Weltcup Weltcup Herren

Eine windige Angelegenheit war das heute in Engelberg. Der Sieg in der Qualifikation geht mit knappem Vorsprung an den Österreicher Daniel Tschofenig. Doch auch die DSV-Athleten können durchaus zufrieden sein und qualifizieren sich allesamt für den morgigen Wettkampf.

Ganz oben stand am Ende der heutigen Qualifikation, der bereits zwei Trainingsdurchgänge vorausgegangen waren, Daniel Tschofenig aus Österreich. Mit einem Sprung auf 136,5 Meter und 170,9 Punkten holt er sich den Sieg, knapp vor dem Norweger Johann Andre Forfang. Forfang sprang zwar einen Meter weiter, hatte aufgrund der besseren Bedingungen am Ende das Nachsehen und landete mit 170,2 Punkten auf Rang zwei. Auf Platz drei platzierte sich überraschend der US Amerikaner Kevin Bickner mit einem Sprung auf 133,0 Meter und 161,9 Punkten.

Anze Lanisek bestätigte seinen Aufwärtstrend und platzierte sich auf Rang vier. Auch Lovro Kos konnte sich mit Platz sieben unter den besten Zehn platzieren, was auch für das Slowenische Team wieder hoffen lässt.

Aus deutscher Sicht taten sich besonders wieder Pius Paschke und Andreas Wellinger hervor und belegten bei starken Rückenwindbedingungen die Plätze fünf und sechs. Auch die restlichen deutschen Springer konnten sich für den morgigen Wettkampf qualifizieren.

Einen besonderen Blick gilt es auf die Nachbarn aus Österreich zu werfen. Das im Netz viel diskutierte vorläufige Weltcup Aus für Manuel Fettner warf seine Schatten voraus. Markus Müller, der den Quotenplatz über den Continentalcup holte, durfte sich in Engelberg also anstelle des Routiniers beweisen. Am Ende stand ein 36. Platz zu Buche, der die Tür für Manuel Fettner auf jeden Fall offen stehen lässt. Es wird spannend zu sehen sein wie sich Müller am morgigen Wettkampftag präsentieren wird.

Nicht in den Wettkampf schafften es vor heimischer Kulisse unter anderem Simon Ammann. Auch Roman Koudelka werden wir am morgigen Tag nicht sehen, ebenso wie den Slowenen Ziga Jelar.

Ergebnis Qualifikation

Weltcup Weltcup Damen

Genau wo sie gestern aufgehört hatte, machte Katharina Schmid am Sonntag gleich weiter. Auf der Olympiaschanze, wo ihr vor zwei Jahren der Olympiasieg noch verwehrt war, gewann sie also auch den zweiten Einzelwettkampf der Damen. Auch auf dem Podium: Ema Klinec und Lisa Eder

Katharina Schmid ist in Peking das Maß aller Dinge. Auch am Sonntag triumphierte die Oberstdorferin mit Sprüngen auf 98,0 und 98,5 Metern und damit erzielten 221,1 Punkten. Nicht ganz so dominant wie am gestrigen Tag war der Vorsprung von 12,2 Punkten auf die Zweitplatzierte Slowenin Ema Klinec (97,5/98,5m, 208,9 Pkt.). Auf Rang drei landete Lisa Eder (200,6 Pkt.), die nach einem schwächeren ersten Sprung auf 90,0 Meter nur auf dem neunten Zwischenrang lag, im zweiten Sprung jedoch mit 99,5 Metern die Tageshöchstweite erzielte. Schmid zeigte sich nach dem Wettkampf sehr zufrieden, jedoch auch erleichtert, wieder in die Heimat reisen zu können: „Ich bin wieder mal zufrieden mit dem Tag heute, auch wenn die Sprünge nicht mehr ganz so locker leicht liefen. Wir sind jetzt einfach auch genug auf der Schanze gesprungen, auch wenn ich sie sehr mag und es Spaß gemacht hat. Aber nach den nun sehr erfolgreichen zehn Tagen China, die auch einiges an Energie gekostet haben, freuen wir uns jetzt alle auf zu Hause, gutes Essen und etwas Ruhe und greifen dann in Engelberg wieder an.“

Freitag deutlich verbessert

Auf den Plätzen vier und fünf platzierten sich Sara Takanashi und Nika Prevc. Hinter diesen beiden konnte sich Selina Freitag (94,0/98,5m) auf dem sechsten Platz über eine enorme Leistungssteigerung im Vergleich zum Vortag freuen. Die Siegerin aus der Quali zuvor Jaqueline Seifriedsberger wurde Siebte. Teamkollegin Pinkelnig Neunte. Die Top Zehn wurden durch Alexandria Loutitt aus Kanada und Thea Minyan Bjoerseth aus Norwegen komplettiert.

