SGP Herren Sommer Grand Prix

Wo wird gesprungen?

Die vorletzte Sommer-Grand-Prix-Station der Herren im Sommer 2021 befindet sich in Hinzenbach, einer Gemeinde in Oberösterreich. Der Ort liegt nahe der Donau und mit ca. 25 km Entfernung nur unweit der Stadt Linz. Der Wettbewerb der Herren findet auf der HS-90-Meterschanze in der sogenannten Energie AG-Skisprung Arena des Vereins UVB Hinzenbach statt.

Die Energie AG-Skisprung Arena im Überblick:
Hillsize:90 m
K-Punkt:85 m
Schanzenrekord:96 m (Gregor Schlierenzauer, 27.09.15)
Baujahr:2010
Zuschauerkapazität: 18.000

Programm:

Freitag, 24.09.2021:
16:15 – Offizielles Training
18:30 – Qualifikation

Samstag, 25.09.2021:
14:30 – Probedurchgang
15:30 – Einzelwettbewerb

Deutschlandpokal DSV

Nur zwei Wochen nach dem Auftakt in Berchtesgaden stand am vergangenen Wochenende bereits die nächste Station des Deutschlandpokals in Oberhof auf dem Programm. Auch auf der Großschanze sollte gesprungen werden – doch der Wind machte den Sportlern einen Strich durch die Rechnung.

Nach nahezu idealen Bedingungen beim freien Training am Freitag musste der vom WSV 08 Lauscha veranstaltete Wettkampf am Samstagvormittag kurz nach Beginn schon wieder beendet und auf die Normalschanze verlegt werden. Dort ging es dann am Nachmittag weiter, als ohnehin der Wettbewerb für die Damen auf der K90 vorgesehen war.

Justus Grundmann siegreich und vor Karriereende

Vor den Augen einiger Zuschauer im Kanzlersgrund – darunter viele Eltern der Nachwuchsathleten, die aufgrund des coronabedingten Zuschauerverbots im Winter erstmals seit langer Zeit wieder live vor Ort mit dabei waren – entwickelten sich spannende Wettkämpfe. In der Herrenklasse konnte sich an beiden Tagen Justus Grundmann vom SC Steinbach-Hallenberg durchsetzen, dem auch der einzige Sprung über 100 Meter gelang. In Abwesenheit der Sportler aus dem C-Kader, die sich bei anderen Wettkämpfen und einem Lehrgang in Kandersteg befanden, belegten Quirin Modricker und Lennart Weigel sowohl am Samstag als auch am Sonntag die Plätze zwei und drei.

Ein Doppelsieg mit bitterem Beigeschmack: Justus Grundmann beendet im Alter von nur 18 Jahren seine Karriere und wird voraussichtlich bei der Deutschen Meisterschaft, die ebenfalls in Oberhof stattfindet, seine letzten Wettkämpfe bestreiten. „Es gibt verschiedene Gründe, die mich zu der Entscheidung gebracht haben“, so Grundmann. Neben fehlender Motivation waren für ihn auch das sportliche Umfeld und fehlende Perspektiven, Sport und Beruf nach dem Schulabschluss zu vereinbaren, ausschlaggebend. Der Deutsche Skiverband muss damit den Abgang eines weiteren vielversprechenden Talents verkraften.

Doppelsiege auch in der J16 und J17

In der mit 17 Springern teilnehmerstärksten Altersklasse der Jahrgänge 2004 und 2005 gingen beide Tagessiege an Lukas Nellenschulte vom SK Winterberg, der jeweils Julian Fussi und Alexander Angerer auf die Plätze zwei und drei verwies. Angerer gelang der Sprung aufs Podest am Sonntag trotz eines Sturzes im ersten Durchgang. Nellenschulte freute sich über seine ersten Siegerpokale in der J17: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Wochenende. Die Sprünge werden jetzt bei den Wettkämpfen immer besser. Besser kann es für mich aktuell gar nicht laufen.“ Auch in der J16 war ein Springer an beiden Tagen erfolgreich: Max Unglaube vom WSV Bad Freienwalde, der seit diesem Schuljahr am Stützpunkt in Oberstdorf trainiert, gewann vor dem aus der nordischen Kombination gewechselten Lasse Deimel. Am Sonntag komplettierte Alex Reiter als Dritter das Podest, am Sonntag Björn Kupke.

