Vierschanzentournee
Wo wird gesprungen?

Das traditionelle Auftaktspringen der Vierschanzentournee findet bereits seit 1953 jährlich in der Audi Arena Oberstdorf statt. Diese trug jedoch früher noch den Namen Schattenbergschanze, später den Namen Erdinger Arena, bevor sie hren jetzigen Namen Audi Arena erhielt. Oberstdorf ist ein beliebter Touristenort im Süden Bayerns, der mit dem Nebelhorn und den Allgäuer Alpen zahlreiche Möglichkeiten für Wintersport ebenso wie zum Wandern im Sommer bietet. Die Anlage wird zudem Austragungsort für die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften im Februar/März 2021 sein.

Die Schanzendetails der Audi Arena Oberstdorf im Überblick:
Hillsize:137 m
K-Punkt:120 m
Schanzenrekord:143,5 m (Sigurd Petterson, 29.12.03)
Baujahr:1946 (letzter Umbau: 2003)
Zuschauerkapazität:27.000

Programm:

Montag, 28.12.20
14:30 Uhr – Offizielles Training
16:30 Uhr – Qualifikation (ZDF, Eurosport)

Dienstag, 29.12.20
14:30 Uhr – Training Team Polen
15:00 Uhr – Probedurchgang
16:30 Uhr – Einzelwettbewerb (ZDF, Eurosport) – k.o.-Modus entfällt, 62 Athleten startberechtigt

National Slowenischer Skiverband

Favoritensieg bei den slowenischen Meisterschaften. Bei den Titelkämpfen in Planica setzte sich Anze Lanisek vor Peter Prevc und Domen Prevc durch. Letzterer sicherte sich damit auch das letzte verbliebene Ticket für die Vierschanzentournee.

Wenn es derzeit etwas positives aus Slowenien zu berichten gibt, dann hat dies meist mit Anze Lanisek zu tun. So gewann der aktuell Weltcup-Gesamtfünfte die slowenischen Meisterschaften mit deutlichem Vorsprung. Mit zwei Sprüngen auf 136,5 Meter erzielte er in beiden Durchgängen die größte Weite und gewann souverän mit 285,2 Punkten. Auf Rang zwei platzierte sich der ehemalige Weltcup-Dominator Peter Prevc (267,5 Punkte), der bei 130 und 132,5 Metern landete. Für den ältesten Prevc-Bruder ein gutes Ergebnis, zumal er in den letzten Wochen nur vereinzelt Ansätze von Normalform zeigen konnte. Gleiches gilt auch für Domen Prevc, der erst bei der Skiflug-WM in die Saison gestartet war. Mit zwei Sprüngen auf 130,5 Metern und 262,4 Punkte gelang dem 21-Jährigen der Sprung aufs Podest. Die weiteren Plätze belegten Routinier Jernej Damjan (258 Punkte), Tilen Bartol (257,5) und Cene Prevc (256,3). Mit 136 Metern im Finale war der mittlere Prevc-Bruder jedoch der einzige Springer, der zumindest in einem Durchgang mit dem Gewinner mithalten konnte. Für den zweitbesten Slowenen im Weltcup, Bor Pavlovcic, reichte es mit Sprüngen auf 127,5 und 128,5 Metern überraschenderweise nur für Platz acht. Für Timi Zajc ist es weiterhin eine Saison zum vergessen. So schaffte es das vielleicht größte Slowenische Talent mit Sprüngen auf 123,5 und 126,5 lediglich auf Rang zehn.

Dreimal Prevc aber kein Timi Zajc: Das slowenische Tournee-Team steht

Nach den slowenischen Meisterschaften wurde auch das Tournee-Team endgültig benannt. An der Spitze steht Anze Lanisek, der um Weltcup und bei den Meisterschaften bewies, dass er ein Geheimtipp für ganz vorne sein könnte. Dazu gesellt sich Ziga Jelar, der bei den nationalen Titelkämpfen nicht am Start war und zum anderen alle drei Prevc-Brüder. Während die übrigen fünf Springer gesetzt waren, löste Domen Prevc bei den Meisterschaften das letzte Ticket. Für Timi Zajc folgte nach der Suspendierung bei der Skiflug-WM somit gleich der nächste bittere Tiefschlag.

