SGP Damen SGP Herren Sommer Grand Prix

Dass an diesem Sonntag Nachmittag in der Sparkassen Vogtlandarena in Klingenthal wirklich was gehen könnte, damit hat in den Morgen-, und Mittagsstunden wohl kaum einer gerechnet. Böiger Wind und Schneefall lies einen Wettkampf unmöglich erscheinen. Am Ende ging es aber den Umständen entsprechend zügig durch und die 1231 Zuschauer sahen einen japanischen Sieg vor Slowenien und Norwegen. Anders als geplant lief es dagegen für das Deutsche Team mit Rang vier.

Nozomi Maruyama (127,0/134,5m), Ren Nikaido (135,5/134,0m), Sara Takanashi (111,0/121,5m) und Ryoyu Kobayashi (144,5/131,5m) heißen die Sieger des Mixed Team am heutigen Sonntag in Klingenthal. In der gemeinschaftlichen Stärke erzielten diese Vier eine Gesamtpunktzahl von 888,9 Punkten und lagen damit am Ende 6,9 Punkte vor dem zweitplatzierten Team aus Slowenien. Mit dem alles überragenden Domen Prevc, der beide Gruppen jeweils dominant für sich entschied, Nika Prevc, Anze Lanisek und Nika Vodan sammelten sie 882 Punkte.

„Ich freue mich sehr über den zweiten Platz mit dem Team. Nika, Anze und vor allem Domen haben eine tolle Leistung gezeigt. Mit meinen beiden eigenen Sprüngen bin ich nicht zufrieden, da habe ich noch deutliche Reserven. Gerade bei meinem zweiten Sprung, als ich ganz gute Windbedingungen erwischt habe, aber am Tisch deutlich zu spät war. Es gibt also bis zum Winter noch einiges zu tun“, äußerte sich Vodan danach selbstkritisch.

Duell bis zum Schluss um die Podestplätze

Um Rang drei gab es bis zum Ende ein Duell. Zwischenzeitlich sah es eher danach aus, dass Norwegen den zweiten Platz inne haben wird, jedoch lies Heidi Dyhre Traaserud im zweiten Sprung etwas Federn. So zogen die Slowenen und die Deutschen an den Norwegern vorbei. Schlussendlich kam das norwegische Team aber dann doch noch auf das Podest. In der Besetzung Anna Odine Stroem (130,0/124,5m), Kristoffer Eriksen Sundal (127,5/132,0m), Heidi Dyhre Traaserud (127,5/110,0m) und Halvor Egner Granerud (142,0/128,0m) erzielten sie 838,1 Punkte.

Philipp Raimund patzt und vergibt Podium

Das deutsche Team um Agnes Reisch (131,0/124,0m), Pius Paschke (114,5/132,0m), Selina Freitag (126,5/128,0m) und Philipp Raimund (143,0/131,0m) belegte am Ende den undankbaren vierten Rang. Raimund war nach seinem Sprung sichtlich aufgebracht, was darauf hinwies, dass die Bedingungen nicht in seine Karten gespielt hatten. -18,6 Windpunkte sprachen jedoch eine andere Sprache.

„Natürlich ist die Stimmung etwas getrübt, weil wir gerne bei unserem Heimspiel auf dem Podest gestanden hätten. Aber es war heute von den Bedingungen her nicht ganz so einfach. Wir haben ehrlich gesagt auch gedacht, dass durch den Schnee und den Wind gar nichts stattfinden wird, aber umso schöner für die Zuschauer hier vor Ort. Unsere Sprünge waren alle sehr konstant, auch wenn für uns Vier jeweils ein paar Meter mehr möglich gewesen wären. Aber so ist es, im Winter kehren wir dann wieder auf das Podest zurück“, äußerte sich Freitag in der Mixed-Zone.

