Norwegischer Skiverband

Der Norweger Daniel-André Tande wird nicht bei den Skiflug-Weltcups in Oberstdorf (GER) und Planica (SLO) antreten. Dies gab der 28-Jährige in seinen sozialen Netzwerken am Dienstag bekannt.

Auf Instagram schrieb Tande: „Das letzte Jahr war so viel mehr, als ich mir erträumt hätte, und endete mit einer weiteren Team-Medaille. Deshalb habe ich entschieden, dass meine Saison vorbei ist. Ich denke, ich brauche noch etwas mehr Zeit, um wieder Ski zu fliegen.“ Hintergrund ist der Horror-Sturz in Planica, im März 2021. Damals lag der 28-Jährige nach einem schweren Trainingssturz im künstlichen Koma. Er zog sich damals innere Hirnblutungen, eine Lungenverletzung sowie einen Schlüsselbeinbruch zu.

Wieder zurück in den Weltcup gekämpft

Umso beachtlicher ist es, wie sich Daniel-André Tande nach seiner Verletzungszeit wieder im Weltcup zurückgemeldet hat. Im März in Oslo konnte der Norweger gar einen Tagessieg feiern. Auch sein Saisonabschluss bei der Skiflug-WM in Vikersund war mit der Bronze-Medaille im Team-Wettkampf erfolgreich.

COC Herren Continental Cup

Parallel zur Skiflug-WM wurden im polnische Zakopane drei COC-Springen ausgetragen. Mit Ziga Jelar (Slowenien), Thomas Lackner (Österreich) und Andrzej Stekala (Polen) waren die Sieger keine Unbekannten aus DSV-Sicht konnte sich vor allem Philipp Raimund gut in Szene setzen.

Ziga Jelar konnte in Zakopane an seine gute Weltcup-Form anschließen und sich beim ersten Wettbewerb den Frust über seine Nichtberücksichtigung bei der Skiflug-WM von der Seele springen. Mit Weiten von 137,5 und 131,5 Meter setzte sich der Slowene mit 283,6 Punkten deutlich durch. Rang zwei ging an den Österreicher Thomas Lackner (132,5 und 130,5 Meter), der mit 265,2 Punkten aber schon deutlich hinter dem Sieger zurück blieb. Knapp dahinter konnte sich Bor Pavlovcic mit Sprüngen auf 136 und 126 Meter Rang drei sichern. Der im Vorjahr so furiose Slowene setzte damit erstmals in dieser Saison ein echtes Lebenszeichen. Philipp Raimund (Deutschland), David Haagen (Österreich) und Macej Kot (Polen) belegten die Ränge vier, fünf und sechs.

Lackner und Haagen feiern ÖSV-Doppelsieg

Beim zweiten Wettbewerb ging es für Thomas Lackner noch eine Stufe weiter hinauf auf dem Treppchen. Der Österreicher triumphierte mit Sprüngen auf 136 und 133 Metern souverän vor seinem Landsmann David Haagen, der 134,5 und 131 Meter erreichte. Philipp Raimund erreichte nach 136,5 und 130,5 den dritten Rang, nachdem er am Vortag nur knapp am Podium vorbei geschlittert war. Der undankbare vierte Platz ging diesmal an Ziga Jelar. Bjoereng (Norwegen), Bombek (Slowenien) und Kot (Polen) belegten die weiteren Plätze.

Stekala landet Heimsieg

Beim letzten Springen am Sonntag konnte der Pole Andrzej Stekala einen furiosen Heimsieg erzielen. Damit setzte der Springer ein tolles Zeichen, nachdem er die Skiflug-WM bereits nach dem Freitag verlassen musste. Stekala landete bei 133,5 und 140,5 Meter und konnte damit die beiden Slowenen Jan Bombek und Ziga Jelar hinter sich halten. Joacim Bjoereng, Bor Pavlovcic und Philipp Raimund ersprangen die Plätze vier bis sechs. Der Deutsche verlor im Finale trotz der Tagesbestweite von 143 Metern einen Podiumsplatz, weil ihm die Noten und die Windpunkte einen Strich durch die Rechnung machten.

DSV-Team abgesehen von Raimund enttäuschend

Aus deutscher Sicht konnte abgesehen von Philipp Raimund lediglich Adrian Sell einen Top-10-Platz erzielen, der beim zweiten Wettbewerb Rang zehn erzielte. Darüber hinaus belegte er die Ränge 16 und 23. Nicht wirklich Akzente konnte David Siegel setzen der weiterhin stagniert und nur auf den Rängen 16, 24 und 25 landete. Auch Kilian Märkl konnte nach seinen zuletzt guten Leistungen nicht wirklich glänzen und landete auf den Plätzen 21, 18 und 29. Ansonsten konnten nur Claudio Haas (27.) und Moritz Bär (30.) beim zweiten Springen Punkte erzieln.