Kombiniererinnen gewinnen bei den Damen

Bei den Skispringerinnen setzten sich sowohl in der Damenklasse als auch in der J17 nordische Kombiniererinnen durch. Aufgrund verschiedener Verletzungssorgen und dadurch fehlenden Trainingsmöglichkeiten in den letzten Wochen hatte sich Bundestrainer Klaus Edelmann für die Teilnahme am Skisprung-Deutschlandpokal entschieden. Bei den Damen gewann am Samstag Maria Gerboth vor Maike Tyralla und Emilia Görlich, am Sonntag holte sich Görlich den Sieg vor Gerboth und Ronja Drax. In der J17 lautete die Rangfolge an beiden Tagen Cindy Haasch vor Klara Lebelt und Alvine Holz. Bei den gerade einmal drei Skispringerinnen des Jahrgangs 2006 waren jeweils einmal Amelie Neumann und Nadine Färber siegreich, Lara Günther belegte Platz drei.

Der nächste Deutschlandpokal findet im Rahmen der Deutschen Meisterschaft am 23. und 24. Oktober in Oberhof statt.

Offizielles Ergebnis:

Samstag Herren | Sonntag Herren | Samstag Damen | Sonntag Damen

ÖSV Weltcup Weltcup Herren

Was viele in den vergangenen Wochen und Monaten bereits vermutet hatten, ist nun offiziell bestätigt wurden. Einer der erfolgreichsten (österreichischen) Skispringer aller Zeiten beendet seine Karriere.

Nach seiner Teilruptur am vorderen linken Kreuzband, die er sich während eines Trainingssprungs beim Continentalcup in Brotterode im Februar zugezogen hatte, wurde es länger ruhig um den 31-Jährigen. In den vergangenen Monaten bekamen Follower seiner Social Media Kanäle hauptsächlich Urlaubsfotos zu Gesicht. Von Training oder Schanzensprüngen keine Spur.

Am Dienstag bestätigte sowohl der Österreichische Skiverband (ÖSV) als auch Schlierenzauer selbst sein Karriereende. Nach insgesamt 15 Jahren im Weltcup verabschiedet er sich damit aus dem aktiven Skisprunggeschehen. 

„Die letzten Monate waren für mich herausfordernd. In positiver Hinsicht. Durch die Verletzungspause, hatte ich ausreichend Zeit und den nötigen Abstand, um Vergangenes aufzuarbeiten und zu schauen, wo ich jetzt stehe. Meine aktive Karriere zu beenden ist mir nach all dem, was ich als Spitzensportler erleben durfte, nicht leicht gefallen – aber die Entscheidung fühlt sich ebenso wie der Zeitpunkt richtig an“, so Schlierenzauer. „Ich weiß auch die Unterstützung meiner Trainer und Partner, die mir buchstäblich Flügel verliehen haben, sehr zu schätzen. Sie haben mich geformt, gepusht und aufgefangen, aber niemals verbogen. Ein Dankeschön gilt auch dem Österreichischem Skiverband und dem Olympiazentrum Tirol, all den Betreuern, Ärzten, meinen Team-Kollegen und den vielen inspirierenden Menschen, die ich auf und abseits der Schanzen kennenlernen durfte“, schreibt Schlierenzauer auf seinem Blog.

Weltcup-Rekordhalter, Gesamtweltcup-Sieger, Vierschanzentournee-Sieger, …

Wir blicken zurück auf eine erfolgreiche Karriere, mit der Gregor Schlierenzauer bereits im Alter von 16 Jahren im Weltcup begann. Auf sein Konto gehen insgesamt 53 Einzelsiege (aktueller Rekord) sowie 17 Siege mit dem ÖSV-Team im Weltcup. Den Gesamtweltcup gewann der ÖSV-Skispringer erstmals in der Saison 2008/09 (im Alter von 19 Jahren) und ein weiteres Mal 2012/13. In beiden Wintern und zusätzlich in der Saison 2010/11 gewann er zudem auch die Skiflug-Gesamtwertung. 

Den begehrten goldenen Adler der Vierschanzentournee gewann der aus Fulpmes stammende Österreicher zweimal – im Winter 2011/12 sowie in der darauffolgenden Saison. Im Jahr 2008 konnte Schlierenzauer sogar die Gesamtwertung des Sommer-Grand-Prix einmal für sich entscheiden. 

Bei Großereignissen sammelte der Athlet des SV Innsbruck-Bergisel eine Gold- (Team, Vancouver 2010), zwei Bronze- (Normal- und Großschanze, Vancouver 2010) und eine Silbermedaille (Team, Sotschi 2014) bei Olympischen Winterspielen. Im Rahmen von Nordischen Ski Weltmeisterschaften wurde er Weltmeister von der Großschanze (Oslo 2011) und zudem fünfmal Weltmeister mit dem Team. In Oberstdorf 2008 sicherte er sich den Titel als Skiflug-Weltmeister, den er auch mit dem Team noch weitere dreimal gewinnen konnte (2008, 2010, 2012). 

