Sonstiges

Beim Europäischen Olympischen Jugendfestival (20. bis 25. März) im finnischen Vuokatti räumen in den Skisprung-Wettbewerben (in Lahti) der Österreicher Jonas Schuster sowie die Slowenin Nika Prevc besonders ab. Beide errangen in Finnland gleich zweimal die Goldmedaille, für Schuster gab es zusätzlich noch Silber. Doch auch Ben Bayer hat sich für den DSV den Medaillentraum erfüllt und fährt mit zwei Bronzemedaillen nach Hause. Skispringen-news.de blickt auf interessante Skisprung-Wettkämpfe chronologisch zurück.

Einzel-Entscheidung der Jungs (23. März)

Schon die erste Medaillenentscheidung der Nachwuchsspringer von der Normalschanze (HS 100) brachte viele strahlende Gesichter hervor. Das breiteste Grinsen hatte aber der Österreicher Jonas Schuster. Für den 18-Jährigen vom SV Innsbruck-Bergisel lief der Wettbewerb wie ausgemalt. 95 und 95,4 Meter (250,5 P.) bei guten Haltungsnoten bedeuteten die Goldmedaille – und den bis dato größten Einzelerfolg in seiner jungen Skisprung-Vita.

Quelle: Olympic Team Austria (YouTube)

Rang zwei ging an den Polen Jan Habdas (96 und 95 m; 247 P.) vor dem DSV-Nachwuchsadler Ben Bayer. Nach 91 Metern im ersten Versuch schob sich der 17-Jährige vom VfL Pfullingen noch auf den Bronzerang mit 92,5 Metern und insgesamt 235 Punkten vor – und damit knappe 1,5 Punkte vor dem viertplatzierten Österreicher Louis Obersteiner (92,5 und 91,5 m; 233,5 P.). „Ich bin sehr, sehr zufrieden. Ich hätte das nie geglaubt“, so Ben Bayer gegenüber teamdeutschland.de. Rang fünf ging an den zweitbesten Deutschen, Adrian Tittel (92 und 90,5 m; 231,5 P.) von der SG Nickelhütte Aue. Die DSV-Teamkollegen Simon Steinbeißer (SC Ruhpolding) und Jannik Faißt (SV Baiersbronn) rundeten auf den Plätzen 12 und 15 ein gutes deutsches Mannschaftsergebnis ab. Für den ÖSV schaffte noch Andre Fussenegger (10.) den Sprung in die Top Ten. Raffael Zimmermann wurde aus österreichischer Sicht 23. Als bester Schweizer erreichte Lean Niederberger den siebten Platz. // Ergebnisliste

Einzel-Entscheidung der Mädchen (24. März)

Auch für die besten Nachwuchsspringerinnen ging es von der Normalschanze hinunter – und eine junge Dame sollte ihrer Favoritenrolle gerecht werden: Nika Prevc aus Slowenien. Die 17-jähirge flog bereits im ersten Durchgang mit 95 Metern ihren Konkurrentinnen davon. Mit 97 Metern im zweiten toppte die junge Slowenin ihre eigene Leistung nochmal und sammelte 255,5 Punkten zum Sieg. Nika Prevc gewinnt damit im März sowohl bei der Junioren-WM 2022 in Zakopane als auch beim EYOF das Einzel-Gold. // Ergebnisliste

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Quelle: Slovenia Olympic Team (Instagram)

27 Zähler dahinter sicherte sich die Norwegerin Nora Midtsundstad (92 und 89,5 m; 228,5 P.) die Silbermedaille. Die 18-Jährige legte dabei im ersten Versuch die Grundlage für den Medaillengewinn. Die größte Überraschung auf dem Podest heißt jedoch Sina Arnet und kommt aus der Schweiz. Nach 87,5 Metern im ersten Versuch schob sich die erst 16-Jährige mit 90 Metern im Finale auf den Bronzerang (221,5 P.) vor. Nur 0,5 Punkte dahinter lag nämlich die Österreicherin Julia Mühlbacher (90 und 87,5 m; 221 P.) auf Platz vier, die wie die anderen ÖSV-Starterinnen in diesem Einzelwettkampf keine Medaille holen konnte. Sophie Kothbauer und Sahra Schuller erreichten die Plätze 11 und 16. Doch auch Team Deutschland ging bei den Mädchen im Einzel leer aus. Als beste Deutsche beendete Michelle Göbel (SC Willingen) den Wettkampf auf Platz fünf (88,5 und 86,5 m; 214,5 P.). Klara Lebelt (VSC Klingenthal/17.), Lia Böhme (VSC Klingenthal/20.) und Alvine Holz (WSV Bad Freienwalde/26.) mussten sich im Feld mit insgesamt 30 Starterinnen weiter hinten einordnen.

