COC Damen COC Herren Continental Cup

Wo wird gesprungen?

Nachdem die Wettbewerbe im Rahmen des Continental Cup (COC) am vergangenen Wochenende im chinesischen Zhangjiakou auf der Olympiaschanze der kommenden Olympischen Spiele Station machten, ist der Tross an diesem Wochenende weitergezogen nach Norwegen – genauer gesagt nach Vikersund.

Vikersund – etwa 80km westlich von Oslo im Süden Norwegens in der Kommune Modum in der Provinz Viker gelegen – ist vor allem bekannt für seine imposante Skiflugschanze. Allerdings hat das sogenannte „Vikersund Hoppsenter“ noch fünf weitere Schanzenanlagen zu bieten. Eine davon ist die Großschanze, auf der an diesem Wochenende die Damen und Herren vom Bakken gehen.

Die Schanzendetails im Überblick

Hillsize:                             117 m

K-Punkt                            105 m

Schanzenrekord:            124,5 m (Lars Bystol, 29.12.2001)          

Baujahr:                           1988 – letzter Umbau: 2008

Programm:

Freitag, 10.12.2021

15:00 Uhr: Offizielles Training

17:00 Uhr: Wettkampf Herren

Samstag, 11.12.2021

10:00 Uhr: Probedurchgang

11:00 Uhr: Wettkampf – Herren

16:00 Uhr: Offizielles Training

18:00 Uhr: Wettkampf – Damen

Sonntag, 12.12.2021

10:00 Uhr: Probedurchgang

10:45 Uhr: Wettkampf – Damen                          

FIS Cup

Wo wird gesprungen?

Nach einer längeren Pause geht es für die Sportler im Rahmen des FIS-Cup an diesem Wochenende im schweizerischen Kandersteg weiter. Kandersteg ist eine kleine Gemeinde im Kanton Bern. Gelegen im Berner Oberland auf einer Höhe von 1174 Meter beeindruckt Kandersteg vor allem im Winter mit seinem malerischen Bergpanorama und den auf mindestens 50km Länge gespurten Loipen. In der Swisscom Nordic Arena gehen die Athletinnen und Athleten auf Weitenjagd.

Die Schanzendetails im Überblick

Hillsize:                             106 m

K-Punkt:                           95 m

Schanzenrekord: 111 m (Andreas Schuler (SUI), 29.01.2017)    

Baujahr:                           1978 – letzter Umbau: 2016

Programm:

Donnerstag, 09.12.2021

Freies Training Damen und Herren

Freitag, 10.12.2021

Vormittags freies Training Damen und Herren

18:00 Uhr: Offizielles Training – Damen

18:30 Uhr: Probedurchgang – Damen

19:00 Uhr: Wettkampf – Damen

Samstag, 11.12.2021

09:00 Uhr: Probedurchgang – Damen

09:30Uhr: Wettkampf – Damen

16:00 Uhr: Offizielles Training – Herren

17:00 Uhr: Probedurchgang – Herren

18:00 Uhr: Wettkampf – Herren

Sonntag, 12.12.2021

08:30 Uhr: Probedurchgang – Herren

09:30 Uhr: Wettkampf – Herren              

Weltcup Weltcup Damen Weltcup Herren

Vom 09. bis 12. Dezember geben sich in der Klingenthaler Vogtland-Arena die besten Skispringerinnen und Skispringer im Weltcup die Ehre. Mittendrin sind auch die Athleten des DSV.

