Weltcup Weltcup Damen

Der DSV hat am Mittwoch sein Aufgebot für das Silvester- und Neujahrsspringen im slowenischen Ljubno bekanntgegeben. Bundestrainer Maximilian Mechler setzt dabei auf sein vertrautes Personal.

Wie in der Ramsau (AUT) gehen Katharina Althaus (SC Oberstdorf), Selina Freitag (SG Nickelhütte Aue), Pauline Heßler (WSV 08 Lauscha), Anna Rupprecht (SC Degenfeld), Juliane Seyfarth (WSC 07 Ruhla) und Carina Vogt (SC Degenfeld) an den Start. „Wir freuen uns darauf, ein Silvester- und ein Neujahrsspringen zu haben, insbesondere mit dem Ko-Duellmodus – das wird bestimmt spannend für die Springerinnen. Die ganze Mannschaft freut sich darauf, da teilzunehmen“, sagt Maximilian Mechler. Erstmals gibt es auch für die Damen eine Art „Mini-Tournee“ im Zeitraum um den Jahreswechsel – in Anlehnung an die Vierschanzentournee der Herren. Perspektivisch soll es eine solche Veranstaltung auch für die Frauen geben. Aktuell ist die Diskussion wieder voll entbrannt.

Die hoffenden Blicke richten sich auf Althaus

Bis es aber soweit ist, konzentrieren sich alle Beteiligten auf die anstehenden Wettbewerbe in Slowenien. Vor allem Katharina Althaus kann sich aus dem deutschen Team Hoffnungen auf eine Platzierung auf dem Podest machen. Beim vergangenen Weltcup im österreichischen Ramsau war sie auf Platz zwei. Diesen Rang hat sie auch in der Gesamtwertung inne. Mit Ljubno verbindet die 25-Jährige zudem ihren ersten Weltcup-Sieg der Karriere aus dem Jahr 2017: „An diese Schanze habe ich bis jetzt nur gute Erinnerungen. Ich bin da eigentlich immer gut zurechtgekommen und freue mich auf die Wettkämpfe.“ Es kann also mit einem spannenden Duell zwischen Althaus und der Gesamtweltcup-Führenden, Sara Marita Kramer aus Österreich, gerechnet werden.

Gut erholt nach einer kurzen Weihnachtspause geht es im slowenischen Ljubno ab Donnerstag (16:30 Uhr) mit der Qualifikation zum Wettkampf am Freitag (16:30 Uhr) weiter. Alle Daten zum Nachlesen gibt es auch in unserer Vorschau.

COC Herren DSV Vierschanzentournee

Bis zuletzt war noch offen, wer bei der Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen in der nationalen Gruppe an den Start geht. Nun hat das DSV-Team offiziell seine sechs Athleten bekanntgegeben.

So werden an Silvester in Garmisch-Partenkirchen Martin Hamann (SG Nickelhütte Aue), Philipp Raimund (SC Oberstdorf), Justin Lisso (WSV Schmiedefeld), David Siegel (SV Baiersbronn), Kilian Märkl (SC Partenkirchen) und Felix Hoffmann (SWV Goldlauter) die Qualifikation bestreiten. Bundestrainer Stefan Horngacher hatte bereits im Vorfeld der Continentalcup-Wettbewerbe am Montag und Dienstag in Engelberg (SUI) angekündigt, aus dem siebenköpfigen Starterfeld sechs Athleten auszuwählen. Auf Basis der gezeigten Leistungen und Platzierungen haben sich die sechs genannten Adler durchgesetzt. Moritz Baer (SF Gmund-Dürnbach) ist dabei leer ausgegangen und wird bei der Tournee nicht abheben.

Am Freitag (31.12.2021) steht die Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen ab 14 Uhr auf dem Plan. Der Wettkampf findet am Samstag (01.01.2022) um 14 Uhr statt.

Vierschanzentournee Weltcup Weltcup Damen

Bei Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und der Raw Air sind die Damen längst vertreten und auch der Weltcup-Kalender lässt sich inzwischen absolut sehen. Allerdings fehlt in der „Gleichberechtigung“ noch ein Schritt. Wenngleich im slowenischen Ljubno zum Jahreswechsel erstmals ein Silvester- und ein Neujahresspringen ausgetragen wird, haben die Damen weiterhin keine Vierschanzentournee. Dies könnte sich jedoch schon im kommenden Winter ändern.

