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Mit einem unglaublichen Sprung von 136,5 Meter liegt Markus Eisenbichler nach dem ersten Durchgang in Führung. Auf Rang zwei liegt Halvor Egner Granerud, der derzeit der erbittertste Widersacher des Siegsdorfer ist. Auch der Österreicher Daniel Huber befindet sich mit 131 Meter auf Podiumkurs.

Der Sieg beim heutigen Einzelspringen geht wieder nur über Eisenbichler und Granerud. Mit 144,4 Punkten liegt der 29-Jährige deutlich vor Granerud (133,3 Punkte) und Huber (130,5 Punkte). Auf Rang vier befindet sich überraschend Aleksander Znisczczol (125,9 Punkte). Auf Rang fünf liegend, hat sich auch Evgeniy Klimov in seiner russischen Heimat zurückgemeldet. Zweitbester Deutscher ist derzeit Pius Paschke, der nach einem Sprung auf 128 Meter auf Rang sieben platziert ist. Im Finale mit dabei ist auch Martin Hamann, der nach 123,5 Meter auf Rang 19 liegt.

Lindvik verpasst Gate-Gutschrift

Der erste Durchgang lieferte zudem einiges an Kuriositäten. So wurde Dominik Peter erst disqualifiziert und dann doch wieder in die Wertung genommen. Der Schweizer ersprang einem starken 18. Platz. Pech hatte auch Marius Lindvik. Aus Angst vor einem zu weiten Sprung verkürzte Norwegen-Coach Stöckl den Anlauf um ein Gate. Allerdings gelangen dem Tournee-Zweiten mit 125 Meter nicht die nötigen 95 Prozent der Hillsize. Demnach liegt dieser derzeit nur auf Rang 20.

Der DSV muss im Finale gleich auf drei Athleten verzichten. So verpassten Constantin Schmid, Severin Freund und Andreas Wellinger das Finale mit den Plätzen 38 bis 40 deutlich.

Startliste Finale

Weltcup Herren

Norwegische Meisterschaften mit internationaler Beteiligung im Probedurchgang: Ruka-Sieger Halvor Egner Granerud verwies mit 84,5 Punkten seine beiden Landsmänner Daniel Andre Tande (79,3 Punkte) und Robert Johansson (77 Punkte) auf die Plätze zwei und drei.

Lediglich Anze Lanisek konnte die norwegischen Armada als Viertplatzierter durchbrechen. Auf den Rängen fünf und sechs landeten mit Johan Andre Forfang und Marius Lindvik nämlich noch zwei weitere Wikinger. Überraschend stark präsentierte sich auch Manuel Fettner, der direkt vor Markus Eisenbichler auf Rang sieben landete. Der deutsche Vorzeigeflieger hatte dagegen noch ein wenig mit dem geringen Gate im Verbund mit wenig Aufwind zu kämpfen. So wirklich zurecht kommen die DSV-Adler in Russland allgemein noch nicht. So gelang es lediglich Martin Hamann, sich als Neunter noch im Vorderfeld zu platzieren. Zu kämpfen hatten dagegen Severin Freund und Andreas Wellinger, die jenseits der Top-30 landeten.

Eisenbichler gegen die Norweger: Wettkampf beginnt um 16:30 Uhr

Nach den drei Disqualifikationen am Vortag werden ab 16:30 Uhr lediglich 48 Athleten im ersten Durchgang vertreten sein. Bereits gestern hatte sich ein erbitterter Zweikampf zwischen Eisenbichler und Granerud angedeutet. Nun ist aber klar, dass sich „Eisei“ gegen mindestens drei oder vier weitere Norweger erwehren muss. Darüber hinaus zählen Yukia Sato, Daniel Huber und Anze Lanisek zum erweiterten Favoritenkreis.

Ergebnis Probedurchgang

Startliste 1. Durchgang

Weltcup Herren

Markus Eisenbichler zeigt auch in der heutigen Qualifikation seine Weltklasse. Mit 135 Metern springt er zum Sieg in der Qualifikation. Granerud wird Zweiter und Huber Dritter.