Herren-Bundestrainer Stefan Horngacher setzt für das erste Heimspringen in diesem Winter auf das Flug-Personal, das auch schon den Weltcup-Start absolviert hat. Somit gehen Markus Eisenbichler (TSV Siegsdorf), Karl Geiger (SC Oberstdorf), Stephan Leyhe (SC Willingen), Pius Paschke (WSV Kiefersfelden), Constantin Schmid (WSV Oberaudorf) und Andreas Wellinger (SC Ruhpolding) ab Freitag an den Start. „Die Schanze liegt uns gut und die Form der Aktiven zeigt nach oben – auch wenn sich immer mal wieder kleine Fehler einschleichen. Das gesamte Team ist auf einem sehr guten Niveau: Karl führt die Weltcup-Wertung an, Markus ist Dritter, die Anschlussplatzierungen bei den bisherigen Wettkämpfen wurden ebenfalls erbracht“, bilanziert Stefan Horngacher. Der Bundestrainer erwartet spannende Wettkämpfe, auch weil der Japaner Ryoyu Kobayashi nach seiner Corona-Auszeit mit dabei sein kann: „Wir freuen uns darauf und fahren gut gerüstet nach Klingenthal.“

Geiger will gelbes Leibchen verteidigen – Zuschauerränge bleiben leer

Mit im Gepäck hat der Oberstdorfer Karl Geiger nicht nur viel Selbstvertrauen, sondern auch das Leibchen des Führenden in der Gesamtwertung. Der 28-Jährige sicherte sich bereits zum Auftakt in Nischni Tagil (RUS) den Sieg und war auch in Ruka (FIN) und zuletzt in Wisla (POL) mit Rang zwei auf dem Podium. Entsprechend groß ist die Vorfreude Geigers auf den Heimweltcup in Klingenthal, auch wenn er coronabedingt ohne Zuschauer stattfinden muss. „Es ist zwar schade, dass die Wettkämpfe ohne Zuschauer stattfinden müssen, aber wir hoffen alle, dass wir den vielen freiwilligen Helfern im Stadion mit guten Wettkämpfen Freude machen können“, kündigte Karl Geiger bereits im Vorfeld an. Und sicher würden sich auf die zahlreichen Fans der DSV-Adler an den TV-Geräten über gute Sprünge von Geiger und Co. freuen. Dass dies aber kein Zuckerschlecken wird, weiß keiner besser als Karl Geiger: „Die Charakteristik der Schanze geht eher Richtung Gleiten und Fliegen – gerade, wenn es ein bisschen weiter geht. Der Anlauf ist nicht ganz einfach, aber wenn man den Rhythmus von Anlauf und Absprung gut aufnimmt, kann man unten richtig schön wegsegeln.“ Er hoffe zudem, dass der Wind mitspielt. Laut Geiger stünden dann spannende Wettkämpfe auf hohem Niveau an.

Mechler schickt neun Damen ins Rennen – Vogt doch nicht dabei

Wettkämpfe auf hohem Niveau wünschen sich auch die Skispringerinnen. Damen-Bundestrainer Maximilian Mechler stellt zusammen mit einer nationalen Gruppe insgesamt 10 Athletinnen auf. Neben der aktuell stärksten DSV-Springerin Katharina Althaus (SC Oberstdorf) sind auch Selina Freitag (SG Nickelhütte Aue), Michelle Göbel (SC Willingen), Luisa Görlich (WSV 08 Lauscha), Pauline Heßler (WSV 08 Lauscha), Pia Lilian Kübler (SV Zschopau), Josephin Laue (SFV Rothenburg), Anna Rupprecht (SC Degenfeld) und Juliane Seyfarth (WSC 07 Ruhla). Carina Vogt (SC Degenfeld) wird – anders als ursprünglich angekündigt – nicht beim Weltcup dabei sein. „Es käme jetzt zu schnell nach dem China-Wettkampf. Soweit ist alles im Lot, ihr geht es gut“, erklärte Bundestrainer Maximilian Mechler am Donnerstag. Es gehe bei Carina Vogt um Trainingssteuerung, heißt es seitens des DSV weiter. Die Olympia-Siegerin von 2014 war zuletzt im Continentalcup am Start und konnte im chinesischen Zhangjiakou mit zwei dritten Plätzen überzeugen.

Kann Althaus wieder ganz nach vorne springen?