Spektakuläre Rettungstat von Jonas Schuster

Der Wind spielte in diesem Wettkampf aber durchaus eine Rolle. Den Österreicher Jonas Schuster erwischte es bei seinem Sprung im ersten Durchgang. Mit einer spektakulären Rettungstat verhinderte er Schlimmeres. Jedoch war Team Austria (Julia Mühlbacher, Niklas Bachlinger, Lisa Eder, Jonas Schuster) hiermit aus dem Rennen. Sie belegten im Endergebnis Rang sechs, hinter dem Team aus Finnland (Minja Korhonen, Vilho Palosaari, Jenny Rautionaho, Antti Aalto), die einen überzeugenden Wettkampf zeigten.

Schuster suchte allerdings den Fehler bei sich selbst und nicht bei den Windbedingungen. „Es war schon ein kleiner Schreckmoment. Ich habe einen kleinen Fehler gemacht, bin zu aggressiv im ersten Flugteil mit der Hüfte nach vorne gegangen und dann ist der linke Ski abgetaucht. Ich bin froh, dass ich es noch retten konnte. Ein bisschen verunsichert war ich danach schon, aber ich habe den zweiten Sprung (wenn auch etwas sicherer) einfach durchgezogen. Es war wichtig, diesen Versuch nochmal zum Abschluss zu haben, um mit einem guten Gefühl die Schanze in Klingenthal zu verlassen“, so der ÖSV-Youngster.

Ergebnis Mixed Team

SGP Herren Sommer Grand Prix

Domen Prevc machte an diesem Freitag dort weiter, wo er vergangenen Sonntag im Continentalcup aufgehört hatte. Nämlich mit guten und weiten Sprüngen in der Vogtlandarena in Klingenthal. Knapp dahinter: der Gesamtführende der Sommer Grand Prix Wertung, Philipp Raimund.

Philipp Raimund konnte man die Zufriedenheit nach seinen sehr überzeugenden ersten Sprüngen in Klingenthal ansehen. Glücklich vor sich hin grinsend lief er durch die Mixed Zone. Nur 0,2 Punkte fehlten ihm in der Qualifikation auf den Sieger, Domen Prevc. Der Slowene trotzte den Rückenwindbedingungen am besten und kam mit 132,5 Metern auf eine Punktzahl von 137,0. Raimund (136,8 Pkt.) zeigte den weitesten Sprung in der Qualifikation auf 137,5 Meter, hatte aber doch deutlich bessere Bedingungen als Prevc.

Schon im Training, das im Vergleich zu den Damen vorher, sehr zügig durchgezogen werden konnte, zeigte Raimund mit den Plätzen vier und zwei, dass auch im Wertungsdurchgang mit ihm zu rechnen sein wird. Mannschaftlich geschlossen stark zeigte sich das Team aus Japan. Ryoyu Kobayashi (134,7 Pkt.) wurde mit 134,5 Metern Dritter und Teamkollege Ren Nikaido (134,5m/133,4 Pkt.) folgte direkt dahinter auf Rang vier. Naoki Nakamura und Sakutaro Kobayashi landeten auf den Plätzen sechs und zehn.

Niklas Bachlinger auf Rang fünf hielt, in Abwesenheit von Stefan Kraft, Daniel Tschofenig und Jan Hörl, die Fahne für Team Österreich hoch.

Durchwachsenes Ergebnis für den DSV

Neben Raimund gehörte mit Sicherheit auch Pius Paschke auf Rang sieben zu den Lichtblicken im deutschen Team. Andreas Wellinger lies mit Platz 15 noch Luft nach oben. „Es war von den Bedingungen her deutlich ruhiger, als ich erwartet habe. Springerisch war es ok, generell gilt es für mich aber noch bis zum Winter die Sprünge auf ein höheres Niveau zu bringen und gleichzeitig zu stabilisieren“, schilderte Wellinger im Anschluss.

Besonders erfreut über die heutige Qualifikation dürfte der junge Max Unglaube auf Rang 30 sein. Unglaube rutschte erst kurzfristig für Felix Hoffmann ins Aufgebot für den Wettkampf in Klingenthal. Auch Adrian Tittel konnte sich als 41. für den morgigen Einzelwettkampf qualifizieren.