Der erste deutsche Springer der Qualifikation ist Andreas Wellinger, welcher nach einer langen Verletzungspause noch etwas auf der Suche nach seiner Form ist. Er springt 119 Meter weit, qualifiziert sich damit für den morgigen Wettkampf, mehr aber auch nicht. 120 Meter weit springt der nächste Deutsche, Martin Hamann. Damit landet er wie Wellinger, im Mittelfeld. Startnummer 40 der Qualifikation trägt Constantin Schmid, welcher mit einem Sprung auf 123,5 Meter zufrieden sein kann. Severin Freund kann an seine Leistung vom vergangenen Wochenende mit einem Platz in den Top-10 nicht anknüpfen und springt nur 119 Meter weit. Pius Paschke ist der vorletzte Deutsche. Er verkauft sich mit seinen 120 Metern unter Wert, kann aber mit Zuversicht auf den Wettkampf blicken. Als letzter Starter des Feldes kommt der Weltcupführende Markus Eisenbichler: Seine 135 Meter sind die Bestweite des Tages und sorgen für den Sieg in der Qualifikation (138,1 Punkte).

Marius Lindvik geht für die Norweger als Erstes in die Spur und springt mit 128 Metern zur zwischenzeitlichen Führung. Als nächster Norweger ist Tande an der Reihe. Er kann nicht mit seinem Teamkollegen mithalten und springt nur 119,5 Meter weit. Anders Haare und Sander Vossan Eriksen reihen sich mit Sprüngen auf 121,5 und 118 Metern im Mittelfeld ein. Die letzten Springer aus dem norwegischen Team sind Forfang, Johansson und der Gewinner des letzten Sonntags Granerud. Forfang und Johansson zeigen gute Sprünge, welche für Platz elf und sechs der Qualifikation reichen. Granerud setzt noch einen drauf und wird dank seinem Sprung auf 131,5 Meter Zweiter (135,8 Punkte). Am Ende Der Qualifikation sind drei Norweger unter den besten Zehn vertreten.

Hörl wird disqualifiziert

Die Österreicher starten aufgrund von Coronafällen im Team, unter anderem ohne Stefan Kraft und Philipp Aschenwald. Jan Hörl und die verbleibenden Springer aus Österreich versuchen die Lücke zu schließen und sich von ihrer besten Seite zu zeigen, so auch in der heutigen Qualifikation. Mit Weiten zwischen 121,5 Metern und 130 Metern zeigen sie eine solide Leistung und schaffen es mit Daniel Huber vorne mit zu mischen. Der Österreicher zeigt mit 130 Metern einen guten Sprung, der für Platz drei der Qualifikation reicht (130,2 Punkte).
Jan Hörl wird einige Minuten nach seinem Sprung aufgrund eines nicht-regelkonformen Sprunganzuges disqualifiziert.

Eine Überraschung schafft der Russe Mikhail Nazarov. Seine 126 Meter bescheren ihm einen Platz in den Top-15 der Qualifikation.

Der erste Einzelwettkampf findet morgen um 16:30 Uhr CET (Nizhny Tagil, + 4 Stunden) statt und wird live von der ARD und Eurosport übertragen. Hier geht’s nochmal zum Überblick der Schanze und dem Programm in Nizhny Tagil.

Ergebnis Qualifikation

Quelle: FIS

Weltcup Herren

In den beiden Trainingsdurchgängen auf der Tramplin-Stork-Schanze hatte Halvor Egner Granerud erneut die Nase vorne. Mit Sprüngen auf 133 m und 130,5 m gewann er beide Trainingsdurchgänge und zeigt sich weiterhin in beeindruckender Verfassung.

Auch für Markus Eisenbichler sehen die Trainings-Ergebnisse erneut gut aus. Im ersten Durchgang landete er mit einer Weite von 127,5 Metern und aus gleichem Gate wie sein aktuell stärkster Konkurrent Granerud, auf Rang drei. In der zweiten Runde lief es für den stärksten Deutschen mit einem weiteren Top-Sprung auf 129 Metern ebenfalls gut. Er reihte sich dort als 2. knapp hinter dem Norweger Granerud ein.

