Weltcup Weltcup Herren

Nozomi Maruyama heißt die Siegerin des ersten Wettkampfes in Engelberg und ist damit weiter die Überfliegerin dieses Winters. Dahinter landen Überfliegerin Nummer zwei, Nika Prevc und Anna Odine Stroem auf den weiteren Podiumplätzen.

Während sich den Qualisieg unmittelbar vor dem Wettkampf noch Nika Prevc sichern konnte, war es am Ende Nozomi Maruyama die überglücklich von ganz oben am Podium strahlte. Mit 136,5 und 134,0 Metern sicherete sich Maruyama 274,9 Punkte und überholte Prevc damit im zweiten Durchgang noch. Diese lag mit 273,2 am Ende knapp hinter der Japanerin. Mit 139,5 Metern im ersten Sprung zeigte Nika Prevc den weitesten Sprung des Tages. Im zweiten Sprung landete sie nach 134,0 Metern nicht ganz sauber, weshalb sie am Ende noch auf den zweiten Rang zurückfiel. Platz drei belegte Anna Odine Stroem (267,0 Pkt.) aus Norwegen mit 132,0 und 134,0 Metern.

Freitag und Reisch unter den Top Fünf

Auf den Plätzen vier und fünf landeten mit Selina Freitag und Agnes Reisch zwei Athletinnen aus dem deutschen Team. Katharina Schmid landete als zwölfte knapp außerhalb der Top Ten.

Mit Yuka Seto (6.) und Sara Takanashi (9.) landeten hingegen gleich zwei weitere Japanerinnen unter den besten Zehn. Auf Rang sieben lag die Kanadierin Abigail Strate, die nach Durchgang eins noch auf dem 13. Platz lag, sich mit einem starken zweiten Sprung 127,5 Meter noch nach vorne kämpfen konnte. Auf den Plätzen acht und zehn kamen die beiden Österreicherinnen Lisa Eder und Julia Mühlbacher ins Ziel.

Ergebnis Qualifikation

Ergebnis Wettkampf

Weltcup Weltcup Herren

Felix Hoffmann heißt der Gewinner der heutigen Qualifikation in Engelberg. Mit 0,8 Punkten Vorsprung konnte er sich den Scheck über 3000 Schweizer Franken knapp vor Jan Hörl sichern. Dritter wurde Stefan Kraft. Und auch ein weiterer Deutscher lässt hoffen.

Glücklich strahlte der Thüringer im Auslauf als klar war, dass er auch am Ende ganz oben stehen würde. Es war wirklich ein Tag ganz nach dem Geschmack des 29-jährigen. Hoffmann (132,0m/166,7 Pkt.) zeigte bereits im Training eindrucksvoll, dass der Sieg an diesem Wochenende nur über ihn gehen könnte. Er konnte hier schon beide Trainingsdurchgänge für sich entscheiden.

Domen Prevc, der neben Hoffmann das Training mit zwei zweiten Plätzen mit bestimmte, erwischte in der Quali einen schwächeren Sprung und landete schlussendlich auf dem 22. Platz. Hinter Hoffmann reihten sich die beiden Österreicher Jan Hörl (132,0m/165,9 Pkt.) und Stefan Kraft (131,5m/159,7 Pkt.) ein. Mit Philipp Raimund dürfte ein weiterer Deutscher sehr zufrieden mit dem heutigen Tag sein. Er belegte mit 131,5 Metern und 158,1 Punkten den vierten Rang.

Daniel Tschofenig beendete die Qualifikation als Fünfter und zeigt damit einen Aufwärtstrend. Ebenso Kristoffer Eriksen Sundal, der hinter Anze Lanisek auf Rang sieben einkam. Die beiden Japaner Naoki Nakamura und Ren Nikaido lagen punktgleich auf Rang acht. Die Top Ten wurde vom jungen Polen Kasper Tomasiak komplettiert.

Gemischte Gefühle bei Team Deutschland

Aus deutscher Sicht konnten sich außerdem Neuling Ben Bayer (39.), der für Andreas Wellinger ins Team rutschte, und Pius Paschke (44.) für den morgigen Wettkampf qualifizieren. Für Luca Roth (54.) wird morgen dagegen nur die Zuschauerrolle übrig bleiben. Ebenso erging es Pawel Wasek (51.), Lovro Kos (53.) und Erik Belshaw (56.).

