Vierschanzentournee

Wir schreiben den 06. Januar 2021, das Finale der 69. Vierschanzentournee mit dem Dreikönigsspringen steht auf dem Programm. Den Probedurchgang auf der Paul-Außerleitner-Schanze konnte Kamil Stoch (85,4 P.) für sich entscheiden. Ab 16:45 Uhr wird es spannend im letzten Kampf um den goldenen Adler.

ÖSV-Podium zum Finale?

Stefan Kraft, der während der Tournee immer wieder Trainingssprünge ausließ, um seinen Rücken zu entlasten, zeigt sich dennoch auch in Bischofshofen stark. Im Probedurchgang wird er Zweiter (81,6 P.) hinter Stoch und ist damit erneut im Spitzenfeld dabei. Der ÖSV hofft nach wie vor auf einen Podestplatz, der sich eventuell durch Stefan Kraft noch am letzten Tournee-Tag erfüllen könnte.

Kubacki deutlich hinter Stoch zurück

Im Probedurchgang fiel der gefährlichste Konkurrent von Kamil Stoch im Rennen um den Tournee-Gesamtsieg, sein Teamkollege Dawid Kubacki, auf Rang 18 deutlich hinter ihm zurück.

Auch der Norweger Halvor Egner Granerud, der sich noch geringe Chancen auf den Titel ausrechnet, blieb im Probedurchgang mit 8,6 Punkten Rückstand auf Rang vier hinter Stoch zurück.

Steigerung von Geiger, deutsches Duell zugunsten Hamann

Karl Geiger, der seine Tourneehoffnungen nach Innsbruck abgehakt hatte, ist am Dienstag im Training und der Qualifikation noch nicht optimal zurecht gekommen. Im Probedurchgang zeigte er mit 132 Metern aber einen ordentlichen Sprung, der sogar für Rang drei (77,2 P.) reichte. Vielleicht gibt es also zumindest noch einen versöhnlichen Tournee-Abschluss für den Oberstdorfer. Gleiches gilt für Markus Eisenbichler, der mit Rang acht erneut einen soliden Probedurchgang absolviert. Martin Hamann hätte nach dem Stand des Probedurchgangs das Duell gegen Teamkollege Pius Paschke für sich entschieden. Constantin Schmid und Severin Freund haben noch Reserven für den ersten Wertungsdurchgang, wobei Schmid sein Duell trotz eines schwachen Sprungs dennoch gewinnen konnte, zumindest im Probedurchgang.

Ein spannendes Finale steht bevor! Um 16:45 Uhr geht’s los mit dem ersten Durchgang, live bei ZDF und Eurosport.

Resultat Probedurchgang
Startliste 1. Durchgang

Quelle: FIS

Vierschanzentournee

Der aktulle Top-Favorit auf den Tournee-Gesamtsieg Kamil Stoch gewinnt die Qualifikation für das Dreiköngigsspringen. Er setzt sich nur knapp gegen zwei Norweger durch. Karl Geiger lässt noch deutlich an Metern liegen.

Der Pole Kamil Stoch (142,9 P.) sicherte sich das Preisgeld der Qualifikation mit 138 Metern und nur 0,6 Punkten vor dem Norweger Robert Johansson (142,3 P.) und 0,7 Punkten vor Halvor Egner Granerud (142,2 P.).

Alle DSV-Adler qualifiziert

Severin Freund zeigt bei etwas schwierigeren Bedingungen mit 127 Metern einen guten Sprung. Es reicht für ihn am Ende für Rang 19. Pius Paschke (17.) landet einen halben Meter weiter als Freund und reiht sich damit vor seinem Mannschaftskollegen ein. Constantin Schmid ( 30.) erwischte mit 123 Metern im Vergleich zum Training einen schwächeren Sprung. Auch Martin Hamann kann sich noch nicht optimal auf die Schanze einstellen und landet nur auf Rang 34. Karl Geiger hat nach einem guten ersten Trainingssprung erneut Probleme und kann sich keine gute Ausgangsposition für den Wettbewerb sichern. Er landet im Mittelfeld auf Rang 25 und muss daher morgen bereits im ersten Duell gegen Andrzej Stekala an den Start gehen. Markus Eisenbichler (8.) gelingt ein besserer Sprung, dennoch reicht es nicht für die Spitzenplätze. Nach den Qualifikations-Platzierungen ergibt sich auch zum ersten Mal ein deutsches Duell, nämlich zwischen Hamann und Paschke.