Team-Entscheidung der Jungs (24. März)

In einer knappen Mannschaftsentscheidung sicherten sich am Donnerstagabend die ÖSV-Adler Louis Obersteiner, Andre Fussenegger, Raffael Zimmermann und Jonas Schuster (916 P.) den Sieg. Der 17-jährige Obersteiner brachte mit seinen beiden Versuchen auf 93 Meter das rot-weiß-rote Quartett in Führung. Andre Fussenegger (90 und 89 m) sowie Raffael Zimmermann (87 und 91 m) legten nach, ehe Jonas Schuster die Goldmedaille absicherte. Nach 90 Meter im ersten Versuch setzte der 18-Jährige im Finale mit 92 Metern den Team-Sieg in den Schnee. Nur vier Punkte dahinter (912 P.) landete das Team aus Polen (Tymoteusz Amilkiewicz, Klemens Joniak, Marcin Wrobel und Jan Habdas). Deutschland kann sich in der Besetzung Ben Bayer, Simon Steinbeißer, Adrian Tittel und Jannik Faißt (907,5 P.) über Bronze freuen.

Quelle: Olympic Team Austria (YouTube)
Team-Mixed-Entscheidung (25. März)

Im Mannschaftsverbund Mädels/Jungs hatten zum Abschluss der Skisprung-Wettkämpfe in Lahti die Slowenen die Nase vorne. Tinkara Komar, Gorazd Zavrsnik, Nika Prevc und Maksim Bartolj waren als Kollektiv nicht zu schlagen und sicherten sich somit die Goldmedaille (913 P.).

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Quelle: Slovenia Olympic Team (Instagram)

Silber ging an das Team Österreich – in der Besetzung mit den beiden Mädels Julia Mühlbacher und Sophie Kothbauer sowie den Gold-Medaillengewinnern Louis Obersteiner und Jonas Schuster (897 P.). Bronze holte sich das Quartett aus der Schweiz – mit Emely Torazza, Sina Arnet, Lean Niederberger und Yannick Wasser, die insgesamt 857 Punkte sammelten und damit Deutschland auf den vierten Rang verdrängten. Für den DSV starteten Lia Böhme und Michelle Göbel sowie Adrian Tittel und Ben Bayer.

Insgesamt 12 Medaillen wurden beim EYOF 2022 im Skispringen vergeben. Österreich führt mit zweimal Gold und einmal Silber die Liste an. Auch Slowenien kann sich über zwei Goldmedaillen freuen. Weitere Podestplätze gingen an Polen (zweimal Silber), Deutschland (zweimal Bronze), die Schweiz (zweimal Bronze) und Norwegen (einmal Silber).

Quelle: EYOF2022, olympia.at, teamdeutschland.de

Planica7 Uncategorized Weltcup Weltcup Herren

Das Skifliegen am Freitagnachmittag im slowenischen Planica geht an den Slowenen Ziga Jelar. Hinter ihm landeten die Mannschaftskollegen Peter Prevc (2.), Anze Lanisek (3.) und Timi Zajc (4.), die den slowenischen Vierfach-Sieg perfekt machten. Für Deutschland lief es hingegen gar nicht rund.

Es war von Beginn an ein Springen, dass die slowenischen Fans wie auch alle Beteiligten rund um das slowenische Team wohl nie vergessen werden. Bei strahlendem Sonnenschein schien der Mannschaft von Trainer Robert Hrgota fast alles zu gelingen. Die Planica-Hymne schallte quasi im Minutentakt aus den Boxen und auch die Zuschauer waren restlos begeistert. Vor allem Ziga Jelar schien die Atmosphäre zu überflügeln. Mit 232 und 239 Metern (486,2 P.) sicherte sich der 24-Jährige nicht nur den Tagessieg vor eigenem Publikum, sondern auch seinen ersten Weltcup-Sieg überhaupt. Dass sich Jelar das Podium auch noch mit seinen Landsleuten Peter Prevc (226 und 237 m; 464,8 P.) und Anze Lanisek (230 und 230,5; 458,5 P.) teilen durfte, macht dieses Erlebnis noch einmaliger. Rang vier ging zudem an Timi Zajc, der aber zur Halbzeit führte, jedoch aufgrund von Rückenwind zu früh landete. Der 21-Jährige war der einzige Slowene, der in diesem Moment wohl etwas schlechte Laune hatte, die aber aufgrund des Mannschaftsergebnisses wohl schnell vergehen wird.

