Weltcup Herren

Heute steht im polnischen Zakopane ein Teamspringen auf dem Programm. Für die deutsche Mannschaft gehen Severin Freund, Pius Paschke, Karl Geiger und Markus Eisenbichler an den Start.

Besonders stark präsentierten sich im Probedurchgang die Österreicher. Mit Michael Hayböck und Daniel Huber lagen gleich zwei ÖSV-Adler ganz vorne. Knapp dahinter folgten die Polen, die auf ihrer Heimschanze – wenn auch ohne das gewohnt lautstarke Publikum – durchweg überzeugen konnten. Als deren Bester zeigte Piotr Zyla einen Sprung auf 124 Meter. Markus Eisenbichler scheint ebenfalls weiterhin sehr gut mit der Schanze zurechtzukommen und belegte mit 130,5 Meter Platz 3 in der Einzelwertung des Probedurchgangs.

Enges Rennen um das Podest zeichnet sich ab

Deutschland, Norwegen und Slowenien trennen jedoch nur wenige Punkte, alle wollen im Wettkampf ab 16:15 Uhr den Sprung auf das Podest schaffen. Neun Mannschaften nehmen am heutigen Wettbewerb teil, eine Nation scheidet also nach dem ersten Durchgang aus.

Ergebnis des Probedurchgangs:

  1. Österreich (210,3 Punkte)
  2. Polen (206,5)
  3. Deutschland (183,7)
  4. Norwegen (181,3)
  5. Slowenien (179,8)
  6. Japan (142,6)
  7. Finnland (141,7)
  8. Italien (93,8)
  9. Schweiz (77,0)

Offizielle Ergebnisliste Probedurchgang

Weltcup Herren

Nach einer kurzen Pause nach der Vierschanzentournee und dem Weltcup in Titisee-Neustadt geht es weiter in Zakopane. Yukiya Sato (139,8 P.) bestätigt seine starke Trainingsleistung und gewinnt die Qualifikation für den Einzelwettbewerb am Sonntag.

Zweiter wird Markus Eisenbichler (137 P.), der mit 132 Metern bester Deutscher wird. Andrzej Stekala (135,8 P.) wird Dritter und damit bester Pole in der Qualifikation.

Alles DSV-Adler für Sonntag qualifiziert

Constantin Schmid und Martin Hamann lassen noch einige Meter liegen, sind aber beide als 36. und 37. qualifiziert. Severin Freund landet mit einem soliden Sprung etwas weiter vorne und empfiehlst sich als vierter Mann für das Teamspringen am Samstag auf Rang 21. Pius Paschke, der zuvor ein starkes Training absolvierte, ließ ein paar Meter liegen und reihte sich vier Plätze vor Freund ein. Karl Geiger erwischt noch keinen optimalen Sprung und wird 30. in der Qualifikation.

Im Teamwettbewerb am Samstag werden für den DSV Severin Freund, Pius Paschke, Karl Geiger und Markus Eisenbichler an den Start gehen (Zeitplan & Übersicht Zakopane).

Slowenen mannschaftlich stark, auch Finnen gut dabei

Das slowenische Team landet mit insgesamt fünf Athleten in den Top-20. Als bester Slowene landetet Cene Prevc auf Rang sechs. Tilen Bartol als 8. sowie Anze Lanisek, Domen Prevc und Ziga Jelar schaffen ebenfalls den Sprung in die besten Zwanzig. Einzig Peter Prevc und Bor Pavlovcic fallen mit schwächeren Sprüngen zurück.

Die beiden Finnen Antti Aalto und Niko Kytosaho zeigen mit 137 und 135,5 Metern Top-Weiten und rangieren sich auf starken 5. und 8. Plätzen ein. Ihre beiden Teamkollegen Maatta und Nousiainen sind ebenfalls qualifiziert, landen aber weiter hinten im Feld.

Norwegen mit Schwierigkeiten: Markeng feiert Comeback

Mit einem guten Sprung auf 123 Metern steigt der Norweger Thomas Aasen Markeng wieder in den Weltcup ein. Er landet mit dieser Weite auf Rang 33 und ist somit im Wettbewerb am Sonntag dabei. Seine Teamkollegen Tande, Forfang und Lindvik hatten noch deutlich zu kämpfen. Einzig Robert Johansson zeigte mit 126 Metern eine ordentliche Weite und wurde damit als bester Norweger 12. Der Weltcup-Führende Halvor Egner Granerud enttäuschte und qualifizierte sich gerade so als 44.