Die FIS greift durch: Gleich fünf Disqualifikationen

Die heutige Qualifikation war außerdem geprägt von vielen Disqualifikationen. Antti Aalto ist hierbei das bekannteste „Opfer“. Außerdem erwischte es mit Daniel Andrei Cacina und Mihnea Alexandru Spulber beide rumänische Sportler, den Chinesen Yixin Lyu und den Kazachen Ilya Mizernyhk.

Ergebnis Training

Ergebnis Qualifikation

Weltcup Weltcup Herren

Domen Prevc ist weiterhin in seiner eigenen Liga unterwegs. Auch den zweiten Wettkampf in Klingenthal entschied der Slowene deutlich für sich. Eingerahmt wurde der Mann im gelben Trikot von gleich zwei Japanern. Ren Nikaido auf Platz zwei und Ryoyu Kobayashi auf Platz drei.

13,0 Punkte Vorsprung waren es an diesem Sonntag für Domen Prevc (275,1 Pkt.). Mit 141,0 und 140,5 Metern zeigte der Weltrekordhalter im Skifliegen erneut, dass momentan wirklich kein Weg an ihm vorbei geht. Ren Nikaido (141,0/135,0, 262,1 Pkt.) folgte auf dem zweiten Platz vor seinem Teamkollegen Ryoyu Kobayashi auf Platz drei. Mit 142,0 Meter erzielte er die Wettkampfbestweite. Damit lag er nach dem ersten Sprung auch nur 0,2 Punkte hinter Domen Prevc. Im zweiten Durchgang erwischte er einen etwas schwächeren Sprung auf 133,5 Meter und fiel damit noch auf Platz drei zurück.

Foubert und Naito mit Karrierebestleistungen

Valentin Foubert erreichte mit Platz vier sein persönlich bisher bestes Weltcupergebnis. Dafür zeigte er Sprünge auf 140,0 und 137,0 Meter. Erneut besser lief es für das Team aus Norwegen. Kristoffer Eriksen Sundal beendete den Wettkampf als starker Fünfter. Teamkollege Halvor Egner Granerud durfte sich über Platz sieben freuen. Marius Lindivk, der vor dem Wettkampf noch die Qualifikation für sich entscheiden konnte, wurde am Ende nur 16. Mit Tomofumi Naito fand sich auf Platz sechs noch ein weiterer Japaner wieder. Er verbesserte sich im Finaldurchgang noch von Platz elf einige Plätze nach vorne.

Team Österreich zeigt Schwächen

Für das Team aus Österreich lief der Tag nicht ganz wie erhofft. Stephan Embacher wurde bester Österreicher auf dem achten Rang, vor Manuel Fettner als Neunter. Stefan Kraft fiel nach einem schwächeren Versuch in Durchgang zwei gar noch aus den Top Ten und wurde Elfter. Noch bitterer lief es für Jan Hörl, der als 35. sogar das Finale verpasste.

6000 Zuschauer feiern trotz überschaubarer deutschen Leistung

Für das heimische Publikum gab es leider nicht besonders viel zu jubeln. Die fast 6000 Fans in der Sparkasse Vogtland Arena sahen weiterhin schwächelnde DSV-Adler. Philipp Raimund, gestern noch Dritter, musste sich heute mit dem zehnten Platz zufrieden geben: „Heute mit Top Ten muss ich ehrlich sagen, hätte ich im letzten Jahr noch gesagt, ‚mega-geil‘. Die letzten Wettkämpfe waren alle auf einem sauguten Niveau. Und man muss auch ehrlich sagen, dass ich mich vielleicht ein bisschen dran gewöhnt habe. Aber nichts desto trotz, es war glaube ich von den Sprungleistungen echt in Ordnung.“

Wellinger nach verpatzter Quali zum Zuschauen verdammt

Felix Hoffmann verbesserte sich im Vergleich zu gestern und wurde 12. Er verbesserte sich im zweiten Durchgang noch von Rang 19. Sonst fand sich nur Pius Paschke in den Punkterängen wieder. Er wurde 26. Luca Roth blieb mit Platz 43. nur die Zuschauerrolle im Finale. Noch schlimmer erwischte es Andreas Wellinger , der nach der verpassten Qualifikation zum Zuschauen verdammt war. Wie bereits gestern angekündigt wird er in Engelberg eine Wettkampfpause einlegen.

