Skiflug-Weltmeisterschaften

Eisenbichler mit Aufholjagd im zweiten Durchgang – Karl Geiger führt zur Halbzeit in Planica mit 431,2 Punkten vor Halvor Egner Granerud aus Norwegen (426,6 Punkte) und Markus Eisenbichler (425,7 Punkte).

Pius Paschke schafft ihm zweiten Sprung des heutigen Tages eine neue persönliche Bestweite. Nachdem er im ersten Sprung auf 212,5 Meter gekommen ist, landet er im zweiten Durchgang auf 224,5 Meter. Diese Weiten bringen ihm einen 11. Platz nach dem zweiten Durchgang. Knapp hinter Paschke liegt zur Hälfte des Wettbewerbes Constantin Schmid. Vom ersten auf den zweiten Durchgang kann er sich um drei Meter von 216,5 auf 219,5 Meter verbessern (Platz 13).

Eisenbichler mit Aufholjagd

Markus Eisenbichler kann von seinen sehr guten Windverhältnissen des zweiten Durchgangs profitieren. Er macht einen Weltklassesprung auf 247 Meter, sichert sich die Tagesbestweite und verbessert sich um 27 Meter im Vergleich zum ersten Durchgang. Zur Halbzeit liegt er damit auf dem dritten Platz und ebenso wie Geiger auf Medaillenkurs. „Ich wollte einfach im ersten Durchgang einen ganz normalen Sprung machen, den hab ich gemacht und jetzt im Zweiten hab ich eine Granate gezündet. Jetzt bin ich sehr zufrieden und konzentriere mich auf morgen“, so Eisenbichler nach dem 2. Durchgang.

Als letzter Mann springt Karl Geiger im zweiten Durchgang. Im ersten Durchgang zeigte er einen sehr guten Sprung auf 241 Meter und übernahm die Führung. Und auch beim zweiten Sprung zeigt er sein Flugtalent, segelt 223,5 Meter weit und sichert sich damit die Halbzeitführung in Planica.

Zwei Norweger in den Top-5

Johann André Forfang muss nach dem 26. Platz des ersten Durchgangs wieder früh auf den Balken. Sein zweiter Sprung auf 213 Meter ist 10,5 Meter besser als der erste Sprung und sorgt für eine Verbesserung des Norwegers um fünf Plätze.  
Sander Vossan Eriksen und Taniel-André Tande kommen im zweiten Durchgang direkt hintereinander, nachdem sie im ersten Durchgang 207 und 203 Meter weit gekommen waren. Ersterer springt einen Meter weiter als vorher, kann sich allerdings nicht verbessern und liegt zur Halbzeit des Einzelwettbewerbs auf dem 22. Platz. Der Titel-Verteidiger Tande hingegen kann sich um 15,5 Meter und fünf Platzierungen verbessern.
Robert Johansson spielt sein fliegerisches Können aus und springt im zweiten Durchgang 228,5 Meter weit, nachdem er im ersten Durchgang 220 Meter erreicht hatte. Granerud ist erneut der beste Norweger. Vor seinem zweiten Sprung muss er aufgrund von Veränderungen des Anlaufs und eines Eisbrockens in der Spur ein paar Minuten warten. In der Zeit des Wartens verschlechtern sich seine Windbedingungen im Vergleich zu Markus Eisenbichler, welcher vor ihm gesprungen war. Trotz alledem zeigt er keine Nerven und springt 229,5 Meter weit. Durch diesen Sprung kann er sich um zwei Plätze zur Halbzeit verbessern und ist seinem Rivalen Eisenbichler nun dicht auf den Fersen.

Österreicher zu dritt im zweiten Durchgang

Nachdem Timon-Pascal Kahofer im ersten Durchgang ausgeschieden ist, sind nur noch drei Österreicher im zweiten Durchgang vertreten. Philipp Anschenwald springt im zweiten Durchgang deutlich weiter als im vorangegangen und kann sich um einige Plätze auf den 18. Platz verbessern. Gregor Schlierenzauer verschlechtert sich im zweiten Durchgang von Platz 24 auf Platz 26. Michael Hayböck lag nach dem ersten Durchgang auf dem zweiten Platz mit 245,5 Metern. Während des zweiten Sprungs macht er einen Fehler in der Luft, kann ihn aber ausgleichen und springt noch auf 217 Meter. Trotzdem verliert er einen Platz und liegt in der Halbzeit der Skiflug-WM auf dem vierten Platz.