Nach Kreuzbandriss folgen erfolglose Jahre

Im März 2016 zog sich Gregor Schlierenzauer bei einer privaten Reise beim Skifahren in Kanada einen Kreuzbandriss zu und fiel danach mehrere Monate aus. Zwar erzielte er danach immer noch gelegentlich einzelne gute Platzierungen und einen Sieg mit dem Team, aber auch nach immer wieder kleineren Pausen kehrte er nie dauerhaft an die Weltspitze zurück. 

Knapp drei Jahre später, im Mai 2019, wurde bekannt, dass Schlierenzauer künftig wieder mit Ex-DSV-Bundestrainer Werner Schuster zusammenarbeiten wird. Zu einem besonderen Aufschwung verhalf ihm jedoch auch diese Entscheidung nicht. Im vergangenen Winter lief es ebenfalls alles andere als nach Plan: Erst eine Infektion mit dem Coronavirus Ende November 2020, dann eine leichte Steigerung Anfang 2021 und das bittere frühzeitige Aus der Saison in Brotterode. Nach der Saison 2020/21 entschied sich der ÖSV sogar dazu, Gregor Schlierenzauer keinem Kader mehr zuzuordnen. Diese Entscheidung dürfte der Startschuss für ein mögliches Karriereende gewesen sein.

Die besten Worte fand abschließend Mario Stecher, Sportlicher Leiter Ski Nordisch im Österreichischen Skiverband: „Gregor hat fürs Skispringen Großartiges geleistet. Seine außergewöhnliche Karriere ist gespickt mit Superlativen. Er hat im Grunde alles erreicht, was es zu erreichen gibt, fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt, und es ist auch ihm zu verdanken, dass der Sport heute da steht, wo er ist. Er hat über viele Jahre tausende Fans begeistert und war ein Vorbild für den Nachwuchs. Seitens des ÖSV wünschen wir Gregor, dass er sein Privatleben genießen kann und dass er auch die nötige Ruhe abseits des Spitzensports findet. Er wird immer ein gern gesehener Gast bei uns bleiben.“

Quelle: ÖSV / gregorschlierenzauer.at

FIS Cup

Wie die Norweger beim Continentalcup in Oslo, sicherte sich Janni Reisanauer an diesem Wochenende zwei Heimsiege im Rahmen des FIS-Cup im österreichischen Villach. Am Sonntag gelang der Alpenrepublik sogar ein Dreifacherfolg, der schon am Samstag nur durch einen Slowenen verhindert werden konnte. Bei den Damen gab es sowohl eine Siegerin aus Slowenien als auch eine italienische Gewinnerin.

Janni Reisenauer, der Mann des Wochenendes in Villach. Am Samstag teilte er sich das Podium mit Teamkollege Thomas Lackner, der sich Rang drei sicherte. Verhindert werden konnte ein Dreifacherfolg des ÖSV-Teams nur durch den Slowenen Maksim Bartolj. Denn auch Elias Medwed und Andre Fussenegger landeten nur knapp hinter dem Podium auf vier und fünf. Einen Tag später waren die österreichischen Herren nicht mehr zu stoppen und sicherten sich die ersten vier Platzierungen des Tableaus. Hinter Reisenauer komplettierten am Sonntag Francisco Mörth und Thomas Diethart das Podest. Clemens Leitner unterstrich ein erneut starkes Mannschaftsergebnis auf Rang vier.

Aus deutscher Sicht verlief das Wochenende im FIS-Cup zwar zufriedenstellender als im Continentalcup, dennoch bleiben Top-Platzierungen und eine positive Entwicklung weiter aus. Besonders von Luca Roth, Kilian Märkl und Adrian Sell dürfte auch im FIS-Cup deutlich mehr zu erwarten sein. Bei Luca Roth geht es mit zwei 10. Plätzen zumindest in die richtige Richtung, während Kilian Märkl (48./34.) und Adrian Sell (28./35.) selbst auf FIS-Cup-Niveau keinen Anschluss finden. Ganz gut lief es für Felix Hoffmann, der auf Platz 14 und 5 einkam. Für Eric Fuchs (23./54.), Cedrik Weigel (36./49.), Simon Steinbeisser (37./31.), Marinus Kraus (39./41.) und Philipp Fries (74./72.) wollte es an diesem Wochenende ebenfalls nicht rund laufen.