Ergebnis Wettkampf

Ergebnis Qualifikation

Weltcup Weltcup Damen

Nach dem gestrigen zweiten Platz in Klingenthal für Nika Prevc, konnte sich die Slowenin heute den Sieg sichern und schlug im Privatduell gegen Nozomi Maruyama zurück, die Zweite wurde. Anna Odine Stroem komplettierte auf Rang drei das Podium, welches die deutschen Damen knapp verpassten.

Mit ihrem 25. Weltcupsieg ist Nika Prevc (294,1 Pkt.) nun auch innerhalb ihrer eigenen Familie und in ganz Slowenien die Erfolgreichste. Ihr Bruder Peter Prevc führte diese Rangliste mit 24 Weltcupsiegen bisher an, wurde aber nun durch die kleine Schwester abgelöst. Ihr gelangen an diesem Samstag Mittag Sprünge auf 135,0 und 138,0 Meter. Damit lag sie am Ende 4,0 Punkte vor der gestrigen Gewinnerin Nozomi Maruyama (134,0m/135,0m) aus Japan. Anna Odine Stroem (128,5/131,5m, 272,4 Pkt.) lag dann punktemäßig schon deutlich hinter Prevc und Maruyama.

Freitag und Reisch springen in die Top-5

Für die deutschen Damen lief der Samstag durchaus erfolgreich. Nachdem Agnes Reisch bereits in der Qualifikation einen starken Versuch zeigte und sich hinter Maruyama, Prevc, Ström und Takanashi auf Platz fünf einsortierte, stellte sie auch im Wettkampf ihr Potential unter Beweis. Am Ende stand für die Allgäuerin erneut der fünfte Rang zu Buche, knapp hinter ihrer Teamkollegin Selina Freitag, die Vierte wurde. Auch wenn Beide damit das Podium knapp verpassten, dürfen sie mit ihrer Vorstellung dennoch sehr zufrieden gewesen sein. Vor allem Freitag, die sich nach einem schwächeren Sprung in der Qualifikation (20.), im Wettkampf wieder deutlich verbessert zeigte.

Hinter den beiden Deutschen platzierte sich Abigail Strate, die sich im Vergleich zum Vortag etwas steigern konnte. Auf Rang sieben und acht lagen schlussendlich Heidi Dyhre Traaserud und Nika Vodan.

Die Schwedin Frida Westman überraschte mit Platz neun. Die gestrige Drittplatzierte Lisa Eder konnte an diesem Samstag die Top-Ten als Zehnte komplettieren.

Katharina Schmid weiterhin auf Suche nach Stabilität

Katharina Schmid tut sich hingegen weiterhin schwer, zwei gleichwertige Sprünge im Wettkampf zu zeigen. Nach dem ersten Durchgang lag sie noch aussichtsreich auf Rang sieben, erwischte im zweiten Versuch dann aber wieder einen schwächeren Sprung und fiel damit noch bis auf den zwölften Rang zurück. Punkte sammeln konnte außerdem Juliane Seyfarth auf Rang 21. Anna Hollandt blieb nach Platz 33 für den zweiten Durchgang nur die Zuschauerrolle.

Ergebnis Wettkampf

Ergebnis Qualifikation

Nächste Station: Engelberg

Fasst man die Ergebnisse aus Klingenthal zusammen, könnte man unter dem Strich zu einem „3:1-Sieg“ für Maruyama im direkten Duell mit Prevc kommen. Die Japanerin gewann in der Vogtland-Arena beide Qualifikationen (am Freitag und Samstag) sowie den Einzelwettbewerb am Freitag. Prevc entschied den zweiten Einzelwettbewerb am Samstag für sich und wird daraus sehr viel Selbstvertrauen für die nächste Station in Engelberg ziehen. Man darf gespannt sein, wer dort in diesem „Privatduell“ die Oberhand behalten wird. Punktemäßig haben sich die Japanerin und die Slowenin in Klingenthal mit jeweils einem Sieg und einem zweiten Platz auf jeden Fall nichts geschenkt. Die Wettkämpfe in der Schweiz am nächsten Wochenende dienen gleichzeitig als Generalprobe für die anschließende Two-Nights Tour.