Der Österreicher Maximilian Steiner wurde aufgrund eines nicht regelkonformen Anzuges disqualifiziert.

Offizielles Resultat Qualifikation

Quelle: FIS

Weltcup Herren

Yukiya Sato kann beide Trainingsdurchgänge in Zakopane für sich entscheiden. Pius Paschke und Markus Eisenbichler werden Zweiter und Dritter im zweiten Traininssprung.

Im ersten der zwei Trainingsdurchgänge liegt Japans Yukiya Sato auf Platz eins (129,5 Meter; 86,8 Punkte) vor Daniel Huber aus Österreich (134,5 Meter; 85 P.). Dritter wird der Norweger Robert Johansson (127,5 Meter; 84,2 Punkte). Danach folgen die Polen Kubacki und Stekala. Anze Lanisek liegt auf dem sechsten Platz des ersten Durchgangs vor Daniel-André Tande, welcher mit 135 Metern die Bestweite des ersten Trainings setzen konnte.
Den zweiten Trainingsdurchgang kann Yukiya Sato erneut für sich entscheiden. Seine 136,5 Meter sind die beste Weite des Tages (90 P.). Mithalten kann nur Stekala aus Polen, welcher die selbe Weite springt und sich damit den vierten Platz des Durchgangs sichern kann. Auf Platz zwei und drei liegen die deutschen Springer Pius Paschke und Markus Eisenbichler. Paschke erreicht eine Weite von 134,5 Metern im zweiten Trainingssprung (83,6 P.). Auf 127,5 Meter kommt Eisenbichler (82,2 P.). Fünfter wird Marius Lindvik vor Dawid Kubacki.

DSV mit guten Sprüngen

Das deutsche Team zeigt im ersten Durchgang eine solide Leistung, welche noch Luft nach oben lässt. Im ersten Trainingssprung sind alle sechs deutschen Springer in den Top-25 vertreten. Markus Eisenbichler ist der beste aus dem deutschen Team auf Platz elf. Auf den Plätzen 14 und 16 folgen Geiger und Paschke. Platz 19 sichert sich Martin Hamann, der damit zwei Plätze vor Severin Freund liegt. Der schwächste Springer aus deutscher Sicht ist Schmid auf Platz 25.
Bereits im zweiten Sprung war dann bei fast allen Springern aus dem DSV-Team eine Steigerung drin. Neben Eisenbichler und Paschke schaffte es auch Karl Geiger mit Platz zehn in die Top-10. Severin Freund, Constantin Schmid und Martin Hamann werden 15., 23. und 25. des Trainingsdurchgangs.

Offizielle Ergebnisliste des Trainings
Offizielle Startliste Qualifikation

Quelle: FIS

Weltcup Herren

Die kurze Verschnaufpause infolge der Tournee und dem Weltcup in Titisee-Neustadt ist auch schon wieder vorbei. So stehen die nächsten Springen im polnischen Zakopane bevor. Im Vorfeld deutete sich ein packender Zweikampf zwischen den Norwegern und Polen an. Doch auch der DSV hat wieder heiße Eisen im Feuer.

Normalerweise dürfte sich Tournee-Sieger Kamil Stoch auf einen rauschenden Empfang frenetischer Fans beim Heim-Weltcup freuen. Doch auch in Zakopane sind in diesem Jahr keine Zuschauer erlaubt, was dem polnischen Hauptkonkurrenten, Halvor Egner Granerud, vielleicht sogar entgegen kommt. Am Wochenende wird es erneut um wichtige Punkte im Weltcup wie im Teamcup zu gewinnen. So steht vor dem Einzelspringen am Sonntag, auch der zweite Teamwettbewerb am Samstag auf dem Programm. Während bei der Einzelentscheidung das Favoritenfeld gut durchmischt ist, deutet sich beim Teamspringen eine Auseinandersetzung zwischen Polen und Norwegen an. Während die Polen die Tournee und den ersten Wettkampf in Neustadt noch dominierten, schlugen die Wikinger in Person von Granerud und Tande eindrucksvoll zurück.