Kaum ein Wintersport-Event vereinigt derart viele Fans vor dem Sofa, wie die traditionelle Vierschanzentournee. Während die Männer in dieser Saison das 70-jährige Tournee-Jubiläum feiern, blickten die Damen bislang in die Röhre. Demnach ist es wenig verwunderlich, dass in den vergangenen Jahren immer mehr Stimmen laut wurden, die eine Damen-Tournee fordern. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Stimmen in Hinblick auf die kommende Saison Gehör finden.  „Die vier Tournee-Orte wollen die Frauen-Vierschanzentournee haben. Da gibt es einen einstimmigen Beschluss, dass man möglichst bald damit starten kann“, sagte Tournee-Präsident Peter Kruijer der Nachrichtenagentur ‚dpa‘.

Allerdings ist noch nicht ganz klar, ob die Eventserie für die Skispringerinnen an den gleichen Orten stattfinden, die bei den Männern traditionell angesteuert werden. Wenngleich die österreichische Top-Springerin Marita Kramer und einige ihrer Kolleginnen ein „Parallelevent“ zu den Herren anstreben, erteilte der ÖSV dem fast schon eine Absage. „Wir sind gefragt worden, ob wir gemeinsam eine Art Tournee für die Frauen durchführen wollen. Wir haben dann als erste Anlaufstelle Villach mit im Boot gehabt. Uns ist es wichtig, dass es eine langfristige und sehr, sehr gute und die bestmögliche Lösung gibt. Das ist unsere Priorität und mit Villach und Ljubno gegeben“, zitierte das ORF Mario Stecher, sportlicher Leiter für Skispringen und Nordische Kombination.

Springern in Ljubno, Villach und Italien? Stecher will kein Beiwagel zur Männer-Tournee

In den nächsten Monaten sollen Gespräche stattfinden und bis zur Kalenderkonferenz im Frühjahr sämtliche Details stehen. Schon jetzt sind für die Saison 2022/23 Springen in Villach und Ljubno angedacht. Im weiteren Verlauf könnte eine italienische Station hinzukommen, wodurch eine Dreiländertournee angeboten werden könnte. Für Stecher hat es die größte Priorität, dass die Damen-Tournee kein „Beiwagerl“ zu der Männer-Tournee, sondern ein eigenes Produkt wird. Ebenso wichtig sei es jedoch „keinen Schnellschuss zu fassen“.

Mit dem Vorschlag, über Ljubno und Villach eine Tournee aufzuziehen, wäre ein krasser Gegenentwurf zu den Bestrebungen der besten Springerinnen, vermehrt auf Großschanzen zu springen. Schließlich liegt der Hillsize bei beiden Anlagen auf weniger als 100 Metern. Stecher sieht dies jedoch nicht als Problem. „Man muss den Mehrwert von dieser Möglichkeit sehen. Du hast vielleicht mal die Möglichkeit, mehrere Kugeln zu holen. Und ein Weltcup kann nur stattfinden, wenn 30 am Start sind. Derzeit ist das für die Besten ohne Probleme zu bewerkstelligen, aber nicht für die Breite. Vielleicht dann aber in drei oder sechs, sieben Jahren,“ erklärte der Österreicher.

Tournee nicht an den klassischen Standorten? Eine Idee, mit einigen Schwächen

Ganz logisch ist die Argumentation von Stecher jedoch nicht, wenn man bedenkt, dass in der laufenden Saison unter anderem von den Großschanzen in Lillehammer, Klingenthal und Willingen gesprungen wird. Bislang lässt sich nicht ablesen, dass auf Großschanzen ein eklatant kleineres Starterfeld antritt. Die Raw Air macht es vor, wenngleich das Skifliegen in Vikersund den Herren vorbehalten bleibt. Die Tournee-Schanzen Oberstdorf, Garmisch-Patenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen sollten jedoch keine Probleme darstellen. Zudem macht es wenig Sinn eine „langfristige Lösung anzustreben“, um dann in drei, sechs oder sieben Jahren auf andere Schanzen zu wechseln. So wächst keine Tradition.

