Weltcup Herren

Der Gesamtweltcupführende Stefan Kraft sicherte sich mit der Tagesbestweite den Sieg in der Qualifikation vor dem besten Deutschen Andreas Wellinger und Manuel Fettner.

Nachdem in Szczyrk der Wettkampf vom Winde verweht worden war, ging es nun also in Zakopane weiter mit der Polen-Tour. Dort fanden die Athleten sehr faire Bedingungen für das Training und die anschließende Qualifikation vor. Zu den Überraschungen im Training zählte mit Sicherheit der Japaner Ren Nikaido, der nach Rang fünf im ersten Trainingsdurchgang, den zweiten Sprung mit einer Weite von 135,5 Metern für sich entscheiden konnte. Außerdem zeigte sich der junge Österreicher Stephan Embacher im ersten Sprung als 22. noch solide, im zweiten Training überraschte er auf Rang vier. Ansonsten brachte sich erneut Stefan Kraft in die Favoriten Rolle mit Platz eins und zwei in den beiden Trainingssprüngen.

Bei beständigen Rückenwindbedingungen ging es dann also in die Qualifikation. Die Tagesbestweite von 140,0 Metern und dem daraus resultierenden Qualifikationssieg sicherte sich Stefan Kraft (157,9 Pkt.) vor Andreas Wellinger (139,5m), der 154,8 Punkte erzielte. Manuel Fettner komplettierte die Top Drei mit einem Sprung auf 134,5 Meter. In den Top Ten fanden sich drei Slowenen wieder, die damit ihre Ansprüche auf die Gesamtwertung der Polen Tour untermauerten. Peter Prevc wurde Vierter (135,0m/151,1 Pkt.). Lovro Kos (135,0m/149,2 Pkt.) und Anze Lanisek (132,0m/146,6 Pkt.) belegten die Plätze sieben und zehn. Ren Nikaido (137,5m/149,7 Pkt.) bestätigte seine starke Trainingsleistung mit Platz fünf, ebenso wie Stephan Embacher (134,0m/147,6 Pkt.) als Neunter. Gregor Deschwanden (136,0m/148,2 Pkt.) zeigte einen stärkeren Sprung als zuletzt und scheint wieder in eine bessere Form zu kommen. Er konnte sich letztendlich den siebten Rang sichern.

Aus deutscher Sicht läuft es aktuell weiter durchwachsen. Stephan Leyhe (14.), Philipp Raimund (15.), Pius Paschke (19.) und auch Constantin Schmid (27.) qualifizierten sich zwar allesamt mühelos, jedoch ohne besonders zu glänzen. Schlechter lief es für Karl Geiger, der sich als 40. zwar qualifizierte, jedoch momentan weiter nach seiner Form sucht.

Für den Schockmoment des Tages sorgte Daniel Andre Tande. Zuletzt trainierte er mit Chefcoach Alexander Stöckl in der Heimat um sich wohl die Form für die anstehende Skiflug WM am Kulm zu holen. Jedoch lief es in Zakopane nicht wie geplant. Nach einem starken Sprung auf 137,0 Meter kam Tande nach der Landung zu Fall. Zunächst stand er zwar selbstständig auf, verließ den Auslauf aber gestützt und humpelnd. Wie Hopplandslaget auf ihren Social Media Kanälen danach verlauten lies, wurde Tande noch an der Schanze von Ärzten untersucht, die schnell Entwarnung geben konnten. So wie es aussieht wird Tande am Sonntag beim Wettkampf an den Start gehen können.

Am morgigen Samstag findet um 16:00 Uhr ein Teamspringen statt, ehe es am Sonntag zum letzten Einzelwettkampf der Polen Tour kommt.

Ergebnis Qualifikation

Weltcup Damen

Fehlendes Gepäck und Schneechaos standen in Japan im Vordergrund. Eva Pinkelnig blieb cool und holte sich den ersten Sieg am Samstagmorgen. Außerdem durfte sich Jenny Rautionaho über ihr erstes Podest freuen.

