Anders Fannemel: Karriereende nicht mehr ausgeschlossen

Foto: Konstanze Schneider

Karriereende in Sicht? Der ehemalige Skiflug-Weltrekordhalter Anders Fannemel musste in diesem Jahr bereits mehrere Rückschläge in Kauf nehmen. Nun bereitet ihm das Knie nach seiner Kreuzbandverletzung im Sommer 2019 erneut Probleme.

Während eines Trainingssprungs im polnischen Wisla im Sommer vergangenen Jahres kam der 29-Jährige zu Fall. Die damalige Schockdiagnose für den Norweger: Kreuzbandriss im linken Knie. Nun muss Fannemel sogar befürchten, dass er nicht auf die Schanze zurückkehren wird. „Ich hatte das Ziel, im August zu springen. Aber im August und September schmerzte das Knie immer mehr. Es ist auch nach wie vor schmerzhaft“, so Fannemel gegenüber der norwegischen Tageszeitung Dagbladet.

Wochenlange Schmerzen nach leichtem Training

Der viermalige Weltcup-Sieger musste bereits drei Operationen über sich ergehen lassen. Nach der Dritten, bei dem ihm lediglich Narbengewebe entfernt wurde, hatte Fannemel, wie er selbst sagt, das Gefühl, Fortschritte zu machen. Nach eigenen Angaben habe er das Knie wohl teilweise zu stark belastet, weshalb sich die Gesamtsituation in den vergangenen Monaten noch einmal verschlechtert hat. „Als ich vorher trainiert habe und Schmerzen hatte, verging es nach einem Tag. Jetzt kann es nach einem leichten Training einige Wochen lang wehtun. Daran stimmt etwas nicht“, erklärt Fannemel. Vor ein paar Wochen unterzog sich der Team-Weltmeister von 2015 einer weiteren MRT-Untersuchung – Ergebnisse stehen noch aus.

„Ich fange an, mein Karriereende zu befürchten“

Gegenüber Dagbladet erzählt Fannemel, dass er sich die Olympischen Winterspiele in Peking 2022 zum Ziel nach der Verletzungspause gesetzt hat. Mit den immer wiederkehrenden Rückschlägen sinkt die Wahrscheinlichkeit, dieses Ziel zu erreichen, allerdings immer weiter. Dessen ist sich auch der Norweger bewusst: „Es war eine langfristige Verletzung. Im Moment scheint noch ein langer Prozess vor mir zu liegen, bis ich wieder auf dem Niveau bin, das ich vor der Verletzung hatte. Möglicherweise muss ich im Alter von 30 Jahren anfangen, vernünftig zu denken. Vielleicht muss ich etwas anderes finden, was ich tun kann.“

Quelle: Dagbladet.no

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