Weltcup Damen

Weltcup Weltcup Damen

Knapp 140 Kilometer von Bischofshofen entfernt fand nach der Two-Nights-Tour für die Damen in Villach der nächste Weltcupwettbewerb statt und endete mit einem schon fast gewohnten Bild an der Spitze. Nika Prevc sicherte sich ihren sechsten Saisonsieg und übernahm dadurch erstmals in dieser Saison das gelbe Trikot. Hinter Lokalmatadorin Lisa Eder durfte sich aber auch Selina Freitag über ihr nächstes Podiumsresultat freuen.

„Es läuft fast wie von alleine und das ist ganz schön, weil ich es dann genießen kann und nicht irgendwie verkrampft daran denken muss, ich muss so und so sitzen. Es reicht eine Korrektur und wenn ich die umsetze, dann funktioniert es ganz gut. Und ja manchmal muss man auch ein bisschen Glück haben“ freute sich Selina Freitag nach ihrem dritten Podiumsergebnis in Serie im ARD-Interview.

An der Slowenin Nika Prevc gab es jedoch auch an diesem Tage weder für Freitag noch für eine andere Dame aus dem Starterfeld ein Vorbeikommen. Nach dem Sieg in der Qualifikation, setzte sich Prevc auch nach dem ersten Durchgang an die Spitze des Feldes. Aufgrund einer leicht verwackelten Landung dieses Mal allerdings „nur“ mit einem fast schon „menschlichen“ Vorsprung von gerade einmal 4,4 Punkten. Auf Rang zwei folgte die Norwegerin Anna Odine Ström vor Lisa Eder, die sich vor heimischem Publikum viel vorgenommen hatte. Selina Freitag reihte sich dahinter auf Rang vier ein.

Im zweiten Durchgang griff die Deutsche dann mit einer Weite von 94m auf der Normalschanze noch einmal an, doch Eder konnte mit 96,5m erfolgreich kontern. Anna Odine Ström hingegen fiel anschließend hinter Freitag zurück, nachdem sie mit verkürztem Anlauf nicht über 90,5m hinauskam. Der Tagessieg ging jedoch an Nika Prevc, die sich nach einem Sprung auf 94m um 2,7 Punkte vor der starken Österreicherin Eder behaupten konnte.

Nozomi Maruyama verliert das gelbe Trikot

Die zu Saisonbeginn so stark wirkende Japanerin Nozomi Maruyama hatte in Villach etwas mehr zu kämpfen. Nach dem ersten Durchgang stand für sie der sechste Platz zu Buche. Im zweiten Durchgang war für sie bei 88m Schluss, weshalb sie in der Tageswertung auch noch bis auf Rang acht zurückfiel. Ein Rückschlag im Kampf um das gelbe Trikot, welches sie an Nika Prevc abgeben musste. 32 Punkte liegt die Siegerin des Sommer-Grand-Prix nun hinter der Slowenin.

Neben den drei Damen auf dem Podium reihten sich vor Maruyama in der Tageswertung heute noch Abigail Strate (4.), Anna Odine Ström (5.), Ping Zeng (6.), Heidi Dyhre Traaserud (7.) ein. Agnes Reisch und Katharina Schmid komplettierten als Neunte und Zehnte die Top-10. Juliane Seyfarth (25.) und Emely Torazza (28.) sammelten ebenfalls Weltcuppunkte.

Nachwuchsathletin Julina Kreibich (46.) konnte dieses Mal nicht ganz an ihre überzeugenden Auftritte von der Two-Nights-Tour anknüpfen und strandete in der Qualifikation.

Am morgigen Dienstag, 06.01.2026 steht in Villach ein weiterer Wettkampf für die Damen auf dem Programm.

>>> Offizielles Ergebnis

COC Damen DSV Two-Nights-Tour Weltcup Damen

Im Rahmen der Two-Nights-Tour hat die junge Nachwuchsathletin Julina Kreibich ihre ersten Weltcuppunkte erzielt. Obwohl nur die besten 30 Athletinnen für den Wettbewerb startberechtigt waren, nahm die 18-jährige Leipzigerin in Garmisch-Partenkirchen erfolgreich die Qualifikationshürde und belohnte sich damit gewissermaßen selbst. So wird sie beim nächsten Weltcup in Villach (05./06.01.2026) im Weltcupaufgebot der DSV-Damen mit dabei sein.

Neben dem starken Auftritt von Selina Freitag fiel aus dem deutschen Team bei der Two-Nights-Tour vor allem Julina Kreibich auf. Nach starken Trainingssprüngen zeigte die 18-Jährige auch in der Qualifikation einen gelungenen Versuch und reihte sich auf dem 27. Platz ein. Damit nahm sie erfolgreich die hohe Hürde, die den Damen bei der Two-Nights-Tour gestellt wird. In einem „normalen“ Weltcup dürfen 40 Athletinnen an den Start gehen, bei der Two-Nights-Tour hingegen qualifizieren sich nur die besten 30 Damen für den Wettbewerb.

„Es macht einfach Spaß, hier bei der Two-Nights-Tour über die nationale Gruppe dabei sein zu können. Ich habe es geschafft, meine Trainingsleistung abzurufen und bin voll zufrieden“, freute sich Kreibich nach ihrer erfolgreichen Qualifikation am Mikrofon von Skispringen-News.de. Am darauffolgenden Wettkampftag erwischte sie mit ihrer Teamkollegin Selina Freitag allerdings einen äußerst harten Gegner im „K.-o.“-Duell und schied nach dem ersten Durchgang aus. Dennoch sammelte die 18-Jährige mit dem 26. Platz ihre ersten Weltcuppunkte sowie wertvolle Erfahrungen.

