SGP Herren Sommer Grand Prix

Wie nach dem vergangenen Wochenende bekannt wurde, gab es beim Sommer-Grand-Prix im russischen Chaikovsky einen Corona-Fall. Betroffen war diesmal der Assistent des FIS-Renndirektors, Borek Sedlak, der vor dem Sonntags-Wettbewerb positiv auf COVID-19 getestet wurde. Der Tscheche wurde sofort isoliert und befindet sich seither in Russland in Quarantäne.

„Ich wurde vor dem Mixed-Teamwettbewerb am Sonntag positiv auf COVID-19 getestet. Ich wurde sofort von den Teilnehmern der Veranstaltung isoliert und blieb in Russland in Quarantäne. Im Moment fühle ich mich gut und hatte am Anfang nur leichte Erkältungssymptome. Alle zusätzlichen Tests und Untersuchungen zeigten keine Probleme und das Fieber ist auch weg. Wenn alles gut geht, kehre ich vielleicht schon Ende dieser Woche nach Europa zurück“, so der 40-Jährige.

Der nächste Wettkampf im Rahmen des Sommer-Grand-Prix ist vom 24. bis 25. September in Hinzenbach (AUT) geplant. Aktuell stehen die Chancen gut, dass Borek Sedlak bis zu diesem Zeitpunkt wieder wie gewohnt Teil des FIS-Teams vor Ort sein kann.

Quelle: interne Informationen

Alpencup

Neben Sommer Grand Prix und Continentalcup standen am vergangenen Wochenende auch weitere Wettkämpfe der Alpencup-Serie auf dem Programm. Erstmals war das tschechische Liberec Gastgeber. Während es für die Damen bereits im August eine Deutschland-Tournee gab, markierten die Wettkämpfe für die Herren den Start in die neue Saison.

Und diese begann für die Skispringer aus Österreich genauso erfolgreich wie die letzte endete. An beiden Tagen war das Siegerpodest fest in österreichischer Hand: Maximilian Ortner (19 Jahre) sicherte sich am Samstag mit zwei blitzsauberen Sprüngen auf der HS100-Schanze seinen ersten Alpencup-Sieg vor seinen Teamkollegen Andre Fussenegger (18) und Louis Obersteiner (17). Und am zweiten Tag legte Ortner direkt nach. Wiederum setzte er sich im ersten Durchgang an die Spitze und zeigte auch im zweiten Durchgang den besten Sprung des Felds. Trotz wechselhafter Windbedingungen änderte sich im Klassement nicht viel: Obersteiner wurde Zweiter, Fussenegger Dritter.

Grundmann, Bayer und Kübler mit Top-10-Platzierungen

Nur Paul Justus Grundmann (Steinbach-Hallenberg) auf den Plätzen 9 und 11, Ben Bayer (Pfullingen) auf Platz 10 am Sonntag und Frantisek Lejsek (Tschechien) auf Platz 6 am Samstag gelang es, die Phalanx der Österreicher und Slowenen zu durchbrechen, die alle weiteren Plätze in den Top 15 einnahmen.

Bei den Damen gingen beide Siege nach Slowenien: Am ersten Tag dominierte die 16-Jährige Nika Prevc das Feld nach zwei Sprüngen über Hillsize mit weitem Vorsprung, auf den weiteren Plätzen folgten die Schweizerin Emely Torazza und Michelle Göbel (Willingen). Diese lag am Sonntag nach dem ersten Durchgang in Führung, im zweiten Durchgang wurde sie von Jerneja Repinc Zupancic (1.) und Nika Prevc (2.) überholt und konnte sich erneut über einen dritten Platz freuen. Lilly Kübler sprang an beiden Tagen unter die ersten Zehn (7./10.). Emely Torazza wurde Vierte und behält das gelbe Trikot der Gesamtführenden vor Nika Prevc und Anna-Fay Scharfenberg.

Nächste Station Kandersteg

Schon vom 24. bis 26. September finden die nächsten Alpencup-Wettbewerbe statt. Austragungsort ist dann Kandersteg in der Schweiz.

