Weltcup Damen Weltcup Herren
Wo wird gesprungen? – Part I

Die Auftakt-Wettkämpfe im Rahmen des norwegischen Raw Air Tournament 2022 werden auf dem Lysgårdbakken in Lillehammer ausgetragen. Lillehammer ist eine kleine Stadt in Norwegen, die sich etwa 180 km nördlich der Hauptstadt Oslo befindet. Der Ort liegt am Nordufer des Mjøsa-Sees im Gebirgstal Gudbrandsdalen. Es ist ein beliebter Skiort in Norwegen, in dem im Jahr 1994 die Olympischen Winterspiele zu Gast waren. Seitdem wird jährlich während der Wettbewerbe die Fackel an der Schanzenanlage entzündet. 

Die Schanzendetails des Lygsårdbakken im Überblick:
Hillsize:140 m
K-Punkt:123 m
Schanzenrekord:146 m (Simon Ammann, 06.12.09) / 141,5 m (Maren Lundby, 11.03.19)
Baujahr:1994
Zuschauerkapazität:40.000

Wo wird gesprungen? – Part II

In Oslo, in diesem Jahr die zweite und bereits finale Raw-Air-Station, wird auf einer der bekanntesten Skisprungschanzen der Welt, dem Holmenkollbakken, gesprungen. Die Schanze befindet sich an Oslos Hausberg, dem Holmenkollen. In und um Oslo herum leben ca. 1,5 Mio. Menschen, was 1/3 der Gesamtbevölkerung von Norwegen ausmacht. Neben dem Skispringen hat Oslo noch andere Wintersportarten, wie Biathlon, Langlauf oder Nordische Kombination zu bieten, welche, im Normalfall, zehntausende von Zuschauer anlocken.

Die Schanzendetails des Holmenkollen im Überblick:
Hillsize:134 m
K-Punkt:120 m
Schanzenrekord:144 m (Robert Johansson, 09.03.2019) / 137,5 m (Sara Takanashi, 04.02.16)
Baujahr:1892 (letzter Umbau: 2009)
Zuschauerkapazität:30.000

Programm:

Lillehammer (HS140):
Mittwoch, 02.03.22
11:00 – Offizielles Training – Damen
13:00 – Prolog – Damen

14:30 – Offizielles Training – Herren
16:45 – Qualifikation – Herren

18:00 – Probedurchgang – Damen
19:00 – Einzelwettbewerb – Damen

Donnerstag, 03.03.22
14:45 – Probedurchgang – Herren
16:00 – Einzelwettbewerb – Herren

18:30 – Prolog – Damen
19:30 – Einzelwettbewerb – Damen

Oslo (HS134):

Freitag, 04.03.22
11:30 – Offizielles Training
13:30 – Offizielles Training
16:00 – Teamwettbewerb

Samstag, 05.03.22
11:30 – Prolog – Damen
13:00 – Einzelwettbewerb – Damen

15:30 – Qualifikation – Herren
17:00 – Einzelwettbewerb – Herren

Sonntag, 06.03.22
14:00 – Qualifikation – Herren
15:45 – Einzelwettbewerb – Herren

18:00 – Prolog – Damen
19:15 – Einzelwettbewerb – Damen

FIS Cup

An diesem vollen Skisprungwochenende stand auch der FIS-Cup in Oberhof auf dem Programm. Am Samstag hießen die Sieger Anna Hoffmann (USA) und Claudio Haas (Deutschland). Sonntags konnten Anna Twardosz (Polen) und Mika Schwann (Österreich) gewinnen.

Deutsche Damen schwach

Am Samstag gewinnt die 21-jährige Anna Hoffmann aus den USA mit einem deutlichen Abstand von fast 17 Punkten (224,8 P.) vor der Schweizerin Sina Arnet (208 P.). Dritte wird mit Annika Belshaw eine weitere US-Amerikanerin. Beste Deutsche unter den 15 Teilnehmerinnen wird Klara Lebelt vom SC Klingenthal. Die 16-jährige hat mit 88 Punkten einen deutlichen Rückstand auf die Siegerin. Alvine Holz wird als zweite Deutsche 13. Am zweiten Wettkampftag läuft es für Klara Lebelt deutlich besser und sie wird siebte. Alvine Holz behält ihren Platz vom Vortag und wird erneut 13. Den Tagessieg holt sich Anna Twardosz aus Polen (246,5 P.). Annika Belshaw und Sina Arnet tauschen im Vergleich zum Vortag ihre Plätze. Belshaw eird zweite (241,3 P.) und Arnet dritte (238P.).

