Vierschanzentournee Weltcup Weltcup Herren

Beim Tournee‑Finale in Bischofshofen ließ Domen Prevc keinerlei Zweifel an seinem Triumph aufkommen: Der Slowene verteidigte souverän seinen bereits komfortablen Vorsprung von rund 23 Metern und baute diesen sogar noch minimal aus. Mit seinem Gesamtsieg tritt er in die Fußstapfen seines älteren Bruders Peter – und gemeinsam schreiben die beiden damit Geschichte. Erstmals gelingt es einem Geschwisterpaar im Skispringen, die Vierschanzentournee zu gewinnen.

Hinter dem souveränen Gesamtsieger aus Slowenien entwickelte sich wie erwartet ein enges Rennen um die Plätze zwei und drei der Tournee‑Gesamtwertung. Im Kampf um die Podestplätze blieb das österreichische Team aus Jan Hörl, Stephan Embacher und Daniel Tschofenig unter sich. Tschofenig setzte in der Tageswertung zwar das stärkste Ausrufezeichen mit seinem Tagessieg, lag für das Gesamtpodest jedoch am Ende zu weit zurück. Mit den Rängen vier und fünf im Finale machten schließlich Hörl und Embacher den österreichischen Doppelerfolg mit Platz zwei und drei in der Tournee‑Gesamtwertung perfekt.

In der Tageswertung landete Domen Prevc hinter Tschofenig auf Rang zwei. Ryoyu Kobayashi komplettierte das Podium als Dritter. Der Tagessieger von Innsbruck, Ren Nikaido aus Japan, verpasste das Tournee-Podium mit seinem heutigen achten Platz am Ende deutlich auf dem vierten Platz der Tournee-Wertung.

DSV-TrioGeiger & Wellinger erneut ohne Punkte

Für Pius Paschke begann der Finaltag mit einem unkomplizierten Weiterkommen: Sein japanischer Gegner Yukiya Sato trat krankheitsbedingt nicht an. Seine Leistung bleibt jedoch weiterhin zu weit weg von den vorderen Platzierungen. „Gut gekämpft, aber leider ein bisschen zu weit hinten“, fasste Paschke seine Tournee-Leistungen im ARD-Interview im Anschluss zusammen.

Noch weniger erfolgreich waren einmal mehr Andreas Wellinger und Karl Geiger, die erneut ohne Punkte blieben. Wellinger unterlag dem Slowenen Rok Oblak und verpasste auch als Lucky Loser den Sprung ins Finale, während Geiger gegen den Norweger Halvor Egner Granerud chancenlos war. Damit blieb es auch bei der letzten Tournee-Station beim vertrauten DSV‑Trio im Finale. Felix Hoffmann zeigte solide Sprünge, doch für eine spürbare Aufholjagd im Kampf um das Tournee‑Podest reichte es angesichts der starken Konkurrenz aus Österreich am Ende nicht. In der Tageswertung wurde er bester Deutscher auf Platz zehn, ebenso in der Tournee-Gesamtwertung als Sechster. Trotz sichtbarer Krankheitssymptome präsentierte sich auch Philipp Raimund in guter Verfassung, vor allem im ersten Durchgang. Für ihn wurde es zum Abschluss der 74. Vierschanzentournee Platz zwölf sowie Rang acht im Gesamtklassement.

Kamil Stoch und Manuel Fettner mit Tournee-Abschied

Die K.o.-Duelle in Bischofshofen boten in diesem Jahr gleich mehrere besondere Momente – allen voran das polnische Aufeinandertreffen zwischen Kamil Stoch und Dawid Kubacki, die viele Jahre zusammen den polnischen Skisprungsport prägten. Für Stoch war es das letzte K.o.-Duell seiner Karriere, in welchem er einen würdigen Abschluss setzte. Er besiegte seinen Teamkollegen und ließ sich bei seinem finalen Tournee-Sprung von den Fans noch einmal feiern. Auch ein Österreicher absolvierte heute sein letztes Tourneespringen der Karriere, nämlich Manuel Fettner – mit einem ebenfalls sehr würdigen Abschluss auf Platz sieben. Passend dazu startete er heute mit der Startnummer 15. Denn im Alter von 15 Jahren war Fettner erstmals im Weltcup und bei der Vierschanzentournee dabei.

Für eine echte Überraschung sorgte im ersten Durchgang vor allem das Schweizer Duell: Gregor Deschwanden erwischte seinen Sprung überhaupt nicht und unterlag dem eigentlich formschwächeren Kilian Peier – selbst für die Lucky-Loser-Wertung reichte es nicht.

Vierschanzentournee Weltcup Weltcup Herren

Gestern noch Innsbruck, heute schon Bischofshofen: Die Vierschanzentournee biegt auf die Zielgerade ein. Heute standen traditionell das Training und die Qualifikation für das morgige Dreikönigsspringen auf dem Programm. Auf der Paul-Außerleitner-Schanze präsentierte sich in den ersten beiden Trainingssprüngen vor allem einer in starker Form – nämlich Lokalmatador Jan Hörl, der den Tournee-Spitzenreiter Domen Prevc dort noch hinter sich ließ.