Mit Juliane Seyfarth auf Platz 16 und Alvine Holz auf Rang 21, konnten sich zwei weitere deutsche Damen in den Punkten platzieren. Anna Hollandt (38.) erwischte keinen guten Tag und musste sich mit dem Aus nach dem ersten Durchgang begnügen. Noch schlechter als für Hollandt lief es zuvor schon in der Qualifiaktion unter anderem für Marita Kramer und Nika Vodan, die sich beide nicht für den Wettkampf qualifizieren konnten.

Am kommenden Wochenende werden die Damen wieder zusammen mit den Männern an gleicher Stelle um die Siege kämpfen. Los geht’s am Freitag mit zwei Trainings, ehe am Samstag und Sonntag dann jeweils Qualifikation und Wettkampf auf der Agenda steht.

Ergebnis Sonntag

Ergebnis Qualifikation

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Die Damen kehren nach den Olympischen Spielen vor zweieinhalb Jahren zurück nach China. Und Katharina Schmid dominiert dort. Sie gewinnt den ersten Einzelwettbewerb mit 27 Punkten Vorsprung vor Eirin Maria Kvandal und Nika Prevc.

Katharina Schmid beeindruckt in diesen Tagen in China. Nachdem sie schon letztes Wochenende die beiden ICOC’s gewonnen hatte, baut sie nun auch im Weltcup ihre Führung weiter aus. In der Qualifikation tags zuvor, musste die Oberstdorferin noch Nika Prevc den Vortritt lassen. Jaqueline Seifriedsberger wurde in der Qualifikation Dritte. Fast alle deutschen Springerinnen konnten sich einen Platz im Wettkampf sichern, einzig Emily Torazza musste am Samstag dann zuschauen.

Nach dem ersten Durchgang am heutigen Samstag jedoch lag eine andere Athletin in Führung. Eirin Maria Kvandal sprang 105,0 Meter und damit fünf Meter weiter als Schmid im ersten Durchgang. Schmid jedoch konterte diese Weite im zweiten Sprung sogar noch und erzielte mit 106,0 Meter die Tagesbestweite. Es war der Sprung zum Sieg! Kvandal kam im zweiten Versuch nämlich „nur“ auf 94,5 Meter und lag am Ende sage und schreibe 27 Punkte hinter Schmid auf dem zweiten Rang. Nika Prevc, nach dem ersten Durchgang noch auf dem sechsten Platz liegend, verbesserte sich deutlich und konnte 0,1 Punkte hinter Kvandal den dritten Platz erpringen.

Norwegen geschlossen stark

Prevc’s Teamkollegin Ema Klinec machte einen guten Wettkampf und sicherte sich mit Rang vier die beste Platzierung in der laufenden Saison. Auf dem fünften Platz konnte man im Endresultat Eva Pinkelnig aus Österreich finden, ehe auf den Plätzen sechs bis acht (Thea Minyan Bjoerseth, Ingvild Synnoeve Midtskogen, Anna Odine Stroem) drei weitere Norwegerinnen lagen, die damit ein insgesamt sehr starkes Teamergebnis machten. Die Top Ten wurden von den beiden Italienerinnen Lara Malsiner und Annika Sieff komplettiert.

Restliches deutsches Team enttäuscht

Für das restliche deutsche Team lief es dagegen nicht wirklich gut. Mit Selina Freitag und Alvine Holz kamen nur zwei weitere deutsche Damen in den zweiten Durchgang. Holz zeigte im ersten Sprung eine sehr gute Weite und lag auf dem aussichtsreichen elften Rang, im zweiten Sprung fiel die junge Deutsche noch auf den 23. Rang zurück. Freitag platzierte sich als 17. Juliane Seyfarth (31.) und Anna Hollandt (36.) blieb im Finale nur die Zuschauerrolle.

Ebenso nicht zufrieden dürften ausgenommen von Nika Prevc und Ema Klinec die Sloweninnen sein. Tina Erzar 27.) und Nika Vodan (29.) konnten zwar Punkte sammeln. Zumal Nika Vodan (damals noch als Kriznar) auf der Olympiaschanze von 2022 damals die bronzene Medaille holte.

Am morgigen Sonntag findet um 08:00 Uhr deutscher Zeit die Qualifikation statt, bevor um 09:30 Uhr der zweite Einzelwettkampf startet.