Österreich stark, Jan Hörl mit Verletzungsverdacht nicht am Start

Stefan Kraft, der den zweiten Trainingsdurchgang für sich entscheiden konnte, landete mit 137 Metern auch in der Qualifikation eine Top-Weite und rangierte sich auf Platz vier ein. Auch Daniel Huber und Michael Hayböck zeigten Top-Sprünge. Philipp Aschenwald und Gregor Schlierenzauer sicherten sich ebenfalls Plätze im vorderen Feld. Sein Teamkollege Jan Hörl konnte in der Qualifikation nicht an den Start gehen. Er musste nach Schmerzen nach seinem Sprung im ersten Trainingsdurchgang bereits das zweite Training auslassen. Ersten Informationen zufolge wurde Hörl mit Verdacht auf eine Meniskusverletzung im Knie ins Krankenhaus gebracht.

Lanisek scheidet aus

Der Zweite von Innsbruck, Anze Lanisek, erwischte nicht nur schwierige Bedingungen, sondern auch einen schwachen Sprung. Mit 108 Meter schied er daher aus und verpasste seine letzte Chance noch das Podium in der Tournee-Gesamtwertung zu erreichen.

Mit dem US-Amerikaner Andrew Urlaub, dem Slowenen Cene Prevc und dem Kanadier Mackenzie Boyd-Clowes werden gleich drei Athleten disqualifiziert.

Das Dreikönigsspringen und Finale der 69. Vierschanzentournee findet am Mittwoch um 16:45 Uhr statt. (Überblick & Zeitplan Bischofshofen)

Offizielles Resultat Qualifikation
KO-Duelle Dreikönigsspringen

Quelle: FIS

Vierschanzentournee

Die vierte und letzte Station der 69. Vierschanzentournee wird heute mit dem Training und der Qualifikation in Bischofshofen eröffnet. Halvor Egner Granerud deklassiert die Konkurrenz im ersten Training auf der Paul-Außerleitner-Schanze. Im zweiten Training muss er sich um 0,1 Punkte geschlagen geben.

Der aktuell Dritte in der Tournee-Wertung, Halvor Egner Granerud, zeigt sich im Training deutlich im Angriffsmodus. Im ersten Durchgang gewann er mit einem Riesensatz auf 143 Meter und einem Vorsprung von 15,6 Punkten vor dem Österreicher Daniel Huber. Auf den drittplatzierten Stoch, der in der Tournee-Wertung momentan führt, waren es sogar 16,6 Punkte – eine klare Ansage des 24-Jährigen Norwegers. Im zweiten Training muss er sich lediglich dem Österreicher Kraft, mit haarscharfen 0,1 Punkten geschlagen geben.

Auch sein Teamkollege Marius Lindvik, der nach seiner Kiefer-OP wieder ins Wettkampfgeschehen einsteigt, präsentierte sich im Training starke. Er wurde Dritter in Bischofshofen im vergangenen Jahr und sicherte sich im Training Rang neun und vier.

Stoch im Training vor Kubacki

Stoch, der in der Tournee-Wertung vor seinem Landsmann Dawid Kubacki liegt, war im ersten Trainingsdurchgang vor dem Vorjahressieger Kubacki platziert. Während Kamil Stoch Rang drei belegte, platzierte sich Kubacki lediglich auf Platz vierzehn. Im zweiten Training lag Stoch mit Rang fünf nur einen Platz vor Teamkollege Kubacki. Noch sind die beiden Polen allerdings nicht sicher. Granerud liegt in der Tournee-Wertung derzeit nur 5,4 Punkte hinter Kubacki zurück. Zwar sind es mit 20,6 Punkten eine Menge an Metern, die der Norweger gut machen müsste, mit Sprüngen wie im Training ist dies allerdings nicht unmöglich.

Guter Einstieg für das DSV-Team

Im Vergleich zur letzten Station, in Innsbruck, ist das deutsche Team um Cheftrainer Stefan Horngacher deutlich besser ins Training gestartet. Die sechs DSV-Adler scheinen sich auf die Paul-Außerleitner-Schanze leichter einstellen zu können, als das am Bergisel der Fall war. Karl Geiger (5., 13.) und Markus Eisenbichler (6., 8.), die beide noch Chancen auf einen Podestplatz in der Tournee-Gesamtwertung haben, landen in beiden Trainingsdurchgängen im vorderen Feld. Auch Constantin Schmid (23., 18.) und Pius Paschke (18., 20.) konnten sich vergleichsweise noch einmal merklich zu den letzten Stationen steigern. Martin Hamann (17., 21.) landet mit soliden Sprüngen ebenfalls im Mittelfeld. Einzig Severin Freund blieb mit den Rängen 42 und 27 weiter zurück.