ÖSV-Team geschlossen stark

Die Österreicher haben es hingegen mannschaftlich besser gemacht und bei jedem Springen mehrere Leute unter die Top-15 gebracht. Beim ersten Wettbewerb waren es mit Thomas Lackner (2.), David Haagen (5.), Hannes Landerer (8.), Markus Müller (9.) und Francisco Moerth (15.) gleich fünf Springer. Beim zweiten Springen konnten hingegen nur Lackner (1.) und Haagen (2.) unter die besten 15 Springen. Beim abschließenden Springen waren es mit Hannes Landerer (7.), Thomas Lackner (8.), Markus Müller (13.) und Francisco Moerth (14.) dann wieder vier Springer, wenngleich der absolute Top-Platz diesmal ausblieb.

COC Damen Continental Cup

Im Rahmen des Continental Cups holen sich die US-Amerikanerin Logan Sankey und die Olympiasiegerin Carina Vogt den Sieg. Für den DSV erspringt Josephin Laue einen weiteren Podestplatz.

Nicht nur bei der Skiflug-WM bei den Herren oder dem Weltcup der Damen wurde am vergangenen Wochenende Ski gesprungen. Auch im Rahmen des Continental Cups fanden in Park City (USA) zwei Wettbewerbe statt – wenngleich das Starterfeld hier sehr überschaubar war.

Im ersten von zwei Wettbewerben konnte das Team aus den USA einen Vierfach-Triumph feiern. Logan Sankey sichert sich mit Sprüngen auf 84 und 91 Meter den Sieg mit einem Vorsprung von 1,8 Punkten auf ihre Landsfrau Nina Lussi, die mit Weiten von 84 und 87,5 Meter Zweite wird. Rang drei geht an Paige Jones, die Weiten von 83 und 86 Meter in den Schnee von Park City setzt.

Vierte wird Anna Hoffman (USA) mit Weiten von 81 und 89, 5 Metern.

DSV lediglich mit zwei Starterinnen dabei

Auf dem fünften Rang landet mit Josephin Laue die beste von zwei deutschen Starterinnen. Neben Laue ist auch die Olympiasiegerin von 2014 – Carina Vogt – am Start und belegt im ersten Wettkampf nach einem völlig verunglückten ersten Sprung auf lediglich 59,5 Meter nur den 12. Rang von 14 gemeldeten Starterinnen.

Vogt kann sich allerdings direkt im zweiten Wettbewerb rehabilitieren und feierte im Rahmen des Continental Cups ihren ersten Sieg nach langer Verletzungs- und Weltcuppause. Sprünge auf 84,5 Meter und 86 Meter bringen der Degenfelderin klar den ersten Rang ein. Auf dem zweiten Platz landet mit einem Rückstand von 9,5 Punkten auf Vogt die Kanadierin Natalie Eilers, die Sprünge auf 84,5 und 84 Meter zeigt. Dritte wird mit Josephin Laue eine weitere Deutsche. Das Team des Deutschen Skiverbandes kann somit die einzigen deutschen Starterinnen auf dem Podest platzieren.

Auf dem vierten Rang landet mit Astrid Norstedt die einzige Schwedin, die an diesem Tag am Start war. Ihr Vorsprung auf die Fünftplatzierte Annika Belshaw (USA) ist mit 0,1 Punkten allerdings denkbar knapp.

Auf den Rängen fünf bis 14 platzieren sich ausnahmslos US-Amerikanerinnen.

Offizielles Resultat erster Wettbewerb

Offizielles Resultat zweiter Wettbewerb

Quelle: FIS

Alpencup

Im Alpencup (O.P.A.) alles gegeben – das haben sich der Österreicher Maximilian Ortner in Eisenerz (AUT) und die Slowenin Jerneja Repinc Zupancic in Rastbüchl (GER) auf die Fahnen geschrieben. Sie standen am Samstag und Sonntag ganz oben.