„Es war ein solider Sprung. Für den Finaldurchgang wird es zwar nicht reichen, aber ich bin trotzdem sehr zufrieden“, gab sie anschließend zu Protokoll. Verständlich, denn sie ließ insgesamt 38 Damen hinter sich (64 traten tags zuvor zur Qualifikation an). „Die ersten Weltcuppunkte einfahren zu können, ist natürlich etwas ganz Besonderes, und ich freue mich einfach extrem. Es war natürlich auch ein sehr schönes Duell, gegen Selina springen zu dürfen.“

Selina Freitag äußerte sich im Nachgang wie folgt zu ihr: „Sie hat sich stabil qualifiziert. Klar, war es ärgerlich, dass wir gegeneinander springen mussten. Aber da geht auf jeden Fall etwas voran und das freut mich brutal! Ich hoffe, dass sie jetzt ein wenig die Weltcupluft genossen hat und es motivierend für sie ist.“

Beim zweiten Wettbewerb der Two-Nights-Tour in Oberstdorf verpasste Julina Kreibich mit Rang 32 zwar hauchdünn die Qualifikation, konnte jedoch auch dort mit guten Leistungen überzeugen. Und was man an dieser Stelle nicht vergessen darf: Bei einem „normalen“ Damen-Weltcup hätte auch diese Platzierung für die Qualifikation gereicht – nur eben nicht bei der Two-Nights-Tour. „Es ist sehr schade, dass sich hier nur 30 Damen qualifizieren können. Dadurch ist es extrem schwer, hineinzukommen, vor allem, weil wir von der Anzahl her auch nicht viel weniger sind als die Männer. Daher echt schade, aber vielleicht wird das ja in Zukunft noch angepasst.“

Vor einer solch großen Zuschauerkulisse wie bei der Two-Nights-Tour zu springen, war für Kreibich ebenfalls etwas Besonderes. „Es ist schon etwas ganz Neues für mich und natürlich auch anders. Da spielt ein bisschen die Nervosität mit, aber die Freude hat überwogen.“

Ein Sieg und ein zweiter Platz beim Saisonauftakt des ICOC in Notodden

Die gute Form von Julina Kreibich zeigte sich bereits beim Saisonauftakt des ICOC Mitte Dezember im norwegischen Notodden. Im ersten Wettbewerb belegte sie hinter Taja Terbovšek den zweiten Platz. Am zweiten Wettkampftag drehte sie den Spieß um und sicherte sich den Tagessieg vor der Slowenin. „Es war auf jeden Fall ein guter Winterauftakt in Notodden. Die Schanze hat echt Spaß gemacht, und es war einfach ein sehr toller Einstieg“, so Kreibich. Eine Woche später erreichte sie beim Alpen Cup in Seefeld noch den dritten und vierten Rang.

Heinz Kuttin: „Die ersten Weltcuppunkte für Julina – ein ganz toller Schritt“

Voll des Lobes über die Entwicklung von Julina Kreibich zeigte sich auch Damen-Bundestrainer Heinz Kuttin: „Sie war in den letzten Jahren schon ein paar Mal in dieser Situation, hat es in der Qualifikation aber noch nicht ganz geschafft – nur im Training. Das zeigt, dass sie jetzt einen Schritt gemacht hat, auch in ihrer gesamten Einstellung und Herangehensweise“, so der erfahrene Österreicher.

Sicherlich auch ein Grund, weshalb Julina Kreibich nun für den nächsten Damen-Weltcup in Villach nominiert wurde. Neben der jungen Deutschen gehören am 05./06.01.2026 Selina Freitag, Katharina Schmid, Juliane Seyfarth, Agnes Reisch und Emely Torazza zum Aufgebot. Anna Hollandt ist dieses Mal nicht am Start.

Goldmedaille im Team bei der Junioren-WM 2025 in Lake Placid

Einen ihrer größten Momente erlebte Julina Kreibich bei der Junioren-WM 2025 in Lake Placid. Zusammen mit Lia Böhme, Anna-Fay Scharfenberg und Kim Amy Duschek gewann sie die Goldmedaille im Teamwettbewerb vor den Mannschaften aus Slowenien und Japan. „Das war ein ganz besonderer Moment für das ganze Team. Als das Ergebnis bekannt war, herrschte einfach pure Freude“, erinnert sich Kreibich, die dem Jahr 2025 insgesamt eine „2+“ als Schulnote zuschreibt.

Julina Kreibich: „Ich möchte mich unter den Top 3 im ICOC etablieren“

Für das Jahr 2026 nimmt sich Julina Kreibich vor, sich dauerhaft unter den Top 3 im ICOC zu etablieren und natürlich auch im Weltcup Fuß zu fassen. Letzteres hat sie zumindest für das Villach-Wochenende bereits geschafft. Im ICOC geht es am 24./25.01.2026 in Eisenerz weiter. Aber wer weiß – vielleicht gelingt es ihr sogar, sich längerfristig im Weltcupteam zu behaupten.

Im Alter von acht Jahren mit dem Skispringen begonnen

Mit acht Jahren begann Julina Kreibich mit dem Skispringen. „Ich bin durch eine Freundin dazu gekommen, die nebenbei Skispringen gemacht hat, und bin dadurch zum SV Lok Eilenburg gestoßen“, verrät sie. „Man fängt natürlich mit Abfahrten an, und dann haben uns unsere Trainer zu unserem ersten Sprung auf einer kleinen Schanze geführt. Das war damals schon aufregend.“

Man darf gespannt sein, wohin die Reise von Julina Kreibich in den kommenden Jahren führen wird.

Two-Nights-Tour Weltcup Weltcup Damen

Zum Abschluss der diesjährigen Two-Nights-Tour hatten die Damen in Oberstdorf mit schwierigen Windbedingungen zu kämpfen. Bereits im ersten Durchgang dauerte es aufgrund mehrerer Unterbrechungen über eine Stunde, bis alle 30 Athletinnen ihren Sprung zeigen konnten. Auch im zweiten Durchgang kämpften die Damen gegen starken Rückenwind mit über 30 Bonuspunkten in der Spitze.

Bereits die vorangegangene Qualifikation für den letzten Bewerb der Two-Nights-Tour lies befürchten, dass es heute nicht ganz einfach werden sollte. Schon hier fielen einige Springerinnen den widrigen Windbedingungen zum Opfer. Katharina Schmid beispielsweise schaffte die Qualifikation für den Wettkampf als 28. nur knapp. Nicht für den Wettkampf qualifizieren konnten sich aus Sicht des DSV Julina Kreibich (32.), Anna Hollandt (43.), Alvine Holz (51.), Maike Tyralla (53.), Lia Böhme (57.), Anne Häckel (58.) und Kim Amy Duschek (59.).