Österreicher mannschaftlich stark

Auf ihrer Heimschanze im Bundesland Salzburg präsentieren sich auch die ÖSV-Adler mannschaftlich geschlossen stark. Mit Daniel Huber, Michael Hayböck und Stefan Kraft, der erneut den ersten Trainingsdurchgang ausließ, sind sie mit drei Springern in den Top-Rängen vertreten. In beiden Durchgängen waren in der Ergebnisliste sogar acht Österreicher in den Top-24 zu finden. Stefan Kraft zeigte mit 140 Metern die Top-Weite in Trainingsrunde zwei, die für einen knappen ersten Platz reichten.

Die Qualifikation folgt um 16:30 Uhr, live bei ZDF und Eurosport.

Resultat Offizielles Training
Startliste Qualifikation

Quelle: FIS

Vierschanzentournee

Die diesjährige Vierschanzentournee geht in ihre letzte Runde. Traditionell wird das finale Springen im österreichischen Bischofshofen stattfinden. Heute stehen bereits zwei Trainingsrunden (ab 14:15 Uhr) sowie die Qualifikation um 16:30 Uhr an.

Eine positive Nachricht gibt es heute schon mal vorweg: So wird der Norweger Marius Lindvik nach seiner Kiefer-OP ins Team der Norweger zurückkehren. Der Dritte von Oberstdorf wird jedoch logischerweise nicht mehr ins Tournee-Rennen mit eingreifen können. Auch in der nationalen Gruppe der Österreicher gibt es eine kleine Veränderung. So wird Daniel Tschofenig den anderen Youngstar Timon-Pascal Kahofer ersetzen. In Bischofshofen fehlen werden dagegen die Franzosen. So stehen Valentin Foubert und Matthis Contamine nicht mehr in der Startliste für das Qualifikationsspringen.

Die Favoriten im Fokus: Stoch und Kubacki konnten in Bischofshofen bereits gewinnen

Die Konzentration wird aber auch heute schon auf die Tournee-Führenden gerichtet sein. So gilt es sich nämlich von dem steilen, kurzen Anlauf in Innsbruck auf den wesentlich flacheren und längeren in Bischofshofen umzustellen. Auch die Flugfertigkeiten werden hierbei wieder eine größere Rolle spielen. Mit seinen Siegen 2017 und 2018 hat der Gesamtführende Kamil Stoch bereits gezeigt, dass er die Schanze beherrscht. Dies gilt allerdings auch in besonderem Maße für Dawid Kubacki. Der Vorjahressieger gewann die Tournee im letzten Jahr vor allem wegen seinem deutlichen Triumph in Bischofshofen und hält auf der Paul-Außerleitner-Schanze den Schanzenrekord. Auch der Norweger Halvor Egner Granerud hat noch nicht aufgegeben und erklärte zuletzt, dass er mit Top-Sprüngen auch mal 10 Punkte pro Sprung gutmachen kann. Nun muss der Gesamtweltcup-Führende seinen Worten aber auch Taten folgen lassen.

Voller Angriff aufs Podest: DSV-Adler haben nichts mehr zu verlieren

Für die Deutschen ist der Tournee-Traum wohl ausgeträumt. Für Karl Geiger und Markus Eisenbichler geht es in erster Linie um das Gesamt-Podest und vielleicht nochmal einen Einzelsieg. Hierfür gilt es jedoch, schon am Trainingstag besser mit der Schanze zurechtzukommen als das in Innsbruck der Fall war. Während Martin Hamann eine gute Tournee springt, geht es für Pius Paschke, Severin Freund und Constantin Schmid darum, zumindest einen ordentlichen Abschluss zu landen.

„Ich erwarte mir wieder gute Leistungen, speziell mannschaftlich. Wir werden daran arbeiten, dass die gesamte Mannschaft bessere Sprünge zeigt. Karl Geiger und Markus Eisenbichler sind noch in einer guten Ausgangssituation. Sie können ein Podest im Einzel und auch noch in der Gesamtwertung erreichen, das werden wir anstreben“, so DSV-Cheftrainer Stefan Horngacher im Vorfeld.

