Vierschanzentournee Weltcup

Die letzten Sprünge im Jahr 2020 sind absolviert: Bei der Qualifikation für das morgige Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen siegt Anze Lanisek knapp vor Halvor Egner Granerud und Markus Eisenbichler. Passen musste Marius Lindvik, der wegen Zahnproblemen im Klinikum behandelt wird.

Die heutige Ausscheidungsrunde verspricht einen äußerst spannenden Wettbewerb. Halvor Egner Granerud schien am Ende zwar mit einem Sprung auf 143 Meter allen davonzufliegen, bei der Landung hatte er jedoch Schwierigkeiten und reihte sich damit einen halben Punkt hinter Anze Lanisek (139 Meter) auf Rang 2 ein. Die Bedingungen wechselten zwischen leichtem Auf- und Rückenwind, insgesamt jedoch in sehr überschaubarem Rahmen. Sehr gut lief es für Markus Eisenbichler: Der 29-Jährige konnte sich am heutigen Tag von Sprung zu Sprung steigern und belegte in der Qualifikation mit einem Sprung auf 135,5 Meter den dritten Platz. Entsprechend zufrieden zeigte er sich unmittelbar nach dem Qualifikationsdurchgang: „Passt! Aber ich tu mich heute extrem schwer. Vor der Quali hat mich die Physiotherapeutin nochmal behandelt, weil ich zu fest in der Muskulatur war, das hat viel gebracht“.

Enger Wettkampf zeichnet sich ab

In guter Verfasung präsentierte sich heute auch Stefan Kraft. Der Österreicher sprang auf 137 Meter und den vierten Platz. Karl Geiger bestätigte seine Trainingsleistungen und wurde Fünfter – mit gerade einmal vier Punkten Rückstand zum Qualifikationssieger aus Slowenien. „Alle drei Sprünge heute waren auf einem guten Niveau“, so der Auftaktsieger von Oberstdorf. „Noch nicht ganz perfekt, aber das ist ein gutes Zeichen. Ich hab ein Gefühl für die Schanze entwickelt und es passt schon“. Kamil Stoch und Ryoyu Kobayashi teilten sich Platz 6. Dahinter folgte Dawid Kubacki – der Pole hatte im zweiten Trainingsdurchgang mit einem Satz auf 144 Meter dominiert, nun allerdings auch nicht die besten Bedingungen erwischt. Nicht mehr um den Tourneesieg mitkämpfen kann Marius Lindvik, der in Oberstdorf noch auf das Podest gesprungen war. Der Norweger hat mit Problemen an einem Weisheitszahn zu kämpfen und verbrachte den Tag in ärztlicher Behandlung statt an der Schanze.

Aufgrund des Fehlens von Lindvik und des sich in Corona-Quarantäne befindlichen Russen Danil Sadreev mussten nur elf Springer ausscheiden. Unter ihnen sind mit Simon Ammann und Andreas Wellinger auch zwei Olympiasieger. Wellinger zeigte sich nach seinem Sprung im Interview geduldig: „Ich muss mich der Situation annehmen. Es ist eine schwierige Aufgabe, aber ich bin davon überzeugt, dass der Knoten früher oder später wieder aufgeht. Ich tu mir momentan schwer, die Anfahrtsposition stabil durchzufahren und den Druck an der Kante richtig anzubringen. Das Gefühl ist nicht ganz klar und muss sich neu entwickeln.“

Drei Springer der nationalen Gruppe qualifiziert

Besser lief es für Richard Freitag, Moritz Baer und David Siegel. Die drei Starter aus der nationalen Gruppe belegten die Plätze 21, 34 und 50. Freitag sieht sich am Beginn eines Aufwärtstrends: „Ich bin ganz froh, dass der jetzt mal gut durchgelaufen ist. Ich kann keine Wunder erwarten, sondern muss einfach weiterarbeiten“. Severin Freund wurde 23: „Mir hat ein bisschen das Vertrauen gefehlt, wahrscheinlich dem zweiten Trainingssprung geschuldet. Aber der Sprung war auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung“. Aus deutscher Sicht qualifizierten sich außerdem Martin Hamann (32.), Pius Paschke (33.) und Constantin Schmid (37.). Bundestrainer Stefan Horngacher zog ein positives Fazit: „Es waren jetzt nicht die Wahnsinnssprünge dabei. Wir haben nicht die besten Bedingungen erwischt, aber die Qualität der Sprünge war gut. Wir sind auf dem richtigen Weg, es ist uns auch gelungen, die Jungs hintendran wieder aufzurichten.“

Offizielle Ergebnisliste

Startliste KO-Duelle

Vierschanzentournee Weltcup

Im Training für das Neujahrsskispringen setzen Granerud und Kubacki die ersten Ausrufezeichen. Währenddessen wurde außerdem bekannt, dass die Vierschanzentournee ihren nächsten Coronafall hat. Diesmal ist jedoch nur ein Springer, der an den Start gehen sollte, betroffen.