Durchaus ernüchternd fiel das Ergebnis für Jannik Faisst (51.), Luca Roth (52.) und Karl Geiger (53.) aus, die sich knapp nicht qualifizieren konnten. Auch Ben Bayer (58.) bleibt morgen nur die Rolle des Zuschauers. „Das war heute sehr überschaubar und gleichzeitig ziemlich bitter. In der Quali auszuscheiden war nicht der Plan. Stand jetzt fehlt bei mir leider noch einiges für den Winter. Zuletzt in Hinzenbach ist es eigentlich in die richtige Richtung gegangen, aber hier habe ich es heute gar nicht umsetzen können. Daher gilt: erstmal sacken lassen, anschauen und dann wieder besser machen“ so Geiger.

Am morgigen Samstag steht dann der letzte Einzelwettbewerb des diesjährigen Sommer Grand Prix an. Los geht es um 15:00 Uhr mit dem Probedurchgang, bevor um 16:05 Uhr der Wettkampf startet.

Ergebnis Qualifikation

Planica7 Weltcup Weltcup Herren

Domen Prevc springt in seiner Heimat unglaubliche 254,5 Meter. Anze Lanisek holt sich den Tagessieg mit zwei herausragenden Flügen und mit Andreas Wellinger dürfen sich auch die Deutschen freuen.

Das was sich an diesem Sonntag Mittag im slowenischen Planica ereignete war ein Tag für die Geschichtsbücher und auch das Ende einer ereignisreichen Saison! Die Organisatoren hatten ja bereits letzte Woche angekündigt, dass der Weltrekord fallen könnte. Dass er dann aber wirklich noch fällt, daran hat wohl kaum einer mehr geglaubt. Bis Domen Prevc zu seinem letzten Sprung der Saison anfuhr. Was dann passierte, lies alle Anwesenden in Ekstase verfallen! Der Gewinner des Skiflugweltcups kam auf unglaubliche 254,5 Meter und löst damit Stefan Kraft als Weltrekordhalter ab! Planica hat es also tatsächlich geschafft, der Weltrekord wird nun in Slowenien gehalten und dann auch noch von einem Slowenen. Besser hätte man das Drehbuch nicht schreiben können.

Tagessieg geht an Anze Lanisek

Anze Lanisek (482,1 Pkt.) zeigte mit 247,5 und 241,5 Meter und sicherte sich damit den Tagessieg vor seinem Teamkollegen, der sich jetzt „Weltrekordhalter“ nennen darf, Domen Prevc (245,0/254,5m, 475,0 Pkt.). Auf Rang drei ein Deutscher: Andreas Wellinger kam auf zweimal 236,5 Meter und erzielte damit 455,8 Punkte.

Versöhnliches Ende für DSV Team

Gesamtweltcupsieger Daniel Tschofenig (231,0/237,5m, 451,6 Pkt.) sicherte sich im letzten Wettkampf der Saison den vierten Platz, vor Ryoyu Kobayashi (236,0/231,0, 449,5 Pkt.) , der nach Durchgang eins noch auf Podiumskurs lag. Mit Pius Paschke auf Rang sechs und Karl Geiger auf Rang zehn, konnten sich neben Wellinger in den Top Ten platzieren. Diese wurden des weiteren durch Aleksander Zniszczol (7.), Gregor Deschwanden (8.) und Jan Hoerl (9.) komplettiert.

Nationencup geht an Österreich

Die Planica 7 Wertung war dann am Ende die Gleiche, wie die Endwertung des Skiflugweltcups. Hier gewinnt Domen Prevc vor Anze Lanisek und Andreas Wellinger. Der Gesamtweltcup ging wie bereits vorher sicher an Daniel Tschofenig vor Jan Hoerl und Stefan Kraft. So hatten die Österreicher also am Ende wieder einmal zu feiern. Auch den Nationencup sicherten sich Team Austria souverän mit 8343 Punkten vor Deutschland (4523 Pkt.) und Norwegen (3956 Pkt.), die nicht mehr von Slowenien eingeholt wurden.