Weltcup Weltcup Herren

Für Philipp Raimund lief der erste Auftritt der Saison vor heimischen Publikum ganz nach seinem Geschmack. Er konnte sich vor Domen Prevc und Ryoyu Kobayashi den Scheck für den Qualifikationssieger sichern und lässt damit auf den morgigen Tag hoffen.

Schon im Training zeigte Raimund vom SC Oberstdorf starke Sprünge und platzierte sich hier auf Rang zwei und sechs. Das erste Training ging an den Österreicher Jan Hörl, während das zweite Training Domen Prevc für sich entscheiden konnte. In der anschließenden Qualifikation zeigte Raimund (143,5 Pkt.) mit 139,5 Metern den weitesten Satz und lag am Ende 2,9 Punkte vor dem Zweitplatzierten Domen Prevc (135,5m/140,6 Pkt.). Ryoyu Kobayashi landete bei 137,5 Meter und damit auf Rang drei.

Dahinter folgten die beiden Österreicher Jan Hörl und der frischgebackene Vater Stefan Kraft, der nach einer kurzen Babypause wieder mit von der Partie war und mit Platz fünf direkt wieder stark ins Geschehen einsteigen konnte. Mit Johann Andre Forfang auf Platz sechs, Halvor Egner Granerud auf Platz acht und Marius Lindivik auf Rang zehn, meldeten sich auch die Norweger wieder an.

Die größte Überraschung war jedoch ein Kasache. Daniel Vassilyev zeigte einen Sprung auf 138,5 Meter, kam damit aus dem Strahlen gar nicht mehr heraus und belegte damit am Ende einen für ihn überragenden siebten Platz.

DSV Athleten schwächeln vor heimischem Publikum

Die übrigen deutschen Athleten neben Raimund schwächelten in der heutigen Qualifikation noch etwas. Zwar schafften alle den Sprung in den morgigen Wettkampf, Jubelschreie lösten die Sprünge bei den heimischen Fans jedoch noch keine aus. Felix Hoffmann landete als zweitbester Deutscher auf Rang 17. Danach landeten Andreas Wellinger und Pius Paschke auf den Plätzen 35 und 36. Der für Karl Geiger neu ins Team gerutschte Luca Roth platzierte sich am Ende auf Platz 43.

Der morgige Wettkampf startet um 15:45 Uhr, ab 14:45 Uhr steht noch ein Probedurchgang auf dem Programm.

Ergebnis Qualifikation

Weltcup Damen

Anna Odine Stroem war an diesem Donnerstag in Wisla das Maß aller Dinge. Nachdem sich die Norwegerin schon den Qualisieg sicherte, ging der Weg auch am Abend nicht an ihr vorbei. Sie lag am Ende 5,1 Punkte vor der zuletzt schwächelnden Abigail Strate und Nozomi Maruyama.

In der Qualifikation gab es bereits die erste dicke Überraschung an diesem Tag. Nika Prevc wurde aufgrund zu geringen Gewichtes disqualifiziert. Ihr Ski war damit also etwas zu lang und so war es also schon eine Favoritin auf den heutigen Tagessieg weniger. Stroem holte sich den Qualisieg mit einem Sprung auf 116,5 Meter vor Nozomi Maruyama und Lisa Eder. Aus deutscher Sicht schafften es alle Athletinnen in den Wettkampf. Im Vergleich zum Saisonstart rutschte für Emely Torazza, Alvine Holz ins Team.

Nachdem im ersten Durchgang noch starker Rückenwind geherrscht hatte, verbesserten sich die Bedingungen für den zweiten Durchgang dann deutlich und es wurde schlussendlich noch ein ansehnlicher Wettkampf. Anna Odine Stroem kam auf 127,0 und 124,0 Meter und sammelte damit 246,0 Punkte für den Sieg. Hinter ihr kam die zuletzt etwas schwächelnde Kanadierin Abigail Strate (240,9 Punkte) auf Platz zwei. Im zweiten Sprung zeigte sie mit 131,0 Metern einen neuen Schanzenrekord und konnte sich damit noch auf das Podium schieben. Die Gesamtweltcupführende Nozomi Maruyama (121,0/121,0m) platzierte sich auf Rang drei. Stroem zeigte sich nach dem Wettkampf sehr zufrieden mit ihrer Performance: „Heute bin ich schon den ganzen Tag gut gesprungen, das fühlt sich gut an. Außerdem feiert mein Bruder in Trondheim bei der Nordischen Kombination sein Debüt im Weltcup. Das macht mich sehr glücklich.“

