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Huber siegt in Bischofshofen – Kobayashi gewinnt die Vierschanzentournee

Daniel Huber (AUT); Vierschanzentournee - Bischofshofen 06.01.22; Foto: Konstanze Schneider
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Daniel Huber holt sich beim Finale der Vierschanzentournee in Bischofshofen seinen ersten Weltcupsieg (286,8 P.). Halvor Egner Granerud (282,4 P.) aus Norwegen wird Zweiter des Tages und Dritter der Vierschanzentourneewertung. Karl Geiger komplettiert das Podest des Tages mit einem dritten Platz (281,9 P.).

Ryoyu Kobayashi ist der Sieger der 70. Vierschanzentournee! Der Japaner, der bereits vor dem heutigen Tag eine komfortable Führung in der Tourneewertung hatte, konnte diese Führung verteidigen, auch weil seine erster Verfolger Lindvik im ersten Sprung des Tages schwächelte. Im Interview fasste er seine Freude kurz und knapp zusammen: „Total glücklich.“ Am glücklichste ist er darüber, dass er konsequent stabile Sprünge zeigen konnte. Nachdem er die ersten drei Wettkämpfe der Tournee gewinnen konnte, folgte heute der fünfte Platz hinter Huber, Granerud, Geiger und Sato. Somit hat er es verpasst, als erster Springer überhaupt zwei Mal den Grand Slam bei der Tournee zu gewinnen.
Mindestens genau so stark, wie sich Kobayashi über seinen zweiten Tourneesieg (erster in der Saison 2018/19) gefreut hat, dürfte sich Daniel Huber über seinen ersten Weltcupsieg überhaupt gefreut haben. Nach dem ersten Durchgang lag der Österreicher noch auf dem zweiten Platz, doch mit einem zweiten Sprung auf 137 Meter konnte er sich noch an Karl Geiger vorbei schieben, der nach dem ersten Durchgang in Führung lag. Geiger konnte sich nach dem ersten Durchgang zwischenzeitlich auf den dritten Platz der Tourneewertung schieben, wurde jedoch im Finale von Halvor Egner Granerud wieder überholt und beedente die Tournee als Vierter. Als dritter des Tages zog Geiger ein positives Fazit: „Ich bin sehr zufrieden mit dem heutigen Tag. Der erste Durchgang war eine richtige Rakete und der hat so viel Spaß gemacht. Im zweiten habe ich es nicht ganz so erschwischt, aber Podium und nach den letzten Tagen bin ich echt mega happy.“ Zu seinem Ausgang der Tournee sagte er: „Gemischte Gefühle. Lassen wir mal so stehen.“

Eisenbichler verpasst Podest der Tournee

Eisenbichler lag nach dem ersten Durchgang auf Rang sieben, mit der Chance noch das Podest der Tournee zu erreichen, doch im zweiten Durchgang war sein Sprung zu spät und dementsprechend sauer war er. Im Auslaufbereich der Schanze schrie er in Richtung Kamera: „SPÄT!“ Auch im späteren Interview zeigte er sich „not so amused“: „Im zweiten war ich extrem spät, das nervt mich grade richtig. Aber ich bin trotzdem noch in den Top-10 und das ist okay. Aber joar da brauche ich schon Mal ein Bier damit ich das vergesse.“
Constantin Schmid beendet das Springen am heutigen Tag auf dem 17. Platz. „Ich bin zufrieden, ich habe zwei gleichwertige Sprünge gemacht, bin in den zweiten Durchgang gekommen, ich mache wieder Punkte und deswegen kann ich für heute zufrieden sein“, berichtet er im anschließenden Interview. Auch Stephan Leyhe (25.), der seine erste Tournee nach dem Kreuzbandriss gesprungen ist, zeigte sich gut gelaunt: „Die Tournee insgesamt war sehr gut für micht, grade die beiden deutschen Stationen mit zwei Mal Top-10. Jetzt in Bischogshofen war es leider nicht ganz so gut, wie ich es mir erhofft hatte, weil ich die Schnaze eigentlich mag. Zwei Mal Mitte 20 ist okay, aber eigentlich kann ich es besser.“
Als „ziemlich schlecht“ bezeichnete Pius Paschke, der heute 23. wurde, seine Tournee: „Habe leider nicht das umsetzten können, was ich mir vorgenommen hatte. Eigentlich auf jeder Schanze habe ich mir vom ersten Sprung her schwer getan.“