Im niederbayerischen Rastbüchl sollten – wie bei der Skiflug-WM – auch wieder die slowenischen Farben gut vertreten sein. Allen voran Jerneja Repinc Zupancic hat ein optimales Wochenende erwischt. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag sicherte sich die 19-Jährige den Tagessieg. Rang zwei ging an beiden Tagen an ihre 15-jährige Landsfrau Taja Bodlaj. Platz drei sicherte sich die Österreicherin Sophie Kothbauer im ersten und zweiten Wettkampf. Beste Deutsche am Samstag war Anna-Fay Scharfenberg auf Platz vier. Am Sonntag hielt Pia Lilian Kübler als Fünfte die DSV-Farben hoch.

Ortner an beiden Tagen nicht zu schlagen

Das männliche Pendant zu Repinc Zupancic befand sich im österreichischen Eisenerz. Dort holte sich ÖSV-Adler Maximilian Ortner an beiden Tagen den Erfolg. Am Samstag schaffte Simon Spiewok den zweiten Platz für das DSV-Team. Rang drei ging dabei an den Slowenen Anej Razponik. Am Sonntag schob sich der junge Slowene hinter Ortner noch bis auf Platz zwei vor. Dritter wurde Maksim Bartolj – ebenfalls aus Slowenien. Für den stärksten DSV-Adler in Eisenerz, Simon Spiewok, blieb am Schlusstag der fünfte Rang.

Gesamtwertung geht an Ortner

Mit insgesamt sechs Tagessiegen in 13 Alpencup-Springen der Saison konnte am Ende der Gesamtsieger nur Maximilian Ortner heißen. Der Österreicher holte sich insgesamt 756 Punkte. Die Ränge zwei und drei gehen in der Endabrechnung an die beiden Slowenen Mark Hafner (572 P.) und Maksim Bartolj (429 P.).

Eisenerz

Offizielles Resultat (Samstag)
Offizielles Resultat (Sonntag)

Gesamtwertung

Rastbüchl

Offizielles Resultat (Samstag)

Offizielles Resultat (Sonntag)

Skiflug-Weltmeisterschaften

Das slowenische Team hat das WM-Fliegen mit haushohem Vorsprung gewonnen. In einem spannenden Wettbewerb sicherten sich die Flugkünstler den Sieg vor den Teams aus Deutschland und Norwegen durch. Das ÖSV-Quartett musste sich mit dem vierten Rang begnügen.

Mit einem furiosen Start-Ziel-Sieg konnte sich das Quartett Domen Prevc / Peter Prevc / Timi Zajc / Anze Lanisek den ersten slowenischen Skiflug-Weltmeistertitel in der Geschichte sichern. Beeindruckend war insbesondere der Vorsprung von 128 Punkten. Das DSV-Team zeigte jedoch ebenfalls eine tolle Team-Leistung und sicherte sich nach einem tollen Finalsprung von Karl Geiger Rang zwei. Der dritte Platz ging an die Gastgeber aus Norwegen, nachdem Marius Lindvik seinen Konkurrenten Stefan Kraft im letzten Sprung überholen konnte.

Von Beginn an deutete sich an, dass gegen das slowenische Team kein Kraut gewachsen ist. Ein überragender Timi Zajc, der am heutigen Tage mit Flügen auf 229,5 und 228,5 Meter die höchste Einzelwertung gewonnen hätte sowie ein Peter Prevc und Anze Lanisek, die über 230 Meter segeln konnte ließen keinen Zweifel offen.

DSV-Team sichert sich Silber

Das DSV-Team erwischte durch Severin Freund einen guten Start, ehe Andreas Wellinger mit 226,5 Meter das Team zunächst deutlich auf Platz zwei befördern konnte. Im zweiten Durchgang war insbesondere eine Leistungssteigerung von Markus Eisenbichler und ein grandioser Finalsprung von Karl Geiger auf 238 Meter waren ausschlaggebend dafür, dass die deutschen Adler den Silber-Rang nicht mehr hergaben. „Die Silbermedaille haben wir uns verdient“, befand Trainer Horngacher und lobte vor allem die Leistung von Karl Geiger. „Für Karl ist es super, wenn er hier so aufhört“, freute er sich im ARD-Interview. Der Schlussspringer zeigte sich nach seinem finalen Satz ebenfalls erleichtert. „Ich wusste, dass alles relativ eng ist“, erinnerte sich und erläuterte, „alles auf eine Karte“ gesetzt zu haben. „Es ist ein extrem geiles Gefühl, auf dem Silberrang rauszukommen“, freute sich auch Andreas Wellinger, der am heutigen Tage einen seiner besten Wettkämpfe in diesem Winter absolvierte. Markus Eisenbichler, der das ganze Wochenende über Probleme hatte zeigte sich dankbar dafür, die Chance im Team bekommen zu haben. Der Siegsdorfer war froh, „seine Leistung abrufen zu können“ und richtete auch einen Respekt an Teamkollegen Constantin Schmid aus, der das Team trotz seiner Ersatzrolle „hervorragend unterstützt habe. Zudem freute sich Eisenbichler besonders über die gemeinsame Medaille mit Severin Freund, der von ihn immer noch als „Vorbild“ angesehen wird.