Die Augen werden sich aber vor allem auf Katharina Althaus richten. Der Sieg in Lillehammer sowie zwei weitere Podiumsplatzierungen in diesem Winter zeigen, dass die 25-Jährige auf sehr hohem Niveau springt. Die Oberallgäuerin reist als Zweite der Gesamtwertung an. Einzig besser im Klassement ist aktuell die Österreicherin Sara Marita Kramer. Doch Althaus hat gerade im norwegischen Lillehammer gezeigt, dass sie mit der 20-Jährigen auf Augenhöhe ist. Diesen Schwung möchte die DSV-Athletin mit ins Vogtland nehmen. „Jetzt freue ich mich sehr auf Klingenthal – auch diese Schanze liegt mir sehr gut. Die hat einen coolen Charakter. Und es ist ein Heim-Weltcup für uns. Leider ohne Zuschauer. Nichtsdestotrotz: Ich hoffe, dass uns daheim alle die Daumen drücken. Und dass wir ein gutes Teamergebnis abliefern können. Ich bin sehr gespannt, wie weit es für mich nach vorne reicht“, sagt Katharina Althaus.

Die Damen müssen bereits am Donnerstag (18 Uhr) in die Qualifikation. Für die Herren wird es ab Freitag (19:15 Uhr) ernst. Die genauen Zeiten zum Weltcup in Klingenthal gibt es auch in unserer Übersicht zum Nachlesen.

Weltcup Damen Weltcup Herren

Wo wird gesprungen?

Die Wettbewerbe in Klingenthal werden in der Sparkasse Vogtland Arena im sächsischen Klingenthal ausgetragen. Der Ort liegt im Süden Sachsens, nahe der tschechischen Grenze. Auf der Schanzenanlage der Vogtlandarena finden immer wieder Weltcups im Skispringen und der Nordischen Kombination statt. Diesmal sind erneut sowohl Skisprung-Damen als auch Herren an der Reihe. Für beide finden jeweils zwei Einzelwettbewerbe statt und zudem ist es der erste Heimweltcup der neuen Saison. Aufgrund der aktuellen Corona-Lage müssen die Wettbewerbe allerdings ohne Zuschauer stattfinden.

Die Schanzendetails der Sparkasse Vogtland Arena im Überblick:

Hillsize:140 m140 m
K-Punkt:125 m125 m
Schanzenrekord:141 m (Chiara Hölzl; 14.12.19)146,5 m (Michael Uhrmann; 02.02.11)
Baujahr:20062006
Zuschauerkapazität: 20.00020.000

Programm:

Donnerstag; 09.12.21
16:00 Uhr – Offizielles Training Damen
18:00 Uhr – Qualifikation Damen

Freitag, 10.12.21
14:00 Uhr – Probedurchgang Damen
15:00 Uhr – Einzelwettbewerb Damen (ARD, Eurosport)

17:15 Uhr – Offizielles Training Herren
19:15 Uhr – Qualifikation Herren (Eurosport)

Samstag, 11.12.21
09:00 Uhr – Qualifikation Damen
10:30 Uhr – Einzelwettbewerb Damen (ARD)

14:45 Uhr – Probedurchgang Herren
16:00 Uhr – Einzelwettbewerb Herren (ARD, Eurosport)

Sonntag, 12.12.21
14:00 Uhr – Qualifikation Herren
16:00 Uhr – Einzelwettbewerb Herren (ARD, Eurosport)

Vierschanzentournee Weltcup Herren

Viele haben es bereits befürchtet: Rund drei Wochen vor dem 70-jährigen Jubiläum der Vierschanzentournee teilte der Veranstalter mit, dass die beiden deutschen Stationen auch in diesem Jahr ohne Zuschauer stattfinden müsse.

Wie der Veranstalter am Montag bestätigte, werden sowohl das Auftaktspringen in Oberstdorf als auch das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen ohne Zuschauer stattfinden müssen. Grund dafür ist die Verschärfung der Bayerischen Infektionsschutzverordnung von vergangenem Freitag. Nach dieser sind alle Sportveranstaltungen bis Ende diesen Jahres ohne Zuschauer vorgesehen. Die Organisationskomitees in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen nehmen ab sofort Tickets zurück und erstatten den vollen Kaufpreis.

