ÖSV Skiflug-Weltmeisterschaften

Aufatmen im österreichischen Lager. Nachdem sich in den letzten Wochen fast alle Top-Athleten der Alpenrepublik mit dem Coronavirus infiziert hatten, kann Trainer Andreas Widhölzl bei der Skiflug-WM auf ein starkes Team zurückgreifen. Mit dabei wird auch Skiflug Weltrekordler Stefan Kraft sein. Inwieweit die Strapazen der letzten Wochen jedoch Einfluss auf die Leistungsfähigkeit genommen haben, wird sich jedoch erst in den nächsten Tagen zeigen.

Mit einem Sextett haben sich die österreichischen Skispringen auf den Weg nach Planica gemacht. So werden die zuletzt erkrankten Stefan Kraft, Michael Hayböck, Philipp Aschenwald und Gregor Schlierenzauer allesamt zum Team zählen. Mit dabei sind auch die jungen Springer Timon-Pascal Kahofer und Clemens Leitner, die sich über die Trainingsdurchgänge für einen der vier Startplätze empfehlen wollen. Wie der österreichische Skiverband bestätigte, wurden alle Athleten negativ getestet und erhielten grünes Licht für die WM. „Wir haben entschieden, sechs Athleten mit nach Planica zu nehmen. Der Grund ist, dass wir bis zuletzt nicht gewusst haben, welche Springer aus der ersten Trainingsgruppe dabei sein können. Nach den beiden Trainingssprüngen am Donnerstag werden wir entscheiden, welche vier Athleten noch am selben Tag in der Qualifikation für den WM-Bewerb an den Start gehen und welcher Athlet unsere Reserve ist“, so der ebenfalls wiedergenesene Trainer Andreas Widhölzl.

Verzichten müssen die „Rot-Weiß-Roten“ jedoch auf Daniel Huber, dem bislang stärksten ÖSV-Adler der abgelaufenen Saison. Der 27-Jährige hatte sich wie Jan Hörl, Thomas Lackner und Manuel Fettner in Russland mit dem Virus infiziert.

Kraft brennt auf Rückkehr: Möchte die WM nicht im Fernseher anschauen“

Doch auch bei den angereisten Springern bleibt erstmal abzuwarten, wie gut sie die Erkrankung überstanden haben, zumal Skifliegen nochmals eine stärkere Belastung ist als das Springen. So hatte insbesondere Stefan Kraft in den letzten Tagen noch arg mit der Erkrankung zu kämpfen. Nachdem es jedoch zuletzt wieder aufwärts ging, möchte der beste Springer des Vorjahres jedoch seinen Konkurrenten nicht von der Couch aus zusehen. „Ich bin froh, dass ich wieder fit bin. Ich habe heute noch eine sportärztliche Untersuchung absolviert und die ist positiv verlaufen. Die Vorbereitung ist sicher nicht ideal, aber noch eine Woche warten, das hat auch keinen Sinn. Ich möchte nicht noch länger zuhause sitzen und mir die WM im Fernsehen anschauen, mit dem Wissen, dass ich eigentlich dabei sein könnte. Dafür brenne ich zu sehr für meinen Sport und das Skifliegen ganz besonders“, erklärt er. Zwar ist er sich im Klaren, dass eine Woche im Bett zu liegen für einen Leistungssportler eine lange Zeit ist, so war er dennoch in der Lage, einen Test im Kraftraum zu absolvieren. Zwar gesteht er, einen leichten Muskelkater zu verspüren, dieser sollte ihn ab Donnerstag jedoch nicht von weiten Flügen abhalten.