Generell liefert der Vorschlag von Mario Stecher einige Punkte die man kritisch ansehen muss. Die Tournee lebt zum großen Teil vom ganz besonderen Flair der vier Schanzen und seiner langen Tradition. Weder die Team Tour, das Nordic Tournament oder die Raw Air kommen hier ran. Wenn man eine Damen-Tournee ins Leben berufen möchte, muss man versuchen das Tournee-Feeling so gut es geht aufkommen zu lassen. Mit Wettbewerben in Ljubno, Villach und Italien wäre man hiervon fast genau so weit entfernt, wie mit der bereits existierenden „Blue Bird Tour“. Selbst das klassische Muster mit zwei Stationen in Österreich und zwei Stationen in Deutschland würde gebrochen werden. Es hilft nicht viel, irgendwelche Orte ausfindig zu machen und zu sagen: „Das ist jetzt unsere Tournee“. Während in Italien fast schon garantiert wäre, dass keine Leute zusehen, bestände in Villach und Ljubno die Gefahr, dass es potenzielle Zuschauer eher an die Männer-Standorte zieht.

Damen-Tournee an den gleichen Standorten? Folgende Optionen wären realistisch

Demnach könnte es aussichtsreicher sein, auf den fahrenden Zug aufzuspringen, an den Herren-Standorten zu springen und von der bestehenden Tradition zu profitieren. Möglich wäre es beispielsweise, die Herren- und Damenwettbewerbe zu koppeln. Dies könnte bedeuten, dass man mit dem 1. Durchgang der Damen beginnt, mit dem 1. Durchgang der Herren fortfährt und im Anschluss die beiden Finaldurchgänge stattfinden lässt. Hierbei wäre zumindest nach Abwschwächen/Ende der Corona-Problematik ein ausverkauftes Haus garantiert. Selbst wenn sich der ein oder andere Fan vielleicht während dem Damen-Springen lieber eine Bratwurst und ein Bier holt, werden noch immer die meisten Augen auf die Springerinnen gerichtet sein. Ein bisschen was von „Beiwagerl“ hätte diese Option schon, aber das muss man vielleicht auch in Kauf nehmen. Eine andere Option wäre natürlich, die Damen-Wettbewerbe immer am Tag der Herren-Qualifikation stattfinden zu lassen. Mit diesen zwei Programmpunkten würde man einen Stadionbesuch definitiv interessanter machen. Selbst wenn die Arenen womöglich nicht ausverkauft wären, ständen die Chancen auf stimmungsvolle Springen gut. Hiermit könnte man auch verhindern, dass der Damen-Wettkampf zum Vorprogramm oder Pausenfüller wird.

Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass man mit diesen Optionen den Wünschen der Springerinnen gerecht werden würde. Auf den vergleichsweise unspektakulären Schanzen von Ljubno und Villach wäre dies wohl nicht der Fall. Vor allem würden aber die Zuschauer mit großer Wahrscheinlichkeit fehlen, wodurch das Produkt auch kaum wachsen würde. Zudem würden wohl auch nur Leute kommen, die sich ohnehin schon für das Damen-Skispringen begeistern. An den echten Tournee-Standorten könnte man bei einigen Fans, die grundsätzlich wegen der Herren anreisen, auch das Interesse für die Springerinnen wecken.

An den Ausrichtern sollte es prinzipiell nicht scheitern. Bischofshofen-Organisationschef Manfred Schützenhofer erklärte noch vor dem Stecher-Statement hoffnungsvoll, dass es mit einer Tournee in Oberstdorf, Garmisch-Patenkirchen, Innsbruck und Bischofshofen klappen könnte. Allerdings präferiere man offenbar die Option, bei der Frauen und Männer am gleichen Tag jeweils auf der anderen deutschen bzw. österreichischen Schanze springen.

Allerdings bestände auch hier die große Gefahr, dass gut 90 Prozent der potenziellen Zuschauern bei den Männer-Wettkämpfen in die Stadien strömen. Finden die Springen am gleichen Tag an verschiedenen Orten statt, haben die Stadienbesucher bei den Damen-Wettbewerben mehrheitlich nicht mal mehr die Gelegenheit, den Herren-Wettkampf im TV zu sehen. Das dürfte einige Fans vom Ticket-Kauf abhalten.

Vorteil dieser Option wäre selbstredend, dass die Organisation an den jeweiligen Standpunkten leichter wäre. Gerade bei Wetterkapriolen kann es schon mal schwierig werden, Herren- und Damen an einem Tag vom Bakken zu bekommen. Immerhin haben inzwischen aber auch drei von vier Anlagen ein Flutlicht. Wie so oft gilt auch hier das Prinzip: „Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.