Norwegen schnappt Österreich Bronze weg

Das Team aus Norwegen musste ohne den verletzten Robert Johansson auskommen, hatte jedoch Glück, dass Halvor-Egner Granerud (219 und 222 Meter) seine Form wiederfand. Ein starker Lindvik, ein solider Forfang und ein schwächelnder Tande schafften es letztlich auf Platz drei. Den Podiumsplatz sicherte man sich jedoch erst im finalen Durchgang, in dem Marius Lindvik mit 228 Meter Stefan Kraft um acht Meter distanzierte. Aus österreichischer Sicht verlor jedoch auch Ulrich Wohlgenannt ein paar Zähler zu viel. Demnach mussten sich die Rot-Weiß-Roten den Norwegern um 6,9 Punkte geschlagen geben.

Rang fünf belegte das polnische Quartett. Für das Highlight im Team sorgte Schlussspringer Jakub Wolny, der im Finalsprung 231 Meter in den Schnee setze. Somit konnte man Japan auf Distanz halten, zumal lediglich Ryoyu Kobayashi und Yukiya Sato starke Flüge zeigen konnten.

Das finnische Team belegte Rang sieben. Für den einzigen lauten Jubelschrei sorgte Eetu Nousiainen mit seinen Flug auf 222 Meter.


Ergebnis

Weltcup Weltcup Damen

In Oberhof (GER) holt sich Ursa Bogataj auch den Sieg im zweiten Einzelwettbewerb. Auch die Ränge zwei und drei gehen nach Slowenien. Nika Kriznar sichert sich den zweiten Platz vor ihrer Landsfrau Ema Klinec, die sich den dritten Rang holt.

Am heutigen Sonntag stand für die Skisprung-Damen der letzte Wettbewerb der Saison 2021 / 2022 an. Im thüringischen Oberhof ging es ein letztes Mal um Weltcup-Punkte. Das Bild auf dem Podest glich fast dem des gestrigen Tages: Die Olympiasiegerin Ursa Bogataj holt sich auch am heutigen Tag den Sieg. Weiten von 95,5 und 100 Meter bedeuten klar Rang eins für die Goldmedaillengewinnerin von Peking 2022. Auf dem zweiten Platz landet auch heute Nika Kriznar. Kriznar – Zweite im Gesamtweltcup – landet bei 97,5 und 93 Metern. Der dritte Platz geht mit Ema Klinec an die amtierende Weltmeisterin, die  nach einem Sprung auf 91,5 Meter im ersten Durchgang und einem Sprung von 96,5 Meter noch von Rang fünf auf drei nach vorne springen konnte.

Dabei war das slowenische Podest geprägt von großen Emotionen. Ursa Bogataj erklärte im Interview anschließend „Heute war ein sehr emotionaler Tag für unser Team. Unser Trainer (Anm. d.Red.: Zoran Zupancic) hat uns heute vor dem Springen gesagt, dass er aufhören wird. Ich denke, wir haben ihm mit dem Dreifach-Podest ein großes Geschenk gemacht.“

Auf dem vierten Rang landet die Österreicherin Sara Marita Kramer, die Weiten von 93,5 und 92,5 Metern zeigt. Kramer, die bereits gestern als Gewinnerin des Gesamtweltcups festgestanden hatte, zeigte sich im Interview anschließend glücklich: „Es war mein großes Ziel für diesen Winter, den Gesamtweltcup zu gewinnen. Auch wenn meine Sprünge heute nicht die besten waren, bin ich einfach glücklich, dass ich mein großes Ziel erreicht habe.“

Katharina Althaus (Deutschland) konnte sich nach 90 Metern im ersten Durchgang im Finale noch auf 96,5 Meter steigern und wurde am Ende als Fünfte beste Deutsche. Die Oberstdorferin belegt im Gesamtweltcup einen respektablen vierten Rang – eine bessere Platzierung wurde aufgrund eines positiven Corona-Tests Anfang März verhindert. Althaus verpasste dadurch in den letzten Wochen drei Weltcup-Springen und rutsche von Rang zwei im Gesamtweltcup noch auf Rang vier ab. Althaus: Ich bin sehr sehr zufrieden. Heute waren meine Sprünge nicht gut genug, um ganz vorne mitzumischen. Insgesamt bin ich sehr zufrieden. Nach den letzten zwei Jahren, in denen es nicht gut lief, konnte ich mich wieder ran kämpfen. Von daher bin ich sehr zufrieden. Nach Olympia war es ein Auf- und Ab – auch mit meiner Corona-Infektion. Aber ich denke, ich habe das gut weggesteckt“