In der Qualifikation drehte der Slowene jedoch den Spieß wieder um. Mit einem beeindruckenden Satz auf 140 Meter sicherte sich Prevc nicht nur den Qualifikationssieg, sondern auch die Bestweite des Qualifikationsdurchgangs. Aus österreichischer Sicht überzeugte erneut der junge Stephan Embacher, der sich direkt hinter Prevc einreihte. Er setzte sich gegen seinen Teamkollegen Jan Hörl durch, der am Ende Rang drei belegte. Vortagessieger Ren Nikaido aus Japan konnte nicht ganz kontern und wurde Achter.

Für eine kleine Überraschung sorgten zwei Norweger. Halvor Egner Granerud und Isak Andreas Langmo hielten sich zeitweise an der Spitze und reihten sich auf den Plätzen sieben und acht ein. Besonders für Granerud kam die Leistung unerwartet: Noch am Vortag hatte er in Innsbruck den Finaldurchgang verpasst und sich anschließend deutlich verärgert gezeigt. Schon in den vergangenen Jahren hatte er die Tournee-Wettbewerbe am Bergisel mehrfach kritisiert.

Auf und Ab im deutschen Team: Knieprobleme bei Hoffmann

Felix Hoffmann erwischte seinen Qualisprung nicht optimal und landete auf Platz elf. Wie er im Anschluss im Interview mit der ARD bekanntgab, hatte er zuletzt mit Knieproblemen zu kämpfen. Dies ist auch der Grund, weshalb er einen Durchgang im heutigen Training ausgelassen hatte, um die Belastung möglichst gering zu halten. Philipp Raimund zeigte als Sechster erneut ein solides Ergebnis innerhalb der Top Ten.

Insgesamt bleibt die deutsche Mannschaft aber auf der Suche nach Stabilität. Abgesehen von Raimund und Hoffmann blieb die erhoffte Steigerung auch in Bischofshofen aus. Besonders Karl Geiger tat sich erneut schwer und schaffte die Qualifikation nur mit großer Mühe als 44. Positiver verlief der Tag hingegen für Andreas Wellinger, der bereits im Training bessere Sprünge zeigte und dies in der Qualifikation mit 127,5 Metern und Platz 23 bestätigte. Knapp hinter ihm landete Pius Paschke auf Rang 25 – für ihn setzt sich damit ein wechselhafter Trend fort.

Der Blick richtet sich nun auf das große Finale: Das Dreikönigsspringen beginnt morgen um 16:30 Uhr – live bei ARD und Eurosport. Am Gesamtsieg dürfte jedoch kaum noch zu rütteln sein: Der jüngste Prevc-Bruder hat sich bereits eine komfortable Ausgangsposition erarbeitet und steuert klar auf den Triumph bei der 74. Vierschanzentournee zu. Um die Plätze zwei und drei der Tournee-Gesamtwertung könnte es dennoch spannend werden.

Vierschanzentournee Weltcup Weltcup Herren

Dieser Mann ist einfach nicht zu stoppen: Domen Prevc hat im neuen Jahr direkt dort weitergemacht, wo er 2025 aufgehört hat und sich in Garmisch-Partenkirchen souverän den Tagessieg gesichert. In der Tourneegesamtwertung baute der Slowene seinen Vorsprung nach zwei Stationen auf stolze 35 Punkte aus. Neuer Gesamtzweiter ist der Österreicher Jan Hörl, der sich auch im Tagesklassement hinter Prevc auf dem zweiten Platz einreihen konnte.

Langsam aber sicher gehen einem die Superlative aus. Egal auf welcher Schanze zeigt Domen Prevc derzeit einen perfekten Sprung nach dem anderen und ist weiterhin in seiner eigenen Liga unterwegs. Auch am Neujahrstag führte wieder kein Weg an dem Slowenen vorbei. Für seine beiden Sprünge auf 143m und 141m erhielt er 303,1 Punkte. Rang zwei ging an Jan Hörl, der Weiten von 141m und 131,5m (287,7 Punkte) zeigte.

„Ich bin mega zufrieden mit dem zweiten Platz. Nach dem ersten Durchgang war ich sehr nah an Domen dran, aber er lässt sich nicht aus der Ruhe bringen. Er springt einfach sehr stark, aber wir sind nach wie vor in Lauerstellung und werden versuchen, wenn er einen Fehler machen sollte, diesen auszunutzen“, so Hörl. Dahinter reihte sich mit Stephan Embacher (287,1 Punkte) ein weiterer Österreicher auf der dritten Position ein. Tags zuvor hatte der Youngster einen neuen Schanzenrekord auf die Große Olympiaschanze gezaubert. Mit 134m und 141,5m war er dieses Mal zwar nicht ganz so spektakulär unterwegs, durfte sich aber dennoch über ein Podiumsergebnis freuen. „Es waren echt coole Sprünge und mein Ziel ist es auch, möglichst viele davon bei der Tournee zu zeigen. Ein mega Tag heute und auch schon gestern mit dem Schanzenrekord in der Qualifikation“, freute sich Junioren-Weltmeister Embacher.

