Weltmeisterschaften

Maren Lundby aus Norwegen setzt im Probedurchgang das erste Ausrufezeichen und gewinnt. Direkt dahinter lauern aber Nika Kriznar und Qualifikationssiegerin Marita Kramer.

Den Auftakt auf der Großschanze bei der Skiweltmeisterschaft in Oberstdorf machen die Damen. Und eine Springerin hat sich zum Start gleich ganz viel vorgenommen: Maren Lundby. Die 26-Jährige zeigte im Probedurchgang den weitesten Satz. 131 Meter und 84,6 Punkte machen die dreifache Gesamtweltcup-Siegerin nun zu einer der Favoritinnen auf den WM-Sieg. Doch die internationale Konkurrenz ist auf Schlagdistanz. Denn hinter ihr reihen sich Nika Kriznar aus Slowenien (129,5 m / 82,1 P.) und Marita Kramer aus Österreich (129 m / 79,3 P. ) auf den Rängen zwei und drei. Kramer erreichte ihre Weite aus Gate 22 – während alle anderen Athletinnen aus Stufe 24 sprangen.

Juliane Seyfarth beste Deutsche

Für die Springerinnen von Bundestrainer Andreas Bauer lief die Probe ordentlich, jedoch ohne den großen Ausreißer nach oben. Beste Deutsche war Juliane Seyfarth mit 117 Metern als 12. Direkt dahinter landete Anna Rupprecht (115,5 m) auf Platz 13. Luisa Görlich setzte bei 103,5 Metern zur Landung und damit auf Rang 20. Katharina Althaus – Vierte in der Qualifikation – ließ den Probedurchgang aus.

Die Entscheidung um die WM-Medaillen auf der Großschanze beginnt um 17:15 Uhr. Der Wettbewerb der Damen ist im Fernsehen sowohl im ZDF als auch bei Eurosport zu sehen.

Ergebnis: Probedurchgang

Norwegischer Skiverband Weltmeisterschaften

Der Überflieger der diesjährigen Saison, Halvor Egner Granerud, wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Damit ist die Weltmeisterschaft für den 24-Jährigen beendet.

Wie der norwegische Skiverband mitteilte, wurde das Testergebnis heute Vormittag bekannt. „Ich bin sehr traurig, fühle mich aber ganz in Ordnung und habe leichtere Symptome“, so Granerud. Noch am gestrigen Dienstagvormittag zeigte er sich in einer Pressekonferenz optimistisch für die nächsten Wettkämpfe, doch nun folgte die niederschmetternde Nachricht. Wie Graneruds Vater gegenüber NRK berichtete, zeigte gestern zunächst ein Schnelltest ein positives Ergebnis, das heute durch einen PCR-Test bestätigt wurde.

Damit ist die WM für den Top-Favoriten vorzeitig und ohne Einzelmedaille beendet. Nach einem positiven Schnelltest am Dienstagabend, musste dich das gesamte Team noch am gleichen Abend einem PCR-Test unterziehen – für Mittwoch wurde ein weiterer Schnelltest angeordnet. Das Ergebnis am Mittwochmorgen bestätigte eine Infektion bei Granerud. Die restlichen Teammitglieder erhielten ein negatives Ergebnis. Aktuellen Informationen zufolge sind die Teammitglieder damit im Training am Mittwochabend startberechtigt. Auch die norwegischen Damen erhielten grünes Licht für den Einzelwettbewerb.

Quelle: NRK, NSF, interne Informationen

Weltmeisterschaften

Auftakt zur Großschanzenwoche bei der Weltmeisterschaft in Oberstdorf: Nach den offiziellen Trainings sind in der Qualifikation die ersten Entscheidungen gefallen – Marita Kramer geht als Qualisiegerin in den morgigen Einzelwettkampf, für elf Skispringerinnen ist die WM beendet.

Zu Beginn taten sich die Athletinnen aus Anlaufluke 27 und bei leichtem Rückenwind schwer, auf Weite zu kommen. So dauerte es bis zur Startnummer 34, als der K-Punkt von Juniorenweltmeisterin Thea Minyan Bjoerseth zum ersten Mal übersprungen wurde. Ein großes Ausrufezeichen setzte jedoch vor allem Marita Kramer.