Silvester Tournament Weltcup Damen

Wo wird gesprungen?

Erstmals findet in der diesjährigen Saison 2021/22 das sogenannte „Silvester Tournament“ für die Damen statt. Als eine Art Mini-Tournee erhalten die Damen somit, ähnlich wie die Herren, die Möglichkeit, Wettbewerbe im KO-Modus am 31.12. und 01.01. im slowenischen Ljubno auszutragen. Gesprungen wird auf der Logarska Dolina Schanze in der rund 2.600 Einwohner-Gemeinde Ljubno. Seit 2006 finden immer wieder FIS-Wettbewerbe im Rahmen des Continentalcups oder des Damen-Weltcups statt. Der Ort Ljubno befindet sich in der slowenischen Region Untersteiermark und besteht insgesamt aus neun kleineren Ortschaften. Historisch bedeutend ist die Region vor allem für den Holzhandel sowie die Holzflösserei.

Die Details der Logarska Dolina Schanze im Überblick:
Hillsize:94 m
K-Punkt:85 m
Schanzenrekord:96,5 m (Daniela Iraschko-Stolz; 12.02.17)
Baujahr:1952

Programm:

Donnerstag, 30.12.21
14:30 – Offizielles Training
16:30 – Qualifikation

Freitag, 31.12.21
15:15 – Probedurchgang
16:30 – Einzelwettbewerb (KO) – Eurosport

Samstag, 01.01.22
09:45 – Probedurchgang
10:45 – Qualifikation
16:00 – Einzelwettbewerb (KO) – Eurosport

Vierschanzentournee Weltcup Herren

Bei der Vierschanzentournee in Oberstdorf holt sich der Japaner Ryoyu Kobayashi den Sieg in der Qualifikation. Der 25-Jährige setzte sich vor Karl Geiger (Deutschland) und den punktgleichen Norwegern Johann Andre Forfang und Halvor Egner Granerud (beide 3.) durch. Das Wetter sorgte für eine längere Unterbrechung.

Keine Zuschauer und dazu noch Regen mit Wind. Den Auftakt der 70. Vierschanzentournee in Oberstdorf haben sich viele anders vorgestellt. Nichtsdestotrotz wollten die insgesamt 70 Starter das Beste aus der Situation machen. Doch nach 15 Springern ging nichts mehr. Extreme Winde und Regenfälle sorgten für eine rund 30-minütige Verzögerung. Danach ging es aber weiter. Und Ryoyu Kobayashi ließ sich von alldem nicht beirren. Mit 129 Metern (149,3 P.) sicherte sich der Japaner den Qualifikationssieg. Platz zwei der Quali geht an Karl Geiger (127,5 m; 144,9 P.). Den dritten Rang belegen die beiden Norweger Johann Andre Forfang (132 m) und Halvor Egner Granerud (126,5 m; 144,5 P.).

Severin Freund lange in Führung – Andreas Wellinger verpasst Wettbewerb

Neben Geiger überzeugten auch Markus Eisenbichler (6.) und Severin Freund (9.) in der Qualifikation. Freund, der mit Startnummer zwei in diesen Tag ging, bewahrte seine Führung bis zum Versuch von Johann Andre Forfang. „Der zweite Trainingsdurchgang war zwar noch besser. Aber ich bin happy mit meinem Sprung und wie es gelaufen ist“, erklärte der Routinier während der Unterbrechung. Auch Pius Paschke (17.) und Constantin Schmid (20.) meisterten die Hürde ohne Probleme. Stephan Leyhe schaffte die Quali ebenfalls, muss sich als 38. im anstehenden Wettbewerb aber noch steigern. Nicht dabei ist hingegen Andreas Wellinger: Er packte als 51. die geforderte Hürde nicht.

Stefan Kraft wird bester Österreicher

Geschlossen im Wettkampf mit dabei sind hingegen die ÖSV-Adler. Alle sieben Springer haben die Qualifikation überstanden – und Stefan Kraft war als Siebter der stärkste Österreicher. Aber auch Jan Hörl (8.), Danie Huber (11.) und Daniel Tschofenig (12.) überzeugten in der Qualifikation. Manuel Fettner ließ als 22. am Ende nichts anbrennen. Ebenso wie Ulrich Wohlgenannt (33.) und Philipp Aschenwald (34.) – sie schafften die Qualifikation ebenfalls, müssen sich im Wettkampf für ein mögliches Finale aber noch steigern.

