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Der Wechsel von einer Sportart zu einer anderen erfordert Mut, Anpassungsfähigkeit und die Fähigkeit, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Einige ehemalige Skispringer haben diese Eigenschaften gezeigt und nach dem Ende ihrer Karriere in anderen Sportarten große Erfolge gefeiert. Eines der bekannteste Beispiele ist derzeit wohl Primoz Roglic, der mittlerweile zu den besten Radrenn-Profis der Welt gehört. Aber auch andere ehemalige Skispringer sind in weiteren Disziplinen erfolgreich. Im Folgenden beleuchten wir einige bemerkenswerte Beispiele von ehemaligen Skispringern, die ihre sportliche Leidenschaft in neuen Sportarten weiterentwickelt haben.

Quelle: UNSPLASH

Von der Sprungschanze ins Cockpit

Janne Ahonen dominierte in den 1990er und 2000er Jahren das internationale Skispringen und gilt als einer der besten Skispringer aller Zeiten. Nachdem er sich ab 2008 langsam aus dem aktiven Skispringen zurückgezogen hatte, widmete er sich seiner zweiten Leidenschaft – dem Motorsport. Mit seinem Ahonen Racing Team ist er unter anderem im Rallye-Cross sowie im Dragster-Rennen aktiv.

Doch Ahonen ist nicht der einzige ehemalige Skispringer, der sich auf der Rennpiste wohlfühlt. Thomas Morgenstern, ein österreichischer Skispringer mit einer beeindruckenden Karriere, entschied sich nach seinem Rücktritt ebenfalls für den Motorsport. Er trat in verschiedenen Rennserien, unter anderem der ADAC GT Masters Serie an. Morgensterns Wagemut und seine Bereitschaft von der Schanze, haben ihm sicher geholfen, sich auf der Rennstrecke zu behaupten.

Gleiches gilt für Adam Malysz, der als einer der erfolgreichsten polnischen Skispringer aller Zeiten gilt. Nach seiner aktiven Wintersport-Karriere hat sich Malysz dem Rallesport gewidmet und hier unter anderem schon an der legendären Rallye Dakar teilgenommen. Dem Skispringen hat er allerdings nie ganz den Rücken gekehrt.

Rad statt Ski bei Roglic und Co.

Im Radsport kennt jeder die Geschichte von Primoz Roglic, der als ambitioniertes Skisprung-Talent aufgrund einer Verletzung den Weg zum Radsport gefunden hat. Tatsächlich galt Roglic als ein aussichtsreiches Talent im slowenischen Skisprung-Nachwuchskader. Doch auch auf dem Rad schlägt er sich beachtlich. Innerhalb weniger Jahre avancierte er zum Top-Fahrer für die Gesamtwertung. So hat unter anderem schon den Giro d’Italia sowie die Vuelta a Espana gewonnen. Bei der Tour de France ist er 2023 zwar nicht dabei, doch dafür findet man ihn bei den besten Sportwetten-Anbietern für Vuelta Espana Wetten sicher wieder ganz oben.

Anders Jacobsen hat als Skispringer unter anderem auch die Vierschanzentournee gewonnen. Zwar hat auch er sich nach seiner aktiven Karriere auf das Fahrrad gesetzt, doch das Zweirad-Pendant zur Vierschanzentournee, die Tour de France, konnte er zwar leider nicht gewinnen, allerdings nahm er dafür unter anderem am Arctic Race of Norway teil.

Romøren widmet sich dem Golf

Etwas ruhiger angehen lässt es der ehemalige norwegische Skispringer Björn Einar Romøren. Noch immer hält er den Rekord für die höchste Punkteausbeute bei einem internationalen Skisprung-Wettbwerb. Nach seinem Rücktritt vom Skispringen widmete sich der Norweger dem Golfsport – mit beeindruckenden Ergebnissen. Vielleicht hilft ihm ja auch auf dem Green seine Erfahrung von Sprungschanze. 