Ergebnis Qualifikation 13.12.24

Ergebnis Wettkampf 14.12.24

Weltcup Weltcup Herren

Die gestrige Qualifikation im polnischen Wisla war von starken Schneefall geprägt. Etwas überraschend war das der Dominator aus dem Training Jan Hörl nur 12. wurde. Teamkollege Tschofenig sichert sich dagegen den Scheck für den Qualifikationssieger.

Daniel Tschofenig (131,8 Punkte), der im Training zuvor mit den Plätzen elf und drei, solide Leistungen zeigte, konnte sich mit einem Sprung auf 125,5 Metern bei Rückenwindbedingungen den Sieg in der Qualifikation erspringen. 2,3 Punkte hinter ihm kam der Schweizer Gregor Deschwanden auf 131,0 Meter auf den zweiten Platz. Der Gesamtweltcupführende Pius Paschke (129,1 Punkte) landete bei 126,5 Metern und damit auf dem dritten Rang.

Auf Platz vier folgte mit dem Japaner Ren Nikaido eine Überraschung. Er sprang wie Paschke auf 126,5 Meter. Die noch größere Überraschung in der Qualifikation kommt jedoch aus der Schweiz: Felix Trunz kam auf 130,0 Meter und platzierte sich damit auf Rang acht. Mit diesem jungen Athleten haben die Schweizer wieder ein aussichtsreiches Talent in ihren Reihen, nachdem er ja im Sommer schon einige gute Platzierungen erzielen konnte.

Die polnischen Zuschauer konnten sich in Wisla über einen Comebacker freuen: Piotr Zyla. Ein Sprung auf 130,0 Meter brachten ihn letztlich auf den siebten Platz, mit dem er wohl sehr zufrieden sein sollte. Die Top Ten wurden durch Andreas Wellinger auf Rang fünf, Maximilian Ortner auf Platz sechs, Artti Aigro als Neunter und Marius Lindivk auf Rang zehn komplettiert.

Die beiden Top Favoriten aus Österreich Jan Hörl und Stefan Kraft schwächelten im Qualifikationsprung dagegen etwas. Hörl wurde 12., kann aber wohl aufgrund der zuvor gewonnenen Trainingsdurchgängen selbstbewusst auf den Samstag blicken. Kraft hatte auf der Adam-Malyz Schanze dagegen mehr Probleme. Im Training wurde er Achter und Sechster, in der Qualifikation landete er mit 122,0 Metern gar nur auf dem 22. Platz.

Die deutschen Athleten konnten sich bis auf Adrian Tittel (56.) alle für den Wettkampf qualifizieren. Stephan Leyhe war hinter Paschke auf Rang 12, zweitbester Deutscher. Markus Eisenbichler und Philipp Raimund sicherten sich mit Rang 16 und 26 souverän eine Wettkampfteilnahme. Karl Geiger erwischte einen schwächeren Sprung, qualifizierte sich jedoch als 36.

Neben Tittel konnte sich auch Domen Prevc keinen Platz im Wettkampf sichern. Allgemein zeigte das slowenische Team weiterhin schwach. Aber auch das Team aus Norwegen dürfte mit ihren Ergebnissen nicht besonders zufrieden sein.

Der heutige Wettkampf startet um 15:05 Uhr.

Ergebnis Qualifikation 6.12.24

Ergebnis Training 6.12.24

SGP Damen SGP Herren Sommer Grand Prix

Die Zuschauer bekamen am Sonntag in Klingenthal einen spannenden Mixed Team Bewerb geboten, bei dem sich etwas überraschend das deutsche Team vor den favorisierten Norwegern durchsetzen konnte. Auf Rang drei landete Österreich.

In der Besetzung Selina Freitag, Pius Paschke, Katharina Schmid und Andreas Wellinger brachte das deutsche Team die heimischen Fans zum jubeln. Nach Durchgang eins noch knapp auf Platz zwei liegend, zeigten alle Athleten im zweiten Sprung sehr überzeugende Sprünge und nutzten einen Patzer von Marius Lindvik, der im zweiten Durchgang auf „nur“ 130,0 Meter kam und damit den Sieg noch in letzter Sekunde verschenkte. Besonders hervorzuheben ist hier mit Sicherheit Pius Paschke, der einen bärenstarken Tag erwischte und im zweiten Durchgang mit der Tagesbestweite von 142,5 Metern glänzen konnte. Auch Selina Freitag verbesserte sich hier noch von 124,0 Meter auf 136,0 Meter und trug hiermit zum Sieg bei.