Alles begann damit, dass die gestrig angesetzte Qualifikation verschoben werden musste, da das Material von zehn Athletinnen nicht in Sapporo ankam. Aber auch das half am Ende nichts. Sowohl Nika Kriznar, Alexandria Loutit, Abigal Strate, Nicole Maurer als auch die beiden Rumäninnen Delia Andrea Folea und Daniela Haralambie warteten vergebens auf ihr Gepäck und ihnen blieb ein Start schlussendlich verwehrt. Bevor es also mit dem Wettkampf losging, starteten die Damen in die Qualifikation.

Den Sieg hier sicherte sich am Ende Josephine Pagnier vor Silje Opseth und Sara Takanashi. Im anschließenden Wettkampf sah es dann dagegen anders aus. Bei starkem Schneefall kämpften sich die Damen durch den Wettkampf, bei dem schlussendlich die Österreicherin Eva Pinkelnig die Nase vorne hatte. Sie zeigte Sprünge auf 115,5 und 119,5 Meter und erzielte damit eine Gesamtpunktzahl von 195,7. Nur 2,7 Punkte dahinter feierte die Finnin Jenny Rautionaho ihr erstes Podest im Weltcup (115,0/120,0m, 193,3 Pkt.). Das Podium wurde komplettiert von Eirin Maria Kvandal (116,0/121,5m, 192,5 Pkt.) aus Norwegen.

Zur Halbzeit lag auf Siegkurs noch die Gesamtweltcupführende Nika Prevc. Sie hatte im zweiten Durchgang allerdings Glück, dass sie das Sicherheitsband an der Bindung hatte und deshalb den Sprung bei 96,0 Metern sicher stehen konnte. Ohne Sicherheitsband wäre es mit Sicherheit anders ausgegangen. Also Glück im Unglück für die Slowenin, die am Ende sogar noch Zehnte wurde. Unverletzt blieb auch Anna Rupprecht, die schon in Durchgang eins zu Fall gekommen war, den Auslauf aber selbstständig verlassen konnte.

Das heimische Publikum konnte sich über gute Platzierungen von Sara Takanashi und Yuki Ito freuen. Die beiden Japanerinnen belegten die Plätze vier und fünf. Silje Opseth bestätigte ihre gute Qualileistung und wurde sechste. Katharina Schmid zeigte in Sapporo ihre beste Saisonleistung mit Sprüngen auf 112,5 und 119,0 Metern und lag damit am Ende auf dem siebten Platz. Die Top Ten wurden komplettiert von Jaqueline Seifriedsberger auf Rang acht und Ema Klinec als neunte.

Aus deutscher Sicht kamen außerdem Luisa Görlich (15.), Juliane Seyfarth (18.) und Selina Freitag (20.) in die Punkteränge. Morgen um 03:00 Uhr deutscher Zeit findet der zweite Einzelbewerb der Damen statt. Wie heute auch mit der Qualifikation direkt vor dem Wettkampf.

Ergebnis Qualifikation

Ergebnis Wettkampf

Vierschanzentournee Weltcup Herren

Am Ende hatte Andreas Wellinger im Duell mit Ryoyu Kobayashi keine Chance. Allerdings musste der Japaner Stefan Kraft den Vortritt in Sachen Tagessieg lassen.

Auch wenn es aus deutscher Sicht die spannendste Tournee seit Jahren war, überwiegt am Ende wohl die Enttäuschung. Im Probedurchgang hatte Wellinger dem Japaner noch 0,3 Punkte abnehmen können, nach dem ersten Sprung war es dann doch schon eine klare Sache. Kobayashi kam bei Rückenwind auf 137,0 Meter und lag damit fünf Meter vor dem Deutschen. Im zweiten Sprung erzielte er eine Weite von 139,0 Metern und damit eine Gesamtpunktzahl von 287,6, mit denen er 1,3 Punkte hinter Stefan Kraft (288,9 Pkt.) lag. Der Österreicher sicherte sich vor heimischer Kulisse mit 14.300 Zuschauern den Sieg mit Sprüngen auf 136,5 und 140,0 Metern.