„Die neue Verordnung der bayerischen Staatsregierung lässt uns leider keinen Spielraum. Das ist schade, denn wir hatten extra ein hervorragendes Schutzkonzept entwickelt. Aber klar: Die Springen der Vierschanzentournee zählen definitiv zum Profisport und diese müssen ab sofort ohne Zuschauer stattfinden“, sagt Florian Stern, Geschäftsführer der Skiclub Oberstdorf Veranstaltungs GmbH und Generalsekretär beim Auftaktspringen in Oberstdorf. 

Sollten sich die Restriktionen in Bayern in den nächsten drei Wochen wieder lockern, wollen die Organisatoren im Falle des Falles schnell reagieren. „Damit rechnen wir derzeit zwar nicht. Aber wir sind natürlich sehr flexibel und könnten innerhalb weniger Stunden erneut den Ticketverkauf starten. Notfalls auch kurz vor Weihnachten“, erklärt Michael Maurer, Vorsitzender des Skiclubs Partenkirchen und Chef des Organisationskomitees bei Neujahrsskispringen. 

Ob bei den Bewerben in Innsbruck und Bischofshofen Zuschauer erlaubt sein werden, ist derzeit noch völlig offen. Aktuell befindet sich die Alpenrepublik in einem landesweiten Lockdown. Die Entscheidung, ob Zuschauer zugelassen werden können, wird erst fallen, wenn die Regierung über die nächste Verordnung in Österreich entscheidet.

Quelle: Vierschanzentournee

Weltcup Weltcup Damen

Am Samstag hat es für den Sieg noch nicht gereicht, doch am Sonntag sollte sich Sara Marita Kramer den Tagessieg beim Weltucp im norwegischen Lillehammer holen. Die Österreicherin verdrängt Katharina Althaus (Deutschland) und Silje Opseth (Norwegen) auf die Plätze zwei und drei.

Ein letztes Mal an diesem Wochenende gaben sich die Skispringerin auf dem Lysgardsbakken die Ehre. Mit dem Unterschied, dass es am Sonntag auf die Großschanze (HS 140) ging. Doch auch auf der größeren Anlage hat Sara Marita Kramer gezeigt, dass sie zurzeit die kompletteste Springerin ist. Bereits im ersten Durchgang hat sich die 20-Jährige mit tollen 138 Metern die Führung gesichert (134,6 P.). Jedoch ohne Telemark – und deshalb blieben ihre Konkurrentin auf Schlagdistanz. Der Norwegerin Silje Opseth reichten 134,5 Meter (128,7 P.), um sich vor dem Finale den zweiten Rang zu sichern – mit 5,9 Zählern Rückstand auf Kramer. Rang drei belegte die Slowenin Ema Klinec mit 129 Metern (126,7 P.). Ihr Rückstand auf Sara Marita Kramer betrug vor dem Finale 7,9 Punkte. Beste Deutsche war zu diesem Zeitpunkt Katharina Althaus auf Platz vier. 130,5 Meter (123,3 P.) waren stark, jedoch verschenkte die Springerin von SC Oberstdorf wertvolle Zähler bei der Landung. Doch bis Rang acht konnten sich Daniela Iraschko-Stolz (5.), Ursa Bogataj (6.), Sara Takanashi (7.) und Eva Pinkelnig (8.) alle noch realistische Chancen auf einen Podiumsplatz machen.

Kramer behält Nerven – Althaus holt auf

Im Finale sollte es also noch einmal rund gehen. Nika Kriznar aus Slowenien hat mit ihren 136,5 Metern den Anfang der großen Weitenjagd eingeläutet – und wurde damit Siebte. Doch genauso weit schaffte es auch Katharina Althaus: Ihre 136,5 Meter (259,8 P.) mit einem tollen Telemark brachten die Allgäuerin von Rang vier auf den zweiten Platz. Silje Opseth konnte nämlich mit 129 Metern (253,2 P.) nicht mehr kontern, rettete aber mit Rang drei den Podestplatz für Norwegen. Doch eine Frau war einfach nicht zu schlagen: Sara Marita Kramer sicherte sich mit 134,5 Metern verdient den Tagessieg. Entsprechend glücklich zeigte sich die junge Österreicherin am FIS-Mikrofon: „Es ist einfach großartig. Lillehammer ist wirklich was Besonderes.“

