Weltcup Damen

DSV Weltcup Damen Weltcup Herren

Nachdem die Trainerklausuren des Deutschen Skiverbandes (DSV) in den vergangenen zwei Wochen beendet und alle Kader besprochen wurden, gab der Verband am Mittwoch alle Änderungen für die Damen- und Herren-Mannschaften entsprechend bekannt. Die Lehrgangsgruppe 1a umfasst für die Saison 2026/2027 insgesamt neun Springerinnen bei den Damen sowie sechs Springer im Herren-Team.

Bei den Damen vereint die Gruppe sowohl etablierte Athletinnen mit Selina Freitag, Juliane Seyfarth, Agnes Reisch und Luisa Görlich, als auch junge Springerinnen. Alvine Holz und vor allem Emely Torazza waren in den vergangenen zwei Jahren bereits mehrmals im Weltcup eingesetzt. Luisa Görlich möchte nach ihrem zweiten Kreuzbandriss in Folge wieder im Weltcupgeschehen eingreifen. „Neu“ hinzu kommen nun Anne Häckel, Julina Kreibich und Anna-Fay Scharfenberg, die sich in den vergangenen zwei Jahren stark über den Inter-Continental Cup weiterentwickelt haben.

Die Mannschaft der Herren bleibt im Grunde mit Philipp Raimund, Felix Hoffmann, Andreas Wellinger, Karl Geiger und Pius Paschke bestehen. Zum Team des neuen Bundestrainers Andreas Mitter kommt lediglich Luca Roth, der nach mehreren Jahren im Continental Cup nun noch eine Ebene nach oben rutscht. Vergangene Saison bekam er einige Weltcup-Einsätze als Ersatz für Wellinger oder Geiger und erzielte dort für ihn solide Ergebnisse – nun soll er sich im Weltcup-Team stabilisieren.

Eine spannende Veränderung gibt es vor allem im B-Kader der Herren zu vermelden, welches Zuwachs aus einem Nachbarland erhalten hat. Nicht nur den Verein, sondern auch die Nation hat Timon Pascal Kahofer gewechselt, der ab sofort für den Skiclub Oberstdorf starten wird. Der gebürtige Österreicher dürfte sich im deutschen Team bessere Chancen für einen möglichen Aufstieg nach ganz oben erhoffen als unter der starken und extrem großen Konkurrenz in der Alpenrepublik.

<Die gesamte Kaderliste im Überblick>

DSV Weltcup Weltcup Damen

Katharina Schmid hat in Planica ihre eindrucksvolle Karriere beendet und möchte, wie sie gegenüber dem ZDF bestätigte, künftig dem Skispringen weiter treu bleiben, mit dem Ziel, Nachwuchstrainerin in Oberstdorf zu werden. Andreas Bauer, der von 2011 bis 2021 Bundestrainer des Damenteams war, hält dies für eine tolle Entscheidung und schildert uns im Interview, was Schmid als Athletin über die Jahre ausgezeichnet hat und ihr in dieser neuen Rolle zugutekommen würde.

Skispringen-News.de: „Andreas Bauer, Katharina Schmid hat ihr Karriereende bekannt gegeben. Sie haben eine lange Wegstrecke mit ihr gemeinsam bestritten. Was hat sie als Athletin über all die Jahre ausgezeichnet, und welche besonderen Erinnerungen gibt es aus dieser Zeit?“

Andreas Bauer: „Ja, es sind besondere Erinnerungen. Sie hat ausgezeichnet, dass sie schon sehr früh eine sehr komplette und gute Skispringerin war. Mit 15 Jahren war sie schon bei mir im Weltcup dabei. Wir mussten sie mitnehmen, weil sie einfach gut war. Sie ist vorher Ski-Alpin gefahren und hat dadurch natürlich unheimlich gute Grundlagen gehabt. Ihren beiden Brüdern, die auch Skispringer waren, hat sie immer nachgeeifert. Und dann war sie mit 15 Jahren schon so gut, dass sie eigentlich ins Weltcup Team gehörte.

Mit diesem Alter durch die ganze Welt zu reisen, war natürlich eine große Herausforderung. Ich weiß noch ganz gut, wie sie das erste Mal im Sommer-Grand-Prix in Nizny Tagil auf dem Podest stand. Und sie musste dann zur Pressekonferenz, die auf Englisch war. Das war für sie dann so die erste große Challenge damals (schmunzelt). Und ich sage immer: gerade junge Sportler können sich über den Sport extrem gut als Persönlichkeit entwickeln. Genau das hat sie getan. Inzwischen ist sie zudem siebenfache Weltmeisterin und hat zweimal Silber bei Olympia gewonnen.