Killian Peier stärkster Schweizer – Böse Überraschung für Timi Zajc

Eine gute Qualifikation erwischte auch Killian Peier. Der Schweizer knüpfte an seine guten Leistungen der Vorwochen an und beendete den Tag als Fünfter. Komplettiert wird die Top 10 durch den Norweger Daniel-André Tande (10.). Für eine Negativ-Überraschung sorgte der slowenische Meister Timi Zajc. Der 21-Jähirge wurde am Ende 55. Besser machte es hingegen sein Landsmann Cene Prevc. Nach seinem Trainingssturz schaffte der Slowene die Hürde als 14. – und war zugleich noch bester Springer aus seinem Team.

Am Mittwoch geht es in Oberstdorf weiter. Der Probedurchgang beginnt um 15 Uhr, ehe ab 16:30 Uhr der Wettkampf startet.

Offizielles Resultat

Startliste und Ko-Duelle

Vierschanzentournee

Im Training von Oberstdorf präsentieren sich Lovro Kos (Slowenien) und Karl Geiger (Deutschland) in guter Form für die anstehende Qualifikation.

Nass-kalt ist das Wetter am heutigen Dienstag in Oberstdorf – keine leichte Aufgabe. Doch das soll die 70 gemeldeten Athleten nicht daran hindern, die Schattenbergschanze bereits im Training einzuspringen. Dabei zeigte sich der Slowene Lovro Kos im ersten Durchgang in guter Verfassung. 132,5 Meter (86,3 P.) bedeuteten Platz eins vor den beiden Norwegern Fredrik Villumstad (128,5 m; 72,7 P.) und Halvor Egner Granerud (123 m; 72,6 P.) – der verkürzte Anlauf ist bei den Weiten zu beachten. Im zweiten Training hatte dann Karl Geiger aus Deutschland die Nase vorne – mit 134,5 Metern (102 P.). Rang zwei ging an Halvor Egner Granerud (135m; 100,2 P.). Auf Platz drei fand sich Lovro Kos (129,5 m; 91,6 P.) wieder.

DSV-Adler teils mit Problemen im Training

Die deutschen Adler hatten mit den Bedingungen an der Schanze doch etwas zu kämpfen gehabt. Dies war vor allem im ersten Trainingsdurchgang zu spüren. Entsprechend fallen die Ergebnisse der DSV-Springer etwas schwankend aus. Markus Eisenbichler (7./14.), Karl Geiger (16./1.), Stephan Leyhe (14./15.), Constantin Schmid (39./26.), Pius Paschke (40./27.), Andreas Wellinger (46./39.) und Severin Freund (56./4.).

ÖSV-Adler tasten sich heran

Auch die Österreicher kommen mit den bisherigen Bedingungen nur in Teilen zurecht. Zur Qualifikation bedarf es für die vorderen Platzierungen noch eine Steigerung: Daniel Huber (9./8.), Stefan Kraft (18./5.), Jan Hörl (24./12.), Manuel Fettner (20./40.), Philipp Aschenwald (52./51.), Daniel Tschofenig (49./22.) und Ulrich Wohlgenannt (32./38.).

Für eine Schrecksekunde sorgte der Slowene Cene Prevc im zweiten Sprung: Er stürzte nach seiner Landung spektakulär nach vorne, konnte aber den Schanzenausgang auf eigenen Beinen verlassen. Ab 16:30 Uhr startet die Qualifikation, indem sich nur die besten 50 für den morgigen Wettkampf qualifizieren.

Offizielles Resultat

COC Herren Continental Cup

Am Dienstag holt sich Sondre Ringen aus Norwegen den Tagessieg beim Continentalcup in Engelberg (SUI). Der 25-Jährige teilt sich das Podium mit den beiden Österreichern Clemens Aigner und Michael Hayböck auf den Plätzen zwei und drei. Bester DSV-Adler wird erneut Philipp Raimund.