„Aus dem Bett auf die größte Schanze der Welt“: Schlierenzauer vor großer Herausforderung

Mit 253,5 Meter hat auch Gregor Schlierenzauer die Rekordmarke seine Teamkollegen bereits erreicht, wenngleich der Tiroler dabei in den Schnee greifen musste. Nach dem missglückten Auftakt in Wisla und einer nicht ganz so harmlos verlaufenden Corona-Erkrankung werden die Tage in Planica aber vor allem auch eine große Herausforderung für den Rekord-Weltcupsieger. „Es stehen ein paar spannende Tage vor mir und vor dem gesamten Team. Es fühlt sich gut an, wieder an der Schanze zu sein und wieder in den Rhythmus zu finden. Ich möchte von Sprung zu Sprung besser werden. Es geht jetzt mehr oder weniger vom Bett direkt auf eine der größten Schanzen der Welt,“ so der 30-Jährige. Im Gegensatz zu Kraft, konnte dieser aber zumindest auf der Normalschanze in Seefeld erste Sprünge absolvieren.

Erkrankung gut überstanden: Aschenwald und Hayböck mit Vorfreude zur WM

Nicht ganz so heftig wie seine Teamkollegen hat die Erkrankung Philipp Aschenwald getroffen. Dementsprechend zuversichtlich zeigt sich der 25-Jährige auch im Vorfeld auf die WM. Ich habe am Donnerstag meine ersten Sprünge auf der 100-Meter-Schanze in Seefeld gemacht und es hat sich schon wieder richtig cool und lässig angefühlt. Ich freue mich sehr auf die WM. Wir sind selten mit so wenigen Erwartungen zur WM und vielleicht bringt gerade das die nötige Lockerheit, dass er richtig gut funktioniert“, wünscht er sich.

Ebenso positiv blickt Michael Hayböck auf den ersten Saisonhöhepunkt. „Mir ist es nie so richtig schlecht gegangen und hatte kaum Symptome. Ich konnte Ende letzter Woche mit dem Training angefangen und möchte jetzt daran anknüpfen, wo ich in Wisla aufgehört habe. Große Erwartungen habe ich jetzt nicht, dafür aber extreme Vorfreude auf weite Flüge“, verrät der 29-Jährige.

Klar ist, dass das österreichische Team angesichts der Umstände als krasse Außenseiter zur WM fahren. So zählt aktuell kein ÖSV-Adler zum absoluten Favoritenkreis. Doch die geringe Erwartungshaltung kann auch schnell zum Vorteil werden. Einen Stefan Kraft sollte man jedenfalls nicht unterschätzen, denn wenn der beste Adler des Vorjahres oben am Balken sitzt, dann ist er auch stets dazu bereit zuzuschlagen.

Quelle: ÖSV

Skiflug-Weltmeisterschaften
Wo wird gesprungen?

Gesprungen wird auf der „Letalnica bratov Gorišek“ – Schanze (kurz: Letalnica-Schanze) in Planica, ein Ortsteil des Ortes Rateče. Das gleichnamige Rateče-Tal liegt in den julischen Alpen im Nordwesten von Slowenien, unweit von Krankjska Gora, einem beliebten und bekannten Wintersportort. Auf der Letalnica-Schanze wurden bereits sieben Skiflug-Weltmeisterschaften ausgetragen. Abgesehen von einigen Ausnahmen findet auf der Anlage regelmäßig der traditionelle Abschluss einer Weltcup-Saison statt.

Die Schanzendetails der Letalnica-Schanze im Überblick:
1GRANERUD Halvor Egner🇳🇴1702
2KUBACKI Dawid🇵🇱1388
3LANISEK Anze🇸🇮1196
4KRAFT Stefan🇦🇹1158
5ŻYŁA Piotr🇵🇱824
6WELLINGER Andreas🇩🇪788
7KOBAYASHI Ryoyu🇯🇵744
8FETTNER Manuel🇦🇹599
9GEIGER Karl🇩🇪571
10ZAJC Timi🇸🇮554
Programm:

Donnerstag, 10.12.2020
13:30 Uhr – Offizielles Training
16:00 Uhr – Qualifikation (Eurosport)

Freitag, 11.12.2020
15:00 Uhr – Probedurchgang
16:00 Uhr – Einzelwettbewerb (1. + 2. Durchgang); (ZDF, Eurosport)

Samstag; 12.12.2020
15:00 Uhr – Probedurchgang
16:00 Uhr – Einzelwettbewerb (3. Durchgang + 4. Durchgang); (ZDF, Eurosport)

Sonntag, 13.12.2020
15:00 Uhr – Probedurchgang
16:00 Uhr – Team-Wettbewerb (ZDF, Eurosport)

Alle Zeiten MEZ.