Jetzt möchte sie einfach diesen Schritt ins Familienleben machen, dieses genießen und das steht ihr auch zu. Sie ist ja seit drei Jahren schon verheiratet.“

Skispringen-News.de: „Familienleben einerseits, aber sie hat ja auch einen Trainerschein gemacht mit der Absicht, künftig ins Trainergeschäft für den Nachwuchs einzusteigen. Wie wichtig wäre es gerade für die jungen Damen, mit Katha Schmid ein solches Zugpferd in einer entsprechenden Position zu haben?“

Andreas Bauer: „Also, das soll jetzt nicht abwertend klingen, aber ich glaube, die Katha kann hervorragend mit Kindern umgehen. Sie hat auch damals während der Fachoberschule schon ihr Praktikum im Kindergarten gemacht. Also wie gesagt, sie kann hervorragend mit Kindern umgehen und ich glaube, sie wäre daher auch eine extrem gute Jugendtrainerin. So die Talentsichtung, die Talente gewinnen und diese für das Skispringen begeistern – ich glaube darin wäre sie extrem gut und das würde ihr auch Spaß machen.“

Skispringen-News.de: „Vielen Dank für die Einschätzung. Wir sind dann gespannt, ob Katharina Schmid schon in der nächsten Saison diese neue Funktion ausübt, oder ob sie sich erst einmal noch vorübergehend eine Auszeit nimmt.“

Skifliegen Weltcup Damen

Historischer Moment im Damenskispringen: Beim ersten Skiflug-Wettkampf überhaupt in Planica krönt sich Nika Prevc zur ersten Siegerin der Geschichte. Mit Flügen auf starke 228,5 und 221 Meter sowie insgesamt 405,0 Punkten feiert die Slowenin einen souveränen Erfolg. Auf Rang zwei folgt Erin Maria Kvandal, die vor allem im zweiten Durchgang mit 223,5 Metern glänzt und am Ende 388,1 Punkte erreicht. Platz drei geht hauchdünn an Nozomi Maruyama mit 361,7 Punkten, die sich knapp vor Anna Odine Strøm auf Rang vier mit 361,2 Punkten behauptet.

Den fünften Platz sichert sich Heidi Dyhre Traaserud mit 337,4 Punkten vor Yuki Ito, die mit 326,0 Punkten Sechste wird. Dahinter folgen Abigail Strate auf Platz 7 und 313,6 Punkten, dahinter Agnes Reisch auf den 8. Platz mit 312,9 Punkten, die nur wenige Zähler trennen.

Rang neun geht an Nika Vodan 306,6 Punkte, während Selina Freitag mit 302,1 Punkten den zehnten Platz belegt. Auf Rang elf landet Sara Takanashi, die sich im zweiten Durchgang mit 192,5 Metern noch deutlich steigert und auf 282,5 Punkte kommt. Die Plätze zwölf und dreizehn gehen an Julian Mühlbacher mit 272,1 Punkten und Katharina Schmid, in ihrem letzten Wettkampf, mit 261,2 Punkten.

Für einen besonders emotionalen Moment sorgt Schmid: In ihrem letzten Karrieresprung segelt sie auf 176 Meter und verabschiedet sich damit von der großen Bühne, im Auslauf empfangen von Familie, Freunden und Wegbegleitern wird sie gebührend verabschiedet.

Die historische Premiere in Planica zeigt eindrucksvoll das Potenzial des Damenskifliegens – mit großen Weiten, engen Abständen und einer dominanten Siegerin.

Skifliegen Weltcup Weltcup Damen Weltcup Herren

Vier Wettkämpfe standen in Vikersund auf dem Plan, von denen aufgrund starken Winds am Sonntag jedoch nur drei stattfinden konnten. Gleich zweimal hieß die Siegerin bei den Damen Eirin Maria Kvandal. Bei den Herren sicherte sich Stephan Embacher seinen ersten Weltcupsieg.

Vor heimischer Kulisse flog die Norwegerin Eirin Maria Kvandal am Samstag mit Weiten von 218,0 und 223,0 Metern zum Sieg. Auf dem zweiten Platz landete die Schwedin Frida Westman, die zweimal auf 225,0 Meter kam und nach über 3 Jahren endlich wieder auf dem Podest stand. Der dritte Platz ging an Nika Prevc, die nach 224,0 Metern im ersten Durchgang noch in Führung lag. Mit 204,0 Metern im zweiten Flug rutschte sie jedoch noch zurück.