Leichtathletik und Ausdauersport sehr beliebt

Dass man als Skispringer eine gute Körperbeherrschung und Fitness hat, ist bekannt. Viele ehemalige Skispringer nutzen diese Eigenschaften auch für Leichtathletik- oder Ausdauersport nach ihrer professionellen Karriere. Janne Happonen beispielsweise widmete sich dem Speerwurf, wo er ebenfalls respektable Ergebnisse einfahren konnte. So nahm an er an nationalen und internationalen Wettkämpfen teil und bewies, dass er seine athletischen Fähigkeiten erfolgreich in eine andere Disziplin übertragen kann.

Ein weiteres faszinierendes Beispiel ist Sven Hannawald. In den frühen 2000er Jahren war er einer DER deutschen Skispringer. Zusammen mit Martin Schmidt und den anderen DSV-Adlern sorgte er für einen regelrechten Skisprung-Boom in Deutschland. Auch nach seiner erfolgreichen Karriere blieb Hannawald sportlich aktiv. So hat er seine Leidenschaft für den Ausdauersport entdeckt und bereits diverse Triathlon-Wettbewerbe absolviert. Beim Schwimmen, Radfahren und Laufen muss man seine ganze Vielseitig beweisen. Außerdem war Hannawald auch schon als Wintersport-Experte im Fernsehen aktiv.

Quelle: UNSPLASH

Vom Schnee in den Sand

Einen ungewöhnlichen, aber bemerkenswerten Wechsel hat der ehemalige Skispringer Andreas Goldberger vollzogen. Nach seinem Rücktritt vom Skispringen wandte sich der Österreicher dem Beachvolleyball zu. Mit seinem hervorragenden Körpergefühl und seiner Sprungkraft hat er sich in der österreichischen Beachvolleyball-Szene etabliert. Goldberger zeigt, dass sich der sportliche Ehrgeiz nicht nur auf dem Schanzentisch, sondern auch auf dem Sandplatz auszahlen kann.

Diese ehemaligen Skispringer haben gezeigt, dass sie nicht nur auf der Schanze, sondern auch in anderen Sportarten brillieren können. Von Motorsport über Radsport bis hin zu Golf, Leichtathletik oder Beachvolleyball haben sie bewiesen, dass ihr athletisches Talent und der unerschütterliche Ehrgeiz sie zu erfolgreichen Sportlern in verschiedenen Disziplinen machen kann. Diese Beispiele zeigen auch, welche Voraussetzungen das Skispringen für andere Sportarten bietet – das gilt insbesondere für den mentalen Bereich.

SGP Herren Sommer Grand Prix

Der Bulgare Vladimir Zografski sichert sich nach seinem zweiten Rang am gestrigen Tag heute den ersten Erfolg im Rahmen des Sommer-Grand-Prix seiner Karriere. Er verweist den Tagessieger von gestern – Gregor Deschwanden (Schweiz)  – auf den zweiten Rang. Der Österreicher Marco Wörgötter landet erneut auf Rang drei.

Vladimir Zografski holt sich mit einem Vorsprung von 16,4 Punkten den Tagessieg in Courchevel. Der Bulgare feiert nach Weiten von 132,5 im ersten und 130,5 Metern im zweiten Durchgang am heutigen Sonntag den ersten Sieg im Rahmen des Sommer-Grand-Prix in seiner doch schon langen Karriere. Der Schweizer Gregor Deschwanden, der gestern den Sieg erringen konnte, landet auf dem zweiten Rang. 123 und 126 Meter bringen dem Bronze-Medaillen-Gewinner der European Games 246,2 Punkte ein. Dritter wird – ebenso wie beim ersten Wettbewerb am Samstag – der Österreicher Marco Wörgötter. Der 20-Jährige landet nach Sprüngen auf 125 und 129 Meter 0,4 Punkte hinter dem Schweizer Deschwanden.