Die Slowenen kommen bei ihrer Heim-WM nicht ganz in Schwung. Anze Lanisek ist momentan der beste Slowene im Gesamtweltcup und auch heute der Beste aus dem slowenischen Team. 196 und 218,5 Meter bringen ihm einen 17. Platz zur Halbzeit des Einzelwettbewerbs. Bor Pavlovcic liegt nach Sprüngen auf 207 und 198 Meter auf dem 20. Rang vor Domen Prevc und Timi Zajc auf den Plätzen 23 und 27.

Polen mit starken Leistungen

Das polnische Team zeigt sich beim heutigen Wettbewerb in einer starken Verfassung. Nach zwei von vier Durchgängen sind alle vier Polen in den besten zwölf des Wettbewerbs vertreten. Piotr Zyla ist im starken polnischen Team heute der Beste. Seine 221,5 und 224,5 Meter sichern ihm den siebten Platz zur Halbzeit. Kamil Stoch folgt auf dem achten Platz, während Stekala und Kubacki auf Platz zehn und zwölf liegen.

Evgeny Klimov lag nach dem ersten Durchgang auf einem überraschenden dritten Platz. Im zweiten Durchgang kann er jedoch nicht an die Leistung des vorangeganagen Durchgangs anknüpfen und wird neunter.

Ein gutes Ergebnis erzielte auch Antti Aalto aus Finnland. Der beste Finne des heutigen Wettbewerbs springt 205 Meter und 208,5 Meter weit. Unterm Strich reichen diese Weiten für einen zwischenzeitlichen 16. Platz.

Morgen wird sich entscheiden, wer den Kampf um den Skiflug-Weltmeistertitel 2020 gewinnen wird. Los geht’s um 16 Uhr (MEZ) mit dem 3. Durchgang.

Offizielles Resultat 2. Durchgang

Quelle: FIS

Skiflug-Weltmeisterschaften

Karl Geiger zeigt einen sehr guten Sprung im ersten Durchgang und führt mit 223,4 Punkten das Feld an. Mit 221,1 Punkten folgt Michael Hayböck aus Österreich. Auf Platz drei liegt nach dem ersten Durchgang Klimov aus Russland (213,8 Punkte).

Der erste Deutsche ist heute Constantin Schmid. Er zeigt einen guten Sprung auf 216,5 Meter. Pius Paschke springt sich mit 212,5 Meter knapp hinter Schmid. Karl Geiger zaubert einen sehr guten Sprung aus dem Hut. 241 Meter sichern ihm die Führung nach dem ersten Durchgang. Markus Eisenbichler kommt nicht ganz an seinen Landsmann ran, kann aber mit dem Flug auf 220 Meter und einem fünften Platz nach dem ersten Durchgang zufrieden sein.

Norweger mit deutlichem Rückstand

Der amtierende Skiflugweltmeister Taniel Andre Tande kommt nicht ganz in Schwung und springt im Ersten Durchgang nur 203 Meter weit. Auch Sander Vossan Eriksen kann durch seinen Sprung auf 207 Meter nicht ganz vorne angreifen. Johann Andre Forfang kann ebenfalls nicht sein volles Potential zeigen und springt nur 202,5 Meter weit. Unter den letzten Springern sind aus norwegischer Sicht Johansson und Granerud vertreten. Sie zeigen Sprünge auf 220 und 221 Meter und sind nach dem ersten Durchgang in den Top-10 vorzufinden.