Jetzt geht es für alle Beteiligten erst einmal in die wohlverdiente Sommerpause. Auch wir, das Team von skispringen-news.de bedankt sich für eine spannende Saison mit Höhen und Tiefen und wir freuen uns jetzt schon darauf auch in der neuen Saison wieder mit von der Partie zu sein!

Ergebnis Wettkampf

Planica 7 Wertung

Gesamtstand Gesamtweltcup

Gesamtstand Skiflugweltcup

Planica7 Weltcup Weltcup Herren

Das Wetter lies zu wünschen übrig an diesem Freitagnachmittag. Nicht aber die Flugshow die die Zuschauer im slowenischen Planica geboten bekam. Weite Flüge und einen slowenischen Doppelsieg durch Domen Prevc und Anze Lanisek gab es schlussendlich. Die heimischen Fans dürften zwar nass, aber glücklich nach Hause gehen.

Es schien ganz so als hätten die Slowenen ihre Kräfte in der gestrigen Qualifikation geschont um heute dann wieder voll anzugreifen. Domen Prevc zeigte vor 15230 Zuschauern zwei starke Flüge auf 234,5 und 237,5 Meter und kam damit auf eine Gesamtpunktzahl von 459,1 Punkten und lag damit 4,3 Punkte vor seinem Teamkollegen Anze Lanisek, der nach 242,0 Meter im ersten Durchgang noch in Führung lag, sich nach 227,5 Metern im zweiten Versuch dann aber Prevc geschlagen geben musste.

Daniel Tschofenig krönt sich zum Gesamtweltcupsieger, Prevc holt kleine Kugel

Dahinter landete Ryoyu Kobayashi (232,0/239,5m, 444,1 Pkt.) auf dem dritten Rang. Daniel Tschofenig konnte sich mit seinem heutigen vierten Platz den Sieg im Gesamtweltcup sichern. Ebenso steht Domen Prevc bereits als Sieger des Skiflugweltcups fest. Stefan Kraft landete auf Rang fünf, vor den beiden DSV-Adlern Andreas Wellinger (6.) und Karl Geiger (7.). Mit Jan Hoerl (8.) und Manuel Fettner (9.) erreichten noch zwei weitere österreichische Athleten die Top Ten. Pius Paschke dürfte mit seinem zehnten Rang ebenso zufrieden sein.

Markus Eisenbichler verpatzt zweiten Durchgang

Für Markus Eisenbichler lief der heutige Tag nicht ganz wie gewünscht. Nach dem ersten Durchgang noch auf Rang elf liegend, kam er im zweiten Versuch nur noch auf 193,5 Meter und beendete den Wettkampf damit auf Rang 28. Damit hat er sich nicht für die Top 30 in der Gesamtwertung qualifiziert und wird vermutlich am morgigen Samstag im Team seinen letzten Wettkampfsprung machen. Felix Hoffmann wurde 38, Zak Mogel aus Slowenien disqualifiziert.

In der Planica 7 Wertung führt num Domen Prevc vor Anze Lanisek und Andreas Wellinger. Am Samstag startet um 8 Uhr der Probedurchgang, ehe der Teamwettkampf um 9 Uhr startet.

Ergebnis

Planica 7 Wertung

Weltcup Weltcup Herren

Sage und schreibe fast zwei Stunden hat die heutige Qualifikation im slowenischen Planica gedauert. Am Ende ganz oben: Andreas Wellinger vor Pius Paschke und Markus Eisenbichler.

Schon im Training zeigte Wellinger, dass mit ihm auch auf der Flugschanze in Planica mit ihm zu rechnen sein wird. Das zweite Training entschied er vor Domen Prevc für sich, das erste gewann Prevc.