Norweger überzeugen im Training

Im ersten Trainingsdurchgang hatte das norwegische Team bereits vier Athleten in die Top-6 und auch in der zweiten Runde präsentierten sich die Nordmänner stark. Cheftrainer Alexander Stöckl verkürzte sogar für zwei seiner Schützlinge die Anlauflänge im ersten Durchgang. Nachdem das Training aus Gate 8 begonnen wurde, entscheid sich Stöckl bereits bei Marius Lindvik für eine Verkürzung auf Gate 6. Dieser schaffte es dann mit einem Sprung auf 120,5 m zwar gerade einmal auf den 21. Platz, machte es im zweiten Durchgang mit einem Satz auf 127 m (4.) dann aber deutlich besser. Auch bei seinem derzeit besten Athleten Halvor Egner Granerud, wurde der Anlauf in beiden Durchgängen verkürzt. Dieser sprang der Konkurrenz dennoch davon und setze sich im ersten Training vor seinem Teamkollegen Daniel-André Tande (129,5 m) an die Spitze. Mit einer Weite von 126 m in Runde 2, reichte es für Daniel-André Tande nochmal für einen guten 4. Platz. Auch Robert Johansson (6., 3.) landete zwei Mal in den Top-10.

DSV-Sextett mit soliden Sprüngen

Neben Markus Eisenbichler landeten Martin Hamann mit guten Sätzen auf Rang 8 und 18, Pius Paschke auf zwei 13. Rängen sowie Constantin Schmid auf den Plätzen 20 und 16. Severin Freund erwischte zu Beginn mit 115 m (37.) noch einen schwächeren Sprung, konnte sich dann im zweiten Training mit einem Sprung auf 120 Metern (33.) allerdings noch ein wenig verbessern. Andreas Wellinger (33., 43.) hat weiterhin zu kämpfen und reihte sich im Training etwas weiter hinten ein.

Auch Huber und Sato nicht weit weg

Auch der Österreicher Daniel Huber, der nach seiner Quarantäne in den Weltcup zurückgekehrt ist, landete mit Sprüngen auf 124 m (7.) und 126 m (8.) zwei Mal in den Top-10 und ist damit nicht weit von der Spitze entfernt. Für Yukiya Sato lief der erste Sprung auf 120,5 m (15.) noch nicht optimal. In der zweiten Runde reihte e sich mit 128,5 m (5.) deutlich weiter vorne ein.

Die Qualifikation folgt um 15:30 Uhr CET (Nizhny Tagil, +4 Stunden) und wird live bei Eurosport übertragen.

Resultat Offizielles Training
Startliste Qualifilation

Quelle: FIS

Weltcup Herren

An diesem Wochenende steht bereits die dritte Weltcup-Station auf dem Programm. In Nizhny Tagil soll am Samstag und Sonntag jeweils ein Einzelwettbewerb stattfinden. Nachdem es in den vergangenen zwei Wochen bereits mehrere Corona-Zwischenfälle gab, fehlen bei den Wettbewerben in Russland nicht nur das tschechische Team, sondern bis auf Daniel Huber und Jan Hörl, nach wie vor auch fast das gesamte österreichische Nationalteam.

Der Weltcup-Gesamtsieger der vergangenen Saison, Stefan Kraft, wird auch an diesem Wochenende fehlen. Ob er zu den Skiflug-Weltmeisterschaften in der kommenden Woche antreten kann, steht noch auf der Kippe.

Zurück im Weltcup-Geschehen sind hingegen seine beiden Teamkollegen Daniel Huber und Jan Hörl. Huber begann im ersten Einzelwettkampf der Saison in Wisla mit einem starken dritten Platz und zeigte sich ähnlich wie Markus Eisenbichler und Halvor Egner Granerud in einer herausragenden Frühform mit konstant guten Sprüngen. Ob er diese Form während seiner Quarantäne-Zeit beibehalten konnte, wird sich vielleicht schon im heutigen Training und der Qualifikation zeigen. Für das österreichische Team, das in Ruka nur mit dem B-Team am Start war, dürfte es damit definitiv wieder spannender werden.