Wie schon gestern ist Michael Hayboeck der beste Österreicher. Er macht einen Top-Sprung auf 245,5 Meter, stellt damit eine neue persönliche Bestweite auf und steht damit auf dem zweiten Platz nach dem ersten Durchgang. Philipp Aschenwald ist mit 201,5 Metern der Zweitbeste aus Österreich. Der erste Springer der Österreicher Timon-Pascal Kahofer schafft es mit 181,5 Metern nicht in den zweiten Durchgang des heutigen Tages und wird deshalb auch morgen nicht beim Wettbewerb vertreten sein. Gregor Schlierenzauer qualifiziert sich durch seinen Sprung auf 193 Meter souverän.

Der Russe Evgeniy Klimov präsentiert sich ebenfalls in einer guten Form und springt 237 Meter weit im ersten Durchgang. Diese Weite beschert ich ihm den dritten Platz nach dem ersten Durchgang.

Ergebnisliste 1. Durchgang

Quelle: FIS

Skiflug-Weltmeisterschaften

Heute wird es ernst: Die ersten beiden Durchgänge des Einzelwettbewerbs im Rahmen der Skiflug-Weltmeisterschaften in Planica stehen auf dem Programm. Der Spitzenreiter im Probedurchgang heißt Halvor Egner Granerud, der sich mit der Bestweite von 243 Metern (Gate 11) gegen Markus Eisenbichler mit 230 m (Gate 10) und Robert Johansson mit einer Weite von 235,5 m (Gate 11) durchsetze.

Markus Eisenbichler greift zudem bei seinem Sprung in den Schnee, ist aber nicht zu Fall gekommen. Karl Geiger landet mit 229 Metern neben Eisenbichler als einziger DSV-Adler in den Top-10. Pius Pasche und Constantin Schmid beenden den Probedurchgang auf den Plätzen 13und 17.

Polnisches Team stark

Nicht nur der Routinier im polnischen Team, Kamil Stoch, zeigte im Probedurchgang mit 239 Metern einen absoluten Top-Sprung. Auch Andrzej Stekala, der zum ersten Mal bei einer Skiflug-Weltmeisterschaft dabei ist, landet mit 229 Metern einen guten Sprung. Piotr Zyla und Dawid Kubacki landen mit Flügen auf 233 Metern und 231,5 Metern ebenfalls in den Top-10.

Hayböck ebenfalls mit verkürztem Anlauf

Nach den gestrigen Leistungen verkürzte Cheftrainer Andreas Widhölzl den Anlauf für seinen Schützling Michael Hayböck um ein Gate. Er segelte auf 218 Metern und landet damit auf Rang 11. Auch sein Teamkollege Gregor Schlierenzauer zeigte mit 222 Metern einen ordentlichen Sprung.

Um 16 Uhr (MEZ) geht es los mit den ersten beiden Wertungsdurchgängen, live bei Eurosport und ZDF.

Resultat Probedurchgang
Startliste 1. Durchgang

Quelle: FIS

ÖSV Skiflug-Weltmeisterschaften

Kein guter Start in die neue Saison und keine Weltcup-Punkte, dann eine Corona-Infektion mit zwei Wochen Zwangspause und jetzt plagen den Österreicher erneut gravierende Rückenprobleme, die ihn schon im Sommer beschäftigten und zu der ein oder anderen Pause zwangen.

„Läuft nicht so bei mir“, beschreibt Kraft am Freitag selbst seine aktuelle Situation auf seinem Blog. Ins gestrige Training ist der Österreicher überraschend stark eingestiegen. „Ich habe mich auch bei einem Skifliegen selten bei einem ersten Sprung so wohl gefühlt, wie jetzt hier in Planica gleich von Anfang an – es wäre super gelaufen mit 239 Metern“, so der Skiflug-Weltrekordhalter.

Doch nach nur einem Sprung waren die Skiflug-Weltmeisterschaften für den Gesamt-Weltcupsieger der Vorsaison bereits beendet, zumindest vorerst. „Ich habe die körperliche Geschichte mit meinem Rücken eigentlich schon ganz gut in den Griff bekommen. Es scheint aber, dass nach diesen zwei Wochen ohne Belastung und ohne Trainingsmöglichkeit, der Körper wieder reagiert hat“, erklärt der 27-Jährige.