Ergebnis Herren: Samstag | Sonntag | Gesamtwertung

Ergebnis Damen: Samstag | Sonntag | Gesamtwertung

COC Herren Continental Cup Norwegischer Skiverband

Der Norweger Daniel André Tande kehrt rund ein halbes Jahr nach seinem schrecklichen Sturz beim Weltcup-Finale in Planica Ende März auf die internationale Wettkampfbühne zurück. Am kommenden Wochenende soll es für den Norweger einen Einsatz im Rahmen des Continentalcups geben.

Nachdem am vergangenen Wochenende im Rahmen des Continentalcups in Bischofshofen (AUT) bereits der Norweger Anders Fannemel auf die internationale Skisprung-Bühne zurückgekehrt war, wird es an diesem Wochenende im Rahmen des Continentalcups in Oslo (NOR) ein weiteres Comeback geben, das vor ein paar Monaten vielleicht kaum jemand für möglich gehalten hatte: Daniel-André Tande greift nach seinem schrecklichen Sturz in Planica im März 2021 wieder in das internationale Wettkampfgeschehen ein.

Schwerer Sturz in Planica

Am 25. März 2021 stockte wohl so ziemlich Jedem innerhalb der Skisprung-Familie der Atem, als Daniel-André Tande im Rahmen des Probedurchgangs auf der Skiflugschanze in Planica (SLO) schwer zu Sturz kam. Nachdem der Norweger einige Tage im künstlichen Koma gelegen hatte und anschließend noch einige Zeit in Planica im Krankenhaus verbringen musste, konnte er Anfang April in ein Krankenhaus nach Norwegen verlegt werden, welches er Mitte April verlassen durfte. Bereits im Mai konnte der Skiflugweltmeister wieder ein leichtes Krafttraining absolvieren, ehe der norwegische Skiverband Ende August vermeldete, dass Tande auf die Schanze zurückgekehrt war.

Comeback in der Heimat

Jetzt folgt für den 27-jährigen sympathischen Norweger der nächste Schritt: Daniel-André Tande wird am kommenden Wochenende im Continentalcup in Oslo an den Start gehen und somit erstmals seit seinem Sturz wieder an einem internationalen Wettkampf teilnehmen. Gegenüber dem internationalen Skiverband (FIS) erklärte Tande: „Es wird eine Menge Spaß machen. Es ist eine großartige Sache, beim COC-Rennen an diesem Wochenende zu Hause in Norwegen ein Comeback feiern zu können. Ich kann es kaum erwarten, zu sehen, was meine besten Sprünge wert sind. Es wird cool sein, wieder anzutreten.“  Tande erklärte außerdem, er sei nicht nervöser als vor anderen Wettkämpfen. Seine Sprünge fühlten sich sehr gut an und er sei zuversichtlich, was den Wettkampf angehe.  Auch wenn es realistisch gesehen kein langer Zeitraum war, den es dauerte, bis der Norweger wieder auf die Schanze zurückkehren konnte, fühlte es sich für ihn selbst sehr viel länger an.

Insgesamt gehen in Oslo neben Tande weitere 11 norwegische Athleten an den Start:

Anders Fannemel, Joacim Oedegaard Bjoereng, Oscar P. Westerheim, Jo Roemme Mellingseter, Soelve Jokerud Strand, Eirik Leander Fystro, Benjamin Oestvold, Andreas Granerud Buskum, Anders Ladehaug, Fredrik Villumstad, Bendik Jakobsen Heggli

Quellen: skiforbundet.no, Instagram: fisskijumping

COC Herren Continental Cup

Das Wettkampf-Wochenende auf der Paul-Außerleitner-Schanze in Bischofshofen endete erneut mit einem österreichischem Sieg durch Daniel Tschofenig, der sich bereits am Samstag einen Podestplatz erkämpfen konnte. Er sowie der drittplatzierte Artti Aigro aus Estland erzielten am heutigen Tag ihre persönliche Bestleistung. Das deutsche Team präsentierte sich ähnlich wie am Vortag.

Insgesamt starteten 67 Athleten in den zweiten Wettkampftag. Nach einem starken Probedurchgang, den der Slowene Anze Lanisek für sich entscheiden konnte, startete der erste Durchgang pünktlich bei strahlendem Sonnenschein. Ein Highlight in Durchgang eins: Der Pole Klemens Muranka sprang mit 148 Metern einen neuen Schanzenrekord.