Zweiter Tag in Engelberg und wie am Montag ging es für 59 Athleten von der Gross-Titlis-Schanze in Engelberg. Doch die Windverhältnisse waren deutlich schwieriger als am Vortag und so zog sich bereits der erste Durchgang in die Länge. Einen „lucky punch“ erwischte dabei Clemens Aigner, der bei seinem Versuch auf 140 Meter (143,5 P.) zur zwischenzeitlichen Führung segelte. Knapp dahinter schaffte es Michael Hayböck mit 135 Metern (142,1 P.) – sein Rückstand auf den Landsmann betrug nur 1,4 Punkte. Anze Semenic belegte zu diesem Zeitpunkt mit 129 Metern (135,1 P.) den dritten Rang. Hinter dem Slowenen tummelten aber noch einige Anwärter auf das Podium, unter anderem Philipp Raimund auf Platz sechs.

Nach mehr als zwei Stunden ist Ringen der Glückliche

Wie der erste Durchgang sollte sich das Finale auch in die Länge ziehen. Nach insgesamt zwei Stunden und neun Minuten stand am Ende Sondre Ringen als Sieger fest. Der Norweger, der zur Hälfte noch auf Rang fünf lag, nutzte die Anlaufverkürzung – von anfangs 20 im Finale auf Gate 18 – und segelte auf 127 Meter. Mit den Zusatzpunkten und insgesamt 272,4 Zählern sicherte sich der Norweger den Erfolg. Clemens Aigner konnte seine Führung mit 115,5 Metern nicht verteidigen, landete aber auf Platz zwei (270,7 P.). Auch Michael Hayböck sprang nur 117,5 Meter, profitierte aber vom kürzeren Anlauf und sicherte sich einen Platz auf dem Podium als Dritter (267,6 P.).

Raimund auf Rang neun – Drei DSV-Adler verpassen das Finale

Mit dem Sieg hatte das deutsche Team indes nichts zu tun, auch weil die bestplatzierten DSV-Adler im Finale nicht zulegen konnten. Bester Deutscher nach zwei Sprüngen wurde am Ende Philipp Raimund als Neunter. Direkt dahinter landen David Siegel und Kilian Märkl auf den Plätzen zehn und elf. Felix Hoffmann erreichte als 29. zumindest das Finale. Dies blieb gleich drei DSV-Adlern verwehrt: Martin Hamann (33.), Justin Lisso (34.) und Moritz Baer (47.) verpassten allesamt den Finaldurchgang und waren danach zum Zuschauen verdammt.

ÖSV knüpft an den Vortag an

Wie am Montag waren auch am Dienstag die Österreicher stark in den Top 10 präsent. Neben dem Podium Aigner und Hayböck schafften auch Thomas Lackner (5.) und Stefan Rainer (8.) den Sprung unter die besten Zehn. Maximilian Ortner wird punktgleich mit Kilian Märkl Elfter. Markus Schiffner sammelt als 25. ein paar Zähler. Dieses Ziel verpasste Elias Medwed (36.) bereits vor dem Finale.

Feld rückt in der Gesamtwertung enger zusammen

In der Gesamtwertung hat sich in Abwesenheit der bisherigen Top 3 um den Führenden Ulrich Wohlgenannt etwas getan. Zwar liegt der Österreicher mit 360 Punkten noch an der Spitze. Direkt dahinter verbessert sich Tagessieger Sondre Ringen aus Norwegen auf den zweiten Platz (321 P.). Ebenso klettert Thomas Lackner aus Österreich auf den dritten Rang (297 P.). Bester Deutscher und aktuell größte Hoffnung für den nächsten Quotenplatz des DSV ist Philipp Raimund auf Rang vier (276 P.).

Offizielles Resultat

Gesamtwertung

Vierschanzentournee Weltcup Weltcup Herren

Zwei Medienvertreter und ein Betreuer aus dem Team Estland wurden positiv auf das Coronavirus getestet.

Vor Beginn der Tournee wurden alle Veranstaltungsteilnehmer mit PCR-Tests auf das Coronavirus getestet. Im Zuge dieser Tests sind die drei betroffenen Personen positiv getestet worden. Die Infizierten, sowie ihre Kontaktpersonen, wurden umgehend isoliert. Das weitere Vorgehen stimmen nun die Gesundheitsbehörden mit den betroffenen Personen ab.
Wir wünschen allen eine gute Besserung!

COC Herren Continental Cup

Beim Continentalcup am Montag im Schweizer Engelberg sichert sich Benjamin Östvold den Tagessieg. Der Norweger gewinnt vor seinem Landsmann Anders Haare und Stefan Rainer aus Österreich. Bester DSV-Adler wird am Ende Philipp Raimund auf Platz fünf.