Selina Freitag mit besten Saisonergebnis

Knapp dahinter kam Heidi Dhyre Traaserud auf Position vier ins Ziel. Lisa Eder verpasste ein weiteres Podium und musste sich nach einem schwächeren zweiten Versuch mit Rang fünf zufrieden geben. Beste deutsche Athletin und damit weiterhin auf dem aufsteigenden Ast zeigte sich Selina Freitag. Sie verbesserte sich mit 125,5 Meter im zweiten Durchgang noch um ganze vier Plätze auf Platz sechs und feiert damit ihr bisheriges bestes Saisonergebnis.

Agnes Reisch und Katharina Schmid verpassten zwei weitere DSV Athletinnen die Top Ten. Sie lagen am Ende auf Platz elf und zwölf. Juliane Seyfarth wurde 16, Anna Hollandt 26. Für Alvine Holz war der Arbeitstag nach Platz 38 im ersten Durchgang beendet.

Am morgigen Freitag findet im polnischen Wisla ein weiterer Einzelwettkampf für die Damen statt, ehe am Abend auch die Männer ins Geschehen eingreifen.

Ergebnis Qualifikation

Ergebnis Wettkampf

Weltcup Weltcup Damen

Nika Prevc ist zurück! Nämlich ganz oben auf dem Treppchen. Mit einer ganz starken Leistung sichert sich die Slowenin ihren ersten Saisonsieg, vor Nozomi Maruyama und Eirin Maria Kvandal. Der anhaltende Schneefall machte erstaunlich wenig Probleme und vor allem die deutschen Springerinnen zeigten sich stark formverbessert.

Es waren durchaus turbulente Tage im schwedischen Falun für die Damen. Nachdem zuerst, der für Sonntag geplante Normalschanzen Wettkampf auf Freitag vorverlegt wurde, ging am gestrigen Samstag auf der Großschanze gar nichts. Der Wind spielte nicht mit. So ging es also am Sonntag Morgen bereits um 8 Uhr mit einem Trainingssprung auf die Großschanze, ehe im Anschluss die Qualifikation und der Wettkampf stattfinden konnte.

Qualifikationssieg geht an Maruyama

Die Qualifikation konnte nicht wenig überraschend Nozomi Maruyama für sich entscheiden. Auf Rang zwei und drei folgten Nika Prevc und Heidi Dyhre Traaserud. Selina Freitag lies mit einem sechsten Platz aufhorchen und zeigte hier bereits aufsteigende Form, nachdem der Saisonstart nicht nach Plan verlief.

Nachdem Nika Prevc zu Beginn der Saison etwas mit sich und ihrem Selbstbewusstsein haderte, zeigte sie heute, dass man sie nie abschreiben sollte. Mit einer beeindruckenden Leistung und Sprüngen auf 125,0 und 132,0 Meter konnte sie 252,3 Punkte sammeln. Damit lag sie 7,9 Punkte vor der Gesamtweltcupführenden Nozomi Maruyama (122,5/129,0m) aus Japan. Eirin Maria Kvandal (234,4 Pkt.), die auf der Normalschanze nicht an den Start gegangen war, zeigte mit dem dritten Platz, dass auch mit ihr in der Olympiasaison zu rechnen sein wird.

Deutsche Damen stark formverbessert, Anges Reisch auf Platz 5

Den weitesten Sprung im ersten Durchgang zeigte Sara Takanashi mit 128,0 Metern. Am Ende belegte die Japanerin den undankbaren vierten Platz, dürfte aber wohl nichts desto trotz, zufrieden mit ihrer Performance sein. Gar nicht mehr aus dem Strahlen raus kam auch Agnes Reisch. Ähnlich wie Selina Freitag haderte sie zu Beginn der Saison mit ihren Sprüngen. Mit 124 und 119,0 Metern platzte in Falun der Knoten und sie durfte sich über einen starken fünften Platz freuen. Mit Katharina Schmid auf Rang acht und Selina Freitag auf Rang zehn konnten sich zwei weitere DSV Athletinnen in den Top Ten platzieren. Juliane Seyfarth lag nach Durchgang eins noch auf einem aussichtsreichen 12. Rang, fiel aber nach einem schwächeren zweiten Versuch noch auf Platz 19 zurück. Die Top Ten wurden durch Lisa Eder (6.), Anna Odine Stroem (7.) und Abigail Strate (9.) komplettiert.

