Weltcup Weltcup Herren

Nach dem ersten Durchgang beim Skifliegen in Oberstdorf (GER) liegt der Pole Piotr Zyla in Führung. Der Finne Eetu Nousiainen liegt überraschend auf dem zweiten Rang. Stefan Kraft – der Sieger von gestern – ist Dritter.

Ein letztes Mal geht es für die Skispringer auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze in Oberstdorf heute um wichtige Weltcuppunkte. Nach einem ersten Durchgang, der geprägt war von schwierigen äußeren Bedingungen, liegt der Pole Piotr Zyla nach einem Flug auf 218,5 Meter in Führung. 3,7 Punkte dahinter reiht sich der Finne Eetu Nousiainen nach einem Flug auf 216 Meter auf Rang zwei ein. Stefan Kraft (Österreich) liegt nach seinem Flug auf 212 Meter auf Rang drei.

DSV mit Luft nach oben

Karl Geiger liegt als bester Deutscher auf dem achten Rang. Der Oberstdorfer fliegt auf 214 Meter und aber nur 7,2 Punkte Rückstand auf den Führenden Piotr Zyla.  Markus Eisenbichler fliegt bei schwierigen Verhältnissen auf 205,5 Meter und platziert sich nach dem ersten Durchgang auf Rang 13. Severin Freund fliegt auf 215,5 Meter und liegt im Zwischenklassement auf Platz 17. Stephan Leyhe zeigt sich erneut verbessert. Nachdem der Wahl-Schwarzwälder sich für den gestrigen Wettkampf nicht hat qualifizieren können, liegt er nach dem ersten Durchgang auf Rang 21. Constantin Schmid, der in der Qualifikation noch auf 230,5 Meter geflogen war, kann an diesen tollen Flug nicht anknüpfen und landet im ersten Durchgang bereits bei 193 Metern – was im Zwischenklassement Rang 27 bedeutet.

Österreich gesammelt qualifiziert für das Finale

Neben Stefan Kraft (3.) überzeugt bei den Österreichern vor allem Daniel Huber. Huber hat sich nach seinem Sturz am Samstag gut erholt und fliegt auf 224,5 Meter. Damit reiht der Österreicher sich auf Rang 10 ein. Michael Hayböck ist zwischenzeitlich auf Rang 14 zu finden, sein Teamkollege Manuel Fettner kommt auf eine Weite von 206 Metern und liegt im Zwischenklassement auf Rang 19. Daniel Tschofenig liegt auf dem 22. Platz., Thomas Lackner direkt einen Rang dahinter als 23.  Ulrich Wohlgenannt ist 26.

Kein guter Tag für das Team aus Norwegen

Für die norwegische Mannschaft von Cheftrainer Alexander Stöckl läuft am heutigen Tag bisher wenig rund. Skiflugweltmeister Marius Lindvik und Bendik Jakobsen Heggli scheiden bereits in der Qualifikation aus. Halvor Egner Granerud kann nach einem Fehler am Schanzentisch einen Sturz noch vermeiden und verpasst das Finale der besten 30 – ebenso Frederik Villumstad der nicht in den zweiten Durchgang einziehen kann. Björeng kann sich als 27. für das Finale qualifizieren. Johann Andre Forfang liegt aussichtsreich auf Rang neun.

Weiter geht es mit dem Finale um 17:11Uhr.

Resultat erster Durchgang

Quelle: FIS

Weltcup Weltcup Herren

In der Qualifikation zum zweiten Wettbewerb im Skifliegen in Oberstdorf holt sich der Slowene Domen Prevc den Sieg. Zweiter wird Stefan Kraft aus Österreich vor Timi Zajc (Slowenien)

Bevor es um 16Uhr in den letzten Wettkampf in Oberstdorf (GER) an diesem Wochenende geht, stand für die Athleten die Qualifikation auf dem Programm. 59 Sportler gingen an den Ablauf für diesen zweiten Wettkampftag.

Bei wunderbaren Aufwindverhältnissen zu Beginn der Qualifikationsdurchgangs zeigten sich die Springer zunächst in Fluglaune. Der Slowene Domen Prevc konnte mit seinem Flug auf 242,5 Metern den Schanzenrekord vom Norweger Daniel André Tande (238,5 Meter) nach oben schrauben und sich den Sieg in der Qualifikation sichern. Auf Rang zwei landet Stefan Kraft (Österreich) mit einem Flug auf 228 Meter. Timi Zajc (Slowenien) fliegt auf 238,5 Meter und wird damit Dritter.