Der Slowene Anze Lanisek (134,5/141,0m, 281,8 Pkt.) komplettierte das Podium als Dritter. Andreas Wellinger war die Enttäuschung dann doch deutlich ins Gesicht geschrieben, hatte er nach der verkorksten Qualifikation gestern doch noch positiv auf den heutigen Wettkampf geblickt. Mit Humor nahm er den gestrigen Sprung und wusste doch auch, welchen Fehler er gemacht hatte. Letztendlich war der heutige Wettkampf dann nicht wirklich schlecht, wurde er letztendlich doch noch Fünfter (132,0/137,0m, 267,9 Pkt.).

Für die Österreicher war es dagegen ein sehr guter Tag in Bischofshofen. Manuel Fettner wurde Vierter (134,5/135,0m, 271,4 Pkt.), Clemens Aigner (133,5/131,0m, 266,5 Pkt.) Sechster und Jan Hörl (126,5/137,5m, 259,5 Pkt.) Zehnter. Halvor Egner Granerud (7.), Pius Paschke (8.) und Peter Prevc (9.) komplettierten die Top Ten in der Tageswertung.

In der Tourneewertung lag schlussendlich Ryoyu Kobayashi (1145,2 Pkt.) 24,5 Punkte vor Andreas Wellinger (1120,7 Pkt.) und Stefan Kraft (1112,7 Pkt.).

Ergebnis

Gesamtwertung Tournee

Weltcup Weltcup Herren

Es war ein Rückenwind-Springen mit doch sehr wechselhaften Bedingungen in Engelberg, welches auch einige Überraschungen bereit hielt. Am Ende jedoch steht ein überglücklicher Gewinner aus Deutschland fest: Pius Paschke, der seinen ersten Einzelsieg feiern darf!

Mit Sprüngen auf jeweils 135 Metern und damit erzielten 316,8 Punkten sicherte sich Pius Paschke, den ersten Weltcupsieg seiner Karriere. Er konnte sich von Rang 6 nach dem ersten Durchgang tatsächlich den Sieg erspringen. Dahinter folgte Marius Lindiv als Zweiter (138,0/135,5m, 315,1 Pkt.). Es war das erste Podium eines Norwegers in dieser Saison. Stefan Kraft (313,3 Pkt.) kam auf Weiten von 131,0 und 132,5 Meter und komplettierte das Podium als Dritter. Paschke war nach seinem Premierensieg natürlich überglücklich: „Ich muss es erstmal verarbeiten. Richtig cool, war ein richtig guter Wettkampf und dass es dann zum Sieg reicht, habe ich selber nicht gedacht.“

Starker Team Auftritt der Norweger

Für die Norweger war es im Allgemeinen ein sehr guter Tag in Engelberg. Mit Halvor Egner Granerud (4.), Johann André Forfang (6.) und Kristoffer Eriksen Sundal (7.), konnten sich insgesamt vier Athleten in den Top Ten platzieren, was Trainer Alexander Stöckl mit Sicherheit positiv Stimmen wird. Außerdem fanden sich in den Top Ten mit Platz fünf und neun jeweils Anze Lanisek und Timi Zajc wieder. Außerdem konnte Gregor Deschwanden vor heimischen Publikum den achten Rang erspringen, mit welchem er durchaus zufrieden sein kann. Ihm gelang ihm zweiten Durchgang der weiteste Sprung des Tages auf 140,0 Meter.

Dagegen nicht besonders gut im zweitem Sprung lief es für Michael Hayböck (10.) und Andreas Wellinger (12.), die zur Halbzeit noch auf Podiums- bzw. Siegkurs lagen. Wobei wohl vor allem Wellinger mit dem Wind zu hadern hatte, hatte er im zweiten Durchgang wohl doch Windpech. Es hat natürlich auch andere erwischt, zum Beispiel Ryoyu Kobayashi (12./punktgleich mit Wellinger), der in beiden Durchgängen sehr viel Rückenwind hatte. Ebenso Karl Geiger (20.), für den es in Engelberg einfach nicht so recht laufen will.

Materialkontrolle geht vor Tournee scharf

Ausgenommen von Paschke war es generell nicht der Tag der Deutschen, wobei sich trotzdem (fast) alle in den Punkten wiederfanden. Martin Hamann würde 24., Stephan Leyhe 26. Philipp Raimund wurde nach seinem ersten Sprung wegen einem unpassenden Anzug disqualifiziert. Aber er war nicht der einzige. Nach der Kontrolle wurden auch Lovro Kos und Niko Kytosaho aus dem Bewerb genommen. Gar nicht erst an den Start gehen durfte Daniel Tschofenig.