DSV und ÖSV dominieren bei den Herren

Claudio Haas vom SC Schonach sichert sich am Samstag den Sieg im FIS-Cup (253,4 P.). Hinter dem Deutschen folgen gleich sieben Österreicher! Mika Schwann wird ganz knapp zweiter (253,1 P.), Clemens Leitner dritter (243,5 P.). Die Ränge vier bis acht belegen Elias Medwed, Markus Rupitsch, Louis Obersteiner, Peter Resinger und Maximilian Steiner. Bevor auf den Plätzen zehn und elf mit Marco Wörgötter und Xaver Aigner wieder zwei aus dem ÖSV kommen, kann sich der Deutsche Eric Fuchs als neunter dazwischen schieben. Einzig Jonas Schuster, Sohn von dem ehemaligen Cheftrainer der deutschen Herren Werner Schuster, fällt raus aus dem starken Kreis des österreichischen Nachwuchses. Er wird nach dem ersten Durchgang aufgrund seines Anzuges disqualifiziert.
Die übrigen Springer DSV-Starter Adrian Tittel, Marinus Kraus, Julian Fussi, Sebastian Schwarz, Simon Steinbeisser, Lukas Nellenschulte, Philipp Fries, Eric Hoyer und Alexander Angerer belegen die Plätze zwölf, 15, 20, 21, 25, 26, 27, 28 und 35.

Am zweiten Tag gibt es ein reines Podest aus Österreichern. Mika Schwann (252,4 P.) kann vor Clemens Leitner (245,7 P.) und Markus Rupitsch (244,1 P.) gewinnen. Auf dem vierten Platz liegt ihr Landsmann Louis Obersteiner. Eric Fuchs wird als fünfter bester aus dem deutschen Team. Die Ränge sechs bis acht werden wieder von Springern aus Österreich belegt. Maximilian Steiner liegt vor Elias Medwed und Peter Resinger. Claudio Haas und Marinus Kraus vom DSV komplettieren die Top-10. Jonas Schmuster und Marco Wörgötter belegen die Plätze elf und zwölf. Xaver Aigner ist als 17. der „Schwächste“ aus dem starken ÖSV-Team.
Der 18-jährige Adrian Tittel folgt aus deutscher Sicht auf Rang 13. Simon Steinbeisser (22.), Sebastian Schwarz (24.), Julian Fussi (25.) und Eric Hoyer (26.) schaffen es in die Top-30. Für Philipp Fries und Alexander Angerer ist als 33. und 38. bereits nach dem ersten Durchgang Schluss.

Ergebnis Damen Samstag
Ergebnis Damen Sonntag
Ergebnis Herren Samstag
Ergebnis Herren Sonntag

Quelle: FIS

COC Herren Continental Cup

Im Continental Cup (COC) setzt sich am Samstag Michael Hayböck gegen die Konkurrenz durch. Den geteilten zweiten Rang belegen Jakub Wollny und Domen Prevc. Am Sonntag ist der Norweger Joacim Oedegaard Björeng in nur einem Durchgang siegreich.

Nicht nur im Weltcup auch im Continental Cup wurden an diesem Wochenende Wettkämpfe ausgetragen. Das slowenische Planica war diesmal mit seiner Großschanze (HS 138) Austragungsort der Wettbewerbe. Am Samstag und Sonntag stand jeweils ein Einzelwettkampf auf dem Programm.

Am Samstag konnte sich Michael Hayböck (Österreich) den Sieg sichern. Sprünge auf 139 und 138 Meter bedeuten für den 30-jährigen vom UVB Hinzenbach Rang eins, nachdem er bereits nach dem ersten Durchgang in Führung gelegen hatte. Einen geteilten zweiten Rang belegen Jakub Wollny (Polen) und Domen Prevc (Slowenien) mit einer Gesamtpunktzahl von 283,9 Punkten. Wollny konnte sich dabei vom achten Rang im ersten Durchgang mit seinem zweiten Sprung auf 137 Meter noch auf den zweiten Rang nach vorne schieben.