Dahinter platzierten sich die beiden Japaner Ren Nikaido (4.) und Ryoyu Kobayashi (5.). Nach einigen Podiumsplätzen zuletzt, sind die eigenen Ansprüche bei Nikaido inzwischen gestiegen, weshalb er zwar mit den Sprüngen zufrieden war, jedoch nicht mit dem Resultat. Sein Landsmann Kobayashi zeigte nach einem schwächeren ersten Sprung eine starke Aufholjagd, die ihn im zweiten Durchgang noch von Zwischenrang elf bis in die Top-5 nach vorne brachte.

Auch Felix Hoffmann und Philipp Raimund zeigten ähnlich wie in Oberstdorf eine stabile Leistung und belegten die Plätze sechs und sieben. „Ich bin mit meinen Sprüngen eigentlich ziemlich zufrieden. Der Probedurchgang war vielleicht nicht ganz so perfekt, dafür waren die Sprünge zwei und drei cool, zudem war jeweils eine Steigerung zu erkennen. Jetzt freue ich mich auf Innsbruck“, bilanzierte Raimund. Kacpar Tomasiak (8.), Daniel Tschofenig (9.) und Maximilian Ortner (10.) rundeten die Top-10 ab.

Paschke leicht formverbessert – Geiger und Wellinger scheiden aus

Bei Pius Paschke war eine ganz leichte Steigerung gegenüber den letzten Wettkämpfen erkennbar. Im ersten Durchgang setzte sich der Kiefersfeldener im K.O.-Duell gegen Karl Geiger durch und belegte im Tagesendklassement den 21. Rang. Bei Andreas Wellinger (32.), der sein Duell gegen den Norweger Robin Pedersen verlor und Karl Geiger (33.) ist weiterhin Geduld gefragt. Beide schieden nach dem ersten Durchgang aus.

„Der heutige Wettkampf war sowohl von Felix als auch Phillipp wieder in Ordnung. Sie haben stabile Sprünge gezeigt, vielleicht nicht die besten, die sie können – aber immerhin noch sehr, sehr gute Sprünge. Bei diesem hochklassigen Wettkampf müssen wir heute mit den Plätzen sechs und sieben zufrieden sein. Pius hat sich nochmal steigern können, auch bei Andi und Karl sieht man eine Verbesserung. Es geht in die richtige Richtung und wir müssen jetzt einfach konsequent dran bleiben und schauen, dass sich diese Technik ein bisschen besser verfestigt. Das braucht sicher noch ein bisschen Zeit, aber es wird wieder“, macht DSV-Cheftrainer Stefan Horngacher Hoffnung.

Ben Bayer aus der nationalen Gruppe erreichte den 43. Platz. Für ihn wiederum war die Qualifikation für den Wettbewerb bereits ein Erfolg. „Heute war leider nicht mehr ganz so gut wie gestern in der Quali. Ich bin ein bisschen verkrampfter gewesen und dann wird es einfach zäh aus der Luke. Vor dieser Kulisse springen zu dürfen war aber trotzdem sehr cool. Ich habe versucht alles aufzusaugen und klar, es ist dann auch nochmal eine andere Anspannung als sonst oben auf dem Balken“, so Bayer, der dafür am Silvesterabend zuvor umso mehr an der Dartscheibe überzeugen konnte. Hier sicherte sich der Youngster im DSV internen Wettbewerb den Sieg vor Luca Roth und Elias Malcher. Philipp Raimund wurde im übrigen Vierter.

Timi Zajc erneut disqualifiziert und sieht daraufhin die rote Karte

Nach seiner gelben Karte in Oberstdorf wurde Timi Zajc am Neujahrstag in Garmisch aufgrund seines Anzuges erneut disqualifiziert. „Heute war das gleiche Problem, wie beim letzten Mal. Am Bein war der Anzug 4 mm zu kurz, der einzige Unterscheid gegenüber Oberstdorf war, dass ich heute nicht unten gemessen habe, sondern oben vor dem Sprung“, äußerte sich FIS-Kontrolleur Mathias Hafele gegenüber Skispringen-News.de. Damit ist Zajc für den Rest der Vierschanzentournee rot gesperrt und kann nicht mehr ins Geschehen eingreifen.

Hoffmann zur Tourneehalbzeit Vierter – Raimund Sechster

Nach den beiden deutschen Stationen führt Domen Prevc die Tourneewertung mit 619,8 Punkten an. Neu auf dem zweiten Platz, aber schon mit einem Respektabstand von 35 Zählern (584,8 Punkte), ist Jan Hörl vor seinem österreichischen Landsmann Stephan Embacher (578,3 Punkte). Beide konnten Felix Hoffmann (573,2 Punkte) in der Gesamtwertung überholen. Hoffmann konnte seinerseits allerdings an Daniel Tschofenig (556,6 Punkte) vorbeiziehen, der in Garmisch nicht über Rang neun hinauskam. Tschofenig fiel dadurch in der Tourneegesamtwertung bis auf Platz acht zurück. Außer Hoffmann schoben sich noch Ryoyu Kobayashi (5./572,8 Punkte), Philipp Raimund (6./566,6 Punkte) und Ren Nikaido (7./565,2 Punkte) am amtierenden Vierschanzentourneesieger vorbei. Die Top-10 komplettieren vor der nächsten Station in Innsbruck Kacper Tomasiak (9./540,5 Punkte) und Anze Lanisek (10./539,5 Punkte).

