SGP Herren Sommer Grand Prix

Marius Lindvik unterstrich an diesem Samstag in Klingenthal mal wieder, wie sehr ihm diese Schanze liegt. 140,5 und 147,0 Meter bedeuteten schlussendlich 295,7 Punkte und damit den Tagessieg für den Norweger. Ren Nikaido (139,0m/140,0m) lag 5,7 Punkte hinter ihm auf dem zweiten Platz. Die Überraschung auf dem Podium war der Pole Klemens Joniak (140,5m/142,5m), der mit dem dritten Rang sein erstes Podest erreichte.

„Es war ein toller Tag für mich. Generell liefen meine Sprünge in letzter Zeit schon gut und zusätzlich mag ich die Schanze in Klingenthal sehr. Im zweiten Durchgang musste ich oben auf dem Balken wegen des Windes etwas warten, aber ich habe versucht, konzentriert und fokussiert zu bleiben. Das ist mir gut gelungen und war der Schlüssel für den Sieg“, so Lindvik, der in der bevorstehenden Wintersaison ebenfalls wieder regelmäßig ganz oben mitmischen möchte.

Kein Guter Tag aus deutscher Sicht

Für die deutschen Athleten lief der Tag vor heimischen Publikum allerdings nicht nach Plan. Sie taten sich durch die Bank schwer mit der Schanze im Vogtland und der beste Deutsche war am Ende Pius Paschke als 18. vor Philipp Raimund als 19.

„Die Sommervorbereitung war bisher wirklich geil, aber Klingenthal naja…geht so. Ich habe hier jedes Jahr in den ersten Einheiten Schwierigkeiten, wenn es länger her ist mit der Schanze. Ich weiß nicht genau, ob es am Radius, der Flugkurve oder an was auch immer liegt und bin da momentan noch auf der Suche. Bislang habe ich es noch nicht wirklich herausgefunden. Aber ich mache mir auch keine großen Sorgen, weil es bisher auf den anderen Schanzen sehr gut funktioniert hat“, so Raimund, der aktuell mit Problemen an der Hüfte zu kämpfen hat. „Ich komme dadurch leider gerade nicht so in die Hocke hinein, wie ich es gewöhnt bin. Deshalb war es ein bisschen schwierig und hat noch nicht ganz so funktioniert.“

Im zweiten Durchgang waren außerdem Andreas Wellinger (22.) und Felix Hoffmann (26.) vertreten. „Die Sprünge waren ok, aber sind immer noch mit kleinen Fehlern behaftet und daher bin ich am Ende nicht ganz so zufrieden mit dem, was auf der Ergebnisliste steht“, schildert Hoffmann, der sich mit der Umstellung auf die Eisspur noch schwer tut. „Eigentlich kommt es mir diese entgegen, weil es deutlich gleichmäßiger geht, aber über die Kante hinweg fehlt mir noch so ein bisschen das Feingefühl bzw. die passende Verbindung. Speziell im ersten Versuch war ich ein bisschen zu gierig, dann ist der Ski unten weggefallen und ich komme schlecht zur Landung. Da fehlen bestimmt direkt mal fünf Meter und vier Punkte bei den Haltungsnoten, was zu viel ist. Mit dem zweiten Durchgang konnte ich schon zufriedener sein. Aber es reicht noch nicht für ganz vorne.“

Karl Geiger scheiterte als 31. knapp am Finaldurchgang. Ein ähnliches Schicksal ereilte auch Ben Bayer (33.), Luca Roth (42.) und Constantin Schmid (45.). Für den Winter bleibt hier also noch einiges zu tun.

„Natürlich fällt mein Fazit nach Klingenthal sehr negativ aus. Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht zurecht gekommen bin. Schon in der Qualifikation hat es nicht so geklappt, wie letzte Woche noch in Oberstdorf und den Trainingslehrgängen zuvor. Der Flugübergang passt einfach nicht, ich habe entweder zu viel oder zu wenig Ski und dann kenne ich mich nicht mehr aus, was ich eigentlich machen soll. Im Ergebnis ist es so dann natürlich schwierig“, fasste Roth ernüchternd zusammen.

Einen kleinen Lichtblick gab es dennoch aus deutscher Sicht, jedoch abseits des Wettkampfgeschehens. Max Unglaube, der gestern aufgrund der Skilänge disqualifiziert wurde, war heute als Vorspringer im Einsatz und kam auf sage und schreibe 149,5 Meter aus Wettkampfluke, die als offizieller Sprung den Schanzenrekord bedeutet hätten. So zeigte Unglaube seine aufstrebende Form und dass die 142,5 Meter aus der Qualifikation gestern keine Eintagsfliege war.