Der Weltcupführende Halvor Egner Granerud setzte sich mit 134,5 Metern an die Spitze im ersten Trainingsdurchgang. Ganz knapp hinter ihm landete der Slowene Anze Lanisek, der sich immer mehr im Vorderfeld etabliert. Auch die in der Qualifikation in Oberstdorf noch ausgeschlossenen Polen lieferten eine überzeugende Leistung ab: Dawid Kubacki wurde Dritter, direkt dahinter platzierte sich sein Teamkollege Aleksander Zniszczol, Kamil Stoch wurde 6. Bester Österreicher war Daniel Huber als Siebter.

In der zweiten Trainingsserie landete dann Dawid Kubacki ganz vorne: Mit einem fulminanten Satz auf 144 Meter sprang er einen halben Meter über den aktuellen Schanzenrekord, der von Simon Ammann und Marius Lindvik gehalten wird. Doch auch Granerud hielt dagegen. Er sprang 141 Meter weit und belegte Rang zwei vor dem wieder erstarkten Ryoyu Kobayashi. Stefan Kraft wurde 4., Anze Lanisek sprang auf Rang 5. Kamil Stoch musste sich mit Rang 16 zufriedengeben.

Lindvik fehlt beim Neujahrsspringen

Der Norweger Marius Lindvik, der sich in Oberstdorf mit dem dritten Platz sehr stark präsentierte, ging im Training nicht an den Start. Wie der norwegische Skiverband mitteilte, plagen Lindvik Zahnschmerzen. Daher muss er auch auf einen Start in der Qualifikation verzichten – eine sehr bittere Nachricht. Lindvik werde heute im Krankenhaus in Innsbruck aufgrund von Problemen mit einem Weisheitszahn behandelt, so der Skiverband.

Licht und Schatten im DSV-Team

Beim deutschen Team lief es in den Trainingsdurchgängen noch nicht ganz rund. Zunächst bestätigte einzig Karl Geiger mit 132,5 Metern und Platz 5 seine Topform. Markus Eisenbichler wurde 20., Hamann und Paschke 24. und 25. Die Athleten der nationalen Gruppen rangierten nicht unter den ersten 40. Im zweiten Trainingssprung war erneut Geiger der beste DSV-Adler. Ein Sprung auf 131,5 Meter sicherte ihm Platz 7. Markus Eisenbichler konnte sich verbessern und wurde mit 127,5 Metern Elfter – punktgleich mit Martin Hamann. Pius Paschke wurde erneut 25. Richard Freitag wurde 32., Andreas Wellinger landete auf Platz 50. In der Qualifikation gilt es daher, noch ein paar Meter Flugweite zu finden, um sicher im morgigen Wettkampf dabei zu sein.

Corona-Fall im Team Russland

Unterdessen wurde ein weiterer Coronafall bekannt: Im Rahmen der routinemässigen Tests wurde gestern ein russischer Athlet positiv auf Covid-19 getestet. „Der betroffene Athlet befindet sich in Quarantäne. Zusätzlich wurden drei weitere Mitglieder des russischen Skisprungteams, darunter ein weiterer Athlet, als Kontaktperson der Kategorie I eingestuft und ebenfalls unter Quarantäne gestellt,“ so Dr. med. Martin Fleckenstein vom Organisationskomitee. Bei den in Quarantäne befindlichen Springern handelt es sich um Danil Sadreev und Ilya Mankov. Mankov war beim Wettbewerb in Oberstdorf mit dabei, in Garmisch-Partenkirchen sollte nun eigentlich Sadreev an den Start gehen. Die beiden weiteren russischen Sportler, Klimov und Nazarov, durften hingegen am Training teilnehmen.

Die Qualifikation für das Neujahrsskispringen beginnt um 14 Uhr.

