Svenja Würth wechselt ins Nationalteam der nordischen Kombiniererinnen

Foto: Konstanze Schneider

Die letzte Instanz der Männerdomäne im Wintersport wird aufgebrochen. Es war die letzte Sportart, die auf Weltniveau den Herren vorbehalten gewesen ist. Am Freitag kam es beim DSV zum Umbruch und es wird sich auf die Aufstellung eines Frauenteams im Bereich der nordischen Kombination fokussiert.

Svenja Würth möchte sich in diesem Bereich ein zweites Standbein aufbauen und wird sich in Zukunft mehr auf die nordische Kombination fokussieren. Die 26-Jährige machte bisher im Skispringen eine gute Figur, wie zum Beispiel beim Mixed Wettkampf im finnischen Lahti 2017.

Nach zwei schweren Stürzen 2014 und 2017, gelang es ihr sich jedes Mal sich wieder auf Weltcupniveau heranzukämpfen.

Bereits von Kindesbeinen an, wurde die junge Baiersbronnerin zweigleisig ausgebildet und war über viele Jahre in der Loipe und auf der Schanze gleichermaßen Zuhause. Ihr war die Zweigleisigkeit von Anfang an sehr wichtig. Das Ziel der nordischen Kombination war schon sehr früh in ihr verankert. Das Trainingspensum, um in beiden Sportarten auf Weltcup Niveau zu agieren war zu hoch.

Karriere machte Svenja Würth ausschließlich im Bereich Skisprung. Ein großes Hindernis war das Training beider Sportarten unter einen Hut zu bekommen. Ein großes Problem war es zunächst die Zuständigkeit innerhalb des Deutschen Skiverbandes zu finden. Die Suche nachdem richtigen Trainer gestaltete sich gerade in der Anfangsphase sehr holprig, da man auf diesem Gebiet Neuland, auch in Reihen des DSV, betreten würde.
In der neuformierten sechsköpfigen Nationalmannschaft wird fortan das Training optimiert, um von Anfang an mit der Weltspitze mithalten zu können. 

Auch wenn ihr Weg in Zukunft in der nordischen Kombination liegen wird, möchte Sie die Kontakte ins Spezial-Springerinnen-Lager nicht schleifen lassen und sich hin und wieder mit ihren ehemaligen Teammitgliedern messen, zum Beispiel im Rahmen einer deutschen Meisterschaft! 

Große Unterstützung bei ihrem Vorhaben erhält die junge Athletin von der Bundespolizeisportschule. Dort kann Sie die Trainingsanlagen uneingeschränkt nutzen und erhält volle Unterstützung von ihren Trainern. So langsam findet die Normalität trotz der Corona Pandemie wieder Einzug in ihren Trainingsplan. 

Mit der neuen Saison warten neue Herausforderungen auf die ehemalige Spezialspringerin.

Quelle: Schwarzwaelder Bote

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