Favoritensieg für Nika Kriznar

An gleicher Ort und Stelle trugen auch die Damen ihre Meisterschaften aus. Hier gewann ebenfalls erwartungsgemäß Nika Kriznar mit 227.4 Punkten (115 m und 125.5 m) vor Ursa Bogataj (118.5 m und 122 m; 217.9 Punkte) und Jerneja Brecl (109.5 m und 117 m; 199.1 Punkte). Die beiden Bestplatzierten konnten bereits beim Saisonauftakt in Ramsau mit Rang zwei und vier ihre hervorragende Form unter Beweis stellen. Auf Platz vier folgte, die zuletzt im Alpencup erfolgreiche, Nika Prevc, die 110 und 105 Meter sprang. Sechste wurde die erfahrene Weltcup-Springerin Spela Rogej.

Ergebnis Herren
Ergebnis Damen

National Polnischer Skiverband

Kurz vor Weihnachten fanden am Dienstag die polnischen Meisterschaften in Wisla statt. Tomasz Pilch sicherte sich den Meistertitel auf der Adam-Malysz-Schanze und setzte sich mit 136 Meter gegen die Konkurrenz durch. Bei den Damen holte Kamila Karpiel den Sieg.

Überraschend landete der 20-Jährige Tomasz Pilch bei den polnischen Meisterschaften auf Rang 1 und gewann erstmals Gold bei polnischen Meisterschaften. Silber in dem von stark wechselnden Winden geprägten Wettbewerb sicherte sich Dawid Kubacki mit einer Weite von 126 Metern. Andrzej Stekala vervollständigte das Podium mit 128,5 Metern und holte Bronze.

Kamil Stoch landete nur auf 105 Metern und auf einem für ihn enttäuschenden fünfzehnten Platz. Gleiches galt für Piotr Zyla, der sich einen Platz hinter Stoch einreihte. Aufgrund der Windbedingungen und eines gefährlichen Sturzes von Kinga Rajda im Frauenwettbewerb wurde der zweite Durchgang abgesagt.

Bei den Damen holte sich somit Kamila Karpiel (113 Meter) den Meistertitel. Kinga Rajda, die den Abend ihres 20. Geburtstags nach ihrem Sturz im Krankenhaus verbringen musste, holte mit ihrer Weite von 110 Meter dennoch Silber. Rajda blieb glücklicherweise von schweren Verletzungen verschont. Sie musste sich den zweiten Platz allerdings teilen, denn Joanna Szwab landete mit der exakt gleichen Weite und Punktzahl ebenfalls auf Rang zwei.

Quelle: Skijumping.pl / SkokiPolska

ÖSV Vierschanzentournee

Wie der österreichische Skiverband (ÖSV) am Mittwoch bekannt gegeben hat, wurde auch Stefan Kraft für die 69. Vierschanzentournee im ÖSV-Team nominiert.

Stefan Kraft, der aufgrund von akuten Rückenproblemen seit dem ersten Tag der Skiflug-WM in Planica pausieren musste, kehrt nun zurück in den Weltcup. Nach einigen Tagen Ruhe ist der Österreicher wieder ins Training auf der Schanze eingestiegen und darf nun hoffen, bei der Vierschanzentournee seine ersten Weltcup-Punkte in dieser Saison sammeln zu können.

Neben Stefan Kraft nominierte ÖSV-Chefcoach Andreas Widhölzl demnach Philipp Aschenwald, Michael Hayböck, Daniel Huber, Jan Hörl, Thomas Lackner und Markus Schiffner. Besonders Michael Hayböck und Daniel Huber präsentierten sich in den vergangenen Wettbewerben stark und gehören definitiv zum erweiterten Favoritenkreis beim diesjährigen Kampf um den goldenen Adler. Doch auch wenn Stefan Kraft eine „Wundertüte“ bleibt, wie er sich aktuell selbst bezeichnet, sollte man ihn wohl nicht ganz vergessen. Sein erster und einziger Flug in Planica hat gezeigt, dass mit ihm immer mehr als zu rechnen ist, auch nach einer langen Pause.

Schlierenzauer nicht nominiert

Nach zuletzt schwachen Leistungen wurde der Rekord-Weltcupsieger Gregor Schlierenzauer nicht für das ÖSV-Starter-Team der Vierschanzentournee nominiert. Er wird seine nächste Chance über die nationale Gruppe in Innsbruck und Bischofshofen erhalten.

