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Maren Lundby holt erste Goldmedaille auf der Großschanze

Foto: Tadeusz Mieczyński / Skijumping.pl
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Wieder einmal wurde Geschichte geschrieben: Maren Lundby krönt sich souverän zur Siegerin des ersten WM-Großschanzenwettbewerb der Damen. Sara Takanashi und Nika Kriznar sichern sich die weiteren Medaillen.

Dabei ging es in höchstem Maße spannend zu: Mit Maren Lundby, Nika Kriznar, Marita Kramer, Sara Takanashi und Silje Opseth lagen nach dem ersten Durchgang fünf Springerinnen in aussichtsreicher Position.

Im Finaldurchgang setzte dann zunächst Ema Klinec, die Weltmeisterin auf der Normalschanze, ein großes Ausrufezeichen: Bei nachlassendem Rückenwind sprang sie 139,5 Meter weit und damit 2,5 Meter über Hillsize. Die Jury musste reagieren – es gab zwei Gates weniger Anlauf für die letzten Fünf. Doch davon ließ sich Silje Opseth nicht beeindrucken: Auch sie zog ihren Sprung weit entlang des Aufsprungs der Schattenbergschanze hinunter und landete erst bei 138 Metern. Damit wäre sie mit großem Abstand in Führung gegangen und hätte wohl auch eine Medaille geholt – wäre sie nicht bei der Ausfahrt nach rechts weggekippt, wodurch sie wertvolle Punkte einbüßte.

Kramer wird erneut Vierte

Somit war der Weg frei, bei erneut verkürztem Anlauf, für die noch verbliebenen Athletinnen. Marita Kramer jedoch erwischte heute nicht ihren besten Tag. Mit 126,5 und 127,5 Metern belegte sie am Ende Rang 4 – und verpasste damit die Medaillenränge wie schon auf der Normalschanze denkbar knapp. Anders Nika Kriznar: Die Slowenin, die sich in den vergangenen Tagen noch etwas schwertat, überzeugte mit Sprüngen auf 126 und 129 Meter und sicherte sich die Bronzemedaille.

Sara Takanashi muss weiter auf ihren ersten WM-Titel warten. Mit einem Sprung auf 134 Meter im zweiten Durchgang konnte sie sich jedoch noch von Platz 4 auf Platz 2 nach vorne arbeiten und sich über Silber freuen. Maren Lundby hingegen war heute einfach nicht zu schlagen: Mit dem jeweils besten Sprung in beiden Durchgängen sprang sie souverän zum ersten Großschanzen-Titel der Geschichte – und das, obwohl ihre Saison bislang nicht überragend verlief.

Juliane Seyfarth beste Deutsche

„Es war ein besonderer Tag“, so Lundby im ZDF angesichts des positiven Coronatests von Halvor Egner Granerud: „Wir konnten nicht unsere normale Vorbereitung machen, sondern waren mit Coronatests beschäftigt. Ich bin sehr glücklich, dass ich mitspringen konnte. Im Moment kann ich es noch gar nicht realisieren, dass ich einen historischen Sieg geholt habe, das kommt bestimmt erst später.“

Aus deutscher Sicht gab es ein durchaus überzeugendes Mannschaftsergebnis. Juliane Seyfarth wurde auf Platz 10 beste DSV-Springerin: „Es war mein bester Wettkampf in diesem Winter. Ich muss noch etwas an der Pünktlichkeit arbeiten, dann geht es auch noch weiter“, so ihre Einschätzung nach dem Wettbewerb. Katharina Althaus, die Zwölfte wurde, war mit ihren Sprüngen unzufrieden: „Ich konnte heute leider keine guten Sprünge zeigen, ich war zweimal zu spät. Ich glaube aber trotzdem, dass das ein ganz wichtiger Wettkampf für das Damenskispringen war und ein sehr spannender.“

Natürlich hatte sie mit dem vierten Platz in der Qualifikation gestern die Erwartungen hoch geschraubt, angesichts des Saisonverlaufs waren diese aber vielleicht auch etwas zu hoch. Bundestrainer Andreas Bauer: „Katharina Althaus hat sich natürlich nach der gestrigen Qualifikation mehr erwartet. Wir haben aber heute das Timing nicht in den Griff bekommen.“ Als Gesamtfazit befand er, dass „zweimal Platz 10 für unser Team eigentlich zu wenig ist – wir müssen die Saison jetzt analysieren und für das nächste Jahr daran arbeiten“. Anna Rupprecht und Luisa Görlich zeigten einen guten Wettkampf und landeten auf dem 15. bzw. 19. Platz.

Offizielle Ergebnisliste

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