Doch der Qualifikationsdurchgang war geprägt von wechselnden Windverhältnissen zwischen Aufwand und Rückenwind und einer – an der einen oder anderen Stelle – fragwürdigen Anlaufwahl der Jury.  Dies machte es den Athleten zunehmend schwerer auf große Weiten zu kommen. Einige namenhafte Athleten verpassten es somit, sich für den Wettkampf zu qualifizieren. So schied der Skiflug-Weltmeister Marius Lindvik ebenso aus, wie sein Teamkollege Bendik Jakobsen Heggli.

DSV mit fünf Athleten im Wettkampf

Auch aus deutscher Sicht war es bisher in der Qualifikation nicht durchweg ein glücklicher Tag. Der beste in einem schwachen deutschen Team ist Constantin Schmid. Der Oberaudorfer segelte mit Startnummer vier bereits auf 230,5 Meter und wird in der Qualifikation 11. Markus Eisenbichler springt auf 201,5 Meter und wird damit 22. Severin Freund reiht sich nach einer Weite von 195,5 Metern auf Rang 29 ein. Karl Geiger und Stephan Leyhe können sich als 37. Und 38. Gerade so für den Wettkamf qualifizieren. Vor allem Geiger ist dabei ein Opfer der schwierigen Windverhältnisse. Andreas Wellinger kann sich als 42. Nicht für den Wettkampf qualifizieren. Erst nach ihm wird bei immer stärker werdendem Rückenwind der Anlauf verlängert. Für Wellinger besteht keine Chance auf eine ordentliche Weite zu kommen.

Huber verbessert

Daniel Huber kann sich nach seinem gestrigen Sturz rehabilitieren und wird nach einem Flug auf 233,5 Meter Fünfter. Michael Hayböck landet nach 213,5 Meter auf Rang 15. Thomas Lackner reiht sich auf einem guten 18. Platz ein. Manuel Fettner schließt die Qualifikation nach einem Flug auf 206,5 Meter auf dem 21. Rang ab. Daniel Tschoefnig landet auf dem 25. Platz, Ulrich Wohlgenannt wird 32.

Weiter geht es mit dem Wettbewerb um 16Uhr. Zu sehen im ZDF und auf Eurosport.

Resultat Qualifikation

Quelle: FIS

COC Damen Continental Cup

Die DSV-Skispringerin Katharina Althaus sichert sich sowohl am Freitag als auch Samstag den Continentalcup-Tagessieg im kanadischen Whistler. Die Team-Kolleginnen, Luisa Görlich und Juliane Seyfarth, schaffen ebenfalls den Sprung auf das Podest.

Insgesamt 16 Skispringerinnen taten sich am Freitag den COC-Wettkampf auf der HS104 im kanadischen Whistler an. Darunter auch die Viertplatzierte im Damen-Weltcup, Katharina Althaus, die ihrer Favoritenrolle sofort gerecht wurde. 105 und 97 Meter sowie 275,5 Punkte bedeuteten am ersten Tag den überzeugenden Sieg. Satte 40 Punkte dahinter landete Luisa Görlich – mit 98,5 und 94 Metern – auf dem zweiten Rang. Komplettiert wird das Podest von der Kanadierin Alexandria Loutitt. Sie schaffte 94 und 97 Meter – in der Endabrechnung waren es 223,4 Punkte. Rang vier ging an Juliane Seyfarth (99 und 88 m; 216,9 P.). Die österreichischen Starterinnen Vanessa Moharitsch, Katharina Ellmauer und Hannah Wiegele landeten am Freitag auf den Plätzen fünf, sechs und acht.

DSV-Damen erobern das Podest

Noch besser aus deutscher Sicht lief der Samstag. Katharina Althaus sicherte sich mit 105,5 und 102,5 Metern (285,4 P.) erneut einen ungefährdeten Tagessieg. Auch Luisa Görlich lieferte erneut mit 101 und 94,5 Metern. 248,8 Punkte bedeuteten wieder den zweiten Platz in der Endabrechnung. Rang drei ging am Samstag aber an Juliane Seyfarth, die es mit 93 und 100 Metern (234,5 P.) im Vergleich zum Vortag noch etwas besser machte. Österreichs Hannah Wiegele, Vanessa Moharitsch und Katharina Ellmauer landeten erneut auf den Plätzen fünf, sechs und acht – nur dieses Mal in anderer ÖSV-Reihenfolge.