Eisenbichler: „Ich möchte fit bleiben und meine Form auskosten“

Nach zwei Siegen und einem zweiten Platz startet der Deutsche Markus Eisenbichler erneut als Weltcup-Führender ins Wochenende. Wie er am Donnerstag in einer Pressekonferenz des Deutschen Skiverbandes (DSV) mitteilte, halten er und seine Teamkollegen sich strikt an die Hygienevorschriften und versuchen weiterhin eine Corona-Infektion mit allen Mitteln zu vermeiden. Jeder hat ein Einzelzimmer und verlassen wird ein Zimmer nur mit Mund-Nasen-Schutz, meistens FFP2-Maske und Handschuhen. Doch von alle dem scheint sich Eisenbichler momentan nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. „Ich möchte fit bleiben und meine Form auskosten“, erklärt er. Bleibt zu hoffen, dass der 29-Jährige seine aktuell lockere und ruhige Einstellung beibehalten und weiter davon profitieren kann.

Zu Eisenbichlers Konkurrenten an diesem Wochen zählen Halvor Egner Granerud, Yukiya Sato und Daniel Huber. Die aktuell dritt- und fünftplatzierten Dawid Kubacki und Piotr Zyla aus Polen sowie ihre polnischen Kollegen des A-Teams nehmen an diesem Wochenende nicht teil. Für den polnischen Skiverband geht stattdessen das B-Team an den Start.

Nur 51 Athleten am Start

Im Starterfeld von Nizhny Tagil fehlt heute nicht nur Karl Geiger, der aus persönlichen Gründen nach Ruka nach Hause gereist ist, sondern auch weiterhin das tschechische Team. Dieses wurde zwar aufgrund eines Fehlers bei Filip Sakalas Corona-Test aus der Quarantäne entlassen, hat sich dennoch entscheiden, an den Wettbewerben in Russland nicht teilzunehmen.

13:30 Uhr – Offizielles Training
15:30 Uhr – Qualifikation

Startliste Offizielles Training & Qualifikation

Olympische Spiele Weltcup Damen Weltcup Herren

In diesem Winter sollten eigentlich die Test-Wettbewerbe für die Olympischen Winterspiele in Peking 2022 stattfinden. Diese wurden jedoch aufgrund der Corona-bedingten Maßnahmen in China abgesagt.

Von 12.-14. Februar 2021 sollten die Skispringer und Skispringerinnen eigentlich die neue Olympia-Schanzenanlage in Peking testen. Doch wie der internationale Skiverband (FIS) nun offiziell bestätigt hat, fällt die Olympia-Generalprobe aus, zumindest in diesem Winter. Als Hauptgrund wurden die Einreisebedingungen für alle Athleten genannt, die sich nach Vorgaben der chinesischen Regierung in eine 14-tägige Quarantäne begeben müssten.

FIS-Renndirektor Sandro Pertile arbeitet jedoch bereits an einem Plan B. Dieser könnte so aussehen, dass die Test-Wettkämpfe erst in der nächsten Saison durchgeführt werden würden oder dass man gegebenenfalls im Sommer nach Peking reisen und auf Matten springen würde. Einen Ersatz für das ausgefallene Weltcup-Wochenende soll es in dieser Saison noch geben.

Quelle: FIS

ÖSV Weltcup Herren

In Hinblick auf die Skiflug-WM in Planica gibt es für den ÖSV noch einige Fragezeichen. Während Daniel Huber und Jan Hörl derzeit fit sind und auch die Reise nach Russland angetreten haben, müssen Michael Hyböck, Stefan Kraft, Philipp Aschenwald und Gregor Schlierenzauer weiter pausieren. Sorgen macht aktuell vor allem der Parade-Flieger im Team, Stefan Kraft.