Untersuchung in Innsbruck am Freitag

Stefan Kraft ist vorerst zurück nach Österreich gereist und wird heute in Innsbruck eine ärztliche Untersuchung durchführen lassen und abzuklären, wie es bei ihm weitergeht: „Ich werde weiterhin versuchen, dass ich diese körperliche Geschichte in den Griff bekomme – dabei geht es einerseits um strukturelle Sachen und auch „Spannungen“.“ Ob er möglicherweise nach Planica zurückreisen wird, um am Sonntag im Teamwettbewerb für die Österreicher an den Start zu gehen, ist noch nicht ausgeschlossen und wird sich vermutlich erst nach seiner Untersuchung sagen lassen.

Seinen Saisonausblick beschreibt der ÖSV-Adler wie folgt: „Das zeigt jetzt und bestätig leider auch das, was ich vor 4,5 Wochen schon gesagt habe, nämlich dass ich in dieser Saison eine „Wundertüte“ bleiben werde und ich bei diesem strengen Programm schauen muss, wie mein Körper da mitspielt.“ Bleibt ihm eine schnelle Genesung zu wünschen und zu hoffen, dass sich eine Lösung für seine Rückenprobleme finden lässt.

Quelle: stefan-kraft.com

Skiflug-Weltmeisterschaften

Markus Eisenbichler ist der beste Skispringer der heutigen Qualifikation. Zweiter wird Michael Hayböck aus Österreich, den dritten Platz sichert sich der Norweger Granerud.

Der stärkste aus dem deutschen Team ist erneut Markus Eisenbichler, welcher 225,5 Meter weit springt und sich damit den Sieg in der Qualifikation sichert. Karl Geiger ist, nachdem er am vergangenen Wochenende nicht dabei war, wieder in Planica dabei. Er zeigt mit 228 Metern eine der Top-Weiten des Tages und wird 4. der Qualifikation. Pius Paschke zeigt auch beim Skifliegen, dass er in einer guten Verfassung ist. 221 Meter sind eine gute Leistung, welche ihm den 9. Platz in der Qualifikation bescheren. Der Schwächste aus dem deutschen Team ist heute Constantin Schmid. Seine 208 Meter sind zwar die kürzeste Weite innerhalb des Teams, trotzdem reichen sie locker für die Qualifikation für morgen. Alle Springer aus Deutschland sind in den Top-20 der Qualifikation vertreten.

Wieder stark präsentiert sich das Team aus Norwegen. Am stärksten sind Havor Egner Granerud und Daniel-André Tande, welche sich Platz drei und fünf mit 221,5 und 229,5 Metern erspringen. Robert Johansson und Sander Vossan Eriksen reihten sich auf den Rängen 7 und 18 ein, Johann André Forfang bildet das Schlusslicht auf Platz 23.

Österreich ohne Kraft

Die Österreicher sind mit Michael Hayboeck, Timon-Pascal Kahofer, Philipp Aschenwald und Gregor Schlierenzauer beim Skifliegen in Planica vertreten. Stefan Kraft musste nach einem starken ersten Trainingssprung und danach eintretenden akuten Rückenschmerzen auf eine Teilnahme verzichten. Kahofer, der jüngste Springer der Österreicher, springt sich mit 198 Meter souverän in den morgigen Wettbewerb. Die erfahreneren Aschenwald und Schlierenzauer zeigen mit 217,5 und 206 Metern solide Leistungen, welche ihnen ebenfalls für den morgigen Wettkampf reichen. Den weitesten Sprung der Österreicher und der Qualifikation landet Michael Hayböck. Er springt 2,5 Meter weiter als die Hillsize von 240 Metern und wird damit am Ende zweiter hinter Eisenbichler.

Polen zeigen sich stark

Kamil Stoch ist mit 226 Metern und dem sechsten Platz der stärkste Mann der Polen. Piotry Zyla folgt auch dem neunten Platz und 223 Metern. Dawid Kubacki und Andrzej Stekala vervollständigen auf Platz zwölf und dreizehn das polnische Ergebnis.