Offizielles Resultat Herren – Samstag
Offizielles Resultat Herren – Sonntag
Gesamtstand FIS-Cup Herren 2021

Nika Prevc und Lara Malsiner gewinnen bei den Damen

Für die Damen sind es die beiden letzten Sommer-Bewerbe auf Matten. Am Samstag siegte Nika Prevc (SLO) vor der Tagessiegerin des zweiten Wettkampftages, Lara Malsiner (ITA). Rang drei sicherte sich die Slowenin Jerneja Repinc Zupancic. An Tag zwei in Villacher Alpenarena landeten Qingyue Peng (CHN) und Klara Ulrichova (CZE) auf zwei und drei hinter Malsiner. Die Vortages-Siegerin wurde Siebte. Eine Debütantin gab es an diesem Wochenende mit Alina Buechel, die für Liechtenstein an den Start geht. Als 30. am Samstag sammelte die 17-Jährige zum ersten Mal Punkte im FIS-Cup.

Aus dem deutschem Team rangierte sich Pia Lilian Kübler als beste Athletin auf einem guten fünften und sechsten Platz ein. Lia Böhme (14./16.) und Josephin Laue (23./15.) erreichten ebenfalls an beiden Tagen die Punkteränge. Anna-Fay Scharfenberg sammelte lediglich am Sonntag Punkte (14.) – am Samstag wurde sie nach Durchgang eins disqualifiziert.

Für die Damen werden die nächsten Wettbewerbe im Rahmen des FIS-Cup bereits auf Schnee stattfinden, am 13. und 14. November in Falun (SWE).

Offizielles Resultat Damen – Samstag
Offizielles Resultat Damen – Sonntag
Gesamtstand FIS-Cup Damen 2021

Quelle: FIS

COC Herren Continental Cup

Wie schon am gestrigen Tag siegt ein norwegischer Springer beim Continentalcup in Oslo. Wo es gestern noch Andreas Granerud Buskum war, ist es heute Fredrik Villumstad. Für das DSV-Team lief der zweite Wettbewerb auf dem Midtstubakken alles andere als gut.

Der 22 Jahre junge Skispringer konnte sich im zweiten Durchgang mit einem Sprung auf 104,5 Meter vom vierten auf den ersten Platz nach vorne kämpfen (237,2 Punkte). Auf Rang zwei folgt mit Manuel Fettner ein Springer aus dem Team des ÖSV (233,9 P.). Fettner lag nach dem ersten Sprung nur auf dem achten Rang, doch mit einem starken zweiten Sprung auf 101 Meter konnte er sich noch nach vorne kämpfen. Komplettiert wird das Podium von dem Polen Jakub Wolny (231,1 P.).

Polen, Norweger und Österreicher machen Top-10 unter sich aus

Auf dem vierten Rang folgt Daniel-André Tande. Er hat nach seinem schweren Sturz beim Weltcup-Finale in Planica an diesem Wochenende sein Comeback in einem internationalen Wettkampf gegeben. Mit dem heutigen vierten Platz und dem gestrigen neunten ist ihm dieses mehr als gelungen. Hinter dem Norweger folgen Stefan Hula aus Polen und Mika Schwann aus Österreich. Die Ränge sieben und acht gehen am heutigen Tag an zwei Norweger. Anders Fannemel sichtert sich Platz sieben vor seinem Landsmann Benjamin Oestvold. Komplettiert werden die Top-10 durch Daniel Tschofenig (Österreich) und Klemens Muranka (Polen).

Deutsches Team enttäuscht: Nur Freitag im Finale

Aus dem deutschen Team konnte am heutigen Tag kein einziger Springer überzeugen. Von den sieben angereisten Springern schaffte es lediglich Richard Freitag in den zweiten Wertungsdurchgang. David Siegel, Justin Lisso, Ben Bayer, Moritz Baer, Claudio Haas und Luca Geyer schieden auf den Rängen 31, 33, 35, 37, 38 und 42 bereits nach dem ersten Sprung aus. Richard Freitag konnte im zweiten Durchgang seinen 21. Platz, auf dem er nach dem ersten gelegen hatte, nicht halten und rutschte nach schwachen 90 Metern sogar noch auf Platz 27 zurück.

In der kommenden Woche (25./26.09.) geht es weiter mit den beiden letzten COC-Bewerben der Herren im Sommer 2021 im sächsischen Klingenthal.

Offizielle Ergebnisliste
Gesamtstand COC Herren

Quelle: FIS

COC Damen Continental Cup

Zwei Siege für Katharina Althaus in den beiden letzten COC-Bewerben des Sommers für die Damen. Auch im zweiten Wettbewerb auf dem Midtstubakken dominierte das deutsche Damen-Nationalteam die Spitzenplätze beim Continentalcup in Oslo. Mit einem noch größeren Vorsprung als am Samstag überflügelte Katharina Althaus die Konkurrenz sowie ihre eigenen Teamkolleginnen.