Kobayashi bester Nicht-Slowene – DSV enttäuscht

Als erster Nicht-Slowene taucht im Tableau der Japaner Ryoyu Kobayashi auf, der als Fünfter aber in der Gesamtwertung weiter unaufhaltsam in Richtung Gesamtsieg zusteuert. Denn die deutsche Mannschaft hat an diesem Tag weitestgehend nicht funktioniert. Bester DSV-Adler wird am Ende Karl Geiger auf Platz 12, der damit weiter Boden auf Ryoyu Kobayashi verliert und nun 89 Zähler Rückstand in der Weltcup-Gesamtwertung hat, bei nur noch einem Einzel-Springen am Sonntag. Da müsste schon viel passieren, damit die große Kristallkugel noch an Karl Geiger geht. Der Oberstdorf wird die Saison daher mit großer Wahrscheinlichkeit auf Platz zwei beenden. „Es ist hinten raus etwas zäh und ich hoffe einfach, dass ich die Tage noch ein paar gute Flüge zeigen kann“, erklärte Geiger im Anschluss an seinen Finalversuch. Andreas Wellinger wurde 19., zeigte aber im Finale mit 241,5 Metern einen tollen Satz. Für die anderen DSV-Adler war das Finale nicht erreichbar. Constantin Schmid (31.), Severin Freund (32.) und Markus Eisenbichler (34.) hatten allesamt frühzeitig Feierabend und konnten das Finale in der Sonne auf dem Liegestuhl betrachten.

Stefan Kraft bester ÖSV-Adler

Besser als das Team aus Deutschland machten es hingegen die Österreicher. Stefan Kraft behält als Tages-Sechster noch die Chance auf den Gesamtsieg in der Skiflug-Wertung. Auch Manuel Fettner schaffte den Flug unter die Top Ten und wird am Ende Zehnter. Mit Daniel Tschofenig (14.) und Michael Hayböck (17.) schafften auch zwei weitere ÖSV-Adler den Satz in die Top 20. Ins Finale kamen zudem Jan Hörl (24.) und Daniel Huber (25.), sodass alle ÖSV-Starter Weltcup-Punkte gesammelt haben.

Offizielles Resultat

Skiflug-Gesamtwertung

Planica 7

Nationen-Wertung

Gesamtweltcup

Weltcup Weltcup Herren

Timi Zajc liegt mit 189,5 Punkten und 234 Metern ganz vorne im Probedurchgang in Planica. Hinter ihm folgen seine Teamkollegen Ziga Jelar (228 Meter, 180,7 P.) und Peter Prevc (232 Meter, 179,6 P.).

Auf den Plätzen vier und fünf liegen Stefan Kraft und Kamil Stoch. Domen Prevc wird sechster. Komplettiert werden die Top-10 durch Michael Hayböck, Anze Lanisek, Marius Lindvik und Piotr Zyla.

Markus Eisenbichler ist als 13. der beste Springer des DSV-Teams. Drei Plätze hinter ihm kann sich Karl Geiger platzieren. Andreas Wellinger und Constantin Schmid belegen die Ränge 27 und 38. Das Schlusslicht der Probe bildet Severin Freund als 40.

Daniel Huber folgt im Team Österreich als zwölfter, seine Kollegen Jan Hörl und Manuel Fettner werden 17. und 19. Auf dem 25. Rang platziert sich Daniel Tschofenig.

Der Einzelwettbewerb beginnt um 14 Uhr und wird von der ARD und Eurosport übertragen. Das gesamte Programm füs Wochenende gibt es hier.