Prevc sichert sich Gesamtsieg vor Freitag und Maruyama

Der erste Durchgang wirbelte die Ergebnisliste bereits ziemlich durcheinander. So landete die Dominatorin des aktuellen Winters, Nika Prevc, mit 105,5 Metern zunächst nur auf dem 17. Zwischenrang – punktgleich mit ihrer KO-Duell-Gegnerin Yuki Ito. Somit war sie im zweiten Durchgang bereits ziemlich früh am Start. Mit 128,5 Metern im zweiten Sprung konnte sie sich noch deutlich nach vorne kämpfen und wurde am Ende Vierte. Den Gesamtsieg in der Two-Nights-Tour lies sie sich aufgrund des großen Vorsprungs, den sie aus Garmisch-Partenkirchen mitgebracht hat, jedoch nicht mehr nehmen und sichert sich diesen zum dritten Mal in Folge.

Platz zwei in der Gesamtwertung ging an Selina Freitag vor Nozomi Maruyama aus Japan.

Erster Weltcupsieg für Abigail Strate (CAN) vor Ping Zeng (CHN) und Selina Freitag

Ganz oben stand am heutigen Tag jedoch eine andere: Die Kanadierin Abigail Strate (268,2 Pkt.) sicherte sich mit 136,0 und 116,0 Metern ihren ersten Weltcupsieg. Hinter ihr auf dem zweiten Platz landete Ping Zeng (126,5/126,5m; 257,7 Pkt.), die damit erneut ein Karrierebestresultat ablieferte und den ersten Podestplatz für China feiern durfte. Auf Platz drei landete Selina Freitag (257,3 Pkt.) mit Sprüngen auf 128,0 und 118,0 Metern nur 0,4 Punkte hinter der Chinesin.

Sara Takanashi landete als beste Japanerin auf dem fünften Platz. Ihre Teamkollegin und Weltcupführende, Nozomi Maruyama, wurde Achte, wodurch ihr Vorsprung auf Nika Prevc im Gesamtweltcup erneut schrumpfte. Anna Odine Stroem (6.) schaffte es als einzige Norwegerin unter die besten Zehn. Ebenso erging es Lisa Eder auf Platz Sieben als beste Österreicherin. Agnes Reisch wurde Neunte, während Katharina Schmid ihren letzten Bewerb auf der Heimschanze in Oberstdorf als Elfte beendete. Juliane Seyfarth gewann ihr KO-Duell gegen Emily Torazza, die es daher nicht in den zweiten Durchgang schaffte, und landete am Ende auf Platz 16.

Die Top Ten komplettierte Nika Vodan, die mit 111,5 Metern im zweiten Sprung noch von Platz Zwei auf den zehnten Platz zurückfiel. Auch Silje Opseth dürfte sich den Ausgang des heutigen Wettbewerbs anders vorgestellt haben. Nach dem ersten Durchgang lag sie noch auf dem dritten Zwischenrang, fiel letztendlich jedoch noch auf Platz 12 zurück.

Offizielles Ergebnis

Gesamtwertung Two-Nights-Tour

Weiter geht es für die Damen am 5. und 6. Januar in Villach, wo zwei Einzelspringen auf der Normalschanze auf dem Plan stehen.

Two-Nights-Tour Weltcup Weltcup Damen

Nika Prevc hat sich mit einem deutlichen Vorsprung von 23,1 Punkten in Garmisch-Partenkirchen den Auftaktsieg bei der Two-Nights-Tour gesichert. Selina Freitag belegte dahinter einen starken zweiten Platz noch vor der Weltcupführenden Nozomi Maruyama aus Japan. Mit Katharina Schmid und Agnes Reisch gelang zwei weiteren deutschen Athletinnen der Sprung in die Top-10.

Bereits nach dem ersten Durchgang zeigte Nika Prevc mit einer Weite von 136,5 Metern in beeindruckender Manier auf, dass der Sieg an diesem Tag nur an ihr vorbeigehen wird. Ihre Dauerrivalin aus der diesjährigen Saison, Nozomi Maruyama, die am gestrigen Tag noch den Qualifikationssieg holte, reihte sich mit einer Weite von 127 Metern hinter der Slowenin, Selina Freitag und Lisa Eder zunächst auf Rang vier ein. Die Lücke, die Prevc zwischen sich und die Konkurrenz legen konnte, betrug schon zur Halbzeit 14,8 Punkte.

Im zweiten Durchgang baute Prevc mit einem Satz auf 134,5 Metern dieses Polster dann nochmal bis auf 23,1 Punkte aus. Zweifel an der Siegerin kamen zu keinem Zeitpunkt im Wettbewerb auf. Erfreulich aber für die rund 5.000 Zuschauer an der Großen Olympiaschanze war der starke Auftritt von Selina Freitag. Sie zeigte sich von ihrem Sturz aus Engelberg top erholt und sprang mit 127 Metern und 135,5 Metern zu ihrem ersten Podiumsergebnis in dieser Saison vor Nozomi Maruyama, die sich im zweiten Durchgang noch an der Österreicherin Lisa Eder (4.) vorbeischieben konnte.

„Ich bin richtig glücklich, vor allem nach dem Sturz in Engelberg jetzt auf dem Podest zu stehen, ist nicht ganz so selbstverständlich. Ich habe da schon etwas mit gehadert, bin aber im Training gleich gut reingekommen und habe mir da direkt wieder das Selbstvertrauen geholt. Und heute war alles mega, das Wetter, die Stimmung – es hat ultraviel Spaß gemacht. Ich saß oben auf dem Balken und habe mich einfach nur gefreut, als ich los durfte und freue mich, dass ich mich mit dem zweiten Platz auch belohnen konnte“, strahlte Freitag nach ihrem besten Saisonergebnis.