Lisso verpasst Podest

Vierter wird der Deutsche Justin Lisso nach Sprüngen auf 134,5 und 135 Meter. Philipp Aschenwald aus Österreich rangiert sich nach Weiten von 133,5 und 135, 5 Metern auf Rang fünf ein. Joacim Oedegaard Björeng wird als Sechster bester Norweger. Maciej Kot holt für Polen den siebenten Rang. Stefan Rainer (Österreich) wird Achter, Benjamin Ostvold aus Norwegen wird Neunter. Rang 10 sichert sich der Slowene Jam Bombek.

Andreas Wellinger und David Siegel belegen aus deutscher Sicht die Ränge 15 und 16. Kilian Märkl wird 23., Martin Hamann 25. Felix Hoffmann und Moritz Bär belegen die Plätze 29 und 30.

Stefan Rainer wird als Achter nach Hayböck zweitbester Österreicher. Seine Teamkollegen Thomas Lackner und Janni Reisenauer belegen die Ränge 11 und 12. Markus Schiffner wird 27.

Wind verhindert zwei Durchgänge

Im zweiten Wettbewerb am Sonntag machte der Wind es den Veranstaltern und Springern sehr schwer. Nach einem zähen ersten Wertungsdurchgang, der geprägt war von vielen Windunterbrechungen, entschied sich die Jury keinen zweiten Durchgang mehr zu starten. Den Wettkampf konnte dann der Norweger Joacim Oedegaard Björeng für sich entscheiden. Ein Sprung auf 136 Meter bedeuten für den 26-jährigen den Sieg mit einem Vorsprung von 1,9 Punkten vor dem Zweitplatzierten Domen Prevc (Slowenien), der 132 Meter weit springt. Auf Rang drei landet mit Benjamin Oestvold ein weiterer Norweger (130,5m; 141,1 P.).

Philipp Aschenwald wird mit einer Weite von 125,5 Metern als Vierter bester Österreicher. Die Ränge fünf bis sieben gehen allesamt an das Team des Deutschen Skiverbandes. David Siegel wird dabei als Fünfter mit einem Sprung auf 126 Meter bester Deutscher. Seine Teamkollegen Andreas Wellinger und Kilian Märkl platzieren sich direkt dahinter auf den Plätzen sechs und sieben. Achter wird der Österreicher Michael Hayböck, der am Vortag noch den Sieg einfahren konnte. Der neunte Platz geht an den Kanandier Macanzie Boywd-Clowes, der am Samstag als 32.noch das Finale der besten 30 verpasst hatte. Tilen Bartol aus Slowenien wird Zehnter.

Aus deutscher Sicht können sich neben den drei im Vorderfeld platzierten Athleten nur Justin Lisso als 18. und Moritz Bär als 23. unter den besten 30 platzieren. Martin Hamann wird 31., Felix Hoffmann 35.

Im Team Österreich schaffen alle Athleten den Sprung unter die besten 30. Neben Aschenwald (4.) und Hayböck (8.) platziert sich Thomas Lackner auf Rang 13. Markus Schiffner belegt Platz 16, Janni Reisenauer wird 20. Rang 22 geht an Stefan Rainer und Francisco Mörth wird 25.

Im Continental Cup geht es am kommenden Wochenende im finnischen Lahti weiter.

Offizielles Resultat Samstag

Offizielles Resultat Sonntag

Quelle: FIS

Weltcup Herren

Was für ein Finale in Lahti. Ryoyu Kobayashi konnte sich im zweiten Durchgang mit einem Satz auf 130,5 Meter nach vorne katapultieren und sichert sich gemeinsam mit Halvor Egner Granerud den Weltcupsieg. Rang drei geht an den Österreicher Stefan Kraft. In der Gesamtwertung konnte Kobayashi die Führung von Karl Geiger übernehmen und startet mit dem Gelben Trikot in die Raw Air.

Knapper geht es nicht mehr. Der Japaner Ryoyu Kobasyshi hat im zweiten Durchgang mit 130,5 Metern einen Mega-Sprung vorgelegt, den auch Karl Geiger nicht toppen konnte. Lediglich Halvor Egner Granerud konnte mit 128,5 Metern mithalten und wie der Japaner 278 Punkte einfahren.

„Es ist ein richtig, richtig gutes Gefühl. Endlich mal wieder zu gewinnen, ist großartig. Und das auf dieser Schanze ist etwas ganz besonderes. Ebenso, dass ich diesen Sieg mit Ryoyu teilen kann, wir sind auch abseits der Schanze gute Freunde“, freute sich der Norweger im Interview mit der ARD.