Wechselnde Winde sorgten für Unterbrechungen

Die Qualifikation die um 10 Uhr gestartet wurde war dann geprägt von immer wieder längeren Windpausen. Am besten damit zurecht kamen scheinbar die deutschen Athleten. Andreas Wellinger kam auf 227,0 Meter und erzielte damit 231,1 Punkte. Damit lag er 2,2 Punkte vor dem Zweitplatzierten Pius Paschke, der sich mit 226 Metern beeindruckend zurückmeldet. Noch beeindruckender war aber wohl der Auftritt von Markus Eisenbichler, der schon im Training gute Flüge zeigte, in der Qualifikation mit 238,5 Metern dann den weitesten Flug zeigte und damit auf 226,0 Punkte kam. Damit dürfte ihm wohl auch ein Platz im Team für Samstag sicher sein.

Slowenen noch nicht in Topform

Die Slowenen flogen heute dann doch ein wenig hinterher. Domen Prevc kam auf 224,5 Meter und belegte Rang vier. Teamkollege Timi Zajc platzierte sich mit 220,5 Metern auf Rang sieben. Auf den Plätzen fünf und sechs fanden sich nicht minder überraschend Piotr Zyla und Kamil Stoch wieder. Die Top Ten wurden durch Stefan Kraft auf Platz acht, Pawel Wasek als Neunter und den Gesamtweltcupführenden Daniel Tschofenig auf Position zehn komplettiert.

Karl Geiger erwischte bei seinem Sprung ganz schlechte Bedingungen und bekam viele Plus Punkte, kam aber nicht über einen 19. Platz hinaus. Auch Felix Hoffmann konnte sich als 24. qualifizieren, während Philipp Raimund nicht an den Start ging. Auf Instagram veröffentlichte der 24-jährige ein Statement in dem er erklärt, dass er aufgrund seiner Höhenangst, die er zu 95 Prozent im Griff hat, nicht an den Start gegangen ist. Ein Start am Sonntag sei möglich, er würde aber abwarten wie es sich entwickelt und wie sein Körper auf die Höhe reagieren wird.

Disqualifiziert wurden mit Ziga Jancar, Isak Andreas Langmo und Tate Frantz drei Athleten.

Am morgigen Freitag steht dann die erste Einzelentscheidung auf dem Programm. Startschuss ist hier um 14 Uhr mit dem Probedurchgang, ehe es um 15 Uhr mit dem Wettkampf los geht.

Ergebnis Qualifikation

Weltcup Herren

Es ist wieder so weit! Das finale Fliegen im slowenischen Planica steht vor der Tür. Und damit auch das Ende einer denkwürdigen Saison.

„Sollten die Bedingungen es zulassen, ist ein neuer Weltrekord möglich.“, teilten die Organisatoren bereits letzte Woche mit. Gerade weil die heimischen Sportler momentan besonders gut in Form sind und die Vorfreude nach den Erfolgen zuletzt bis ins Unermessliche stieg, dürften die Fans im Tal der Schanzen ob nun mit oder ohne neuen Weltrekord, definitiv wieder ein stimmungsvolles Finale erleben.

Slowenisches Team zeigt sich topmotiviert und selbstbewusst

Im Rahmen einer Pressekonferenz von Sloski am heutigen Dienstag sagte Anze Lanisek: „Für uns ist es ein Privileg ein Finale zu Hause zu haben, wir freuen uns sehr und sind extra motiviert.“ Sloweniens Cheftrainer Robert Hrgota zeigte sich selbstbewusst und formulierte Ziele: „Im Nationencup ist die Rechnung einfach, wir wissen was wir zu tun haben um unser Ziel die Norweger noch von Platz drei zu verdrängen, zu erreichen. Ich habe meinen Athlethen gesagt, wir müssen jeden Tag gewinnen.“ Generell war die Stimmung im slowenischen Team sehr gelöst und man merkte ihnen an, dass sie sich alle extrem auf das bevorstehende Wochenende freuen.