DSV-Sportdirektor Horst Hüttel analysierte den Wettkampftag in Klingenthal wie folgt: „Die Vorbereitung in den letzten Wochen lief an sich sehr gut und wir waren auch der Meinung, dass sich gewisse Dinge schon weiterentwickelt haben. Vor allem sind vereinzelte junge Athleten etwas näher herangekommen, was im Rahmen von einigen gemeinsamen Lehrgängen mit dem A-und dem B-Kader deutlich erkennbar war. Hier in Klingenthal ist es jedoch leider nicht so zum Vorschein gekommen, obwohl man sagen muss, dass Max (Unglaube) gestern nach dem ersten Durchgang Vierter gewesen wäre und es dann um 200 Gramm ging, die zur Disqualifikation geführt haben – das ist ärgerlich und natürlich ein Fehler, der nicht passieren darf. Aber er hat sein Potential eindrucksvoll aufgezeigt. Wir müssen jetzt weiter geduldig bleiben, auch wenn wir mit dem Abschneiden natürlich nicht zufrieden sein können. Wenn die besten Leute aus unserem Kader allesamt am Start sind und es keiner in die Top-10 schafft, dann ist das nicht gut.“

Kampf um das SGP-Gesamtpodium

In der Gesamtwertung änderte sich an der Spitze nichts mehr. Naoki Nakamura stand mit 450 Punkten als neuer SGP-Gesamtsieger fest.

„Alle Sommerwettkämpfe haben sich richtig gut angefühlt, auch dieser hier in Klingenthal. Ich hatte bisher ein richtig schönes Wochenende“, grinst Nakamura, der sich vor allem über seine deutliche Steigerung gegenüber dem Vortag freute. „Ich habe mich heute beim Absprung noch einmal verbessert. Das war wichtig, weil die Sprünge gestern nicht so schön waren und ich für mich auch kein klares Bild darüber erhalten habe. Aber heute habe ich viele Stufensprünge gemacht, die positiv für die beiden Wertungsdurchgänge waren. Ich hoffe, dass ich bis Ende März in dieser guten Form bleiben kann“, so der Japaner.

Daniel Tschofenig, der nur bei drei von sieben Wettkämpfen im Sommer am Start war, kam mit 216 Punkten auf den zweiten Platz. Der Kasache Danil Vassilyev fiel noch hinter den Österreicher zurück, durfte sich am Ende aber mit 201 Punkten trotzdem über das Podium freuen.

Ergebnis Tageswertung

Ergebnis Gesamtwertung

Skifliegen Weltcup Herren

Nachdem sich Domen Prevc in der gestrigen Qualifikation noch mit Platz zwei zufrieden geben musste, stand er heute da wo er diese Saison meistens zu finden war: ganz oben! Außerdem landeten Ren Nikaido und Daniel Tschofenig auf dem Podest.

Die 15692 Zuschauer die mal wieder an die Flugschanze im Planica Tal gepilgert waren erlebten einen äußerst interessanten Tag. Sie bekamen einen slowenischen Heimsieg, einen spektakulären Sturz und beim ersten Damen Training in Planica auch einen neuen Damenweltrekord. Aber hierfür gibt es unsererseits morgen mehr. Kommen wir zurück zum heutigen Männerwettkampf.

Domen Prevc hieß wieder einmal der Sieger. Mit einer beeindruckenden Vorstellung, Sprüngen auf 232,5 und 230,5 Meter siegte er mit 20,1 Punkten Vorsprung vor Ren Nikaido aus Japan. Dieser zeigte ebenso einen starken Wettkampf und kam auf 232,0 und 233,0 Meter. Drittplatzierter wurde Daniel Tschofenig mit Sprüngen auf 221,5 und 233,5 Meter. Sein zweiter Sprung brachte ihn von Platz sieben aus noch auf das Podium, welches Johann Andre Forfang um drei Punkte als Vierter verpasste.

Forfangs Teamkollege Marius Lindvik wurde Fünfter vor Naoki Nakamura, der sich nach Rang drei im ersten Durchgang, mit dem sechsten Platz zufrieden geben musste. Den weitesten, gestandenen Sprung des Männerbewerbs zeigte Anze Lanisek, der Siebter wurde, sich im zweiten Sprung mit 235,0 Meter noch von Platz 13 nach vorne schieben konnte.

Wellinger mit Platz acht bester Deutscher, Raimund fällt zurück

Für Andreas Wellinger lief es heute besser. Er wurde bester Deutscher und kam mit Weiten auf 218,5 und 215,5 Metern auf 414,3 Punkte. Karl Geiger zeigte einen ordentlichen Wettkampf und beendete den Wettkampf auf Rang zwölf. Pius Paschke wurde 24., Philipp Raimund fiel nach dem zwischenzeitlich 17. Rang im ersten Durchgang noch auf Platz 28. zurück.