Rogelj mit Karriere-Ende

Spela Rogelj (Slowenien) hatte nach dem ersten Durchgang nach einem Satz auf 100 Meter noch auf Podestkurs gelegen und rutsche nach einem Sprung auf 87 Meter auf Rang sechs zurück. Die Slowenin beendet mit ihrem letzten Sprung ihre Weltcup-Karriere. Zu ihren größten Erfolgen zählt ein Weltcup-Sieg in der Saison 2014 / 2015 und ein Team-Sieg in der Saison 2020 / 2021.

Deutsches Team mit Verbesserungspotential

Neben Katharina Althaus (5.) haben die übrigen deutschen Athletinnen noch Luft nach oben. Im Vergleich zu gestern reiht sich nach Sprüngen von 85,5 und 89,5 Metern Juliane Seyfarth auf Rang 16 ein. Die Thüringerin zieht dennoch ein positives Gesamt-Fazit des Wochenendes: „Es war ein tolles Weltcup-Finale. Danke an alle Organisatoren, den Veranstalter. Ich habe mich hier sehr wohl gefühlt und konnte mich von Sprung zu Sprung steigern.“
Insgesamt fällt das Saison-Fazit von Seyfarth dennoch zweigeteilt aus. „Ich bin froh, dass ich ein zweites Mal in meiner Karriere Olympische Spiele erleben durfte. Aber mit den Weltcup-Starts bin ich nicht wirklich zufrieden. Da konnte ich meine Trainingsleistungen nicht umsetzen und werde im nächsten Jahr nochmal angreifen.“ Seyfarth belegt im Gesamtweltcup Rang 26.

Pauline Hessler platziert sich im abschließenden Wettkampf nach Weiten von 85 und 78 Meter auf Rang 18. „Mein Fazit fällt sehr positiv aus. Ich bin froh über meine Leistungen hier am Wochenende.“ Auch das Saison-Fazit fällt überwiegend positiv aus: „Ich bin in dieser Saison einen riesigen Schritt vorangekommen. Es war meine beste Saison bisher. Ich habe meine Ziele erreicht, konnte mich behaupten – auch wenn es nicht in jedem Wettkampf gut lief.“  Im Gesamtweltcup landet Pauline Hessler am Ende auf Rang 25.

Luisa Görlich wird 23. „Es hat sehr viel Spaß gemacht, zu Hause springen zu dürfen. Insgesamt war es eine schwierige Saison für mich. Der Anfang war sehr holprig, Es hat sehr gebraucht, um rein zu kommen. dann Olympia verpasst, obwohl die Formkurve nach oben ging. Am Ende mit der Raw-Air und dem Wochenende jetzt war es dann noch ein versöhnlicher Abschluss.“  Görlich reiht sich im Gesamtweltcup auf Rang 33 ein.

Selina Freitag reiht sich auf Rang 27 ein, zeigt sich mit ihren Leistungen nicht ganz zufrieden. „Die Sprünge haben nicht immer ganz gepasst. Es hat aber trotzdem Spaß gemacht.“ Das Saison-Fazit fällt für die Sächsin gemischt aus: „Es war ein ziemliches Auf und Ab. Es hat gut begonnen, dann durfte ich zu Olympia und da hat es auch gut funktioniert. Am Ende war es hier dann doch sehr zäh. Im Großen und Ganzen war das aber eine gute Saison für mich“ Am Ende wird Freitag 28. im Gesamtweltcup.

Anna Rupprecht hatte als 31. Knapp den Einzug in das Finale der besten 30 verpasst.

Alle vier Österreicherinnen unter den Top 14

Aus österreichischer Sicht kann am heutigen Tag neben Kramer (4.) auch Lisa Eder als Achte überzeugen. 87,5 und 90,5 Meter bedeuten einen Platz unter den Top Ten. Chiara Kreuzer wird mit Sprüngen auf 89 und 81,5 Meter 13. Jacqueline Seifriedsberger landet auf Rang 14.