Auf dem vierten Platz landete mit Nika Vodan eine weitere Slowenin, die mit 222,5 Metern außerdem eine neue persönliche Bestweite erzielte. Neben Kvandal landeten außerdem gleich vier weitere Norwegerinnen unter den besten Zehn. Anna Odine Stroem, die im zweiten Durchgang mit 235,5 Metern nur einen halben Meter under dem Weltrekord der Damen landete, wurde Fünfte. Hinter ihr landete ihre Landsfrau Silje Opseth auf Platz Sechs, gefolgt von Gyda Westvold Hansen (7.) und Ingvild Synnoeve Midtskogen (8.). Neunte wurde die Finnin Jenny Rautionaho vor der Japanerin Yuki Ito, die die Top Ten komplettierte.

Aus der Riege des DSV schaffte es mit Agens Reisch auf dem 14. Platz. Selina Freitag (17.), Juliane Seyfarth (18.) und Katharina Schmid (19.) verpassten den Finaldurchgang.

Zweifachsieg für Kvandal

Auch am Sonntag, an dem der Wettkampf aufgrund der starken Böen im zweiten Durchgang abgebrochen werden musste, hieß die Siegerin mit einem Sprung auf 231,5 Meter in Vikersund Eirin Maria Kvandal. Platz zwei ging an die Slowenin Nika Prevc mit 220,5 Metern. Auf Platz drei landete mit Anna Odine Stroem (215,0 m) eine weitere Norwegerin.

Auch die Schwedin Frida Westman zeigte erneut einen starken Wettkampf und wurde vierte. Hinter ihr landete Nika Vodan. Silje Opseth landete wie schon am Vortag auf dem sechsten Rang, punktgleich mit der Japanerin Yuki Ito. Auch die Finnin Jenny Rautionaho flog erneut in die Top Ten und wurde Achte. Auf Platz neun landete Ingvild Synnoeve Midtskogen.

Zehnte, und damit beste Deutsche, wurde Selina Freitag, die mit 216 Metern einen neuen deutschen Frauen-Rekord flog. Mit 227,5 Metern konnte sie sich im zweiten Durchgang sogar noch einmal steigern, dieser Sprung wurde aufgrund des Abbruchs jedoch nicht mehr gewertet. Auch Juliane Seyfarth konnte sich im Vergleich zum Samstag deutlich steigern und wurde elfte. Agnes Reisch landete diesmal auf dem 16. Platz vor Katharina Schmid auf Platz 17. Schmid dürfte dieser Wettkampf jedoch besonders positiv in Erinnerung bleiben, flog sie mit 204,0 Metern erstmals über die magische 200-Meter-Grenze.

Stephan Embacher gewinnt einziges Fliegen der Herren in Vikersund

Bei den Herren blieb es an diesem Wochenende bei einem Wettkampf am Samstag, nachdem der Wettkampf am Sonntag windbedingt nicht stattfinden konnte.

Den Sieg in diesem Wettkampf, und damit seinen ersten Weltcup-Sieg, sicherte sich der Österreicher Stephan Embacher mit 232,0 und 225,0 Metern. Platz zwei ging an den Japaner Tomofumi Kaito mit 240,0 und 230,0 Metern. Den dritten Platz sicherte sich der Norweger Johann Andre Forfang mit 239,0 und 224,0 Metern.

Auch auf Platz vier landete mit Isak Andreas Langmo ein Norweger. Der slowenische Überflieger Domen Prevc zeigte zwei schwächere Sprünge und landete am Ende gar nur auf dem fünften Platz. Auch bei den Herren durfte sich Finnland über einen Top Ten Platz freuen: Antti Aalto landete auf Platz sechs.

Hinter ihm landete mit Andreas Wellinger (7.) der beste Deutsche. Auch Karl Geiger konnte sich auf Platz Neun unter den besten Zehn platzieren. Gesprengt wurde das deutsche Duo vom Norweger Marius Lindvik auf Platz acht. Auf dem zehnten Platz landete mit Anze Lanisek ein weiterer Flieger aus Slowenien.

Mit Philipp Raimund (18.) und Pius Paschke (26.) landeten zwei weitere DSV-Athleten unter den Top 30. Nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren konnten sich Luca Roth, der als 31. nur knapp scheiterte, und Ben Bayer auf Platz 38.

Ergebnis Damen Samstag

Ergebnis Damen Sonntag

Ergebnis Herren Samstag

Skifliegen Weltcup Weltcup Damen Weltcup Herren

Es war ein durchaus turbulenter Auftakt in Vikersund. Ein schwerer Sturz bereits am Vortag beim Einfliegen, viele neue persönliche Bestweiten, starke Norwegerinnen und ein über alles strahlender Domen Prevc.