Pinkelnig macht Ränge gut – Iraschko-Stolz fällt zurück

Insgesamt kann das Team Österreich auf einen guten Wettkampf zurückblicken, auch wenn das Gesamtergebnis etwas schwächer ausfällt als am Vortrag. Nichtsdestotrotz bleibt der ÖSV zurzeit in der Breite das stärkste Team. Neben Tagessiegerin Kramer konnte sich Eva Pinkelnig im Finaldurchgang von Platz acht noch auf Rang fünf verbessern. Dagegen fiel Daniela Iraschko-Stolz um vier Ränge zurück, landete aber immer noch als Neunte in den Top 10. Diese werden von den Sloweninnen Ema Klinec (4.) und Ursa Bogataj (6.) sowie der Japanerin Sara Takanashi (8.) und Norwegens Anna Odine Stroem (10.) komplettiert. Jacqueline Seifriedsberger (11.) und Lisa Eder (13.) verpassten die Top 10. Doch gerade Eder konnte noch fünf Ränge gutmachen. Chiara Kreuzer wird mit Rang 29 etwas unzufrieden sein, verbuchte aber zumindest zwei Punkte für die Gesamtwertung.

Kleine Verbesserung zu erkennen

Für die DSV-Mannschaft um Trainer Maximilian Mechler ist es am Sonntag in der Breite etwas besser gelaufen als noch am Samstag. Pauline Heßler konnte ihre Platzierung im Finale halten und wurde 16. Juliane Seyfarth steigerte sich mit einem besseren zweiten Sprung auf den 18. Rang. Und auch Selina Freitag konnte sich um drei Plätze auf Rang 20 im Finale vorschieben. Luisa Görlich sammelt als 23. mehr Punkte als am Vortag. Jedoch war die Ausgangslage besser: Sie hat sich nämlich um acht Ränge verschlechtert. Gar nicht lief es hingegen für Anna Ruppercht. Wie am Vortag verpasste sie das Finale und wird als 38. mit ihren Leistungen hadern.

Kramer reist in Gelb weiter

Mit einem breiten Lächeln aus Lillehammer wird vor allem Sara Marita Kramer abreisen. Sie nimmt neben den Pokalen auch die Gesamtführung mit aus Norwegen und hat aktuell 330 Punkte. Dahinter hat sich nun Katharina Althaus (285 P.) auf den zweiten Platz vorgeschoben. Ema Klinec (259 P.) belegt Rang drei in der Gesamtwertung.

Offizielles Ergebnis

Gesamtstand

Weltcup Weltcup Herren

Spannung bis zur letzten Sekunde – nachdem es schon beim gestrigen Teamwettkampf eng zur Sache ging, war auch heute nach dem ersten Durchgang beim Einzelwettkampf im polnischen Wisla noch alles offen: Nicht einmal drei Punkte trennten die Top 5. Doch Jan Hörl (Österreich) erwies sich als nervenstark, verteidigte seine Führung im Finale souverän und sicherte sich den ersten Weltcupsieg seiner Karriere – trotz Sturz im Probedurchgang.

Der 23-Jährige setzte sich mit Sprüngen auf 121 und 128 Meter (261,9 P.) gegen Marius Lindvik (NOR) durch, der 122 und 124 Meter weit sprang und sich so den zweiten Platz sicherte (255,2 P.). Neben Jan Hörl erreichte ein weiterer Österreicher einen Podestplatz: Stefan Kraft segelte auf 120 und 123 Meter (253,6 P.) und wurde Dritter.