ÖSV

Im österreichischen Team wurden am vergangenen Wochenende in Nizhny Tagil vier neue Corona-Fälle bekannt. Die Betroffenen kehrten am gestrigen Abend nach Österreich zurück. Gregor Schlierenzauer und Philipp Aschenwald steigen derzeit wieder ins Training ein.

Glück im Unglück für die ÖSV-Adler: Zwar wurden gleich vier weitere Athleten in Russland positiv getestet, aber zumindest bleibt ihnen eine mehrtägige Quarantäne in Russland erspart. Das Team rund um die vier positiv-getesteten Manuel Fettner, Jan Hörl, Daniel Huber und Thomas Lackner bekamen vom österreichischen Skiverband (ÖSV) ein Privatjet gestellt und konnten so am Montagabend in die Heimat zurückkehren. „Ein großes Dankeschön an den österreichischen Skiverband, dass die schnelle Rückholaktion aus Russland so gut funktioniert hat“, richtete Manuel Fettner seinen Dank per Video auf seiner Facebook-Seite an den ÖSV. Das Team hat sich danach direkt wieder in Quarantäne begeben.

Aschenwald und Schlierenzauer zurück auf der Schanze

Wie der Rekord-Weltcupsieger in seinem Blog mitteilte, ist sein PCR-Test negativ ausgefallen. „Wie ihr euch vorstellen könnt, ist die Erleichterung enorm groß! Ich bin offiziell wieder gesund und fühle mich auch so. Natürlich fehlt noch ein klein wenig die Energie, dafür sind die Ambitionen und die Vorfreude umso größer. Es geht zurück auf die Schanze, das ist fantastisch und dafür bin ich unglaublich dankbar“, so ein erleichterter Gregor Schlierenzauer nach seiner sportärztlichen Untersuchung am Montag.

Am heutigen Dienstag soll er zusammen mit seinem Teamkollegen Philipp Aschenwald auf der Normalschanze in Seefeld trainieren und sein Gefühl wiederfinden. Am Mittwoch sollen beide dann zu den Skiflug-Weltmeisterschaften nach Planica anreisen. Beide müssen nach Ankunft gemäß den Vorschriften des internationalen Skiverbandes (FIS) einen weiteren PCR-Test absolvieren. „Ein negatives Testergebnis vorausgesetzt, würde es dann in die „Bubble“ gehen. Am Donnerstag sind auf der Letalnica zunächst zwei Trainingsdurchgängen geplant, anschließend wird entschieden, wie es hinsichtlich der Weltmeisterschaft weitergeht“, so Schlierenzauer.

ÖSV-Team für Planica dennoch ungewiss

Beim Gesamtweltcupsieger des vergangenen Winters ist eine Teilnahme an der bevorstehenden Skiflug-WM nach wie vor nicht sicher. Für Stefan Kraft steht immer noch eine sportärztliche Untersuchung aus, bei der sich klären wird, wie fit er ist und ob auch er wieder zum Team stoßen wird. Gleiches gilt für seinen Landsmann Michael Hayböck, der jedoch bereits vergangene Woche wieder ins leichte Training eingestiegen ist. Aufgrund der hinzugekommenen Corona-Fälle in Nizhny Tagil und der noch anstehenden Untersuchung von Kraft und Hayböck, ist die Zusammensetzung des Teams noch ungewiss und kann vermutlich erst am Mittwoch entschieden werden.