Lisa Eder bilanzierte den Wettkampf wie folgt: „Ich bin zufrieden mit dem, was in der Luft passiert ist, da geht der Schritt in die richtige Richtung. Ich war heute aber ein bisschen verkrampft, da fehlt mir noch etwas der Rhythmus. Jetzt gilt es sich schnell auf die Schanze in Oberstdorf einzustellen, Spaß zu haben und Gas zu geben.“ Ihr Cheftrainer, Ex-Vierschanzentourneesieger Thomas Diethart, zog ebenfalls ein positives Fazit. „Wir haben zwar das Podest leider ganz knapp nicht erreicht, weil die anderen Drei heute zu gut gesprungen sind, aber ich bin mit der Lisa sehr zufrieden. Sie macht ihren Job sehr gut, wird immer konstanter und die Top-Sprünge kommen langsam, von dem her bin ich sehr zufrieden.“

Agnes Reisch und Katharina Schmid punktgleich auf Rang acht

Hinter Sara Takanashi (5.), der überraschend starken Chinesin Ping Zeng (6.) sowie Abigail Strate (7.) platzierten sich Agnes Reisch und Katharina Schmid punktgleich auf Platz acht.

„Ich bin recht zufrieden. Die Sprünge waren besser als gestern und insgesamt ganz gut, noch nicht sehr gut aber das Feld ist derzeit auch so stark, da muss man wirklich Top-Sprünge zeigen, um ganz vorne zu landen. Aber ich bin ganz froh, punktgleich mit Agnes auf Platz acht zu sein und die Seli auf dem Podium- mannschaftlich kann sich das sehen lassen“, so Schmid, die sich nun auf ihre Heimatschanze in Oberstdorf freut. „Ich mag die Schanze in Oberstdorf ein bisschen mehr als die hier in Garmisch-Partenkirchen. Wichtig wird sein, dass ich mich dort einfach konzentrieren muss auf meine Aufgaben, was ich zu tun habe und dann schauen wir mal, was bei rauskommt.“

Bei Agnes Reisch überwog hingegen eher die Enttäuschung. „Es hätte besser sein können, ich bin nicht ganz zufrieden mit meinem Wettkampf. Ich weiß, dass die Sprünge auf einem extrem hohen Niveau sind aber sie waren heute nicht ganz so edel. Im Training war ich mal Dritte und jetzt war es nicht so einfach, bisschen zu passiv im ersten Versuch, bisschen zu aggressiv im Zweiten – aber immerhin ein Top-10 Ergebnis.“

Die Norwegerin Eirin Maria Kvandal (10.) komplettierte dahinter zum Auftakt der Two-Nights-Tour die Top-10.

Disqualifikation von Anna Odine Ström sorgt für Aufruhr

Die Dritte des Gesamtweltcups, Anna Odine Ström blieb in Garmisch hinter ihren eigenen Erwartungen zurück und kam nach den beiden Durchgängen nicht über Rang elf hinaus. Doch nach dem Wettkampf wurde es für die Norwegerin noch schlimmer. Medienberichten zu Folge wurde eine weitere Sohle in einem Socken entdeckt, was laut Regelwerk verboten ist. Die Folge: Disqualifikation, was nach dem Anzugsskandal ein weiteres schlechtes Licht auf die norwegische Mannschaft wirft.

Erste Weltcuppunkte für Julina Kreibich – Juliane Seyfarth verpasst Finaldurchgang

Sehr erfreulich verlief Garmisch-Partenkirchen auch für Julina Kreibich (26.) aus der nationalen Gruppe des DSV. Nachdem sie sich mit einem starken Auftritt gestern für den Wettbewerb qualifizieren konnte, zog sie zwar K.O.-Duell gegen Selina Freitag den kürzeren und schied nach dem ersten Durchgang aus, durfte sich aber dennoch über die ersten Weltcuppunkte in ihrer noch jungen Karriere freuen.

„Es war ein solider Sprung, auch wenn es für den Finaldurchgang nicht gereicht hat, bin ich sehr zufrieden. Vor dieser Kulisse zu springen war etwas ganz neues für mich, da kommt ein wenig die Nervosität mit ins Spiel, aber die Freude hat überwogen“, so Kreibich.

Juliane Seyfarth (25.) verpasste wie Kreibich den Einzug in den Finaldurchgang, nachdem sie im K.O.-Duell gegen die Chinesin Ping Zeng unterlag und ihre Punktzahl auch nicht reichte, um über die „Lucky-Loser“ weiter zu kommen.

DSV-Bundestrainer Heinz Kuttin zog nach dem Auftakt insgesamt ein positives Fazit. „Ich muss sagen, dass ich sehr zufrieden bin. Ich fang mal mit Julina Kreibich an, die ihre ersten Weltcuppunkte gesammelt hat und die hier in Garmisch vier wirklich gute Sprünge gezeigt hat. Das ist sehr gut und ist ein Beleg für die gute Nachwuchsarbeit. Jule Seyfarth hat ihren Sprung heute leider etwas verhauen, weshalb sie nicht im Finale mit dabei war. Katha Schmid und Agnes Reisch haben ein paar Kleinigkeiten in ihren Sprüngen drin gehabt, trotzdem war es ganz knapp, sonst hätten sie auch in den Top-5 landen können – das sehe ich auch sehr positiv. Gerade Agnes ärgert sich ein bisschen, dafür wird es morgen besser werden. Und die Selina hat zwei sehr gute Sprünge gemacht, speziell nach ihrem Sturz in Engelberg jetzt wieder so zurückzukommen, weit zu springen und auch noch den Telemark zu probieren – Hut ab.“

Für die Damen geht es am morgigen Tag bereits mit der zweiten Station der Two-Nights Tour in Oberstdorf weiter.

>>> Ergebnis Wettkampf

>>> Gesamtwertung Two-Nights-Tour

Two-Nights-Tour Weltcup Weltcup Damen

Nozomi Maruyama heißt die Siegerin der heutigen Qualifikation in Garmisch-Partenkirchen. Bei zapfigen Temperaturen und wechselndem Wind konnte sich die Japanerin hauchdünn vor Nika Prevc durchsetzen. Dritte wurde Lisa Eder. Aber auch die deutschen Damen lassen auf morgen hoffen.