Stefan Kraft erreichte nach mäßigen 124 Meter in Durchgang eins 128 Meter im Finale und komplettierte als Dritter mit 271,3 Punkte das Podium. Karl Geiger konnte nach 125,5 Meter im Finale nicht zulegen und musste sich mit einem Sprung 123,5 Meter mit Rang fünf begnügen. „Im zweiten war ich wohl etwas knapp dran. Ganz so schlecht war er vom Gefühl her nicht, aber die letzte Drehung hat etwas gefehlt“, monierte der nicht ganz zufriedene Geiger. Der Oberstdorfer wird von den Österreichern Ulrich Wohlgenannt und Manuel Fettner flankiert, die die Ränge vier und sechs einfahren konnten. Dawid Kubacki untermauerte als Siebter seine aufsteigende Tendenz, während sich Markus Eisenbichler mit einem starken Finalsprung auf 127 Meter immerhin von Platz 13 auf acht verbessern konnte.

DSV-Adler mit fünf Mann im Finale

Stephan Leyhe zeigte sich im Vergleich zum Freitag stark verbessert und belegte mit Sprüngen auf 121,5 und 123 Meter Platz 17. Constantin Schmid konnte sich wie im Teamwettbewerb im zweiten Durchgang klar steigern und verbesserte sich mit einem Finalsprung auf 125,5 Meter von Rang 25 auf 19. Severin Freund zeigte zwei stabile Sprünge auf 120 Meter, musste sich aber mit Rang 23 begnügen. Pius Paschke schied mit einem Sprung auf 113,5 Meter bereits im ersten Durchgang aus und wird vermutlich aus dem Weltcup-Team ausscheiden.

Österreicher mannschaftlich stark

Aus österreichischer Sicht ist das Mannschaftsergebnis einmal mehr beachtlich. Neben der drei Top-6-Plätze durch Kraft, Wohlgenannt und Fettner, sammelten auch Aigner, Tschofenig, Huber und Hörl erneut Weltcup-Punkte. Aigner und Tschofenig dürften mit den Rängen 15 und 17 zufrieden sein, wohingegen sich Huber und Hörl sicherlich ein wenig mehr vorgenommen hatten, als die Plätze 18 und 26.

Slowenien enttäuschend

Zu den Verlieren zählte heute das ansonsten so starke slowenische Team. Ziga Jelar und Cene Prevc konnten sich zwar mit den Rängen neun und zehn ordentlich platzieren, ihre gute Ausgangsposition aber nicht ganz halten. Für Timi Zajc (24.) und Peter Prevc (25.) kamen auch nur wenige Weltcup-Punkte heraus.

Ergebnis

Weltcup Weltcup Damen

Den Erfolg am Sonntag beim Weltcup in Hinzenbach (AUT) sichert sich Nika Kriznar aus Slowenien. Rang zwei und drei gehen an Sara Marita Kramer (Österreich) und Josephine Pagnier (Frankreich). Nika Kriznar gewinnt zudem die Gesamtwertung der Alpenkrone.

Auf der Aigner-Schanze in Hinzenbach war es am Sonntag windig. Das haben auch die 40 besten Skispringerinnen aus der Qualifikation zu spüren bekommen. Doch Nika Kriznar ließ sich davon keineswegs beirren. 88,5 Meter und 115,6 Punkte waren der beste Versuch im ersten Durchgang. Schon etwas Abstand auf die Führende hatten die Schwedin Frida Westman (88 m; 108,9 P.) sowie Josephine Pagnier aus Frankreich (84,5 m; 108,7 P.) auf den Plätzen zwei und drei. In Lauerstellung auf das Podium befanden sich gleich mehrere Athletinnen. Sara Marita Kramer war nach nur 80 Metern zu diesem Zeitpunkt bereits als zwischenzeitlich Zehnte zu weit weg.

Große Aufholjagd von Kramer – Pagnier erstmals auf dem Podium

Im Finale sollte Sara Marita Kramer aber nochmal ordentlich Dampf machen. Die Springerin vom SK Saalfelden zauberte mit 91,5 Metern einen tollen Sprung heraus und schob sich bis auf Platz zwei vor mit 215,1 Punkten. Dabei zog die 20-Jährige auch an der Französin Josephine Pagnier vorbei, die aber mit 85 Metern noch Platz drei (212,9 P.) und ihr erstes Podium sicherte. Doch Nika Kriznar war an diesem Sonntag zu stark: 92,5 Meter zum Abschluss und insgesamt 235,3 Zähler sind der hochverdiente Tagessieg.