Bevor es am heutigen Freitag zur Qualifikation der Damen und der Herren kam, gab es gestern bereits das „Einfliegen“ in Vikersund. Überschattet wurde dies vom schweren Sturz des Italieners Andrea Campregher, der nach der letzten Saison seine Karriere beendete und mittlerweile in China als Trainer bei der Nordischen Kombination tätig ist. Bereits im ersten Sprung hatte er große Probleme, im zweiten stürzte er kurz nach dem Absprung brutal. Mehrmals überschlug er sich und glitt anschließend den langen Aufsprunghang hinunter. Passiert scheint glücklicherweise nicht ganz so viel zu sein. Laut italienischen Medien bleibe er zwar zur weiteren Beobachtung im Krankenhaus, jedoch wurden keine schwerwiegenden Verletzungen festgestellt.

Am heutigen Freitag ging es schon morgens für die Damen auf die Flugschanze. Eirin Maria Kvandal konnte sich vor heimischen Publikum etwas überraschend den Qualisieg sichern, nachdem sie im Training nur die Plätze 17 und neun erreichte. Das Training wurde von Nika Prevc mit dem zweiten und ersten Rang dominiert, aber auch Anna Odine Stroem (4./1.) gut dabei und präsentierte sich in guter Flugform. Aus deutscher Sicht lief das Training auch erfolgreich. Juliane Seyfarth sprang erstmals über die magische 200 Meter Marke und verbesserte den deutschen Rekord auf kurzzeitig 202,5 Meter. Agnes Reisch überflügelte sie dann im zweiten Trainingsdurchgang um sechs Meter. Somit liegt der deutsche Damen Rekord nun bei 208,5 Metern.

Neben Eirin Maria Kvandal als Qualisiegerin waren noch zwei weitere norwegische Damen in den Top Drei vertreteten. Anna Odine Stroem wurde Zweite, Silje Opseth Dritte. Nika Vodan kam mit einer neuen Personal Best von 219,5 Metern auf den vierten Platz vor Skiflug Debütantin Frida Westman aus Schweden auf Platz Fünf. Damit lag sie sogar noch vor Weltrekordhalterin Nika Prevc, die in der Quali nur Sechste wurde.

Selina Freitag wurde mit 200,5 Metern beste Deutsche und landete auf Rang acht. Außerdem sind für den morgigen Wettkampf Juliane Seyfarth (15.), Agnes Reisch (17.) und Katharina Schmid (20.) qualifiziert.

Trainingsergebnisse Damen

Ergebnis Qualifikation

Am Abend ging es dann für die Männer auf die Schanze. Um 16 Uhr begann das Training, ehe um 18 Uhr und damit ungewöhnlich spät für Vikersund, ging die Quali der Männer los. Diese entschied wenig überraschend Domen Prevc für sich. Schon im ersten Trainingsdurchgang zeigte er beeindruckende 245,0 Meter. Zu Beginn der Qualifikation herrschte dann noch Aufwind, was sich aber nach einigen Springern änderte und eine Gate-Verlängerung notwendig war um den Durchgang durchzubekommen.

Domen Prevc zeigte hier zwar „nur“ 219,5 Meter, das aber zwei Gates tiefer als Isak Andreas Langmo, der 239,0 Meter sprang, aber von besseren Bedingungen profitierte. Ren Nikaido, der aufgrund seiner Nicht Teilnahme am Kulm eine frühe Startnummer hatte, flog auf 225,5 Meter und wurde damit Dritter. Mit Johann Andre Forfang (4.) und Marius Lindivk (6.) kamen noch zwei weitere Norweger in die Top Ten.

Bei den deutschen Männern konnten sich alle sechs Starter für den Wettkampf qualifizieren. Pius Paschke war als Elfter bester Deutscher und sprang auf 207,0 Meter. Luca Roth lag nach seiner neuen Personal Best auf 207,5 Meter nur 0,2 Punkte dahinter auf Platz zwölf. Philipp Raimund und Karl Geiger wurden 15. und 17. Andreas Wellinger, der zuvor noch ein durchaus ansprechendes Training mit den Platzierungen fünf und drei zeigte, erwischte keinen guten Qualisprung und kam auf lediglich 203,5 Meter, konnte sich damit als 33. aber dennoch qualifizieren. Ben Bayer, der erstmals auf einer Flugschanze unterwegs war qualifizierte sich mit seinem ersten 200,0 Meter Flug auf Rang 35.

Trainingsergebnisse Männer

Ergebnis Qualifikation Männer

Morgen findet ab 09:30 Uhr der Damen Wettkampf statt, ehe die Männer um 16:50 Uhr vom Bakken gehen.

