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Paukenschlag im Damen-Skispringen: Olympiasiegerin Maren Lundby fehlt im kommenden Winter

Maren Lundby, Foto: Konstanze Schneider
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Der olympische Winter wird ohne einem ganz großen Star der Skisprungszene auskommen müssen. Die Olympiasiegerin aus dem Jahr 2018, Maren Lundby, wird die komplette Saison 2021/22 fehlen. Die 27-Jährige begründete ihren Entschluss mit körperlichen Problemen.

Bei all der Ästhetik und Grazilität, die das Skispringen auszeichnet, vergisst man schnell, welche Opfer die Sportler das ganze Jahr über bringen müssen. Es gibt wohl kaum eine Sportart, in der kleinere körperliche und technische Probleme solchen Schaden anrichten können. Um Leistung bringen zu können muss schlichtweg jedes Detail stimmen. Ist dies nicht der Fall, sind schlechte Resultate absehbar und gefährliche Situationen nicht auszuschließen.

Lundby verkündet Saison-Aus: „Körper hat sich auf natürliche Weise verändert“

Maren Lundby hat nun den Stecker gezogen und wird in der kommenden Weltcup-Saison nicht antreten. Im Interview mit dem norwegischen Sender NRK sprach sie auch über die Gründe ihres Entschlusses.

„Im Skispringen wird dir vieles abverlangt. Und eine dieser Sachen ist das Gewicht, auf das es zu achten gilt. Mein Körper hat sich in letzter Zeit auf natürliche Weise verändert. Aus diesem Grund möchte ich nicht alles opfern, nur um in Peking auf Top-Niveau zu sein“, erläuterte sie. Leicht gefallen ist ihr die Entscheidung jedoch nicht, zumal sie immerhin als Titelverteidigerin zu den Spielen gefahren wäre und den Damen-Skisprungzirkus in den letzten Jahren weitgehend dominiert hat.

Die 30-malige Siegerin eines Weltcups hat sich ihren Entschluss aber gut überlegt und scheint ein Stück weit erleichtert darüber zu sein, dass in Hinblick auf den kommenden Winter Klarheit besteht. „Ich habe eine tolle Zeit und bin sehr glücklich. Gesundheitlich geht es mir gut, vielleicht so gut wie noch nie. Nur ist mein Körper ist derzeit nicht fürs Skispringen geeignet. Es muss erlaubt sein, das zu sagen und ich hoffe, die Menschen da draußen erkennen an, dass ich so offen darüber rede“, stellte sie klar.

Kritik von Langläufer Iversen: „Unprofessionell“

Maren Lundby hatte schon im Vorjahr keine leichte Vorbereitung und konnte aufgrund einer Patellasehnenreizung nur eingeschränkt trainieren. Dadurch reichte es im Gesamtweltcup nach drei ersten Plätzen auch nur zu Rang acht. Ähnlich wie Stefan Kraft bei den Herren zeigte sich Lundby jedoch bei der WM in Oberstdorf in Topform und sicherte sich Gold von der Großschanze.

Im Anschluss musste sie aufgrund eines grippalen Infekts die Saison beenden und erklärte zudem, nicht am Sommer-Grand-Prix teilnehmen zu wollen. Ein Vorhaben, dass einige norwegischen Experten kritisch beäugten und als nicht gerade ideale Vorbereitung auf den Olympia-Winter wahrnahmen. Stattdessen sah man die erfolgreichste Springerin der letzten Jahre in der norwegischen Tanz-Show „Skal vi danse“. Während der Langläufer Emil Iversen das Verhalten von Lundby als „unprofessionell“ abstempelte, wehrt sich die Springerin gegen die Vorwürfe.

„Ich bin sicher, dass es genau das Gegenteil ist, sonst würde ich nicht hier sitzen. Ich war immer schon sehr professionell in allem und werde es auch weiterhin bleiben,“ versprach sie.

Ein vorzeitiges Karriereende sei schließlich keine Option. „Ich möchte weiterhin Ski springen. Es ist nur eine Frage der Zeit“, erklärte sie. Vielleicht ist die Zeit der Norwegerin bereits im Winter 2022723 wieder gekommen. Mit der Nordischen Ski-WM in Planica wartet dann schon das nächste ganz große Highlight.

Quelle: NRK

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