Überraschung für das deutsche Team, die Freude darüber war groß

Andreas Wellinger zeigte sich gegenüber skispringen-news.de positiv überrascht über den Ausgang des Springens: „Mit dem Sieg habe ich überhaupt nicht gerechnet. Meine Herangehensweise war daher auch mich nur auf den zweiten Sprung zu konzentrieren, der mir dann auch deutlich besser gelungen ist. Nach der Landung dachten wir alle, dass wir den zweiten Platz damit absichern können. Dass es jedoch unter dem Strich doch noch zum Sieg gereicht hat, ist toll und hat uns alle vier überrascht. Aber wir nehmen den Erfolg natürlich sehr gerne mit.“

Ähnlich überrascht wie Wellinger äußerte sich auch Lokalmatadorin Selina Freitag: „Es war heute richtig knapp und mit dem Sieg am Ende auch überraschend für uns. Man sieht, dass wir vorne alle sehr dicht beisammen sind und Kleinigkeiten letztlich entschieden haben. Ich hatte einen coolen zweiten Durchgang, den ich mitnehme, genauso wie dem gegenüber gestern verbesserten Telemark.“

Norwegen verschenkt den Sieg, Österreich auf drei

Am Ende waren es also 3,6 Punkte Vorsprung vor den Norwegern Thea Minyan Bjoerseth, Halvor Egner Granerud, Eirin Maria Kvandal und Marius Lindvik. Team Österreich um Lisa Eder, Jan Hörl, Jacqueline Seifriedsberger und Daniel Tschofenig lag nach Runde eins noch auf dem undankbaren vierten Rang und konnten sich aber noch auf das Podium springen. Damit tauschten sie die Position mit dem japanischen Team, das von Yuki Ito, Ren Nikaido, Nozomi Maruyama und Ryoyu Kobayashi vertreten wurde.

Enttäuschende Leistung vom slowenischen Team

Enttäuscht über den fünften Rang dürfte schlussendlich wohl das Team aus Slowenien sein. Tina Erzar, Anze Lanisek, Nika Vodan und Timi Zajc blieben allesamt hinter den eigenen Erwartungen zurück. Die 16 jährige Tina Erzar, die erstmals in einem Team Bewerb aufgeboten worden war, zeigte am ehesten die von ihr erwartenden Leistung.

Die Teams aus Frankreich, Italien und Polen sammelten mit den Plätzen sechs bis acht ebenso Punkte. Nicht von sich behaupten dürfen das hingegen die Teams aus der USA, Schweiz und Finnland. Für diese Nationen war schon nach Runde eins Feierabend.

Die Nationenwertungen sicherten sich bei den Herren die Österreicher und bei den Damen die Japanerinnen. Nun geht es also in die finale Vorbereitung für den bevorstehenden WM Winter. Für das deutsche Team steht kommendes Wochenende die deutsche Meisterschaft in Garmisch-Partenkirchen auf dem Plan. Cheftrainer Stefan Horngacher dürfte also gespannt sein wie seine Schützlinge sich nächste Woche präsentieren und ist sehr zufrieden mit dem Wochenende in Klingenthal: “ Wir haben uns mannschaftlich sehr geschlossen präsentiert. Auch unsere nationale Gruppe hat hier überzeugt. Leider war der Einzelwettkampf gestern von unterschiedlichen Windbedingungen beeinflusst, aber die Sprünge waren gut. Sehr gut in Form ist momentan Pius Paschke, der gerade etwas heraussticht, aber das hilft natürlich immer dem gesamten Team weiter.“

Ergebnis Mixed

SGP Herren Sommer Grand Prix

In einem Wettkampf in dem die Athleten mit wechselnden Winden zu kämpfen hatten, setzte sich Marius Lindvik vor Timi Zajc und Halvor Egner Granerud durch. Der Kampf um die Gesamtwertung war bereits nach Durchgang eins entschieden, da Alex Insam keine Punkte sammeln konnten. Pawel Wasek aus Polen entschied diese Wertung für sich.

