Eine außergewöhnliche Überraschung war dieser Sieg wohl nicht. Mit einem deutlichen Vorsprung sichert sich das Mixed-Team aus Norwegen den Sieg in Klingenthal vor Slowenien und Japan. Zwischenzeitlich sah es eine halbe Stunde mal fast nach einem möglichen Abbruch aus, jedoch beruhigte sich der Wind auch wieder und am Ende konnten sich die tapferen Zuschauer sogar noch über die Sonne freuen.
Ingvild Synnoeve Midtskogen, Kristoffer Eriksen Sundal, Eirin Maria Kvandal und Marius Lindvik erzielten am Ende 1017,3 Punkte und lagen damit 24,5 Punkte vor der zweitplatzierten Mannschaft aus Slowenien (Nika Vodan, Timi Zajc, Nika Prevc, Domen Prevc / 992,8 Pkt.). Rang drei ging ebenso ungefährdet an das japanische Team (Nozomi Maruyama, Ryoyu Kobayashi, Ringo Miyajima, Ren Nikaido / 983,9 Pkt.). Erfolgsgarant für die Norweger war vor allem Marius Lindvik, der nach seinem Sieg in der Einzelkonkurrenz am gestrigen Tage erneut mit zwei bärenstarken Sprüngen überzeugte. Auf die Frage, ob wir ihn nun als „Master of Klingenthal“ betiteln dürfen, schmunzelte Lindvik in der Mixed-Zone und antworte: „Wenn ihr möchtet, natürlich gerne. Aber ja, es ist schon so, dass mir die Schanze hier sehr gut gefällt und wohl zu meinem Sprungstil passt. Ich hatte das Gefühl, heute wieder zwei ziemlich gute Sprünge gezeigt zu haben – alles in allem war es wieder ein guter Tag.“
Während Lindvik sehr zufrieden mit seiner eigenen Performance, aber auch mit der des gesamten norwegischen Teams war, haderte Domen Prevc trotz des zweiten Platzes und dem Podiumsplatz der Slowenen mit sich selbst. „Es war ein turbulenter Wettkampf. Meine Leistung entspricht noch nicht ganz meinen Erwartungen. Aber zumindest weiß ich, was ich tun und verbessern muss. Das ist gut und gibt mir Sicherheit. Nun freue ich mich bereits sehr auf den nächsten Wettkampf in Lillehammer“, so der Überflieger der letzten Saison.
Ein etwas engeres Duell lieferten sich die Österreicher und die Hausherren aus Deutschland. Letztlich konnten sich die Österreicher neun Punkte vor Deutschland, den unliebsamen vierten Platz sichern. Deutschland zeigte sich mit Selina Freitag, Pius Paschke, Agnes Reisch und Andreas Wellinger etwas formverbessert, wobei man hier allen voran Agnes Reisch besonders hervorheben sollte, die zweimal 130,0 Meter erzielte und damit ihre Gruppe einmal gewann und einmal Zweite wurde. Pius Paschke (130,0/132,0m) zeigte mit zweimal dem dritten Rang in der Gruppe eine solide Leistung.
„Ich habe mich in der Probe leider wieder etwas schwer getan mit der Spur und dem Fahrgefühl, konnte dann zum Wettkampf hin aber wieder einen Schritt machen. Unter dem Strich fehlt aber noch so ein bisschen die Leichtigkeit und das Selbstverständnis in der Luft, um fünf, acht oder zehn Meter weiter zu gleiten. Es gibt also in den nächsten Wochen noch einiges zu tun“, bilanzierte Wellinger nach dem Wettkampf.
Selina Freitag freute sich vor allem über ihren zweiten Sprung, der ihr im Hinblick auf die Wintersaison nochmal ein gutes Gefühl gab. „Das war der erste ordentliche Sprung von mir hier an diesem Wochenende. Es ist sehr, sehr schade, weil ich ansonsten über den Sommer hinweg wirklich gut gesprungen bin und wenn man es hier dann einfach nicht zeigen kann, ist es schon hart. Es war vom Fahrgefühl her nicht so leicht, weil wir speziell gestern doch sehr mit dem Speed in der Anlaufspur hintendran waren. Aber ich bin froh, dass ich diesen Sprung zum Schluss noch zeigen konnte.“
Für das Team aus Tschechien war der Wettkampftag bereits nach Durchgang eins beendet, während sich Finnland, Frankreich und Italien auf den Plätzen sechs bis acht wiederfanden.