Im Nationencup holt sich erwartungsgemäß die Mannschaft aus Slowenien mit 747 Punkten Vorsprung auf Österreich den Sieg. Japan landet auf Rang drei. Das Team des DSV wird Vierter.

Für die Springerinnen geht es nun erstmal in die wohl verdiente Pause, ehe es mit dem Trainingsaufbau für die nächste Saison wieder los geht.

Offizielles Resultat

Weltcupgesamtstand

Nationenwertung

Weltcup Weltmeisterschaften

Vor der Team-Entscheidung bei der Skiflug-WM im norwegischen Vikersund zeigt der Slowene Domen Prevc in der Probe den besten Versuch. Auch mannschaftlich macht Slowenien den stärksten Eindruck und belegt die ersten vier Ränge.

Mit 222 Metern und 136,8 Punkten landete Domen Prevc mit weniger Anlauf und bei schwierigeren Bedingungen den besten Versuch. Auch die Team-Kollegen Anze Lanisek (240 m; 133,9 P.) und Peter Prevc (230 m; 130,5 P.) überzeugten im Probedurchgang auf den Plätzen zwei und drei. Wind sowie der Anlauf spielten ebenfalls eine Rolle bei der Platzierung.

Slowenien geht als Top-Favorit ins Springen

Doch wie auch schon im Einzel-Wettbewerb zeigten sich die slowenischen Springern von den Verhältnissen unbeeindruckt. Timi Zajc (232 m; 128,4 P.) markierte als Vierter die perfekte Probe aus Sicht der Slowenen. Die Mannschaft ist in der Breite am besten aufgestellt und geht somit als Titel-Kandidat Nummer eins in die WM-Entscheidung.

DSV-Adler mit Problemen

Für das deutsche Team lief die Probe eher bescheiden. Bester DSV-Adler war Andreas Wellinger mit einer Weite von 224,5 Metern (124,6 P.) auf Platz sechs. Karl Geiger landete bei 219,5 Metern (120,4 P.) auf Rang neun. Markus Eisenbichler (16.) und Severin Freund (22.) verpassten die 200-Meter-Marke teils deutlich und müssen sich zum Wettkampf hin noch steigern, wenn Deutschland um die Medaillen-Ränge mitkämpfen möchte.

Österreich mit Luft nach oben

Doch auch die ÖSV-Adler müssen sich für eine mögliche Team-Medaille noch strecken. Stefan Kraft schaffte als weitester Österreicher 219 Meter (120,4 P.) und damit Rang neun. Direkt dahinter landete Michael Hayböck auf Platz elf. Manuel Fettner (14.) und Ulrich Wohlgenannt (18.) wollen ebenfalls noch ein paar Meter draufpacken.

Richtig ernst wird es für die insgesamt sieben Teams ab 16:30 Uhr. Dann beginnt der eigentliche Wettkampf.

Offizielles Resultat (Training)

Weltcup Weltcup Damen

Im thüringischen Oberhof ist Ursa Bogataj (Slowenien) weiterhin das Maß aller Dinge – die Olympiasiegerin sichert sich den Sieg vor ihrer Landsfrau Nika Kriznar, die Zweite wird. Rang drei geht an Katharina Althaus.

In Oberhof (GER) steht an diesem Wochenende bereits das Weltcup-Finale der Skisprung-Frauen an. Nach der Absage der „Blue Bird“-Tour in Russland endet die Skisprung-Saison 2021 /2022 für die Damen vorzeitig. Bevor die Weltcup-Krone aber vergeben wird, stehen noch einmal zwei Einzelwettbewerbe auf dem Plan.

Den ersten von zwei Einzelwettkämpfen konnte die Olympiasiegerin Ursa Bogataj für sich entscheiden. Zwei gleichwertige Sprünge auf 98 und 98,5 Meter sichern der Slowenin den klaren Sieg vor ihrer Landsfrau Nika Kriznar, die Weiten von 96,5 und 95,5 Meter zeigt. Auf dem dritten Platz landet vor heimischem Publikum die Deutsche Katharina Althaus, die Sprünge auf 93,5 und 95,5 Meter in den Schnee von Oberhof setzt.

Rekord-Weltcupsiegerin Sara Takanashi (Japan) landet mit Weiten von 87,5 und 93,5 Metern auf dem vierten Rang. Auf Rang fünf findet sich mit Ema Klinec eine weitere Slowenin.

Die Gesamtweltcupführende Sara Marita Kramer landet auf Rang sechs und sichert sich damit einen Wettbewerb vor Ende der Saison schon die große Kristallkugel für den Gewinn des Gesamtweltcups.