Quelle: gregorschlierenzauer.at, michi-hayboeck.com, Facebook.com/fettnermanuel

Skiflug-Weltmeisterschaften Swiss Ski

Ein Großereignis ohne Simon Ammann klingt eigentlich undenkbar. In den letzten 20 Jahren war der „Harry Potter“ des Skispringens bei jedem Großereignis mit dabei und nicht ganz selten ganz vorne zu finden. So erinnern sich zumindest langjährige Zuschauer noch gut an die beiden doppelten Olympia-Siege in den Jahren 2002 und 2010. Auch bei der Skiflug WM 2010 in Planica war der Schweizer nicht zu schlagen. Knapp zehn Jahre später wird der 39-Jährige genau an diesem Ort fehlen.

Eine Skisprungweisheit besagt „Wer nicht in Form ist, der sollte nicht zum Skifliegen fahren“. Genau an dieser mangelt es bei Simon Ammann jedoch an allen Ecken und Enden. So gelangen den ehemals so erfolgreichen Springer in der jungen Saison 2020/21 noch keine Weltcuppunkte. Demnach entschied sich Ammann dafür, die Titelkämpfe ausfallen zu lassen und sich dem Training zu widmen. So bietet die Saison mit der Tournee und der Nordischen Ski WM, wenn alles glatt läuft, noch weitere Highlights. Es wäre nicht das erste Mal, dass sich der Schweizer mit Anpassungen an der Technik und im Material wieder nach oben tüftelt.

Nur Peter und Deschwanden dabei: Schweizer fehlen beim Team-Fliegen

In Planica werden die Eidgenossen jedoch auf ihren jahrelangen Vorflieger verzichten müssen, wie auch Swiss Ski bestätigte. Da auch Kilian Peier nach seiner Kreuzbandverletzung ausfällt, werden für die Schweiz lediglich Gregor Deschwanden und Dominik Peter vertreten sein. Somit wird es beim Mannschaftswettbewerb leider kein Schweizer Team geben. Beim Einzelwettbewerb kann man beide Athleten in den Top-30 erwarten. Für den Weltcup-13. Deschwanden könnte sogar noch mehr möglich sein.

Quelle: swiss-ski.ch

Weltcup Herren

Heute schien es, als ob die Norweger fast unter sich waren. In einem spannenden Dreikampf um den Tagessieg ging schließlich Halvor Egner Granerud mit 0,8 Punkten Vorsprung als deren Bester hervor. Markus Eisenbichler verbessert sich im Finaldurchgang um drei Plätze und wird Vierter.

Ein wenig unberechenbar wurde der Wind zum Ende des Wettkampfs auch heute wieder. Pius Paschke, der nach dem ersten Durchgang noch auf Platz 5 liegte, machte dies besonders zu schaffen. Er fiel mit einem Sprung auf 113 Meter noch auf Rang 14 zurück. Auch Anze Lanisek, zunächst Viertplatzierter, kam nur auf dieselbe Weite und wurde in der Endabrechnung 17. Zuvor hatte Markus Eisenbichler einen starken Sprung auf 129,5 Meter gezeigt. Er lag somit in Führung, bevor das norwegische Trio dazu ansetzte, den Sieg unter sich auszumachen.

Und dies wurde durchaus spannend: Marius Lindvik, der nach guten Trainingssprüngen mit seinem 26. Platz im gestrigen Wettkampf alles andere als zufrieden war, überzeugte mit einem Sprung auf 127 Meter (240,6 Punkte). Halvor Egner Granerud legte mit 124,5 Metern (241,5 P.) nach und behauptete sich vor seinem Teamkollegen. Schließlich saß noch Robert Johansson auf dem Balken – er kam zwar lediglich auf 118,5 Meter, der Aufwind hatte jedoch nachgelassen, sodass er den Sieg nur ganz knapp verpasste (240,7 P.). Granerud lobte anschließend die Mannschaftsleistung: „Um dieses Ergebnis zu beschreiben, benötigt man nur ein Wort: fantastisch“.