Embacher stürzt spektakulär bei Landung, bleibt aber unverletzt

Stephan Embacher kam im Finaldurchgang bei 240,0 Meter spektakulär zu Fall, nachdem er bereits im Anflug die Kontrolle über einen Ski verlor. Danach hatte er keine Chance den Sprung zu stehen, rollte sich mehrmals ab, blieb am Ende jedoch glücklicherweise unverletzt.

Am morgigen Samstag steht das traditionelle Mannschaftsfliegen auf dem Plan. Los geht es hier um bereits 08:00 Uhr mit dem Probedurchgang, ehe um 09:30 Uhr dann der Wettkampf beginnen wird.

Ergebnis

Planica7 Skifliegen Weltcup Herren

Es war ein schneereicher und windiger Auftakt an diesem Morgen in Planica. Anze Lanisek behielt die Nerven und verwies sogar seinen Teamkollegen und Überflieger Domen Prevc auf Platz zwei. Dritter wurde vor 10780 Zuschauern, Stephan Embacher aus Österreich. Das Training zuvor wurde nach mehreren Unterbrechungen nach nur einem Durchgang beendet und der Qualifikationsstart aufgrund der Wetterprognose nach vorne gelegt.

Überglücklich strahlte der Qualifikationssieger Anze Lanisek beim Interview mit dem slowenischen Fernseher, konnte er nach seinem Sprung noch die Weite nicht wirklich einschätzen und zeigte sich etwas überrascht über seinen Sieg. „Ich hab gespürt, dass der Sprung gut war jedoch dachte ich die grüne Linie ist eventuell die Qualifikationslinie, da sie so weit oben war.“ Am Ende aber reichten 211,0 Meter aus Gate 12 und vielen Pluspunkten für den Wind für den Scheck über 5000 Schweizer Franken. Er kam auf 242,5 Punkte und lag damit 2,2 Punkte vor Weltrekordhalter Domen Prevc. Dieser zeigte mit 234,5 Metern die Tagesbestweite und lag 0,6 Punkte vor Stephan Embacher (230,0m). So lagen diese drei Athleten also innerhalb von nur drei Punkten. Das lässt auf ein spannendes Fliegen am morgigen Freitag hoffen. Anze Lanisek übernimmt mit seinem Sieg heute auch die Führung in der Planica 7 Wertung.

Hauswirth überrascht als starker Fünfter, auch Geiger als Siebter mit Ausrufezeichen

Ren Nikaido (223,0m) zeigte schon ein starkes Training und beendete die Qualifikation auf Platz vier vor dem Schweizer Sandro Hauswirth, der einen Sprung auf 223,5 Meter zeigte. Mit Daniel Tschofenig konnte sich neben Embacher ein weiterer Österreicher in den Top 6 platzieren und lag damit noch vor Karl Geiger, der sich als bester Deutscher auf Platz sieben wiederfand. Mit Pius Paschke (23.), Philipp Raimund (24.) und Andreas Wellinger (31.) sind drei weitere deutsche für den Wettkampf qualifiziert, während Ben Bayer (42.) und Luca Roth (43.) die Top 40 jeweils knapp verpassten und das Wochenende für sie wohl schon beendet sein dürfte.

Raimund mit Premierenflug in Planica

Im vorausgegangenen Training machte Raimund seinen ersten Skiflug auf der Flugschanze in Planica, hatte er sich doch im letzten Jahr noch gegen einen Start aufgrund seiner Höhenangst entschieden. Nach dem ersten Sprung wirkte er sichtlich erleichtert, trotzte er ja auch nicht ganz so einfachen Bedingungen mit dem Schneefall und wechselnder Winde. Felix Trunz aus der Schweiz dagegen erwischte es im Training und er kam bei der Landung zu Fall, ging jedoch in der Qualifikation nicht mehr an den Start.

Morgen wird um 9:00 morgens erstmal Geschichte geschrieben: die Damen werden das erste Mal von der Flugschanze in Planica gehen. Zwei Trainingsdurchgänge sind hier angesetzt. Um 14:00 Uhr starten die Männer dann mit dem Probedurchgang, ehe um 15 Uhr der erste von zwei Einzelwettkämpfen beginnen soll.

Ergebnis Training

Ergebnis Qualifikation

Skifliegen Weltcup Weltcup Damen Weltcup Herren

Es war ein durchaus turbulenter Auftakt in Vikersund. Ein schwerer Sturz bereits am Vortag beim Einfliegen, viele neue persönliche Bestweiten, starke Norwegerinnen und ein über alles strahlender Domen Prevc.