Das letzte COC-Wochenende der Damen findet am 25. und 26. März im US-amerikanischen Lake Placid statt. Aktuell wird die Gesamtwertung des Damen-COC von DSV-Athletin Luisa Görlich (457 P.) angeführt.

Offizielles Resultat (Freitag)

Offizielles Resultat (Samstag)

Gesamtwertung

Weltcup Weltcup Herren

Beim Skifliegen in Oberstdorf (GER) sichert sich der Österreicher Stefan Kraft den Sieg am Samstag. Hinter dem 28-Jährigen landen die beiden Slowenen Ziga Jelar und Timi Zajc auf den Plätzen zwei und drei.

Vor 10.000 Zuschauern an der Heini-Klopfer-Skiflugschanze entwickelte sich sofort ein stimmungsvolles Flugfest, in dem Stefan Kraft zunächst die Nase vorne hatte. Mit 232 Metern und 233,2 Punkten führte der Österreicher vor dem Finale. Schon 11,3 Punkte dahinter lag Timi Zajc auf Platz zwei. Der 21-Jährige zeigte 222,5 Meter (211,9 P.). Rang drei hatte bis dato Zajcs Landsmann Ziga Jelar (232 m; 207,9 P.) inne.

Nervenkitzel im Finale

Das Finale zog sich etwas, da die Jury weiterhin auf die Bedingungen – vor allem Rückenwind – reagieren musste. Und dies machte sich dann auch in der Entscheidung der besten Springer bemerkbar. So konnte Ziga Jelar seine leicht besseren Verhältnisse im zweiten Versuch nutzen und sich mit 220 Metern und 411,3 Punkten noch auf den zweiten Platz vorschieben. Denn sein Team-Kollege Timi Zajc konnte mit 207 Metern nicht kontern und sicherte sich mit 400 Punkten den dritten Platz. Den Tagessieg erzitterte sich am Ende Stefan Kraft, denn mit nur 207 Metern büßte der Österreicher den großen Vorsprung ein. Doch mit 1,7 Punkte Vorsprung auf Jelar (413 P.) reichte es doch noch zum Erfolg des 28-Jährigen.

Nur Kraft überzeugt – Sturz bei Daniel Huber

Doch außer dem Tagessieger Stefan Kraft schaffte es kein ÖSV-Adler in die Top Ten. Den Sprung unter die besten Zehn verpassten aber Michael Hayböck (11.) und Manuel Fettner (13.) knapp. Ulrich Wohlgenannt (19.) und Daniel Tschofenig (23.) haben ihre Pflichtaufgabe – Weltcup-Punkte sammeln – erreicht. Daniel Huber wird am Ende 30., weil er nach einem verunglückten Sprung bei der Landung zu Sturz kam. Der 29-Jährige konnte den Auslauf selbstständig verlassen, zog sich jedoch leichte Verletzungen im Gesicht zu. Keine Punkte gab es indes für Thomas Lackner als 31. Auch der 200-Meter-Sprung ist Lackner noch nicht geglückt.

DSV-Adler weit weg vom Podium

Für das deutsche Team lief das Heim-Fliegen in Oberstdorf insgesamt nicht optimal. Bester Deutscher wird am Ende Karl Geiger auf Platz neun. Markus Eisenbichler verbesserte sich leicht auf Platz 14. Für Severin Freund steht am Ende Rang 17 zu Buche. Andreas Wellinger fiel im Finale von Platz zehn noch auf Rang 20 zurück. Richtig bitter war der Tag für Constantin Schmid. Nach 192,5 Metern blieb für den Mann vom WSV Oberaudorf nur Platz 36 und viel Frust. „Das Fazit ist nicht so positiv. Karl hat zwei halbwegs gute Sprünge gezeigt. Das Resultat war nicht wahnsinnig gut. Wir bleiben aber dran“, so die Bilanz von Bundestrainer Stefan Horngacher.