Offizielle Trainingsergebnisse

Vierschanzentournee

Nach einer eintägigen Pause geht heute die Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen mit dem Training und der Qualifikation in die nächste Runde, bevor am Freitag das traditionelle Neujahrsspringen auf dem Plan steht.

Aufgrund eines positiven Corona-Tests, der sich später als falsch herausstellte, wurde dem polnischen Team in Oberstdorf noch die Qualifikation versagt. Nachdem sie doch eine Startberechtigung für den Wettbewerb erhielten, wurde die Qualifikation für hinfällig erklärt und alle 62 Springer durften am 1. Wertungsdurchgang teilnehmen. Damit fielen die K.o.-Duelle, welche im Normalfall in den ersten Durchgängen der Tournee stattfinden, weg. Am morgigen Freitag sollen jedoch die Duelle stattfinden, welche sich aus dem Ergebnis der Qualifikation des heutigen Tages ergeben. (Zeitplan & Überblick Vierschanzentournee: Garmisch-Partenkirchen)

Auch wenn es erst am Freitag um den Tagessieg auf der großen Olympiaschanze und die Führung in der Tournee-Gesamtwertung geht, ist es bereits heute wichtig, sich eine gute Ausgangsposition für das Neujahrsspringen zu sichern. Bekanntlich ist es von Vorteil, nicht direkt in den ersten Duellen starten zu müssen. Auch die Bedingungen können sich zwischen den ersten und den letzten Duellen stark ändern und somit entscheidend werden.

Dass die Qualifikation jedoch noch lange nicht den Wettbewerb entscheidet, hat letztes Jahr Norwegens Marius Lindvik gezeigt. Nach Platz 35 in der Qualifikation und einem vermeintlich stärkeren Gegner, konnte sich der Norweger im Wettbewerb durchsetzten und holte sich den Sieg beim Neujahrsspringen. Auch in diesem Jahr ist mit dem Norweger, der bereits Dritter in Oberstdorf wurde, wieder zu rechnen. Ebenso wie mit den Top-Springern um Geiger, Stoch, Granerud und Eisenbichler, die ihr Bestes geben werden, um heute die Qualifikation für sich zu entscheiden und sich eine gute Ausgangsposition für den Neujahrstag zu verschaffen. Über ein schönes Preisgeld für den Qualifikationssieg zum Jahresabschluss würde sich vermutlich auch jeder der Genannten freuen.

DSV weiter mit zwölf Springern

Wie bereits in Oberstdorf wird das Team des Deutschen Skiverbandes (DSV) weiter mit zwölf Springern vertreten sein. Jeweils sechs Springer gehören zur nationalen Gruppe und dem Weltcup-Kader. Ab dem Springen in Innsbruck werden nur noch sechs Springer des DSV bei der Tournee vertreten sein. Ob ein Athlet des nationalen Kaders einen des Weltcup-Kaders ersetzen wird und mit nach Österreich fahren darf, wird Bundestrainer Stefan Horngacher nach dem Neujahrsspringen entscheiden.

Startliste Offizielles Training & Qualifikation

Vierschanzentournee

Wo wird gesprungen?

Gesprungen wird auf der „Großen Olympiaschanze“ in der deutschen Gemeinde Garmisch-Partenkirchen, der zweiten Tournee-Station. Garmisch-Partenkirchen liegt an der Grenze zu Österreich, nahe des höchsten Berges Deutschlands, der Zugspitze. Traditionell findet hier am 31. Dezember der Jahresabschluss mit der Qualifikation und am 1. Januar das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee statt.

Die Schanzendetails der Großen Olympia-Schanze im Überblick:

Hillsize:142 m
K-Punkt:125 m
Schanzenrekord:144,0 m (Dawid Kubacki; 01.01.21)
Baujahr:1921 (letzter Umbau: 2007)
Zuschauerkapazität:35.000

Programm:

Donnerstag, 31.12.20
11:45 Uhr – Offizielles Training
14:00 Uhr – Qualifikation (ARD, Eurosport)

Freitag, 01.01.21
12:30 Uhr – Probedurchgang
14:00 Uhr – Einzelwettbewerb (ARD, Eurosport)

Vierschanzentournee

Ein spannender erster Wettbewerb im Rahmen der 69. Vierschanzentournee: Bei schwierigen Rückenwindverhältnissen auf der Schattenbergschanze setzt sich am Ende der Oberstdorfer Geiger durch. Markus Eisenbichler startete mit einem Raketensprung eine Riesenaufholjagd.