Raimund fällt zurück – DSV mannschaftlich stark

Philipp Raimund landet als bester Athlet des deutschen Skiverbandes auf dem vierten Rang. Nach einem Sprung auf 127 Meter im ersten Durchgang hatte der Athlet vom SC Oberstdorf noch auf dem zweiten Rang gelegen. Im Finale verkürzte Bundestrainer Stefan Horngacher bei seinem Schützling den Anlauf. Für Raimund reichte es daher nur für 121 Meter und Rang vier. Auf dem fünften Rang landet mit Ren Nikaido der beste Japaner. 127,5 und 124,5 Meter bringen dem Youngster 239,8 Punkte ein. Auf den Rängen sechs und sieben landet mit Pius Paschke (126,5 und 127,5m; 236,7 P.)  und Constantin Schmid (125,5 und 125m; 233,2 P.) zwei weitere Athleten des Deutschen Skiverbandes. Klemens Muranka (Polen) landet als bester Pole nach Weiten von 126,5 und 124 Metern (232,5 P.) auf Rang acht. Neunter wird Luca Roth. Für den Deutschen Skiverband endet damit mit vier Athleten unter den besten Neun ein mannschaftlich starkes erstes Wettkampf-Wochenende in diesem Sommer. Wenngleich es Simon Spiewok als 35. Und Felix Hoffmann als 42. nicht unter die besten 30 geschafft haben.  

Der Italiener Alex Insam beschließt als Zehnter die Top Ten.

Aus österreichischer Sicht klafft hinter dem Drittplatzierten Wörgötter ergebnistechnisch eine kleine Lücke. Clemens Aigner als 14. sowie Maximilian Steiner als 15 komplettieren die Top 15. Maximilian Ortner landet auf Rang 17. Clemens Leitner wird 18. Hannes Landerer landet auf Rang 23.

Norwegen ohne Top-Platzierung

Das Team Norge kann am heutigen Tag keinen Athleten unter den Top Ten platzieren. Robert Johansson wird nach Weiten von und Metern als 12. bester Norweger.

In der Gesamtwertung des Sommer-Grand-Prix führen der Schweizer Gregor Deschwanden und der Bulgare Vladimir Zografski derweil das Klassement mit jeweils 180 Punkten an.

Für den Skisprung-Tross geht es im Sommer-Grand-Prix bereits am nächsten Wochenende im polnischen Szczyrk weiter. Dort stehen für die Damen und Herren jeweils zwei Wettbewerbe auf dem Programm.

Offizielles Resultat

Quelle: FIS

SGP Damen Sommer Grand Prix

Überfliegerin an diesem Wochenende, Nika Kriznar, holt sich auch den zweiten Tagessieg auf der Großschanze der Tremplin du Praz Arena im französischen Courchevel. Hinter ihr landen die gleichen beiden Damen wie am Vortag auf Platz zwei und drei.

Mit einem absoluten Hammervorsprung von 43,4 Punkten holt sich die Slowenin Nika Kriznar (231,7 P.) am Sonntagvormittag klar den Sieg, nachdem sie auch den Probedurchgang souverän für sich entschied. Grund für ihren Riesenvorsprung ist eine Gate-Verkürzung um zwei Gates gegenüber der Konkurrenz auf dem Podest und zudem zwei starke Sprünge auf 133 Meter – der Tagesbestweite – sowie 128,5 Meter im Finaldurchgang. Hinter ihr reiht sich Sara Takanashi aus Japan ein, die im Finaldurchgang an der Kanadierin Abigail Strate (178,8 P.) vorbeizieht. Für sie wird es im Endklassement Platz vier hinter ihrer Teamkollegin Alexandria Loutitt (182,9 P.), die sich damit zum zweiten Mal Rang drei sichert.

Beste im DSV-Team wird im zweiten Damen-Einzelwettbewerb Katharina Schmid als Fünfte. Selina Freitag und Pauline Hessler komplettieren ein kompaktes Top-Ten-Resultat auf den Plätzen neun und zehn. Juliane Seyfarth, Pia Lilian Kübler und Luisa Görlich reihen sich auf 13, 15 und 18 ein.

Der zweite Einzelwettbewerb der Herren folgt um 18 Uhr und läuft live auf Eurosport1!