Deutsches Team mannschaftlich stark

Die deutsche Mannschaft präsentiert sich vor heimischer Kulisse stark. Neben der Oberstdorferin Althaus (3.) kann sich auch Pauline Hessler als Zehnte in den Top Ten platzieren. Die Thüringerin, die für den WSV 08 Lauscha startet, hatte nach einem Sprung auf 87,5 Meter im ersten Durchgang gar aussichtsreich auf der sechsten Position gelegen, fiel aber nach ihrem zweiten Sprung auf 86,5 Meter noch auf den zehnten Rang zurück. Weltcup-Rückkehrerin Anna Rupprecht springt auf einen soliden 15. Rang, Luisa Görlich landet einen Rang dahinter auf Platz 16. Selina Freitag von der SG Nickelhütte Aue hatte nach ihrem ersten Sprung auf 85,5 Meter noch auf dem 14. Rang gelegen, konnte diesen aber nicht halten und fiel nach schwächeren 72 Metern im zweiten Durchgang noch auf Rang 21 zurück. Juliane Seyfarth wird 28.

ÖSV mit geschlossener Mannschaftsleistung

Neben Kramer (6.) zeigen auch die übrigen österreichischen Starterinnen eine solide Leistung. Lisa Eder reiht sich auf Rang acht ein (83,5 und 89m). Chiara Kreuzer kommt nach Sprüngen auf 88 und 83 Metern auf Rang 13 ein, ihre Teamkollegin Jacqueline Seifriedsberger landet direkt eine n Rang hinter ihr und wird 14. Julia Mühlbacher zeigt Sprünge auf 80,5 und 72 Meter und belegt damit den 23. Rang. Vanessa Moharitsch, die am vergangenen Wochenende bei der Junioren-WM im polnischen Zakopane noch Gold mit der Mannschaft im Mixed-Wettbewerb gewann, wird 30.

Morgen steht dann der letzte Wettbewerb der Skisprung-Damen in der Saison 2021 / 2022 auf dem Programm. Um 13:30Uhr startet die Qualifikation, ehe es um 14:45Uhr in den Wettbewerb geht.

Offizielles Resultat

Weltcupgesamtstand

Stand Nationencup

Quelle: FIS

Skiflug-Weltmeisterschaften

Der neue Skiflugweltmeister ist Marius Lindvik aus Norwegen! Der Slowene Timi Zajc gewinnt Silber. Bronze geht an Stefan Kraft aus Österreich.

Marius Lindvik ist der neue Skiflug-Weltmeister und beerbt damit Karl Geiger, der 2020 diesen Titel gewinnen konnte! Vom ersten Sprung an hat er das Feld angeführt und sich die Führung nicht mehr nehmen lassen. Mit Sprüngen, die immer über die 220 Meter gingen, setzte er konsequent den Maßstab für das gesamte Feld. Nach drei von vier Durgängen hatte er eine Führung von rund zehn Punkten auf den zweiten Rang, die er sich auch im vierten und letzten Durchgang nicht nehmen lassen hat. Mit 224,5 Metern im letzten Sprung sicherte er schlussendlich seinen ersten Weltmeistertitel ab.

Hinter dem Norweger, der dieses Jahr auch Olympiasieger von der Großschanze wurde, sichert sich Timi Zajc aus Slowenien Silber. Vor dem heutigen Tag lag er noch auf Rang vier. Im dritten Durchgang konnte er sich auf den dritten Platz verbessern, im letzten Sprung überholte er noch Stefan Kraft und konnte noch Silber gewinnen. Für den 21 Jahre alten Springer ist es einer der größten Erfolge in seiner Skisprungkarriere, neben seinen zwei olympischen Medaillen von den Spielen in Peking.

Der Weltrekordhalter Stefan Kraft gewinnt Bronze. Bis zum letzten Sprung lag der Österreicher noch auf dem zweiten Platz, doch mit einem schwachen vierten Sprung musst er diesen noch abgeben. Bereits bei 213 Metern setzte er da zur Landung an. Mit diesem kurzen Sprung hat er 22,5 Meter auf Timi Zajc verloren, der auf 235,5 Metern in seinem letzten Sprung gekommen ist und den er so noch vorbei ziehen lassen musste.