Dreimal Top Ten für den ÖSV

Für Gastgeber Österreich war der Sonntag noch einmal zufriedenstellend. Neben Kramer schafften auch Lisa Eder (7.) und Jacqueline Seifriedsberger (9.) den Sprung in die Top Ten. Chiara Kreuzer landete als Elfte nur knapp daneben. Für Julia Mühlbacher gab es als 29. noch zwei Weltcup-Zähler. Nicht über den ersten Durchgang kamen Vanessa Moharitsch (36.), Hannah Wiegele (38.) und Sophie Kothbauer (39.).

DSV-Damen nehmen Weltcup-Punkte mit

Einen grundsoliden Wettkampf lieferte das kleine Damen-Team aus Deutschland, denn alle vier Springerinnen schafften den Sprung ins Finale. Anna Rupprecht wird als 19. beste Deutsche, knapp vor Selina Freitag (20.) und Luisa Görlich (22.). Josephin Laue nimmt als 28. ebenfalls noch Weltcup-Punkte mit nach Hause.

10.000 Euro Sonderprämie gehen an Nika Kriznar

In der Endabrechnung – aus den Wertungssprüngen der Weltcups in Ramsau und Hinzenbach – sammelte Nika Kriznar die meisten Zähler. Für die 21-Jährige bedeutet dies den Gesamtsieg in der Alpenkrone, der mit 10.000 Preisgeld honoriert wird. Zweite dieser Wertung wird Sara Marita Kramer, die aber im Weltcup weiterhin mit großem Vorsprung führt.

Offizielles Resultat

Alpenkrone

Weltcup-Stand

Weltcup Weltcup Damen

Die zweite Qualifikation beim Damen-Weltcup im österreichischen Hinzenbach geht an Nika Kriznar. Hinter der Slowenin landen die Team-Kolleginnen Maja Vtic und Spela Rogelj auf den Plätzen zwei und drei. Landsfrau Ursa Bogataj wurde hingegen disqualifiziert und ist damit raus aus dem Kampf um die Alpenkrone.

Auch der Sonntag in Hinzenbach beginnt für die 49 gemeldeten Skispringerinnen mit einer Qualifikation. In dieser sollte vor allem Ursa Bogataj auftrumpfen. Die Vortagessiegerin aus Slowenien knallte 94 Meter heraus und sah damit wie die sichere Qualifikationssiegerin aus. Dann die Ernüchterung: Die 26-Jährige wird aus der Wertung genommen. Grund dafür ist, dass Bogataj die Grünphase am Start verpasst hat – sie ist nämlich zu früh gestartet. Die Olympia-Siegerin ist somit nicht im Wettkampf startberechtigt und kann auch die Wertung der Alpenkrone abhaken.

Slowenien dennoch an der Spitze

Doch auch ohne Ursa Bogataj dominierten die Sloweninnen die Qualifikation. Mit 87 Metern und insgesamt 108,2 Punkten holte sich Nika Kriznar den ersten Achtungserfolg an diesem Tag. Doch auch Maja Vtic (86 m; 100,3 P.) und Spela Rogelj (83,5 m; 100,1 P.) auf den Folgeplätzen zwei und drei runden das gute Quali-Ergebnis der slowenischen Adler ab.

ÖSV-Damen vorne vertreten

Doch auch Österreich kommt mit der Aigner-Schanze gut zurecht. Als beste ÖSV-Dame geht Sara Marita Kramer als Vierte aus der Qualifikation. Auch Lisa Eder (5.) und die punktgleichen Chiara Kreuzer und Jacqueline Seifriedsberger (7.) finden sich unter den ersten Zehn wieder. Dazu schafften Julian Mühlbacher (16.), Vanessa Moharitsch (35.), Hannah Wiegele (36.) und Sophie Kothbauer (40.) den Sprung in den Wettkampf.

Alle DSV-Adler erfüllen Pflichtaufgabe

Im Gegensatz zu Samstag schaffen es am Sonntag auch alle DSV-Damen in den Einzelwettkampf. Dabei zeigte Selina Freitag die beste Leistung mit Rang 14. Luisa Görlich qualifiziert sich als zweitbeste Deutsche auf Platz 20. Auch Josephin Laue (32.) und Anna Rupprecht (34.) sind im Wettkampf dabei.