Ergebnis

Am morgigen Sonntag findet ein weiterer Einzelbewerb mit vorausgehender Qualifikation statt. Start ist hier 14:15 Uhr.

Weltcup Weltcup Damen

Engelberg ist und bleibt ein gutes Pflaster für die Prevc Familie. Nachdem sowohl Peter als auch schon Domen hier gewinnen konnten, reiht sich nun auch die kleine Schwester ein.

Am dritten und damit letztem Tag in Engelberg für die Damen, stand noch eine Qualifikation für den darauf folgenden zweiten Einzelwettbewerb auf der Agenda.

Den Qualifikationssieg konnte sich die Norwegerin Eirin Maria Kvandal sichern, die den gestrigen Tag, wohl doch gut weggesteckt hatte. Sie ging gestern im zweiten Durchgang nicht mehr an den Start, hatte sie doch erneut Probleme bei der Landung. Außerdem stürzte Teamkollegin Stroem schwer und zog sich vermutlich eine Knieverletzung zu. Kvandal landete im Qualifikationssprung bei 134,0 Metern und erzielte damit 164,2 Punkte. Danach kamen die beiden Sloweninnen Nika Prevc (132,5m/157,2 Pkt.) and Ema Klinec (129,0m/155,9 Pkt.) auf die Plätze zwei und drei.
Aus deutscher Sicht konnten sich vier von fünf Athletinnen qualifizieren. Beste war hier Katharina Schmid auf Rang zehn. Lediglich Pia Kilian Kübler muss im Wettkampf wieder die Zuschauerrolle einnehmen.

Der Wettkampf entwickelte sich dann zu einer wahren Weitenjagd, bei der am Ende die Fliegerinnen aus Slowenien die Nase vorne hatten und Prevc ihren Premierensieg im Weltcup feiern durfte. Nika Prevc sicherte sich mit 136,5 und 129,5 Metern und 305,3 Punkten den Sieg, 2,7 Punkte vor Teamkollegin Ema Klinec (126,0/134,0m,302,7 Pkt.). Eirin Maria Kvandal bestätigte ihren Qualisieg und landete mit 125,0 und 134,0 Metern (297,0 Pkt.) auf Rang drei. Dahinter platzierte sich die Gesamtweltcupführende Josephine Pagnier (123,0/133,0m, 287,9 Pkt.) als Vierte. Jenny Rautionaho (128,0/132,0m) folgte auf Rang 5. Nika Kriznar (118,5/131,5m) komplettiert das starke slowenische Teamergebnis als sechste. Außerdem fanden sich mit Yuki Ito (7.) Alexandria Loutitt (8.), Jaqueline Seifriedsberger (9.) und Marita Kramer (10.) noch drei weitere Nationen in den Top Ten wieder.

Für die deutschen Damen war es erneut ein Tag ohne Top Platzierung. Beste wurde Selina Freitag auf Rang 13. Mit Anna Rupprecht (17.) kam immerhin eine weitere DSV Athletin in die Top 20. Pauline Hessler und Katharina Althaus teilten sich den 24. Rang.

Im Weltcup geht es nun in eine kurze Weihnachtspause, ehe es dann in Garmisch Partenkirchen mit der Premiere der Two Nights Tour weitergeht. Die erste Qualifikation findet hier am 29.12. statt

Weltcup Herren

Der Slowene Anze Lanisek entscheidet die Qualifikation in Engelberg für sich. Des weiteren landeten Andreas Wellinger und Ryoyu Kobayashi in den Top 3. Im Training zeigten sich noch zwei andere Athlethen besonders stark.

Im Training das der Qualifikation vorausgegangen war, zeigte sich vor allem die deutsche Mannschaft wieder geschlossen stark und melden mit Sicherheit erneut Ansprüche auf eine morgige Podiumplatzierung an. Die Trainingsdurchgänge entschieden jeweils der wieder genesene Philipp Raimund und Stefan Kraft für sich. Kraft war es auch, der mit 139,0 Metern die beste Trainingsweite erzielte.

