Yukia Sato und Sara Takanashi gewinnen japanische Meisterschaften – Ryoyu Kobayashi enttäuscht

Yukia Sato, Foto: Konstanze Schneider

Zwei Springen, zwei Siege: Der japanische Skisprung-Floh Yukiya Sato hat die nationalen Titelkämpfe von der Normalschanze und der Großschanze gewonnen. Vorflieger Ryoyu Kobayashi kam überraschenderweise in keinem der beiden Springen auf das Podest. Altmeister Noriaki Kasai gelang zwar auf der Großschanze der Sprung unter die besten Zehn, wird jedoch beim Auftakt in Wisla nicht zum japanischen Team gehören.

Mit seinen Weltcup-Siegen in Nizhny-Tagil und Sapporo war der nur 1,61 Meter große Yukiya Sato eine der ganz großen Überraschungen in der letzten Saison. Lediglich mit der Konstanz hatte der 25-Jährige noch etwas zu kämpfen. Bei den japanischen Titelkämpfen gelangen ihm jedoch ausschließlich starke Sprünge. Auf der Normalschanze von Hakuba gewann Sato mit Sprüngen auf 97 und der Schanzenrekordweite 101 Meter und erzielte 255,2 Punkte. Zweiter wurde Junshiro Kobayashi mit 98,5 Meter und 100,5 Meter. So gelangen diesem zwar in Summe die weiteren Sprünge, jedoch patzte er gleich zweimal bei der Landung, weshalb er nur 247,5 Punkte sammeln konnte. Das Podest komplettierte der Routinier Daiki Ito, der mit Sprüngen auf 94,5 und 97,5 Meter insgesamt 243,5 Punkte erzielen konnte. Knapp am Podest vorbei schrammten dagegen Keiichi Sato und Yuken Iwasa. Dahinter platzierte sich der Gesamtweltcup-Sieger der Saison 2018/19 Ryoyu Kobayashi. Mit Weiten von 89 und 91,5 Meter blieb dieser ganze 34 Punkte hinter dem Sieger zurück. Ein beträchtlicher Abstand, der durchaus Sorge macht in Hinblick auf die bevorstehende Saison. Mit Rang 16 lief es auch für Skisprung-Legende Noriaki Kasai alles andere als rund. Nach einem respektablen achten Platz nach Durchgang eins, verlor der 48-Jährige leider im Finale deutlich an Boden. Überraschend war dies allerdings nicht, da Kasai vor allem im fortgeschrittenen Alter nur noch auf den ganz großen Anlagen eine Chance haben dürfte.

Yukia Sato legt auf der Großschanze nach: Ryoyu Kobayashi nur Siebter

Beinahe identisch verlief das Springen auf der Großschanze. Mit Sprüngen auf 129 und 127,5 Meter und 279,2 Punkten musste sich Sato diesmal jedoch nicht auf die Haltungsnoten verlassen. Auf den weiteren Podiumsplätzen tauschten Junshiro Kobayashi und Daiki Ito ihre Positionen. So gelang es Zweiteren mit einem ganz starken Finalsprung auf 130 Meter, seinen mäßigen ersten Durchgang vergessen zu machen. Mit 274,7 Punkten behauptete er sich um 0,8 Punkte vor den älteren Kobayashi-Bruder, der zweimal 127 Meter sprang. Die Plätze vier und fünf gingen wie schon auf der Normalschanze an Keiichi Sato und Yuken Iwasa. Als Sechstplatzierter behauptete sich Naoki Nakamura vor Ryoyu Kobayashi, der von der Großschanze sogar nur Siebter wurde. Mit Sprüngen auf 122,5 und 125 Metern hielt er diesmal allerdings immerhin den abstand auf Rang eins mit 15,5 Punkte deutlich geringer. Nichts desto trotz dürfte der Weltklasse-Springer mit dem Wochenende alles andere als zufrieden sein. Gleiches gilt auch für Noriaki Kasai. Mit Rang neun schnitt dieser zwar besser ab als auf der Normalschanze, so konnte er sich dennoch nicht für das Weltcup-Team qualifizieren. Dieses wird vorerst, Daiki Itô Daiki, Naoiki Nakamura, Junshiro Kobayashi, Ryoyou Kobayashi, Keiichi Satô und Yukiya Sato bilden. Damit bleibt auch abzuwarten, ob sich der Skiflug-Spezialist noch für die WM in Planica empfehlen kann.

Sara Takanashi behauptet sich im Duell mit Yukia Ito

Bei den Damen-Wettkämpfen hatte erwartungsgemäß Sara Takanashi die Nase vorne. Die Weltcup-Rekordsiegerin setzte sich mit Sprüngen auf 94,5 und 93 Metern und 231,5 Punkten vor Yuki Ito durch. Die etatmäßige Nummer zwei im japanischen Team sprang mit 92,5 und 93 Meter jedoch immerhin auf Augenhöhe mit Takanashi, wenngleich am Ende fünf Punkte zum Sieg fehlten. Den dritten Platz sicherte sich Jun Maruyama, die sich mit Sprüngen auf 87,5 und 91 Metern jedoch bereits einen beträchtlichen Rückstand auf die Spitze einhandelte. Auf den vierten Platz landete Yuka Kobayashi. Die Schwester der Kobayashi-Brüder Ryoyu und Junhiro erzielte im zweiten Durchgang bei starken Aufwind sogar die Final-Bestweite. Insgesamt erzielte sie 187 Punkte. Da bei den Damen kein Meisterschaftsspringen von der Großschanze ausgetragen wurde, gingen Takanashi und Co im Rahmen eines Japan-Pokalspringens von der HS131-Schanze. Dabei gewann die Favoritin mit Sprüngen auf 122,5 und 126 Punkten hauchdünn vor Yukia Ito. Dritte wurde erneut Jun Maruyama.

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