Die beiden Trainings wurden vorneweg von den üblichen Verdächtigen bestimmt. Den ersten Trainingsdurchgang entschied Anna Odine Stroem für sich, den zweiten dann Nika Prevc. Nozomi Maruyama zeigte sich hier ebenso schon stark und platzierte sich als Zweite und Dritte.

Knappe Entscheidung zwischen Maruyama und Prevc

Hauchdünn vorne war Maruyama dann in der Qualifikation. Die Gesamtweltcupführende zeigte einen Sprung auf 132,0 Meter und lag damit 0,7 Punkte vor Nika Prevc. Prevc kam zwar „nur“ auf 124,5 Meter hatte aber deutlich schlechteren Wind als die Japanerin. Lisa Eder rückte dahinter den beiden Überfliegerinnen der bisherigen Saison als Drittplatzierte in der Qualifikation am dichtesten auf die Fersen. „Generell war es heute ein guter Tag. Die Schritte, die ich gemacht habe gehen in die richtige Richtung. Es ist alles recht knapp beieinander und mit dem Wind ist auch nicht immer ganz so einfach, aber ich bin insgesamt recht zufrieden.“ Auf die derzeitige Dominanz von Maruyama und Prevc angesprochen sowie die Schwierigkeit an die beiden Top-Athletinnen des bisherigen Winters heranzukommen, sagt die Österreicherin: „Ich schaue einfach, dass meine Sprünge passen, den Rest kann ich ohnehin nicht beeinflussen oder verändern. Aber heute war es schon mal deutlich knapper beieinander.“

Selina Freitag überzeugte mit 134,0 Metern und wurde damit Vierte. „Ich bin sehr zufrieden und habe den besten Sprung pünktlich zur Qualifikation und damit zur richtigen Zeit gezeigt. Er lief richtig cool und hat sich auch gut angefühlt. Ich hoffe, dass ich dies für morgen mitnehmen kann.“ Hinter ihr auf Platz fünf und sechs folgten Anna Odine Stroem und Nika Vodan. Agnes Reisch, die einen guten Trainingsdurchgang mit Platz drei zeigte und das zweite Training dann auslies, wurde Siebte. „Mein Trainingssprung war sehr, sehr gut. Der Qualisprung hingegen nicht ganz so, aber trotzdem immer noch alles im Rahmen“, so die Allgäuerin.

Die Top Ten wurden durch Eirin Maria Kvandal, Yuka Seto und Anezka Indrackova komplettiert. Für die übrigen deutschen Damen lief es durchwachsen. Katharina Schmid beendete die Qualifikation auf Rang 16, Juliane Seyfarth wurde 19.

„Ich bin heute nicht ganz so gut reingekommen, schon in den Trainingssprüngen nicht. Die Quali war auch nicht optimal, aber ich weiß, was ich zu tun habe und bin bereit für morgen“, so Schmid. Ihre Teamkollegin Seyfarth resümiert: „Garmisch ist zwar meine Lieblingsschanze, aber meine Sprünge hatten heute noch Potential nach oben. Ich hoffe, dass ich mich morgen steigern kann.“ Ansonsten konnte sich lediglich noch Julina Kreibich als 27. für den Wettkampf qualifizieren. Hier sei erwähnt, dass sich im System der Two-Nights-Tour nur 30 Damen für den Wettkampf qualifizieren und am morgigen Tag im KO-System gesprungen wird.

Für Emely Torazza (36.), Lia Böhme (44.), Anna Hollandt (46.), Alvine Holz (50.), Kim Amy Duschek (54.), Anna Häckel (59.) und Maike Tyralla (61.) bleibt morgen also nur die Zuschauerrolle.

„Wir haben gestern noch trainiert und es war eigentlich ganz ok. Es ist halt schwierig mit den Windverhältnissen, wenn in einem Sprung Aufwind ist und dann wieder plötzlich Rückenwind – das Windthema also wieder. Zudem ist es richtig kalt, was auch nicht gerade angenehm war“, schildert Torazza, die wie einige andere Athletinnen auch, deutlich Kritik daran üben, dass bei der Two Nights Tour nur 30 Damen im Wettbewerb mit dabei sein dürfen (statt wie im normalen Damen-Weltcup 40 oder bei den Herren sogar 50 Springer). „Es ist schade, dass die Hälfte morgen früh schon weiterreisen muss. Wenn du als junge Athletin hierhin kommst, ist es gefühlt aussichtslos in den Wettkampf zu kommen.“

Umso glücklicher war Julina Kreibich aus der Nationalen Gruppe, der dieses Kunststück dank eines starken Qualisprungs tatsächlich gelang. „Es macht einfach Spaß hier dabei zu sein und ich konnte meine Trainingsleistung bestätigen. Daher bin ich voll zufrieden“, so Kreibich.

Bundestrainer Heinz Kuttin zog nach der Qualifikation ein positives Fazit. „Ich bin sehr zufrieden, weil fünf Damen den Einzug in den Wettbewerb geschafft haben. Das ist gut, denn wir kennen natürlich die schwierigen Umstände, dass man dafür unter die Top-30 kommen musste. Und mit der Julina Kreibich haben wir sogar eine ganz junge Dame dabei, die es geschafft hat. Leider sind Emely Torazza und Anna Hollandt, die im Weltcup schon Punkte gemacht haben, heute etwas zu hart gesprungen. Sie wollten es vielleicht ein bisschen erzwingen, aber mit den anderen fünf Damen bin ich sehr zufrieden.“

Die deutschen Duelle im Überblick:

Katharina Schmid – Julia Mühlbacher, Juliane Seyfarth – Peng Zing, Frieda Westman – Agnes Reisch, Julina Kreibich – Selina Freitag

Am morgigen Silvestertag startet dann um 13 Uhr der erste der beiden Wettkämpfe der Two-Nights-Tour der Damen.

Ergebnisse Training

Ergebnis Qualifikation

Duelle für den Wettkampf

Weltcup Damen

Nika Prevc heißt die Siegerin des abschließenden Wettkampfes der Damen in Engelberg. Die Slowenin gewann vor Anna Odine Stroem und Katharina Althaus, die ihr erstes Podium in dieser Saison feiern durfte.