Bereits um 13:40 Uhr geht der erste Durchgang los. Im Anschluss an den Wettbewerb steht auch die Gesamtsiegerin der neu eingeführten Alpenkrone fest. Als Führende dieser Wertung geht Ursa Bogataj in das Springen.

Offizielles Resultat

Weltcup Weltcup Herren

Mit 1087,9 Punkten gewinnt das Herren Team aus Österreich beim Skispringen im finnischen Lathi. Auf Rang zwei folgen die Slowenen (1082,4 P.), die bis zum letzten Springer noch geführt hatten. Rang drei geht an Deutschland (1058 P.).

Stefan Kraft sicherte den Österreichern im letzten Sprung den Sieg. Mit 128 Metern ist er im zweiten Durchgang 7,5 Meter weiter gesprungen als Sloweniens Schlussspringer Peter Prevc und konnte damit die nötigen Punkte gut machen, um schlussendlich ganz oben auf dem Podium stehen zu können. Aber auch das übrige Team hat einen großen Beitrag zum Sieg geleistet. So setzte Clemens Aigner mit 131,5 Metern die Bestweite des Tages und auch Jan Hörl und Ulrich Wohlgenannt zeigten konsequent gute Sprünge, die das ÖSV-Team immer in Schlagdistanz zu den Slowenen (Jelar, C. Prvc, Zajc und P. Prevc), die den Wettbewerb konsequent anführten, hielten. Stefan Kraft musste dann nur noch zuschlagen und auf einen etwas schwächeren Sprung seinen slowenischen Kontrahenten hoffen, um den Sieg festzumachen.

Horngacher: „Den dritten Platz haben wir uns heute erkämpft“

Das deutsche Team, das einen Rückstand von knapp 25 Punkten auf die Zweitplatzierten hat, zeigte zwar im zweiten Durchgang gute Leistungen, schwächelte aber vorher im ersten etwas und profitierte auch von Fehlern der Gegner. So verpokerten sich Norwegen mit einer Anlaufverkürzung bei Schlussspringer Granerud und Polens Springer Pawel Wasek wurde wegen seiner Schuhe disqualifiziert. Cheftrainer Stefan Horngacher ordnete den Wettbewerb in der ARD ein: „Im ersten Durchgang haben wir heute sehr viel liegen lassen. Der Telemark vom Severin hat nicht funktioniert, der Eisenbichler hat keinen guten Sprung gemacht, auch der Geiger hat keinen guten Sprung gemacht. Aber die Jungs waren motiviert für den zweiten. Consti hat anständig vorgelegt. Das war echt ein toller Sprung für ihn. Ich glaube, das hat den anderen nochmal bisschen eine Zündung gegeben. Der Severin hat einen sehr guten Sprung, leider wieder keine Landung. Markus hat auch nochmal einen guten Sprung gemacht, da haben wir ein bisschen taktiert mit dem Anlauf und zum Schluss der Karl, der Sprung war auch gut. Ich denke, den dritten Platz haben wir uns heute erkämpft.“ Gerade die taktische Verkürzung vor dem zweiten Sprung von Markus Eisenbichler sei „super aufgegangen.“ Dementsprechend gut gelaunt äußerte sich Eisenbichler dann im anschließenden Interview, auf die Frage nach der Verürzung: „Ich habe mir gedacht: Gott sei Dank riskiert er [Cheftrainer Horngacher] mal, weil wir müssen aufholen und dann habe ich gewusst: Okay, jetzt muss ich einen guten Sprung machen, ich habe mich auf mein Zeug fokussiert und es ist mir ganz gut gelungen.“

Finnen zu Hause mit gutem Ergebnis

Hinter dem Podium folgen die Teams aus Norwegen (Lindvik, Johansson, Tande und Granerud) und Japan (Sato, Nakamura, J. Kobayashi und R. Kobayashi). Von den heimischen Fans unterstützt und angefeuert schaffen die Finnen (Aalto, Nousiainen, Heikkinen und Kytosaho) einen guten sechsten Platz vor den Polen (Zyla, Wasek, Kubacki und Stoch), deren Springer Wasek wegen seiner Schuhe im zweiten Durchgang disqualifiziert wurde. Das Team aus Russland (Trofimov, Nazarov, Bazhenov und Klimov) wird achter. Als neunter musste sich das Team Kasachstan nach dem ersten Durchgang verabschieden.