Der Lokalmatador Karl Geiger sichert sich den Sieg bei der ersten Station der diesjährigen Vierschanzentournee. Unbeeindruckt von den widrigen Bedingungen, setzt er sich mit einem Sprung auf 136,5 Meter im Finale und 291,1 Punkten gegen den zweitplatzierten Kamil Stoch (288,3 P.) aus Polen durch. „Ich habe geschaut, dass ich bei mir bleibe und einen sauberen Sprung mache. Mir sind zwei gute Sprünge gelungen und das freut mich“, so Geiger. Komplettiert wird das Podium durch den Norweger Marius Lindvik mit 285,2 Punkten. Philipp Aschenwald, der nach dem ersten Durchgang noch auf Rang drei lag, konnte seine Platzierung mit seinem zweiten Sprung auf 127 Metern nicht halten und rutsche zurück auf Rang 8.

Bester Österreicher wurde Stefan Kraft auf Rang sechs, der sich nach seiner Zwangspause aufgrund von Rückenproblemen wieder zurückkämpen will. Der Auftakt ist ihm damit schon einmal gut gelungen. In der Gesamtwertung der Vierschanzentournee liegt er aktuell 17,5 Punkte hinter dem Führenden Karl Geiger zurück.

Eisenbichler zündet Rakete im zweiten Durchgang

Mit viel Gefühl und etwas Wut im Bauch segelte Markus Eisenbichler im zweiten Durchgang auf grandiose 142 Meter. Lediglich bei der Landung büßte er ein paar Punkte ein. Er machte am Ende jedoch deutlich Boden gut und verbesserte sich von Rang 27 sogar in die Top-10 auf einen guten 5. Platz und minimiert seinen Rückstand deutlich. „Der erste Sprung war einfach nicht so gut und das wurde hart bestraft. Aber der Flug jetzt war der Hammer“, so Eisenbichler nach seinem zweiten Sprung. Auch Severin Freund erreichte mit 126 Metern eine gute Weite im finalen Durchgang und beendet den ersten Wettbewerb der Tournee auf Rang 25.

„Das war ein Krimi heute, echt brutal. Der erste Durchgang war ganz komisch, es war schwierig zu springen. Bei Markus hatten wir schon Angst, dass er ausscheidet, das wäre der Super-Gau gewesen. Im zweiten hat er dann nachgelegt, der Sprung war von einem anderen Stern“, so die Einschätzung von DSV-Bundestrainer Stefan Horngacher im Anschluss.

Offizielles Resultat

Quelle: FIS, DSV

Vierschanzentournee

Der erste Durchgang von Oberstdorf wurde von einem extrem zähen Rückenwind beherrscht. Während zahlreiche Favoriten straucheln, ließ Lokalmatador Karl Geiger nichts anbrennen. So liegt der Oberstdorfer mit 127 Metern in Führung.

Dass er mit 127 Metern nach Durchgang eins in Führung liegt, hat Karl Geiger wohl selbst nicht geglaubt. Bei schwierigen Bedingungen konnte jedoch kein Springer seine 139,8 Punkte toppen. Auf Platz zwei liegt überraschend der Tournee-Zweite des Vorjahres, Marius Lindvik, mit 138,5 Punkten. Nur ein Zehntel dahinter platzierte sich der „Quali-Gewinner“ vom Vortag, Phlipp Aschenwald. Mit seinen 130 Metern landete er gleichzeitig den weitesten Sprung. Auf den Rängen vier und fünf befinden sich Kamil Stoch und Stefan Kraft, die 125 und 126,5 Meter erreichten. Leidlich auf Platz neun liegt der große Dominator der Saison, Halvor Egner Granerud. Bei ebenfalls schlechten Bedingungen landete er bereits bei 122 Meter. Damit erging es ihn jedoch noch besser als anderen Mitfavoriten. So belegten David Kubacki und Daniel Huber die Plätze 12 und 14, während Piotr Zyla und Markus Eisenbichler auf Rang 26 und 27 abstürzen

Mannschaftliches Debakel für deutsches Team

Abgesehen von Karl Geiger gibt es vom deutschen Team wenig Gutes zu berichten. So schaffte es neben Geiger und Eisenbichler nur Severin Freund in den 2. Durchgang. Mit 123,5 Metern belegt der Bayer Platz 24. Das Finale verpassten überraschend Pius Paschke (33.), Constantin Schmid (36.) und Martin Hamann (43.). Auch das B-Team schied geschlossen aus. Die besten waren noch David SIegel (38.) und Richard Freitag (41.).