Weltcup Damen

Nebel prägte das Bild an den vergangenen Tagen in Oslo. Aber der stoppte Nika Prevc und Yuki Ito nicht. Nika Prevc entschied den Wettkampf am Samstag für sich, während Yuki Ito am Sonntag ihren ersten Weltcupsieg seit 2024 feiern durfte.

Bereits in der Qualifikation die mit Verzögerung am Freitag Abend statt fand, zeigte die Japanerin Yuki Ito, dass mit ihr an diesem Wochenende zu rechnen sein wird. Sie entschied mit einer Weite von 125,5 Metern die Qualifikation vor Teamkollegin Nozomi Maruyama und Nika Prevc für sich. Der erste Wettkampf stand dann am Samstag Nachmittag auf dem Plan.

Nika Prevc, die bereits als Gesamtweltcupsiegerin feststand, lag zwar nach Durchgang eins noch auf dem fünften Rang, zeigte im zweiten Sprung jedoch die Tagesbestweite von 127,0 Metern und konnte sich damit noch den 17. Weltcupsieg in dieser Saison sichern. Sie lag 2,4 Punkte vor Nozomi Maruyama auf Rang zwei. Anna Odine Stroem durfte sich vor heimischen Publikum über den dritten Platz freuen.

Agnes Reisch mit starken zweiten Sprung noch auf Rang vier

Agnes Reisch verpasste das Podium als Vierte wieder mal, dürfte mit ihrer aufsteigenden Form aber durchaus zufrieden sein. Sie lag nach dem ersten Durchgang sogar nur auf dem 13. Zwischenrang, zeigte im zweiten Sprung dann jedoch eine Weite von 125,5 Metern und arbeitete sich im Endergebnis noch auf den Vierten Platz. Hinter Reisch folgten drei weitere Norwegerinnen. Silje Opseth als Fünfte, Heidi Dyhre Traaserud auf Rang sechs und Eirin Maria Kvandal auf Rang sieben, zeigten wie geschlossen stark die Norwegerinnen sind.

Mit Selina Freitag auf dem achten Platz, landete eine weitere DSV Athletin in den Top Ten. Mit Juliane Seyfarth als 18., Katharina Schmid als 25. und Anna Hollandt auf Rang 27 konnten auch diese DSV Damen Punkte sammeln. Julina Kreibich musste als 40. im Finaldurchgang zuschauen.

Yuki Ito sichert sich am Sonntag ersten Sieg seit 2024

Die Qualifikation am Sonntag vor dem Wettkampf entschied Nika Prevc für sich, die Siegerin im Wettkampf war dagegen dann eine Andere: Yuki Ito. Sie zeigte Sprünge auf 127,0 und 126,5 Meter und erzielte damit 225,6 Punkte. Damit lag sie 0,5 Punkte und damit hauchzart vor ihrer Teamkollegin Nozomi Maruyama. Anna Odine Stroem stand wie schon am Vortag als Dritte erneut auf dem Podium.

Auf den Plätzen vier und fünf landeten Eirin Maria Kvandal und Abigail Strate. Für Qualisiegerin Nika Prevc reichte es an diesem Tag lediglich für den sechsten Platz. Agnes Reisch wurde als Achte an diesem Tag beste Deutsche. Auf den Plätzen 12 bis 14 lag mit Juliane Seyfarth, Katharina Schmid und Selina Freitag ein Trio aus DSV Athletinnen. Anna Hollandt verpasste den Finaldurchgang als 31. nur knapp.

Mit dem Skispringen ist für die Damen nach diesem Wochenende nun Schluss. An den kommenden beiden Wochenenden steht nur noch Skifliegen auf dem Plan. Nächstes Wochenende geht es nach Vikersund, bevor die Saison erstmalig für die Damen auf der Flugschanze in Planica beendet wird.

Ergebnis Samstag

Ergebnis Sonntag

Weltcup Weltcup Damen

Auch der Sieg im zweiten Lahti-Wettkampf geht an die Slowenin Nika Prevc. Damit sichert sie sich Saisonsieg Nummer 15 und damit auch den Rekord für die meisten Siege in einer Saison. Selina Freitag zeigt als beste Deutsche mit Platz fünf ebenfalls erneut eine stabile Leistung.

Nika Prevc zeigte im heutigen Wettkampf erneut, dass der Sieg in der Gesamtwertung zurecht bereits sechs Springen vor Saisonende zurecht vergeben wurde. Mit 130,0 und 128,5 Metern kam Prevc auf 282,0 Punkte und sicherte sich mit einem Vorsprung von 14,5 Punkten auch den zweiten Sieg in Lahti.