Wie die Norweger bereits im Training andeuteten, wollten sie heute den Angriff auf den Tagessieg starten. Und dies gelang. Marius Lindvik kam mit Weiten von 137,0 und 138,5 Metern auf 274,9 Punkte und lag damit vor dem Slowenen Timi Zajc (142,0/136,0m), der auf 271,7 kam. Er hatte im zweiten Durchgang deutlich besseren Wind als der Norweger und musste Lindvik den Vortritt lassen. Lindvik äußerte sich gegenüber Skispringen-news.de nach dem Wettkampf sehr zufrieden: „Ich bin mit dem Wettkampf sehr zufrieden. Vor allem der zweite Sprung war sehr gut und mein bester hier an diesem Wochenende in Klingenthal.“ Lindviks Teamkollege Halvor Egner Granerud (270,5 Pkt.) lag mit Sprüngen auf 137,0 und 136,5 Meter auf dem dritten Platz.

Pius Paschke (266,1 Pkt.), der nach Runde eins noch auf Podiumskurs lag, kam im zweiten Durchgang auf 136,5 Meter und fiel durch bessere Windbedingungen als die Konkurrenz noch auf den undankbaren vierten Platz zurück. Die Norweger zeigten generell eine starke Teamleistung bei der sich mit Kristoffer Eriksen Sundal (5.) und Johann Andre Forfang (9.), noch zwei weitere Athleten in den Top Ten platzieren konnten.

In Abwesenheit von Stefan Kraft und Manuel Fettner, platzierte sich für Team Austria Daniel Tschofenig als Siebter und Clemens Aigner auf Rang Zehn ebenso in den Top Ten. Diese wurden komplettiert von Ryoyu Kobayashi auf Rang sechs und Andreas Wellinger auf Rang acht. Gerade Wellinger hatte sich vor eigenem Publikum mit Sicherheit mehr erhofft.

Die restlichen deutschen Athleten Markus Eisenbichler (14.), Stephan Leyhe (15.), Luca Roth (18.), Karl Geiger (20.), Philipp Raimund (21.), Constantin Schmid (26.) und Felix Hoffmann (29.) konnten sich in den Punkterängen wiederfinden. Nur Adrian Tittel schied nach dem ersten Durchgang als 37. aus. Aber er war in bester Gesellschaft. Auch Domen Prevc, der die Woche zuvor noch zwei Podiumsplätze beim Continentalcup feiern durfte, landete schlussendlich auf Rang 45.

Gesamtwertung geht an Wasek, unglücklicher Ausgang für Alex Insam

In der Sommer Gesamtwertung lief es besonders für den Italiener Alex Insam äußerst unglücklich, nachdem er nicht in die Punkteränge kam, reichte es am Ende um einen Punkt nicht mal mehr für das Podium in der Sommerwertung. Pawel Wasek verteidigte hier das Gelbe Trikot und war nach dem Wettkampf trotz des 25. Platzes überglücklich: „Ich freue mich sehr über den Gesamtsieg des Sommer Grand Prix. Es zeigt, dass wir in der Sommervorbereitung gute Arbeit geleistet haben und für den Winter gut vorbereitet sind. Mein Ziel ist es, dort auch gute Sprünge zu zeigen und mir ein Ticket für die Weltmeisterschaften in Trondheim zu sichern.“ Stefan Kraft konnte sich hier in der Heimat über den zweiten Platz freuen. Marius Lindiv, kam durch den Tagessieg noch auf Rang drei.

Am morgigen Sonntag steht in Klingenthal um 14:45 noch das Mixed Team an, welches den Abschluss des Sommers bilden wird. Dieser wird noch in die Nationenwertung einfließen, die Österreich bei den Herren aber schon für sich entschieden hat. Hier wird nur noch von Polen und Norwegen um die Plätze zwei und drei gekämpft. Bei den Damen führt Japan diese uneinholbar vor Italien und Slovenien an.

Ergebnis Tageswertung

Ergebnis Gesamtwertung

SGP Herren Sommer Grand Prix

Für Marius Lindvik lief es an diesem Wochenende wie am Schnürchen. Nachdem er sich mit Platz sieben in der Qualifikation am Freitag noch etwas Luft nach oben lies, zeigte er dann schlussendlich in beiden Wettkämpfen, das an ihm kein Vorbeikommen war. In überlegener Manier siegte er beide Male vor dem Esten Artti Aigro, der erstmals in seiner Karriere auf dem Podium zu finden war. Gregor Deschwanden sicherte sich am Samstag den dritten Platz, während der US Amerikaner Tate Frantz am Sonntag sein erstes Podium feierte.

Etwas überraschend war es schon, dass das gesamte norwegische A-Team nach Polen zum nachgeholten Sommer Grand Prix reiste. Allerdings fehlten trotzdem einige Topstars der Szene, zum Beispiel auch das komplette deutsche Team, das sich beim COC in Trondheim Erfahrung auf der WM Schanze der nächsten Saison holen sollte. Ebenso gingen die Österreicher Manuel Fettner und Daniel Huber diesen Weg, während Stefan Kraft und Michael Hayböck gar ein sprungfreies Wochenende einlegten. Auch die Slowenen waren nur mit drei Athleten am Start.

