutlichsten Siege, die es in den letzten Jahren gegeben hat. Das Podium komplettierten Anze Lanisek aus Slowenien und Stefan Kraft aus Österreich.

Dawid Kubacki hat die Konkurrenz zum Abschluss des Weltcup-Wochenendes von Neustadt nochmal ordentlich geschockt. Der Routnier segelte auf 139,5 und 143 Meter und ließ der Konkurrenz mit 309,7 Punkten nicht den Hauch einer Chance. Anze Lanisek zeigte erneut zwei starke Sprünge auf 132,5 und 138,5 Meter, hatte am Ende jedoch satte 25,7 Punkte Rückstand auf den überragenden Polen. Stefan Kraft steigerte sich im Vergleich zu seiner eher mäßigen Qualifikation deutlich und segelte nach Sprüngen auf 131 und 141,5 Metern auf das Podium. Dem Österreicher fehlten nur 0,9 Punkte auf Lanisek.

Piotr Zyla untermalte seine Top-Form und erzielte mit zwei konstanten Sprünge 274,3 Punkte, was letztlich zu Rang vier reichte. Nur gut zwei Punkte dahinter teilten sich Karl Geiger und Halvor Egner Granerud den fünften Platz. Während Geiger im Finale mit 138 Metern nochmal die Aufholjagd starte, ließ Granerud mit 132 Metern wie schon am Freitag federn. Rang sieben ging an den Norweger Robert Johanssen, der sich knapp vor dem heute stark verbesserten Kamil Stoch positionierte. Markus Eisenbichler belegte mit noch nicht ganz fehlerfreien Sätzen auf 128,5 und 135,5 Meter den neunten Rang. Der punktgleiche Michael Hayböck komplettierte mit 128,5 und 135 Metern die Top 10.

Alle sechs DSV-Adler sammeln Weltcup-Punkte


Die weiteren DSV-Adler konnten allesamt Punkte sammeln. Pius Paschke verpasste die Top 10 nach Sprüngen auf 128,5 und 133,5 Meter knapp und belegte letztlich einen zufriedenstellenden 13. Rang. Stephan Leyhe wurde wie am Vortag 15., nachdem er 132,5 und 133 Meter erreichte. Für Constantin Schmid lief es nicht ganz so gut wie an den letzten beiden Tagen. Trotz undankbarer Bedingungen im Finale reichte es aber nach 128 und 126,5 Metern immerhin für den 21. Platz. Andreas Wellinger musste sich nach Sprüngen auf 127,5 und 127 Metern mit den 27. Platz zufrieden geben. Der 27-Jährige kämpfte mit einer schwachen Anfahrtsgeschwindigkeit und den Sturzfolgen vom Freitag.

ÖSV-Springer mit Licht und Schatten

Die Österreicher mussten sich ein Stück weit auf die beiden Routiniers Stefan Kraft und Michael Hayböck verlassen. Der noch erfahrenere Manuel Fettner konnte sich nach einem schwachen ersten Durchgang mit 130 Metern im Finale immerhin auf den 17. Platz retten. Für Jan Hörl und Philipp Aschenwald reichte es nach mäßigen Final-Sprüngen nur für Rang 24 und 25. Die beiden Youngster Markus Müller und Daniel Tschofenig scheiterten bereits im ersten Durchgang am Cut.

Ergebnis

Weltcup Damen

Mit einem wahren Zaubersprung hat sich der Pole Dawid Kubacki den Sieg in der Qualifikation für das Einzelspringen am Sonntag gesichert. Mit seinen 141 Meter überflügelte er den Norweger Halvor Egner Granerud und den Slowenen Anze Lanisek. Das DSV-Team landete eher im Mittelfeld.

Der Sieg am heutigen Tag sollte nur über Dawid Kubacki gehen. Der Weltcup-Führende zeigte den mit Abstand besten und saubersten Sprung. Mit einer Weite von 141 Meter und 149,2 Punkten, schob er sich sieben Zähler vor Granerud, der zwar nur einen halben Meter kürzer sprang, jedoch besseren Wind hatte und schwächer landete. Anze Lanisek (136,7 P.) blieb zumindest ansatzweise auf Tuchfühlung, nachdem er 134,5 Meter in den Schnee gesetzt hatte. Piotr Zyla erreicht mit einem Sprung auf 133 Meter Rang vier, hatte jedoch schon 17,7 Punkte Rückstand auf Granerud. Mit Robert Johansson, Michael Hayböck, Johann Andre Forfang und Timi Zajc landeten die üblichen Verdächtigen auf den weiteren Plätzen. Der zuletzt schwächelnden Kamil Stoch, zeigte seinen besten Sprung des Wochenendes und kann nach 133 Metern und Rang neun mit etwas mehr Zuversicht in den Wettbewerb gehen.

DSV-Adler mit dabei – aber mit Luft nach oben

Die DSV-Adler konnten sich geschlossen qualifizieren, aber noch nicht durchgängig überzeugen. Bester DSV-Adler war Karl Geiger, der mit einem Sprung auf 133 Meter und 126,6 Punkten den zehnten Platz belegte. Damit blieb er genau ein Zehntel vor Pius Paschke, der einen halben Meter kürzer Sprang und Rang elf belegte. Constantin Schmid konnte seine Performance der letzten beiden Tage nicht ganz bestätigen, schlug sich jedoch mit 129 Metern und Rang 21 solide. Andreas Wellinger sprang die identische Weite und kam auf dem 23 Platz ein. So ganz aus den Knochen scheint sein Sturz vom Freitag jedoch noch nicht zu sein. Stephan Leyhe erreichte mittelmäßige 127,5 Meter und Rang 26. Markus Eisenbichler hatte nach dem Absprung einige Probleme und musste sich mit dem 32. Platz begnügen.

ÖSV-Team mannschaftlich geschlossen

Michael Hayböck erreichte als Sechster das beste ÖSV-Resultat. Manuel Fettner bestätigte seine konstante Form und kam mit 132 Meter auf dem 13. Platz ein. Stefan Kraft enttäuschte hingegen und musste sich mit Rang 15 begnügen. Damit war er nur um einen Platz besser als Jan Hörl, der nach einem bisher schwierigen Wochenende klar seinen besten Sprung zeigte. Phillip Aschenwald (22.), Daniel Tschofenig (24.) und Markus Müller qualifizierten sich ungefährdet für den Wettbewerb.

Ergebnis Qualifikation