Da Peter Prevc nicht nominiert wurde, muss das Team aus Slowenien ohne ihn auskommen. Ihr bester Springer ist Bor Pavlovcic auf Platz elf.

Der Einzelwettbewerb startet morgen mit den ersten beiden Durchgängen um 16 Uhr und wird von Eurosport und dem ZDF live übertragen.

Ergebnis Qualifikation

Quelle: FIS

DSV Weltcup Herren

Für die vor einiger Zeit abgesagten Weltcup-Wettbewerbe im japanischen Sapporo wurde nun ein Ersatz gefunden. In Absprache mit dem dutschen Skiverband (DSV) hat der internationale Skiverband entschieden, den offenen Weltcup an einen weiteren deutschen Standort zu vergeben.

Wie der internationale Skiverband (FIS) nun offiziell bekanntgegeben hat, soll ein Ersatz-Weltcup für Sapporo im sächsischen Klingenthal stattfinden. Für den Veranstalter des VSC Klingenthal ein glücklicher Umstand, denn, am gleichen Wochenende 05.-07. Februar 2021 ist bereits ein Weltcup der Nordischen Kombinierer angesetzt. Das bedeutet zumindest keinen zusätzlichen Aufwand für den Veranstalter, da die Schanze zu dem Zeitpunkt dann bereits präpariert ist. Geplant ist, dass die Kombinierer am Vormittag springen und laufen und danach die Spezialspringer am Nachmittag ihre Wettbewerbe austragen können.

„Wir freuen uns sehr, dass der Weltcup der Skispringer an uns vergeben wurde und werden alles daran setzen, den Kombinierern und Springern unter Einhaltung der Hygiene-Konzepte bestmögliche Wettkampfbedingungen zu bieten“, so OK-Chef Alexander Ziron.

Abzuwarten bleibt, ob Klingenthal eventuell der einzige deutsche Veranstalter mit Zuschauern sein könnte. Aufgrund der Unsicherheiten in diesem Zusammenhang würde auch der Vorverkauf der Tickets (online) erst kurz vor dem Weltcup erfolgen.

Quelle: interne Informationen

Skiflug-Weltmeisterschaften

Der Gesamtweltcup-Führende Halvor Egner Granerud und der Österreicher Michael Hayböck sind im Training die beiden Sieger. Der Norweger Granerud gewann den ersten der beiden Trainingsdurchgänge, Hayböck setzte sich in Runde zwei durch.

Sowohl für Granerud als auch für seinen bisher stärksten Konkurrenten Eisenbichler beginnt das Skifliegen so, wie das Skispringen aufgehört hat: Nämlich mit extrem guten Sprüngen oder in diesem Fall Flügen. Halvor Egner Granerud sicherte sich im Training den Sieg (231,5 m) im ersten und Rang 6 (223 m) im zweiten Trainingsdurchgang. Für Markus Eisenbichler reichte es mit Flügen auf 232 m und 236 m zweimal für den zweiten Platz.

Kraft muss auf Start verzichten

Doch auch die Österreicher haben ein Wörtchen mitzureden: Die beiden Rückkehrer Michael Hayböck und Stefan Kraft präsentierten sich im ersten Training mit Weiten von 234 m (3.) und 239 m (4.) sehr stark. Kraft setzte damit sogar die Bestweite im ersten Durchgang. Dieser ließ das zweite Training allerdings aus. Aktuellen Informationen zufolge leidet er an erneuten Rückenproblemen und muss auf einen Start in der Qualifikation verzichten. Michael Hayböck hingegen ging auch ein zweites Mal and den Start und landete einen Traumflug auf 241 Meter. Dieser sicherte sich damit sogar Rang 1 im zweiten Trainingsdurchgang. Hayböck dürfte man damit ebenfalls auf die Favoritenliste setzen.

Auf Rang drei im zweiten Durchgang landet der Norweger Daniel-André Tande mit einem Flug auf 234 Meter. Dieser war den Konkurrenten mit Rang 5 auch im ersten Training bereits dicht auf den Fersen.