Offizielles Resultat

SGP Herren

Gregor Deschwanden hat in Abwesenheit der absoluten Top-Springer das erste Sommer-Grand-Prix-Springen von Courchevel gewonnen. Der Schweizer setzte sich vor dem Bulgaren Vladimir Zografski und dem Österreicher Marco Wörgötter durch. Philipp Raimund kam nach seinem Quali-Sieg bei der größten Weite des Tages zu Fall und musste auf den Finalsprung verzichten.

Das erste Springen der diesjährigen Sommer-Grand-Prix-Serie geht an Gregor Deschwanden. Der Eidgenosse legte den Grundstein für seinen Erfolg mit starken 130,5 Meter im ersten Durchgang. Im zweiten Durchgang, der von starkem Rückenwind geprägt war, reichten 115,5 Meter um mit 238,3 Punkten relativ souverän zu gewinnen. Auf Rang zwei landete der Bulgare Vladimir Zografski, der seine starke Quali-Leistung bestätigte und mit 132 und 118 Meter 230,2 Punkte sammelte. Mit einem starken Finalsprung auf 124 Meter schob sich zudem Marco Wörgötter noch auf das Podium, obwohl er nach Runde eins mit einem Sprung auf 123 Meter lediglich Rang acht belegt hatte. Mit 228,9 Zählern blieb er zwei Zehntel vor dem Japaner Ren Nikaido, der auf 127,5 Meter im Finale nur noch 116,5 Meter folgen ließ. Knapp dahinter reihte sich Clemens Aigner ein. Der Österreicher rangierte mit 129 Metern zunächst auf Platz drei, verlor im Finale mit 112,5 Meter allerdings den Podiumsplatz.

Paschke bester DSV-Adler: Raimund im Pech

Pius Paschke konnte sich als bester DSV-Adler auf dem sechsten Platz einsortieren. Der Routinier zeigte zwei ordentliche Sprünge auf 128,5 und 117,5 Meter und kann mit dem Resultat zufrieden sein. Dies gilt nicht unbedingt für Constantin Schmid, der nach einer schwachen Qualifikation in Runde eins immerhin 123 Meter sprang und sich auf Rang fünf schob. Mäßige 112,5 Meter im Finale sorgten aber für den “Absturz“ im Klassement bis auf Rang neun. Angesichts der Tatsache, dass die Top 20 aus der Weltcup-Gesamtwertung nicht dabei waren, ist die Platzierung für den Oberaudorfer eher mäßig. Etwas geringere Ansprüche hat natürlich Luca Roth, der aber nach Sprüngen auf 114,5 und 112,5 Meter immerhin auf Platz zwölf landete.

Richtig Pech hatte der DSV-Hoffnungsträger Philipp Raimund. Dieser war nach Platz eins im Training und in der Qualifikation als Favorit gestartet, kam jedoch bei der Tages-Bestweite von 134,5 Meter relativ rüde zu Fall. Raimund konnte den Auslauf zwar auf seinen eigenen Beinen auf dem ersten Blick unversehrt verlassen, trat jedoch im Finale nicht an und wird demnach auf Rang 30 gelistet. Die anderen beiden deutschen Starter, Simon Spiewock und Felix Hoffmann, verpassten das Finale.

ÖSV-Team geschlossen stark

Neben den starken Platzierungen von Wörgötter und Aigner konnten sich auch Clemens Leitner und Hannes Landerer mit den Rängen zehn und elf im Vorderfeld platzieren. Maximilian Steiner rundete das gute Abschneiden mit dem 16. Platz ab.

Johansson verpasst Podiumsplatz

Aus Sicht der Norweger verlief der Wettkampftag eher enttäuschend. Dabei sah es für Robert Johansson zunächst noch gut aus. Der aus dem A-Kader geworfene Ex-Weltrekordhalter sortierte sich nach Runde eins mit 127,5 Meter auf Platz zwei ein. Bei zunehmenden Rückenwind hatte der Routinier in Sprung zwei aber seine Probleme und setzte bei 110,5 Meter zur Landung an. Demnach stand ein nicht ganz zufriedenstellender siebter Platz als Resultat. Damit landete er aber immer noch deutlich vor seinen Teamkollegen, die allesamt die Top 20 verpassten.