Wie geht es weiter mit den österreichischen Adler? So ganz wissen diese es aktuell selbst noch nicht genau. Zumindest im Falle von Gregor Schlierenzauer gibt es aber nun erstmals Entwarnung. Nachdem der österreichische Skiverband berichtet hatte, dass Schlierenzauer an Symptomen leide, meldete sich der Weltcup-Rekordsieger am Dienstag selbst zu Wort. „Nachdem die ersten Tage alles andere als lustig waren, scheint das Gröbste mittlerweile überstanden zu sein. Das hohe Fieber ist ebenso abgeklungen wie die starken Kopfschmerzen, ich habe wieder mehr Energie und auch der Geschmacksinn ist zurück. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie groß die Freude war, als ich das, was ich gegessen habe, auch wieder geschmeckt habe. Auch der Geruchssinn kehrt langsam wieder, es ist in den letzten Tagen stetig bergauf gegangen, das Einzige was mir gegenwärtig noch etwas zu schaffen macht, ist ein lästiger Husten“, erklärte der 30-Jährige auf seiner Homepage und bedankte sich für zahlreiche Genesungswünsche. Wann Schlierenzauer wieder mit dem Training beginnen kann, entscheidet sich Ende der Woche. „Meine Quarantäne ist am 4. Dezember vorüber, anschließend folgt die vom ÖSV vorgeschriebene Herz-Lungen-Untersuchung bei Dr. Schobersberger im ISAG in Natters. Anschließend muss man sehen, wie es sportlich weitergeht. Es gibt verschiedene Szenarien, aktuell sind aber noch zu viele Fragen ungeklärt. Das Wichtigste ist, dass es gesundheitlich wieder sehr gut aussieht, der Rest wird sich ergeben“, zeigt er sich vorsichtig optimistisch. Bis zur Skiflug-WM hätte der ehemalige Weltmeister in dieser Disziplin lediglich eine Woche Zeit. Nach einem eher enttäuschenden Start in Wisla und der darauf folgenden schweren Erkrankung scheint ein Start jedoch zweifelhaft.

Skiflug-WM für Kraft noch nicht gesichert: „Abwarten und Tee trinken“

Ob Schlierenzauer in Planica startet, hängt vielleicht auch von der gesundheitlichen Entwicklung seiner Teamkollegen ab. So steht gerade hinter Stefan Kraft noch ein Fragezeichen. „Ich fühle mich soweit eigentlich okay, auch wenn ich alles andere als fit bin. Ich habe mich am Freitag/Samstag noch sehr gut gefühlt und hatte auch keine Symptome. Am Sonntag/Montag hat das Ganze dann etwas anders ausgeschaut und ich habe nun seit gut drei Tagen leichte grippeähnliche Symptome“, verrät er auf seiner Homepage. Demnach ist auch der Weltcup-Gesamtsieger derzeit zur Ruhe verdonnert. „Obwohl ich mich soweit ganz okay fühle, ist im Moment nicht an ein Training daheim zu denken. Anstatt Training daheim steht für mich Tag für Tag im wahrsten Sinne des Wortes „Abwarten und Tee trinken“ am Programm. Ein schwacher Trost im Hinblick auf eines der Highlights in diesem Jahr der Skiflug-WM in Planica, aber es nützt ganz einfach nichts“, bedauert der Doppel-Weltmeister von 2017. Demnach ist sein Start beim ersten Saisonhighlight mehr als ungewiss. „Ich kann zum jetzigen Augenblick auch über die persönliche Planung in Richtung Skiflug-WM, Trainingssprünge bis dorthin usw. leider nicht mehr sagen. Ich muss sehen, was die Zeit und die Tests bringen und dann werde ich schauen, wohin die Reise geht“, erklärt er. Klar ist, dass ein Ausfall das österreichische Team hart treffen würde.