Offizielle Ergebnisliste Probedurchgang
Offizielle Startliste 1. Durchgang

Quelle: FIS

Planica7 Weltcup Weltcup Herren

Beim Skifliegen in Planica (SLO) sichert sich Anze Lanisek aus Slowenien am Donnerstag den Qualifikationssieg. Die Plätze zwei und drei gehen an Laniseks Landsmann Timi Zajc und Johann Andre Forfang aus Norwegen.

Um 11 Uhr hätte die Qualifikation eigentlich starten sollen. Doch weil die Anlaufspur bei den hohen Temperaturen nicht ausreichend gekühlt werden konnte, musste die FIS den Zeitplan ändern und die Qualifikation um vier Stunden auf 15 Uhr verlegen. Die Wartezeit hat sich aber gelohnt, denn die 66 Skispringer entschädigten die Zuschauer für die lange Wartezeit mit weiten Flügen. Besonders Anze Lanisek nahm das Herz in die Hand. Mit 233 Metern und insgesamt 227,1 Punkten sicherte sich der Slowene den Heim-Erfolg in der Qualifikation. Rang zwei ging an seinen Team-Kollegen Timi Zajc (235,5 m; 226,5 P.), der sich mit nur 0,6 Zählern Rückstand geschlagen geben musste. Platz drei holte sich Johann Andre Forfang. Der Norweger landete bei 225 Metern (224,3 P.).

Constantin Schmid bester Deutscher – Stephan Leyhe verpasst Wettkampf

Das deutsche Team ist in den Top Ten nicht zu finden. Als bester Deutscher überzeugte aber Constantin Schmid mit 230 Metern – vier Meter unter persönlicher Bestleistung – auf Platz 12. „Ich bin extrem happy. Mit dem Quali-Sprung bin ich sehr zufrieden und kann beruhigt in den Wettkampf starten“, sagte der 22-Jährige im Anschluss an seinen Versuch. Karl Geiger (17.) und Markus Eisenbichler (18.) qualifizierten sich solide, ohne Ausreißer nach oben. Ebenfalls Andreas Wellinger (30.) und Severin Freund (34.) sind im Einzel-Wettbewerb am Freitag mit dabei, müssen sich aber im Vergleich zur Qualifikation noch steigern, sollte es etwas mit dem Finaldurchgang werden. Keinen Platz im Starterfeld gab es indes für Stephan Leyhe. Als 41. verpasste der Mann vom SC Willingen den Wettkampf nur um einen Rang.

Stefan Kraft bester ÖSV-Adler – Schrecksekunde bei Ulrich Wohlgenannt

Auch das Team Österreicher ist nicht ganz vorne vertreten. Ohne einen Trainingssprung an diesem Tag schaffte aber Stefan Kraft (223 m; 215,9 P.) als Neunter die Bestplatzierung für den ÖSV in dieser Qualifikation. Auch Jan Hörl hat nach seinem Fast-Sturz im Training geliefert und sich als 13. locker qualifiziert. Michael Hayböck (23.), Daniel Tschofenig (24.), Daniel Huber (25.) und Manuel Fetter (28.) sind ebenfalls qualifiziert. Für den Schrecken der Qualifikation sorgte indes Ulrich Wohlgenannt. Schon nach dem Absprung verlor der 27-Jährige das Gleichgewicht und musste akrobatisch mit ganzem Körpereinsatz gegen einen Sturz ankämpfen. Dass Wohlgenannt bei 95 Metern noch sicher auf den Beinen landete, glich fast schon einem Wunder. Platz 66 nach so einem Versuch ist daher nur eine Randnotiz.

Slowenien auch mannschaftlich stark

Die Mannschaft der Qualifikation war aber eindeutig das Gastgeber-Team aus Slowenien. Neben Lanisek und Zajc schafften noch drei weitere Slowenen den Flug in die Top Ten. Peter Prevc, Lovro Kos und Ziga Jelar runden auf den Plätzen sechs, sieben und zehn ein tolles Slowenien-Ergebnis ab. Insgesamt gehen am Freitag zehn Slowenen an den Start – bei 40 Teilnehmern ist also ein Viertel des Feldes aus Slowenien. Aber auch Polen wird positive Schlüsse aus der Qualifikation ziehen. Mit Kamil Stoch (4.) und Dawid Kubacki (5.) finden sich gleich zwei Springer ganz vorne. Komplettiert wird die Top Ten vom Japaner Yukiya Sato auf Platz acht.