Für Anna Hollandt blieb nach 106,0 Metern, mit welchen sie sich nach ihrem Sprung zufrieden zeigte, in Durchgang eins nur die Rolle des Zuschauers. Ebenso erging es Emily Torazza, die den Sprung in den Wettkampf nicht schaffte und schon an der Qualifikation scheiterte.

Ergebnis Qualifikation

Ergebnis Wettkampf

Weltcup Weltcup Herren

In Lillehammer geht es für Team Österreich in der neuen Saison weiter, wie es in der letzten aufgehört hat. Der Vorjahres Gesamtweltcupsieger Daniel Tschofenig siegte vor seinen Teamkollegen Jan Hörl und Stefan Kraft. Für die DSV Springer läuft es dagegen bescheiden, einzig Hoffmann und Raimund machen Hoffnung.

Es war wie schon bei den Damen ein Springen geprägt von wechselnden Winden und viel Rückenwind. „Schon etwas überraschend.“, nannte Andreas Widhölzl, Cheftrainer der österreichischen Skispringer, das Endergebnis. Daniel Tschofenig (311,5 Pkt.) siegte mit Sprüngen auf 133,0 und 120,0 Meter, 4,3 Punkte vor seinem Teamkollegen Jan Hörl (307,2 Pkt.). Beide lagen nach Durchgang eins noch nicht auf Podiumkurs. Anders sah es da für Stefan Kraft aus, der nach 138,0 Meter im ersten Versuch zur Halbzeit in Führung lag. Im zweiten Sprung bekam er 37 Punkte als Windkompensation, hatte aber mit 120,0 Meter keine Chance seine Führung zu verteidigen.

Felix Hoffmann mit erster Top Ten Platzierung seiner Karriere

Ähnlich erging es auch Domen Prevc, der von Rang zwei noch vom Podium rutschte und am Ende Vierter wurde. Dahinter auf Rang fünf beendete Ryoyu Kobayashi den Wettkampf, knapp vor Philipp Raimund, der einen starken Wettkampf zeigte und letztendlich auf Rang sechs bester Deutscher wurde. Deutlich formverbessert zeigten sich die beiden Slowenen Anze Lanisek und Timi Zajc auf den Plätzen sieben und acht. Felix Hoffmann lag nach 134,5 Meter im ersten Sprung noch auf Rang drei. So war das Podium zum Greifen nahe. 120,5 Meter im zweiten Sprung bedeuteten am Ende aber den ersten Top Ten Platz seiner Karriere für den 28-Jährigen Thüringer.

Wellinger und Paschke scheitern bereits an der Quali

Für das restliche deutsche Team lief es dagegen überhaupt nicht gut. Andreas Wellinger und Pius Paschke scheiterten bereits in der Qualifikation und waren zum Zuschauen verdammt. Karl Geiger erreichte zwar knapp den Wettkampf, schied aber nach 120,5 Meter in Durchgang eins aus.

Schwieriger Wettkampf für norwegische Rückkehrer

Mit Marius Lindvik und Johann Andre Forfang kehrten die beiden zuletzt gesperrten Athleten aus Norwegen auf die Weltcup Bühne zurück, taten sich vor heimischen Publikum aber durchaus überraschend schwer. Lindvik beendete den Wettkampf als 16. und war damit trotzdem bester Norweger, Teamkollege Forfang lag am Ende sogar nur auf Platz 30.

In der Qualifikation direkt vor dem Wettkampf konnte sich der österreichische Youngster Stephan Embacher den Scheck für den Gewinner sichern, vor Stefan Kraft und Felix Hoffmann. Am morgigen Sonntag findet erneut ein Einzelwettkampf statt. Start der Qualifikation hierfür ist um 14:30 Uhr, ehe es wie heute schon um 16:00 Uhr mit dem Wettkampf los geht.

Ergebnis Wettkampf

Ergebnis Qualifikation

Weltcup Weltcup Damen

Die zehn Siege lange Serie von Nika Prevc ist beim ersten Weltcup des Winters gerissen. Stattdessen sicherte sich die Überfliegerin des Sommers Nozomi Maruyama inn überlegener Manier den Sieg in Lillehammer vor Abigail Strate und Lisa Eder.

