Blue Bird Weltcup Damen

Deutsche Skisprung-Fans mussten am Sonntagmorgen zeitig aufstehen. Bereits um 5 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit startete der nachgeholte Teamwettbewerb im russischen Chaikovsky. In dem aus nur einem Durchgang bestehenden Wettbewerb setzte sich das Favoritenteam aus Österreich vor der Konkurrenz durch.

Das ÖSV-Team holte sich den letzten Teamsieg des Winter mit der gleichen Aufstellung wie noch vor wenigen Wochen bei den Nordischen Ski-Weltmeisterschaften – Daniela Iraschko-Stolz, Sophie Sorschag, Chiara Hölz und Marita Kramer (373,7 P.). Mit 25,2 Punkten Vorsprung sicherten sich die vier ÖSV-Damen den Sieg vor den zweitplatzierten Sloweninnen – Spela Rogelj, Katra Komar, Ursa Bogataj, Nika Kriznar – (348,5 P.).

Zum Saisonabschluss landen auch die DSV-Damen (336,5 P.) mit Katharina Althaus, Juliane Seyfarth, Luisa Görlich und Anna Rupprecht noch einmal auf dem Podium. Sie nutzten den einzigen Durchgang und sicherten sich Rang drei hinter Österreich und Slowenien.

Norwegen verpasst Podium, Japan mit Disqualifikation

Überraschend nicht auf dem Podium landete das Quartett aus Norwegen. Thea Minyan Bjoerseth, Frida Berger, Anna Odine Stroem und Silje Opseth fehlen am Ende 12 Punkte auf Rang drei und damit zum Podium.

Auch das japanische Team dürfte am Ende mit Rang sechs nicht zufrieden gewesen sein. Aufgrund der Disqualifikation ihrer zweiten Starterin, Yuka Sato, fehlte eine komplette Wertung in Gruppe zwei für die japanischen Damen.

Offizielles Resultat

Quelle: FIS

COC Herren

Es ist nicht der Tag der Skispringer. Sowohl bei den Herren in Planica als auch bei den Damen in Chaikovsky musste der für heute geplante Teamwettbewerb abgesagt und auf Sonntag verschoben wurden. Gleiches gilt nun auch für den Continentalcup.

Der Wind ist am Samstag kein Freund der Skispringer/innen. Auch im russischen Chaikovsky weht der Wind zu stark, sodass der angesetzte COC-Wettbewerb der Herren als erstes von der Groß- auf die Normalschanze verschoben, inzwischen jedoch gänzlich abgesagt wurde.

Wie die beiden Weltcup-Bewerbe soll nun auch dieser auf Sonntag verschoben werden, sodass es im Continentalcup zum Saison-Abschluss noch einmal zwei Wettbewerbe geben kann. Der neue Zeitplan des Internationalen Skiverbandes (FIS) sieht nun vor, dass der erste Wettbewerb um 12 Uhr und der finale Wettbewerb des Winters wie ursprünglich geplant um 14:30 Uhr stattfinden soll.

Alle Zeiten MEZ (Chaikovsky, + 4 Stunden).

Quelle: FIS

Blue Bird Weltcup Damen

Ähnlich wie bei den Männern heute Morgen in Slowenien, wurde auch bei den Frauen in Russland der Teamwettbewerb aufgrund des starken Windes abgesagt.

Für 13 Uhr war der Teamwettbewerb der Damen in Chaikovsky geplant. Nachdem er von 13 auf 13:30 und dann auf 14 Uhr verschoben wurde, wurde der Wettbewerb endgültig abgesagt. Der Grund für die Absage waren die starken Windbedingungen. Der Assistent des FIS Renndirektors, Miran Tepes, sagte in einem Statement: „Der Wettbewerb wurde aufgrund des starken Windes abgesagt. Es war zu gefährlich den Wettbewerb durchzuführen. Die Windpiks waren zwischen 6 und 10 Metern pro Sekunde und im Durchschnitt waren es 5 Meter pro Sekunde.“

Der Teamwettbewerb auf der Normalschanze soll morgen früh um 5 Uhr deutscher Zeit mit nur einem Wertungsdurchgang nachgeholt werden. Um 7 Uhr folgt dann ein Trainingsdurchgang für die Damen auf der Großschanze, bevor um 8 Uhr der Einzelwettbewerb auf der Schanze beginnt.

Alle Zeiten MEZ (Chaikovsky, + 4 Stunden).