Am Ende war es aber Anze Lanisek, der wieder einmal bewies, wie gerne er die Gross-Titlis-Schanze in Engelberg mag. Mit einem Sprung auf 135,5 Meter und damit erzielten 170,9 Punkten sicherte er sich den Qualifikationssieg vor Andreas Wellinger (133,0m/167,1 Pkt.) und Ryoyu Kobayashi (134,0m/166,4 Pkt.).

Philipp Raimund (137,5m/164,9 Pkt.), belegte nach seinem starken Training, den vierten Platz, sogar noch vor Stefan Kraft, (132,0m/164,0 Pkt.) der die Qualifikation als Fünfter beendete. Des weiteren landete mit Stephan Leyhe als Zehnter, ein weitere DSV Adler in den Top Ten. Karl Geiger, schwächelte an diesem Quali-Tag etwas und wurde im Endergebnis lediglich 25. Auch Pius Paschke war nach seinem Sprung nicht so ganz zufrieden. Er platzierte sich als 14. Mit Martin Hamann (37.) qualifizierte sich auch der sechste deutsche Starter für den morgigen Wettkampf.

Deutlich verbesserte Polen und Norweger

Zufrieden mit den einzelnen Sprüngen dürften sich wohl die Polen und die Norweger zeigen. Allen voran Piotr Zyla, der hinter Timi Zajc, die Qualifikation als Siebter beendete. Für die Norweger platzierte sich neben Johann Andre Forfang (8.) auch Halvor Egner Granerud (9.) in den Top Ten.

Disqualifiziert wurde nach der Material Kontrolle Alex Insam aus Italien.

Ergebnis

Am morgigen Samstag findet um 16:00 der erste Einzelbewerb der Herren statt.

Weltcup Damen

Premiere in Engelberg! Am heutigen Donnerstag gingen die Damen erstmals auf der Titlis Schanze vom Bakken. Zunächst wurde mit zwei Trainingsdurchgängen um 16 Uhr gestartet, ehe es um 18 Uhr dann um die Startplätze für den morgigen ersten Einzelwettbewerb ging.

Die Vorfreude in der Schweiz auf den bevorstehenden ersten Weltcup der Damen war groß. Allen voran, weil es eine Lokalmatadorin gibt: Sina Arnet. Die 18-Jährige, selbst aus Engelberg stammend, konnte es kaum erwarten von ihrer Heimschanze zu springen: „Seit ich ein kleines Mädchen bin, träumte ich davon, einmal von der Gross-Titlis-Schanze springen und eines Tages vielleicht sogar einen Wettkampf in meinem Heimatort bestreiten zu können. Dass nun einer meiner größten Kindheitsträume in Erfüllung gehen kann, macht mich unheimlich glücklich.“ Neben Arnet starten auch Emely Torazza und Rea Kindlimann beim Heimweltcup.

Nachdem es im ersten Trainingsdurchgang zugegebenermaßen noch etwas gemächlicher zuging, wurde in der zweiten Runde der Anlauf um zwei Lucken verlängert. Hier war es dann die Slowenin Ema Klinec die den weitesten Satz auf 133,5 Meter zeigte. Im ersten Sprung waren es 127,0 Meter von Eirin Maria Kvandal aus Norwegen, die aber letztendlich beide Durchgänge für sich entscheiden konnte.

Allerdings konnte sich den Qualifikationssieg am Ende eine andere sichern: Gesamtweltcupführende Josephine Pagnier. Mit der besten Weite von 129,5 Metern und 131,4 Punkten, landete sie vor der Kanadierin Alexandria Loutitt (128,5m/126,8 Pkt.) und Yuki Ito (128,0m/126,0 Pkt.) aus Japan. Beste Slowenin wurde Ema Klinec (127,0m/122,8 Pkt.) als Vierte. Die Norwegerinnen zeigten sich geschlossen stark. Beste wurde Eirin Maria Kvandal, die das Training noch dominierte, als Fünfte. Außerdem kamen sowohl Anna Odine Stroem (9.) als auch Silje Opseth (10.) in die Top Ten.

