Eirin Maria Kvandal hat auch das zweite Einzelspringen der Damen in Willingen für sich entschieden. Damit triumphierte die Norwegerin zum dritten Mal in Folge an der Mühlenkopfschanze. Rang zwei ging an die Japanerin Nozomi Maruyama vor Nika Prevc, die nach einem schwächeren ersten Sprung eine starke Aufholjagd hinlegte. Selina Freitag verpasste als Vierte nur ganz knapp das Podium.
Nach dem ersten Durchgang hatte mit Anna Odine Ström noch eine andere Norwegerin die Nase vorne. Sie führte nach einem Sprung auf 136m das Feld an, vor der Japanerin Nozomi Maruyama und Selina Freitag. Zwischen den drei Athletinnen lagen jedoch nur drei Punkte, weshalb sich ein spannender Dreikampf für den zweiten Durchgang andeutete. Eirin Maria Kvandal, die sich am Vortag den Sieg holte, lag als Vierte bereits 10,6 Punkte zurück. Noch schwieriger sah die Ausgangslage für die Weltcupgesamtführende Nika Prevc aus, die sich nur auf dem achten Zwischenrang einreihte und mit 25,3 Punkten Rückstand nach ganz vorne eine Mammutaufgabe vor sich hatte. Diese löste die Slowenin allerdings mit Bravour. Mit der Tagesbestweite von 146m startete sie eine famose Aufholjagd, die sie noch bis auf das Podium bringen sollte.
Eirin Maria Kvandal erwischte mit 138,5m im Anschluss ebenfalls einen exzellenten Versuch und verteidigte durch das Punktepolster aus Durchgang eins die Führung gegenüber Prevc. Bis zum Schluss sollte es keiner Dame mehr gelingen, an der Norwegerin vorbeizuziehen, die damit den Doppelsieg an diesem Willingen-Wochenende perfekt machte. Am dichtesten heran kam noch die Japanerin Nozomi Maruyama, die mit dem zweiten Rang erneut auf das Podium sprang.
Die wechselnden Bedingungen an der Mühlenkopfschanze wirbelten in beiden Durchgängen die Reihenfolge etwas durcheinander. Im zweiten Durchgang erwischte es u.a. Anna Odine Ström, aber auch Selina Freitag. Während sich die Deutsche immerhin noch auf Rang vier einreihen konnte, büßte Ström noch mehr ein und kam trotz ihrer Führung am Ende nicht über den siebten Platz hinaus. Agnes Reisch (5.) und Nika Vodan (6.) zogen ebenfalls noch an der Norwegerin vorbei. Ringo Miyajima, Josie Johnson (9.) und Sara Takanashi (10.) vervollständigten die Top-10. Gerade die US-Amerikanerin Johnson strahlte über das gesamte Gesicht und hat mit Willingen für sich eine neue Lieblingsschanze entdeckt, wie sie in der Mixed-Zone verriet.
Hinweis: Dieser Artikel wird nach dem Herren-Wettbewerb noch mit weiteren Hintergrundinformationen und Stimmen ergänzt.