Quelle: ÖSV

Alpencup

Am Wochenende fand der erste Winterwettkampf der Alpencup-Saison statt. Sowohl bei den Damen als auch bei den Herren waren an beiden Tagen die gleichen Nachwuchssportler siegreich.

Gut 200 km Luftlinie trennten an diesem Wochenende die Skisprungfamilie Prevc. Während die drei Brüder Peter, Cene und Domen beim Weltcup in Engelberg am Start waren, nahm deren jüngere Schwester Nika am Alpencup im österreichischen Seefeld teil. Und das mit großem Erfolg: In beiden Wettkämpfen sicherte sich die 15-Jährige den Sieg – am ersten Tag mit rund 17 Punkten Vorsprung vor ihrer Teamkollegin Nika Vetrih, am zweiten Tag betrug der Vorsprung auf die Zweitplatzierte Vanessa Moharitsch (Österreich) gar knapp 40 Punkte. Dritte wurden die erst 14-jährige Italienerin Camilla Comazzi bzw. Jerneja Repinc Zupancic aus Slowenien.

Prevc war im vergangenen Winter noch als Kombinierin aktiv – diese doppelte nordische Grundausbildung ist in ihrem Heimatverein bis zum Alter von 15 Jahren üblich. Da das Skispringen ihre stärkere Teildisziplin war, entschied sie sich für den Wechsel ins Lager der Spezialspringerinnen.

Österreich dominiert den Nachwuchsbereich

Bei den Herren gingen die zwei Siege an den 18-jährigen Elias Medwed. Der Österreicher setzte sich zunächst knapp gegen Rok Masle und Jernej Presecnik (beide Slowenien) durch, am folgenden Tag holte er sich den ersten Platz vor Presecnik und Mannschaftskollege Hannes Landerer. Österreich dominiert derzeit die internationalen Wettkampfserien scheinbar nach Belieben – nach einer ganzen Reihe von Spitzenplatzierungen in den ersten FIS Cup- und Continentalcup-Wettbewerben der Saison schafften es nun auch beispielsweise am ersten Tag des Alpencup sage und schreibe acht österreichische Athleten unter die Top 10 – darunter auch Jonas Schuster, Sohn des ehemaligen DSV-Bundestrainers Werner Schuster.

Quirin Modricker auf Rang 5

Die deutschen Sportlerinnen und Sportler konnten beim Kampf um die Podestplätze nicht mitmischen, sich jedoch über einzelne persönliche Erfolge freuen. Amelie Thannheimer und Selina Kölle wurden als Beste jeweils Zehnte. Michelle Göbel und Lilly Kübler haderten mit ihren Wettkampfsprüngen und landeten im Mittelfeld. Bei den Herren erreichte Quirin Modricker beim zweiten Wettkampf mit Platz fünf das beste Ergebnis und erzielte damit eine deutliche Steigerung nach seinem 24. Platz am Vortag. Der Sprung unter die ersten 20 gelang zudem Claudio Haas, Luca Geyer, Simon Spiewok und Finn Braun.

Im Alpencup steht als nächste Station Oberhof auf dem Programm – nach jetzigem Stand sollen diese Wettbewerbe am 15./16. Januar 2021 allerdings von einem anderen Ausrichter in Deutschland übernommen werden, da im thüringischen Wintersportort ein zusätzlich anberaumter Biathlon-Weltcup stattfindet.

Offizielle Ergebnislisten: Damen 1. Tag | Damen 2. Tag | Damen Gesamtwertung | Herren 1. Tag | Herren 2. Tag | Herren Gesamtwertung

Weltcup Herren

Die heutige Generalprobe für die Vierschanzentournee in Engelberg hielt einiges an Spannung bereit. Nachdem sich bereits zur Halbzeit des Wettkampfs ein enger Kampf um die Podestplätze andeutete, sorgte das Finale nochmals für einige Veränderungen.

Nach dem ersten Durchgang lag zunächst Piotr Zyla (Polen) mit 1,5 Punkten Vorsprung auf Yukiya Sato (Japan) in Führung. Doch Halvor Egner Granerud ließ mit einem Sprung auf 141,5 Meter keinen Zweifel daran, dass er wieder einer der heißesten Anwärter auf den Tagessieg ist, auch wenn es zwischenzeitlich „nur“ für den dritten Platz reichte.