ÖSV mit zwölf Athleten im Finale

Gewinnen konnte den zweiten Wettbewerb der 19-jährige ÖSV-Nachwuchsspringer Daniel Tschofenig (251,5 P.), der damit den nächsten Heimsieg für das österreichische Team sicherte. „Ich freue mich über die Ergebnisse hier in Bischofshofen, vor allem über den heutigen Sieg. Diesmal konnte ich wirklich die besten Sprünge zeigen, was mir gestern noch nicht ganz geglückt ist. Ich hoffe, dass ich mit dieser Form weitermache. Zurzeit habe ich einfach das notwendige Selbstvertrauen und kann die Sprünge sehr gut durchziehen“, so Tschofenig.

Nachdem der Este Artti Aigro zur Halbzeit in Führung lag, landete auch er mit dem dritten Rang auf dem Podium (239,5 P.). Der Slowene Anze Lanisek, der bereits gestern einen starken Wettkampf gesprungen ist, wurde Zweiter (240,9 P.). Von den 13 österreichischen Startern, schafften 12 Athleten den Sprung in den zweiten Durchgang, darunter Manuel Fettner, der den gestrigen Sieg nach Hause holte und heute mit Platz vier nur knapp das Treppchen verpasste. Im Finale dabei war zudem auch Thomas Diethart, der erst kürzlich sein Comeback im FIS-Cup gab. Für ihn gab es jedoch nur einen Sprung, da er aufgrund eines nicht-regelkonformen Anzuges im Finaldurchgang disqualifiziert wurde.

DSV-Team schwächelt weiter: Freitag steigert sich minimal

Während das ÖSV-Team weiterhin eine konstant gute Leistung auf die Schanze bringt, zeigen die DSV-Adler nur mäßige Ergebnisse. Von den sieben Startern haben es lediglich Richard Freitag, Claudio Haas (19.) und Luca Geyer (29.) in den finalen Durchgang geschafft. Richard Freitag konnte sich immerhin minimal steigern und einen Top-Ten-Platz erspringen (10.). Ausgeschieden sind erneut Justin Lisso (41.), sowie David Siegel auf einem für ihn enttäuschenden 44. Platz, Adrian Sell (46.) und Moritz Bär (52.).

Fannemel mit Top-Ten: Norweger mannschaftlich stark

Erfreulich das Resultat des Tages auch für Anders Fannemel, der in diesem Wettkampfwochenende sein Comeback nach seiner zweijährigen Verletzungspause wagte. „Es war schön, zurück in die internationalen Wettbewerbe zu kommen. Ich habe mir bessere Sprünge erhofft, aber es ist ein Anfang und ich freue mich auf die nächsten Wettkämpfe“, so der 30-Jährige. Nach dem er gestern nur knapp den Finaldurchgang erreichte, teilte er sich heute mit seinem Teamkollegen, dem gestrigen Zweitplatzierten, Fredrik Villumstad den siebten Platz. Ebenso stark zeigte sich an diesem Wochenende der junge Norweger Benjamin Oestvold der heute seine persönliche Bestleistung erbrachte und damit den fünften Platz sicherte. 

Weiter geht es bereits kommende Woche (18./19. September) mit den nächsten Wettbewerben für Damen und Herren in Norwegen’s Hauptstadt Oslo.

Offizielles Resultat
Gesamtstand COC Herren

Quelle: FIS, ÖSV, interne Informationen

SGP Damen SGP Herren Sommer Grand Prix

Während es im ersten Durchgang noch einen ständigen Führungswechsel zwischen den Mixed-Teams aus Slowenien und Norwegen gab, dominierten die Skandinavier dann in zweiten Durchgang und siegten am Ende deutlich mit 955,9 Punkten und 56,3 Punkten Vorsprung zu dem Team aus Slowenien (899,6 P.).