Die Österreicherin setzte sich mit einem Sprung auf 137,5 Meter (153,3 Punkte) bei verkürztem Anlauf eindrucksvoll gegen die Konkurrenz durch. Damit untermauert sie nach dem unglücklichen vierten Platz auf der Normalschanze nochmals ihre Ambitionen auf eine Einzelmedaille. Zweite wurde die frischgebackene Weltmeisterin Ema Klinec aus Slowenien (130 Meter / 148,8 P.), Sara Takanashi (Japan) landete auf Platz 3 (127 Meter / 146,2 P.).

Katharina Althaus mit starkem Sprung

Die Leistungen im Mixed-Team-Wettkampf scheinen Katharina Althaus beflügelt zu haben. Die Oberstdorferin konnte auch auf der Großschanze mit einer deutlichen Leistungssteigerung im Vergleich zu den vergangenen Wettkämpfen überzeugen und wurde nach einem Sprung auf 128 Meter (136,9 P.) starke Vierte. Die Weltcupführende Nika Kriznar folgt auf Rang 5, Maren Lundby wurde Sechste. Ebenfalls in die erweiterte Spitze konnten Bogataj, Bjoerseth, Hölzl und Brecl springen – alle Sloweninnen platzierten sich damit unter den ersten Zehn. Überraschend groß war der Abstand von Daniela Iraschko-Stolz und Silje Opseth, die nur die Plätze 14 und 15 belegten.

Zweitbeste Deutsche wurde Anna Rupprecht, die 120 Meter sprang und sich auf Platz 12 einreihte. Luisa Görlich wurde 19., Juliane Seyfarth musste sich mit Platz 21 zufriedengeben. Nicht im Wettkampf dabei sind drei der vier US-Amerikanerinnen, einzig Paige Jones gelang dies. Auch die zwei Schwedinnen konnten sich nicht qualifizieren.

Der morgige Einzelwettkampf – die erste WM-Entscheidung für die Damen auf der Großschanze – beginnt um 17.15 Uhr, zuvor steht um 16 Uhr ein Probedurchgang auf dem Programm.

Offizielles Ergebnis Qualifikation

Startliste Wettkampf

Weltmeisterschaften

Sara Takanashi aus Japan kann den Probedurchgang vor der heutigen Qualifikation für sich entscheiden (129 Meter; 69,6 Punkte). Hinter der Japanerin folgen Ema Klinec aus Slowenien (125,5 Meter; 64,4 P.) und Thea Minyan Bjoerseth aus Norwegen (125,5 Meter; 59,3 P.) auf den Rängen zwei und drei.

Auf dem vier Platz folgt Nika Kriznar aus Slowenien. Silje Opseth (Norwegen) und Marita Kramer (Österreich) teilen sich mit 57,2 Punkten und 121,5 Meter den fünften Rang. Die Top-8 werden von Jerneja Brecl (Slowenien) und Chiara Hölzl (Österreich) komplettiert.

WM-Premiere auf der Großschanze

Mit dem morgigen Springen auf der Großschanze begehen die Damen eine Premiere. Es ist das erste Mal, dass die Frauen bei der WM von einer Großschanze springen dürfen. Bisher standen bei Weltmeisterschaften für die Frauen nur Normalschanzen auf dem Programm.

Althaus lässte Probedurchgang aus

Aus dem deutschen Team nehmen die Mixed-Weltmeisterinnen vom Wochenende, Anna Rupprecht und Katharina Althaus, sowie Juliane Seyfarth und Luisa Görlich an der heutigen Qualifikation teil. Während Katharina Althaus den Probedurchgang vor der Qualifikation ausgelassen hat, sind Luisa Görlich, Anna Rupprecht und Juliane Seyfarth gesprungen.
Görlich wir nach einem Sprung auf 94 Meter 33. Auf dem 17. Platz reiht sich Anna Rupprecht ein (107,5 Meter). Die beste DSV-Springerin des Probedurchgangs ist Juliane Seyfarth auf dem zwölften Platz (119 Meter).