Die vorausgegangene Qualifikation entschied Nika Prevc vor Anna Odine Stroem und Selina Freitag, die punktgleich mit Yuka Seto auf Rang drei landete, für sich. Zudem konnten sich an diesem Sonntag alle deutschen Damen für den Wettkampf qualifizieren.

Nika Prevc brilliert, Katharina Schmid mit ersten Podium der Saison

Mit fast 20 Punkten Vorsprung sichert sich Nika Prevc (284,1 Pkt.) nach dem gestrigen zweiten Platz heute den Sieg vor der kurzen Weihnachtspause. Mit einem überragendem Sprung auf 136,0 Meter konnte sie die Norwegerin Anna Odine Stroem (132,5/125,0m, 267,4 Pkt.), die nach Durchgang eins noch in Führung lag, auf Platz zwei verweisen. Überglücklich und erleichtert zeigte sich Katharina Schmid (127,0/134,5m, 247,5 Pkt.), als klar war, dass sie ihr erstes Podium erreicht hatte. Sie zeigte sich überaus zufrieden bei der Pressekonferenz: „Ich hatte die letzten Wochen ganz schön zu knabbern und hab viel ausprobiert. Und heute bin ich in die Hocke und es war alles wieder da und hat funktioniert.“

Selina Freitag stürzt bei Tagesbestweite

Einen etwas bitteren Beigeschmack hatte das Ganze, da Selina Freitag im zweiten Durchgang bei 138,0 Meter zu Fall kam, aber unverletzt blieb. Mit diesem Sprung mit entsprechender Landung wäre ihr das Podium wohl sicher gewesen. Dementsprechend gefrustet zeigte sie sich nach dem Sturz, kam aber trotzdem noch auf den neunten Platz in der Endabrechnung. Agnes Reisch verpasste das Podium um 0,4 Punkte denkbar knapp als Vierte, freute sich aber nichts desto trotz mit Teamkollegin Schmid.

Auf den Plätzen fünf und sechs lagen mit Yuka Seto und Nozomi Maruyama zwei Japanerinnen. Dies bedeutete das erste Podium in dieser Saison ohne japanische Beteiligung. Auf Platz sieben folgte Abigail Strate die zwei solide Sprünge zeigte. Lisa Eder als Achte und Heidi Dyhre Traaserud auf Rang zehn komplettierten die Top Ten.

Für die Damen geht es jetzt in eine kurze Weihnachtspause, bevor dann mit der Two-Nights-Tour ein Highlight auf dem Plan steht.

Ergebnis Wettkampf

Ergebnis Qualifikation

Weltcup Weltcup Damen

Nach dem gestrigen zweiten Platz in Klingenthal für Nika Prevc, konnte sich die Slowenin heute den Sieg sichern und schlug im Privatduell gegen Nozomi Maruyama zurück, die Zweite wurde. Anna Odine Stroem komplettierte auf Rang drei das Podium, welches die deutschen Damen knapp verpassten.

Mit ihrem 25. Weltcupsieg ist Nika Prevc (294,1 Pkt.) nun auch innerhalb ihrer eigenen Familie und in ganz Slowenien die Erfolgreichste. Ihr Bruder Peter Prevc führte diese Rangliste mit 24 Weltcupsiegen bisher an, wurde aber nun durch die kleine Schwester abgelöst. Ihr gelangen an diesem Samstag Mittag Sprünge auf 135,0 und 138,0 Meter. Damit lag sie am Ende 4,0 Punkte vor der gestrigen Gewinnerin Nozomi Maruyama (134,0m/135,0m) aus Japan. Anna Odine Stroem (128,5/131,5m, 272,4 Pkt.) lag dann punktemäßig schon deutlich hinter Prevc und Maruyama.

Freitag und Reisch springen in die Top-5

Für die deutschen Damen lief der Samstag durchaus erfolgreich. Nachdem Agnes Reisch bereits in der Qualifikation einen starken Versuch zeigte und sich hinter Maruyama, Prevc, Ström und Takanashi auf Platz fünf einsortierte, stellte sie auch im Wettkampf ihr Potential unter Beweis. Am Ende stand für die Allgäuerin erneut der fünfte Rang zu Buche, knapp hinter ihrer Teamkollegin Selina Freitag, die Vierte wurde. Auch wenn Beide damit das Podium knapp verpassten, dürfen sie mit ihrer Vorstellung dennoch sehr zufrieden gewesen sein. Vor allem Freitag, die sich nach einem schwächeren Sprung in der Qualifikation (20.), im Wettkampf wieder deutlich verbessert zeigte.

Hinter den beiden Deutschen platzierte sich Abigail Strate, die sich im Vergleich zum Vortag etwas steigern konnte. Auf Rang sieben und acht lagen schlussendlich Heidi Dyhre Traaserud und Nika Vodan.

Die Schwedin Frida Westman überraschte mit Platz neun. Die gestrige Drittplatzierte Lisa Eder konnte an diesem Samstag die Top-Ten als Zehnte komplettieren.

Katharina Schmid weiterhin auf Suche nach Stabilität

Katharina Schmid tut sich hingegen weiterhin schwer, zwei gleichwertige Sprünge im Wettkampf zu zeigen. Nach dem ersten Durchgang lag sie noch aussichtsreich auf Rang sieben, erwischte im zweiten Versuch dann aber wieder einen schwächeren Sprung und fiel damit noch bis auf den zwölften Rang zurück. Punkte sammeln konnte außerdem Juliane Seyfarth auf Rang 21. Anna Hollandt blieb nach Platz 33 für den zweiten Durchgang nur die Zuschauerrolle.

Ergebnis Wettkampf

Ergebnis Qualifikation

Nächste Station: Engelberg

Fasst man die Ergebnisse aus Klingenthal zusammen, könnte man unter dem Strich zu einem „3:1-Sieg“ für Maruyama im direkten Duell mit Prevc kommen. Die Japanerin gewann in der Vogtland-Arena beide Qualifikationen (am Freitag und Samstag) sowie den Einzelwettbewerb am Freitag. Prevc entschied den zweiten Einzelwettbewerb am Samstag für sich und wird daraus sehr viel Selbstvertrauen für die nächste Station in Engelberg ziehen. Man darf gespannt sein, wer dort in diesem „Privatduell“ die Oberhand behalten wird. Punktemäßig haben sich die Japanerin und die Slowenin in Klingenthal mit jeweils einem Sieg und einem zweiten Platz auf jeden Fall nichts geschenkt. Die Wettkämpfe in der Schweiz am nächsten Wochenende dienen gleichzeitig als Generalprobe für die anschließende Two-Nights Tour.