Die Springer aus Finnland zeigen am heutigen Tag vor heimischem Publikum, was für ein Potential in der Mannschaft steckt. Eetu Nousiainen wird im ersten Durchgang zweiter seiner Gruppe und überzeugt auch im zweiten Durchgang. Auch Antti Aalto und Niko Kytosaho zeigen zwei solide Durchgänge. Einzig Kalle Heikkinen fällt etwas heraus. Aber dieser Wettkampftag beweist, dass die Finne auf dem richtigen Weg zurück in die Weltspitze sind.
Anders sieht es bei den Polen aus, die die ganze Saison nicht so richtige in Fahrt kommen. Am heutigen Tag mischen sie zwar – bis zur Disqualifikation von Wasek – vorne mit, aber der ganz große Sprung nach vorne fehlt auch am heutigen Tag.

Im Nationencup führt Deutschland weiterhin, aber die Österreicher sind mit ihrem Sieg näher ran gekommen. Die ganze Liste gibt’s hier.

Offizielle Ergebnisliste

Quelle: FIS, ARD

Weltcup Weltcup Herren

Beim Weltcup der Herren in Lahti (FIN) zeigt der Österreicher Stefan Kraft den besten Sprung der Probe mit 129,5 Metern und insgesamt 99 Punkten.

Doch die Konkurrenz schläft nicht. So hat der zweitplatzierte Pole Kamil Stoch (95 P.) mit 130 Metern den weitesten Satz in den Schnee gezaubert. Auch Norwegens Halvor Egner Granerud als Dritter kommt auf der Schanze zurecht (128 m; 94,6 P.). Stärkster DSV-Adler war Markus Eisenbichler mit 127,5 Metern (92,5 P.) auf Platz vier. Insgesamt ist bei deutschen Team aber noch Luft nach oben. Mannschaftlich machen hingegen Slowenien und Österreich den besten Gesamteindruck. Sie zählen zu den Favoriten auf den Tagessieg.

Ab 16:30 Uhr beginnt der erste Durchgang im Team-Wettkampf.

Offizielles Resultat (Training)

Weltcup Weltcup Damen

Den Samstagswettkampf in Hinzenbach (AUT) gewinnt Ursa Bogataj. Die 26-jährige Slowenin holt sich den Sieg vor Team-Kollegin Nika Kriznar und Lisa Eder aus Österreich.

Bei milden sechs Grad Lufttemperatur ging es für die 40 qualifizierten Athletinnen um die Weltcup-Wurst. Dabei sollte eine Frau im ersten Durchgang gleich ordentlich Dampf machen: Ursa Bogataj. Die Olympia-Siegerin zauberte 93 Meter auf die Aigner-Schanze und führte zur Halbzeit mit 123,2 Punkten. Dahinter lag ihre Team-Kollegin Nika Kriznar (85 m; 109,7 P.) – mit schon 13,5 Zählern Rückstand. Rang drei hatte Abigail Strate aus Kanada inne (83 m; 104,7 P.). Sara Marita Kramer lauerte bei ihrem Comeback nach Corona-Pause als bis dato beste Österreicherin auf Platz vier (81 m; 102,2 P.).

Bogataj lässt nichts anbrennen – Eder auf dem Podium

Im Finale sollte es auf dem Podest noch ein bisschen Bewegung geben, denn Lisa Eder segelte mit 86,5 Metern und insgesamt 212,8 Punkten noch auf den dritten Rang. Erstmalig ist die 20-Jährige damit auf einem Weltucp-Podium – und zugleich beste ÖSV-Adlerin des Tages. Platz zwei holte sich die Slowenin Nika Kriznar (227,7 P.), die im Finale 88 Meter in den Schnee setzte. Doch Team-Kollegin Ursa Bogataj war an diesem Tag eine Klasse für sich: 92 Meter im Endlauf und 249,7 Punkte waren der deutliche Sieg. Für die 26-Jährige ist es tatsächlicher der erste Tageserfolg im Weltcup überhaupt.

DSV besser als in der Qualifikation

Besser als in der Qualifikation präsentierten sich die DSV-Damen von Bundestrainer Maximilian Mechler. Alle drei Springerinnen schafften den Sprung ins Finale. Luisa Görlich wird als beste DSV-Athletin 19. Selina Freitag (22.) und Anna Rupprecht (26.) haben ebenfalls Weltcup-Zähler eingefahren.