Starkes Team aus Slowenien

Peter Prevc belegt den vierten Rang vor seinem Teamkollegen Anze Lanisek und seinem Bruder Domen Prevc, der zur Halbzeit noch auf dem dritten Platz lag. Mit dieser starken Mannschaftsleistung sind die Slowenen an ganz heißer Anwärter auf den Sieg beim morgigen Teamwettbewerb.
Karl Geiger wird achter. Nach dem gestrigen Tag hatte der Oberstdorfer noch außerhalb der Top-10 gelegen, aber mit zwei Top-Sprüngen konnte er sich noch deutlich verbessern. Gerade sein Sprung im dritten Durchgang auf 234,5 Meter brachte ihn deutlich nach vorne. Karl Geiger zeigte sich am Ende des Tages deutlich zufriedener als noch gestern: „Ja, es war heute definitiv besser. So wirklich den Zugang [zur Schanze] verloren habe ich gar nicht, es waren gestern nur eben die zwei Wettkampfsprünge, die ich voll daneben gelatscht habe. Es ist halt blöd, wenn die im Wettkampf passieren, aber trotzdem heute wieder besser gewesen und es passt soweit.“

Freund und Wellinger in den Top-15

Severin Freund beendet die Skiflug-WM auf dem zwölften Platz und als zweitbester Deutscher sicherte er sich seinen Platz im Teamwettbewerb. Über alle vier Sprünge hinweg zeigte er konstante und gute Leistungen über 210 Meter. Ähnlich gut präsentierte sich auch Andreas Wellinger, der 14. wurde und sich damit fürs Teamspringen empfehlen konnte. Zusammen mit Severin Freund, Karl Geiger und Markus Eisenbichler wird er dort an den Start gehen. Im Interview zeigte er sich sehr zufrieden mit dem Tag: „Springerich muss ich sagen, dass es heute auf einem sehr guten und stabilen Niveau war. Ich habe im ersten Durchgang nicht ganz das Glück gehabt mit schwierigen Bedingungen und wenig Anlauf. Das habe ich nicht in der Hand. Der Sprung war in Ordnung. Der zweite war dann auch wieder gut und vondemher habe ich nochmal einen ordentlichen Flug zeigen können. Schauen wir mal, was wir morgen so zeigen können.“

Eisenbichler verbessert sich

Constantin Schmid wird am Ende 17. und kann sich damit einen Platz vor Markus Eisenbichler einreihen. Eisenbichler war zu Beginn des Tages noch 22. gewesen und verbessert sich dann mit Flügen auf 213,5 und 206 Meter noch auf den 18. Platz. Trotz der Verbesserung zeigte er sich unzufrieden. Auf die Frage nach seinem Fazit antwortet er: „Darf ich ehrlich sein? Nicht gut. Habe ich mir natürlich nicht so vorgestellt. Ich konnte hier nicht das zeigen, was ich eigentlich normal beim Skifliegen wirklich gut machen kann. War nicht so optimal, aber das Leben geht weiter.“

Weiter geht es morgen mit dem Teamwettbewerb um 16:30 Uhr. Nach den starken Leistungen in den letzten Tagen sind die Slowenen die Top-Favoriten für die Gold-Medaille. Aber auch die Teams aus Deutschland, Polen und Norwegen zählen zu den Favoriten. Bei den Österreichern werden Michael Hayböck, Ulrich Wohlgenannt, Manuel Fettner, der heute 16. wurde, beim Teamwettbewerb antreten.

Offizielle Ergebnisliste

Quelle: FIS, DSV

Skiflug-Weltmeisterschaften

Marius Lindvik aus Norwegen führt nach drei von vier Durchgängen bei der Skiflug-WM in Norwegen (657,9 P.). Auf dem Silberrang liegt weiterhin Stefan Kraft aus Österreich (647,7 P.). Auf dem dritten Platz liegt der Slowenen Timi Zajc (629,9 P.).

In Lauerstellung auf dem vierten Platz ist Domen Prevc, vor seinem Bruder Peter Prevc. Ihr Teamkollegen Anze Lanisek ist momentan sechster. Michael Hayböck und folgt dahinter. Karl Geiger zeigt im dritten Durchgang einen sehr starken Sprung auf 234,5 Meter und verbessert sich vom 13. Rang auf den achten. Severin Freund, Andreas Wellinger und Constantin Schmid fallen alle etwas zurück und belegen nach drei von vier Durchgängen die Plätze 14, 18 und 20. Der fünfte DSV-Adler im Bunde Markus Eisenbichler verbessert sich um einen Rang und ist 21.

Robert Johansson, der zur Halbzeit sechster war, verpasste wegen Rückenproblemen den heutigen Wettkampf.

Offizielle Ergebnisliste nach dem 3. DG
Startliste 4. Durchgang

Quelle: FIS