Für Hörl war dies die Krönung eines perfekten Wochenendes: Am Freitag gelang ihm bereits der Sieg in der Qualifikation, gestern feierte er den Erfolg im Mannschaftsspringen mit seinen Teamkollegen und heute gelang ihm nun der erste Weltcupsieg seiner Karriere. Sein bislang bestes Ergebnis und einziger Podestplatz im Weltcup war ein dritter Rang in Engelberg vor zwei Jahren. „Es ist echt geil, ein Megagefühl“, so Hörl nach seinem Triumph: „Darauf habe ich jahrelang hin trainiert. Dass das jetzt aufgeht, ist einfach genial. Ich glaube, es dauert noch, bis ich es ganz realisiert habe“. Als er im Finaldurchgang als letzter Springer auf dem Balken saß, sei er sehr nervös gewesen, da er bislang oftmals einen schwächeren zweiten Sprung zeigte. „Es tut einfach gut, wie ich jetzt den zweiten Sprung runterbekommen habe, das ist gut fürs Herz“.

Karl Geiger springt nur knapp am Podest vorbei

Auch die DSV-Adler präsentierten sich erneut stark: Karl Geiger zeigte im zweiten Durchgang einen starken Sprung auf 123 Meter und konnte sich damit noch von Platz 7 auf Rang 4 nach vorne arbeiten (251,3 P.). Direkt hinter Geiger platzierte sich Markus Eisenbichler als Fünfter (246,3 P.). Beide konnten noch Cene Prevc (SLO) überholen, der auf Rang 6 zurückfiel. Geiger resümierte anschließend: „Es war wieder nicht einfach, aber wir haben einen guten Wettkampf gemacht“. Gleichzeitig blickte er bereits nach vorne und richtete eine Kampfansage an die Konkurrenz: „Wir sind gut drauf und werden in Klingenthal wieder angreifen“. Auch Markus Eisenbichler freut sich schon auf die nächsten Aufgaben: „Ich habe ganz gute Sprünge gemacht. Jetzt heißt es weiter arbeiten und alles ein bisschen verfeinern.“

Pius Paschke konnte mit Rang sieben ebenfalls überzeugen und zeigte sich zum Abschluss des Wochenendes in Wisla „sehr zufrieden“: „Ich war gestern nicht ganz so zufrieden mit den Sprüngen und habe es heute geschafft, Schritt für Schritt besser zu werden, eigentlich mit jedem Sprung“. Constantin Schmid komplettierte das gute deutsche Mannschaftsergebnis mit seinem 14. Platz. Stephan Leyhe verpasste den zweiten Durchgang als 31. um gerade einmal 0,7 Punkte. Andreas Wellinger glückte der Sprung ins Finale ebenfalls nicht. Als 38. heißt es für ihn also weiter daran zu arbeiten, Konstanz in seine Leistung zu bringen, um Sprünge wie in der Qualifikation – in der er den 8. Platz belegte – wieder öfter abrufen zu können.

Freude in Österreich, Gemischte Gefühle in Norwegen, Trübsal in Polen

Während die Österreicher mit einem Doppelpodium in Wisla auftrumpften und mit Fettner (16.) und Aschenwald (18.) noch zwei weitere Athleten unter den Top 20 platzieren konnten, verhallte der Jubel der Polen ungewohnt früh und schnell. Die Freude der zahlreichen polnischen Fans vor Ort wurde durch die Ergebnisse der einheimischen Springer getrübt: Trotz nationaler Gruppe erreichten mit Stoch, Zyla und Zniszczol gerade einmal drei Sportler den Finaldurchgang und belegten die Plätze 11, 25 und 26. Nachdem sich im ersten Durchgang des Teamwettkampfs gestern zunächst eine deutliche Leistungssteigerung andeutete, war diese Hoffnung spätestens nach dem Wettkampf heute schon wieder verfolgen.

Auch der Champion der letzten Saison, Halvor Egner Granerud, wird mit vielen Fragezeichen im Kopf die Heimreise antreten. Den Probedurchgang hatte er noch überraschend für sich entschieden, im ersten Durchgang zeigte er jedoch erneut eine große Instabilität im Sprung und belegte den vorletzten Rang. Gleichzeitig konnten insbesondere Marius Lindvik mit seinem zweiten Platz, Robert Johansson (10.) und Johann Andre Forfang (12.) überzeugen. Auch Killian Peier setzt seine guten Leistungen nach seinem Comeback weiter fort: Der Schweizer wurde 9. und sprang damit bereits zum dritten Mal in dieser Saison in die Top 10.

