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Fit für den Wintersport: Training für Kraft und Koordination

Foto: Konstanze Schneider

Wintersportler sind bei kalten Temperaturen in ihrem Element. Fällt der erste Schnee, haben sie bereits Ski, Snowboard oder andere Bretter unter dem Arm bzw. über der Schulter und machen sich auf den Weg zu Schanze, Piste oder Skilift. Das erste Mal wieder den Schnee unter sich zu fühlen, ist besonders schön, Hobbysportler merken dabei jedoch jedes Jahr wieder, dass die Performance erst einmal abgenommen hat. Das ist kein Wunder, denn anders als bei saisonunabhängigen Sportarten muss man beim Wintersport immer auf Kälte und Schnee warten. Wer dem ewigen Kreislauf jedoch entkommen will, macht es wie die Profis: Bei den Skispringern wird im Frühling, Sommer und Herbst neben der Schanze vor allem auch Kraft- und Koordinationstraining genutzt. Erst im Winter wird so oft wie möglich im Schnee trainiert. So ist man ab Tag eins auf der Schanze startklar!

Training für Beine, Gesäß und Rumpf

Auch wenn beim Hinabgleiten der Piste die Schwerkraft mithilft, sind Skifahren und andere Wintersportarten echte Schwerstarbeit. Man bedenke nur das Halten der Anlaufposition der Skispringer bis hin zum Absprung am Schanzentisch. Das merkt man spätestens ein paar Tage später, wenn der Höhepunkt des Muskelkaters erreicht wurde. Wer rund ums Jahr die wichtigen Muskelgruppen trainiert, kann jedoch den Abbau der Muskelmasse stoppen und ist mit Saisonbeginn bereits perfekt in Form. Außerdem wird dadurch die Verletzungsgefahr stark reduziert, die vor allem im Profisport besonders hoch ist

Das Wichtigste ist natürlich das Training von Beinen, Gesäß und Rumpf. Auch hier kann man sich die Übungen der Profis abschauen. Zum Aufwärmen empfehlen viele Trainer das sogenannte Wedelhüpfen. Dabei macht man eine ähnliche Bewegung wie beim Wedeln über die Piste, springt dabei aber auch noch auf und ab. Das Gesäß ist dabei abgesenkt, die Knie abgebogen. Hier entsteht bereits ordentlich Spannung in den Oberschenkeln. Danach wird mit dem Ausfallschritt trainiert. Dazu steigt man abwechselnd mit einem Fuß nach vorne und senkt die Körpermitte ab. Schon nach wenigen Sets brennt es in Beinen und Gesäß ordentlich. Squats oder Kniebeugen sind ebenfalls eine großartige Möglichkeit, um viele verschiedene Muskelgruppen zu trainieren, die für den Wintersport wichtig sind – so auch im Skispringen. Wer sein Training dann noch mit der Ganzkörperübung des Planks trainiert und mit ein paar Bergsteigern abrundet, hat ein kurzes Zirkeltraining gemacht, welches perfekt auf die Wintersportarten aller Art vorbereitet. Beim Skispringen müssen außerdem auch die Sprünge rund ums Jahr trainiert werden. Das geht entweder beim Sommerspringen oder im Training mit Kunststoffmatten

Kondition und Koordination trainieren

Wer erfolgreich über die Piste schießen und dabei auch noch halbwegs grazil aussehen möchte, braucht zwei Dinge: Kondition und Koordination. Kondition hilft dabei, auch nach der fünften Piste noch ausreichen Energie zu besitzen, um den Tag voll auszunutzen. Koordination ist wichtig, um sich nicht nur auf der Piste zurechtzufinden, sondern auch die unterschiedlichen Bewegungen aufeinander abzustimmen. Damit sind diese beiden Trainingseinheiten in fast jedem Profisport vorhanden. Im Skisprungsport spielt Kondition zwar nur eine unwesentliche Rolle, die Koordination ist dafür aber besonders wichtig. 

Wer z. B. ein öffentliches Training des Bayern München miterlebt, erfährt direkt, was das für die Spitzensportler bedeutet. Sie müssen nicht nur Runden laufen, Sprints machen und anstrengende Zirkeltrainings in Intensitätsintervallen absolvieren, sondern verbessern im Balltraining vor allem die Koordination. Ähnlich ist es auch für die Skispringer, wenn sie in speziellen Anlagen wie beispielsweise dem Empower-Sportpark in Kitzbühel trainieren. Das norwegische Team präsentierte dazu in den vergangenen Jahren mehrere Videos, die ihr spezielles Koordinationstraining zeigten. Wie bei den Fußballern, die in Sekundenschnelle den nächsten Schritt überlegen müssen, muss daher auch bei einer so schnellen Sportart wie Skispringen die Koordination in jeder Sekunde passen. Dass die Bayern unter den Fußballern das besonders gut beherrschen, ist bekannt, denn sie sind in der Bundesliga nun bereits seit neun Jahren der ungeschlagene Champion. Bei den Sportwetten-Anbietern sind sie deshalb natürlich auch jetzt schon als Favorit für die kommende Saison festgelegt. Mit einer Online Wetten Quote von 1,20 auf den Gesamtsieg (Stand: 14.6.2021) bei Betway scheint ihr Siegeszug fast schon sicher zu sein. Doch auch Borussia Dortmund (7,00) und der RB Leipzig (11,00) rechnen mit guten Chancen auf den Titel.

Natürlich werden Koordination und Kondition auch in vielen weiteren Sportarten gebraucht, egal ob es sich um Basketball, Rugby oder Skispringen handelt. Selbst langsame Sportarten wie Golf verlangen dem Körper einiges ab und benötigen eine gute Koordination. Das ist allerdings auch die gute Nachricht: Kondition und Koordination kann man mit fast jeder Sportart verbessern und trainieren. Wer also im Sommer gerne auf ein Skateboard steigt, mit dem Rad durch die Stadt fährt, eine Ballsportart mit Freunden betreibt oder vielleicht im Wassersport ein Brett unter den Füßen hat, bereitet sich damit schon ideal auf den Wintersport vor. 

Wintersportler müssen auf ihre Leidenschaft jedes Jahr einige Monate warten, jedoch nicht komplett verzichten. Damit der Körper nicht am ersten Tag der neuen Wintersaison völlig überfordert ist, kann man jedoch rund ums Jahr trainieren und für eine gute Muskulatur, Ausdauer und Kondition sorgen. Für Profisportler ist dies selbstverständlich, denn sie werden das ganze Jahr von Trainern betreut. Aber auch Hobbysportler können sich davon eine Scheibe abschneiden und sich auf die Wintersaison vorbereiten.

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