Deutsche Damen schwächeln

Aus deutscher Sicht ist im morgigen Wettkampf mit Sicherheit noch Luft nach oben. Selina Freitag landete am Ende als beste Deutsche auf dem 13. Rang. Katharina Schmid folgt direkt dahinter auf Platz 14. Außerdem qualifizierten sich Anna Rupprecht (16.) und Luisa Görlich (27.) für den Wettkampf. Morgen zuschauen müssen dagegen Pia Lilian Kübler (44.) und Pauline Hessler (51.).

Ergebnis

Am morgigen Freitag beginnt der Probedurchgang für die Damen um 14:30 Uhr und eine Stunde später um 15:30 Uhr der Wettkampf.

Weltcup Weltcup Herren

In einem sehenswerten Wettkampf mit weiten Sprüngen, setzte sich am Ende etwas überraschend Karl Geiger vor Stefan Kraft und Ryoyu Kobayashi durch.

Der Nebel konnte Karl Geiger nicht bremsen. Mit überragenden Sprüngen auf 144,0 und 146,0 Metern und einer Gesamtpunktzahl von 274,7, sicherte er sich den ersten Heimsieg, den das deutsche Team in Klingenthal feiern darf. 6521 begeisterte Zuschauer vor Ort sahen außerdem erstmals in der noch jungen Saison einen anderen Sieger als den bisherigen Dominator Stefan Kraft aus Österreich (140,0/145,5m). Dieser musste sich um 1,2 Punkte geschlagen geben. Ryoyu Kobayashi komplettierte das Podium mit Weiten von 140,5 und 143,5 Metern auf Rang drei. Karl Geiger zeigte sich nach seinem Sieg durchaus überrascht: „Ich hatte das Flugsystem nicht so gefunden und es war wichtig an den Schritten zuletzt anzuknüpfen. Dann ist mir der erste Sprung schon richtig aufgegangen und im zweiten Sprung konnte ich es bestätigen, das hätte ich nicht erwartet und freut mich unglaublich.“

Deutscher Feiertag in Klingenthal

Zur Freude des deutschen Publikums landeten Andreas Wellinger (139,0/144,5m, 263,9 Pkt.) und Pius Paschke (145,5/143,0m, 263,8 Pkt.) direkt dahinter auf Rang vier und fünf. Stephan Leyhe fand sich als 14. in den Top 15 wider und zeigt damit erneut konstant gute Leistungen nach seiner Verletzung. Martin Hamann, der Anfang November in Klingenthal noch deutscher Meister wurde, musste sich mit Rang 29 zufrieden geben. Der Slowene Anze Lanizek verbesserte sich mit einem grandiosen Sprung auf 146 Meter im zweiten Versuch noch um fünf Plätze auf den sechsten Rang. Gregor Deschwanden aus der Schweiz erzielte mit dem siebten Rang seine Saisonbestleistung. Mannschaftlich geschlossen zeigten sich neben den Deutschen auch wieder die Österreicher, die mit Michael Hayböck (8.) und Jan Hörl (10.) noch zwei Athleten in den Top Ten platzieren konnten.

Norweger und Polen hadern weiter

Johann Andre Forfang, der sich am gestrigen Qualifikationstag und auch heute im Probedurchgang sehr stark zeigte, verpatzte seinen zweiten Sprung und landete am Ende nur auf Rang neun, nachdem er zwischenzeitlich auf Rang fünf lag. Die Norweger springen also nach wie vor den Erwartungen hinterher. Hier konnten außerdem Marius Lindvik (13.), Halvor Egner Granerud (16.), Kristoffer Eriksen Sundal (23.) und auch Daniel Andre Tande (27.) Punkte sammeln. Auch die Polen hatten sich wohl etwas mehr ausgerechnet, jedoch war am Ende niemand in den Top Ten zu finden, wenn auch Piotr Zyla diese als elfter nur knapp verpasste.

Ergebnis

Am morgigen Sonntag findet im Vogtland noch ein weiterer Einzelbewerb statt. Die Qualifikation hierfür startet um 14:30 Uhr, der Wettkampf beginnt dann im Anschluss um 16 Uhr.

Uncategorized Weltcup Herren

Immer wieder Stefan Kraft. Auch im zweiten Einzelwettkampf in Lillehammer, dieses Mal auf der Großschanze, gab es kein Vorbeikommen am Österreicher.