Nächste Station Klingenthal

Weiter geht es am nächsten Wochenende in Klingenthal: Hier sind neben den Skispringern auch die Skispringerinnen am Start und bestreiten jeweils zwei Einzelwettkämpfe. Die Atmosphäre wird dann jedoch wieder eine andere sein: Im Gegensatz zu Wisla ist in Sachsen derzeit kein Publikum bei Großveranstaltungen erlaubt, sodass das Wochenende ohne Zuschauer über die Bühne gehen wird.

Offizielles Resultat

Weltcup-Gesamtstand

Quelle: ÖSV/DSV/FIS

Weltcup Weltcup Damen

Zum ersten Mal in der noch jungen Saison ging es für die Skisprung-Damen auf die Großschanze. In der Qualifikation setzte sich die Slowenin Ema Klinec vor Marita Kramer (AUT) und Silje Opseth (NOR) durch. Katharina Althaus fehlten hingegen noch ein paar Meter.

Mit einem Satz auf 129,5 Meter hat Ema Klinec die Qualifikation souverän für sich entschieden. Mit 133,6 Punkten setzte sich die Slowenin vor Marita Kramer (127,2 P.) durch. Die Gesamtweltcup-Führende sprang zwei Meter kürzer als Klinec. Rang drei ging an die Norwegerin Silje Opseth (126,8 P.). Mit einem Satz auf 128 Meter bestätigte sie ihre positive Leistungstendenz. Die Ränge vier und fünf belegten Ursa Bogataj (126,3 P.) und Sara Takanashi (122,8 P.)

DSV-Adlerinnen noch mit Problemen

Für die deutschen Athletinnen lief es von der Großschanze noch nicht ganz so rund. Vortagessiegerin Katharina Althaus (109,3 P.) musste sich mit 117,5 Metern und Platz neun begnügen. Selina Freitag zeigte ordentliche 108,5 Meter und platzierte sich an Position 21. Ihre Teamkolleginnen haben sich allesamt qualifiziert, konnten aber noch nicht überzeugen. Anna Rupprecht, Pauline Hessler, Luisa Görlich und Juliane Seyfarth belegten die Ränge 27, 28, 29 und 33.

Österreicherinnen mannschaftlich stark

Die Österreicherinnen haben gleich mehrere Springerinnen in Lauerstellung. Beste ÖSV-Springerin war die sechstplatzierte Daniela Iraschko-Stolz (118,1 P.). Unmittelbar danach reihte sich Eva Pinkelnig (113,1 P.) auf dem siebten Platz ein. Deutlich verbessert präsentierte sich Chiara Hölzl, die nach einem enttäuschenden Saisonstart den zwölften Platz, direkt vor ihrer Landsfrau Jacqueline Seifriedsberger belegte. Lisa Eder belegte Rang 25.

Das Einzelspringen startet um 17:30 Uhr.


Ergebnis Qualifikation

Weltcup Weltcup Herren

Im Einzelwettbewerb im polnischen Wisla führt Jan Hörl nach dem ersten Durchgang. Der Österreicher zeigt einen Satz auf 121 Meter (123,4 P.) und setzt sich damit an die Spitze des Feldes. In Schlagdistanz auf Rang zwei landet mit nur 0,3 Punkten Rückstand sein Teamkollege Stefan Kraft, der einen Sprung auf 120 Meter zeigt. Auf dem dritten Platz rangiert im Zwischenklassement der Norweger Marius Lindvik (122m, 122,4 P.).

Auf dem vierten Rang liegt vor dem zweiten Durchgang der Slowene Cene Prevc (121m, 121,8 P.). Fünfter ist Markus Eisenbichler, der einen Sprung auf 120,5 Meter (120,6 P.) zeigt.