DSV-Team: Schmid erhält vierten Startplatz

Neben Eisenbichler flog auch Martin Hamann auf ordentliche 222 m (8.) und 224,5 m (8.). Dieser begegnete seinem Teamkollegen Constantin Schmid absolut auf Augenhöhe, doch Stefan Horngacher nominierte letztendlich Schmid, der mit Weiten auf 217 m (11.) und 226 m (9.) sein Trainerteam überzeugen konnte. Severin Freund konnte noch nicht komplett ins Fliegen finden und landete beide Male etwas weiter hinten im Feld.

Karl Geiger, der am vergangenen Wochenende in Nizhny Tagil nicht teilgenommen hatte, zeigte solide Sprünge und reihte sich wie so oft im Training im Mittelfeld ein. Pius Paschke verbesserte sich im zweiten zum ersten Training deutlich.

Domen Prevc zurück im slowenischen Team

Nachdem es für den ältesten der Prevc-Brüder, Peter, in der neuen Saison noch gar nicht rundlief, erhält dieser nun wieder Beistand vom jüngsten Bruder Domen. Wie man es von ihm auf Skiflugschanzen gewohnt ist, überzeugte er auch im Training mit Weiten von 215,5 m (16.) und 221,5 m (10). Insgesamt fehlen dem slowenischen Team aber noch die absoluten Top-Weiten. Bor Pavlovcic sicherte sich im zweiten Training jedoch zumindest einen Top-10-Rang und reihte sich mit 226 Metern auf Rang 7 ein.

Corona-Verdacht im Schweizer Team

Die beiden Schweizer Dominik Peter und Gregor Deschwanden waren im Training nicht am Start. Der Cheftrainer Ronny Hornschuh wurde am Donnerstagmorgen positiv auf das Coronavirus getestet, demzufolge musste sich das gesamte Team einem weiteren Test unterziehen – die Ergebnisse stehen noch aus.

Weiter geht’s um 16 Uhr (MEZ) mit der Qualifikation.

Startliste Qualifikation

Ergebnis Training

Quelle: FIS

Skiflug-Weltmeisterschaften

Kurz vor Start der Skiflug-WM ist der Norweger Marius Lindvik aus Planica nach Hause gereist. Das norwegische Team muss somit ohne den 22-Jährigen, der zuletzt sogar auf dem Podest stand, auskommen.

Wie der norwegische Skiverband am Donnerstag mitteilt, ist Marius Lindvik von Planica abgereist. Der junge Norweger hat sich selbst gegen eine Teilnahme entschieden. „Es war sowohl körperlich als auch geistig ein schwieriger Saisonstart für mich. Es war mental eine große Belastung und das Vertrauen in das Springen ist nicht vorhanden“, so Marius Lindvik.

Nach seinem dritten Platz in Nizhny Tagil zeigte sich Lindvik zwar wieder in einer guten Verfassung, jedoch hat die Saison für ihn nicht wie erwartet begonnen und ihm fehlt seine eigene Sicherheit. „Ich habe hart gearbeitet, um mein Selbstvertrauen im Springen wiederzugewinnen und ich fühle mich auf dem richtigen Weg. Ich muss ehrlich zu mir selbst sein und im Moment habe ich das Gefühl, dass meine Sprungform und mein Selbstvertrauen nicht ausreichend sind, um Skifliegen zu können“, schätzt Lindvik ein. „Hier geht es darum, mental auf das Skifliegen vorbereitet zu sein, was extrem anspruchsvoll ist. Deshalb werde ich dieses Wochenende nicht in Planica starten.“

Auch Norwegens Cheftrainer Alexander Stöckl zeigt sich verständnisvoll: „Ich habe vollen Respekt vor der Tatsache, dass ein Athlet sich dafür entscheidet, über dem Skifliegen zu stehen. Es ist ziemlich anspruchsvoll und jeder weiß, dass mit dem Skifliegen eine gewisse Gefahr verbunden ist. Man muss mental bereit sein. Wir unterstützen ihn zu 100 Prozent bei der Entscheidung.“

Norwegen geht dennoch ebenfalls mit sechs Athleten ins Training: Sander Vossan Eriksen, Johann André Forfang, Halvor Egner Granerud, Anders Håre, Robert Johansson und Daniel-André Tande.