Markus Eisenbichler hat Rückschlag gut verkraftet

Hinter den Norwegern platzierte sich der bereits erwähnte Markus Eisenbichler auf Rang 4. „Es ist nicht einfach, wenn man so etwas in den Knochen hat“, so Eisenbichler nach dem Wettkampf im FIS-Interview, angesprochen auf seinen Sprung im gestrigen Finaldurchgang, bei dem ihm eine Windböe bereits nach 80 Metern auf den Hang drückte. „Die drei Norweger haben den Dreifachsieg auf jeden Fall verdient. Ich fahre jetzt mit einem guten Gefühl nach Planica“. Und ergänzte, in typischer Eisenbichler-Manier, im Hinblick auf seine Ziele für die anstehende Skiflug-Weltmeisterschaft: „Geile, weite Sprünge“.

Rang 5 erreichte der Japaner Sato – diesmal jedoch nicht Yukiya, der sich in den letzten Wettkämpfen immer ein Anwärter auf vordere Platzierungen erwies, sondern überraschend Keiichi. Der junge Pole Pawel Wasek konnte sich über Platz 6 und damit sein bestes Weltcupresultat freuen. In Abwesenheit der polnischen Topspringer erreichte außerdem Aleksander Zniszczol den zweiten Durchgang und wurde 19.

Constantin Schmid mit starker Leistungssteigerung, Deschwanden in Top 10

Einen deutlich besseren Wettkampf als gestern lieferten Constantin Schmid und Johann Andre Forfang (Norwegen) ab, die sich punktgleich den siebten Platz teilten. Schmid zeigte sich mit seinen Sprüngen auf 122 und 125,5 Meter „sehr zufrieden“ und bringt sich damit in eine aussichtsreiche Position für die Nominierung des Kaders für die Skiflug-WM. Severin Freund und Martin Hamann landeten auf den Plätzen 18 und 20, Andreas Wellinger verpasste den zweiten Durchgang. Im Team der Schweizer sorgte Gregor Deschwanden für ein Ausrufezeichen. Dieser behauptet sich in dieser Saison konstant in der erweiterten Weltspitze und erreichte nun mit Platz 9 sein bestes Saisonresultat. Die Slowenen zeigten mit Platz 10, 11 und 13 (Zajc, Pavlovcic, Prevc) zwar eine geschlossene Mannschaftsleistung, haben im Hinblick auf die Heim-WM am nächsten Wochenende aber sicherlich noch andere Ambitionen.

Skiflug-WM steht vor der Tür

Dorthin, ins „Tal der Schanzen“ nach Planica, setzt sich der Skisprungtross nun wiederum mit einem Charterflug in Bewegung. Ab Donnerstag stehen dort die im März ausgefallenen Medaillenentscheidungen auf der Flugschanze auf dem Programm. Unklar ist derzeit noch, wie sich die heute bekanntgewordenen Corona-Fälle in der österreichischen Mannschaft und von Renndirektor Sandro Pertile auswirken.

Offizielles Ergebnis

Weltcup Herren

Ganz stark präsentiert sich heute die norwegische Mannschaft in Nizhny Tagil. Nachdem Marius Lindvik die Qualifikation vor Halvor Egner Granerud gewonnen hat, sieht es auch im Wettkampf ganz ähnlich aus: Nach dem ersten Durchgang führt Robert Johansson vor Granerud un Lindvik. Pius Paschke belegt einen starken fünften Rang.

Johansson, der gestern mit 142,5 Metern für einen neuen Schanzenrekord sorgte, sprang heute 139 Meter weit (131,8 Punkte). Granerud liegt mit 4,5 Punkten Rückstand (135,5 Meter) auf Platz zwei, Marius Lindvik liegt weitere vier Punkte zurück. Anze Lanisek (Slowenien) landet auf Platz vier, der Abstand ist jedoch schon beachtlich, sodass die Norweger den Tagessieg unter sich auszumachen scheinen.

Eisenbichler auf Rang 7

Auch heute präsentiert sich aus deutscher Sicht wieder Pius Paschke in sehr guter Form. Mit einem Sprung auf 129,5 Meter liegt er derzeit auf Platz fünf. Nur knapp dahinter liegt Markus Eisenbichler auf Rang 7, der seinen vom Wind verwehten Sprung von gestern wegstecken muss. Constantin Schmid ist 12., Andreas Wellinger muss im zweiten Durchgang erneut zuschauen.