Während die gesamte Konkurrenz, einschließlich ihrer Teamkollegen, aus Gate 23 angefahren war, startete Katharina Althaus in beiden Durchgängen ganze fünf Anlaufluken tiefer und setzte damit dennoch die weitesten Sprünge auf 104 und 103,5 Meter und stellte ihre athletische Stärke unter Beweis. Mithilfe der Pluspunkte aufgrund der Anlaufverkürzung hatte sie damit erneut einen Monstervorsprung von 54,4 Punkten (278,8 P.) auf Mannschaftskollegin Pauline Hessler (224,4 P.), die sich mit 103,5 und 99 Metern auch am Sonntag Platz zwei sicherte.

„Es war wie gestern ein guter Wettkampf für mich. Ich bin sehr glücklich und es ist toll, wieder mit einer Teamkollegin auf dem Podium zu stehen. Das ist ein gutes Gefühl für mich und unser Team. Ich freue mich jetzt auf den Winter und hoffe, dass ich dort genauso gute Sprünge zeigen kann“, so Althaus gegenüber Hopplandslaget.

Einen starken Wettbewerb lieferte am Sonntag Hannah Wiegele ab. Mit ihrem starken Sprung auf 101 Meter im Finaldurchgang sicherte sich die Österreicherin (219,3 P.) Rang drei. Jenny Rautionaho (217,9 P.), die zur Halbzeit noch auf Podestkurs lag, musste sich der ÖSV-Konurrentin nur knapp geschlagen geben und ging mit Platz vier am Ende leer aus.

Top-Ten-Zusammensetzung ähnlich wie am Vortag

Juliane Seyfarth und Anna Rupprecht folgen auf den Plätzen fünf und sechs und sichern dem DSV-Team ein mannschaftlich starkes Resultat. Selina Freitag und Luisa Görlich verpassten die Top-Ten als 11. und 12. Die Namen der besten Athleten im letzten Bewerb der Damen des Sommers sind jedoch ähnlich wie am Vortag. Die Russin Anna Shpyneva und Frida Westman aus Schweden reihten sich auf den Plätzen sieben und acht ein. Hinzu kamen am Sonntag Ksenia Kablukova (RUS) auf Platz neun sowie Kamila Karpiel (POL) als Zehnte.

Frida Berger lieferte als 21. am Sonntag die besten Leistungen für das heimische norwegische Team ab. Für die noch jungen und größtenteils unerfahrenen Athletinnen ist ein Auftritt zu fünft im Finaldurchgang jedoch bereits ein Erfolg. Die Führende der Gesamtwertung – Julia Mühlbacher – war an diesem Wochenende mit einer heftigen Erkältung am Start und landete am Sonntag nur auf dem 20. Platz.

Offizielles Resultat

Julia Mühlbacher und Hannah Wiegele gewinnen COC-Gesamtwertung

Die beiden ÖSV-Athletinnen Julia Mühlbacher und Hannah Wiegele landen nach insgesamt sechs Wettbewerben im Sommer 2021 beide punktgleich mit 230 Punkten an der Spitze. Es folgt auf Rang drei die Chinesin Bing Dong mit 207 Punkten. Nach nur zwei Teilnahmen an diesem Wochenende, landet Katharina Althaus als beste Deutsche auf dem sechsten Platz (200 P.).