>>> Tageswertung

>>> Gesamtstand Vierschanzentournee

Nächste Station: Innsbruck

Für die Herren geht es nach dem morgigen Ruhetag am 03.01.2026 mit der Qualifikation in Innsbruck weiter. Am 04.01.2026 folgt dann der Wettbewerb am Bergisel.

Vierschanzentournee Weltcup Weltcup Herren

Domen Prevc hat zum Auftakt der 74. Vierschanzentournee eindrucksvoll bestätigt, warum er als Topfavorit gehandelt wird. Der Slowene präsentierte sich erneut in überragender Verfassung und ließ in der Qualifikation mit 10,7 Punkten Vorsprung die gesamte Konkurrenz hinter sich. Bei ihm wirkt derzeit jeder Sprung mühelos – ganz gleich, welche Bedingungen herrschen.

Für das deutsche Team war Philipp Raimund einmal mehr der große Hoffnungsträger. Trotz schwieriger Bedingungen sprang er auf Rang zwei und unterstrich seine derzeitige Topform. Deutlich im Aufwärtstrend zeigten sich heute die beiden Österreicher Daniel Tschofenig und Jan Hörl, pünktlich zum Tourneestart. Nach schwierigen Wochen meldete sich der Tourneesieger des Vorjahres Tschofenig als Dritter der Qualifikation zurück. Teamkollege Jan Hörl wurde Fünfter, nachdem dieser auch im vorherigen Training vorne mitmischen konnte. Timi Zajc aus Slowenien bestätigte ebenfalls seine starken Trainingsleistungen und reihte sich wie erwartet im vorderen Feld (4.) ein.

Neben Raimund überzeugten im deutschen Team wie schon in den Vorwochen Felix Hoffman und Pius Paschke. Letzterer steigerte sich von Sprung zu Sprung und landete am Ende auf Platz 21. Hoffmann hingegen ließ nach seinem Sieg im ersten Trainingsdurchgang noch etwas Luft nach oben – in der Qualifikation reichte es vorerst für Rang zwölf.

Bittere Pille auf der Heimschanze für Karl Geiger

Für Karl Geiger endete der Tag dagegen mit einer herben Enttäuschung. Nach seiner Trainingspause kehrte der Oberstdorfer zwar zurück, verpasste jedoch als 53. die Qualifikation – ausgerechnet auf seiner Heimschanze. Ein besonders bitterer Moment für den Lokalmatador, der morgen nur zuschauen kann. Andreas Wellinger, der wie Geiger die Weltcup-Station in Engelberg ausgelassen hatte, zeigte sich zumindest in sofern stabil, um sich als 40. für den Wettkampf qualifizieren zu können.

Aus der nationalen Gruppe schafften es noch Constantin Schmid und Luca Roth trotz starken Rückenwinds zumindest mit einem soliden Sprung in den Wettkampf. Die Duelle am morgigen Tag dürften für beide jedoch eine echte Herausforderung darstellen.

Ben Bayer musste lange zittern, ob es für die Top 50 reichen würde. Am Ende wurde er jedoch 52. und verpasste damit knapp den Einzug in das Auftaktspringen der diesjährigen Vierschanzentournee. Auch für Max Unglaube war der Wettbewerb früh beendet – für den jungen Brandenburger steht bei seinem ersten Tournee-Einsatz jedoch vor allem das Sammeln wertvoller Erfahrung im Vordergrund.

DSV Vierschanzentournee Weltcup Weltcup Herren

Der Deutsche Skiverband hat am Freitag sein Aufgebot für die 74. Vierschanzentournee bekanntgegeben, die am kommenden Sonntag traditionell in Oberstdorf eröffnet wird.

Für das deutsche Team gehen Karl Geiger (SC Oberstdorf), Felix Hoffmann (SWV Goldlauter Heidersbach), Pius Paschke (WSV Kiefersfelden), Philipp Raimund (SC Oberstdorf) sowie Andreas Wellinger (SC Ruhpolding) an den Start. Ergänzt wird das Aufgebot durch die nationale Gruppe mit Ben Bayer (VfL Pfullingen) und Luca Roth (SV Meßstetten), die zuletzt schon bei den Weltcup-Stationen in Klingenthal und Engelberg für Geiger und Wellinger ins Weltcup-Team gerutscht waren. Hinzu kommen außerdem Constantin Schmid (WSV Oberaudorf) und Max Unglaube (WSV Bad Freienwalde).

„Philipp Raimund, aktuell Vierter der Weltrangliste, und Felix Hoffmann (8.) haben in der bisherigen Saison konstant gute Leistungen gezeigt. Aufgrund ihrer Konstanz firmieren sie aktuell unter den besten Zehn der Weltrangliste und zählen ergo zum großen Kreis der Mitfavoriten. Top-Favoriten sind allerdings andere, wie beispielsweise der Seriensieger Domen Prevc aus Slowenien oder der mehrfache Tourneesieger Ryoyu Kobayashi. Auch die österreichische Mannschaft hat gleich mehrere heiße Eisen im Feuer und ist nach dem Dreifacherfolg im letzten Jahr sicher hochmotiviert, diesen zu wiederholen“, so Horngacher im Vorfeld der Tournee.