Quelle: FIS, interne Informationen

Planica7 Weltcup Herren

Nachdem der Teamwettbewerb am Samstagvormittag aufgrund zu gefährlicher Windbedingungen abgebrochen werden musste, soll dieser nun am Sonntag, zusätzlich zum Einzelwettbewerb nachgeholt werden.

Ein neuer Zeitplan des Internationalen Skiverbandes (FIS) sieht vor, dass der Teamwettbewerb am Sonntag um 9 Uhr mit nur einem Durchgang nachgeholt werden soll. Anschließend soll der letzte Einzelwettbewerb der Saison um 10:30 Uhr über die Bühne gehen. Damit steht den Athleten ein ereignisreicher letzter Wettkampftag der Saison 2020/21 bevor.

Für die Planica-7-Wertung hätte man somit zumindest fünf der sieben Durchgänge in der Endabrechnung, vorausgesetzt der Wind spielt am Sonntag mit. Sowohl für die Gesamtwertung des Skiflug-Weltcups als auch der Planica-7-Wertung, zeichnet sich damit ein Zweikampf zwischen dem Japaner Ryoyu Kobayashi und dem DSV-Adler Karl Geiger ab.

Gesamtstand Skiflug-Weltcup

Quelle: FIS

Planica7 Weltcup Herren

Nach dem Kaugummi-Durchgang vom Vortag hatten die Skiflieger auch beim Teamwettbewerb mit dem Wind zu kämpfen. Nach über eineinhalb Stunden Wartespiel hatte die Jury endlich ein Einsehen und brach den Wettbewerb ab.

Das letzte Teamspringen der Saison ist dem Wind zum Opfer gefallen. Nachdem es in der ersten Gruppe noch schöne Flüge, unter anderem von Daniel Huber, zu bestaunen gab, wurde die Angelegenheit zunehmend zäher. Zu kämpfen hatte bis zum Abbruch auch das deutsche Team. So folg der Routinier Pius Paschke bei schwierigen Bedingungen auf 204 Meter. Constantin Schmid landete bei 191 Meter. Dies war jedoch letztlich zweitrangig, zumal der Wettbewerb ohnehin vor dem Aus stand. Nachdem Marius Lindvik nach einem Wackler nach dem Absprung für eine Schrecksekunde sorgte, entschieden sich die Trainer Stefan Horngacher und Alexander Stöckl dazu, ihre Mannschaft vorzeitig zurückzuziehen. „Die Entscheidung für Deutschland ist eigentlich gefallen, dass wir nicht mehr springen bei diesem Wind. Ich habe eine Entscheidung getroffen, zu der stehe ich auch. Und wir ziehen das so durch,“ erklärte der DSV-Coach gegenüber dem ZDF. Karl Geiger lobt Horngacher für seine Entscheidung, der Jury mit seinem Rückzug zuvor zu kommen. „Es war eine gute Entscheidung. Das zeigt auch das Vertrauen, das wir in ihn haben. Wenn er sagt es geht nicht, wissen wir, dass es auch wirklich nicht geht. Es war sicher richtig heute abzubrechen“, so der Oberstdorfer. Nachdem die Jury vorerst kein Einsehen hatte und weiter versuchte die letzten beiden Gruppen herunterzubringen, musste sie sich letztlich auch dem Wind geschlagen geben. Somit haben wir nun auch schon einen Sieger im Nationencup. Den angeschlagenen Norwegern ist dieser nämlich jetzt auch rechnerisch nicht mehr zu nehmen. Ein kleines Trostpflaster nach einem bislang völlig verkorksten Wochenende.

Jury nach verspäteter Absage in der Kritik

Die Jury musste für ihr Vorgehen einiges an Kritik einstecken. „Ich bin irritiert über die heutige Leistung der Jury“, erklärte Alexander Stöckel, der bereits den heftigen Sturz von Tande zu verarbeiten hat. Das Verhalten der Jury gegenüber seinen Springer Marius Lindvik, der gefühlt 15 mal vom Balken musste bemängelt er auch. So habe man die Jury erfolglos nach einer Pause gebeten, damit sich der Springer neu präparieren hätte können. DSV-Teammanager Horst Hüttel bewertet die Situation ähnlich. „Wir hatten hier vor zwei Tagen einen fürchterlichen Sturz und heute ist es eine unberechenbare Situation“, erklärt er. Stefan Horngacher erklärte ebenfalls, dass der Sturz des Norwegers allen noch in den Knochen stecke.