Sie sind als Favoriten in den Wettkampf gegangen und sind dieser Rolle gerecht geworden: Die Skispringerinnen und Skispringer aus Norwegen konnten den heutigen Mixed-Wettbewerb in Russland für sich entscheiden. Doch vor allem im ersten Durchgang war es ein enger Kampf zwischen den heutigen Siegern und den zweitplatzierten Slowenen.

Der erste Durchgang war von Führungswechseln zwischen den beidem dominierenden Teams geprägt. Die slowenischen Frauen Ursa Bogataj und Ema Klinec waren stärker als ihre Konkurrentinnen aus Norwegen Anna Odine Stroem und Silje Opseth, doch Lovro Kos und Cene Prevc waren Johann André Forfang und Halvor Egner Granerud nicht gewachsen und verloren jeweils den Vorsprung, den ihre Kolleginnen zuvor heraus gesprungen hatten. Vor allem der Gesamtweltcupsieger der letzten Saison Halvor Egner Granerud war heute bärenstark. In seinem ersten der zwei Sprünge setzte er mit 138,5 Metern die Bestweite des heutigen Tages. Zur Halbzeit trennten die beiden Teams nur knapp zehn Punkte, wobei die Norweger die Nase vorne hatten.
Doch im zweiten Durchgang drehte das Quarette aus Norwegen noch ein Mal deutlich auf und folgen der Konkurrenz davon, auch wenn die Bestweite des zweiten Durchgangs mit 138 Metern an die Slowenin Ursa Bogataj ging. Die vier Norwegerinnen und Norweger zeigten sehr gute Sprünge, welche alle über 128 Meter gingen. Bei diesen Weiten konnt die Konkurrenz nicht mithalten oder patzte sogar, wie im Falle des Slowenen Kos, welcher im zweiten Durchgang nur auf 113 Meter gesprungen ist. So mussten die Slowenenen die starken Skandinavier rund um den Sieger des Probedurchgangs Halvor Egner Granerud ziehen lassen.
Auch wenn die Top-Teams aus Deutschland und Österreich nicht am Start waren, zeigt dieser Wettbewerb, dass die Norweger schon jetzt in einer sehr guten Form für den nächsten Winter sind.

Heimteam auf dem Podest

Über den dritten Platz freuen sich die russischen Skispringerinnen und Skispringer Irina Avvakumova, Mikhail Nazarov, Sofia Tikhonova und Evgeniy Klimov. Durch die Bank zeigte das Team solide Leistungen und lag bereits nach dem ersten Durchgang mit einem deutlichen Vorsprung zu Platz vier auf Podiumskurs. Diesen Vorsprung verteidigten sie, konnten jedoch nicht die Top zwei Teams angreifen und durften sich am Ende des Wettbewerbs über einen Podiumsplatz freuen.
Hinter dem Podest folgen die Teams aus Japan (725,4 P.), Tschechien (696,9 P.), Italien (567,3 P.), Rumänien (535,9 P.) und den USA (477,2 P.).

Die Teams aus China und Kasachstan schieden nach dem ersten Durchgang auf den Rängen neun und zehn aus.

Offizielle Ergebnisliste

Quelle: FIS

SGP Damen Sommer Grand Prix

Die Russin Irina Avvakumova gewinnt den Sommer-Grand-Prix-Wettbewerb im russischen Chaikovsky. Hinter ihr landet die Slowenin Ursa Bogataj, die sich mit Rang zwei auch den Gesamtsieg sichert. Komplettiert wird das Podest von der Norwegerin Silje Opseth.

Da der Sommer-Grand-Prix im kasachischen Schuchinsk abgesagt wurde, durften die Skispringerinnen in Chaikovsky einen Ersatz-Wettbewerb austragen. Und in diesem sollte eine Frau ihren Heimvorteil ausspielen: Irina Avvakumova. Die 29-Jährige zeigte bereits im ersten Wertungsdurchgang mit 132 Metern (125,7 Punkte) einen starken Sprung und ging damit als Führende ins Finale. Hinter der Russin lauerten aber vor allem Ursa Bogataj (126,5 m, 122,6 P.) und Silje Opseth (124 m, 117,6 P.) auf den Plätzen zwei und drei. Beide schafften ihre Weiten mit zwei Anlaufluken weniger.

