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Planica: Slowenien feiert Vierfach-Sieg

Ziga Jelar auf den Schultern seiner Team-Kollegen Lovro Kos (l.) und Anze Semenic (r.) (Foto: Konstanze Schneider)
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Das Skifliegen am Freitagnachmittag im slowenischen Planica geht an den Slowenen Ziga Jelar. Hinter ihm landeten die Mannschaftskollegen Peter Prevc (2.), Anze Lanisek (3.) und Timi Zajc (4.), die den slowenischen Vierfach-Sieg perfekt machten. Für Deutschland lief es hingegen gar nicht rund.

Es war von Beginn an ein Springen, dass die slowenischen Fans wie auch alle Beteiligten rund um das slowenische Team wohl nie vergessen werden. Bei strahlendem Sonnenschein schien der Mannschaft von Trainer Robert Hrgota fast alles zu gelingen. Die Planica-Hymne schallte quasi im Minutentakt aus den Boxen und auch die Zuschauer waren restlos begeistert. Vor allem Ziga Jelar schien die Atmosphäre zu überflügeln. Mit 232 und 239 Metern (486,2 P.) sicherte sich der 24-Jährige nicht nur den Tagessieg vor eigenem Publikum, sondern auch seinen ersten Weltcup-Sieg überhaupt. Dass sich Jelar das Podium auch noch mit seinen Landsleuten Peter Prevc (226 und 237 m; 464,8 P.) und Anze Lanisek (230 und 230,5; 458,5 P.) teilen durfte, macht dieses Erlebnis noch einmaliger. Rang vier ging zudem an Timi Zajc, der aber zur Halbzeit führte, jedoch aufgrund von Rückenwind zu früh landete. Der 21-Jährige war der einzige Slowene, der in diesem Moment wohl etwas schlechte Laune hatte, die aber aufgrund des Mannschaftsergebnisses wohl schnell vergehen wird.

Kobayashi bester Nicht-Slowene – DSV enttäuscht

Als erster Nicht-Slowene taucht im Tableau der Japaner Ryoyu Kobayashi auf, der als Fünfter aber in der Gesamtwertung weiter unaufhaltsam in Richtung Gesamtsieg zusteuert. Denn die deutsche Mannschaft hat an diesem Tag weitestgehend nicht funktioniert. Bester DSV-Adler wird am Ende Karl Geiger auf Platz 12, der damit weiter Boden auf Ryoyu Kobayashi verliert und nun 89 Zähler Rückstand in der Weltcup-Gesamtwertung hat, bei nur noch einem Einzel-Springen am Sonntag. Da müsste schon viel passieren, damit die große Kristallkugel noch an Karl Geiger geht. Der Oberstdorf wird die Saison daher mit großer Wahrscheinlichkeit auf Platz zwei beenden. „Es ist hinten raus etwas zäh und ich hoffe einfach, dass ich die Tage noch ein paar gute Flüge zeigen kann“, erklärte Geiger im Anschluss an seinen Finalversuch. Andreas Wellinger wurde 19., zeigte aber im Finale mit 241,5 Metern einen tollen Satz. Für die anderen DSV-Adler war das Finale nicht erreichbar. Constantin Schmid (31.), Severin Freund (32.) und Markus Eisenbichler (34.) hatten allesamt frühzeitig Feierabend und konnten das Finale in der Sonne auf dem Liegestuhl betrachten.

Stefan Kraft bester ÖSV-Adler

Besser als das Team aus Deutschland machten es hingegen die Österreicher. Stefan Kraft behält als Tages-Sechster noch die Chance auf den Gesamtsieg in der Skiflug-Wertung. Auch Manuel Fettner schaffte den Flug unter die Top Ten und wird am Ende Zehnter. Mit Daniel Tschofenig (14.) und Michael Hayböck (17.) schafften auch zwei weitere ÖSV-Adler den Satz in die Top 20. Ins Finale kamen zudem Jan Hörl (24.) und Daniel Huber (25.), sodass alle ÖSV-Starter Weltcup-Punkte gesammelt haben.

Offizielles Resultat

Skiflug-Gesamtwertung

Planica 7

Nationen-Wertung

Gesamtweltcup

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