Am Freitag geht es für die Skispringer nun weiter. 12:30 Uhr steht die Probe auf dem Plan, ehe ab 14 Uhr der Einzel-Wettkampf beginnt.

Offizielles Resultat

Weltcup Weltcup Herren

Die Qualifikation am Donnerstag beim Skifliegen in Planica (SLO) kann nicht wie geplant ab 11 Uhr stattfinden. Stattdessen geht es ab 15 Uhr los.

Was sich bereits im zweiten Trainingsdurchgang angedeutet hat, ist nun Realität geworden. Die FIS-Jury hat entschieden, die Qualifikation auf 15 Uhr zu verschieben, weil es ein Problem mit der Anlaufspur gibt, die aktuell einen fairen Wettkampf nicht ermöglicht. Bei Temperaturen um 11 Grad – in der Sonne deutlich wärmer – haben die Organisatoren die Schwierigkeit, die Anlaufspur entsprechend runterzukühlen. Dies soll nun am Nachmittag, wenn die Schanze im Schatten liegt, besser gelingen.

Stimmung weiterhin erstklassig

Auch wenn es nun Warten heißt, ist die Atmosphäre an der Letalnica und im ganzen Umfeld weiterhin prächtig. „Die Stimmung ist top, es sind super viele Leute hier. Für ein Training echt Wahnsinn! Den ersten Sonnenbrand haben wir uns auch schon abgeholt“, berichtet skispringen-news.de-Chefredakteurin Konstanze Schneider aus Planica.

Weltcup Weltcup Herren

Beim Skiflug-Training am Donnerstag im slowenischen Planica macht Daniel Huber (Österreich) die beste Figur. Der zweite Trainingsdurchgang fiel hingegen der Anlaufspur zum Opfer.

Bei sonnigen acht Grad machte den insgesamt 68 gemeldeten Springern das Fliegen im ersten Trainingsdurchgang viel Spaß. Vor allem Österreichs Daniel Huber packte gleich im ersten Versuch des Tages einen Satz auf 226,5 Meter (153,5 P.) bei weniger Anlauf aus. Dahinter folgten das Slowenien-Duo Timi Zajc (229 m; 151,4 P.) und Peter Prevc (226 m; 150,3 P.) auf den Rängen zwei und drei. Bester Deutscher in diesem Durchgang war Karl Geiger mit 225 Metern (150 P.) auf Platz vier.

Abbruch im zweiten Durchgang

Im zweiten Trainingsdurchgang schlug die Stimmung jedoch um, da die Anlaufspur für Ärger sorgte. So kam ÖSV-Adler Jan Hörl bei seinem Versuch bereits vor dem Absprung ins Straucheln und landete deshalb nur bei 97,5 Metern. Auch die Anlaufgeschwindigkeit war auffällig niedrig.

https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=DVCe_AXRoQY&feature=emb_logo

Die FIS-Jury unterbrach daraufhin den Durchgang, um die Spur zu präparieren. Doch die hohen Temperaturen in der Sonne machten dieses Unterfangen zur Herausforderung. Somit hat sich die Jury entschlossen, den zweiten Trainingsdurchgang nach Springer Nummer 15 abzubrechen und bis zur Qualifikation die Spur wieder hinzubekommen.

Qualifikation verlegt

Da die Anlaufspur auch zur Qualifikation nicht besser wurde, entschied die Jury, den für 11 Uhr vorgesehenen Durchgang auf 15 Uhr zu verlegen.

Offizielles Resultat (Training)

Weltcup Herren
Wo wird gesprungen?

Gesprungen wird zum Weltcup-Finale traditionell auf der “Letalnica bratov Gorišek” – Schanze (kurz: Letalnica-Schanze) in Planica, ein Ortsteil des Ortes Rateče. Das gleichnamige Rateče-Tal liegt in den julischen Alpen im Nordwesten von Slowenien, unweit von Krankjska Gora, einem beliebten und bekannten Wintersportort. In diesem Winter kämpfen Ryoyu Kobayashi (Japan) und Karl Geiger (Deutschland) in den letzten beiden Einzelwettbewerben um die große Kristallkugel des Gesamtweltcups.