Die österreichischen und deutschen Farben dominieren weiterhin das Geschehen im Weltcup! Stefan Kraft in Überform, sicherte sich mit Sprüngen auf 134,0 und 141,5 Metern und damit einer Gesamtpunktzahl von 318,2 Punkten den Sieg. Etwas näher kam ihm dieses Mal aber Andreas Wellinger. Mit Weiten von 135,0 und 143,0 Metern lag er am Ende „nur“ 5,9 Punkte hinter Kraft. Nur einen Punkt weniger hatte Jan Hörl, (139,0/137,5m) der das Podium als Dritter komplettierte. Karl Geiger (136,5/139m) konnte sein bestes Saisonergebnis als Vierter feiern. Außerdem kam mit Pius Paschke (139,0/140,0m) als Siebter ein weiterer Deutscher in die Top Ten. Diese verpassten Stephan Leyhe und Philipp Raimund als Elfter und Zwölfter nur knapp.

Ryoyu Kobayashi (133,0/143,0m) verbesserte sich noch um zwei Plätze auf den fünften Platz. Peter Prevc (125,5/ 140,0m) überzeugte auch in Lillehammer und wurde mit dem zehnten Rang bester Slowene. Das starke österreichische Teamresultat rundeten Manuel Fettner (131,0/137,5m) und Michael Hayböck (130,5/139,5m) als Achter und Neunter ab.

Granerud weiter auf Formsuche

Aus norwegischer Sicht dürfte Marius Lindvik, zufrieden nach Klingenthal reisen. Er fuhr mit Sprüngen auf 129,0 und 138,5 Metern den sechsten Platz ein und sicherte sich damit sein zweiten Top Ten Ergebnis an diesem Wochenende. Halvor Egner Granerud dagegen ist mit Platz 17 weiter auf Formsuche. Auch Kristoffer Eriksen Sundal (19.), Johann Andre Forfang (20.) und Daniel Andre Tande (28.), kamen in die Punkte. Rückkehrer Robert Johansson (49.), der seinen Startplatz in der nationalen Gruppe hatte, konnte sich, ebenso wie Robin Pedersen (40.), nicht für den Finaldurchgang qualifizieren.

Polen enttäuschen erneut

Für das polnische Team lief es erneut nicht gut. Neben Pawel Wasek, der aufgrund einer nicht auffindbaren Schuhtasche, nicht rechtzeitig startbereit am Balken war und damit keine Erlaubnis zum Sprung bekam, schieden auch Kamil Stoch (37.) und Aleksander Zniszczol (33.) nach Durchgang eins aus. Lediglich Dawid Kubacki (22.) und Piotr Zyla (25.) konnten sich Punkte erkämpfen. Es bleibt abzuwarten wie die Polen nun reagieren werden. Auch ein vorübergehender Ausstieg aus dem Weltcup, um sich auf das Training zu fokussieren, ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen. Aus deutscher Sicht, fiel einzig Martin Hamann ab, der nach einem Versuch auf nur 112,0 Meter als 41. den zweiten Durchgang nicht erreichte.

Am kommenden Wochenende findet der erste Weltcup dieser Saison in Deutschland, in Klingenthal statt. Hier stehen zwei Einzelbewerbe auf dem Plan. Die Vorfreude dürfte aufgrund starker Schneefälle und ebenso starken deutschen Vorergebnissen, bei den deutschen Fans sehr groß sein.

Endergebnis

Weltcup Weltcup Herren

Es waren wahrlich deutsche Festspiele am ersten Wettkampftag in Ruka, Finnland. Bei traumhaftem Winterwetter fehlte am Ende nur der Sieg. Diesen holte sich der Österreicher Stefan Kraft, der tags zuvor schon das Training dominierte. Das Resümee anderer Top Nationen dürfte jedoch ernüchternd ausfallen.