PlatzNameNationPunkteRückstandTeilnahmen
1TORAZZA EmelyDeutschland44706
2ARNET SinaSchweiz236-2116
3KREUZER ChiaraÖsterreich231-2166
4DUSCHEK Kim AmyDeutschland202-2454
5SCHMID KatharinaDeutschland200-2472
6KUEBLER Pia LilianDeutschland180-2676
6OPSETH SiljeNorwegen180-2672
8GRAESLI KjerstiNorwegen175-2726
9WADSAK MeghannÖsterreich168-2794
10TWARDOSZ AnnaPolen150-2972
11TRAASERUD Heidi DyhreNorwegen140-3072
12JURGEC LucijaSlowenien138-3094
13ERZAR TinaSlowenien130-3172
14JOHNSON JosieUSA129-3184
15WIEGELE HannahÖsterreich125-3228
16LIU QiChina120-3272
17SCHARFENBERG Anna-FayDeutschland113-3344
18ANDRIC ZivaSlowenien110-3376
18HOLLANDT AnnaDeutschland110-3372
20KOSNJEK AjdaSlowenien107-3404
21KINDLIMANN ReaSchweiz106-3416
22SEYFARTH JulianeDeutschland105-3422
23POKORNY SaraÖsterreich102-3456
24BOEHME LiaDeutschland95-3524
25HIRVONEN HetaFinnland86-3612
25HOLZ AlvineDeutschland86-3612
27MIDTSUNDSTAD NoraNorwegen81-3664
27DONG BingChina81-3662
29FREITAG SelinaDeutschland80-3672
30INDRACKOVA KarolinaTschechien76-3712
30ZANITZER MartinaItalien76-3712
32THURE OosaFinnland68-3794
33MALSINER JessicaItalien67-3804
34KOSIR TajaSlowenien60-3872
35HŁUCHOWA ŻannaUkraine58-3894
35WENG YangningChina58-3892
37KREIBICH JulinaDeutschland55-3924
38KOVACIC MajaSlowenien54-3934
39MOHARITSCH VanessaÖsterreich46-4016
40MATTILA SofiaFinnland42-4052
41BUFF SimoneSchweiz41-4066
41KAPUSTIKOVA Kira MariaSlowakei41-4064
43KOMAR KatraSlowenien40-4072
43IWASAKI RikoJapan40-4072
45SELBEKK Mathilde AarvaNorwegen39-4084
46ZHOU ShiyuChina37-4102
47KOTHBAUER SophieÖsterreich33-4144
47GRAESLI IngridNorwegen33-4143
49SAKAMOTO KikkaJapan32-4152
49PAN YutongChina32-4152
51SŁOWIK NataliaPolen31-4162
52HASSRICK EstellaUSA30-4176
52BEŁTOWSKA PolaPolen30-4172
54KOMAR TinkaraSlowenien29-4182
55SHI WanqiuChina28-4192
56WANG LiangyaoChina27-4202
57SPROCH SandraUSA26-4214
58PENG QingyueChina25-4222
59SZYSZKINA WieronikaKasachstan24-4234
60PYŁYPCZUK TetianaUkraine23-4244
60MESIKOVA TamaraSlowakei23-4242
60KONDERLA NicolePolen23-4242
60VIDGREN EmiliaFinnland23-4242
64TRITSCHER LuiseÖsterreich22-4255
64ZENG PingChina22-4252
66VUERICH NoeliaItalien20-4272
67SWIRIDIENKO AlonaKasachstan18-4294
68TANG JiahongChina15-4322
69FOLEA Delia AnamariaRumänien14-4334
70HINOMORI KohakuJapan9-4382
70FORSBERG JennySchweden9-4382
70BERGER FridaNorwegen9-4382
73ONUFRAK MarianaUkraine6-4412
74GORUNOWA AnastasijaKasachstan5-4424
74SAITO YuJapan5-4422
76SEDOWA AlissaKasachstan3-4444
76ILCZUK DarynaUkraine3-4442
78RULEWA WiktorijaKasachstan2-4454
78SATO HinataJapan2-4452
78SAKURAI HanaJapan2-4452
81AVRAM LarisaSchweden1-4462
81ZHAO MeiqiChina1-4462
81MARCATO AsiaItalien1-4462

Quelle: FIS, Hopplandslaget

COC Herren Continental Cup

Nach dem deutschen Dreifach-Erfolg der Damen am Mittag bleibt ein annähend ähnlich gutes Ergebnis bei den deutschen Herren leider aus. Dafür liefern sich die Teams aus Österreich und Norwegen einen spannenden Kampf um die vorderen Platzierungen. Den Sieg sichert sich mit Andreas Granerud Buskum einer der Lokalmatadoren.

Andreas Granerud Buskum (237,9 P.) setzt sich im Finale gegen den Halbzeit-Führenden ÖSV-Athlet Manuel Fettner mit hauchdünnen 0,3 Punkten durch und sichert sich so den Heimsieg in Oslo. Platz zwei und drei gehört dennoch Österreich: Manuel Fettner (237,6 P.) und Timon-Pascal Kahofer (234,9 P.) reihen sich knapp hinter dem Norweger ein.

Gelungenes Comeback für Daniel-André Tande

Nach seinem schweren Sturz beim Weltcup-Finale in Planica Ende März ist Daniel-André Tande an diesem Wochenende erstmals wieder in einem internationalen Wettbewerb zu sehen. Nicht nur darf er sein Comeback in der Heimat Norwegen feiern, sondern sich mit konstanten 99,0 und 99,5 Metern auch über einen gelungenen neunten Platz freuen. Ein guter Start nach monatelanger Wettkampfpause für den 27-Jährigen.