Resultat

Sommer Grand Prix

In Abwesenheit der Top-20-Athleten aus dem vergangenen Winter hat der deutsche Hoffnungsträger Philipp Raimund die Qualifikation vor dem ersten Einzelspringen in Courchevel gewonnen. Demnach nährt sich die Hoffnung, dass ein DSV-Athlet beim ersten Sommer-Grand-Prix des Jahres vorne mitmischen kann.

Philipp Raimund hat nach seinen starken Leistungen bei den Europaspielen auch in der Qualifikation zum SGP-Springen von Courchevel überzeugen können. Bei vergleichsweise wenig Aufwind segelte die Entdeckung der Vorsaison auf starke 129 Meter und setzte sich mit 119,3 Punkten vor Vladimir Zografski durch. Der Bulgare erzielte bei etwas mehr Aufwind die Top-Weite von 130,5 Meter und belegte mit 114,2 Punkten Rang zwei. Auf Rang drei platzierte sich der Norweger Robert Johansson (130 Meter/112,4 P.), der ja etwas überraschend aus dem A-Kader der Wikinger geflogen war. Stark präsentierte sich auch der Japaner Ren Nikaido, der ebenfalls 130 Meter sprang und Rang vier erzielte. Der beste Österreicher, Marco Wörgötter kann mit Platz fünf ebenfalls zufrieden sein. Gregor Deschwanden, Pius Paschke und Farith Arda Ipcioglu komplettierten die Top 8.

Der Rest der deutschen Mannschaft zeigte durchwachsene Leistungen. Luca Roth kann mit dem 17. Rang durchaus zufrieden sein, wohingegen Constantin Schmid (38.), Simon Spiewock (41.) und Felix Hofmann (45.) noch zulegen müssen.

https://medias2.fis-ski.com/pdf/2024/JP/3030/2024JP3030RLQ.pdf

SGP Damen Sommer Grand Prix

Der Sommer Grand Prix 2023 ist eröffnet – nachdem die Wettbewerbe in Hinterzarten aus finanziellen Gründen abgesagt wurden, übernahm der französische Austragungsort diesen Termin und rückte ein Wochenende nach vorne. Vor allem durch die Abwesenheit der Sportlerinnen aus Österreich und Norwegen ist das Starterfeld bei den Damen mit 26 Teilnehmerinnen allerdings recht ausgedünnt.

Nika Kriznar hat ihre starke Form in diesem Sommer bereits bei den European Games unter Beweis gestellt. Dort sicherte sich die Slowenin vor vier Wochen überlegen den Titel auf der Großschanze. Und auch heute dominierte sie schon den Trainings- und Probedurchgang und setzte dies anschließend auch im Wettkampf um.

Nach dem ersten Durchgang lag sie mit einem Sprung auf den K-Punkt von 125 Metern zunächst noch punktgleich mit Sara Takanashi (129 Meter, ein Gate mehr Anlauf) in Führung. Und im zweiten Durchgang legte die Japanerin mit einem Satz auf 131 Meter dann auch sehr gut vor. 128,5 Meter reichten Nika Kriznar bei weniger Aufwind anschließend jedoch zum Sieg (203,7 Punkte) mit 10 Punkten Vorsprung vor Takanashi.

Weltmeisterin Alexandria Loutitt aus Kanada, zunächst Sechste, sprang im Finale 120,5 Meter (167,1 Punkte) und verdrängte damit Katharina Schmid vom Podestplatz. Die Deutsche sprang 120,5 und 111,5 Meter und wurde Vierte. Auf Platz 5 reihte sich Nika Prevc ein. Selina Freitag, die mit der Bronzemedaille bei den European Games in diesem Sommer ebenfalls schon aufgezeigt hat, wurde Sechste.

Anlauflänge lässt keine großen Weiten zu – Pauline Heßler wird Siebte

Insgesamt taten sich die Springerinnen schwer mit der gewählten Anlauflänge, die lediglich den zwei besten Springerinnen einen Sprung über den K-Punkt ermöglichte. Die zwei französischen Springerinnen Josephine Pagnier und Emma Chervet sprangen vor heimischem Publikum auf die Plätze 9 und 24.