Bevor es am heutigen Freitag zur Qualifikation der Damen und der Herren kam, gab es gestern bereits das „Einfliegen“ in Vikersund. Überschattet wurde dies vom schweren Sturz des Italieners Andrea Campregher, der nach der letzten Saison seine Karriere beendete und mittlerweile in China als Trainer bei der Nordischen Kombination tätig ist. Bereits im ersten Sprung hatte er große Probleme, im zweiten stürzte er kurz nach dem Absprung brutal. Mehrmals überschlug er sich und glitt anschließend den langen Aufsprunghang hinunter. Passiert scheint glücklicherweise nicht ganz so viel zu sein. Laut italienischen Medien bleibe er zwar zur weiteren Beobachtung im Krankenhaus, jedoch wurden keine schwerwiegenden Verletzungen festgestellt.

Am heutigen Freitag ging es schon morgens für die Damen auf die Flugschanze. Eirin Maria Kvandal konnte sich vor heimischen Publikum etwas überraschend den Qualisieg sichern, nachdem sie im Training nur die Plätze 17 und neun erreichte. Das Training wurde von Nika Prevc mit dem zweiten und ersten Rang dominiert, aber auch Anna Odine Stroem (4./1.) gut dabei und präsentierte sich in guter Flugform. Aus deutscher Sicht lief das Training auch erfolgreich. Juliane Seyfarth sprang erstmals über die magische 200 Meter Marke und verbesserte den deutschen Rekord auf kurzzeitig 202,5 Meter. Agnes Reisch überflügelte sie dann im zweiten Trainingsdurchgang um sechs Meter. Somit liegt der deutsche Damen Rekord nun bei 208,5 Metern.

Neben Eirin Maria Kvandal als Qualisiegerin waren noch zwei weitere norwegische Damen in den Top Drei vertreteten. Anna Odine Stroem wurde Zweite, Silje Opseth Dritte. Nika Vodan kam mit einer neuen Personal Best von 219,5 Metern auf den vierten Platz vor Skiflug Debütantin Frida Westman aus Schweden auf Platz Fünf. Damit lag sie sogar noch vor Weltrekordhalterin Nika Prevc, die in der Quali nur Sechste wurde.

Selina Freitag wurde mit 200,5 Metern beste Deutsche und landete auf Rang acht. Außerdem sind für den morgigen Wettkampf Juliane Seyfarth (15.), Agnes Reisch (17.) und Katharina Schmid (20.) qualifiziert.

Trainingsergebnisse Damen

Ergebnis Qualifikation

Am Abend ging es dann für die Männer auf die Schanze. Um 16 Uhr begann das Training, ehe um 18 Uhr und damit ungewöhnlich spät für Vikersund, ging die Quali der Männer los. Diese entschied wenig überraschend Domen Prevc für sich. Schon im ersten Trainingsdurchgang zeigte er beeindruckende 245,0 Meter. Zu Beginn der Qualifikation herrschte dann noch Aufwind, was sich aber nach einigen Springern änderte und eine Gate-Verlängerung notwendig war um den Durchgang durchzubekommen.

Domen Prevc zeigte hier zwar „nur“ 219,5 Meter, das aber zwei Gates tiefer als Isak Andreas Langmo, der 239,0 Meter sprang, aber von besseren Bedingungen profitierte. Ren Nikaido, der aufgrund seiner Nicht Teilnahme am Kulm eine frühe Startnummer hatte, flog auf 225,5 Meter und wurde damit Dritter. Mit Johann Andre Forfang (4.) und Marius Lindivk (6.) kamen noch zwei weitere Norweger in die Top Ten.

Bei den deutschen Männern konnten sich alle sechs Starter für den Wettkampf qualifizieren. Pius Paschke war als Elfter bester Deutscher und sprang auf 207,0 Meter. Luca Roth lag nach seiner neuen Personal Best auf 207,5 Meter nur 0,2 Punkte dahinter auf Platz zwölf. Philipp Raimund und Karl Geiger wurden 15. und 17. Andreas Wellinger, der zuvor noch ein durchaus ansprechendes Training mit den Platzierungen fünf und drei zeigte, erwischte keinen guten Qualisprung und kam auf lediglich 203,5 Meter, konnte sich damit als 33. aber dennoch qualifizieren. Ben Bayer, der erstmals auf einer Flugschanze unterwegs war qualifizierte sich mit seinem ersten 200,0 Meter Flug auf Rang 35.