Rok Justin feiert Abschied

Nach dem Springen waren die Augen aber auch auf den Slowenen Rok Justin gerichtet. So wurde der 27-Jährige von seinen Teamkollegen gebührend in den Ruhestand verabschiedet. Justin feierte im Jahr 2009 Gold beim Europäischen Olympischen Jugendfestivel im Team und gewann elf COC-Springen. Lediglich im Weltcup glückte ihm der Durchbruch nicht so ganz. Sein bestes Resultat war ein 16. Rang in Engelberg und ein 40. Platz im Gesamtweltcup.

Spannung im Skiflug-Weltcup

Eine positive Nachricht gibt es zudem auch noch. So sind die Prognosen für das morgige Abschlussspringen (ab 10 Uhr) wieder besser. Damit könnten wir noch einmal einen würdigen Saisonabschluss sehen. Während im Gesamtweltcup alles entschieden ist und auch der Nationencup fixiert ist, geht es noch um die Kristallkugel beim Skifliegen und um die Planica-7-Wertung. Dabei deutet sich ein spannender Zweikampf zwischen Karl Geiger und Ryoyu Kobayashi an. „Ich bin heiß und mag die Schanze sehr gerne. Siege kann man natürlich nicht im vorhinein einplanen, aber ich werde nochmal alles reinlegen“, zeigt sich Karl Geiger kämpferisch. Wir hoffen, dass dieser Wettstreit bei möglichst guten und fairen Bedingungen über die Bühne gehen kann. Um einen Sieger bei der Planica-7-Wertung krönen zu können, ist allerdings Voraussetzung, dass der letzte Wettbewerb am Sonntag mit zwei Wertungsdurchgängen über die Bühne geht. Denn bisher besteht der Gesamtstand von Planica 7 lediglich aus zwei Durchgängen und vier sind die Mindestanforderung.

Skiflug Gesamtstand
Nationencup
Weltcupstand

Norwegischer Skiverband Weltcup Herren

Nachdem sich Daniel-André Tande seit Donnerstagnachmittag im Universitätsklinikum in Ljubljana und im künstlichen Koma befindet, soll er aus diesem am Samstag allmählich geweckt werden. Er stürzte während des Probedurchganges am Donnerstag schwer und zog sich einen Schlüsselbeinbruch sowie eine punktierte Lunge zu.

„Alles läuft nach Plan. Eine Situation, in der das stabile Funktionieren des Körpers, ein gutes Ansprechen auf die Behandlung und die zufriedenstellenden Ergebnisse der Tests, die letzte Nacht durchgeführt wurden, eine Rolle spielen, bedeutet, dass Daniel heute bereit ist, sich allmählich vom Koma zu erholen. Clas Brede Bråthen wird mit ihm im Krankenhaus sein“, so der norwegische Teamarzt Guri Ranum Ekås am Samstagmorgen.

Mehr Informationen folgen im Laufe des Tages!

Quelle: NSF

Planica7 Weltcup Herren

Den Probedurchgang vor dem Teamwettbewerb kann Halvor Egner Granerud aus Norwegen für sich entscheiden (233 Meter; 149,8 Punkte). Hinter dem Norweger folgen Michael Hayböck (230,5 Meter; 138,4 P.) und Bor Pavlovcic (218 Meter; 134,4 P.) auf den Rängen zwei und drei.

Auf dem vierten Rang liegt Daniel Huber aus Österreich. Mit 1,4 Punkten Abstand zu Huber ist Karl Geiger der beste DSV-Adler auf dem fünften Platz. Als bester Japaner springt Yukiya Sato auf Rang sechs. Die Top-8 werden von Domen Prevc und Pius Paschke komplettiert.

Paschke, Schmid, Eisenbichler und Geiger für den DSV

Im Probedurchgang springt Pius Paschke auf 216 Meter. Er ist damit der viertbeste Springer seiner Gruppe hinter Granerud, Pavlovcic und Huber. Constantin Schmid hat in seiner Gruppe ein Gate mehr Anlauf, springt nur auf 200,5 Meter und wird ebenfalls vierter seiner Gruppe. Im Endklassement wird er 22.
Markus Eisenbichler, welcher im Wettbewerb als dritter Deutscher springt, hat seinen Probesprung ausgelassen. Karl Geiger ist der beste Deutsche des Probedurchgangs und springt auf 229,5 Meter.

Der Teamwettbewerb beginnt um 10 Uhr und wird im ZDF und auf Eurosport übertragen.