Markus Eisenbichler mit den letzten Flügen seiner Karriere

Aber nicht nur die Slowenen freuen sich auf Planica. Auch aus deutscher Sicht dürfte ein Athlet mit besonders viel Vorfreude aber auch mit einem Tropfen Wehmut in das Wochenende starten. Für Markus Eisenbichler werden es die letzten Flüge seiner erfolgreichen Karriere sein. Nachdem sich am letzten Wochenende bereits Stephan Leyhe in den Ruhestand verabschiedet hat, nun also auch Eisenbichler. Und es wird mit Sicherheit nicht weniger emotional für das deutsche Team werden.

Es sei eine „Entscheidung aus dem Bauch heraus“, die dem Bayer nicht leicht gefallen ist und über die er sich zuvor viele Gedanken gemacht hatte. Letztendlich fühle es sich aber „richtig“ und „gut“ an in Planica nun also Servus zu sagen. Nach zuletzt starken Ergebnissen im Continentalcup, darunter auch ein Sieg in Zakopane vergangenes Wochenende, können sich die Fans auf einen starken Markus Eisenbichler freuen, der die letzten Momente seiner Karriere einfach nur genießen will und dies mit Sicherheit auch tun wird. Außerdem werden neben Eisenbichler noch Pius Paschke, Andreas Wellinger, Karl Geiger, Philipp Raimund und Felix Hoffmann beim Finale vertreten sein.

Am morgigen Mittwoch findet in Planica bereits das berühmte „Einfliegen“ statt. Hier werden 26 Springer aus Slowenien und vier weitere aus Österreich und Italien am Start sein. Start hier ist laut Plan um 10 Uhr und es wird auf dem Instagram Kanal von Sloski einen Livestream geben.

Früh aufstehen heißt es für alle Beteiligten dann am Donnerstag. Um 8 Uhr startet bereits das Training, ehe es im 10 Uhr in die erste Qualifikation für das erste Einzelspringen am Freitag geht. Freitag Nachmittag startet der Einzel dann um 15 Uhr.

Das Programm sieht für Samstag traditionell das Teamspringen um 9:30 Uhr vor, ehe der finale Einzelwettbewerb mit den Top 30 dann am Sonntag ebenso um 9:30 startet.

Weltcup Damen

Bei der Siegerehrung im finnischen Lahti gab es mal wieder ein gewohntes Bild zu sehen. Nika Prevc vor Selina Freitag. Auf Rang drei die Kanadierin Alexandria Louttit.

Nachdem Nika Prevc heute in Lahti den 12. Sieg der diesjährigen Saison einfahren konnte, könnte sie sich morgen in der letzten Damenentscheidung der Saison auch weiter in die Geschichtsbücher eintragen. 10 Siege in Folge schaffte vor hier nur Sara Takanashi. Der Sieg am heutigen Donnerstag Abend war Prevc neunter Sieg in Folge. Also mal sehen, was der morgige Tag bringen wird. Fakt ist, dass mit der kleinen Überfliegerin definitiv auch morgen wieder zu rechnen sein wird.

Schon der Qualifikationssieg kurz vor dem Wettkampf ging an Prevc, vor ihrer Landsfrau Ema Klinec. Hier auf Rang drei: Anna Odine Stroem. Katharina Schmid zeigte sich in der Quali stark formverbesserte und landete auf dem siebten Rang, knapp hinter Teamkollegin Freitag auf Rang fünf.

Prevc (302,8 Pkt.) gewann wieder einmal in dominierender Manier und zeigte Sprünge auf 129,0 und 135,5 Meter und sprang damit in einer eigenen Liga. 25,4 Punkte lag sie schlussendlich vor Selina Freitag auf dem zweiten Platz. Freitag gelangen Sprünge auf 122,0 und 121,0 Meter und sammelte damit 277,4 Punkte. Alexandria Loutitt (126,5/121,0m) kam auf 275,1 Punkte und belegte damit den dritten Platz und durfte also ebenso auf dem Podest Platz nehmen.