Startliste Offizielles Training & Qualifikation

Quelle: Hopplandslaget, DSV

Vierschanzentournee
Wo wird gesprungen?

Gesprungen wird auf der Paul-Außerleitner-Schanze in der österreichischen Stadt Bischofshofen. Benannt ist die Schanze nach dem österreichischen Skispringer Paul Außerleitner, welcher als Pionier des Skispringens in Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg bekannt ist. Bischofshofen liegt ca. 50 km südlich von Salzburg auf über 500 Metern Höhe. Traditionell findet hier jährlich am 6. Januar das „Dreikönigsspringen“ statt, die letzte Station der Vierschanzentournee.

Die Schanzendetails der Paul-Außerleitner-Schanze im Überblick:
Hillsize:142 m
K-Punkt:125 m
Schanzenrekord:145 m (David Kubacki, 06.01.2019)
Baujahr:1941 (letzter Umbau: 2003)
Zuschauerkapazität:35.000

Programm:

Dienstag, 05.01.2021
14:15 Uhr – Offizielles Training
16:30 Uhr – Qualifikation (ZDF, Eurosport)

Mittwoch, 06.01.2021
15:30 Uhr – Probedurchgang
16:45 Uhr – Einzelwettkampf (ZDF, Eurosport)

Vierschanzentournee

Die dritte Tourneestation sorgt wieder einmal für Überraschungen und auch große Veränderungen in der Gesamtwertung: Halvor Egner Granerud gibt seine Führung an Kamil Stoch ab, Karl Geiger liegt nun schon fast 25 Punkte zurück.

Es war ein fulminanter Tag für Kamil Stoch: Der Pole zeigte in beiden Durchgängen den besten Sprung (127,5 und 130 Meter) und gewinnt mit 12 Punkten Vorsprung vor Anze Lanisek, der sich schon in Garmisch-Partenkirchen in starker Form präsentierte, dort jedoch im Finaldurchgang in den Schnee griff. Dawid Kubacki folgte knapp dahinter auf dem dritten Rang, Teamkollege Piotr Zyla wurde Vierter. Stoch freute sich über einen „großartigen Tag. Es ist eine tolle Belohnung für die harte Arbeit. Ich freue mich auch für meine Teamkollegen.“

In der Tat war die polnische Mannschaft der klare Gewinner des Bergiselspringens, aber auch für andere Springer lief es gut: Yukiya Sato sprang im zweiten Durchgang noch von Rang 17 auf Rang 5 nach vorne, ähnlich machte es Markus Eisenbichler: Der Bayer lag zwischenzeitlich auf Platz 15, in der Endabrechnung wurde er Sechster mit gerade einmal knapp fünf Punkten Rückstand auf den zweiten Platz. „Es war ein brutal harter Wettkampf“, so Eisenbichler. „Ich bin mit einem blauen Auge davongekommen. Im ersten Durchgang haben wir von den Verhältnissen her etwas ins Klo gegriffen, aber das muss man einfach akzeptieren. Ich gebe auf keinen Fall auf“.

Hinter Ryoyu Kobayashi belegten die Österreicher Hayböck und Kraft die Plätze 8 und 9. Gregor Deschwanden zeigte einen sehr guten Wettkampf, für den Schweizer gab es damit ein Top 10-Ergebnis.

Favoriten patzen am Bergisel

Nachdem sowohl Geiger als auch Granerud im ersten Durchgang ihre schwächsten Sprünge der Tournee gezeigt hatten, waren sie im zweiten Durchgang direkt zu Beginn an der Reihe und auf Schadensbegrenzung aus. Granerud war erneut mit auffällig langsamer Anlaufgeschwindigkeit unterwegs, konnte sich aber immerhin auf 127,5 Meter verbessern. Karl Geiger sprang einen Meter weiter. Damit ging es für beide einige Plätze nach vorne, Granerud wurde 15., Geiger 16. In der Gesamtwertung liegt nun Kamil Stoch mit stolzen 15 Punkten Vorsprung vor Teamkollege Dawid Kubacki. Dahinter folgt Granerud – bis heute noch der Topfavorit – mit weiteren fünf Punkten Rückstand. Karl Geiger und Markus Eisenbichler belegen die Plätze vier und fünf mit 24,7 bzw. 33,4 Punkten Rückstand. Wenngleich Stoch uneinholbar scheint, ist zumindest das Tourneepodest noch klar in Reichweite.