Genau acht Tage nach dem letzten Wettkampf im Weltcup geht es auf der Gross-Titlis-Schanze in Engelberg weiter mit dem Continentalcup. 59 Athleten machten dabei im Kanton Obwalden ihren Meister aus. Der Norweger Benjamin Östvold sollte dabei im ersten Durchgang die beste Punktzahl in den Schnee zaubern. 132 Meter (130,8 P.) waren die Bestweite und auch die Führung. Der Österreicher Maximilian Ortner (129 m; 125 P.) sowie Östvolds Landmann Anders Haare (128,5 m; 123,3 P.) hatten vor dem Finale bereits einen kleinen Rückstand. Bester Deutscher mit 127,5 Metern (121,1 P.) war bis dato David Siegel auf Platz fünf. Auch die Team-Kollegen Philipp Raimund (7.) und Kilian Märkl (10.) lagen aussichtsreich auf eine gute Platzierung vor dem Finale. Geht es doch aktuell für die DSV-Jungs noch zusätzlich um einen Startplatz in der nationalen Gruppe bei der Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen.

Östvold behält im Finale die Nerven – Lackners Aufholjagd wird knapp nicht belohnt

Im Finaldurchgang kam dann in der Spitzengruppe nochmal Bewegung ins Klassement rein. So meldete vor allem der Norweger Anders Haare mit seinen 128 Metern (254,3 P.) Ambitionen auf den Tagessieg an. Doch sein Landsmann Benjamin Östvold sollte den Vorsprung mit 125 Metern (255,9 P.) gerade noch über die Ziellinie zum Tagessieg retten. Am Ende waren es doch nur 1,6 Punkte Unterschied, zugunsten von Östvold. Rang drei sicherte sich Rainer Stefan mit 122,5 Metern (237,9 P.), denn nur 0,5 Punkte dahinter lag Thomas Lackner (237,4 P.). Der 28-Jährige überzeugte im Finale mit 127 Metern und schob sich von Platz 13 noch auf Rang vier vor, jedoch knapp am Podest vorbei.

Alle DSV-Adler in den Punkten – Hoffmann mit Verbesserung

Hinter Lackner reiht sich der beste DSV-Adler ein. Philipp Raimund (125 m und 123 m; 236,4 P.) verbesserte sich im Finale von Platz sieben noch auf Rang fünf. Leicht verschlechtert hat sich im zweiten Durchgang Kilian Märkl, der aber zweitbester Deutscher auf Rang elf wird. Platz 13 geht an Justin Lisso. Felix Hoffmann gelang im Finale mit 129 Metern nochmal ein großer Satz – von Platz 29 auf 14. David Siegel verschenkte im Finale eine bessere Platzierung und fiel auf Rang 15 zurück. Martin Hamann verbesserte sich im zweiten Versuch leicht und wird 17. Für Moritz Baer bleibt am Ende nur Rang 27.

Fünf ÖSV-Springer in den Top 10

Mannschaftlich zufrieden wird vor allem das Team Österreich sein. Neben Stefan Rainer (3.) und Thomas Lackner (4.) schafften auch Clemens Aigner (7.), Maximilian Ortner (8.) und Markus Schiffner (9.) den Sprung in die Top 10. Michael Hayböck wird bei seinem Comeback im COC am Ende 19. Elias Medwed holt sich als 21. ebenfalls noch Punkte für die Gesamtwertung. Auch für die ÖSV-Adler geht es aktuell um einen Startplatz in ihrer nationalen Gruppe der Tournee, dann in Innsbruck und Bischofshofen im neuen Jahr.

Debakel für die Schweiz auf der Heimschanze

Einen Tag zum Vergessen erwischte indes die Schweiz. Keiner der insgesamt sieben gestarteten Schweizer schaffte den Sprung ins Finale. Andreas Schuler (36.), Lean Niederberger (45.), Sandro Hauswirth (48.), Remo Imhof und Lars Kindlimann (beide 51.), Yannick Wasser (53.) sowie Olan Lacroix (56.) verpassten den zweiten Durchgang teils deutlich.

Weiter geht es am morgigen Dienstag mit dem zweiten COC-Springen in Engelberg. Beginn ist um 11 Uhr.