Weltcup Weltcup Damen

48 Tage nach ihrem Gesamtsieg beim Sommer Grand-Prix steht Nozomi Maruyama erneut in Klingenthal ganz oben auf dem Podium. Mit Sprüngen auf 130m und 127m (240,5 Punkte) setzte sich die Japanerin am Ende ganz knapp gegen die Slowenin Nika Prevc (128m/126m; 239,5 Punkte) durch. Rang drei ging an die Österreicherin Lisa Eder (125,5m/128,5m; 231,9 Punkte). Selina Freitag (130,5m/120m; 211,3 Punkte) wurde als beste Deutsche Siebte.

Der erste Einzelwettbewerb der Damen in Klingenthal wurde erneut vom Duell Nozomi Maruyama vs. Nika Prevc geprägt, mit dem besseren Ende für die Japanerin. Diese führte bereits nach dem ersten Durchgang das Feld an und hatte 4,2 Zähler Vorsprung auf Prevc, die sich zur Halbzeit noch auf Position drei befand. Zwischen den beiden Top-Athletinnen des bisherigen Winters schob sich die Norwegerin Anna Odine Ström mit einem Satz auf 128m.

Im entscheidenden zweiten Durchgang griff Prevc mit einer Weite von 126m und guten Haltungsnoten dann noch einmal an. Nachdem sie mit ihrem starken Sprung zunächst deutlich an Ström (119,5m) vorbei ging, wurde es danach ganz eng zwischen ihr und Maruyama, die ihrerseits zwar auf 127m segelte, allerdings über die Haltungsnoten und Windkompensation wiederum Punkte auf die amtierende Weltcupgesamtsiegerin einbüßte. Im Auslauf trieb die Japanerin mit ihren Händen den „TV-Balken“ förmlich nach oben und war sichtlich erleichtert, dass sie schlussendlich einen Punkt Vorsprung gegenüber Prevc verteidigen konnte.

Den dritten Platz auf dem Podium sicherte sich die Österreicherin Lisa Eder, die sich dank eines starken zweiten Sprungs noch vom sechsten Rang aus nach vorne katapultieren konnte. Sara Takanashi (4.) und Abigail Strate (5.) komplettierten die Top-5. Anna Odine Ström, die nach dem ersten Durchgang noch auf Podiumskurs lag, musste sich nach ihrem schwächeren zweiten Versuch mit dem sechsten Rang begnügen.

Selina Freitag mit Platz sieben und vielversprechenden Sprüngen

Einen starken Auftritt vor heimischem Publikum im nebligen Klingenthal zeigte auch Selina Freitag. Mit dem dritten Platz in der Qualifikation startete der Tag bereits sehr vielversprechend für sie und auch im ersten Wertungsdurchgang gelang es ihr, mit 130,5m die Bestweite zu erzielen. Einziges Manko: die unglückliche Landung, für die sie auch nur dreimal die Note 14,5 von den Kampfrichtern erhielt. Im zweiten Durchgang gelang ihr die Landung zwar deutlich besser, allerdings war hier schon bei 120 Metern Schluss. Am Ende blieb Rang sieben und Sprünge, die durchaus Hoffnung für den zweiten Einzelwettbewerb am morgigen Tag machen: „Ich bin halb zufrieden. Im ersten Durchgang hab ich leider Punkte bei der Landung liegen gelassen, was sehr ärgerlich ist, aber ich weiß, dass ich da wieder vorne rankommen kann, wenn ich meine Sachen beisammen hab und das ist vom Kopf her sehr positiv für mich zu wissen. Insgesamt bin ich schon sehr zufrieden heute.“

Hinter den beiden Japanerinnen Yuka Seto (8.) und Yuki Ito (9.) sowie der Slowenin Nika Vodan (10.) folgte Agnes Reisch als zweitbeste Deutsche auf einem guten elften Rang trotz starker Erkältung. Nach dem Wettkampf zeigte sie sich durchaus zufrieden, sieht aber selbst noch Luft nach oben: „Also für das, dass ich krank bin oder war und noch nicht ganz bei Kräften bin ist der Wettkampf echt in Ordnung, aber noch nicht das wo ich hin will.“ Katharina Schmid kam dieses Mal in der Endabrechnung nicht über den 13. Platz hinaus.

Disqualifikation von Juliane Seyfarth – Anna Hollandt verpasst knapp das Finale

Juliane Seyfarth erreichte mit zwei soliden Sprüngen den 19. Rang, wurde allerdings im Nachgang nach der Materialkontrolle noch disqualifiziert. Sie ist damit die zweite deutsche Springerin, die mit einer gelben Karte verwarnt wurde. Für Anna Hollandt (31.) reichte es heute ganz knapp nicht für den zweiten Durchgang der besten 30 Springerinnen.

ÖSV Weltcup Weltcup Damen

Nach den Rücktritten von Jaqueline Seifriedsberger und Sara Marita Kramer sowie der Verletzung von Eva Pinkelnig kommt es im österreichischen Damenteam in dieser Olympiasaison mehr denn je auf Julia Mühlbacher an. Die 21-Jährige zeigte trotz des gestiegenen Drucks bei den ersten drei Weltcupstationen bereits vielversprechende Leistungen, die Hoffnung auf eine erfolgreiche Saison machen.

Gleich im ersten Wettbewerb des Winters sicherte sich Mühlbacher ihr erstes Podium. Gemeinsam mit Lisa Eder, Stefan Kraft und Jan Hörl erreichte sie im Mixed-Wettbewerb von Lillehammer den dritten Platz. In den beiden Einzelwettbewerben folgten die Ränge 17 und 18. In Falun gelang ihr der nächste Schritt: Nach Platz 19 auf der Normalschanze verbesserte sie sich auf der Großschanze bereits auf Rang 12. Auch in Wisla setzte sich der positive Trend mit den Plätzen 13 und 11 fort. Ihrem Ziel, sich in dieser Saison in den Top-10 zu etablieren, kommt Mühlbacher damit immer näher.