Quelle: NSF

Skiflug-Weltmeisterschaften

Das DSV-Aufgebot für die Skiflug-Weltmeisterschaften besteht bisher aus drei Fix-Startern, ein verbliebener vierter Startplatz ist noch offen. Doch besonders mit den Norwegern erwartet das DSV-Team im Fliegen ordentliche Konkurrenz.

Nach seiner bisher erfolgreichen Saison ist sich Markus Eisenbichler seiner guten Form und Stärken bewusst und freut sich auf das anstehende Großereignis: „Ich lass es auf mich zukommen und möchte einfach die Flüge genießen, habe aber natürlich auch sehr gute Erinnerungen an Planica“, freut sich Eisenbichler, der im März 2019 auf der Letalnica-Schanze seinen ersten Weltcupsieg feiern konnte. „Ich werde versuchen, mich auf meine Sachen zu fokussieren und mein Fluggefühl auszuspielen und dann haben es die anderen schon schwer, speziell auch die Norweger“, so Eisenbichler am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz des Deutschen Skiverbandes (DSV). Wichtig für den Siegsdorfer sind beim Skifliegen vor allem auch die ersten beiden Sprüngen. Wie er in diese hinein starten wird, wird sich heute bereits im offiziellen Training und der Qualifikation zeigen.

Neben Eisenbichler ist auch Karl Geiger im Team gesetzt, der am Mittwoch zum Rest des Teams nach Planica gereist ist. „Leider ist sein Kind noch nicht auf die Welt gekommen, aber ich denke, es war ganz wichtig, auch für Karl persönlich, dass er heimgefahren ist und zu Hause bei seiner Familie und seiner Frau sein konnte. Er hat gut Zeit verbracht, aber nebenher auch gut trainieren können. Er freut sich auf die Skiflug-WM und kommt hochmotiviert her. Ich denke, er wird uns auch gute Flüge zeigen“, schätzt Cheftrainer Stefan Horngacher die Situation um Karl Geiger ein. Er erklärt weiter: „Karl darf man mein beim Fliegen nicht unterschätzen, denn er ist eigentlich ein ausgezeichneter Skiflieger. Für ihn ist es nur wichtig, die Übergangsphase richtig zu gestalten, dann kann er richtig weit segeln.“ Dass ihm das bei seiner erst zweiten Skiflug-Weltmeisterschaft deutlich besser gelingen sollte als bei seiner ersten Teilnahme in der Heimat Oberstdorf 2018, wo er den Wettkampf verpasste und nach der Qualifikation ausschied, ist anzunehmen.

„Stetig Schritt für Schritt weiterentwickelt“

Dieses Zitat von Pius Paschke im Vorfeld der Skiflug-WM trifft wohl voll und ganz zu. Viele Jahre harter Arbeit liegen hinter dem sympathischen 30-Jährigen, der aktuell in einer starken Verfassung ist wie nie zuvor und sogar als Fix-Starter in Planica antreten darf. „Es ist mein erstes Großereignis und es ist natürlich cool, dass ich da gleich fix bin“, freut sich Paschke auf seinen Start bei den Skiflug-Weltmeisterschaften. Wie er selbst beschreibt, war „Skifliegen als Kind immer ein Traum“. Dieser Traum erfüllte sich zwar bereits, doch diesmal zum ersten Mal im Rahmen einer Weltmeisterschaft.

„Man macht gerne mal drei Schritte voraus und dann geht’s aber auch schnell mal einen zurück. Das hab ich auch lernen müssen“, erklärte Paschke am Mittwoch. Orientiert hat er sich in den letzten Jahren vor allem am Teamkollegen Severin Freund, der sich immer Schritt für Schritt nach vorne entwickelt und stets akribisch gearbeitet hat. Doch auch von Markus Eisenbichler kann er sich noch so einiges abschauen: „Er hat ein wahnsinniges Fluggefühl und fliegt einfach sehr leicht.“