Offizielles Resultat
COC-Gesamtstand

DSV Vierschanzentournee

Beim Vierschanzentournee-Auftaktgespräch des DSV zeigen sich Bundestrainer Stefan Horngacher und Karl Geiger zuversichtlich für die anstehenden Wettkämpfe. Vor allem der Gesamtweltcup-Führende ist heiß auf den Auftakt.

Einen Tag vor dem Auftakt der Vierschanzentournee in Oberstdorf lädt der Deutsche Skiverband (DSV) traditionell zum Medienauftakt ein. Bedingt durch die Corona-Pandemie fand das Gespräch aber online statt. Doch auch digital ist die Zuversicht in den Augen der Beteiligten für die anstehende 70. Vierschanzentournee zweifelsfrei zu erkennen. Karl Geiger, der aktuell die Gesamtwertung im Weltcup anführt, bringt dies treffend auf den Punkt: „Ich fühle mich der Sache gewachsen, ich bin bereit.“ Der Optimismus kommt nun mal nicht von ohne her, denn der 28-jähirge Oberstdorfer fährt mit zwei Tagessiegen im Gepäck zur Tournee. Einzig der Japaner Ryoyu Kobayashi kommt auf bis dato drei Erfolge in diesem Winter.

Positive Trainingseindrücke und besinnliche Weihnachten

Die Zeit nach dem Weltcup-Wochenende in Engelberg (SUI) haben Geiger und Co. mit Training verbracht. So gab es kurz vor Weihnachten noch eine Sprungtraining auf der Auftakt-Schanze in Oberstdorf. „Wir haben zwei gute Einheiten auf der Schanze gemacht“, berichtet Karl Geiger. Danach ging es für den 28-jährigen Familienvater in die kurze Weihnachtspause, die er mit seiner Frau und der kleinen Tochter gemütlich verbracht hat. Mit aufgeladenen Kraftbatterien soll nun die Herausforderung Vierschanzentournee angegangen werden, die seit 20 Jahren kein Deutscher mehr – seit Sven Hannawald (2001/2002) – gewonnen hat. Mehr Druck also durch die Zahl „20 Jahre“ oder vielleicht durch das gelbe Leibchen? Fehlanzeige bei Karl Geiger – er hat eine ganz andere Zeitrechnung. „Wir fangen morgen bei Null an. Wir haben nichts zu verteidigen. Es gibt hier was zu gewinnen“, gibt sich der Oberallgäuer kämpferisch. Geiger sieht die Mannschaft zudem gut aufgestellt: „Jeder Einzelne kann gute Ergebnisse machen.“

Top-Leistungen auch ohne Fans abliefern

Ein Satz, den auch Bundestrainer Stefan Horngacher über sein Aufgebot für die Tournee unterschreiben wird. Auch der 52-jährige Österreicher freut sich, dass es nun losgeht. „Auch wenn es natürlich sehr bedauerlich ist, wenn auch in diesem Jahr die Ränge pandemiebendingt leer bleiben. Umso mehr wollen wir jetzt absolute Top-Leistungen für die Fans zuhause zeigen und für unseren Sport werben. Wir starten mit guten Vorleistungen in diese Tournee, die Formkurve unserer Aktiven steigt und entsprechend positiv und motiviert sehen wir dem Event entgegen“, sagt Horngacher.

Bundestrainer gibt Einblick in die Aufstellung der nationalen Gruppe

Dass es bei der diesjährigen Vierschanzentournee nur bei einem Springen die nationale Gruppe geben wird, ist seit Weihnachten nun endgültig in Stein gemeißelt. Bleibt noch die Frage offen: Wer geht eigentlich in Garmisch-Partenkirchen für genau diese Gruppe an den Start? „In Engelberg findet heute und morgen ein COC statt, bei dem sieben Athleten von uns dabei sind. Sechs davon dürfen in Garmisch-Partenkirchen an den Start gehen“, erläutert der Coach. Für den DSV starten in Engelberg beim Continentalcup Justin Lisso (WSV Schmiedefeld), Kilian Märkl (SC Partenkirchen), Felix Hoffmann (SWV Goldlauter), Moritz Baer (SF Gmund-Dürnbach), Martin Hamann (SG Nickelhütte Aue), Philipp Raimund (SC Oberstdorf) und David Siegel (SV Baiersbronn). Aus diesem Starterpool muss somit noch ein Name für Garmisch-Partenkirchen gestrichen werden.

Den Zeitplan für die beiden Tournee-Springen in Deutschland gibt es in unserer Übersicht.