Geiger: „Saumäßig bitter“

Geiger zeigte sich nach dem Wettkampf frustriert: „Das ist ziemlich ernüchternd und ganz schön zäh, was heute abgegangen ist. Ich weiß gar nicht richtig, was ich sagen soll“. Wie schon in anderen Jahren war es also erneut der Bergisel, der die Hoffnungen der DSV-Adler auf einen Gesamtsieg zunichte machte: „Dass Innsbruck dieses Jahr schon wieder der Genickbruch für uns ist, da kriegt man einfach nur das Kotzen. Es ist einfach saumäßig bitter“, so Geiger weiter.

Martin Hamann wurde als zweitbester Deutscher und mit verbesserten Landungen 13. „Top 10 wäre schön, ich freue mich, wenn es so weit ist. Aber mit dem heutigen Tag bin ich trotzdem zufrieden“, so der 23-Jährige. Freund, Schmid und Paschke verloren ihre KO-Duelle im ersten Durchgang und schieden aus.

Am Dienstag und Mittwoch steht das Finale in Bischofshofen an

Bundestrainer Stefan Horngacher befand, dass der zweite Sprung wieder „normal“ gelaufen sei. „Der erste Sprung von Karl war relativ schlecht, er hat wahrscheinlich die Vierschanzentournee gekostet. Der zweite war wieder völlig in Ordnung, er hat ein paar Punkte gemacht und gegenüber Granerud nicht viel verloren. Wir müssen es so nehmen, wie es ist. Kamil hat heute gezeigt, dass er der Chef ist im Ring. Jetzt müssen wir uns auf Bischofshofen konzentrieren und dort schon ein besseres Training gestalten“.

Am Montag steht ein Ruhetag an, ehe es am Dienstag mit dem Training und der Qualifikation in Bischofshofen weitergeht.

Offizielle Ergebnisliste

Tourneewertung

Vierschanzentournee

Kamil Stoch ist der große Gewinner des ersten Durchgangs. Nach einem Sprung auf 127,5 Meter liegt der Pole derzeit in Führung. Karl Geiger und Halvor Egner Granerud patzen: Beide springen mehr als 10 Meter kürzer als Stoch und liegen rund 20 Punkte hinter Stoch.

Gestartet wurde der erste Durchgang aus Luke 11. Bei Aufwind konnte Ryoyu Kobayashi direkt über Hillsize auf 132 Meter segeln. Nach sechs Duellen kam die Verkürzung um ein Gate, ein weiteres Duell später war man in Gate 9. Kobayashi liegt im Zwischenklassement sogar auf Podestkurs, er belegt hinter Anze Lanisek den dritten Rang. Es folgen Michael Hayböck, Dawid Kubacki und Piotr Zyla.

Der weitere Verlauf barg zwei große Überraschungen: Karl Geiger kam am Bergisel bislang noch nicht richtig ins Fliegen, heute wirkten sich die Fehler im Sprung jedoch nachhaltig und gravierend aus. Das Duell mit Simon Ammann konnte er zwar für sich entscheiden, er muss im zweiten Durchgang jedoch direkt als erster ran und scheint sich damit aus dem Kampf um den Tourneesieg verabschiedet zu haben. Dies gilt auch für den Dominator der bisherigen Saison, wenngleich er mit einem Topsprung im zweiten Durchgang noch den Anschluss halten kann – Halvor Egner Granerud erwischte ebenfalls seinen schwächsten Sprung der Tournee und ist nur 29.

Martin Hamann liegt als bester Deutscher derzeit auf dem achten Platz, Markus Eisenbichler ist 15. Paschke, Schmid und Freund schieden aus.

Als Lucky Loser erreichten Domen Prevc, Yukiya Sato, Cene Prevc, Johann Andre Forfang und Niko Kytösaho den zweiten Durchgang.