Italien, Finnland und Schweiz beim Teamspringen dabei

Im Vergleich zur Vorwoche sind diesmal 57 statt 50 Starter mit dabei, obwohl die Polen an diesem Wochenende auf ihre Nationale Gruppe verzichten. Allerdings sind die Schweizer, Italiener und Finnen mit vier Athleten am Start und werden auch am Teamwettbewerb teilnehmen. Auf der anderen Seite fehlen jedoch die Russen und Tschechen komplett.

Kraft pausiert – Markeng feiert Comeback

Während das deutsche Team mit gleicher Besetzung an den Start gehen wird, gibt es bei den Österreichern gleich zwei Änderungen. So pausiert Stefan Kraft aufgrund seiner körperlichen Probleme und auch Markus Schiffner wird nach zuletzt enttäuschenden Leistungen nicht dabei sein. Dafür rutschen Gregor Schlierenzauer und der zuletzt verletzte Jan Hörl zurück in die Mannschaft. Mit Spannung dürfen wir auch das Comeback von Thomas Aasen Markeng erwarten. Der Youngstar, der sich vor gut einen Jahr in Klingenthal einen Kreuzbandriss zugezogen hatte, wird erstmals wieder im norwegischen Team stehen.

Heute gilt es für die Athleten erstmal reinzukommen und sich ideal auf die vorherrschenden Bedingungen einzustellen. In manchen Teams ertobt jedoch auch schon der Konkurrenzkampf um einen Platz im Mannschaftsspringen am Samstag. Los geht es um 15:45 mit zwei Trainingsdurchgängen, ehe um 18 Uhr die Qualifikation für das Einzelspringen startet.

Startliste

ÖSV Weltcup Herren

Noch am vergangenen Wochenende holte Stefan Kraft seinen ersten Podestplatz in diesem Jahr. Beim kommenden Weltcup in Zakopane wird der 27-Jährige allerdings nicht an den Start gehen.

Nach der überstandenen Covid19-Infektion hat Stefan Kraft weiterhin mit Problemen im Rücken-und Leistenbereich zu kämpfen. Nach den anstrengenden Tagen der Vierschanzentournee und dem darauffolgenden Wochenende in Titisee-Neustadt fühle er sich „ausgequetscht wie eine Rosine“, wie er selbst erklärte. Am Weltcup-Wochenende in Lahti (FIN), das eine Woche nach Zakopane ansteht, möchte Kraft allerdings wieder angreifen.

Jan Hörl wieder fit

Bereits in Bischofshofen musste Jan Hörl am Qualifikationstag aussetzen. Er klagte über Schmerzen im Knie und konnte die Vierschanzentournee nicht beenden. Auch in Titisee-Neustadt fehlte Hörl im österreichischen Team. In Zakopane wird der 22-Jährige nun wieder zu seinen Teamkollegen stoßen: „Mit viel Therapie und vollem Ehrgeiz bin ich schmerzfrei und freue mich auf den Weltcup“, verkündete Hörl am Dienstag über Instagram. Bundestrainer Andreas Widhölzl nominierte für das Wochenende in Polen außerdem Philipp Aschenwald, Michael Hayböck, Daniel Huber, Thomas Lackner, Gregor Schlierenzauer und Maximilian Steiner.

Quelle: ÖSV, Instagram/jan.hoerl

Weltcup Herren
Wo wird gesprungen?

In Zakopane wird auf der „Wielka Krokiew Schanze“ gesprungen, welche am gleichnamigen Berg gebaut wurde. Die 27.000 Einwohner Stadt ist ganz im Süden von Polen, an der Grenze zur Slowakei, gelegen. Zakopane ist die Heimatstadt von vielen bekannten Skisportlern, unter anderem von dem dreimaligen Vierschanzentourneesieger Kamil Stoch.

Die Schanzendetails der Wielka Krokiew Schanze im Überblick:
Hillsize:140 m
K-Punkt:125 m
Schanzenrekord:147 m (Yukiya Sato, 25.01.2020)
Baujahr:1925 (letzter Umbau: 2016-2017)
Zuschauerkapazität:25.000

Programm:

Freitag, 15.01.2021
15:45 Uhr – Offizielles Training
18:00 Uhr – Qualifikation (Eurosport)

Samstag, 16.01.2021
15:00 Uhr – Probedurchgang
16:15 Uhr – Teamwettkampf (ARD, Eurosport)

Sonntag, 17.01.2021
15:00 Uhr – Probedurchgang
16:00 Uhr – Einzelwettkampf (ARD, Eurosport)

Weltcup Damen

Bislang fiel der Weltcup-Winter für die Skispringerinnen mehr als dürftig aus. So fand bislang lediglich ein Einzelspringen kurz vor Weihnachten in der Ramsau statt. Doch nun wartet langsam aber sicher Licht am Ende des Tunnels. So sorgen zusätzliche Weltcups in Hinzenbach und Rasnov dafür, dass die Damen ab Ende Januar einen recht vollen Weltcup-Kalender bewältigen können.