Eirin Maria Kvandal wurde vierte, gefolgt von Jaqueline Seifriedsberger aus Österreich. Katharina Schmid konnte ihr gutes Resultat aus der Qualifikation bestätigen und landete auch hier auf Rang sieben. Jedoch war es auf Rang sechs, den Yuki Ito belegte, nur 0,3 Punkte und Schmid dürfte nach den zuletzt schwächeren Ergebnissen mit Sicherheit sehr zufrieden sein. Die Top Ten wurden durch Lisa Eder (8.), Anna Odine Stroem (9.) und Ema Klinec (10.) komplettiert.

Aus dem deutschen Lager kam sonst nur noch Juliane Seyfarth auf Rang 13 in die Punkte, während für Emily Torazza (34.) und Alvine Holz (36.) schon nach dem ersten Durchgang Schluss war.

Am morgigen Freitag findet das Saisonfinale für die Damen statt. Um 14:50 startet hier der erste Durchgang.

Ergebnis Qualifikation

Ergebnis Wettkampf

Raw Air Weltcup Weltcup Damen

Keine Chance auf ein Skifliegen der Damen heute in Vikersund. Die Jury entschied um 11:30, dass es zu windig und damit auch zu gefährlich wäre und erklärte das Skifliegen für abgesagt. FIS-Renndirektor zeigte sich nach der Entscheidung enttäuscht und sagte, dass es sehr schade sei, aber die Sicherheit der Athletinnen gehe natürlich in jeden Fall vor.

Damit bedeutet es den Sieg in der Raw Air Wertung für Nika Prevc mit einer Total Punktzahl von 455,2 Punkten, nach nur zwei Wettkämpfen. Auf Rang zwei folgt Eirin Maria Kvandal (371,3 Pkt.) mit einem Rückstand von über 80 Punkten vor ihrer Teamkollegin Anna Odine Stroem (357,2 Pkt.).

Für die Damen geht es am kommenden Wochenende in Lathi zu ihrem finalen Wettkampfwochenende. Dort stehen abschließend noch zwei Einzelwettkämpfe statt. Die Siegerin des Gesamtweltcups steht mit Nika Prevc bereits fest.

Ergebnis Gesamtwertung Raw Air Damen

Weltmeisterschaften

Am späten Donnerstag Abend stand für die Damen also die Qualifikation für den morgigen Einzelwettbewerb auf der Großschanze statt. Und es dominierte mal wieder eine: Nika Prevc. Anna Odine Stroem und Eirin Maria Kvandal landeten auf den Plätzen dahinter.

Nika Prevc fliegt der Konkurrenz weiterhin um die Ohren. Für die junge Slowenin läuft es in Trondheim weiterhin wie am Schnürchen. Mit der Tageshöchstweite von 138,5 Metern lag Prevc (156,4 Pkt.) am Ende 15,4 Punkte vor der Zweitplatzierten Anna Odine Stroem, die auf 130,0 Meter und damit 141,0 Punkte kam. Stroems Teamkollege Eirin Maria Kvandal landete als Dritte ebenso auf dem Treppchen in der Qualifikation. Sie kam auf 133,0 Meter und lag damit nur 0,6 Punkte hinter Stroem.

Mit Jaqueline Seifriedsberger und Abigail Strate auf den Plätzen vier und fünf meldeten auch diese beiden Damen Ansprüche auf eine mögliche Medaille an. Dahinter rangierte Selina Freitag auf Rang sechs. Die Silber Medaillen Gewinnerin von der Normalschanze kam auf 123,0 Meter und lag damit noch vor der noch amtierenden Großschanzen Weltmeisterin von Planica, Alexandria Loutitt. Juliane Seyfarth überraschte in der Qualifikation mit einem starken Sprung und belegte letztendlich den neunten Rang und wurde damit zweitbeste Deutsche. Die Top Ten wurden durch Sara Takanashi (8.) und Yuki Ito (10.) komplettiert.

Am morgigen Freitag beginnt der Wettkampf der Damen um 16:15 Uhr. Vorher findet ein Probedurchgang statt.