Trainingsergebnisse Männer

Ergebnis Qualifikation Männer

Morgen findet ab 09:30 Uhr der Damen Wettkampf statt, ehe die Männer um 16:50 Uhr vom Bakken gehen.

Weltcup Weltcup Herren

Es war wild, es war neblig und es war windig in Oslo. Am Ende bleiben zwei Sieger, die zum ersten Mal in ihrer Karriere ein Springen für sich entscheiden konnten. Gregor Deschwanden war es am Samstag der ganz oben stand, am Sonntag stand der Sieger nach nur einem Sprung fest: Tomofumi Naito. Philipp Raimund entschied sich am Sonntag gegen einen Start.

Die Qualifikation am Freitag Abend ging, nachdem der Wind verrückt spielte, schon deutlich verspätet los. Das Ergebnis war dann keine besondere Überraschung: Domen Prevc entschied diese vor Stephan Embacher und Anze Lanisek für sich.

Der Wettkampf am Samstag lief dann allerdings gar nicht wie man erwartet hatte. Überflieger Dome Prevc schied gar nach dem ersten Sprung aus. Ebenso erging es auch anderen Größen, unter anderem Olympiasieger Philipp Raimund und Vladimir Zografski.

Ganz oben auf dem Podest stand dagegen einer, für den sich die ganze Skisprungfamilie freuen dürfte. 5214 Tage wartete Gregor Deschwanden genau auf diesen einen Moment: den ersten Weltcup Sieg seiner Karriere. Der 35-Jährige Schweizer darf sich nun drittältester Weltcupgewinner nennen. Er zeigte Sprünge auf 132,5 und 130,5 Meter und lag damit am Ende 1,4 Punkte vor Maximilian Ortner aus Österreich. Auf Rang drei beendete Naoki Nakamura den Wettkampf.

Daniel Tschofenig wurde Vierter , Ren Nikaido Fünfter. Die beiden Finnen Niko Kytosaho und Antti Aalto zeigten sich erneut stark und beendeten den Wettkampf auf dem sechsten und achten Platz. Für das deutsche Team war es ein gebrauchter Tag. Nachdem Philipp Raimund (36.) bereits im ersten Durchgang ausschied, kamen lediglich Andreas Wellinger als 17., Karl Geiger als 19. und Pius Paschke auf Rang 29. in die Punkteränge. Für Ben Bayer als 40. und Felix Hoffmann auf Platz 44 war im zweiten Durchgang zuschauen angesagt.

Auch am Sonntag ein Premierensieger

Aber auch am Sonntag spielte der Wind in Oslo weiterhin verrückt. Über die Wertigkeit dieses Wettkampfes lässt sich am Ende mit Sicherheit streiten, am Ende steht jedoch ein Ergebnis, wenn eben auch nach nur einem Durchgang. In der Qualifikation durften die Slowenen noch einen Doppelsieg feiern. Domen Prevc lag hier 7,5 Punkte vor Anze Lanisek.

Tomofumi Naito heißt der Gewinner am Sonntagnachmittag. Er kam im ersten Durchgang auf die Tagesbestweite von 131,5 Meter und sammelte damit 128,7 Punkte und lag damit schlussendlich nur einen Hauch vor Anze Lanisek, der mit 0,1 Punkten Rückstand auf dem zweiten Platz einkam. Über sein erstes Einzel Podium durfte sich Antti Aalto aus Finnland freuen. Er wurde starker Dritter.

Karl Geiger und Andreas Wellinger verpassen Top Ten knapp

Naoki Nakamura und Niko Kytosaho bestätigten ihre starke Form auf den Plätzen vier und fünf. Gesamtweltcupsieger Domen Prevc brach seinen Sprung bei 127,5 Metern ab und damit landete er noch auf dem neunten Platz. Karl Geiger und Andreas Wellinger zeigten einen ordentlichen Wettkampf und verpassten die Top Ten als Elfter und Zwölfter jeweils nur knapp.

Raimund entscheidet sich gegen Start, Bayer das erste Mal mit Punkten

Auch Ben Bayer konnte als 25. erstmals Punkte sammeln. Das war Felix Hoffmann nicht vergönnt. Er vermied einen Sturz spektakulär und wurde am Ende 49. Pius Paschke verpasste als 33. die Punkteränge ebenso wie Philipp Raimund der sich nach den Problemen von Felix Hoffmann in der Luft, die er von oben sah, gegen einen Start entschied und mit dem Lift nach unten fuhr.

Vortagessieger Gregor Deschwanden verpasste die Punkteränge ebenso wie zum Beispiel Daniel Tschofenig und Johann Andre Forgang. Valentin Foubert wurde aufgrund eines nicht zugelassenen Anzugs disqualifiziert.