Die Schanzendetails der Letalnica-Schanze im Überblick:

1GRANERUD Halvor Egner🇳🇴1702
2KUBACKI Dawid🇵🇱1388
3LANISEK Anze🇸🇮1196
4KRAFT Stefan🇦🇹1158
5ŻYŁA Piotr🇵🇱824
6WELLINGER Andreas🇩🇪788
7KOBAYASHI Ryoyu🇯🇵744
8FETTNER Manuel🇦🇹599
9GEIGER Karl🇩🇪571
10ZAJC Timi🇸🇮554

Programm:

Donnerstag, 24.03.22
09:00 Uhr – Training
11:00 Uhr – Qualifikation (Eurosport)

Freitag, 25.03.22
12:30 Uhr – Probedurchgang
14:00 Uhr – Einzelwettbewerb (ARD/Eurosport)

Samstag, 26.03.22
09:00 Uhr – Probedurchgang
10:00 Uhr – Teamwettbewerb (ARD/Eurosport)

Sonntag, 27.03.22
09:00 Uhr – Probedurchgang
10:00 Uhr – Einzelwettbewerb (ARD/Eurosport)

DSV Weltcup Weltcup Herren

Der DSV hat heute das Aufgebot für den letzten Weltcup der Saison in Planica bekannt gegeben.

Sechs Springer werden beim letzten Weltcup der Saison für den DSV antreten. Besonders zu nennen ist natürlich Karl Geiger, der an diesem Wochenende noch mit seinem Konkurrenten Ryoyu Kobayashi um den Gesamtweltcupsieg kämpft. Im Moment liegt der Japaner 66 Punkte vor dem Deutschen. In den zwei Einzelweltcupspringen an diesem Wochenende wird die Entscheidung in diesem spannenden Duell, was sich durch die ganze Saison zieht, fallen.
Komplettiert wird das deutsche Team durch Markus Eisenbichler, Constantin Schmid, Andreas Wellinger, Stephan Leyhe und Severin Freund.

Bereits am Donnerstag stehen Training und Qualifikation auf dem Programm. Am Freitag steht der erste der zwei Einzelwettbewerbe und am Samstag der Teamwettbewerb an. Abgerundet wird das letzte Weltcupwochenende der Saison mit dem zweiten Einzelwettbewerb des Wochenendes am Sonntag.

Quelle: FIS, DSV

Norwegischer Skiverband Weltcup Herren

Der Norweger Robert Johansson wird am kommenden Wochenende im slowenischen Planica nicht starten. Grund für sein vorzeitiges Saisonende sind anhaltende Rückenprobleme.

„Ich bin traurig sagen zu müssen, dass meine Saison wegen intensiver Rückenschmerzen zu Ende gegangen ist. Es ist nicht die Zeit, um nach vorne zu preschen, bevor wir das Problem finden können. Es ist Zeit, ein Stück weiter nach vorne zu schauen. Und ich bin bereit für die Herausforderung“, schrieb der 31-Jährige am Montagnachmittag auf Instagram. Kurz vor seinem 32. Geburtstag (23. März) macht der Norweger zudem ein Geheimnis daraus, ob es für ihn im neuen Winter auch weitergehen wird. Es bleibt also zunächst offen, ob Robert Johansson seine Karriere fortsetzen wird.

Frühzeitiges Saison-Aus hat sich angedeutet

Die Nachricht des vorzeitigen Saisonendes kommt hingegen weniger überraschend. Bereits Mitte März machte der Team-Olympia-Sieger von 2018 auf seine Rückenproblematik aufmerksam. Daher war Johansson im Bronze-Team der Norweger bei der Skiflug-WM in Vikersund (NOR) nicht vertreten. Das Skiflug-Wochenende in Oberstdorf (GER) ließ der Flugkünstler aus Lillehammer ebenfalls aus, womit er in der Skisprung-Gesamtwertung aus den Top Ten rutschte. Nun widmet sich der Norweger der körperlichen Regeneration.

Weltcup Weltcup Herren

In einem spannenden Finaldurchgang sichert sich der Slowene Timi Zajc den Sieg im zweiten Wettbewerb in Oberstdorf. Piotr Zyla landet auf Rang zwei. Stefan Kraft wird Dritter.