Nach gut einmonatiger Pause werden am 23. und 24. Januar die Weltcupspringen zwei und drei dieser Saison in Ljubno stattfinden. Für die Damen ist dies gleichzeitig der Startschuss in eine deutlich erfreulichere zweite Saisonhälfte. Für die Springerinnen gibt es nämlich noch mehr positive Nachrichten. So verkündete die FIS, dass beim Weltcup in Hinzenbach ein zusätzliches Springen stattfinden wird. Der Wettbewerb wird am Freitag, dem 5. Februar, um 13:30 Uhr stattfinden, ehe am Wochenende zwei weitere Springen folgen. Zwischen den beiden Weltcup-Wochenende auf einer Normalschanze, gilt es für die Springerinnen Ende Januar die HS142-Schanze von Titisee-Neustadt zu bezwingen.

Zusätzliches Springen auch in Rasnov

Neben dem zusätzlichen Springen in Hinzenbach, dürfen sich die Athletinnen auch in Rasnov über drei Wettbewerbe freuen. Hier werden erstmals in diesem Jahr Damen und Herren gleichzeitig an einem Ort aktiv sein. Neu im Programm ist das Einzelspringen, dass bereits donnerstags am 18. Februar stattfinden wird. Nach einem weiteren Einzelspringen am Freitag, steht am Samstag das einzige Mixed-Springen im diesjährigen Weltcup auf dem Programm. Dieses wird demzufolge die Generalprobe vor der Nordischen Ski-WM in Oberstdorf sein, wo dieser Wettkampf-Modus ebenfalls im Programm steht.

Noch kein Ersatz für abgesagte Peking-Springen gefunden

Nach dem äußerst schleppenden Saisonauftakt, werden wir in dieser Saison also doch noch einiges von den Skispringerinnen zu sehen bekommen. Offen ist lediglich ein Wochenende Mitte Februar. So gibt es nach wie vor keinen Ersatz für die abgesagten Springen von Peking am 10. und 11. Februar, während für die Herren Polen als Ersatz eingesprungen ist. Hier wird jedoch leider das fehlende Standing des Damen-Springens im so skisprungverrückten Polen deutlich. Ebenfalls unklar ist, ob das Weltcup-Wochenende von Lillehammer, das bereits im Dezember stattfinden sollte, nachgeholt wird. Aufgrund der noch immer extrem strengen Quarantäne-Bestimmungen in Norwegen scheint es jedoch zumindest sehr unwahrscheinlich, dass der Traditionsort bereits im Februar einspringt. Im März ist der Damen-Weltcup dann ohnehin gut gefüllt. So ist anzunehmen, dass sich das Programm von nun an nicht mehr groß verändern wird.

Norwegischer Skiverband Weltcup Herren

Das norwegische Team, das zuletzt in Titisee-Neustadt einen Doppelsieg feierte, erhält beim kommenden Weltcup in Zakopane Zuwachs. Thomas Aasen Markeng wird zum ersten Mal nach 13 Monaten in den Weltcup zurückkehren.

Wie der norwegische Skiverband am Montagmorgen bekannt gegeben hat, soll Markeng in den Weltcup zurückkehren. Der 20-Jährige stürzte im Dezember 2019 in Klingenthal und zog sich einen Kreuzbandriss zu. Nach einer Dreizehn-monatigen Pause soll es für ihn nun zurück ins norwegische Weltcup-Team gehen.

„Ich denke, ich war clever und habe die Zeit gut genutzt. Ich fühle, dass meine Sprünge gut genug sind. Jetzt wird es spannend, sich auf höchstem Niveau mit den anderen zu messen. Und ich freue mich sehr darauf, wieder mit den Jungs unterwegs zu sein“, so Markeng gegenüber dem norwegischen Skiverband.