Nach dem „Erdrutsch“ vor ein paar Wochen, weshalb der Sommer Grand Prix vorläufig abgesagt werden musste und letztendlich dann auf dieses Wochenende verschoben wurde, war der Veranstalter natürlich froh die Schanze beziehungsweise den Auslauf wieder sprungbereit gebracht zu haben. Zwar gingen nicht wie geplant sowohl Herren als auch Damen an den Start, sondern letztendlich nur die Herren, da die Damen in Trondheim einen COC zur Wahl hatten und sich beinahe alle Top Athletinnen in Norwegen gemeldet hatten.

Aber nichts desto trotz, sahen die Zuschauer in Wisla interessante Wettkämpfe. Die Qualifikation am Freitag Abend entschied Johann Andre Forfang vor Artti Aigro und Tate Frantz für sich. Am darauffolgenden Samstag hatte Forfang’s Teamkollege Lindvik dann einen Sahnetag. Er kam auf Weiten von 133,0 und 135,5 Meter und lag damit mit einer Gesamtpunktzahl von 282,4 Punkten, 14,3 Punkte vor dem Zweitplatzierten aus Estland, Artti Aigro (130,0/133,5m, 268,1 Pkt.). Gregor Deschwanden (264,3 Pkt.) wurde mit Sprüngen auf 129,0 und 130,0 Meter Dritter. Qualisieger Forfang fand sich nach starken 132,5 Meter im ersten Durchgang nach einem etwas schwächeren Sprung auf 129,0 Meter auf dem undankbaren vierten Platz wieder. Ein weiterer Norweger in den Top Ten war Kristoffer Eriksen Sundal auf Rang sieben.

Alex Insam unterstrich seine starke Sommer Form mit dem fünften Platz, knapp vor Tate Frantz (6.). Aus polnischer Sicht konnten sich die heimischen Fans über Aleksander Zniszczol und Dawid Kubacki auf den Rängen acht und neun freuen. Killian Peier komplettierte die Top Ten.

Am Sonntag ging es dann bei Sonnenschein in die Qualifikation, die vor allem die Noweger zum Strahlen brachte, aber auch die polnischen Fans. Marius Lindvik entschied die Qualifikation vor seinen Teamkollegen Granerud und Forfang für sich. Danach folgten auf den Plätzen vier bis sechs, drei polnische Athleten. Dawid Kubacki lag hier vor Jakub Wolny, der nach längerer Abstinenz wieder eine Chance im Weltcup bekam. Außerdem wurde Zniszczol Sechster und Pawel Wasek Neunter.

Im darauffolgendem Wettkampf, war aber abermals kein Vorbeikommen an Lindvik, der sich mit Sprüngen auf 139,5 und 131,5 Meter 284,3 Punkte sicherte. Aigro (134,0/131,0m) lag dieses Mal zehn Punkte hinter dem Norweger. Tate Frantz kam auf Weiten von 132,5 und 131,5 Meter und durfte sich damit über sein erstes Podium freuen.

Dieses blieb auch an diesem Tag Johann Andre Forfang verwehrt, der wieder den vierten Rang belegte. Dicht gefolgt von seinen Teamkollegen Granerud und Sundal auf den Plätzen fünf und sechs. Pawel Wasek wurde als Siebter bester Pole. Wieder in Top Ten fanden sich außerdem erneut Alex Insam (8.) als auch Gregor Deschwanden (9.).

Ergebnis Qualifikation Freitag, 13.09.24

Ergebnis Einzel Samstag, 14.09.24

Ergebnis Qualifikation Sonntag, 15.09.24

Ergebnis Einzel Sonntag, 15.09.24

Slowenischer Skiverband Weltcup Damen

Der bisherige, äußerst erfolgreiche Damentrainer in Slowenien Zoran Zupancic, tritt ab. In seine Fußstapfen tritt eine weitere Größe im slowenischen Skisprung: Jurij Tepes.

Nachdem Zoran Zupancic bereits vor zwei Jahren seinen Rücktritt angekündigt hatte und es dann aber kurz darauf einen Rücktritt vom Rücktritt gab, ist es dieses Mal wirklich so weit. Mit Gesamtweltcupsiegen durch Nika Kriznar und Nika Prevc, einem WM Titel durch Ema Klinec und der ein oder anderen Olympiamedaille, kann Zupancic auf eine erfolgreiche Zeit in seinem Heimatland als Trainer zurückblicken.