Offizielle Ergebnisliste des Probedurchgangs

Offizielle Startliste Qualifikation

Quelle: FIS

FIS Cup

Saisonfinale in der „dritten Skisprungliga“: Im thüringischen Oberhof gingen am Wochenende 69 Herren und 29 Damen bei den letzten FIS-Cup-Wettkämpfen an den Start. Jerneja Repinc Zupancic aus Slowenien konnte einen Doppelsieg feiern, Maximilian Ortner (Österreich) stellte einen neuen Schanzenrekord auf.

Trotz warmer Temperaturen in der vergangenen Woche präsentierte sich die Normalschanze im Kanzlersgrund in tadellosem Zustand. Alles war angerichtet für weite Sprünge – und so sollte es auch kommen.

Den Anfang machten die Skispringerinnen. Bereits im Probedurchgang machten die Sloweninnen, die fast ein Drittel des Teilnehmerfelds bildeten, auf sich aufmerksam. Und so gelang ihnen dann auch im ersten Wettkampf gleich ein Doppelsieg: Jerneja Repinc Zupancic sprang 93,5 und 94,5 Meter und gewann mit gerade einmal 0,2 Punkten Vorsprung vor ihrer Teamkollegin Nika Prevc. Die 15-Jährige erzielte im zweiten Durchgang mit 96 Meter die Bestweite des Tages und schaffte so noch den Sprung auf das Podest. Dritte wurde die Gesamtführende Katharina Ellmauer aus Österreich, Pauline Hessler wurde als Vierte beste Deutsche.

Am zweiten Tag wiederholte Repinc Zupancic ihren Erfolg: Nachdem im ersten Durchgang noch Vanessa Moharitsch (Österreich) in Führung gelegen hatte, konnte sie diese mit einem Finalsprung auf 94 Meter noch überholen. Pauline Hessler erreichte den dritten Platz. Für das deutsche Team waren zehn weitere Athletinnen dabei. Von ihnen präsentierte sich Selina Freitag mit einem fünften und sechsten Platz am stärksten, auch wenn die eigenen Erwartungen der weltcuperprobten Springerin andere sind.

Die Gesamtwertung des FIS Cup 2020/21 geht an Jerneja Repinc Zupancic, die zwar nur bei vier der acht Wettkämpfen anwesend war, mit ihrem Doppelsieg jedoch Katharina Ellmauer auf Platz 2 verwies. Dritte wurde die Slowenin Nika Vetrih.

Ergebnis Samstag | Ergebnis Sonntag | Gesamtwertung

Ortner und Mörth feiern Tagessiege

Nachdem zuletzt beim FIS Cup in Villach sage und schreibe neun Österreicher die ersten neun Plätze belegten, kam in Oberhof wieder etwas Abwechslung ins Tableau – das lag vor allem daran, dass sowohl Deutschland als auch Slowenien Springer ihres B-Teams in die Spur schickten. Der Platz ganz oben auf dem Podest war jedoch erneut fest in österreichischer Hand: Maximilian Ortner segelte am Samstag im ersten Durchgang unter dem Jubel der wenigen anwesenden Helfer auf 108,5 Meter.

Damit übertraf er den alten Schanzenrekord um 2,5 Meter und legte den Grundstein für einen souveränen Sieg. Philipp Raimund wurde Zweiter und sorgte für eins der besten Ergebnisse dieser Saison, Francisco Mörth (Österreich) belegte Rang 3.

Am Sonntag wackelte zwar nicht erneut der Schanzenrekord, dafür aber der nach dem ersten Durchgang in Führung liegende Jernej Presecnik: Der Slowene geriet bei der Ausfahrt ins Straucheln und kam zu Fall – quasi genau auf der Sturzlinie. Die Sprungrichter bewerteten die Situation uneinheitlich, gaben Noten von 10,5 bis 16. Presecnik fiel auf Platz 13 zurück. Somit war der Weg frei für Francisco Mörth, der sich bei leicht wechselhaften Windverhältnissen vor dem Vortagessieger Ortner und Mark Hafnar aus Slowenien durchsetzen konnte. Philipp Raimund wurde Vierter und verpasste einen weiteren Podestplatz um nur 0,8 Punkte. Mit David Siegel (6.), Luca Roth (8.) und Kilian Märkl (10.) sprangen weitere DSV-Adler unter die ersten Zehn.