Im zweiten Durchgang sorgten dann in der Gruppe der Top-10-Springer zunächst Pius Paschke und Mackenzie Boyd-Clowes für ein Ausrufezeichen. Paschke sprang 133 Meter und konnte sich so noch bis auf Rang 5 nach vorne schieben. Der Kanadier zeigte einen Sprung auf 135 Meter und verbesserte sich damit um drei Plätze auf den sechsten Rang. Im Anschluss flog Markus Eisenbichler 137,5 Meter weit und legte damit die Messlatte sehr hoch – zu hoch für fast alle, die nach ihm sprangen. Für Yukiya Sato und Daniel Huber ging es einige Plätze zurück, auch Kamil Stoch konnte im Rennen um den Siegerpokal nicht eingreifen.

Eisenbichler springt von Platz 7 nach vorne

Einzig Halvor Egner Granerud gelang es, Eisenbichler noch von der Spitzenposition zu verdrängen. Nach einem Sprung auf 135,5 Meter sicherte er sich mit einem Vorsprung von 1,7 Punkten vor dem Deutschen seinen fünften Weltcupsieg in Folge und geht somit als großer Favorit in die Vierschanzentournee. Piotr Zyla belegte den dritten Platz – gerade einmal 0,6 Punkte vor Anze Lanisek, der sein zweites Weltcuppodest in Folge knapp verpasste. Sein Teamkollege Cene Prevc, in Engelberg zum ersten Mal in diesem Winter im Einsatz, konnte ebenfalls überzeugen und wurde Zehnter. Bester Österreicher wurde Michael Hayböck auf Platz 11.

Markus Eisenbichler zeigte sich nach dem Wettkampf sehr zufrieden mit dem heutigen Tag: „Ich mag die Schanze überhaupt nicht und bin in den letzten Tagen nicht so zurechtgekommen, wie ich mir das vorgestellt habe. Das ärgert einen dann schon. Beim letzten Sprung hab ich einfach wieder meinen Sprung durchgezogen und nicht versucht, mich an die Schanze anzupassen“, so Eisenbichler im ARD-Interview. In eine ähnliche Kerbe schlug Bundestrainer Stefan Horngacher: „Markus wollte zuerst zu viele Dinge perfekt machen. Jetzt geht das wieder in die richtige Richtung.“

Nach Engelberg ist vor der Vierschanzentournee

Martin Hamann landete auf Platz 21. Seine eigene Sicht auf das Top-20-Ergebnis verdeutlicht, dass seine Erwartungshaltung deutlich angestiegen ist: „Ich bin nicht hundertprozentig zufrieden. An ein paar Stellschrauben muss ich über Weihnachten noch drehe, vor allem an der Landung und an der Stabilität in den Sprüngen“, so Hamann. Die anderen Springer des deutschen Teams hatten den Finaldurchgang nicht erreicht. „Wir haben ein gutes Finish gezeigt, Markus und Pius haben ein Topergebnis“, sagte Stefan Horngacher. „Wir können mit den Topleuten zufrieden sein, im Anschlussbereich war es nicht optimal. Da hatten alle Schwierigkeiten. Wir werden uns jetzt gut auf Oberstdorf vorbereiten und dort in den nächsten zwei Tagen noch einige Sprünge machen“.

Nach einem intensiven Saisonauftakt, bei dem ein Großteil der „Skisprung-Blase“ über Wochen von einem Ort zum nächsten gereist ist und so früh wie noch nie eine Skiflug-WM absolviert hat, werden viele dankbar sein für die bevorstehende kurze Auszeit über die Weihnachtstage. Direkt im Anschluss steht dann das nächste Highlight auf dem Programm: Trotz verschärfter Corona-Maßnahmen in Deutschland und Österreich scheint der Vierschanzentournee derzeit nichts im Wege zu stehen.

Offizielles Ergebnis

Weltcup Herren

Gelingt es heute einem Springer, die Siegesserie von Halvor Egner Granerud im Weltcup zu durchbrechen?

Der Norweger zeigte im ersten Durchgang zwar den weitesten Sprung auf 141,5 Meter, erhielt aufgrund der Landung aber Abzüge in den Haltungsnoten und rangiert vorerst auf Platz 3. In Führung liegt Piotr Zyla (Polen) – mit 1,5 Punkten Vorsprung auf Yukiya Sato (Japan), der die Qualifikation am Freitag gewann und dann im gestrigen Wettkampf den Finaldurchgang überraschend nicht erreichte.