Am vergangenen Wochenende fanden in Vikersund Wettkämpfe auf nationaler Ebene im Rahmen des „Norgescup“ statt. „Er hat an diesem Wochenende beide Wettbewerbe gewonnen und Weiten von 120 Metern gezeigt. Dies bedeutet, dass das Knie hält. Thomas ist gesund und kann jetzt endlich weitermachen. Es wird sehr gut sein, ihn wieder in die Weltcup-Mannschaft zu holen“, sagt Cheftrainer Alexander Stöckl.

In Titisee-Neustadt war das norwegische Team zuletzt nur mit fünf Springern am Start, da Sander Vossan Eriken nach der Vierschanzentournee zum Training nach Hause geschickt wurde. Markeng wird nun als 6. Mann zum Team hinzustoßen.

Quelle: NSF

Weltcup Herren

Was für eine knappe Entscheidung beim zweiten Einzelspringen in Titisee-Neustadt. Nach seinem recht großen Vorsprung aus dem ersten Durchgang machte es Halvor Egner Granerud nochmal spannend. Mit Sprüngen auf 140 und 138 Meter behauptete er sich mit 2,4 Punkte vor Teamkollege Daniel Andre Tande, der 138,5 und 138 Meter sprang.

Es war die große Rückkehr der Wikinger. So schlug der Weltcupführende Halvor Egner Graerud nach der Tournee-Enttäuschung zurück und gewann das Springen mit 299,4 Punkte. Für die große Überraschung sorgte jedoch sein Teamkollege Daniel Andre Tande. Der zuletzt so instabile ehemalige Skiflug-Weltmeister schaffte zwei saubere Sprünge und platzierte sich erstmals in dieser Saison auf dem Podium. Dieses verpasste Markus Eisenbichler (288,7 Punkte) dagegen ganz knapp. Mit 136,5 und 135,5 Metern musste er sich Stefan Kraft (291,3 Punkte) knapp geschlagen geben. „Es ist wieder der vierte Platz, das ärgert mich schon ein bisschen. Generell war es aber eigentlich ganz ok. Ich habe das Selbstvertrauen wieder gefunden. Der Tisch und die Übergangsphase war wieder gut, aber ich habe im Flug einen Fehler gemacht. Das Podest war heute definitiv drin“, zeigte sich Markus Eisenbichler etwas enttäuscht. Der Österreicher Stefan Kraft schaffte es dagegen mit 138 und 136 Meter wie Tande zum ersten Mal in diesem Winter auf das Treppchen. Marius Lindivik (288,4) und Dawid Kubacki (287 Punkte) verpassten dieses als Fünfter und Sechster nur ganz knapp. Auch die beiden stärksten Japaner zeigten, dass in den nächsten Wochen mit ihnen zu rechnen sein wird. So belegten Ryoyu Kobayashi und Yukia Sato die Plätze sieben und acht.

Nur Rang 16 für Kamil Stoch: Der Körper wollte, aber die Beine haben nein gesagt“

Weniger gelungen war der Auftritt des zuletzt dreimal siegreichen Kamil Stoch. Der Pole erwischte in beiden Durchgängen die schlechtesten Bedingungen und belegte nur den 16. Platz. „Der Körper wollte heute, aber der Kopf hat nein gesagt. Einige Teile meiner Sprünge waren wieder auf einem guten Level. Allerdings war ich zweimal viel zu spät am Tisch, daher konnte ich im Flug leider nichts mehr machen. Aber das passiert“, erklärte der 33-jährige gegenüber dem ZDF. Teamintern war er damit allerdings in guter Gesellschaft. So lief es auch für Piotr Zyla (16.) und Andrzej Stekala (21.) heute nicht ganz nach Plan.