Wegen positiver Coronatests ist das österreichische Team nicht am Start.

Offizielles Ergebnis

Weltcup Herren

Marius Lindvik gewinnt die Qualifikation vor seinem Landsmann Granerud. Dritter wird Anze Lanisek aus Slowenien. Markus Eisenbichler ist der beste Deutsche auf rang acht.

Wie in den letzten Tagen und Wochen ist Andreas Wellinger der Erste aus dem deutschen Team. Mit seinen 96 Metern qualifiziert er sich für das heutige Springen, landet aber deutlich hinter seinen Teamkollgenen. Severin Freund springt 9,5 Meter weiter als Wellinger und auch Constantin Schmid zeigt mit 118,5 Metern, dass er im Moment besser in Form ist als der Olympiasieger von 2018. Martin Hamann ist mit 123 Metern ähnlich gut unterwegs wie Schmid, landet allerdings aufgrund von schlechteren Haltungsnoten hinter ihm. Markus Eisenbichler springt in der Qualifikation 128,5 Meter weit und sichert sich damit den achten Platz. Pius Pasche springt zwei Meter weniger als Eisenbichler und wird Zehnter.

Norweger stark

Wieder stark zeigt sich das Team aus Norwegen. Sie sind mit fünf Springer in den Top-15 vertreten. Marius Lindvik setzt die zweit beste Weite der Qualifikation, schafft es aber aufgrund der besseren Haltungsnoten, die Qualifikation für sich zu entscheiden. Zweiter wird der Mann im Gelben Trikot: Halvor Egner Granerud.

Das Team aus Österreich hat leider neue Corona-Fälle zu verzeichnen und nimmt deshalb nicht am heutigen Wettbewerb teil. Nähere Informationen zu den neuen Fällen findet ihr hier.

Der Einzelwettbewerb beginnt um 16 Uhr (Nizyny Tagil +4 Stunden) und wird von der ARD und Eurosport übertragen.

Ergebnisse der Qualifikation

ÖSV Weltcup Herren

Die Serie der positiven Corona-Fälle im Weltcup reißt nicht ab. Am Sonntag wurde bekannt, dass neben FIS-Renndirektor Sandro Pertile erneut die österreichische Mannschaft betroffen ist.

Wie die FIS mitteilt, erhielt Pertile das Testergebnis am gestrigen Abend. Er habe sich umgehend in Quarantäne begeben und heute einen zweiten Test durchgeführt, der ebenfalls positiv war. Alle anderen Offiziellen, die Kontakt mit Pertile hatten, seien jedoch wiederholt negativ getestet worden. Pertile musste sich bereits bei der Raw-Air-Tournee am Ende der vergangenen Saison in Quarantäne begeben, damals jedoch ohne positiven Test.

Schon zum zweiten Mal trifft es zudem das österreichische Team mit gleich mehreren Athleten. Daniel Huber, Thomas Lackner, Manuel Fettner und Jan Hörl wurden positiv getestet. Markus Schiffner und Maximilian Steiner erhielten zwar einen negativen Befund, gehen beim heutigen Wettkampf jedoch ebenfalls nicht an den Start. Huber und Lackner belegten gestern noch die Plätze zwei und vier.

Ungeachtet dieser neuesten Entwicklungen findet der Wettkampf wie geplant statt.

Weitere Informationen folgen.

Uncategorized Weltcup

Markus Eisenbichler dürfte gestern Abend mit ordentlich Wut im Bauch ins Bett gegangen sein. Nach seiner überlegenen Halbzeitführung, packte dem Siegsdorfer eine Windböe, die ihn auf Platz 28 zurückwarf. Doch neben Eisenbichler werden auch drei weitere DSV-Adler mit dem Ärger des Vortrages in den zweiten Wettbewerb starten.

Erst einmal gilt es jedoch die Qualifikation zu überstehen, die um 14:30 beginnen wird. Dabei könnte es erneut weniger das Problem werden, sich unter den besten 50 von 51 Starten zu platzieren, sondern durch die Materialkontrolle zu kommen. So waren am Samstag lediglich 48 Springer am Start.