1,2 Punkte machen am Ende den Unterschied

Das Finale sollte indes im Kampf um die Spitzenplätze noch einmal für große Spannung sorgen. Silje Opseth schaffte es mit ihren 132 Metern den Podestplatz auf Rang drei abzusichern (242,8 P.). Auch Ursa Bogataj warf mit 132 Metern noch einmal alles in die Waagschale und setzte Irina Avvakumova vor ihrem letzten Versuch stark unter Druck. Doch die Russin behielt mit 131,5 Metern die Nerven und siegte am Ende mit 1,2 Punkten Vorsprung (247,9 P.) vor Bogataj (246,7 P.).

Gutes Mannschaftsergebnis für Slowenien, Russland und Norwegen

Überhaupt war das Springen für drei Nationen besonders erfreulich: Slowenien, Russland und Norwegen. Zusammen mit Bogataj schafften es mit Ema Klinec (4.) und Jerneja Brecl (5.) gleich drei Sloweninnen unter die besten Fünf. Russland war neben Avaakumova mit Sofia Tikhonova (6.) und Kristina Prokopieva (8.) ebenfalls mannschaftlich stark vertreten. Auch im norwegischen Team war die Freude groß: Mit Anna Odine Stroem (7.) und Thea Minyan Bjorseth (9.) landeten zwei weitere Norwegerin unter den besten Zehn. Komplettiert wird die Top Ten von der Finnin Jenny Rautionaho (10.).

Ursa Bogataj steht schon frühzeitig als Gesamtsiegerin fest

In Abwesenheit von Sara Takanashi hat sich die SGP-Gesamtwertung nach diesem Wochenende auch schon entschieden. Ursa Bogataj liegt mit 520 Punkten uneinholbar vor der Japanerin Takanashi (260 P.) und Silje Opseth (236 P.) bei nur noch einem ausstehenden Wettkampf in Klingenthal.

In Chaikovsky endet das Wochenende mit einem Team-Mixed-Wettbewerb. Der Probedurchgang beginnt ab 9 Uhr, der eigentliche Wettkampf startet ab 10 Uhr (MEZ).

Ergebnis

Gesamtwertung

COC Herren Continental Cup

Nach einer zweiwöchigen Pause stehen am Wochenende weitere Wettbewerbe im Rahmen des Continentalcups auf dem Programm. Auf der Paul-Außerleitner-Schanze in Bischofshofen finden zwei Wettbewerbe der Herren statt. Am regnerischen Samstag holte das ÖSV-Team bereits einen Heimsieg durch Manuel Fettner.

Mit insgesamt 70 Startern und einem straken Feld, darunter die beiden starken Weltcup-Starter Anze Lanisek und Bor Pavlovcic, gab es einen spannenden Auftakt ins COC-Wochenende. Nach der Halbzeit-Führung durch Anze Lanisek, setzte sich am Ende der österreichische Routinier Manuel Fettner (259,5 P.) gegen die Konkurrenz durch. „Ich bin sehr zufrieden, auch wenn mein bester Sprung heute sicher der Probedurchgang war. Aber in diesem hochkarätigen Feld muss man erstmal gewinnen. Ich glaube, der ist fast besser besetzt als der derzeitige Sommer Grand Prix in Chaikovsky in Russland. Von dem her bin ich superhappy“, so Fettner. Sein Teamkollege Daniel Tschofenig sowie Norweger Fredrik Villumstad landeten punktgleich (254,9 P.) auf dem zweiten Rang.

Anze Lanisek landete nach einem schwächeren Finalsprung lediglich auf Rang vier. Teamkollege Bor Pavlovcic platzierte sich als 13. nur als drittbester im sloski-Team, denn mit dem erst 17-jährigen Rok Masle (9.) kam neben Lanisek ein weiterer Slowene in den Top-10 ein.

Der Norweger Anders Fannemel schaffte bei seinem internationalen Comeback immerhin den Sprung ins Finale und wurde 24.