Bei einer Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch in Ljubljana sagte der scheidende Coach: „Man muss auf sich selbst schauen, auch auf seinen Kopf, auf sein Herz. Ich habe die Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt getroffen, es ist definitiv einfacher mit erhobenem Haupt zu gehen als mit gesenktem Kopf. Die Nationalmannschaft ist jung, und es gibt auch sehr starke, junge Sportlerinnen, die nachrücken. Ich denke, sie haben eine wirklich gute Zeit vor sich.“ Er plant nun mit einer Auszeit, wird aber Angebote prüfen, die er auch bereits erhalten habe. Man darf gespannt sein ob und in welcher Funktion man Zupancic im kommenden Winter wiedersehen werden.

Ein Nachfolger steht bereits fest und ist kein Unbekannter. Jurij Tepes, der 2020 seine Karriere beendete und seitdem als Nachwuchstrainer im Damenbereich in Slowenien gearbeitet hat, wird ab der kommenden Saison die Posititon des Cheftrainers bekleiden. Wer ihm als Co-Trainer zur Seite stehen wird ist bis jetzt nicht bekannt.

Fakt ist, das dem slowenischen Damenteam eine interessante Saison bevorstehen wird. Denn Tepes hat in der vergangenen Saison an der Seite von Sten Baloh die aktuelle Junioren Weltmeisterin Tina Erzar geformt, der nun wohl der Sprung in das Damen Team bevor steht, sollte sie ihre Leistungen vom vergangenem Winter bestätigen. Und auch Taja Bodlaj, die bei der Heim Junioren WM Bronze holte, will sich im Damen Team etablieren und zeigen was in ihr steckt. Für beide könnte es ein Vorteil sein nun auch auf diesem Niveau mit Tepes zusammenzuarbeiten, der sie zuletzt in den Jugendmannschaften gefördert hatte.

DSV Weltcup Damen

Das es im deutschen Damenteam frischen Wind nach der gerade beendeten Saison geben wird, war bereits klar. Nun steht fest wer den Posten des Cheftrainers der Damen übernehmen wird. Und dieser ist eine Größe in der Skisprungszene: Heinz Kuttin.

Zum Saisonstart 2024/2025 wird der Österreicher, der zuletzt DSV intern als Sprungtrainer bei der Nordischen Kombination tätig war, das Amt des verantwortlichen Bundestrainer des Damenteams übernehmen. Thomas Juffinger, der bis zuletzt verantwortlich war, wird nach seiner interimsmäßigen Cheftrainerfunktion in der letzten Saison, wieder seine bisherige Funktion als CO-Trainer einnehmen.

Kuttin hat bereits ein großes Ziel im Blick und sagt über seine neue Aufgabe: „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe. Mit Blick auf die Zukunft gilt es, junge Athletinnen mit der richtigen Methodik und Strategie kontinuierlich weiterzuentwickeln. Wir wollen vom Nachwuchs bis hinauf in die Weltspitze erfolgreich sein. Ein besonderer Fokus liegt natürlich auf dem Nationalteam. Hier wollen wir im WM-Jahr gute Leistungen zeigen und bei den Nordischen Weltmeisterschaften in Trondheim um Medaillen mitkämpfen.“

Auch DSV-Sportdirektor Weltcup Skisprung/Nordische Kombination Horst Hüttel freut sich auf den neuen Bundestrainer und hat nur schätzende Wort für Kuttin über: „Heinz Kuttin hat vier Jahre lang sehr gute Arbeit in der Nordischen Kombination geleistet und ein Stück weit nach einer Veränderung gesucht. Er kann auf einen enormen Erfahrungsschatz und auf eine sehr erfolgreiche Vita als Skisprungtrainer zurückblicken. Er wird nun all sein Knowhow ins Damenteam einbringen und wir freuen uns sehr auf diese neue Konstellation.

Auch im Trainerteam der Herren wird es Änderungen geben

Wie von seitens des Deutschen Skiverbandes außerdem bekannt gegeben wurde, wird Michal Dolezal als Co Trainer nicht mehr zur Verfügung stehen. Der Tscheche, der das Team um Stefan Horngacher verstärkte, verlässt den DSV auf eigenen Wunsch. Wohin sein Weg führt und wer sein Amt übernehmen wird steht zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht fest.