Rok Masle sprängt Norwegen und Österreich in den Top-Ten

Doch auch für die norwegischen Teamkollegen Fredrik Villumstad (4.), Bendik Jakobsen Heggli (5.), Joacim Oeadegaard Bjoereng (12.) und Benjamin Oeatvold (13.) läuft der erste Wettkampftag auf der Midtstuen-Heimschanze nicht ganz schlecht. Das norwegische Team ist damit beim ersten Heimauftritt mit acht Athleten in den Punkterängen vertreten, darunter vier in den besten Zehn. Weitere fünf der Top-Ten-Plätze belegte Österreich – mit Daniel Tschofenig (6.), David Haagen (7.) und Mika Schwann (8.). Einzig der Slowene Rok Masle verhindert eine Zwei-Nationen-Verteilung der ersten zehn Ränge und ergattern den 10. Platz.

DSV-Team weiter durchwachsen: Richard Freitag nur 24.

Für das deutsche Team läuft es im ersten Wettbewerb des Wochenendes zwar besser als noch vor einer Woche ein Bischofshofen, die Ergebnisse sind dennoch weiterhin unbeständig. Justin Lisso landet als bester von insgesamt sieben Startern auf Rang 18. David Siegel (20.), Moritz Bär (23.) und Richard Freitag (24.) sind ebenfalls im Finaldurchgang vertreten, der große Sprung nach ganz vorne bleibt jedoch für alle aus. Verbessern kann sich mit seinem zweiten Sprung lediglich David Siegel, der sich noch zwei Plätze nach vorne schiebt. Claudio Haas (33.) und Luca Geyer (34.) scheiden mit engen Punktabständen nach dem ersten Durchgang knapp aus. Auch der erst 17-jährige Ben Bayer (42.) schafft den Sprung ins Finale nicht.

Offizielles Resultat Herren
Gesamtstand COC Herren

COC Damen Continental Cup

Während die Herren auch am vergangenen Wochenende zwei Wettbewerbe im Rahmen des Continentalcups in Bischofshofen (AUT) bestritten haben, geht es nach einer Pause nun auch für die Damen weiter. Mit am Start auch die deutsche Damen-Nationalmannschaft, die für ein anstehendes Trainingslager nach Norwegen gereist ist und zugleich an den COC-Wettbewerben teilnimmt.

Für die DSV-Damen hat sich die Reise in Norwegen’s Hauptstadt Oslo schon jetzt gelohnt: Mit drei Damen auf dem Podium am Samstag gelang ihnen der perfekte Start ins Wochenende. Gesprungen wird an diesem Wochenende jedoch nicht auf dem Holmenkollen, sondern auf der Midtstuen-Anlage, der HS106-Normalschanze. Mit einem herausragenden Sprung auf 107,5 Meter setzte sich Katharina Althaus bereits im ersten Durchgang an die Spitze des Feldes und war damit die einzige von 40 Starterinnen, der es gelang die HS-Linie zu überspringen. Bereits zur Hälfte des Wettbewerbes führte die Oberstdorferin mit 14,5 Punkten Vorsprung vor Hessler.

Sieg mit knapp 54 Punkten Vorsprung

Mit ihrem zweiten Sprung auf 105,5 Meter gewinnt Katharina Althaus (259,5 P.) mit unglaublichen 53,8 Punkten vor der zweitplatzierten Pauline Hessler (205,7 P.; 97,5 m – 90,0 m). Juliane Seyfarth komplettierte das starke DSV-Podium auf Rang drei (204,1 P.; 94,5 m – 92,0 m). In beiden Durchgängen startete Althaus zudem mit zwei Gates weniger Anlauf als ihre Konkurrentinnen.

Auch die vier folgenden Athletinnen lieferten einen starken Wettbewerb. Auf Rang vier landete die Finnin Jenny Rautionaho, gefolgt von Frida Westman aus Schweden. ÖSV-Athletin Hannah Wiegele hielt sich als Vierte nach dem ersten Durchgang noch stark im Rennen und landete schließlich auf einem guten sechsten Platz. Dahinter folgte mit Anna Shpyneva eine Vertreterin aus Russland.

Neben den drei deutschen Damen auf dem Podium reihten sich auch Anna Rupprecht (8.) und Selina Freitag (9.) in den Punkterängen der besten Zehn ein. Einzig Luisa Görlich verpasste die Top-Ten als 12. nur knapp.