ÖSV-Adler überzeugen einmal mehr

Der strake Trend im österreichischen Team setzt sich auch weiterhin fort: Erneut landete das Team der Alpenrepublik mit insgesamt acht Springern innerhalb der ersten 11 Plätze. Mit Markus Müller (5.), Mika Schwann (6.), Maximilian Steiner (7.), Timon-Pascal Kahofer (8.), Clemens Aigner (10.) und David Haagen (11.) demonstrierten sie einmal mehr ihre mannschaftliche Stärke und positive Entwicklung in der Nachwuchsarbeit.

DSV enttäuscht: Nur zwei Athleten im Finale vertreten

Der Kampf für den Sachsen Richard Freitag geht weiter. Seit Monaten sucht er nach Anschluss zu seinen Kollegen im Weltcup-Team, doch nach wie vor muss der 30-Jährige immer wieder Rückschläge hinnehmen. Nach dem ersten Durchgang noch auf einem guten sechsten Rang gelegen, musste Freitag im Finaldurchgang mit einem schwachen Sprung federn lassen und verlor am Ende weitere acht Plätze (14.). Den Sprung unter die Top-30 schaffte aus dem DSV-Team ansonsten nur Claudio Haas. Mit seinem zweiten Sprung kletterte er noch zwei Plätze nach vorne auf Rang 25.

Ausgeschieden sind aus dem deutschen Team gleich fünf von sieben Athleten. David Siegel verpasste als 31. das Finale, hinter ihm landete Moritz Bär auf 32. Für Justin Lisso (35.), Luca Geyer (39.) sowie Adrian Sell (54.) reichte es ebenfalls nicht für einen zweiten Wettkampfsprung. Die nächste Möglichkeit bietet sich bereits am Sonntag.

Wettbewerb Nummer zwei folgt am Sonntag mit dem ersten Durchgang ab 10 Uhr.

Offizielles Resultat
Gesamtstand COC Herren

Quelle: FIS, ÖSV

SGP Herren Sommer Grand Prix

Beim ersten von zwei Sommer-Grand-Prix-Springen im russischen Chaikovsky holt sich Halvor Egner Granerud am Samstag den Sieg. Johann André Forfang und Evgeniy Klimov folgen dem Norweger auf den Rängen zwei und drei.

Schon im siegreichen Prolog am Freitag deutete sich an, dass die Aktien auf einen Tagessieg bei Halvor Egner Granerud wieder hoch im Kurs stehen. Bereits die Probe am heutigen Samstag sollte ein Vorbote sein: Mit der Bestweite von 135 Metern war der 25-Jährige im Training nicht zu schlagen. Entsprechend selbstbewusst zeigte sich der Gesamtweltcup-Sieger der Vorsaison im FIS-Interview: „In den letzten Wochen habe ich mich gut vorbereitet. Ich bin in sehr guter Form.“ Den Worten sollten im eigentlichen Wettkampf auch Taten folgen. Doch wie bei den Damen sollte auch bei den Herren der Wind immer wieder für Unterbrechungen sorgen. Auch deshalb konnte der Herren-Wettbewerb erst 20 Minuten später starten als ursprünglich geplant.

Evgeniy Klimov mit Fabel-Sprung

Den Russen Evgeniy Klimov schien das aber überhaupt nicht zu stören. Der 27-Jährige setzte sich mit 140 Metern nach Durchgang eins an die Spitze. Halvor Egner Granerud musste sich bei schwierigeren Bedingungen mit 133 Metern und Rang zwei begnügen. Sein Landsmann Johann André Forfang landete bei 133,5 Metern und belegte damit Platz drei vor dem Finale. Die weiteren Springer dahinter wie Ilya Mankov aus Russland (4.) oder der Tscheche Viktor Polasek (5.) hatten zu diesem Zeitpunkt schon einige Punkte Rückstand auf das Podest.

Langes Warten – und dann der Angriff von Halvor Egner Granerud

Nach einer über einstündigen Pause – die Damen mussten nämlich in dieser Zeit noch ihren Finaldurchgang bestreiten – sollte sich das Blatt wenden. Johann André Forfang konnte im Kampf um das Podium bei tollen Bedingungen mit 145 Metern den ersten Akzent setzen – und sich am Ende Rang drei sichern. 137,5 Meter – bei schlechteren Bedingungen – sollten aber für Granerud zum Tagessieg reichen, auch weil Klimov nicht mehr zulegen konnte (129,5 m). Hinter dem Podest reihen sich die verbesserten Marius Lindvik (4.) und Daiki Ito (5.). Die Russen zeigten sich vor allem als Team stark. Neben Klimov landeten auch Mikhail Nazarov (6.), Ilya Mankov (8.) und Roman Trofimov (9.) unter den besten Zehn. Komplettiert werden die Top Ten von Robin Pedersen auf Rang sieben und Cene Prevc auf Platz zehn.