Slowenien mannschaftlich stark – Norweger Heggli überrascht

Mannschaftlich mehr zu jubeln hatten die Slowenen. Wie in der Qualifikation sollten die Schützlinge von Trainer Robert Hrgota auch im Wettkampf zu guter Form auflaufen. So landete Anze Lanisek – hinter Jelar und Zajc – auf Platz vier. Peter Prevc schaffte als Achter ebenfalls noch den Flug in die Top Ten. Bester Norweger wird am Ende Marius Lindvik auf Rang sechs, vor seinem Landsmann Benedik Jacobsen Heggli, der als Siebter überraschte. Komplettiert wird die Top Ten durch den Polen Piotr Zyla auf Platz fünf sowie Japans Ryoyu Kobayashi auf Rang zehn.

Offizielles Resultat

Gesamtwertung

Weltcup Weltcup Herren

Vor dem ersten Wettkampf beim Skifliegen in Oberstdorf (GER) zeigt der Slowene Anze Lanisek in der Probe den stärksten Versuch. Der 25-Jährige ist ein Anwärter auf den Tagessieg.

Mit 226 Metern und insgesamt 146,6 Punkten zeigte der Slowene den besten Versuch der Probe. Doch auch sein Team-Kollege Timi Zajc (220 m; 143,3 P.) zeigte mit weniger Anlauf einen sehr guten Versuch. Rang drei – mit dem 200. Flug über 200 Meter – sicherte sich der Pole Kamil Stoch (232 m; 142,3 P.). Stoch hatte aber mehr Anlauf als Lanisek und Zajc.

DSV-Adler mit gemischten Gefühlen

Den besten deutschen Versuch in der Probe lieferte Lokalmatador Karl Geiger ab. 220 Meter reichten am Ende zu Platz sieben. Auch Constantin Schmid wird mit seinen 211 Metern (14.) nicht ganz unzufrieden sein. Severin Freund (21.), Markus Eisenbichler (25.) und Andreas Wellinger (26.) werden im Wettkampf noch versuchen, weiter nach vorne zu kommen.

Stefan Kraft kann aus ÖSV-Sicht mithalten

Bester ÖSV-Adler der Probe war Stefan Kraft. Mit 217,5 Metern belegte der amtierende Weltrekordhalter Rang vier. Daniel Fettner zeigte als 10. ebenfalls eine gute Leistung. Auch Michael Hayböck (13.) und Daniel Tschofenig (20.) kamen über die 200-Meter-Marke. Ulrich Wohlgenannt kann sich als 23. durchaus Hoffnungen auf Weltcup-Punkte machen. Thomas Lackner (32.) muss für das Unterfangen noch einige Meter draufpacken.

Bereits um 16 Uhr beginnt der erste Durchgang auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze.

Offizielles Resultat (Probe)

DSV

Am Rande des Skiflug-Weltcups in Oberstdorf (GER) hat DSV-Adler Richard Freitag seine Karriere als Skispringer offiziell beendet. Der 30-Jährige zählte in den 2010er Jahren zu den erfolgreichsten deutschen Skispringern.

„Heute ist der Tag, an dem ich meine aktive Karriere beenden werde. Es ist ein großer Einschnitt für mich selbst und ich habe am Ende auch nicht gedacht, dass es so schnell gehen wird. Aber letztendlich ist die Entscheidung mehr oder weniger gereift“, erklärte der Springer der SG Nickelhütte Aue am Samstagnachmittag auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz. Richard Freitag hat in den vergangenen zweieinhalb Jahren kontinuierlich den Anschluss an die Weltcup-Mannschaft von Trainer Stefan Horngacher verloren und für sich nun den Schlussstrich unter seine Karriere gezogen. „Ich habe eben auch körperlich gemerkt, dass es schwerer geht“, ergänzte Freitag.

Spitze im Weltcup – Erfolge bei WM und Olympia

Dabei kann der Sachse aus Breitenbrunn im Erzgebirge auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken. Seit 2009 im Weltcup konnte Freitag insgesamt acht Einzel-Tagessiege bejubeln – hinzu kommen noch acht Weltcup-Erfolge mit dem Team. Rang zwei in der Gesamtwertung 2017/2018 unterstreicht die Klasse von Richard Freitag, der in Phasen seiner Laufbahn zur Weltspitze zählte. Dies macht sich auch in seiner internationalen Medaillensammlung bemerkbar. So stehen bei Richard Freitag insgesamt vier Medaillen bei Weltmeisterschaften im Schrank – darunter Gold mit dem Mixed-Team 2015 in Falun (SWE) wie auch der WM-Titel 2019 mit der Herren-Mannschaft in Seefeld (AUT). Zu den Highlights von Richard Freitag zählt aber auch das Team-Silber bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang (KOR) 2018 wie auch sein Einzel-Bronze bei der Skiflug-WM in Oberstdorf in selbigem Jahr.