Stefan Kraft war der Überflieger an diesem Samstag. Inklusive des Probedurchgangs konnte er alle Durchgänge an diesem Tag für sich entscheiden und erzielte mit Weiten von 144,0 und 143,0 Metern eine Gesamtpunktzahl von 326,2. Damit hatte er am Ende einen Vorsprung von 10,6 Punkten auf den Zweitplatzierten Pius Paschke (142,0/143,0m, 315,6 Pkt.), der in Ruka sein erstes Einzelpodium seiner Karriere feiern konnte und dementsprechend glücklich war: „Der erste Podestplatz hier bedeutet mir extrem viel. Ich mag die Schanze sehr gerne und es ist einfach richtig cool. Ich hatte es mir erhofft, da ich die letzten Jahre hier schon sehr gute Sprünge hatte und bin jetzt sehr glücklich, dass es dieses Mal mit zwei gleichmäßigen Sprüngen aufgegangen ist und der zweite Platz geworden ist.“ Stephan Leyhe komplettierte das Podium auf dem dritten Rang, den er sich nach einem starken zweiten Sprung auf 143,5 Meter sichern konnte. Er lag nach Durchgang eins mit 137,0 Metern noch auf dem achten Platz. „Zusammen mit Pius hier auf dem Podium zu stehen macht einfach ist einfach großartig und etwas besonderes, gerade nach meiner Verletzung. Das Skispringen macht momentan einfach nur Spaß!“, freute sich auch Leyhe nach dem Wettkampf.

Für Andreas Wellinger ging es nach dem zweiten Sprung auf 136,0 Metern noch zurück auf den vierten Platz, nachdem er zur Halbzeit nur 3,7 Punkte hinter Kraft auf Rang zwei lag. Philipp Raimund, Karl Geiger und Martin Hamann komplettierten ein überragendes, deutsches Teamergebnis auf den Rängen sieben, elf und zwölf. Zuletzt gab es ein ähnlich gutes Ergebnis für die deutschen Adler in der Saison 20/21 in Zakopane. Damals konnten sich mit Eisenbichler (2.), Geiger (4.), Paschke (7.), Hamann (11.) und Schmid (13.), fünf Deutsche in den Top 13 platzieren. Nun in Ruka also sechs DSV Athleten in den Top 12!

Ebenfalls ein kollektiv starkes Auftreten zeigten die Nachbarn aus Österreich. Neben dem Sieg von Stefan Kraft, platzierten sich außerdem Daniel Tschofenig (136,0/140,5m), Michael Hayböck (135,0/139,5m) und Jan Hörl (135,0/139,5m) als fünfter, neunter und zehnter, allesamt in den Top Ten. Ansonsten fanden sich nur noch zwei weitere Nationen in den besten zehn wieder. Der Japaner Ryoyu Kobayashi sicherte sich mit Sprüngen auf 138,5 und 141,5 Metern den sechsten Platz. Bester Slowene wurde Timi Zajc, der sich mit einem Satz auf 143,5 Metern im zweiten Versuch, noch von Platz 17 nach dem ersten Durchgang noch nach vorne auf den achten Platz arbeiten konnte.

Für Gregor Deschwanden aus der Schweiz lief es nach dem gestrigen zweiten Rang in der Qualifikation heute nicht ganz so gut, er wurde am Ende 14. (131,5/143,5m). Für die Norweger lief der Auftakt nicht wie erhofft. Mit Halvor Egner Granerud (16.), Daniel Andre Tande (22.) und Marius Lindvik (23.) konnten nur drei Athleten zum Auftakt Punkte sammeln. Noch schlechter lief es für die Mannschaft aus Polen. Einzig Dawid Kubacki fand sich am Ende als 21. in den Punkterängen wieder. Besser lief es für die Gastgeber aus Finnland, was vor allem das Publikum an der Schanze glücklich machte. Neben Antti Aalto auf Rang 18 und Niko Kytosaho als 19., konnte vor allem der junge Kasperi Valto aus der nationalen Gruppe überzeugen, lag er doch zur Halbzeit auf dem neunten Zwischenrang. Jedoch fiel er im zweiten Versuch noch auf den 24. Rang zurück. Sommer Grand Prix Gewinner Vladimir Zografski wurde wegen eines nicht regelkonformen Anzug im zweiten Durchgang disqualifiziert.

Endergebnis

Am Sonntag findet um 14:50 CET dann die Qualifikation für den anschließenden zweiten Einzelwettbewerb um 16:15 CET in Ruka statt.