Grundlage dafür war auch eine gelungene Sommervorbereitung, wie sie gegenüber Skispringen-News.de berichtet: „Der Sommer ist für mich sehr gut verlaufen. Ich habe immer stetige Steigerungen drin gehabt, bin ohne Verletzungen durchgekommen und habe super trainieren können.“ Zugleich gibt sie Einblick in die vergangenen Wochen und Monate.

„Nachdem die letzte Saison beendet war, hatten wir zunächst ein paar Wochen Urlaub, ehe es mit dem körperlichen Training weitergegangen ist. Hier wird die Substanz für den Winter aufgebaut. Mit dem Springen haben wir dann Ende Mai/Anfang Juni wieder begonnen. Über den Sommer hinweg hatten wir einige Trainingskurse, wobei da der Hauptfokus auf der körperlichen Vorbereitung liegt. Je weiter es in den Herbst hineingeht, desto mehr richtet sich der Fokus natürlich auf die Sprungperformance, damit wir da noch das i-Tüpfelchen finden – so schaut bei uns eigentlich ein klassischer Sommer aus“, erklärt Mühlbacher, die 2023 mit dem dritten Platz in Rasnov ihr erstes Einzelpodium im Weltcup feierte.

Da die vergangene Saison trotz der WM-Silbermedaille mit dem Team in Trondheim nicht nach ihren Vorstellungen verlaufen ist, hat sie sich für den Winter 2025/26 viel vorgenommen. „Dadurch, dass ich letztes Jahr eher eine durchwachsene Saison gehabt habe, ist mir heuer klar, dass ich mich in den Top-10 etablieren will. Ich habe letztes Jahr schon einmal gezeigt, dass ich es drauf habe, nur habe ich dann leider nicht die Konstanz aufweisen können. Darauf liegt mein Fokus. Und natürlich haben wir dann auch noch die Olympischen Spiele. Es ist das Highlight, da es sie nur alle vier Jahre gibt, deshalb freue ich mich schon riesig drauf“, so Mühlbacher. Gleichzeitig möchte sie sich in dieser Phase der Saison aber noch keinen Druck machen: „Ich nehme es sehr gelassen und schaue von Wochenende zu Wochenende. Wir werden dann sehen, wie es laufen wird.“

Zur Lücke, die die arrivierten Athletinnen in der Mannschaft hinterlassen, sagt sie: „Die Lücke ist schon riesig. Die Reduktion bei uns war doch sehr plötzlich und ein heftiger Schlag. Aber die Rücktritte muss man akzeptieren und der Unfall von der Eva ist sehr schade. Wir werden weiterkämpfen und uns davon nicht unterkriegen lassen.“

Wie sich die Saison für die Springerinnen im ÖSV-Team entwickeln wird, bleibt abzuwarten. Fest steht jedoch, dass der Start von Julia Mühlbacher (aktuell P15 im Gesamtweltcup) und auch der von Lisa Eder (aktuell P5 im Gesamtweltcup) durchaus gelungen ist.

Weltcup Weltcup Damen

Nachdem Nika Prevc im gestrigen Wettkampf nur die Zuschauerrolle blieb, schlägt sie im zweiten Bewerb in Wisla zurück und sicher sich den überlegenen Sieg vor ihrer Teamkollegin Nika Vodan und der Norwegerin Eirin Maria Kvandal. Beste Deutsche wird Agnes Reisch auf Rang Fünf.

In der vorangegangenen Qualifikation landete Prevc noch auf dem dritten Platz. Der Sieg ging and Landsfrau Nika Vodan. Im darauffolgenden Wettbewerb steigt sich Nika Prevc aber wieder in alter Stärke und landete mit 128,0 und 130,0 Metern und einem Vorsprung von 12,8 Punkten auf dem ersten Platz. In der Qualifikation noch vor ihrer Landsfrau wurde Vodan im Wettkampf mit 126,0 und 130,0 Metern Zweite. Rang drei ging an die Norwegerin Eirin Maria Kvandal mit 128,0 und 126,0 Metern.

Maruyama verpasst Podest, Reisch als Fünfte beste Deutsche

Die Weltcupführende, Nozomi Maruyama, verpasste das Podest als Vierte nur knapp. Hinter ihr landete Agnes Reisch als beste Deutsche auf dem fünften Platz. Reisch bestätigte damit ihr Leistung, nachdem sie in der Qualifikation bereist Vierte wurde. Mit Selina Freitag (9.) landete außerdem eine weitere DSV-Athletin unter den besten Zehn.

Ebenfalls unter den besten Zehn landeten die Norwegerin Anna Odine Stroem (6.) sowie die Österreicherin Lisa Eder (7.) und Sara Takanashi (8.) aus Norwegen. Komplettiert wurden die Top Ten von Abigail Strate aus Kanada.

Für Juliane Seyfarth stand am Ende der 16. Platz zu buche, während sich Katharina Schmid mit Platz 19 zufrieden geben musste, nachdem sie in der Qualifikation noch auf Rang Zehn landete. Anna Hollandt verpasste als 35. den zweiten Durchgang. Alvine Holz scheiterte mit Platz 45 bereits in der Qualifikation zum Wettbewerb.

Bestresultat für Ping Zeng aus China

Sehr gut verlieft der heutige Wettkampf auch für Ping Zeng. Mit Platz 13 darf sich die Chinesin über ein neues Karrierebestresultat freuen. Ihre Landsfrau Yangning Weng schaffte zwar den Sprung in den Wettbewerb, schaffte den Sprung in den Wettkampf als 38. jedoch nicht.

Ergebnis Qualifikation

Offizielles Ergebnis

Für die Damen geht es am kommenden Wochenende auf der Großschanze in Klingenthal weiter. Am Freitag und Samstag stehen hier zwei Einzelbewerbe auf dem Programm.