Offizielle Ergebnisliste

Vierschanzentournee

Die Tournee geht langsam aber sicher in ihre ganze heiße Phase. Am Innsbrucker Bergisel steht heute das dritte Einzelspringen an. In der Probe setzte sich einmal mehr der Norweger Halvor Egner Granerud durch. Der Tournee-Führende sprang 128,5 Meter (74,5 Punkte). Nur ein Zehntel dahinter landete Anze Lanisek (131 Meter) auf Rang zwei. Als Drittplatzierter präsentierte sich auch Stefan Kraft als Anwärter auf einen Heimsieg. Der Österreicher landete bei 125 Metern (72,8 Punkte).

Bereits im Probedurchgang hat sich herausgestellt, dass man für de Sieg heute auch ein wenig Glück brauchen wird. So wechselte der Wind zwischen ruhigen Verhältnissen und ordentlich Aufwind. Erinnerungen an das letztjährige Innsbruck-Springen werden wach. So hatten auch heute einige Mitfavoriten noch etwas zu kämpfen. Während Kamil Stoch als Fünfter (69,3 Punkte) noch mit vorne dabei war, erreichte Dawid Kubacki lediglich den zwölften Platz (65,2 Punkte).

Rang 15 und 19 für Eisenbichler und Geiger: DSV-Adler wackeln gewaltig

Vor allem aber werden Markus Eisenbichler und Karl Geiger noch enorm zulegen müssen, wenn sie im Kreise der Tournee-Aspiranten bleiben wollen. Eisenbichler erreichte bei wenig Aufwind nur 119,5 Meter und wurde mit 63,2 Punkten 15. Karl Geiger musste sich mit 118 Meter mit Rang 19 begnügen. Hier gilt es nun zu hoffen, dass er sich wie üblich im Wettkampf steigern kann. Diese Steigerung wird heute jedoch gewaltig ausfallen müssen.

Auch die übrigen DSV-Adler offenbarten, wie bereits am Vortag, Schwierigkeiten. So konnte lediglich Martin Hamann sein „Probe-Duell“ gegen Cene Prevc für sich entscheiden. Mit 118 Meter landete der derzeit drittbeste DSV-Adler auf Rang 29. Constantin Schmid (35.), Pius Paschke (36.) und Severin Freund (44.) blieben allesamt hinter ihren Erwartungen zurück und müssen nachher vermutlich auf die Lucky-Looser hoffen.

Mannschaftlich stark präsentierten sich dagegen die ÖSV-Adler. So sprangen neben Kraft auch Hayböck (4.), Huber (6.) und Aschenwald (10.) unter die Top-10. Leider werden auch sie auf die ansonsten so begeisterten Zuschauermassen verzichten müssen.

Wirklich drauf ankommen wird es ab 13:30, wenn der Wettkampf am Bergisel ansteht.

Ergebnis Probedurchgang

Startliste 1. Durchgang

Vierschanzentournee

Es hat zwar bislang noch nicht für einen Tagessieg gereicht für Halvor Egner Granerud, der Norweger zeigt jedoch einen sehr guten Sprung nach dem anderen und führt so das Tourneeranking an. Auch in der heutigen Qualifikation in Innsbruck machte er deutlich, dass es für seine Konkurrenten keine leichte Aufgabe wird, ihm die Führung streitig zu machen.

Im stillen Rund des Bergiselstadions gaben sich die Favoriten für den Tourneesieg keine Blöße. Hinter Granerud (129 Meter; 132,2 Punkte) und Daniel Huber (128,9 P.) landeten Dawid Kubacki, Markus Eisenbichler und Kamil Stoch auf den Plätzen drei bis fünf – ähnlich wie in der Tourneewertung. Auch Karl Geiger verbesserte sich im Vergleich zum Training deutlich. Mit einem Sprung auf 125 Meter reichte es für Platz 7 hinter Stefan Kraft, der zuvor einen Trainingsdurchgang für sich entscheiden konnte.

Keine Überraschungen in der Qualifikation

Nicht im Wettkampf vertreten sind die Franzosen und Italiener, die vier der zehn letzten Plätze belegten. Aus Österreichs nationaler Gruppe verpasste mit Stefan Rainer lediglich ein Springer die Qualifikation, das ÖSV-Team geht somit beim Heimwettkampf mit 12 Athleten an den Start. Ruhig war es am heutigen Tag nicht nur wegen des fehlenden Publikums, sondern auch im Bezug auf den Wind – das macht Hoffnung auf ein äußerst spannendes und faires Springen am morgigen Sonntag. „Ich freue mich auf morgen, bei solchen Bedingungen ist das einfach nur ein Traum“, so Markus Eisenbichler.