Im DSV-Team konnte auch Pauline Heßler überzeugen. Die Thüringerin erreichte den siebten Platz und damit die beste Grand-Prix-Platzierung ihrer Karriere. Juliane Seyfarth wurde 11., Luisa Görlich und Lilly Kübler sprangen auf die Ränge 19 und 22.

Für die Männer steht heute nach Training und Qualifikation der erste Wettkampf um 18 Uhr auf dem Programm, die Damen sind morgen um 10 Uhr wieder an der Reihe.

Offizielles Resultat

ÖSV

Nach dem Kreuzbandriss von Philipp Aschenwald wird das österreichische Herren-Skisprungteam erneut von einem Rückschlag getroffen. Markus Müller, der seit diesem Sommer erstmals im Nationalteam dabei ist, hat sich ebenfalls eine Knieverletzung zugezogen.

Wie Ski Austria (Österreichischer Skiverband) am Mittwoch mitteilte, hat sich Markus Müller aus der Trainingsgruppe rund um Cheftrainer Andreas Widhölzl in der vergangenen Woche bei einem Lehrgang in Bischofshofen am rechten Knie verletzt. Wie mittlerweile feststeht, zog sich der 21-jährige dabei einen Innenbandeinriss und eine Überdehnung des Kreuzbandes zu. Glück im Unglück für den Kärntner. Nach Einschätzung der Ärzte wird Markus Müller dennoch erst nach rund 6-8 Wochen Rehabilitation wieder in das Training einsteigen können.

Quelle: Ski Austria

ÖSV

Bei den Skispringern gibt es den nächsten Verletzten in der diesjährigen Sommervorbereitung. Nach dem Deutschen Justin Lisso gab der Österreichische Skiverband (ÖSV) am Donnerstag eine schwere Knieverletzung im Team der ÖSV-Adler bekannt.

Wie der ÖSV am Donnerstagmittag mitteilte, kommt der nächste Knieverletzte aus dem zweiten Team der ÖSV-Adler. Philipp Aschenwald hat sich bei einem Trainingssprung auf der Bergiselschanze in Innsbruck am Mittwochabend mehrere Knieverletzungen zugezogen. Nach ersten Informationen aus dem Krankenhaus habe er sich das vordere Kreuzband gerissen, sowie einen Einriss des hinteren Kreuzbandes und ein Riss des Außenmeniskus zugezogen. Er sei bei wenig Anfahrt und mit einem sehr guten Sprung bei der Landung zu Sturz gekommen. „Der Sprung war nicht schlecht. Ich hatte wenig Anfahrt und bin trotzdem sehr weit gesprungen. Leider ist dann alles sehr schnell gegangen. Jetzt heißt es den Blick möglichst rasch nach vorne richten. Morgen werde ich operiert und dann schaue ich Schritt für Schritt weiter“, so der Tiroler. Am Freitag soll der 27-Jährige im Sanatorium Kettenbrücke (Innsbrucker Privatklinik) operiert werden.

Lisa Eder kehrt derweil auf Schanze zurück

Nach ihrem Kreuzbandriss auf die Schanze zurückkehrt ist in dieser Woche Lisa Eder. In Tschaggungs (Vorarlberg) absolvierte sie am Mittwoch ihre ersten Sprünge. Die 21-Jährige hatte im Juni vor einem Jahr einen Kreuzbandriss im rechten Knie erlitten und arbeitet nun an ihrer Rückkehr in den bevorstehenden Weltcup-Winter 2023/24.

Quelle: ÖSV

European Games

Die Herren bestritten am Samstagabend bereits den letzten Wettbewerb im Rahmen der European Games. Auch dieser wurde sowohl für Athleten als auch Zuschauer zur Geduldsprobe. Nach einem weiteren langwierigen Wettbewerb kam der Sieger von der Großschanze aus dem Gastgeber-Land Polen. Auch für den Deutschen Skiverband gab im allerletzten Wettbewerb noch Grund zum Jubeln.