Mit 125,0 und 123,5 Metern landete hinter Prevc auf Platz Zwei die Norwegerin Anna Odine Stroem (267,5 Pkt.). Der dritte Platz ging an die Japanerin Nozomi Maruyama, die mit einem Sprung auf 123,0 Meter im ersten Durchgang noch auf dem fünften Zwischenrang lag. Ein Sprung auf 122,0 Meter im zweiten Durchgang reicht jedoch für insgesamt 252,1 Punkte und den Sprung aufs Podest.

Freitag wird Fünfte, Vodan fällt zurück

Nicht ganz so gut lief es im zweiten Durchgang für Nika Vodan. Die Slowenin lag mit einem Sprung auf 125,5 Meter in Durchgang Eins noch auf dem dritten Zwischenrang, fiel mit einem schwachen zweiten Sprung auf 113,5 Meter noch auf den elften Rang zurück.

Abigail Strate landete mit einem Rückstand von nur einem Punkt auf dem vierten Platz. Auch Selina Freitag konnte erneut eine stabile Leistung zeigen und wird als Fünfte beste Deutsche. Auch Agnes Reisch landete auf Platz zehn noch unter den Top Ten.

Daneben zeigten vor allem die Japanerinnen und Norwegerinnen eine starke Teamleistung. Mit Yuki Ito (6.) und Sara Takanashi (9.) sowie Eirin Maria Kvandal (7.) und Heidi Dyhre Traaserud (8.) landeten jeweils gleich zwei Athletinnen unter den besten Zehn.

Lisa Eder wurde beste Österreicherin, verpasste alsZwölfte jedoch knapp die Top Ten.

Enttäuschender Lahti-Abschluss für Schmid

Während Anna Hollandt und Juliane Seyfarth auf den Plätzen 26 und 27 auch im zweiten Wettkampf zumindest ein paar Punkte im Gesamtweltcup sammeln konnte, verpasste Katharina Schmid den zweiten Durchgang in ihrem letzten Wettkampf in Lahti auf dem 31. Rang, worüber sie sich gegenüber der ARD sichtlich enttäuscht zeigte: „Ja, es tut natürlich schon immer weh, egal ob es das letzte Mal hier ist – aber nicht in den zweiten Durchgang zu kommen, ist nicht gut.“ Auch Emely Torazza blieb im Finaldurchgang als 40. nur die Zuschauerrolle.

Opseth verpasst zweiten Wettkampf krankheitsbedingt

Gar nicht am Start im heutigen Wettkampf war hingegen die Norwegerin Silje Opseth. Diese musste aufgrund eines Magen-Darm-Infekts auf einen Start verzichten.

Offizielles Ergebnis

Für die Damen sind die Wettkämpfe in Lahti damit geschafft. Weiter geht es nach einer kurzen Pause dann am nächsten Wochenende in Oslo, wo erneut zwei Einzelbewerbe auf dem Plan stehen.

Weltcup Damen

Nach den olympischen Spielen läuft es für Nika Prevc bereits wieder wie geschmiert. Mit ihrem 14. Weltcupsieg in der diesjährigen Saison darf die 20-Jährige Slowenin sich bereits über den Gewinn des Gesamtweltcups freuen. Doppelolympia-Siegerin Anna Odine Stroem wurde zweite, Nozomi Maruyama Dritte.

Mit 14,2 Punkten Vorsprung zeigte Nika Prevc mal wieder wo der Hammer hängt. Mit Sprüngen auf 128,5 und 124,5 Metern zeigte sie in Durchgang eins den weitesten Sprung der Konkurrenz und sicherte sich damit souverän den Sieg und gleichbedeutend damit auch bereits sechs Springen vor Saisonende, die große Kristallkugel. Anna Odine Stroem (123,0/121,5m, 282,5 Pkt.) musste sich mit Rang zwei zufrieden geben, während Nozomi Maruyama (123,5/120,5m, 270,8 Pkt.) auf Rang drei landete.

Mit den Rängen vier und sechs für Eirin Maria Kvandal und Gyda Westvold Hansen zeigten die Norwegerinnen ein starkes Teamergebnis, das außerdem durch Silje Opseth auf Rang neun komplettiert wurde. Für Westvold Hansen, die im zweiten Durchgang den weitesten Satz auf 127,5 Meter zeigte, war der sechste Platz die beste Platzierung in ihrer Spezialsprung Karriere. Punktgleich mit ihr auf Rang sechs lag auch Selina Freitag (118,5/116,5m), die damit beste Deutsche wurde. 0,6 Punkte vor Freitag lag Lisa Eder auf Platz fünf.