Raw Air Weltcup Damen

Es war ein ereignisreicher Morgen in Vikersund. Ein Sturz im Probedurchgang, ein neuer Weltrekord durch Silje Opseth, Kvandal, die sich die Raw Air Wertung und den Tagessieg holte und Nika Prevc die sich den Gesamtweltcupsieg im Weltcup sicherte.

Am Sonntag war es dann soweit! Nachdem die Damen gestern genauso wie auch die Herren nicht fliegen durften, begann am heutigen Sonntagmorgen der Probedurchgang planmäßig um 09:15 Uhr. Und hier gab es direkt ein Highlight welches unsanft endete. Silje Opseth segelte auf 236,5 Meter, konnte den Sprung jedoch nicht stehen und stürzte kopfüber in den Schnee. Glücklicherweise erlitt sie nur Schürfwunden im Gesicht und konnte im anschließenden Wettkampf an den Start gehen. Außer Opseth konnte nur Teamkollegin Eirin Maria Kvandal die magische 200 Meter Marke überfliegen. Sie startete aus Gate 16 und damit sieben Gates tiefer als ihre Teamkollegin Opseth einige Springerinnen zuvor.

Opseth mit neuen Weltrekord

Am Ende hinderten die Spuren im Gesicht, Silje Opseth (425,2 Pkt.) nicht daran einen sehr starken Wettkampf zu zeigen. Der erste Sprung ging auf 203,0 Meter und im zweiten Durchgang kam sie auf 230,5 Meter, welche einen neuen Weltrekord der Damen bedeutete. Eirin Maria Kvandal (431,2 Pkt.) sicherte sich den Tagessieg mit Weiten auf 202,0 und 212,0 Metern. Die bisherige Weltrekordhalterin Ema Klinec (375,9 Pkt.) aus Slowenien komplettierte das Podium als Dritte mit Weiten auf 197,0 und 203,0 Metern.

Schmid kratzt an den 200 Metern, muss sich aber weiter gedulden

Aus deutscher Sicht bleibt das große Warten auf die 200 Meter. Weder Katharina Schmid (183,5/195,0m), noch Selina Freitag (165,0/169,5m) konnten die magische Grenze knacken. Schmid war nach ihrem zweiten Sprung auf 195,0 Meter zwar zufrieden, aber sie zeigte es an, es war wieder sehr knapp und das große Ziel die 200 Meter blieben erneut aus. Jedoch konnte sich Schmid mit diesem Sprung noch drei Plätze nach vorne arbeiten und wurde am Ende gute Vierte. Es bleibt abzuwarten ob sie sich selbst noch eine Chance in der kommenden Saison geben wird ihr großes Ziel zu erreichen oder ob sie ihre Karriere beenden wird. Selina Freitag belegte den 16. Rang.

Hinter Schmid landeten die beiden Japanerinnen Yuki Ito (200,0/185,0m, 348,1 Pkt.) und Sara Takanashi (188,0/188,0m, 344,5 Pkt.) auf den Plätzen fünf und sechs. Jaqueline Seifriedsberger (191,5/180,5m, 333,9 Pkt.) und Teamkollegin Eva Pinkelnig (194,0/180,0m, 329,2 Pkt.) wurden Siebte und Neunte. Alexandria Loutitt aus Kanada, fiel nach einem schwächeren zweiten Versuch auf 177,0 Meter noch auf den achten Rang zurück. In Durchgang eins zeigte sie noch 200 Meter und lag damit zwischenzeitlich auf Rang fünf. Nika Kriznar (182,0/184,5m, 328,6 Pkt.) beendete den Wettkampf als Zehnte.

Nika Prevc gewinnt den Gesamtweltcup

Für Nika Prevc (190,5 und 161,0 Meter) lief es auf der Flugschanze nicht ganz so wie gewünscht, aber am Ende dürfte ihr das alles egal sein. Mit ihrem elften Platz im heutigen Wettkampf sichert sich die Slowenin den Sieg im Gesamtweltcup und darf sich nun auf des Saisonabschluss in ihrer Heimat in Planica freuen und sich dort dann zurecht feiern lassen!

Raw Air Wertung geht an Kvandal

Eirin Maria Kvandal (1790,4 Pkt.) konnte sich mit ihrem Tagessieg das Preisgeld für den Gesamtsieg in der Raw Air Wertung sichern. Außerdem landeten Teamkollegin Silje Opseth (1638,4 Pkt.) und Eva Pinkelnig (1634,9 Pkt.) auf dem Podium in der Gesamtwertung.

Ergebnis

Ergebnis Gesamtwertung Raw Air