Auch Daniel Huber, Kamil Stoch und Anze Lanisek trennen nur wenige Punkte vom Podest, ebenso wie Markus Eisenbichler, der derzeit Rang 7 belegt. Pius Paschke ist 10., Martin Hamann liegt auf Platz 22.

Die weiteren Athleten der deutschen Mannschaft erreichten den Finaldurchgang nicht. Andreas Wellinger und Severin Freund hatten sich zumindest wieder für den Wettkampf qualifiziert, diesen beendeten sie nun auf den Rängen 32 und 39. David Siegel flog auf 121 Meter, kam damit dennoch nicht über Platz 34 hinaus; Constantin Schmid wurde 41. Für Siegel ging es an diesem Wochenende allerdings vor allem darum, überhaupt wieder Wettkampfluft zu schnuppern, wie er zuvor auch im Interview mit der ARD betonte:“ Das war eine unglaublich lange Zeit. Ich freue mich sehr, dass ich wieder hier bin, ich hatte eigentlich erst bei der Vierschanzentournee damit gerechnet. Das ist ein kleines Weihnachtsgeschenk für mich.“

Einige Springer hatten mit widrigen Verhältnissen zu kämpfen – zweitweise wehte der Rückenwind im oberen Bereich des Aufsprunghangs in einer Stärke von 4 m/s. Zwischenzeitlich wurde daher der Anlauf um eine Luke verlängert.

Offizielles Ergebnis 1. Durchgang

Weltcup Herren

Der Norweger Halvor Egner Granerud hat beste Chancen, seine Serie von bislang vier Siegen am Stück auszuweiten. Mit einem Sprung auf 136 Meter setzt er sich vor Daniel Huber (Österreich) durch.

Kamil Stoch (Polen) sprang zwar 6,5 Meter kürzer als Granerud, aufgrund schlechterer Bedingungen beendet er die Qualifikation jedoch mit einem Rückstand von lediglich 2,1 Punkten als Dritter. Auch Pius Paschke geht als Vierter auf Tuchfühlung zur Spitze. Ob er im heutigen Wettkampf seine bisher beste Weltcupplatzierung – ein fünfter Platz in Nizhniy Tagil – übertreffen kann? Piotr Zyla und Markus Eisenbichler bestätigen ihre konstant guten Leistungen und belegten die Plätze fünf und sechs. Anze Lanisek, Drittplatzierter von gestern, wurde 13.

Andreas Wellinger und Severin Freund sind – anders als gestern – im Wettkampf mit dabei. Beide überstanden diesmal die Qualifikation, bei Wellinger war es allerdings denkbar knapp – er wurde 50. Unter den acht Springern, die ausscheiden mussten, befinden sich mit Simon Ammann und Andreas Schuler auch zwei Schweizer.

Der Wettbewerb beginnt um 16 Uhr. Auch am heutigen Tag müssen sich die Athleten mit Rückenwindverhältnissen abfinden.

Offizielles Ergebnis Qualifikation

Weltcup Herren

Es war bislang ein Wochenende mit Licht und Schatten für die deutschen Skispringer. Während Markus Eisenbichler, Pius Paschke und Martin Hamann gute Platzierungen erzielen konnten, klaffte danach doch eine größere Lücke. Heute wollen die DSV-Adler mit kompletter Mannschaftsstärke angreifen.

Es war schon ein ungewohntes Bild gestern. Nachdem Andreas Wellinger und Severin Freund am Freitag bereits schon in der Quali gescheitert waren, durften nur fünf Springer beim Einzelwettbewerb mitmischen. Mit David Siegel hat es dann einen einen Springer, aufgrund eines nicht regelkonformen Anzug, bereits vor seinem Start erwischt. Eine mehr als bittere Disqualifikation für den jungen Deutschen, der nach knapp zwei Jahren erstmals wieder ins Wettkampfgeschehen eingreifen wollte. Für das Team um Bundestrainer Stafan Horngacher war an den letzten beiden Tagen also vor allem Aufbauarbeit von Nöten. Doch neuer Tag, neues Glück: So haben die drei Unglücks-Adler heute die Chance auf Wiedergutmachung.