„DACH“ nicht in Chaikovsky vertreten

Wer in den Startlisten die Springer aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz sucht, wird keine Teilnehmer dieser Verbände finden. Sie alle haben auf das Wochenende in Russland verzichtet und den Fokus auf das heimische Training sowie die Regeneration gelegt. Einen ähnlichen Weg bestreiten auch die jeweiligen Damen-Mannschaften.

Weiter geht es in Chaikovsky am morgigen Sonntag. Für die Damen steht ab 6 Uhr (MEZ) das Ersatz-Springen für den aufgefallenen Wettkampf im kasachischen Schuchinsk an. Ab 10 Uhr (MEZ) geht es dann mit dem Mixed-Wettbewerb weiter.

Ergebnis
Gesamtstand SGP Herren

SGP Damen Sommer Grand Prix

Die Slowenin Ursa Bogataj zeigt sich weiterhin in einer grandiosen Sommerform. Beim Einzelspringen von der Großschanze setzte die 26-Jährige vor Silje Opseth und Ema Klinec durch.

Bereits am Vortag hatte sich angedeutet, dass Uras Bogataj in Chaikovsky nur schwer zu schlagen sein wird. Bereits im Probedurchgang sprang die spätere Siegerin mit der klaren Bestweite von 131 Metern ihren Konkurrentinnen davon. Ihre schärfsten Rivalinnen Ema Klinec (125 Meter), Jerneja Brecl (122 Meter) und Silje Opseth (119 Meter) konnten hierbei nicht ganz Gegenhalten.

Bogataj bereits zur Halbzeit vorne

Im ersten Wertungsdurchgang zeichnete sich ein ähnliches Bild ab. Bogataj sprang zwar diesmal „nur“ 128,5 Meter, setzte sich aber knapp vor die Norwegerin Opseth, die bei weniger Aufwind 124,5 Meter erreichte. Weltmeisterin Ema Klinec gelang eine Weite von 124 Meter, was ihr zur Halbzeit Rang drei und acht Punkte Rückstand auf die Spitze einbrachte. Für die Überraschung im ersten Sprung sorgte Julia Thikonova, die mit 122,5 Metern zumindest einigermaßen auf Tuchfühlung mit dem Top-Trio blieb. Jerneja Brecl und Irina Avvakumova konnten an ihre guten Trainingsweiten nicht ganz anknüpfen und lagen mit 117 bzw. 116,5 Metern bereits zur Halbzeit recht weit zurück.

Zäher zweiter Durchgang liefert Top-Weiten: Bogataj kontert gegen Opseth

Im zweiten Durchgang machte der Wind den Springerinnen noch mehr zu schaffen als im ohnehin schon schwierigen ersten Durchgang, weswegen auch ein wenig Geduld gefragt war. Durch den stärker werdenden Aufwind waren aber auch schon zeitiger Top-Weiten zu sehen, als man das erwarten hätte können. Im zweiten Zehnerblock sprang die Russin Kustova 126 Meter und wurde wenig später von der Finnin Rautionaho übertroffen, die auf 129 Meter segelte.

Für den ersten 130er sorgte wenig später die Slowenin Jerneja Brecl, die 122 Meter segelte. Der Sprung aufs Podest glückte ihr damit aber nicht mehr. Die Favoritinnen gaben sich keine Blöße und sorgten für eine hervorragende Flugshow. Mit 134,5 Meter konterte Ursa Bogataj den Angriff von Silje Opseth, die sogar einen halben Meter weiter sprang und gewann mit 227,1 Punkte souverän vor ihrer Konkurrentin (218,3 Punkte). Das Podest komplettierte Ema Klinec, die im Finale 127 Meter erzielen konnte und sich damit vor der genannten Brecl behaupten konnte.