Ergebnis Samstag

Ergebnis Sonntag

Weltcup Damen

Nebel prägte das Bild an den vergangenen Tagen in Oslo. Aber der stoppte Nika Prevc und Yuki Ito nicht. Nika Prevc entschied den Wettkampf am Samstag für sich, während Yuki Ito am Sonntag ihren ersten Weltcupsieg seit 2024 feiern durfte.

Bereits in der Qualifikation die mit Verzögerung am Freitag Abend statt fand, zeigte die Japanerin Yuki Ito, dass mit ihr an diesem Wochenende zu rechnen sein wird. Sie entschied mit einer Weite von 125,5 Metern die Qualifikation vor Teamkollegin Nozomi Maruyama und Nika Prevc für sich. Der erste Wettkampf stand dann am Samstag Nachmittag auf dem Plan.

Nika Prevc, die bereits als Gesamtweltcupsiegerin feststand, lag zwar nach Durchgang eins noch auf dem fünften Rang, zeigte im zweiten Sprung jedoch die Tagesbestweite von 127,0 Metern und konnte sich damit noch den 17. Weltcupsieg in dieser Saison sichern. Sie lag 2,4 Punkte vor Nozomi Maruyama auf Rang zwei. Anna Odine Stroem durfte sich vor heimischen Publikum über den dritten Platz freuen.

Agnes Reisch mit starken zweiten Sprung noch auf Rang vier

Agnes Reisch verpasste das Podium als Vierte wieder mal, dürfte mit ihrer aufsteigenden Form aber durchaus zufrieden sein. Sie lag nach dem ersten Durchgang sogar nur auf dem 13. Zwischenrang, zeigte im zweiten Sprung dann jedoch eine Weite von 125,5 Metern und arbeitete sich im Endergebnis noch auf den Vierten Platz. Hinter Reisch folgten drei weitere Norwegerinnen. Silje Opseth als Fünfte, Heidi Dyhre Traaserud auf Rang sechs und Eirin Maria Kvandal auf Rang sieben, zeigten wie geschlossen stark die Norwegerinnen sind.

Mit Selina Freitag auf dem achten Platz, landete eine weitere DSV Athletin in den Top Ten. Mit Juliane Seyfarth als 18., Katharina Schmid als 25. und Anna Hollandt auf Rang 27 konnten auch diese DSV Damen Punkte sammeln. Julina Kreibich musste als 40. im Finaldurchgang zuschauen.

Yuki Ito sichert sich am Sonntag ersten Sieg seit 2024

Die Qualifikation am Sonntag vor dem Wettkampf entschied Nika Prevc für sich, die Siegerin im Wettkampf war dagegen dann eine Andere: Yuki Ito. Sie zeigte Sprünge auf 127,0 und 126,5 Meter und erzielte damit 225,6 Punkte. Damit lag sie 0,5 Punkte und damit hauchzart vor ihrer Teamkollegin Nozomi Maruyama. Anna Odine Stroem stand wie schon am Vortag als Dritte erneut auf dem Podium.

Auf den Plätzen vier und fünf landeten Eirin Maria Kvandal und Abigail Strate. Für Qualisiegerin Nika Prevc reichte es an diesem Tag lediglich für den sechsten Platz. Agnes Reisch wurde als Achte an diesem Tag beste Deutsche. Auf den Plätzen 12 bis 14 lag mit Juliane Seyfarth, Katharina Schmid und Selina Freitag ein Trio aus DSV Athletinnen. Anna Hollandt verpasste den Finaldurchgang als 31. nur knapp.

Mit dem Skispringen ist für die Damen nach diesem Wochenende nun Schluss. An den kommenden beiden Wochenenden steht nur noch Skifliegen auf dem Plan. Nächstes Wochenende geht es nach Vikersund, bevor die Saison erstmalig für die Damen auf der Flugschanze in Planica beendet wird.

Ergebnis Samstag

Ergebnis Sonntag

Weltcup Herren

Jan Hörl und Daniel Tschofenig entscheiden die Super Team Entscheidung mit 858,6 Punkten in Lahti souverän für sich. Auf Platz zwei, Anze Lanisek und Domen Prevc. Dahinter folgt überraschend das Team aus Finnland, die im letzten Durchgang noch den Sprung auf Platz drei schafften.

Beim Super-Team-Wettbewerb im Skisprung-Weltcup in Lahti setzte sich am Sonntag das österreichische Duo Daniel Tschofenig und Jan Hörl souverän durch. Die beiden ÖSV-Adler zeigten auf der Salpausselkä-Schanze starke Sprünge und sicherten sich mit deutlichem Vorsprung den Sieg.