Nach Sieg am Vortag: Granerud auch heute Favorit

Nach dem erneuten Sieg am Samstag, geht der Norweger Halvor Egner Granerud als Favorit in den zweiten Wettkampftag. Doch auch Kalmil Stoch hat bewiesen, dass er in Engelberg, wie so oft, gut zurechtkommt. Mit dem Messer zwischen den Zehnen wird auch Markus Eisenbichler auf eine Revanche brennen. Bei starken Rückenwindverhältnissen schaffte es der Siegsdorfer gestern mit zwei überzeugenden Sprüngen auf Rang vier. Mit auf der Rechnung muss man auch Anze Lanisek und die Polen David Kubacki und Piotr Zyla haben.

Zunächst geht es aber erst einmal darum, die Qualifikation zu überstehen. Ab 14:30 werden 58 Springer versuchen, den Sprung unter die besten 50 zu schaffen. Das anschließende Wettkampfspringen startet um 16 Uhr. Dabei werden alle Beteiligten auf etwas weniger Rückenwind als am Vortag hoffen.

Startliste Qualifikation

COC Herren

Beim zweiten Wetkampf des heutigen Tages im Continentalcup gewinnt Stefan Rainer vor seinen Landskameraden Jan Hörl und Clemes Leitner.

Im ersten Durchgang treten die deutschen Männer im Continentalcup sehr geschlossen auf. Vier Deutsche liegen mit einem Abstand von nur 2,4 Punkten sehr nah zusammen, wobei zwei von ihren sogar punktgleich sind. Adrian Sell und Kilian Maerkl springen im ersten Durchgang beide auf 112,5 Meter und erreichen die exakt gleiche Punktzahl von 103,7. Knapp vor ihnen liegt Luca Roth, nachdem er einen Meter weiter gesprungen ist. Auf die Weite von 115 Meter und 106,1 Punkte schafft es Philipp Raimund. Nach dem ersten Durchgang liegt das Quartett auf den Plätzen 22, 23 und zwei Mal 25. Vor diesem Quartett liegen, nach der Hälfte des Wettbewerbs, Moritz Bär und Richard Freitag. Bär zeigt einen Sprung auf 121 Meter und sichert sich damit zur Hälfte den Platz 15. Auf Platz neun liegt als bester Deutscher Richard Freitag (124,5 Meter).
Adrian Sell ist der Erste aus dem Deutschland, der im zweiten Durchgang auf den Balken muss. Er überspringt seine vorherige Weite um fünf Meter und kann sich auch um fünf Plätze verbessern. Springer Nummer zwei aus deutscher Sicht ist Kilian Märkl. Mit 123,5 Metern springt er sich von Platz 25 auf 18 nach vorne. Luca Roth springt im zweiten Durchgang erneut auf 113,5 Meter. Damit verbessert er sich um zwei Plätze auf Rang 21. Philipp Raimund hingegen verschlechtert sich nach schwachen 109 Metern. Er wird am Ende 24.
14. wird am heutigen Tag Moritz Bär. Er kann sich bei seinem zweiten Sprung um zwei Meter verbessern. Eine der besten Weiten am heutigen Tag schafft Richard Freitag. Seine 131,5 Meter bringen ihn um einen Platz auf den achten Rang nach vorne.

Nachdem Jan Hörl bereits den ersten Wettkampf heute morgen gewonnen hat, zeigt er auch am Abend, dass er ganz vorne mitspringen kann. Nach dem ersten Durchgang lag er noch auf dem vierten Platz. Aber im zweiten Durchgang springt er auf 139,5 Meter und setzt somit die Bestweite des Wettbewerbs. Für ganz vorne reicht es jedoch nicht, weil sein Landsmann Stefan Rainer unterm Strich heute besser ist und nach zwei sehr guten Sprüngen gewinnt. Insgesamt sind die Österreicher in diesem Wettbewerb sehr stark, denn auch der Dritte des heutigen Wettkampfes stammt aus Österreich: Clemens Leitner.

Ebenfalls stark sind die Herren aus dem polnischen Team. Sie sind zu fünft in der Riege der besten 20 vertreten. Ihr stärkster Mann ist Maciej Kot. Der Pole, der auch regelmäßig im Weltcup vertreten ist, wird Fünfter nach zwei Sprüngen über 130 Meter.

Ergebnisliste des Wettbewerbs

Quelle: FIS