DSV-Adler mit vier Athleten unter den Top 20

Das Team des Deutschen Skiverbandes kann vier Athleten unter den Top 20 platzieren. Neben Markus Eisenbichler, liegt Karl Geiger auf Rang sieben (117m, 116,6 P.). Pius Paschke (119m, 114,1 P.) ist 10., Constantin Schmid 119,5 Meter (113,7 P.). 11. Stephan Leyhe verpasst als 31. den zweiten Durchgang lediglich um 0,7 Punkte. Auch Andreas Wellinger verpasst nach einer guten Qualifikation vom Freitag, in der er noch den achten Platz belegt hatte, am heutigen Tag mit einem Sprung auf 111 Meter (99,4 P.) den zweiten Durchgang und wird lediglich 37.

Österreich mit sechs Springern im Finale

Nach dem Sieg im Teamwettkampf gestern trumpft die Mannschaft des ÖSV im ersten Durchgang heute erneut auf. Neben dem Führenden Jan Hörl und dem Zweitplatzierten Stefan Kraft zeigt vor allem Philipp Aschenwald, der am Samstag nicht im siegreichen Team gestanden hatte, einen gute Leistung und setzt seinen Sprung auf 119,5 Meter (112,8 P.) und liegt zwischenzeitlich auf Rang 13 genau wie sein Teamkollege Manuel Fettner (117m, 112,8 P.) . Daniel Tschofenig wird 24., Daniel Huber ist 29. Markus Schiffner (34.) verpasst den Einzug in das Finale.

Absturz des polnischen Teams

Gestern verpassten sie vor heimischem Publikum schon das Podest. Heute erlebte das Team aus Polen ein wahres Debakel im ersten Durchgang. Lediglich drei von elf gestarteten Athleten erreichen das Finale der besten 30. Bester aus der gebeutelten Mannschaft von Michal Dolezal ist Kamil Stoch (117m, 114,2 P.) auf Rang Neun.

Norwegen sucht weiter den Anschluss – Granerud scheitert im ersten Durchgang

Die Mannschaft von Trainer Alexander Stöckl sucht weiter nach ihrer Form. Der beste des Team Norge ist im ersten Durchgang Marius Lindvik, der einen Sprung auf 122 Meter zeigt und damit 122,4 Punkte holt. Johann André Forfang wird Achter, Robert Johansson 19. und Frederik Villumstad23. Daniel André Tande belegte nach dem Probedurchgang noch den 10. Rang und machte Hoffnung für den Wettkampf. Doch nach einem Sprung auf 110 Meter (101,5 P.) und Rang 38 war der Wettkampf für ihn ebenso wie für seine Teamkollegen Anders Fannemel (111m, 92,2 P.)auf Platz 42 und Halvor Egner Granerud (102,5m, 78,6 P.) auf Rang 48 bereits nach dem ersten Durchgang beendet.

Offizielles Resultat erster Durchgang

Quelle: FIS

Weltcup Weltcup Herren

Halvor Egner Granerud gewinnt den Probedurchgang im polnischen Wisla (129 Meter, 67,8 P.). Auf dem zweiten Rang folgt Markus Eisenbichler (64,6 P.) vor Stefan Kraft (64,3 P.).

Hinter den Top-3 folgen Anze Lanisek (63,1 P.), Cene Prevc (58,5 P.) und Jan Hörl (58,5 P.). Siebter wird Marius Lindvik vor Philipp Aschenwald und Daniel-André Tande.
Karl Geiger, Constantin Schmid und Stephan Leyhe folgen auf den Plätzen zehn, elf und zwölf. Auf den Rängen 16 und 28 liegen Pius Paschke und Andreas Wellinger.

Aus dem Team Österreich werden Daniel Tschofenig, Daniel Huber, Manuel Fettner und Markus Schiffern 19., 26., 31. und 45.

Der Einzelwettbewerb beginnt um 16 Uhr und wird in der ARD und auf Eurosport übertragen.

Offizielle Ergebnisliste Probedurchgang
Offizielle Startliste 1. Durchgang

Quelle: FIS