Aus deutscher Sicht lief es mit Ausnahme von Selina Freitag ziemlich durchwachsen. Agnes Reisch, die sich nach Platz fünf in der vorausgegangenen Qualifikation durchaus Hoffnungen auf eine gute Platzierung machen durfte, beendete den Wettkampf auf Platz 17, während Juliane Seyfarth 19. wurde. Katharina Schmid wurde 25., Anna Hollandt 28. Zwischen den beiden Deutschen auf dem 26. Rang beendete eine Rückkehrerin ihren Wettkampf. Die Slowenin Ema Klinec ging nach gesundheitlichen Problemen in dieser Saison erstmals wieder an den Start. Emely Torazza verpasste als 38. den Finaldurchgang.

Ergebnis Wettkampf

Ergebnis Qualifikation

Weltcup Weltcup Damen

Während die Herren an diesem Wochenende am Kulm ihr nächstes Skifliegen bestritten, waren die Damen zu Gast auf der Normalschanze in Hinzenbach. Den Sieg im ersten Einzelwettbewerb am Samstag sicherte sich Saison-Dominatorin Nika Prevc aus Slowenien. Beim zweiten Wettkampf am heutigen Sonntag durften sich die österreichischen Fans über den Heimsieg von Lisa Eder freuen.

Nachdem sie bei Olympia zweimal das Einzel-Gold verpasst hatte, meldete sich Nika Prevc (258,6 Punkte) am Samstag wieder an der Spitze des Damenfeldes zurück. In einem engen Zweikampf mit der Österreicherin Lisa Eder (255,6 Punkte) behielt die Slowenin am Ende knapp die Oberhand. Rang drei ging an die Doppel-Olympiasiegerin Anna Odine Stroem (238,3 Punkte) aus Norwegen, deren Rückstand bereits 20,3 Punkte betrug. Hinter Yuki Ito (4.) und Heidi Dyhre Traaserud (5.) wurde Selina Freitag als Sechste beste Deutsche. Agnes Reisch (10.) und Anna Hollandt (11.) durften sich dahinter ebenfalls über achtbare Ergebnisse freuen. Katharina Schmid (18.), Juliane Seyfarth (22.) und Emely Torazza (27.) sammelten zudem Weltcuppunkte.

Am Sonntag veränderte sich das Bild an der Spitze zugunsten der Österreicherin Lisa Eder. Getragen von der Euphorie des Heimpublikums zeigte sie einen starken ersten Durchgang und führte mit 88,5 m bereits zur Halbzeit das Feld an. Ihre stärkste Rivalin, Nika Prevc, patzte hingegen und kam nicht über 80,5 m hinaus, was den zehnten Zwischenrang bedeutete. Eine Mammutaufgabe also für die Slowenin, die im zweiten Durchgang mit 89,5 m noch einmal richtig aufdrehte und bis auf den dritten Platz im Tagesendklassement nach vorne sprang (230,3 Punkte). An Lisa Eder (247,1 Punkte), die mit 86 m ihren zweiten Karrieresieg perfekt machte, sowie an Anna Odine Stroem (235,8 Punkte) konnte Prevc jedoch nicht mehr vorbeiziehen. Heidi Dyhre Traaserud (4.) und Nika Vodan (5.) komplettierten dahinter die Top-5.

Aus deutscher Sicht bleibt festzuhalten, dass sich in Hinzenbach die Eindrücke von den Olympischen Spielen, wo die Formkurve wieder etwas nach unten zeigte, weiter bestätigten. Mit Agnes Reisch (7.) und Selina Freitag (10.) erreichten zwar auch am Sonntag wieder zwei DSV-Damen die Top-10, doch das Podium ist derzeit ein Stück weit entfernt. Gleiches gilt für Katharina Schmid, die sich mit dem 16. Rang begnügen musste. Auch Juliane Seyfarth (27.) tut sich derzeit wieder schwerer, konstant unter die Top-15/20 zu springen. Für einen kleinen Lichtblick sorgte immerhin Anna Hollandt, die sich nach ihrem starken elften Rang am Vortag dieses Mal auf dem 13. Platz platzieren konnte. Bei ihr scheint die Formkurve insgesamt wieder nach oben zu zeigen.