Ergebnis 1. Durchgang
Startliste Finale

Vierschanzentournee

Nicht mit 50, sondern mit allen 62 Springern ist der Probedurchgang zum Tournee-Auftaktspringen zu Ende gegangen. So waren sowohl die Polen mit dabei, die noch am Vormittag grünes Licht bekommen hatten, als auch die fünf ausgeschiedenen Springer des Vortages. Bester Springer war, zur Freude der deutschen Fans, der Siegsdorfer Markus Eisenbichler.

Die kleine Delle von der letztendlich wertlosen Qualifikation des Vortages konnte Markus Eisenbichler gleich einmal beheben. Mit 133,5 Punkten setzte er den weitesten Sprung in den Schnee und gewann die Testrunde mit 82,4 Punkten. Nur knapp dahinter platzierte sich der slowenische Geheimfavorit Anze Lanisek. Dieser sprang 132,5 Meter und erreichte 81 Punkte. Auch Kamil Stoch hat sich mit einen starken Versuch in der Favoritengruppe platziert. Der zweimalige Tournee-Sieger belegte mit 133 Meter (80,3 Punkte) Rang drei. Nach seiner Verletzungspause hat sich auch Stefan Kraft in guter Verfassung zurück gemeldet und belegte mit 78,9 Punkten den vierten Rang. Direkt dahinter platzierte sich Halvor Egner Granerud (77,9 Punkte), der in Oberstdorf die Konkurrenz bislang noch nicht deklassieren konnte. Zwischen den beiden Polen Dawid Kubacki und Andrzej Stekala, kam Karl Geiger auf einen ordentlichen siebten Platz. Der Lokalmatador sprang 129,5 Meter und ließ sich damit wie immer noch ein wenig Luft nach oben für den Wettkampf. Die Top-10 komplettierten Ryoyu Kobayashi und Michael Hayböck

Luft nach oben bei den übrigen DSV-Adler

Trotz der starken Leistung in der Spitze, ist beim DSV noch nicht alles Gold was glänzt. Mit 124 Metern und Platz 17 liegt Martin Hamann jedoch voll im Soll. Weniger optimistisch stimmen dagegen die Leistungen von Pius Paschke (25.) und Constantin Schmid (27.). Auch Severin Freund wird nachher noch zulegen müssen, wenn es für Weltcuppunkte reichen soll. So belegte er mit 53,1 Punkte lediglich Rang 39. Luft nach oben hat vor allem auch die Nationale Gruppe. So landeten David Siegel und Richard Freitag als beste des B-Teams nur auf Rang 42 und 43. Noch schlechter lief es für Olympiasieger Andreas Wellinger der bereits bei 104 Meter landete.

Das Springen soll planmäßig um 16:30 über die Bühne gehen. Dabei sind wesentlich bessere Bedingungen als am Vortag zu erwarten. So herrschte in der Proberunde fast durchgängig leichter Rückenwind. Für einen fairen und spannenden Auftakt ist also alles angerichtet.

Ergebnis Probedurchgang

Startliste 1. Durchgang

Polnischer Skiverband Vierschanzentournee

Wie der polnische Skiverband am Dienstagmorgen offiziell bestätigt hat, ist auch der dritte PCR-Test des gesamten Teams negativ ausgefallen. Damit steht einer Teilnahme am Auftakt der 69. Vierschanzentournee nichts mehr im Wege.

Wie bereits am Montagabend veröffentlicht, erhält das Team nun die Teilnahmeberechtigung am ersten Wettbewerb der Vierschanzentournee 2020/21. Nachdem der polnische Skiverband (PZN) nach dem zweiten negativen Test Protest einlegte, einigten sich der internationale Skiverband (FIS) und die anderen Nationen auf einen Wettbewerb mit allen 62 Athleten und ohne k.o.-Modus.

„Wir sind ausgesprochen glücklich über die guten Nachrichten der negativen Testergebnisse und der damit verbunden Startfreigabe für das polnische Team. Wir haben im Competition Management deshalb auch die Entscheidung getroffen, den ersten Durchgang heute mit dem gesamten Feld zu starten und die Qualifikation von gestern nicht zu werten“, erklärte FIS-Renndirektor Sandro Pertile.