Den fünften Platz belegte Irina Avvakumova vor der Finnin Rautionaho, die im Finale ordentlich aufholen konnte. Deutlich zurück ging es hingegen für Julia Tikhonova (8.), die mit 109 Meter sogar hinter ihrer Landsfrau Kustova (7.) zurückfiel. Die beste Polin des Tages war Kinga Rajda als Elfte, während die stärkste Chinesin Bing Dong Rang 13 belegte.

Deutsche und Österreichische Springerinnen sind bei den Wettbewerben in Chaikovsky nicht am Start. Morgen steht noch ein Mixed-Springen auf dem Programm.


Ergebnis Probe
Ergebnis Wettkampf
Gesamtstand SGP Damen

SGP Herren Sommer Grand Prix

Wenige Stunden nach den Damen sind nun auch die Herren in das Sommer-Grand-Prix-Wochenende von Chaikovsky gestartet. Für die Springer standen zunächst zwei Trainingsdurchgänge auf dem Programm. Die Qualifikation wurde hingegen aufgrund der geringen Teilnehmerzahl gestrichen und durch einen Prolog ersetzt.

Schon im ersten Trainingsdurchgang bestimmte der norwegische Gesamtweltcup-Sieger Halvor Egner Granerud das Geschehen. Der Norweger sprang 139,5 Meter und setzte sich damit klar gegen die beiden Russen Evgenyi Klimov (136 Meter) und Mikhail Nazarov (130 Meter) durch. Im zweiten Versuch setzte dann jedoch Klimov mit 144,5 Metern ein Ausrufezeichen. An diesen Kracher kam auch Granerud mit 137 Metern nicht mehr ganz heran. Den dritten Rang belegte Marius Lindvik mit einer Weite von 133,5 Metern.

Granerud behauptet sich vor Klimov

Im Prolog deutete demnach auch alles auf einen Zweikampf zwischen Klimov und Granerud an. Der Russe ging bereits mit Startnummer 5 ins Rennen und legte 137 Meter auf die Matte. Wie zu erwarten war, behielt er seine Führung für lange Zeit. Ganz zum Schluss kam dann aber doch der Gesamtweltcup-Gewinner des Vorjahres und konnte Klimov mit 133 Meter bezwingen. Ausschlaggebend war der Wind- und Gate-Faktor, der Granerud mit 130,3 Punkten gut drei Punkte vor seinen Rivalen brachte. Rang drei und vier belegten mit Johan-André Forfang (133 Meter) und Marius Lindvik (130 Meter) erwartungsgemäß zwei weitere Norweger.

Chinese Song sorgt für Sensation

Für die Überraschung des Tages sorgte aber der junge Chinese Qiwu Song. Nachdem schon bei den Damen zwei Chinesinnen unter den Top-10 landeten, brachten dem 20-Jährigen 130,5 Meter sensationell Platz fünf ein. Dabei profitierte er nicht mal sonderlich vom Wind, zumal konstant Aufwindbedingungen herrschten. Sehr achtbar verkaufte sich auch der Italiener Giovanni Bresadola, der mit 132,5 Metern den sechsten Platz belegte. Neben Cene Prevc (Slowenien), der achter wurde, landeten mit Trofimov (7.), Nazarov (9.) und Mankov (10.) drei weitere Russen in den Top-10. Nach dem Norweger Robin Petersen belegte ein japanisches Quartett, bestehend aus Hiroaki Watanabe, Rikuta Watanabe, Reruhi Shimizu und Daiki Ito die Plätze zwölf bis 15.

Ordentlich lief es auch für die US-Boys die in Person von Casey Larson und Decker Dean die Plätze 16 und 25 belegten. Ein wenig enttäuschend sind hingegen Rang 23 für Tkachenko, Rang 29 für Haare und Rang 31 für Polasek. Aufgrund der Tatsache, dass nur 36 Athleten mit dabei sind, haben trotzdem alle Teilnehmer ganz gute Aussichten, um am morgigen Samstag zumindest in die Punkte zu springen.

Ergebnis Training
Ergebnis Prolog