Hayböck blickt nach vorne: „Ich bin sehr zuversichtlich“

Etwas positiver sieht die Angelegenheit bei Michael Hayböck aus. „Grundsätzlich ist es mir, seit ich das positive Ergebnis habe, nie schlecht gegangen und ich habe mich nicht „richtig krank gefühlt“. Ich habe einzig minimal ein wenig Husten, das ist in Sachen Symptome auch schon alles“, so der Österreicher. Im Gegensatz zu seinem Kollegen absolviert Hayböck sogar ein leichtes Trainingsprogramm. „Ich schaue, dass ich meine Beweglichkeit hochhalte und mit ein bisschen Rumpftraining und der einen oder anderen Übung körperlich nicht abbaue und einfach „fit“ bleibe“, erklärt er. Wann Hayböck wieder einsteigen kann, entscheidet sich ebenfalls im Rahmen der ärztlichen Untersuchung Ende der Woche. „Ich bin diesbezüglich aber sehr zuversichtlich. Jetzt versuche ich, nach vorne zu blicken und soweit möglich alles dafür zu geben, bald wieder völlig gesund und einsatzbereit zu sein“, zeigt er sich optimistisch.

Nichts Neues gibt es dagegen von Philipp Aschenwald. Nach seinem positiven Testergebnis soll dieser jedoch keine Symptome verspürt haben. Welche ÖSV-Adler in einer Woche bei der Skiflug-WM zur Verfügung stehen, bleibt dennoch erst mal abzuwarten.

Quelle: stefan-kraft.com, gregorschlierenzauer.at, michi-hayboeck.at

ÖSV Weltcup Damen

Eben diese Horror-News sind es, die uns immer wieder bewusst machen, was für ein gefährlicher Sport das Skispringen ist. Die 32-jährige Österreicherin stürzte am Mittwoch beim Training schwer und musste sich einer Notoperation unterziehen. Dies berichtete der ÖSV am Donnerstag.

Es ist das nächste dunkle Kapitel in einer bislang maximal unglücklichen Saison für das österreichische Skispringen. Nachdem sich in Wisla zahlreiche Trainer und Betreuer mit dem Coronavirus infiziert hatten, ist das Pech nun auch auf das Damen-Team übergeschwappt. So verletzte sich Eva Pinkelnig bei einem Trainingssturz in Seefeld schwer und musste mit Verdacht auf Milzriss in die Innsbrucker Klinik eingeliefert werden. Laut ÖSV-Teamarzt Dr. Peter Baumgartl bestätigte sich dort der Verdacht, woraufhin sie notoperiert werden musste. Wenngleich die Operation erfolgreich verlaufen ist und die Weltcup-Dritte des Vorjahres ansprechbar und stabil sei, können derzeit noch keine Prognosen zum zeitlichen Verlauf der Genesung gemacht werden.

Rodlauer erklärt: „Wann sie in den Spitzensport zurückkehren kann, ist offen“

Nach der schweren Verletzung gab nun auch ÖSV-Cheftrainer Harald Rodlauer ein erstes Statement ab: „Eva hat in Seefeld auf der kleinen Schanze trainiert. Dabei ist sie bei der Landung unglücklich zu Sturz gekommen und hat sich einen Milzriss zugezogen. Unser Co-Trainer Romed Moroder ist selbst vor Ort dabei gewesen. Zum Glück hat die Notfallkette perfekt funktioniert und Eva wurde noch am selben Tag operiert. Wann sie wieder in den Spitzensport zurückkehren kann, ist derzeit noch offen. Wichtig ist jetzt vor allem, dass sie wieder ganz gesund wird und dann schauen wir weiter. Sie hat zuletzt sehr gut trainiert und war auf einem sehr guten Weg, um beim Weltcup-Start in der Ramsau am 18. Dezember in Bestform zu sein,“ erklärt er.