Ein Startplatz noch offen

Neben den drei Gesetzen DSV-Adlern bleibt nur noch ein Platz für die vier Athleten, die während der Skiflug-WM starten dürfen, offen. Um diesen Platz bemühen sich im heutigen Training um 13:30 Uhr noch einmal Martin Hamann, Severin Freund und Constantin Schmid. Nach einer Bewertung von allen Trainern wird Horngacher dann den vierten Mann bekanntgeben. Doch auch für diejenigen, die am Ende nicht starten werden, ist es eine gute Möglichkeit für Trainingssprünge auf der Skiflugschanze, die es sonst außerhalb eines Skifliegens nicht gibt. So nennt Horngacher dies den Hauptgrund, warum er sechs anstatt fünf Athleten mit nach Planica genommen hat.

Andreas Wellinger musste nach dem vergangenen Wochenende in Nizhny Tagil die Heimreise antreten und wird auch beim nächsten Weltcup nicht an den Start gehen. „Er wird nächste Woche nach Oberstdorf kommen und zusammen mit Bernhard Metzler trainieren. Er wird definitiv nicht nach Engelberg mitgehen, das ist schon entschieden. Er wird sich weiter dem Training widmen und dann nach Engelberg zu einem zweitägigen Lehrgang zu uns stoßen und dann ganz normal bei der Tournee mitbringen“, erklärt Horngacher.

Norweger als Top-Favorit: DSV als stiller Angreifer

„Für uns war es gar nicht schlecht, dass wir jetzt die Favoritenrolle an die Norweger abgetreten haben. Nizhny hat uns gezeigt, dass wir noch nicht ganz perfekt unterwegs sind und dass wir noch einige Aufgaben offen haben, an denen wir jetzt konsequent arbeiten werden. Dann glaube ich, ist es für uns schon ein Vorteil, nicht als absoluter Top-Favorit hier an den Start zu gehen, aber als eine Mannschaft, mit der immer zu rechnen ist“, fasst Stefan Horngacher zusammen.

Los geht es am heutigen Donnerstag mit dem offiziellen Training um 13:30 Uhr, bevor um 16:00 Uhr die Qualifikation (live bei Eurosport) auf dem Programm steht. Hier geht’s zur gesamten Programm-Übersicht der Skiflug-WM in Planica.

Quelle: DSV PK

Weltcup Herren

Ein weiterer Weltcup-Veranstalter reiht sich in die Liste derer ein, die ihre Wettbewerbe in dieser Saison ohne Zuschauer durchführen müssen. Demnach wird auch der Weltcup im hessischen Willingen ohne Zuschauer stattfinden.

Wie der Veranstalter am Mittwoch mitteilt, wird es bei dem Weltcup, der von 29.-31.01.2021 geplant ist, keine Zuschauer an der Schanze geben. Bereits Ende November entschied sich der Ski-Club Willingen in Abstimmung mit dem Landkreis Waldeck-Frankenberg und dem zuständigen Gesundheitsamt gegen Fans im Stadion.

Aufgrund der neuen geplanten Einschränkungen der deutschen Bundesregierung bezüglich der Corona-Pandemie, die vorerst bis zum 10. Januar 2021 geplant sind, ist leider davon auszugehen, dass auch kurze Zeit später keine Veranstaltung mit Zuschauen möglich sein wird. Daher soll Gleiches auch für den Continentalcup gelten, der nur eine Woche später von 05.-07.02.21 stattfinden soll.

„Ich bin sehr enttäuscht, dass bei beiden Skispringen keine Fans an der Mühlenkopfschanze sein können, aber die Gesundheit für alle hat Vorrang in diesen für alle schweren Zeiten,“ sagt Ski-Club-Präsident und Weltcup OK-Chef Jürgen Hensel. „Wir lassen uns aber nicht entmutigen und freuen uns schon jetzt auf 2022, wenn die Welt hoffentlich wieder in Ordnung ist und wir dann vor möglichst ausverkauftem Haus unseren Weltcup in bewährter Form ausrichten können. Dann vielleicht mit einer Premiere, der Ausrichtung eines zusätzlichen Damen-Weltcups.“

Quelle: SC Willingen