Alle DSV-Adler qualifiziert

Im Training lief es für das deutsche Team noch nicht optimal – nach seinem siebten Platz in der Qualifikation zog Karl Geiger deshalb ein positives Fazit: „Die Trainingssprünge waren nicht der Wahnsinn, zum Qualisprung habe ich die richtigen Schlüsse gezogen. Deshalb war der Sprung wichtig. Morgen werde ich alles geben“. Markus Eisenbichler sah dies ähnlich: „Der Qualisprung war deutlich besser als die Trainingssprünge. Mein Sprungsystem hat gegriffen. Der Auftrag war aber erst einmal, gemütlich reinzukommen und die Schanze kennenzulernen.“

Martin Hamann untermauerte bereits im Training seine Position als derzeit drittstärkster Springer in der Mannschaft. In der Qualifikation erreichte er mit einem Sprung auf 121,5 Meter Rang 20. Der Sachse, der in diesem Jahr seine erste komplette Tournee absolviert, zeigte sich entsprechend zufrieden: „Es geht darum, jeden Sprung zu nutzen und Spaß zu haben. Heute war sogar die Landung besser, jetzt muss ich hier und da noch am Sprung feilen“. Im KO-Duell trifft er auf Cene Prevc, der im Traning weit vorne lag, in der Qualifikation jedoch einen etwas schwächeren Sprung erwischte. Paschke, Freund und Schmid platzierten sich weiter hinten auf den Rängen 35, 41 und 46 und bekommen es daher in ihren Wettkampfpaarungen mit Johansson, Aschenwald und Stoch ebenfalls mit starken Gegnern zu tun.

Bundestrainer Stefan Horngacher freute sich daüber, dass Geiger und Eisenbichler sich in der Qualifikation steigern konnten: „Das Traning war nicht ganz optimal. Granerud springt immer gleich gut, egal ob Training oder Wettkampf. Wir wissen, was morgen zu machen ist, und werden uns darauf einstellen. Es gibt definitiv noch einiges zu tun Morgen gilt es, mit maximaler Überzeugung zu springen.“ Insbesondere Karl Geiger traut er einiges zu: „Wer Karl kennt, weiß, dass er hier die meisten Reserven hat.“

Der dritte Wettkampf der Tournee beginnt morgen um 13.30 Uhr, um 12 Uhr steht der Probedurchgang auf dem Programm.

Offizielle Ergebnisliste

Startliste KO-Duelle

Vierschanzentournee

Neuer Tag, neue Schanze, Granerud weiterhin mit der besten Ausgangsposition: So lassen sich die Ergebnisse des heutigen Trainings für das Bergiselspringen zusammenfassen.

Das erste Training konnte der Qualifikationssieger von Garmisch-Partenkirchen, Anze Lanisek, für sich entscheiden. Sein Teamkollege Cene Prevc belegte Rang 2, Philipp Aschenwald wurde Dritter. Stefan Kraft ließ den ersten Trainingsdurchgang noch aus, segelte im zweiten Trainingsdurchgang dann jedoch direkt auf 135,5 Meter und Platz 1. Direkt hinter ihm folgte Halvor Egner Granerud, der derzeit die Tourneewertung anführt und damit weiterhin Selbstvertrauen für die Qualifikation und die noch anstehenden Wettkampftage tanken dürfte. Im ersten Traningsdurchgang belegte er den neunten Platz. Dawid Kubacki, der Überflieger des Neujahrsspringens, sprang auf die Plätze 11 und 6. Nur ganz leichter Auf- und Rückenwind sorgt am heutigen Tag schon fast für Laborbedingungen.

Eisenbichler bester DSV-Adler

Die deutschen Skispringer trennen im Training von der Spitzengruppe noch einige Meter. Markus Eisenbichler belegte die Plätze 7 und 11, Karl Geiger kann sich scheinbar noch nicht wirklich mit der Schanze anfreunden und wurde 28. und 17. Martin Hamann überzeugte mit den Plätzen 8 und 18. Zu kämpfen haben Pius Paschke, Severin Freund und Constantin Schmid, der vom Trainerteam den Vorzug vor Richard Freitag bekam. Sie landeten im hinteren Mittelfeld.

Die Qualifikation für das dritte Springen der Tournee beginnt um 13.30 Uhr.

Offizielle Trainingsergebnisse