Maximilian Ortner konnte sich zum Abschluss auch über die Gesamtsiegertrophäe freuen. Er gewann die Wettkampfserie vor Stefan Huber und Francisco Mörth.

Ergebnis Samstag | Ergebnis Sonntag | Gesamtwertung

Weltmeisterschaften

Einen Tag nach dem WM-Erfolg des deutschen Mixed-Teams geht es für die Damen bereits auf der Großschanze weiter. Den stärksten ersten Eindruck auf der HS-137-Schanze lieferten die Athletinnen aus Slowenien, Norwegen und Japan. Auch Katharina Althaus überzeugt im ersten Training.

Die Norwegerin Silje Opseth setzte sich im ersten Training noch gegen die Slowenin Brecl durch und musste sich im zweiten Training ihrer Teamkollegin Ema Klinec geschlagen geben. Auch die Japanerin Sara Takanashi mischte sich unter die vorderen Ränge – sie gewann den dritten Trainingsdurchgang vor der Österreicherin Daniela Iraschko-Stolz und Nika Kriznar aus Slowenien.

DSV mit Aufwärtstrend: Althaus beste Deutsche im Training

Einen Tag nach dem Weltmeister-Titel im Mixed-Team für Katharina Althaus, bestätigt sie ihren Positivtrend auch auf der Großschanze. Mit einem 4. und 7. Platz kann sie mit den Konkurrentinnen mithalten. Den letzten Durchgang ließ die Oberstdorferin aus. „Ich bin gut reingekommen und hab mich gleich gut gefühlt. Ich denke jetzt ist der Knoten geplatzt, ich fühle mich top“, so Althaus im Anschluss an das Training. Stärker als auf der Normalschanze zeigte sich auch Juliane Seyfarth, die im ersten Training Neunte wurde, danach allerdings wieder leichte Probleme hatte. Auch wenn sich Luisa Görlich, Carina Vogt und Anna Rupprecht im Training hauptsächlich nur im Mittelfeld einreihen konnte, so ist der Eindruck mannschaftlich zumindest positiver. Im letzten Trainingsdurchgang platzierte sich Anna Rupprecht auf Rang 15, direkt vor Görlich und Vogt.

In der Qualifikation am Dienstag werden im deutschen Team Katharina Althaus, Anna Rupprecht, Juliane Seyfarth und Luisa Görlich an den Start gehen (Zeitplan & Überblick Nordische Ski-WM Oberstdorf).

Slowenische Damen geschlossen stark

In allen Durchgängen am Montagabend präsentierten sich die Damen des slowenischem Teams am stärksten. Sie brachten in drei Durchgängen jeweils vier, im dritten sogar fünf, Athletinnen in die Top-10-Ränge. Neben Klinec überzeugten auch Jerneja Brecl, Ursa Bogotaj und Nika Kriznar. Im slowenischen Team sollten die Startplätze damit bereits vergeben sein, auch wenn Spela Rogelj keine große Lücke aufreißen ließ.

Marita Kramer lässt aus

Die Österreicherin lässt das erste Training der Damen auf der Großschanze aus. Wie der Österreichische Skiverband (ÖSV) bekannt gab, legt Kramer am Montag einen Ruhetag ein und widmet sich der Regeneration. Nachdem sie unglückliche Vierte von der Normalschanze im Einzelwettbewerb wurde, wird die 19-Jährige eine Medaille auf der Großschanze in Angriff nehmen wollen.

Auch die Norwegerin Maren Lundby ist zum ersten Training auf der Großschanze nicht an den Start gegangen. Ihre Mannschaftskollegin Silje Opseth ließ lediglich den letzten Trainingsdurchgang ausfallen.

Resultat Offizielles Training

Quelle: FIS, ÖSV, DSV