Freund und Wellinger beenden die Tournee nach dem ersten Durchgang des Tages

Severin Freund verlor sein Duell gegen Halvor Egner Granerud aus Norwegen und verpasste den Finaldurchgang. Als Erklärung für seinen schlechten Sprung auf 121,5 Meter gab er an, mit seinem Schuh oben am Balken hängen geblieben zu sein: „Ich bin oben am Balken mit dem Schuh hängen geblieben. Das war einfach sau dämlich. Weil man weiß es eigentlich auf der Schanze, dass das passieren kann und geht deswegen auch nicht zu weit zurück mit dem Schuh. Aber ich hätte auch nicht gedacht, dass ich das gemacht habe, aber dann beim losfahren halt ein Mal der Ruckler. Der Anlauf ist eigentlich lang genug, dass man sich neu einrichtet, aber das ist mit 0,0 gelungen und dann zum Tisch zu nah hin und viel zu spät.“ Aber nicht nur Freund war mit seinem Abschluss der Tournee nicht zufrieden. Auch Andreas Wellinger war enttäuscht, nachdem er sein Duell gegen Stefan Kraft um 0,2 Punkte verloren hatte. Beide erreichten eine Weite von 124 Meter und am Ende machten die leicht besseren Haltungsnoten des Österreichers den Unterschied. Im Interview zeigte er sich gefrustet: „Es ist extrem knapp gewesen. Das ist sau bitter.“ Grade die Haltungsnoten, in denen Kraft 0,5 Punkte mehr als er bekommen hat und die schlussendlich den Unterschied zwischen Ausscheiden und Weiterkommen gemacht haben, versteht er nicht: „Warum der Kraft mit dem Blinker oben am Eck noch besser kriegt verstehe ich nicht, aber trotzdem hätte Meter gefehlt und das ist die Challenge zu akzeptieren, analysieren und weitermachen.“

Österreicher beenden Tournee mit einem guten Tagesergebnis

Nicht nur Daniel Huber kann mit dem heutigen Tag glücklich sein, auch die Mannschaft ansich hat heute einen guten Tag gehabt. Neben Huber ist auch noch Jan Hörl als siebter in den Top-10 vertreten. Darüber hinaus wird Hörl als Achter der beste ÖSV-Adler in der Tourneewertung. Philipp Aschenwlad folgt als elfter. Clemens Aigner, Daniel Tschofenig und Manuell Fettner (der bei der Landung stüzt, sich jedoch zum Glück nicht verletzt) bilden auf den Plätzen 18-20 ein österreichisches Dreierpack. Dicht dahinter folgen Michale Hayböck als 22. und Stefan Kraft als 24., der sich mit 129 Metern im zweiten Durchgang noch sieben Plätze nach vorne arbeiten konnte. Ulrich Wohlgenannt lag zwar rein punkttechnisch nach dem ersten Durchgang vor seinen Landsmännern Hayböck und Kraft, doch da er sein Duell verloren hatte und Kraft und Hayböck ihre gewinnen konnten, schied Wohgennat aus, während Hayböck und Kraft im Finale springen durften. Neben Wohgenannt verpasst auch Thomas Lackner (42.) den zweiten Durchgang.

Zwei Norweger auf dem Tourneepodest

Die Norweger beendeten die Tournee mit zwei Springern auf dem Podest der Tournee. Marius Lindvik wurde Zweiter, Halvor Egner Granerud folgt als Dritter. Komplettiert wird diese starke Mannschaftsergebnis von Robert Johansson, der Sechter der Tourneewertung wird. Mit diesem Ergebnis dürfte das Team mehr als zurieden sein! Aber nicht nur bei der Tournee wurde Johansson Sechster, auch am heutigen Tag durfte er sich über diesen Platz freuen. Marius Lindvik lag nach dem ersten Durchgang auf dem 23. Platz, doch sein Sprung auf 139 Meter brachte ihn noch auf zehn nach vorne. Hinter den drei Top Springern sieht es jedoch schlecht aus . Daniel-André Tande, Fredrik Villumstad, Joacim Bjoereng und Johann Andre Forfang verpassen alle den Sprung in den Finaldurchgang.

Lovro Kos bester Slowene

Lovro Kos, der nach den ersten beiden Stationen der Tournee noch auf dem dritten Platz der Tourneewertung lag, dann jedoch von einem Sturz am gestrigen Tag ausgebremst wurde, zeigte sich heute jedoch wieder in einer starken Form und konnte die Tagesbestweite von 144 Metern im zweiten Durchgang springen und wurde so neunter im Endklassement. Die Tournee beendet er auf dem siebten Platz und hängte damit seine Landsmänner deutlich ab. Zweitbester Slowene der Tournee wurde Anze Lanisek als 16.

Polen beendet eine Tournee zum Vergessen

So schlecht, wie bei dieser Tournee, war das Team aus Polen schon lange nicht mehr. Am heutigen Tage erreichten lediglich zwei Springer den Finaldurchgang in Bischofshofen, nachdem Andrezej Stekala als 39. bereits nach dem ersten Durchgang den Wettbewerb beenden musste, durften Kubacki und Zyla noch ein Mal im zweiten Durchgang ran. Kubacki (27.) zeigte jedoch im zweiten Durchgang keinen guten Sprung und musste bereits bei 123 Metern landen. Piotr Zyla konnte es noch etwas besser machen und landete immerhin auf einem respektablen 13. Platz. Mit Ergebnissen während der gesamten Tournee sind die Polen weit hinter ihren Erwartungen zurück geblieben. Bester Pole der Tourneewertung wird Piotry Zyla als 15.

Im Gesamtweltcup führt weiterhi Ryoyu Kobayashi vor Karl Geiger und Halvor Egner Granerud.

Offizielle Ergebnisliste

Quelle: FIS, DSV, ARD

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