Lokalmatadorinnen verpassen Top-Platzierung

Die norwegischen Damen haben am Samstag eine Platzierung im vorderen Feld verpasst. Als beste Starterin aus dem norwegischen Team präsentierte sich Karoline Roestad als 18. Ihre Teamkolleginnen Frida Berger (20.), Heidi Dyhre Traaserud (23.), Karoline Skatvedt (24.), Ingrid Hordvik Kleven (25.) und Marie Liane (28.) konnten nur wenige Punkte ergattern. Für die noch jungen Athletinnen im norwegischen Team dennoch gute Resultate und vor allem die ersten COC-Punkte überhaupt.

Die Herren folgen mit dem ersten Wettbewerb am Nachmittag – 1. Durchgang ab 16.00 Uhr. Ein Livestream (auf Englisch) kann über den Norwegischen Skiverband verfolgt werden.

Offizielles Resultat Damen

Vierschanzentournee

Der Vierschanzentournee-Veranstalter erstrahlt zum 70-jährigen Jubiläum der Vierschanzentournee in einem neuem Design. Vor Beginn der neuen Wintersaison unterzogen sie sich einem kompletten Rebranding.

Anlässlich ihrer 70. Auflage präsentiert sich die Vierschanzentournee in einem neuen und frischen Design. Die Traditions-Veranstaltung geht zum Jubiläum im Winter 2021/22 mit einem neuen Markenauftritt an den Start. Entwickelt wurde das neue Tourneelogo, das Set-Design der vier Veranstaltungsorte sowie sämtliche Kommunikationsmittel von ihrem Vermarktungspartner Infront Austria.

„Mit dem neuen Corporate Design untermauern wir einmal mehr unseren Führungsanspruch im Wintersport und stärken die Marke Vierschanzentournee“, sagt Tourneepräsident Dr. Peter Kruijer aus Oberstdorf. Im neuen Tourneelogo dominiert nun nicht mehr die „Vier“, sondern es steht die „Vierschanzentournee“ als Wortmarke im Vordergrund. Für Oberstdorf, Garmisch-Partenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen fallen zudem die bisherigen Ortsafrben weg. Ersetzt werden diese durch ein einheitliches Blau, welches für Kraft, aber auch für den Wintersport steht. „Dem Marken- und Grafikteam von Infront Austria ist beim Rebranding wirklich Großartiges gelungen. Wir sind stolz, dass wir mit dem neuen modernen Auftritt ins Jubiläum 70 Jahre Vierschanzentournee gehen können“, so Kruijer weiter.

Michael Witta, Vice President Marketing Sales & Services bei Infront sagt: „Wir freuen uns und sind stolz darauf, dass wir zum zweiten Mal einen neuen Markenauftritt der Vierschanzentournee entwickeln konnten. Durch unseren umfassenden und ganzheitlichen Ansatz haben wir erneut eine starke Marken- und Kommunikationsplattform geschaffen, welche die Attraktivität der Veranstaltung insgesamt weiter erhöht und den Erfolg der damit verbundenen Marketingmaßnahmen unserer Sponsoren steigert.“

Bereits das bisherige Logo war von Infront Austria als Vermarktungspartner der Vierschanzentournee entworfen worden und hatte das Erscheinungsbild der Veranstaltung seit der Skisprungsaison 2011/12 maßgeblich geprägt.

Foto/Logo: Infront Austria/Vierschanzentournee

Quelle: Pressestelle Vierschanzentournee

Fachwissen Sonstiges

Sepp Heumann vom WSV Oberaudorf hatte eine exzellente Idee. Nach dem Umbau der Schanze in Oberstdorf hatte er die Gelegenheit, eine gebrauchte Anlaufspur zu übernehmen. Diese Spur wurde in Oberaudorf neben den anderen Schanzen installiert. Da die Anlage über keinen Schanzentisch verfügt, eignet sie sich perfekt für tribologische und biomechanische Analysen. Diese Kombination war der Mittelpunkt einer Messkampagne des Teams Snowstorm im Sommer 2019. Mittels Videoanalyse, Messung der Druckverteilung im Sprungstiefel und der Bestimmung der Gleitzeit konnten Aussagen zum Einfluss der Körperhaltung auf die Anfahrtsgeschwindigkeit getroffen werden. Die Details findet Ihr im neuen Artikel von Gliding.

Das Team Snowstorm bedankt sich beim WSV Oberaudorf für die Bereitstellung der Anlage sowie bei Sepp und Lucas Heumann für die professionelle Unterstützung. Ein weiterer Dank geht an Simi Reality Motion Systems für die Videoauswertung und an den OSP München für die kritische Beobachtung unserer Messungen!

Link zum vollständigen Artikel bei Gliding