Finnland mit der großen Überraschung und Rang drei

Auf den Plätzen zwei und drei folgten Slowenien (Anze Lanisek und Domen Prevc) und Gastgeber Finnland. Besonders für das finnische Team war der dritte Rang ein großer Erfolg, da es der erste Podestplatz im Weltcup seit 12 Jahren war. Niko Kytosaho und Antti Aalto profitierten im letzten Durchgang durch das Schwächeln von Marius Lindvik, zeigten aber auch selbst äußerst starke Sprünge und verdienten sich diesen Podestplatz und lies das heimische Publikum damit jubeln. Niko Kytosaho war der Athlet an diesem Tag mit der Tagesbestweite von 131,0 Metern.

Deutschland verpasst Podium erneut nur knapp

Das deutsche Duo mit Philipp Raimund und Felix Hoffmann zeigte ebenfalls solide Leistungen, verpasste jedoch um 1,2 Punkte knapp das Podium und belegte am Ende den vierten Platz, wie auch schon bei den Olympischen Spielen. Die beiden Schweizer Sandro Hauswirth und Gregor Deschwanden präsentierten sich ebenso mit starken Sprüngen und landeten schlussendlich auf dem fünften Rang. Sie blieben sogar noch vor dem Duo aus Norwegen (Isak Andreas Langmo und Marius Lindvik).

Japan und Kasachstan disqualifiziert

Des weiteren kamen noch die Mannschaften aus Polen und der USA in den dritten und damit Finaldurchgang und platzierten sich auf den Rängen sieben und acht. Das Team aus Japan wurde nach dem ersten Sprung aus der Wertung genommen, nachdem Ren Nikaido mit einem zu langen Ski unterwegs war. Dies führte also zur Disqualifikation. Ebenso disqualifiziert wurde das Team aus Kasachstan aufgrund eines zu großen Schuhes.

Ergebnis

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Beim Herren Wettkampf der diesjährigen Junioren Weltmeisterschaften in Lillehammer gab es an diesem Donnerstag Nachmittag wenig Überraschungen. Favorit Stephan Embacher sichert sich erneut den Titel und ist damit der einzige Sportler, der dieses Titel drei Mal gewinnen konnte. Auf Platz zwei landete Kacper Tomasiak aus Polen vor Jason Colby aus den USA, der sich über Bronze freuen durfte.

Für Stephan Embacher läuft es derzeit wie am Schnürchen. Nach seinen zwei Podiumplatzierungen beim Skifliegen am Kulm, entschied sich der Kitzbühler dafür, den dritten Titel bei den Junioren Weltmeisterschaften ins Visier zu nehmen. Und diesen erreichte er dann auch. Er galt als großer Favorit und wurde dieser Rolle mehr als gerecht. Mit Sprüngen auf 98,0 und 98,5 Metern erzielte er 296,5 Punkte und lag damit 9,2 Punkte vor dem Zweitplatzierten Kacper Tomasiak (98,0/97,0m, 287,3 Pkt.). Diese beiden Sportler setzten sich punktemäßig deutlich ab. Auf Rang drei mit 20,5 Punkten Rückstand auf Embacher konnte sich der Amerikaner Jason Colby (98,0/96,0m, 276,0 Pkt.) den dritten Platz und damit Bronze sichern. Diese drei Sportler haben im kommenden Jahr bis zur nächsten Junioren Weltmeisterschaft nun einen zusätzlichen Startplatz für ihre Nation ersprungen.

Lukas Haagen aus Österreich, verpasste das Podium als Vierter vor Felix Trunz auf dem fünften Rang. Besonders erfreulich war zu sehen, wie vielfältig die Top Ten waren. Mit Ilya Mizernykh aus Kazachstan, Hektor Kapustik aus der Slowakei und Kaimar Vagul aus Estland lagen auf den Plätzen sechs bis acht Athleten aus kleineren, aber aufstrebenden Nationen im Skisprung.

Aus deutscher Sicht konnte sich Janne Holz in den Top Ten als Zehnter wiederfinden. Yann Kullmann als Elfter und Lasse Deimel als 13. verpassten die Top Ten dagegen knapp. Diesen Athleten aus Deutschland könnte aber die Zukunft gehören. Alex Reiter wurde 17. Nicht wie erhofft lief der Wettkampf für die Slowenen. Jaka Kramer wurde als 15. bester Slowene vor Enej Faletic als 16., der im Training noch stark dabei war.

Im Rahmen der Junioren Weltmeisterschaften findet am morgigen Freitag der Teamwettkampf der Damen statt, ehe am Samstag die Herren dran sind und abschließend der Team Wettbewerb am Sonntag auf dem Plan steht.