Was macht der Wind in Nizhny Tagil? Jury muss feines Händchen beweisen

Gespannt dürften die Athleten auch sein, wie die Windbedingungen heute ins Springen eingreifen werden. So würfelte der wechselnde Wind im Finale am Samstag einiges durcheinander. Während Robert Johansson von 25 auf 3 nach vorne flog, stürzte Markus Eisenbichler von Rang 1 auf 28 ab. Für heute sind die Prognosen ähnlich. Wir hoffen aber natürlich, dass die Bedingungen etwas gleichmäßiger sind und die Jury ein feines Händchen beweist.

Kann Eisenbichler den Kopf freibekommen?

Spannend wird auch sein, wie Markus Eisenbichler das Megapech vom Vortag wegstecken kann. Gelingt ihm das, zählt er neben Halvor Egner Granerud, Daniel Huber und Robert Johansson zu den Topfavoriten.

Während Pius Paschke und Martin Hamann mit den besten Karriereresultat positiv in die Quali gehen können, gilt es für Severin Freund, Constantin Schmid und Andreas Wellinger darum Selbstvertrauen zu tanken. Ab 16 Uhr gilt es dann im Wettkampf für alle DSV-Adler Punkte zu sammeln.

Zeitplan:

14:30 Uhr: Qualifikation

16:00 Uhr: Wettkampf (Eurosport, ARD)

Startliste Qualifikation

Weltcup Herren

Was für ein turbulenter Wettkampf in Nizhny Tagil: Markus Eisenbichler führte nach dem ersten Durchgang noch mit souveränen 11 Punkten vor dem Norweger Granerud, hatte jedoch keine Chance im zweiten Sprunglauf. Halvor Egner Granerud feiert somit seinen zweiten Weltcup-Sieg in Folge.

Für den DSV-Adler Markus Eisenbichler ein bitterer Tag. Nachdem ihn im Finaldurchgang eine Windböe erfasste, hatte er keine Chance und musste bereits nach 80 Metern landen. Er musste sich somit erneut dem Norweger Halvor Egner Granerud (270 Punkte) geschlagen geben, der nach dem heutigen Tag auch die Führung im Gesamtweltcup übernimmt. Der Österreicher Daniel Huber (255,7 Punkte), der in der Halbzeit noch auf Rang drei lag, sicher sich am Ende den zweiten Platz.

Robert Johansson mit Traumsprung zum Schanzenrekord und starker Aufholjagd

Nachdem der Norweger Robert Johansson nach dem ersten Durchgang nur auf Rang 25 lag und keinen optimalen Sprung sowie Verhältnisse erwischte, setze er im Finale ein Ausrufezeichen und landete mit einem Traumsprung auf 142,5 Meter einen neuen Schanzenrekord. Er löste damit seinen Teamkollegen Johan André Forfang als Schanzenrekordhalter auf der Tramplin-Stork-Schanze ab. Johansson (254,1 Punkte) sicherte am Ende sogar mit Rang 3 noch einen Platz auf dem Podium.

Hamann und Paschke landen bestes Karriereresultat

Der 23-Jährige Martin Hamann landete mit zwei soliden Sprüngen auf 123,5 Meter auf Platz 11, für ihn das beste Ergebnis seiner bisherigen Karriere. Auch Landsmann Pius Paschke, der es neben Eisenbichler und Hamann als dritter Deutscher ins Finale schaffte, erreichte mit Rang 5 sein bestes Karriereresultat. Im Vergleich zu Eisenbichler und den drei Ausgeschiedenen jedoch nur ein kleiner Trost.

Der zweite Einzelwettbewerb in Nizhny Tagil steht morgen um 14:30 Uhr mit der Qualifikation und um 16:00 Uhr mit dem ersten Durchgang auf dem Programm.

Alle Zeiten CET (Nizhny Tagil, + 4 Stunden).

Offizielles Resultat

Quelle: FIS