Im Herbst der Karriere den Anschluss verloren

Doch die Konkurrenz im deutschen Team war stets groß. Ab 2019 hat Richard Freitag schleichend den Anschluss an die internationale Spitze wie auch dann an das DSV-Weltcupteam verloren und war im Herbst der Karriere häufig im Continentalcup unterwegs. Verletzungen aus der Vergangenheit und neue Beschwerden machten sich stark bemerkbar, sodass der Sportsoldat nur noch punktuell im Weltcup zu sehen war. Sein letztes Weltcup-Wochenende absolvierte Richard Freitag im Januar 2022 in Titisee-Neustadt (GER). Dort erreichte er an beiden Tagen das Finale als 21.

Richard Freitag wird sich nun neu aufstellen

Wie die nächsten Wochen und Monate für den 30-jährigen Sachsen aussehen werden, lässt der einstige Top-Springer auf der Pressekonferenz offen. „Es ist eine Zeit, die ich erst einmal abschließen muss. Der Prozess muss erst einmal in Gang kommen, was danach kommt“, erläuterte Freitag gegenüber den Medienvertretern. Richard Freitag fügte aber hinzu: „Es sind aber ein paar Dinge in Aussicht.“

Weltcup Weltcup Herren

Beim Skiefliegen in Oberstdorf geht der Sieg nicht an einen der straken Slowenen, wie das manchen nach dem Training erwartet hatten, sondern an Stefan Kraft aus Österreich. Mit über 11 Punkten distanziert er den zweitplatzierten.

Stefan Kraft ist der Sieger der Qualifikation beim Skifliegen in Oberstdorf (225,5 Meter, 230,7 P.). Hinter ihm folgt mit Anze Lanisek einer der flugstarken Slowenen (221,5 Meter, 219,4 P.). Auf dem dritten Platz liegt überraschend der Norweger Bendik Jakobsenn Heggli, nachdem er 226 Meter weit fliegen konnte. Der im Weltcup noch eher unbekannte 20-jährige zeigte bereits im Training mit den Rängen acht und 13 sein Potential, aber mit einer solchen Leistung hatten wahrscheinlich niemand gerechnet. Mit einem starken Karl Geiger auf seiner Heimschanze in Oberstdorf dürften da schon mehr gerechnet haben. Er beendet die Qualifikation als vierter. Marius Lindvik und Michael Hayböck folgen kanpp hinter dem Deutschen. Die Riege der besten zehn wird von drei Slowenen und einem Polen abgerundet: Peter Prevc, Dawid Kubacki, Ziga Jelar und Lovro Kos.

Nationale Gruppe scheidet geschlossen aus

Zweitbester DSV-Springer wird Andreas Wellinger, der als zwölfter knapp an den Top-10 vorbei schrappt. Zwei Plätze hinter ihm kann sich Constantin Schmid platzieren. Severin Freund (26.) und Markus Eisenbichler (36.) landen etwas weiter hinten im Feld. Die sechs Starter der nationalen Gruppe verpassen alle die Qualifikation für den morgigen Einzelwettbewerb. Martin Hamann, Kilian Märkl, David Siegel, Philipp Raimund, Adrian Sell und Justin Lisso belegen die Ränge 50, 52, 54, 55, 56 und 58.
Auch Stephan Leyhe scheitert als 42. die Qualifikation für morgen. Anders als beim „normalen“ Skispringen qualifizieren sich beim Skifliegen nur die besten 40 Springer und nicht, wie sonst, die besten 50.

Alle ÖSV-Adler qualifiziert

Neben Stefan Kraft und Michael Hayböck können sich auch alle anderen Österreicher für morgen qualifizieren. Daniel Tschofenig und Daniel Huber werden 19. und 24., Thomas Lackner 31. Ulrich Wohlgenannt ist auf dem 38. Platz der schwächet aus dem Sextett.