Immer wieder Österreich von schweren Stürzen betroffen

In Österreich hat man bereits in den letzten Jahren immer wieder Erfahrungen mit bösen Stürzen gemacht. So hatten beispielsweise Thomas Diethart oder Thomas Morgenstern nach ihren schweren Stürzen einige Probleme, mit den psychischen und körperlichen fertig zu werden und beendeten schließlich ihre Karrieren. Inwiefern der Sturz Auswirkungen auf Pinkelnigs Laufbahn haben wird, ist jedoch noch nicht abzusehen. Zweifellos kann ihr aber ihr positives Gemüt helfen, den Sturz wegzustecken. Die Österreicherin ist zudem eine echte Kämpferin und kann auf eine fast schon einmalige Karriere blicken. So machte diese ihre ersten Sprünge erst im Alter von 24 Jahren, womit sie im Skisprung-Zirkus eine absolute Ausnahme-Erscheinung ist. Nach mehreren Auf- und Abs festigte sie sich in den letzten Jahren in der Weltspitze. So gewann sie bei der Heim-WM in Seefeld zwei Medaillen und landete im Vorjahr ihre ersten drei Weltcupsiege.

Quelle: oesv.at

DSV Weltcup Herren

Karl Geiger wird am Weltcup-Wochenende im russischen Nizhny Tagil nicht teilnehmen. Der deutsche Skiverband (DSV) wird somit nur mit sechs Athleten an den Start gehen.

Der 27-Jährige Karl Geiger ist nach dem vergangenen Wochenende in Ruka zurück nach Hause gereist. Der Grund für den Oberstdorfer ist ein sehr erfreulicher: Er wird in den kommenden Tagen zum ersten Mal Vater und möchte bei der Geburt mit dabei sein. Wie DSV-Cheftrainer Stefan Horngacher in einer Pressekonferenz am Donnerstag bestätigte, habe man die Entscheidung gemeinsam getroffen. „Wir haben gesehen, dass er nicht mehr hundertprozentig bei der Sache ist. Daher haben wir ihm empfohlen, nach Hause zu fliegen und bei seiner Frau zu sein. Das ist jetzt das Wichtigste“, erklärt Horngacher. Geplant ist, dass Geiger in der kommenden Woche bei der Skiflug-WM in Planica (SLO) wieder zum Team hinzukommen wird.

Das DSV-Aufgebot bleibt daher bis auf das Fehlen von Geiger unverändert. Demnach werden Markus Eisenbichler, Severin Freund, Martin Hamann, Pius Paschke, Constantin Schmid und Andreas Wellinger in Nizhny Tagil (Zeitplan & Infos) in das dritte Weltcup-Wochenende starten.

Quelle: DSV, interne Informationen

Weltcup Herren
Wo wird gesprungen?

Gesprungen wird auf der Tramplin-Stork-Schanze, auf der mit dem diesjährigen Weltcup bereits zum fünften Mal ein Herren-Weltcup ausgetragen wird. Sie befindet sich in der rund 360.000-Einwohner-Stadt Nizhny Tagil, am gleichnamigen Fluss Tagil. Die Stadt liegt in der Oblast Swerdlowsk im mittleren Ural und ist etwa 140 km nördlich von Jekaterinburg entfernt.

Die Schanzendetails der Tramplin-Stork-Schanze im Überblick:
1GRANERUD Halvor Egner🇳🇴1702
2KUBACKI Dawid🇵🇱1388
3LANISEK Anze🇸🇮1196
4KRAFT Stefan🇦🇹1158
5ŻYŁA Piotr🇵🇱824
6WELLINGER Andreas🇩🇪788
7KOBAYASHI Ryoyu🇯🇵744
8FETTNER Manuel🇦🇹599
9GEIGER Karl🇩🇪571
10ZAJC Timi🇸🇮554
Programm:

Freitag, 04.12.2020
13:30 Uhr – Offizielles Training
15:30 Uhr – Qualifikation (Eurosport)

Samstag, 05.12.2020
15:15 Uhr – Probedurchgang
16:30 Uhr – Einzelwettbewerb (ARD, Eurosport)

Sonntag, 06.12.2020
15:00 Uhr – Qualifikation
16:30 Uhr – Einzelwettbewerb (ARD, Eurosport)

(Alle Zeiten MEZ, Nizhny Tagil +4 Stunden)