Ergebnis

Weltcup Damen

Nach den olympischen Spielen läuft es für Nika Prevc bereits wieder wie geschmiert. Mit ihrem 14. Weltcupsieg in der diesjährigen Saison darf die 20-Jährige Slowenin sich bereits über den Gewinn des Gesamtweltcups freuen. Doppelolympia-Siegerin Anna Odine Stroem wurde zweite, Nozomi Maruyama Dritte.

Mit 14,2 Punkten Vorsprung zeigte Nika Prevc mal wieder wo der Hammer hängt. Mit Sprüngen auf 128,5 und 124,5 Metern zeigte sie in Durchgang eins den weitesten Sprung der Konkurrenz und sicherte sich damit souverän den Sieg und gleichbedeutend damit auch bereits sechs Springen vor Saisonende, die große Kristallkugel. Anna Odine Stroem (123,0/121,5m, 282,5 Pkt.) musste sich mit Rang zwei zufrieden geben, während Nozomi Maruyama (123,5/120,5m, 270,8 Pkt.) auf Rang drei landete.

Mit den Rängen vier und sechs für Eirin Maria Kvandal und Gyda Westvold Hansen zeigten die Norwegerinnen ein starkes Teamergebnis, das außerdem durch Silje Opseth auf Rang neun komplettiert wurde. Für Westvold Hansen, die im zweiten Durchgang den weitesten Satz auf 127,5 Meter zeigte, war der sechste Platz die beste Platzierung in ihrer Spezialsprung Karriere. Punktgleich mit ihr auf Rang sechs lag auch Selina Freitag (118,5/116,5m), die damit beste Deutsche wurde. 0,6 Punkte vor Freitag lag Lisa Eder auf Platz fünf.

Aus deutscher Sicht lief es mit Ausnahme von Selina Freitag ziemlich durchwachsen. Agnes Reisch, die sich nach Platz fünf in der vorausgegangenen Qualifikation durchaus Hoffnungen auf eine gute Platzierung machen durfte, beendete den Wettkampf auf Platz 17, während Juliane Seyfarth 19. wurde. Katharina Schmid wurde 25., Anna Hollandt 28. Zwischen den beiden Deutschen auf dem 26. Rang beendete eine Rückkehrerin ihren Wettkampf. Die Slowenin Ema Klinec ging nach gesundheitlichen Problemen in dieser Saison erstmals wieder an den Start. Emely Torazza verpasste als 38. den Finaldurchgang.

Ergebnis Wettkampf

Ergebnis Qualifikation

Olympische Spiele

Deutschland erlebt sein Olympia Märchen. Philipp Raimund holt bei seinen ersten Olympischen Spielen Gold auf der Normalschanze in Predazzo. Mit einer beeindruckenden Leistung entscheidet er die erste Männer Entscheidung vor Kacper Tomasiak und auf dem geteilten dritten Platz Ren Nikaido und Gregor Deschwanden für sich.

Überglücklich strahlte Philipp Raimund nachdem er gelandet war und wusste: das könnte reichen. Mit einem Traumsprung auf 106,5 Meter und Traumnoten darf sich Raimund nun also wirklich Olympiasieger nennen. Bereits nach 102,0 Metern im ersten Durchgang lag er auf Goldkurs und hielt dem Druck stand. Über Silber durfte sich mit Sprüngen auf 103,0 und 107,0 Metern Kacper Tomasiak freuen. Bronze ging gleich an zwei Springer. Ren Nikaido und Gregor Deschwanden teilen sich den dritten Rang mit je 266,0 Punkten.

Valentin Foubert lag nach Durchgang eins noch auf Medaillen Kurs, verpasste jedoch mit einem schwächeren zweiten Sprung die Top 3 und wurde Fünfter. Ähnlich erging es Kristoffer Eriksen Sundal, der sogar noch auf den zehnten Platz zurückfiel. Top Favorit Domen Prevc, der aber zugegebenermaßen schon im Training Probleme hatte wurde guter Sechster. Stephan Embacher wurde als Siebter bester Österreicher und war damit auch der einzige Österreicher in den Top Ten.

Diese Top Ten wurden komplettiert durch Ryoyu Kobayashi auf Platz acht und Johann Andre Forfang auf Position neun. Marius Lindivk, der im gestrigen Training durchaus Ambitionen auf den Titel anmeldete tat sich an diesem Tag überraschend schwer und wurde Zwölfter.

Für die anderen deutschen lief es mehr oder weniger durchwachsen, was aber durch Raimunds Erfolg wohl hinten ansteht. Felix Hoffmann wurde 13. Andreas Wellinger 17. und Pius Paschke 23.