Granerud fliegt erneut gefährlich weit nach rechts

Halvor Egner Granerud qualifiziert sich als 28. für den morgigen Wettbewerb. Bei seinem Sprung auf 200,5 Meter fliegt er, wie es in den letzten Monaten häufiger passiert, sehr weit nach rechts weg. Nach seiner Landung fährt er mit den Skiern durch die am Rand gelegene Markierung für die Hillsize, kommt leicht ins Straucheln, stürzt aber zum Glück nicht. Besser machen es seine Teamkollegen Robin Pedersen (21.) und Joacim Ødegård Bjøreng (27.), die 1. weiter springen und 2. nicht so weite nach rechts wegdriften. Auch Johann Andre Forfang schafft als 33. die Qualifikation. Fredrik Villumstad scheitert als 41. knapp an selbiger.

Finne setzten Aufwärtstrend fort

Gleich zwei Springer aus Finnland könne sich für den Einzelwettbewerb qualifizieren. Eetu Nousiainen belegt den 15. Platz und Niko Kytosaho den 32. Nur Antti Aalto verpasst als 35. die Qualifikation.

Der Einzelwettbewerb steht morgen um 16 Uhr an. Zu sehen gibt es ihn bei Eurosport und im ZDF. Das Programm für das ganze Wochenende gibt es hier.

Offizielle Ergebnisliste Qualifikation
Offizielle Startliste Einzelwettbewerb

Quelle: FIS

Weltcup Weltcup Herren

Die slowenischen Springer dominieren, wie auch schon in Vikersund am vergangenen Wochenende, das Skifliegen. Die zwölf deutschen Flieger haben noch ein paar Startschwierigkeiten.

1. Trainingsdurchgang

Timi Zajc aus Slowenien führt den ersten Trainingsdurchgang an (232 Meter, 159,4 P.). Stefan Kraft aus Österreich folgt auf dem zweiten Rang (218 Meter, 148,1 P.) vor Lovro Kos aus Slowenien (223 Meter, 146,5 P.). Karl Geiger wird in seiner Heimat vierter, der neue Skiflugweltmeister, Marius Lindvik, wird fünfter. Rang sechs geht an den Finnen Eetu Nousiainen. Hinter dem Finnen folgen Peter Prevc, Piotr Zyla, Ryoyu Kobayashi und Niko Kytosaho.

Die übrigen Deutschen haben im ersten Training noch deutlich Luft nach oben. Markus Eisenbichler wird 29., Constantin Schmid 31., Severin Freund 34., Stephan Leyhe 39., Andreas Wellinger 41., Kilian Märkl 45. und Adrian Sell 47. Außerhalb der Top-50 liegen David Siegel (51.), Philipp Raimund (52.), Martin Hamann (54.) und Justin Lisso (59.).

2. Trainingsdurchgang

Im zweiten Durchgang liegen die Slowenen Domen Prevc (219 Meter, 137,5 P.), Ziga Jelar (218 Meter, 137,3 P.) und Peter Prevc (213,5 Meter, 135,9 P.) auf den Rängen ein bis drei. Auf dem vierten Rang folgt Stefan Kraft aus Österreich, bevor auf dem fünften Platz mit Timi Zajc ein weiterer Slowene liegt. Karl Geiger ist der beste Deutsche Springer auf dem siebten Platz und liegt damit direkt hinter seinem Konkurrenzen um den Gesamtweltcup, Ryoyu Kobayashi, der sechster wird. Komplettiert werden die Top-10 von Bendik Jakobsen (Norwegen), Severin Freund (Deutschland) und Artti Aigro (Estland).

Aus deutscher Sich folgen innerhalb der Top-20 David Siegel (14.), Kilian Märkl (15.) und Constantin Schmid (17.). Martin Hamann, Markus Eisenbichler und Andreas Wellinger folgen auf den Rängen 23, 26 und 27. Außerhalb der besten 30 platzieren sich Adrian Sell als 33., Stephan Leyhe als 42., Justin Lisso als 48. und Philipp Raimund als 57.

Um 17:15 Uhr beginnt die Qualifikation, welche von Eurosport übertragen wird. Das Programm für das ganze Wochenende gibt es hier.