Geiger und Wellinger stoßen zurück zur Mannschaft

Besonders im Fokus steht die Rückkehr von Karl Geiger und Andreas Wellinger in die Weltcup-Mannschaft. Beide hatten zuletzt eine kurze Wettkampfpause eingelegt, um sich intensiv dem Training zu widmen. Ihre Rückkehr für die Vierschanzentournee hatte Bundestrainer Stefan Horngacher bereits am vergangenen Wochenende in Engelberg angekündigt. „Karl Geiger und Andreas Wellinger haben den Weltcup in Engelberg ausgelassen und stattdessen mit Max Mechler auf den Schanzen von Oberstdorf, Planica und Predazzo trainiert. Die Tournee mit den kurz aufeinanderfolgenden Wettkämpfen bietet die Chance, den Wettkampfrhythmus schnell wieder aufzunehmen“, erklärt Horngacher weiter.

Zum Wochenbeginn nutzten Geiger und Wellinger zudem die Gelegenheit, bei den italienischen Meisterschaften in Predazzo an den Start zu gehen. Die Wettbewerbe auf den neu gestalteten Olympiaschanzen waren eigens auch für internationale Starter geöffnet. Andreas Wellinger belegte dort Rang zwei hinter dem Österreicher Stefan Rainer. Karl Geiger wurde Vierter hinter dem italienischen Meister Giovanni Bresadola. Für welche Platzierungen diese beiden Ergebnisse im Weltcup reichen werden, wird sich dann wohl in den kommenden Tagen zeigen.

„Das Training war intensiv, und jetzt freue ich mich, bei der Tournee wieder in den Weltcup einzusteigen. Gerade auf meiner Heimschanze und vor heimischem Publikum ist das eine große Motivation für mich. Mein Ziel ist es, über die rasche Abfolge der Tournee-Wettkämpfe den Rhythmus schnell wieder aufnehmen zu können“, so Karl Geiger vor dem Auftaktspringen direkt vor seiner Haustür.

Die 74. Vierschanzentournee startet am Sonntag mit der Qualifikation um 16.30 Uhr in der Orlen Arena in Oberstdorf. Übertragen werden die Wettbewerbe live bei der ARD sowie Eurosport.

Weltcup Weltcup Herren

Ryoyu Kobayashi hat dank eines starken zweiten Durchgangs den sechsten Sieg in Folge von Domen Prevc erfolgreich abgewendet. Bei schwierigeren Windbedingungen sprang der Japaner 132 Meter weit und startete damit eine erfolgreiche Aufholjagd, die ihn vom fünften Platz aus noch bis ganz nach vorne führte. Felix Hoffmann, der sich zuvor den Sieg in der Qualifikation sicherte, belegte hinter Prevc den dritten Platz.

„Es war ein sehr cooles Wochenende, ich bin drei Tage gut skigesprungen. Heute war es ein bisschen schwieriger, weil es schon sehr wechselhaft war. Das war besonders im ersten Sprung nicht so cool. Und der zweite Versuch war vom Sprung her vielleicht nicht mehr ganz so gut wie der Erste, dafür war es zum Springen deutlich angenehmer. Es freut mich, dass es letztlich zu Platz drei gereicht hat“, strahlte Hoffmann nach seinem dritten Podiumsplatz in der laufenden Saison am ZDF-Mikrofon.

Prevc und Raimund punktgleich nach dem ersten Durchgang vorne – Tschofenig scheidet aus

Zunächst war es jedoch nicht Felix Hoffmann, sondern ein anderer Deutscher, der von sich Reden machte. Für einen Satz auf 132 Meter erhielt Philipp Raimund im ersten Durchgang insgesamt 150,7 Punkte. Ein Punktwert, an dem sich die Konkurrenz die Zähne ausbeißen sollte. Auch der bisherige Dominator der Saison, Domen Prevc, konnte den Sprung von Raimund nicht toppen, erhielt für seinen Versuch auf 133 Meter allerdings dieselbe Punktzahl (ebenfalls 150,7 Punkte). Hinter den beiden Spitzenreitern reihten sich mit dem Norweger Johann Andre Forfang (3.) und dem Polen Kacper Tomasiak nach dem ersten Durchgang zwei Athleten ein, die man zu diesem Zeitpunkt in der Saison nicht unbedingt in diesen Regionen erwartet hätte. Ryoyu Kobayashi rundete mit seinem Sprung auf 133m die Top-5 ab.