>>> Ergebnis Wettkampf Samstag

>>> Ergebnis Wettkampf Sonntag

Weltcup Damen Weltcup Herren

Der Super-Team-Wettbewerb feierte seine olympische Premiere und löste dort den „klassischen“ Vierer-Team-Wettbewerb ab. FIS-Renndirektor Sandro Pertile erklärte im Rahmen des kürzlich stattgefundenen Weltcup-Wochenendes in Willingen gegenüber Skispringen-News.de, dass die Idee sei, ab der nächsten Saison jedoch wieder mehr auf Vierer-Team-Wettbewerbe zu setzen.

In Predazzo sorgte der Super-Team-Wettbewerb bis zum Schluss für große Spannung und vor allem für ein großes Teilnehmerfeld, denn insgesamt 17 Nationen gingen an den Start. Doch bei vielen Athletinnen und Athleten ist der Wettbewerb nach wie vor nicht sonderlich beliebt. Der Hauptgrund hierfür: Viele Springerinnen und Springer kommen bei diesem Format nicht zum Einsatz und müssen während der drei Durchgänge mit der Zuschauerrolle vorliebnehmen. FIS-Renndirektor Sandro Pertile verriet uns im Rahmen eines Interviews vor den Olympischen Spielen in Willingen, dass die Planungen für die nächsten Weltcupjahre nun wieder mehr in Richtung der Vierer-Team-Wettkämpfe gehen – sicherlich zur Freude einiger Nationen oder zumindest der größeren Nationen.

Im Anschluss an den Mixed-Wettbewerb in Willingen schilderte Pertile gegenüber Skispringen-News.de offen: „Ich glaube, das Format (hier in Bezug auf Mixed-Wettkämpfe, wie in Willingen) ist attraktiv. Es gibt nur einen Nachteil, dass wie beim Superteam nur zwei Athleten am Start sind und alle anderen zuschauen.“ Auf Nachfrage, wie es in den nächsten Jahren weitergeht und ob nun auch wieder mehr Vierer-Team-Wettkämpfe anstelle des Super-Teams stattfinden, sagte Pertile: „Ja, das ist die Idee. Wir möchten in den nächsten Jahren bis zu den Olympischen Spielen wieder mehr Teamwettbewerbe mit vier Athletinnen bzw. vier Athleten machen.“

Zu den Hintergründen der zuvor vorgenommenen Umstellung erklärte Pertile: „Wir mussten in den letzten paar Jahren Richtung Superteam arbeiten, weil es ein Format für die Olympischen Spiele ist. Das resultiert aus der Entscheidung des IOC vor vier Jahren, und eine Reduktion der Zahl an Athleten war für uns der einzige Weg, viele Nationen bei den Olympischen Spielen am Start zu haben. Ich bin auch froh, dass wir 17 Teams in Milano Cortina dabeihaben. Das ist ein riesengroßer Erfolg, weil wir unser internationales Profil haben müssen.“

Die ersten Reaktionen aus dem Springerlager zur Planung von mehr Vierer-Team-Wettkämpfen fallen wie folgt aus:

Selina Freitag (Deutschland): „Das wäre richtig, richtig schön. Ich denke, dass die Teamspringen noch mal ein bisschen interessanter sind. Meine ehrliche Meinung zum Superteam ist, dass es total stressig ist für uns Athleten, vor allem, wenn man dann nicht so schnell oben sein kann, aber direkt wieder hoch muss. Deswegen finde ich, dass es auch zum Anschauen nicht so schön ist, aber ich würde mich auf jeden Fall freuen, wenn wir wieder Vierer-Team-Wettbewerbe bekommen. Und ich glaube, die Jungs würde das auch freuen. Und ja, dann sitzt auch nicht der Großteil des Teams zu Hause und schaut zu.“

Julia Mühlbacher (Österreich): „Also, wenn ihr mich letztes Jahr gefragt hättet, hätte ich mich sehr gefreut, weil wir da doch noch ein paar mehr Mädels im Team waren. Jetzt sind wir natürlich geschrumpft, aber ich würde schon sagen, dass das Vierer-Team um einiges spannender ist als das Superteam, weil es vier verschiedene Leute sind und es das ausmacht, finde ich. Also auch wenn wir jetzt rein mannschaftlich von der Stärke her nicht mehr da sind, wo wir letzte Saison gestanden sind. Es ist sicher voll interessant und spannend, gerade auch bei den Herren, weil dort die Dichte noch einmal ganz anders ist als bei den Damen. Man wird sehen, was entschieden wird. Aber es würde sicherlich nicht schaden, wieder einen etwas anderen Wettkampfmodus einzubringen.“

Ob die kürzlich gewonnenen Eindrücke der Olympischen Spiele die Sichtweise des FIS-Renndirektors im Hinblick auf die Kalenderplanung noch verändert haben, bleibt abzuwarten.