Offizielle Ergebnisliste Training
Offizielle Starliste Qualifikation

Quelle: FIS

Weltcup Herren
Wo wird gesprungen?

Nach der Skiflug-WM geht es weiter mit dem nächsten Weltcup im Skifliegen – auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze. Oberstdorf ist ein beliebter Touristenort im Süden Bayerns, der mit dem Nebelhorn und den Allgäuer Alpen zahlreiche Möglichkeiten für Wintersport ebenso wie zum Wandern im Sommer bietet. Die Skiflugschanze in Oberstdorf war zuletzt 2018 Austragungsort der Skiflug-Weltmeisterschaften. Nach dem Auftaktspringen der Vierschanzentournee ist es der zweite Weltcup der Saison in Oberstdorf.

Die Schanzendetails der Heini-Klopfer-Skiflugschanze im Überblick:
Hillsize:235 m
K-Punkt:200 m
Schanzenrekord:242,5 m (Domen Prevc; 20.03.22)
Baujahr:2017
Zuschauerkapazität:40.000

Programm:

Freitag, 18.03.2022
14:45 – Offizielles Training
17:15 – Qualifikation (Eurosport)

Samstag, 19.03.2022
14:45 – Probedurchgang
16:00 – Einzelwettbewerb (ZDF / Eurosport)

Sonntag, 20.03.2022
14:15 – Qualifikation
16:00 – Einzelwettbewerb (ZDF / Eurosport)

DSV

Für den Skiflug-Weltcup in Oberstdorf (GER) schickt der Deutsche Skiverband (DSV) inklusive nationaler Gruppe insgesamt 12 Springer an den Start. Eine besondere Konstellation macht dies möglich. Fehlen wird hingegen Pius Paschke.

Wenn ab Freitag wieder auf der Heini-Klopfer-Skiflugschanze weit gesegelt wird, sind diese Skispringer für Deutschland unterwegs: Markus Eisenbichler (TSV Siegsdorf), Severin Freund (WSV DJK Rastbüchl), Karl Geiger (SC Oberstdorf), Stephan Leyhe (SC Willingen), Justin Lisso (WSV Schmiedefeld), Kilian Märkl (SC Partenkirchen), Martin Hamann (SG Nickelhütte Aue), Philipp Raimund (SC Oberstdorf), Constantin Schmid (WSV Oberaudorf), Adrian Sell (SV Meßstetten), David Siegel (SV Baiersbronn) und Andreas Wellinger (SC Ruhpolding). „Am ersten Wettkampftag können wir zusätzlich zur Weltcup-Mannschaft noch einmal eine nationale Gruppe stellen. So bekommen die jungen Athleten auch einmal die Chance, sich auf einer Skiflug-Schanze zu beweisen“, sagt Bundestrainer Stefan Horngacher.

Titisee-Neustadt war nur der Ersatz-Austragungsort für Japan

Damit hat der DSV nach Garmisch-Partenkirchen und Titisee-Neustadt zum dritten Mal in dieser Saison eine nationale Gruppe am Start. Auf Nachfrage von skispringen-news.de bei der DSV-Pressestelle sei dies aber laut Regularien möglich. Normalerweise hat der DSV nur zweimal pro Saison die Möglichkeit, eine solche nationale Gruppe zu stellen. Der Skiverband hatte schon vor der Saison angekündigt, dass es eine nationale Gruppe in Garmisch-Partenkirchen und beim Skifliegen in Oberstdorf geben wird. Titisee-Neustadt ist kurzfristig im Januar als Ersatzort für das japanische Sapporo eingesprungen. Somit hat der DSV die Startplätze vom eigentlichen Gastgeber, den Japanern, „geerbt“.

Paschke fällt krankheitsbedingt aus

Unabhängig von der Startsituation wird Pius Paschke (WSV Kiefersfelden) nicht dabei sein. „Leider muss Pius Paschke aufgrund einer Virusinfektion auf das Skifliegen in Oberstdorf verzichten. Seinen Startplatz nimmt Martin Hamann ein“, erläutert Horngacher.

Am Freitag um 17:45 Uhr beginnt die Qualifikation für den Wettkampf am Samstag (16 Uhr). Für Sonntag ist eine Qualifikation (14:15 Uhr) wie auch ein Einzel-Skifliegen geplant (16 Uhr).