Es bleibt dabei: Die slowenischen Skispringer sind im Skifliegen kaum zu schlagen. Heute sichert sich Timi Zajc aus Slowenien nach Rang sieben im ersten Durchgang noch den Sieg am heutigen Tag. Ein Sprung auf 232 Meter katapultieren den Skiflugweltmeister im Team auf die Spitzenposition. Piotr Zyla aus Polen landet nach einem Weite von 221 Metern mit einem Rückstand von 6,8 Punkten auf Rang zwei. Stefan Kraft wird nach seinem Tagessieg am gestrigen Samstag heute Dritter.

Auf Rang vier landet mit Ziga Jelar ein weiterer Slowene. Jela springt auf 233,5 Meter und kann sich mit seinem zweiten Sprung noch von Rang 11 auf vier nach vorne schieben. Johann André Forfang holt für das gebeutelte norwegische Team an diesem Tag die Kohlen aus dem Feuer. Nach einem Flug auf 221 Meter landet er auf Rang fünf.

Keine Vorentscheidung im Gesamtweltcup

Karl Geiger und Markus Eisenbichler teilen sich Rang neun. Eisenbichler kann sich nach einem Flug auf 199,5 Meter im zweiten Durchgang nochmal von Rang 13 auf neun verbessern. „Eigentlich ist mein Fazit ganz gut. Bei den beiden Wettkampftagen hab ich mich nochmal gepushed. Im Training bin ich gar nicht reingekommen. Aber über zwei Top-15 Platzierungen bin ich zufrieden. ich freue mich jetzt einfach auf Planica.“ Karl Geiger verliert nach einem Sprung auf 203 Meter einen Platz. Karl Geiger zeigt sich im Interview mit seiner Leistung nicht ganz zufrieden: „Leider bin ich nicht ganz zufrieden mit meinen Wettkampfflügen. Aber es ist mega cool vor heimischer Kulisse springen zu dürfen – mit den Zuschauern. Das hab ich auf jeden Fall schon mal mitgenommen.“ Eine Entscheidung um den Gesamtweltcup ist auf das Saisonfinale am kommenden Wochenende vertagt, da sich auch der Gesamtweltcupführende Ryoyu Kobayashi als Sechster nicht entscheidend von dem Oberstdorfer Geiger absetzen kann. Geiger hat vor dem abschließenden zwei Einzel-Skifliegen 66 Punkte Rückstand auf Kobayashi. Severin Freund fliegt auf 209,5 Meter und landet am Ende auf Rang 13.. Constantin Schmid fliegt auf 200,5 Meter und wird 24. Stephan Leyhe verliert nach einem Flug auf 185,5 Meter im zweiten Durchgang einige Plätze und wird 26.

Österreich mit Luft nach oben

Neben Stefan Kraft (3.) kann das österreichische Team von Cheftrainer Andreas Widhölzl nicht ganz überzeugen. Daniel Huber zeigt nach seinem Sturz am gestrigen Tag eine beherzte Leistung und rangiert sich am Ende auf Rang 14 ein. Michael Hayböck landet im zweiten Durchgang nochmal auf 200,5 Meter und wird in der Endabrechnung 16. Manuel Fettner zeigt zwei gleichwertige Sprünge auf 206 Meter und reiht sich direkt hinter seinem Teamkollegen hayböck auf Rang 17 ein. Daniel Tschofenig landet nach einem Sprung auf 201,5 Meter auf Platz 20. Thomas Lackner segelt auf 202 Meter und wird 22. Ulrich Wohlgenannt landet bei 190,5 Meter und reiht sich auf Platz 29 ein.

Das Team aus Norwegen kann ohne seinen Olympiasieger Marius Lindvik (nicht für den Wettkampf qualifiziert) und dem Gesamtweltcup-Sieger aus der Saison 2020 / 2021 Halvor Egner Granerud, der sich nicht für das Finale qualifizieren konnte, lediglich mit Johann Andre Forfang auf Rang fünf überzeugen. Joacim Oedegard Bjoereng landet nach 192,5 Metern im zweiten Durchgang auf Rang 27.

Im Nationencup liegt Österreich vor dem Saisonfinale in Planica in Führung. Mit einem Abstand von 178 Punkten folgt das deutsche Team auf Rang zwei. Norwegen liegt auf Rang drei.

Am kommenden Wochenende geht es für die Skispringer zum Saison-Finale nach Planica (Slowenien).

Offizielles Resultat

Weltcupgesamtstand

Nationenwertung

Quelle: FIS