Resultat Probedurchgang
Startliste 1.Wertungsdurchgang

Quelle: FIS

Planica7 Weltcup Herren

Karl Geiger zeigt sich auch am Freitag im slowenischen Planica in guter Form und gewinnt den Skiflug-Wettbewerb in nur einem Durchgang. Hinter ihm landen Ryoyu Kobayashi und Bor Pavlovcic.

Ohne Qualifikation und erst ab 15:30 Uhr konnte das Skifliegen in Planica stattfinden. Doch auch nach der Wartepause machte der Wind große Schwierigkeiten und sorgte für Unterbrechungen. Viel Geduld war also gefragt, denn alle 67 Starter mussten sich durch einen langen, windanfälligen Durchgang fliegen. Somit war also schon früh klar, dass es nur einen Wertungsdurchgang geben wird. Doch die Top-Flieger des Winters sollten die Entscheidung unter sich ausmachen. Und zu denen zählt unbestritten Karl Geiger. Der Oberstdorfer lieferte einen perfekten Flug auf 232 Meter (237,3 Punkte) und profitierte zudem von einer Anlaufverkürzung. Bundestrainer Stefan Horngacher hat vor Geigers Versuch den Anlauf um eine Luke auf Gate 11 verkürzt – somit reichte die Weite von Karl Geiger zum Tagessieg.

Geiger mit Improvisationsküsten – Kobayashi konnte nicht kontern

Entsprechend erleichtert zeigte sich der 28-Jährige nach seinem Sieg. „Es war heute nicht einfach vom Tag. Der Sprung war sau gut. Ich war echt nervös, weil mir oben ein Materialmissgeschick passiert ist“, erklärte Geiger im ZDF. Hintergrund: Die Plastik-Schnalle im Schuh ist gerissen – und den braucht es, um den Schuh zuzuschnüren. Da musste Karl Geiger improvisieren: „Netterweise hat mir der Materialkontrolleur so einen Metallring von einem Autoschlüssel gegeben. So konnte ich das dann fixieren.“

Auch Ryoyu Kobayashi versuchte es mit weniger Anlauf aus dem selben Gate wie Karl Geiger. Doch der Japaner schaffte nur 231 Meter (227,7 P.) und belegte den zweiten Rang. Komplettiert wird das Podest von Bor Pavlovic aus Slowenien. Er kam bei Rückenwind auf 227,5 Meter (225,2 P.).

DSV-Adler mit gemischten Gefühlen

Nicht ganz nach vorne ging es dieses Mal für Markus Eisenbichler. Auch er versuchte sich mit verkürztem Anlauf, landete aber mit 223 Metern am Ende auf Rang acht. Pius Paschke (20.), und Severin Freund (27.) sammelten zumindest noch Weltcup-Punkte. Leer gingen indes Martin Hamann (39.) und Constantin Schmid (42.) aus.

Im Team-Wettbewerb gehen für den DSV folgende vier Athleten an den Start: Pius Paschke, Constantin Schmid, Markus Eisenbichler und Planica-7-Gesamtführer Karl Geiger. Der Wettkampf beginnt am Samstag um 10 Uhr.

Ergebnis (Freitag)
Skiflug-Weltcup
Gesamtweltcup

US Ski Team

US-Springerin Sarah Hendrickson hat ihr Karriereende bekannt gegeben. Die 26-Jährige wendete sich in einem Instagram-Post an ihre Fans.

„Meine Karriere im Skispringen war ohne Zweifel ein Traum, der für mich wahr geworden ist. Ich werde diesen Sport, jede Chance, die er mir geboten hat und jede Person, die mit dabei war, immer im Herzen tragen. Auch wenn ich jetzt meine Karriere als Athletin beende, bleibt das Voranbringen dieses Sports eine der wichtigsten Prioritäten in meinem Leben“, so Sarah Hendrickson via Instagram.

Bedeutende Persönlichkeit im Frauen-Skispringen

Mit Sarah Hendrickson verlässt eine prägende Frau der 2010er-Jahre die aktive Bühne des Damen-Skispringens. Die Springerin aus Park City schaffte in ihrer Weltcup-Laufbahn 13 Tagessiege, dazu noch 25 Podestplätze. Zu ihren ganz großen Erfolgen zählen unter anderem der Gesamtweltcupsieg 2011/2012 sowie der Weltmeistertitel 2013 in Val di Fiemme von der Normalschanze. Den Schanzenrekord der Damen im tschechischen Liberec hat sie bis heute inne.