Geiger und Paschke behaupten Platz in den Top-15

Der Tournee-Zweite Karl Geiger steigerte sich im Vergleich zum Vortag. Mit Sprüngen auf 134 und 130,5 Meter erreichte der Oberstdorfer einen soliden 11. Platz. „Ich bin zufrieden mit dem Wettkampf. Es waren keine Übersprünge, aber ganz ordentlich. Ich weiß, dass mir die Schanze nicht auf dem Leib geschneidert ist. Das war aber heute der richtige Schritt“, kommentierte er seine Leistung. Mit Sprüngen auf 130 und 133 legte auch Pius Paschke einen stabilen Wettbewerb hin und erreichte mit 272,2 Punkte einen guten 13. Platz. „Das war wieder positiv. Ich bin deutlich besser gesprungen als bei der Tournee. Ich schaue jetzt nach vorne und hoffe, dass ich mich in Zakopane nochmal steigern kann“, erklärt er im Interview mit dem ZDF. Die gute Platzierung nach Durchgang 1 konnte Severin Freund dagegen nicht halten. So ließ er 132,5 Meter 126 folgen und fiel von Rang 15 auf 24 zurück. „Es ist ein bisschen schade, weil ich eine gute Ausgangsposition hatte. Der zweite ist leider ein bisschen daneben gegangen weil er zu früh war. Jetzt heißt es dranbleiben. Ich habe schon das Gefühl, dass es in die richtige Richtung geht“, kommentierte der 32-Jährige seinen Wettkampf. Bereits im ersten Durchgang gescheitert sind dagegen Constantin Schmid (32.) und Martin Hamann (39.)

Horngacher mit dem Auftritt zufrieden: „Haben uns mannschaftlich stark verbessert“

Bundestrainer Stefan Horngacher zeigte sich im Anschluss mit der Leistung seines Teams zufrieden. „Leider wieder ganz knapp vorbei am Podest vorbei. Markus ist gut gesprungen, das war absolut in Ordnung. Mannschaftlich haben wir uns stark verbessert, vor allem im ersten Durchgang mit vier Leuten unter den Top-15“, zeigte sich der DSV-Coach zufrieden. „Karl kommt auf der Schanze nicht ganz so gut zurecht, hat aber besser reingefunden“, bewertet er die Leistung des Tournee-Zweiten. „Natürlich ist nach der Tournee auch ein wenig der Akku leer. Jetzt müssen wir erstmal heim und uns neu vorbereiten auf Zakopane“, blickt er voraus. Dort wird am kommenden Wochenende ein Einzel- und ein Teamspringen auf dem Programm stehen.

Ergebnis

Weltcupstand

Weltcup Herren

Nach der polnischen Dominanz in den letzten Wettbewerben hat die internationale Konkurrenz im ersten Durchgang in Titisee-Neustadt zurückgeschlagen. Bei Rückenwindverhältnissen führt der Norweger Halvor Egner Granerud vor Daniel-Andre Tande und Markus Eisenbichler.

Mit 140 Meter setzte Halvor Egner Granerud den Glanzpunkt im ersten Durchgang und führt mit 151,6 Punkten klar vor seinem Teamkollegen Daniel Andre Tande. Dieser überraschte mit einem Sprung auf 138,5 Meter (146,7 Punkte). Auch Markus Eisenbichler zeigte bei schwierigen Verhältnissen einen tollen Sprung und liegt mit 136,5 Meter nur drei Zehntel hinter Tande. Im Kampf um das Podium haben auch Stefan Kraft (145,6 Punkte) und Marius Lindvik (142,7 Punkte) noch beste Chancen.

Kamil Stoch nach Durchgang 1 weit zurück

Es war ein wenig überraschend der Durchgang der Norweger und nicht der der Polen. Am besten machte es noch Dawid Kubacki, der sich mit 134 Meter und 141,8 Punkte noch voll im Rennen befindet. Nur drei Zehntel dahinter platzierte sich Jakub Wolny (141,5 Punkte) überraschend auf Rang sieben. Piotr Zyla und Andrzej Stekala konnten dagegen als 17. und 21. nicht an ihre gute Form anschließen. Kamil Stoch erlebte für seine Verhältnisse sogar fast schon einen Absturz. Der Sieger des Vortages landete bei schwierigen Bedingungen bereits bei 123,5 Meter und liegt auf Rang 25.

Deutschland mit vier Mann im Finale

Neben dem starken Markus Eisenbichler, präsentierte sich auch Karl Geiger wieder leicht verbessert. Der Oberstdorfer erreichte mit 134 Meter den zehnten Platz. Auch Pius Paschke (130 Meter) und Severin Freund (132,5 Meter) schafften es als 13. und 15. ins Vorderfeld. Weniger gut lief es dagegen für Constantin Schmid und Martin Hamann, die als 32. und 39. das Finale leider verpassten.

Ergebnis 1. Durchgang