Der starke Rückenwind und auch Wartezeit konnten Maruyama (285,5 Punkte) nicht aus der Ruhe bringen. Mit Sprüngen auf 133,5 und 130,5 Metern gewann sie überaus souverän mit 25,8 Punkten Vorsprung auf die Kanadierin Abigail Strate (129,0/121,0m), die Zweite wurde. Schon in der Qualifikation zuvor deutete sich dieses Ergebnis an. Lisa Eder, die nach 121,0 Meter in Durchgang eins noch auf Rang fünf lag, konnte sich mit einem starken zweiten Versuch auf 125,5 Meter noch auf das Podium schieben.

Katharina Schmid auf Rang sechs, beste Deutsche

Auf den Plätzen vier und fünf folgten vor heimischen Publikum in Lillehammer Anna Odine Stroem (121,0/122,0m) und Teamkollegin Heidi Dyhre Traaserud (118,0/124,0m). Katharina Schmid zeigte sich mit Rang vier in der Qualifikation durchaus angriffslustig und zeigte auch einen ordentlichen Wettkampf. Nach 121,0 Metern im ersten Durchgang lag sie auf Rang sieben, hatte dann im zweiten Versuch aber ordentlich Pech mit dem Wind. Sie bekam mit 31,8 Punkten Plus die größte Windkompensation in diesem Durchgang. Ein Sprung auf 112,0 Meter bedeutete am Ende nichts desto trotz einen guten sechsten Platz für die Oberstdorferin.

Schwieriger Saisonstart für Nika Prevc

Eirin Maria Kvandal und Yuki Ito fielen in der zweiten Runde noch etwas zurück und wurden letztendlich Siebente und Achte. Deutlich widererstarkt zeigte sich die Slowenin Nika Vodan, die mit Rang neun wohl sehr zufrieden sein dürfte. Die Top Ten wurden komplettiert von einer weiteren Japanerin: Ringo Miyajima. Die Überfliegerin der vergangenen Saison Nika Prevc, erwischte einen überraschend schlechten Start in die neue Saison. Sie musste sich mit dem 15. Rang zufrieden geben. Es bleibt abzuwarten ob dies nur ein Ausrutscher war.

Erste gelbe Karte für Anna Hollandt nach Disqualifikation in Quali

Aus deutscher Sicht lief es durchwachsen. Neben Katharina Schmid war sicherlich auch Juliane Seyfarth auf Rang 13 ein Lichtblick. Selina Freitag und Agnes Reisch taten sich nach einem schwachen Training gestern weiterhin schwer in die Spur zu kommen Freitag wurde 19., Agnes Reisch konnte sich im zweiten Durchgang immerhin von Rang 30 auf Rang 23 verbessern.

Emely Torazza kam als 34. nicht in die Punkte. Anna Hollandt wurde bereits in der Qualifikation disqualifiziert, gleichbedeutend mit der ersten gelben Karte für das deutsche Team.

Am morgigen Sonntag findet ein weiterer Einzelwettbewerb statt. Start der vorausgehenden Qualifikation ist um 10:30 Uhr, ehe die Damen um 12:00 Uhr in den Wettkampf gehen werden.

Ergebnis Qualifikation

Ergebnis Wettkampf

SGP Damen SGP Herren Sommer Grand Prix

Dass an diesem Sonntag Nachmittag in der Sparkassen Vogtlandarena in Klingenthal wirklich was gehen könnte, damit hat in den Morgen-, und Mittagsstunden wohl kaum einer gerechnet. Böiger Wind und Schneefall lies einen Wettkampf unmöglich erscheinen. Am Ende ging es aber den Umständen entsprechend zügig durch und die 1231 Zuschauer sahen einen japanischen Sieg vor Slowenien und Norwegen. Anders als geplant lief es dagegen für das Deutsche Team mit Rang vier.