Ergebnis Qualifikation

Weltcup Herren

Ryoyu Kobayashi ist in seiner japanischen Heimat einfach unschlagbar. Er gewann auch den zweiten Wettkampf in Sapporo. Dieses Mal sah es allerdings dahinter etwas anders aus. Das erste Mal in dieser Saison fand sich auf dem Podium nämlich kein österreichischer Athlet. Dafür dieses Mal mit Marius Lindvik und Johann Andre Forfang gleich zwei Norweger.

Ein gutes Springpferd springt nicht höher als es muss. Das war wohl noch das Motto von Ryoyu Kobayashi in der Qualifikation direkt vor dem zweiten Einzelwettkampf. Hier belegte er lediglich den 17. Platz. Dagegen dominierten die Slowenen. Domen Prevc heimste mal wieder den 3000 Schweizer Franken Scheck ein und lag damit nur 0,9 Punkte vor Teamkollege Timi Zajc, der tags zuvor noch nicht mal in den Finaldurchgang gekommen war. Auf Rang drei zeigte Johann Andre Forfang, dass auch mit ihm zu rechnen sein wird. Ausscheiden mussten in der Qualifikation lediglich sechs Athleten. Alle deutschen Starter schafften den Sprung in den Wettkampf.

Die heimischen Fans hatten also am Ende wieder zu feiern. Ryoyu Kobayashi (278,4 Pkt.), nach dem ersten Sprung auf 132,0 Meter noch auf Rang zwei liegend, zeigte im Finale dann einen stärkeren Sprung und sprang auf 137,0 Meter und konnte sich damit noch den Sieg sichern. Er lag damit 4,2 Punkte vor Marius Lindvik (274,2 Pkt.), der eben noch als Führender ins Finale gegangen war. Dahinter auf Rang drei platzierte sich Johann Andre Forfang. Er konnte sich im zweiten Durchgang mit einem starken Sprung auf 136,0 Meter noch fünf Plätze nach vorne auf das Podium schieben. Nach 129,0 Meter im ersten Durchgang lag er lediglich auf dem siebten Platz.

Auf den Rängen vier bis sieben fand sich dann die geballte Power aus Team Österreich wieder. Gesamtweltcupführender Daniel Tschofenig (261,2 Pkt.) wurde Vierter, dahinter platzierten sich seine Teamkollegen Stefan Kraft, Jan Hörl und Maximilian Ortner. Qualifikationssieger Domen Prevc folgte auf Rang acht und Timi Zajc kam auf Rang zehn ins Ziel. Zajc war es auch der die Tageshöchstweite zeigte. 138,0 Meter im zweiten Sprung brachten ihn noch von Platz 18 auf den zehnten Rang. Dagegen fiel Prevc noch von Rang drei auf den achten Rang zurück. Generell änderte sich die Reihenfolge im zweiten Durchgang noch deutlich.

Zwischen den beiden Slowenen zeigte Andreas Wellinger zumindest einen kleinen deutschen Lichtblick auf Rang neun. Immerhin mal wieder ein Top Ten Platz für den Olympiasieger vergangener Tage. Nach dem ersten Sprung auf 129,0 Metern lag er sogar noch aussichtsreich auf Rang vier, fiel jedoch nach nur 121,5 Metern im zweiten Versuch noch auf den neunten Platz zurück. Ansonsten lief es für die deutschen Adler erneut nicht besonders gut. Stephan Leyhe und Felix Hoffmann konnten sich neben Wellinger noch in den Punkten platzieren und endeten als 24. bzw. 26.

Pius Paschke schied nach nur 117,5 Metern im ersten Durchgang als 31. aus. Adrian Tittel, der nun auch nach der heute Nacht zu Ende gegangenen Junioren Weltmeisterschaft in Lake Placid, sein Startrecht im Weltcup verlieren wird, kam nur auf Rang 44.

Am kommenden Wochenende werden die Männer ein freies Wochenende haben, bevor dann am 27. Feburar die Weltmeisterschaft im norwegischen Trondheim beginnt.

Ergebnis Qualifikation

Ergebnis Wettkampf