Geprägt wurde der erste Durchgang vor allem von den schnell wechselnden Windbedingungen, die die Jury rund um FIS-Renndirektor Sandro Pertile vor große Herausforderungen stellte. „Es ist sicher zu springen, aber das Problem ist heute einigermaßen faire Bedingungen für alle zu schaffen“, betonte Pertile am ZDF-Mikrofon und führte weiter aus: „Wir versuchen die ganze Situation unter Kontrolle zu halten, aber es wechselt ziemlich schnell hin und her.“ So zog sich der erste Durchgang mit vielen Unterbrechungen und Lukenanpassungen entsprechend in die Länge. Alleine der US-Amerikaner Jason Colby musste vier Mal auf den Balken und kam in seinem anschließenden Versuch nicht über 107,5m hinaus. Auch für Daniel Tschofenig (128m/34.) und Pius Paschke (121,5m/36.) war bereits nach dem ersten Durchgang Feierabend.

Kobayashi dreht auf – Raimund verpasst das Podium

Trotz der schwierigen Windverhältnisse, die teilweise bis zu 5m/Sek. Rückenwind aufwiesen, konnte die Jury zur Überraschung der vielen Zuschauer und sicherlich der Athleten selbst, auch noch den zweiten Durchgang über die Bühne bringen. Felix Hoffmann legte mit 132,5 Metern gut vor und reihte sich nach seinem zweiten Versuch zunächst an der Spitze ein. Doch ein paar Minuten später war er seine Führung schon wieder los, als Ryoyu Kobayashi ihn mit seinem 132 Meter Satz bei schwierigeren Bedingungen überflügelte. Nachdem Tomasiak und Forfang erwartungsgemäß nicht ganz Paroli bieten konnten, reihte sich auch Philipp Raimund mit 129,5 Metern hinter dem Japaner und dem Deutschen ein. Der Traum vom ersten Weltcupsieg war somit für Raimund erst einmal geplatzt. Am Ende sollte für ihn Rang vier zu Buche stehen.

„Natürlich ist es schon ärgerlich, weil man natürlich oben auf dem Podest stehen will. Aber nichtsdestotrotz glaube ich, dass beide Sprünge auf einem ziemlich hohen Niveau waren. Der Erste war schon ziemlich sauber und beim Zweiten habe ich persönlich keinen Fehler gesehen, also von dem her, kann ich damit jetzt schön Weihnachten feiern“, so Raimund.

Domen Prevc gelang es sich im Anschluss zwar gegen Hoffmann zu behaupten, allerdings reichten seine 141 Meter bei guten Windbedingungen nicht aus, um auch vor Kobayashi zu bleiben. Schlussendlich fehlten dem Weltcupführenden aus Slowenien 3,6 Punkte um der insgesamt sechste Skispringer überhaupt zu werden, dem sechs Erfolge am Stück gelungen wären.

145 Meter – neuer Schanzenrekord von Embacher

Eine Duftmarke konnte in Engelberg auch noch der Österreicher Stephan Embacher setzen. Der Juniorenweltmeister sprang im ersten Versuch auf 145 Meter und sorgte damit für einen neuen Schanzenrekord. Mit dem Ausgang des Wettbewerbs hatte er allerdings aufgrund der Landung nichts zu tun. Da er durch den hohen Druck in diesem Weitenbereich keinen Telemark setzen konnte, verlor er viele Punkte und fand sich nach dem ersten Durchgang nur auf Platz 12 wieder. Im zweiten Durchgang gelang es ihm jedoch sich noch bis auf Rang acht zu verbessern.

Starke Auftritte von Tomasiak und Schuster – Rückschlag für Hörl und Kraft

Die beiden Youngsters Kacper Tomasiak aus Polen (5.) und Jonas Schuster aus Österreich (6.) konnten sich beim letzten Wettbewerb vor der Vierschanzentournee über starke Resultate freuen. Hinter ihnen rundeten Johann Andre Forfang (7.), Stephan Embacher (8.), Timi Zajc (9.) und Ren Nikaido (10.) die Top-10 ab.

Einen Rückschlag mussten hingegen Jan Hörl (15.) und Stefan Kraft (19.) hinnehmen, die nach einem starken Saisonstart derzeit nicht mehr kontinuierlich dazu in der Lage sind, ihre Top-Sprünge abzurufen. Es wird sich zeigen, ob sie nach der Weihnachtspause pünktlich zur Vierschanzentournee wiedererstarkt zurückkehren werden. Gleiches gilt auch für ihren Landsmann Daniel Tschofenig.

Ergebnis Qualifikation

Ergebnis Wettkampf

Weltcup Weltcup Herren

Auch in Engelberg steht am Ende ein Slowene ganz oben: Domen Prevc. Felix Hoffmann wird nach seinem ersten Platz in der Qualifikation und dem Probedurchgang im Wettkampf Zweiter. Platz drei geht an den Japaner Ren Nikaido.

Auch im heutigen Wettbewerb heißt der Sieger am Ende Domen Prevc (330,2 Pkt.). Nachdem er mit einem Sprung auf 138,5 Meter zunächst nur auf dem dritten Zwischenrang lag, schaffte er mit 142,0 Metern in Durchgang Zwei noch den Sprung nach ganz vorne. Direkt hinter ihm landete Felix Hoffmann mit 326,4 Punkten. Hoffmann lag nach 138,0 Metern zwar knapp hinter dem Podest auf Rang Vier, mit 141,0 Metern im zweiten Satz konnte er sich am Ende aber noch den zweiten Platz sichern. Auf dem dritten Platz landete der Japaner Ren Nikaido mit 141,5 und 129,5 Metern und 318,1 Punkten.