Nozomi Maruyama (127,0/134,5m), Ren Nikaido (135,5/134,0m), Sara Takanashi (111,0/121,5m) und Ryoyu Kobayashi (144,5/131,5m) heißen die Sieger des Mixed Team am heutigen Sonntag in Klingenthal. In der gemeinschaftlichen Stärke erzielten diese Vier eine Gesamtpunktzahl von 888,9 Punkten und lagen damit am Ende 6,9 Punkte vor dem zweitplatzierten Team aus Slowenien. Mit dem alles überragenden Domen Prevc, der beide Gruppen jeweils dominant für sich entschied, Nika Prevc, Anze Lanisek und Nika Vodan sammelten sie 882 Punkte.

„Ich freue mich sehr über den zweiten Platz mit dem Team. Nika, Anze und vor allem Domen haben eine tolle Leistung gezeigt. Mit meinen beiden eigenen Sprüngen bin ich nicht zufrieden, da habe ich noch deutliche Reserven. Gerade bei meinem zweiten Sprung, als ich ganz gute Windbedingungen erwischt habe, aber am Tisch deutlich zu spät war. Es gibt also bis zum Winter noch einiges zu tun“, äußerte sich Vodan danach selbstkritisch.

Duell bis zum Schluss um die Podestplätze

Um Rang drei gab es bis zum Ende ein Duell. Zwischenzeitlich sah es eher danach aus, dass Norwegen den zweiten Platz inne haben wird, jedoch lies Heidi Dyhre Traaserud im zweiten Sprung etwas Federn. So zogen die Slowenen und die Deutschen an den Norwegern vorbei. Schlussendlich kam das norwegische Team aber dann doch noch auf das Podest. In der Besetzung Anna Odine Stroem (130,0/124,5m), Kristoffer Eriksen Sundal (127,5/132,0m), Heidi Dyhre Traaserud (127,5/110,0m) und Halvor Egner Granerud (142,0/128,0m) erzielten sie 838,1 Punkte.

Philipp Raimund patzt und vergibt Podium

Das deutsche Team um Agnes Reisch (131,0/124,0m), Pius Paschke (114,5/132,0m), Selina Freitag (126,5/128,0m) und Philipp Raimund (143,0/131,0m) belegte am Ende den undankbaren vierten Rang. Raimund war nach seinem Sprung sichtlich aufgebracht, was darauf hinwies, dass die Bedingungen nicht in seine Karten gespielt hatten. -18,6 Windpunkte sprachen jedoch eine andere Sprache.

„Natürlich ist die Stimmung etwas getrübt, weil wir gerne bei unserem Heimspiel auf dem Podest gestanden hätten. Aber es war heute von den Bedingungen her nicht ganz so einfach. Wir haben ehrlich gesagt auch gedacht, dass durch den Schnee und den Wind gar nichts stattfinden wird, aber umso schöner für die Zuschauer hier vor Ort. Unsere Sprünge waren alle sehr konstant, auch wenn für uns Vier jeweils ein paar Meter mehr möglich gewesen wären. Aber so ist es, im Winter kehren wir dann wieder auf das Podest zurück“, äußerte sich Freitag in der Mixed-Zone.

Spektakuläre Rettungstat von Jonas Schuster

Der Wind spielte in diesem Wettkampf aber durchaus eine Rolle. Den Österreicher Jonas Schuster erwischte es bei seinem Sprung im ersten Durchgang. Mit einer spektakulären Rettungstat verhinderte er Schlimmeres. Jedoch war Team Austria (Julia Mühlbacher, Niklas Bachlinger, Lisa Eder, Jonas Schuster) hiermit aus dem Rennen. Sie belegten im Endergebnis Rang sechs, hinter dem Team aus Finnland (Minja Korhonen, Vilho Palosaari, Jenny Rautionaho, Antti Aalto), die einen überzeugenden Wettkampf zeigten.

Schuster suchte allerdings den Fehler bei sich selbst und nicht bei den Windbedingungen. „Es war schon ein kleiner Schreckmoment. Ich habe einen kleinen Fehler gemacht, bin zu aggressiv im ersten Flugteil mit der Hüfte nach vorne gegangen und dann ist der linke Ski abgetaucht. Ich bin froh, dass ich es noch retten konnte. Ein bisschen verunsichert war ich danach schon, aber ich habe den zweiten Sprung (wenn auch etwas sicherer) einfach durchgezogen. Es war wichtig, diesen Versuch nochmal zum Abschluss zu haben, um mit einem guten Gefühl die Schanze in Klingenthal zu verlassen“, so der ÖSV-Youngster.

Ergebnis Mixed Team