Team Polen erhält Trainingsmöglichkeit

Die FIS hat außerdem entschieden, dass das Team rund um die drei Top-Athleten Kamil Stoch, Dawid Kubacki und Piotr Zyla ab 14:30 Uhr noch einmal eine Möglichkeit für Trainingssprünge erhalten soll. Den Überblick und Zeitplan zum Tournee-Auftakt gibt’s hier.

Auch Betreuer im DSV negativ getestet

Nachdem der Physiotherapeut des deutschen B-Kaders ebenfalls positiv getestet wurde, hat auch er sich einem weiteren Schnelltest sowie PCR-test unterzogen. Wie der deutsche Skiverband (DSV) am Dienstag bestätigt hat, sind beide Ergebnisse negativ ausgefallen. Damit ergeben sich auch in diesem Fall keine weiteren Konsequenzen.

Aschenwald soll Qualifikationas-Prämie behalten

Auch wenn die Qualifikation nun nicht mehr zum Tragen kommt, soll der Österreicher Philipp Aschenwald, der die Qualifikation am Montag für sich entscheiden konnte, das Preisgeld behalten dürfen. Wie Sandro Pertile in einer Pressekonferenz betonte, werde sich die FIS mit dem Organisationskomitee darüber noch abstimmen, es sei aber das Interesse beider Seiten.

Quelle: PZN, interne Informationen

Polnischer Skiverband Vierschanzentournee

Nachdem der Pole Klemens Muranka beim zweiten Mal nun negativ getestet wurde, hat das polnische Team, wie angedroht, Protest beim Internationalen Skiverband (FIS) eingelegt. Für das Team aus Polen könnte es nun doch noch die Chance geben, beim Auftaktspringen an den Start zu gehen.

Wie bereits angekündigt, wurde das polnische Team noch am Montagabend zum dritten Mal getestet. Die Ergebnisse stehen noch aus und sollen wohl bis Dienstagmorgen vorliegen. Sollten diese erneut negativ ausfallen, so wäre das Team beim Wettbewerb am Dienstag startberechtigt.

Wettbewerb ohne k.o.-Modus

Bei einer spontan einberufenen Mannschaftsführersitzung einigten sich die FIS sowie alle anderen Nationen darauf, dass man im Falle von erneuten negativen Ergebnissen alle 62 Athleten im Wettbewerb starten lassen würde. Der Wettbewerb würde dann ohne den Tournee üblichen k.o.-Modus stattfinden und die Qualifikation wäre hinfällig. Ein neu dafür ausgearbeiteter Zeitplan sieht vor, dass das polnische Team ab 14:30 Uhr noch einmal die Möglichkeit für Trainingssprünge erhalten soll, bevor um 15 Uhr der Probedurchgang geplant ist.

Quelle: interne Informationen

Polnischer Skiverband Vierschanzentournee

Nachdem Klemens Muranka am Sonntagabend positiv auf das Coronavirus getestet wurde und das gesamte Team am Montag von der Qualifikation und somit auch dem Auftakt-Wettbewerb ausgeschlossen wurde, musste sich das Team einem weiteren Test unterziehen.

Wie die polnischen Medien einstimmig berichten, ist das zweite Testergebnis des Polen Klemens Muranka negativ ausgefallen. Nach Informationen von Przeglad Sportowy musste sich das Team bereits einem weiteren angeordneten Test unterziehen, dessen Ergebnisse noch heute am späten Abend oder am Dienstagmorgen erwartet werden. Würde das Ergebnis dann erneut negativ ausfallen, wird der polnische Skiverband in jedem Fall für eine Wiederholung der Qualifikation kämpfen. „Wir werden einen Protest an die FIS und die Organisatoren richten, dass sie entweder die Qualifikation wiederholen oder alle unsere Springer im Wettbewerb starten lassen müssen“, so Sportdirektor Adam Malysz. Diese könnte dann gegebenenfalls direkt vor dem Wettkampf erneut durchgeführt werden.

In wie weit dann auch Klemens Muranka wieder startberechtigt wäre, ist ungewiss. Für den Rest des Teams sollte dies jedoch nach einem dritten negativen Test vor Ort möglich sein. Nun bleibt ein weiteres Testergebnis abzuwarten und die Entscheidung des zuständigen Gesundheitsamtes.

Quelle: Eurosport Polska, Skijumping.pl, Przeglad Sportowy