Auch Philpp Raimund zeigte erneut eine starke Leistung und landete nach dem siebten Zwischenrang am Ende auf Platz Vier. Auf Platz fünf konnte sich Jonas Schuster als bester Österreicher platzieren, womit er sein Karrierebestresultat erreichte. Neben ihm schaffte auch Jan Hörl als achter einen Top Ten Platz.

Kobayashi fällt zurück

Ryoyu Kobayashi lag nach einem starken ersten Sprung zunächst in Führungsposition. Am Ende hatte er bei seinem zweiten Sprung mit schwierigen Bedingungen zu kämpfen und wurde am Ende nur Sechster. Auf Platz Sieben landete überraschend der junge Amerikaner Jason Colby, der damit ebenfalls ein neues Bestresultat verbuchen konnte. Prevc‘ Teamkollege Anze Lanisek landete als Neunter ebenfalls unter den besten Zehn. Komplettiert wurden diese vom besten Norweger im heutigen Bewerb, Johann Andre Forfang.

Der Franzose Valentin Foubert zeigte erneut eine solide Leistung. Er lag zunächst nur auf dem 27. Zwischenrang, konnte sich mit einem starken Sprung auf 134,0 Meter im zweiten Durchgang allerdings noch auf den zwölften Platz kämpfen. Auch der Pole Kacper Tomasiak zeigte in Durchgang zwei eine deutliche Steigerung. Er verbesserte sich von Rang 22 auf den 13. Platz und wurde damit bester Pole.

Paschke wird 15., außerdem vier Schweizer in den Punkten

Mit Pius Paschke auf Rang 15 konnte ein weiterer DSV-Athlet Punkte sammeln. Lediglich Ben Bayer, der für Andreas Wellinger ins Team gerutscht war, verpasste diese mit Platz 38.

Zur Freude des heimischen Publikums schafften es außerdem vier Schweizer in die Punkte. Simon Ammann (20.), Felix Trunz (25.), Sandro Hauswirth (26.) und Killian Peier (29.) ließen die Menge jubeln.

Am morgigen Sonntag steht der zweite Einzelbewerb des Wochenendes auf dem Plan. Los geht es um 14:30 mit der Qualifikation, bevor um 16:00 Uhr der Wettkampf startet.

Offizielles Ergebnis

DSV Weltcup Weltcup Herren

Vor dem Weltcup-Wochenende in Engelberg gibt es erneut eine Veränderung im deutschen Skisprung-Team um Bundestrainer Stefan Horngacher. Während nun auch Wellinger auf Training setzt, erhält ein Nachwuchsspringer seine große Chance.

Bereits in Klingenthal hatte Andreas Wellinger selbst gegenüber der ARD angekündigt, dass er sich verstärkt dem Training widmen wird und daher auf einen Start in Engelberg verzichtet. Gemeinsam mit Karl Geiger konzentriert er sich auf die Vorbereitung, um bei der bevorstehenden Vierschanzentournee wieder in vorzeigbarer Form zu sein.

An Wellinger’s Stelle rückt ein neues Gesicht ins Team: Ben Beyer aus dem B-Kader. Der 21-Jährige feiert in der Schweiz damit sein Weltcup-Debüt und bekommt damit die Gelegenheit, sich erstmals auf höchstem Niveau zu präsentieren. Neben ihm bleibt das Team, inklusive Luca Roth, unverändert.

Weltcup Weltcup Herren

Nachdem seine Schwester im heutigen Wettkamp bereits ganz oben auf dem Treppchen stand, flog Domen Prevc am Abend seiner Konkurrenz davon. Stefan Kraft wird im ersten Wettkampf nach seiner Baby-Pause Zweiter, während Philipp Raimund die deutsche Fahne auf Rang drei hoch hält.

Viel zu sehen gab es in Klingenthal aufgrund des immer dichter werdenden Nebels kaum etwas, das tat der Stimmung der fast 8.000 Fans im Stadion jedoch keinen Abbruch. Besonders die Sprünge von Domen Prevc, der auf 142,5 und 143,0 Meter flog, brachten die Menge zum kochen. Mit 298,5 Punkten siegte er überlegen vor Stefan Kraft. Kraft meldet sich in seinem ersten Wettkampf nach der kurz eingelegten Baby-Pause mit gewohnter Stärke zurück. Mit 132,5 und 133,5 Metern und 273,0 Punkten lag er zwar mit einem Abstand von 25,5 Punkten deutlich hinter Prevc, konnte sich jedoch über Platz zwei freuen. Auch der Sieger der Qualifikation am Vortag, Philipp Raimund (271,9 Pkt.), lies die heimischen Zuschauer jubeln. Mit Weiten von 134,0 und 131,0 Metern landete er nur knapp hinter Kraft auf dem dritten Platz.