Verletzungen bremsten sie aus

Dass mit den Jahren nicht noch weitere große Titel hinzukamen, lag auch daran, dass Sarah Hendrickson immer wieder mit schweren Verletzungen zu kämpfen hatte. 2013 zog sich die 26-Jährige einen Kreuzbandriss zu. In den darauffolgenden Jahren folgten weitere Operationen am rechten Knie.

Hendrickson bestritt ihren letzten internationalen Wettkampf beim Continentalcup in Stams 2019. Ihren letzten Weltcup sprang sie im März 2018 zum Saisonfinale in Oberstdorf.

Blue Bird Weltcup Damen

Marita Kramer hat das erste Weltcupspringen in Chaikovsky wenig überraschend klar gewonnen. Mit Sprüngen auf triumphierte sie klar vor Sara Takanashi und Nika Kriznar. Im Gesamtklassment deutet sich ein spannendes Finale an.

Marita Kramer hat wieder mal gezeigt, dass sie (eigentlich) die beste Springerin in dieser Saison ist. So gewann die Österreicherin das Springen mit zwei überragenden Versuchen auf 99,5 Meter und 100 Meter. Weiten, mit denen die Konkurrent nicht ansatzweise mithalten konnte. So sprang die Zweitplatzierte Sara Takanashi zweimal 94,5 Meter und hatte mit 234,8 Punkten gewaltigen Rückstand auf Kramer (258,1 Punkte). Dritte wurde Nika Kriznar mit Sprüngen auf 91,5 und 94 Meter. Die Slowenin war als Gesamtführende in den Wettkampf gegangen, erwischte jedoch in Runde eins keinen idealen Versuch. Rang drei kann man dabei allerdings als geglückte Schadensbegrenzung bezeichnen. Auf Rang vier sorgte die japanische Springerin Nozomi Maruyama für eine Überraschung. Allerdings hat diese bereits im Vorfeld gezeigt, dass sie in einer sehr starken Spätform ist. Mit 222,9 Punkten blieb ihr ihr erstes Podium nur hauchdünn verwehrt. Rang fünf erreichte Silje Opseth knapp vor Spela Rogelj, die ebenfalls immer besser in Fahrt kommt. Beste Österreicherin war Daniela Iraschko-Stolz auf Rang sieben.

DSV-Springerinnen erleben leichte Enttäuschung

Nach einem guten Probedurchgang und einen zufriedenstellenden ersten Durchgang, lief es für die DSV-Springerinnen im Finale leider nicht mehr ganz so gut. Insbesondere Anna Rupprecht verlor mit ihrem Sprung auf 86 Meter zahlreiche Platzierungen, doch auch die 88 Meter von Katharina Althaus erwiesen sich als nicht weit genug. Am Ende reichten 201,5 und 199,7 Punkte zu den Rängen 12 und 14. Weltcuppunkte sammelten auch Juliane Seyfarth, Selina Freitag und Luisa Görlich, die auf den Plätzen 25,26 und 27 einkamen. Paulina Hessler verpasste hingegen den Sprung in die Punkteränge.

Das Warten auf den Sonntag: Sara Takanashi hat die besten Chancen

Vor dem großen Finale am Sonntag steht morgen erst einmal ein Teamspringen statt. Die Blicke dürften sich aber dennoch bereits auf das Sonntags-Springen richten, wo der Kampf um die große Kristallkugel entschieden wird. Die Pole Position hat aktuell Sara Takanashi inne. Die Japanerin konnte Nika Kriznar wieder überholen und liegt mit 826 Punkten 15 Zähler vor ihrer Rivalin. Auf Rang drei befindet sich Marita Kramer, die mit ihren Sieg zwar näher rangekommen ist, mit 760 Zähler jedoch einen wohl zu großen Rückstand hat. Bei einem weiteren Sieg dürfte Takanashi also bestenfalls Achte und Kriznar Fünfte werden, damit es sich für Kramer noch ausgeht. Zwischen der Slowenin und der Japanerin ist dagegen alles offen. So würde Nika Kriznar auch ein zweiter Platz hinter Kramer reichen, um Takanashi noch abzufangen. Den etwas stabileren Eindruck hinterlässt jedoch die viermalige Gesamtsiegerin, die nach 2017 erstmals wieder die große Kristallkugel hochhalten möchte.
Für Marita Kramer bleibt folglich wohl nur der Erfolg bei der Blue-Bird-Tour. Nach drei Siegen und knapp 45 Punkten Vorsprung ist dieser nur noch Formsache.

Ergebnis

Stand Blue-Bird-Tour

Weltcupstand