Man war es in dieser Woche bereits gewohnt: Auch der letzte Wettbewerb von der Wielka Krokiew Schanze im polnischen Zakopane ging nicht ohne größere Windpausen vonstatten. Bereits im ersten Durchgang gab es mehrere Verzögerungen sowie eine größere windbedingte Pause vor den letzten sechs Athleten. Die Kompensationspunkte führten dazu, dass sich das Feld ganz vorne noch enger zusammenschob, so waren Dawid Kubacki (Polen) und DSV-Adler Philipp Raimund als Zweiter und Dritter nur 1,1 sowie 1,9 Punkte vom Halbzeit-Führenden Jan Hörl aus Österreich entfernt.

Dawid Kubacki konnte zum Schluss seinen Heimvorteil nutzen und wurde von den polnischen Fans auf 134,5 Meter (279,1 P.) getragen, die ihm zum Titel reichten und damit gleichzeitig die erste Medaille für das polnische Team bei den European Games bedeutete. Silber und damit die bereits zweite Einzelmedaille in dieser Woche holte sich Jan Hörl, der zum Schluss 6,1 Punkte hinter Kubacki landete. Auch für das deutsche Team gab es doch noch die Medaille: Nachdem Philipp Raimund den vierten Platz schon fast gepachtet hatte, reichte es diesmal dann doch für die Bronzemedaille (271,8 P.).

Für Daniel Tschofenig, der sich am Donnerstag Gold von der Normalschanze holte, lief der Wettbewerb von der Großschanze eher unglücklich. Der ÖSV-Starter, der seit diesem Sommer mit Red Bull unterwegs ist, konnte zwar im zweiten Durchgang noch einige Plätze gutmachen, musste sich am Ende aber mit dem undankbaren vierten Platz begnügen.

Schmid verpasst Top-Ten

Weniger gut zurecht auf der Großschanze kam Constantin Schmid. Mit 130,5 und 126,5 Metern reichte es für den Oberaudorf nur für den 19. Rang. Damit rutsche er im Finale sogar noch hinter DSV-Teamkollege Felix Hoffmann zurück. Luca Roth, der in Durchgang eins noch als Achtzehnter platziert war, verlor nach seinem Sprung auf 121 nochmals an Boden und reihte sich als 26. ein. Felix Hoffmann erreichte das Finale zwar nur knapp, konnte jedoch mit seinen 133,5 Metern im Finale noch einen deutlichen Sprung nach vorne auf den 17. Platz machen.

Norwegen bleibt ohne Medaille im Einzel

Nach der Silbermedaille im Mixed-Team für Robert Johansson und Marius Lindvik bleibt das norwegische Team in den Einzelwettbewerben ohne eine Medaille. Sowohl Marius Lindvik als auch Robert Johansson erreichten als Fünfter und Achter gute Platzierungen, für das Podest reichte es aber auch von der Großschanze nicht. Ein gutes Ergebnis konnte auch Bendik Jakobsen Heggli als 12. erzielen. Enttäuschend verlief der Großschanzen-Bewerb allerdings für Johann André Forfang, der nur 24. wurde.

Kleine Nationen überraschen

Für eine erste Überraschung sorgte der Slowake Hektor Kapustik. Der erst 16-Jährige tauchte bisher weitergehend im FIS Cup und Continental Cup auf, schaffte es jedoch Namen wie Johann André Forfang oder Kamil Stoch hinter sich zu lassen. Mit Platz 23 erreichte er damit sein bisher bestes internationales Ergebnis.

Einmal mehr für Aufsehen sorgte zudem der Türke Fatih Arda Ipcioglu. Mit seinem phänomenalen Satz auf 138 Meter im zweiten Durchgang ging er zunächst mit großem Vorsprung in Führung. Nach Platz elf im Einzel von der Normalschanze reichte es damit im allerletzten Wettbewerb mit Rang neun doch noch für eine Top-Ten-Platzierung.

Auch der Ukrainer Yevhen Marusiak, der im vergangenen Winter seinen ersten Sieg im Continental Cup in Klingenthal feierte, erreichte mit Platz 13 ein für ihn sehr gutes Ergebnis in einem internationalen Großevent.

Offizielles Resultat