Raimund zeigte sich im Interview nach dem Springen zufrieden: „Im letzten Sprung habe ich leider ein bisschen die Kante verfehlt. Das ist mir hier schon so oft passiert, dass ich es gar nicht mehr zählen kann, aber den ersten hab‘ ich mega getroffen und der war echt schön. Und wenn ich morgen dann zweimal die Kante treffe, dann sieht es auch gleich nochmal ein Stückchen besser aus.“

Auf Platz vier landete der Japaner Ren Nikaido, der nach Durchgang eins noch auf Platz 11 lag. Mit 133,0 Metern im zweiten Durchgang konnte er es sich jedoch eine ganze Weile in der Leaders-Box gemütlich machen, auch wenn es nicht mehr für das Podest reichte. Sein Landsmann Ryoyu Kobayashi startete in Durchgang zwei ebenfalls eine kleine Aufholjagd und verbesserte sich von Platz 13 noch auf den fünften Platz.

Norweger stark formverbessert

Anders lief es dagegen für Jan Hörl, der nach Durchgang eins noch auf Platz drei lag, sich am Ende jedoch mit dem sechsten Platz zufrieden geben musste. Auf den Rängen Sieben, Acht und Zehn landeten mit Halvor Egner Granerud, Kristoffer Eriksen Sundal und Johann Andre Forfang außerdem drei Norweger unter den besten Zehn. Komplettiert wurden diese von Timi Zajc auf Platz Neun.

Deutsches Team enttäuscht, Wellinger vor Weltcuppause

Das deutsche Team zeigte sich ausgenommen von Philipp Raimund wahrlich nicht von der besten Seite. Einzig Felix Hoffmann konnte sich überhaupt in den Punkten platzieren, wurde jedoch auch nur 29. Pius Paschke erwischte ganz schlechte Bedingungen und kam damit nicht in die Finalrunde. Am Ende wurde er 41. Knapp vor ihm Andreas Wellinger auf Rang 40. Dieser kündigte im Interview mit BR24 Sport bereits an, dass er in Engelberg nicht am Start sein wird. Für Luca Roth, der Karl Geiger in Klingenthal ersetzte, lief es ebenfalls nicht gut. Er kam nicht über einen 45. Platz hinaus.

Auch das polnische Team konnte heute nicht überzeugen. Der junge Kacper Tomasiak lag zwar nach Durchgang Eins noch auf einem aussichtsreichen fünften Platz, landete im zweiten Durchgang jedoch bereits bei 126,5 Metern und rutschte bis auf den 18. Rang durch. Damit wurde er jedoch immer noch bester Pole vor Kamil Stoch (20.), Maciej Kot (25.) und Piotr Zyla (28.).

Am morgigen Sonntag findet auf der heute neu benannten Harry-Glaß-Schanze (näheres dazu folgt in den kommenden Tagen) in Klingenthal ein weiterer Einzelwettkampf der Männer statt. Start der Qualifikation ist hier um 14:30 Uhr, ehe es um 16:00 Uhr mit dem Wettkampf los geht.

Offizielles Ergebnis

Weltcup Weltcup Herren

Für Philipp Raimund lief der erste Auftritt der Saison vor heimischen Publikum ganz nach seinem Geschmack. Er konnte sich vor Domen Prevc und Ryoyu Kobayashi den Scheck für den Qualifikationssieger sichern und lässt damit auf den morgigen Tag hoffen.

Schon im Training zeigte Raimund vom SC Oberstdorf starke Sprünge und platzierte sich hier auf Rang zwei und sechs. Das erste Training ging an den Österreicher Jan Hörl, während das zweite Training Domen Prevc für sich entscheiden konnte. In der anschließenden Qualifikation zeigte Raimund (143,5 Pkt.) mit 139,5 Metern den weitesten Satz und lag am Ende 2,9 Punkte vor dem Zweitplatzierten Domen Prevc (135,5m/140,6 Pkt.). Ryoyu Kobayashi landete bei 137,5 Meter und damit auf Rang drei.

Dahinter folgten die beiden Österreicher Jan Hörl und der frischgebackene Vater Stefan Kraft, der nach einer kurzen Babypause wieder mit von der Partie war und mit Platz fünf direkt wieder stark ins Geschehen einsteigen konnte. Mit Johann Andre Forfang auf Platz sechs, Halvor Egner Granerud auf Platz acht und Marius Lindivik auf Rang zehn, meldeten sich auch die Norweger wieder an.

Die größte Überraschung war jedoch ein Kasache. Daniel Vassilyev zeigte einen Sprung auf 138,5 Meter, kam damit aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus und belegte damit am Ende einen für ihn überragenden siebten Platz.

DSV Athleten schwächeln vor heimischem Publikum

Die übrigen deutschen Athleten neben Raimund schwächelten in der heutigen Qualifikation noch etwas. Zwar schafften alle den Sprung in den morgigen Wettkampf, Jubelschreie lösten die Sprünge bei den heimischen Fans jedoch noch keine aus. Felix Hoffmann landete als zweitbester Deutscher auf Rang 17. Danach landeten Andreas Wellinger und Pius Paschke auf den Plätzen 35 und 36. Der für Karl Geiger neu ins Team gerutschte Luca Roth platzierte sich am Ende auf Platz 43.

Der morgige Wettkampf startet um 15:45 Uhr, ab 14:45 Uhr steht noch ein Probedurchgang auf dem Programm.

Ergebnis Qualifikation