ÖSV-Ausfälle machen sich bemerkbar

Wie beim Deutschen Skiverband, der ohne Katharina Althaus, Juliane Seyfarth (beide Corona) und Pauline Heßler (Rückenprobleme) in Hinzenbach antreten musste, schmerzten auch die ÖSV-Ausfälle von Eva Pinkelnig (Corona), Sophie Sorschag (Kreuzbandriss) und Daniela Iraschko-Stolz (Knie). Das Team von Trainer Harald Rodlauer konnte deshalb in der Breite nicht an die Ergebnisse der Vor-Olympiazeit anknüpfen. Nichtsdestotrotz schafften zwei Damen den Sprung in die Top Ten. Neben Eders Podest kam Sara Marita Kramer am Ende auf Platz fünf. Jacqueline Seifriedsberger (11.) und Chiara Kreuzer (15.) schafften den Satz in die Top 15. Für Julia Mühlbacher gab es im zweiten Durchgang Rang 30. Nicht ins Finale schafften es Hannah Wiegele (36.), Vanessa Moharitsch (38.) und Sophie Kothbauer (39.).

Abigail Strate und Frida Westman in den Top Ten

Nach wie vor gut auf der Schanze findet sich die Kanadierin Abigail Strate zurecht. Zwar konnte die 21-Jährige ihre Aussicht auf das Podium nicht verteidigen. Rang neun ist für Strate aber das bestes Weltcup-Ergebnis der Karriere. Noch besser machte es die Schwedin Frida Westman. Die 21-Jährige holt sich den vierten Platz in Hinzenbach. Dies ist ebenfalls das beste Karriereresultat für die junge Schwedin.

Weiter geht es am Sonntag im Damen-Weltcup. Um 12:25 Uhr beginnt die Qualifikation. Der eigentliche Wettkampf startet ab 13:40 Uhr.

Offizielles Resultat

Weltcup Weltcup Damen

Die Qualifikation beim Damen-Weltcup in Hinzenbach (AUT) gewinnt Spela Rogelj aus Slowenien. Hinter der 27-Jährigen landen ihre Team-Kolleginnen Ursa Bogataj und Nika Kriznar auf den Plätzen zwei und drei.

Das erste Kräftemessen am Samstag geht an das Team aus Slowenien und vor allem Spela Rogelj. Die 27-Jährige hat zusammen mit ihren Team-Kolleginnen gezeigt, dass sie die Schanzenanlage am Hausruck wie ihr eigenes Smartphone beherrscht. 88 Meter und insgesamt 117,8 Punkte reichen für den Qualifikationssieg. Doch auch Ursa Bogataj hat die Hürde gut gemeistert. 85 Meter (116,1 P.) machen in der Endabrechnung Platz zwei. Dritte wird Nika Kriznar – mit 84 Metern und 113,9 Punkten.

Schwaches Ergebnis der DSV-Damen

Vom Podium waren die deutschen Damen in der Qualifikation weit entfernt. Beste Deutsche in diesem Durchgang war Anna Rupprecht als 31. Auch Selina Freitag (33.) und Luisa Görlich (34.) schafften die Quali, jedoch abseits der Finalränge, für die sich traditionsgemäß nur die besten 30 qualifizieren. Josephin Laue wurde indes wegen eines nicht regelkonformen Anzuges disqualifiziert. Somit sind insgesamt nur drei DSV-Athletinnen im Einzelwettkampf am Samstag mit dabei.

Österreich komplett vertreten

Anders sieht das beim Gastgeber Österreich aus. Für den ÖSV gehen alle Teilnehmerinnen aus der Quali auch im anschließenden Wettkampf an den Start. Beste ÖSV-Athletin der Qualifikation wurde Sara Marita Kramer auf Platz vier. Lisa Eder (10.), Chiara Kreuzer (13.) und Jacqueline Seifriedsberger (15.) haben die Quali-Hürde locker geschafft und schielen Richtung Top 10. Auch die nationale Gruppe um Julia Mühlbauer (28.), Vanessa Moharitsch (35.), Hannah Wiegele (37.) und Sophie Kothbauer (40.) darf sich dem Heim-Publikum nochmals präsentieren.

Bereits um 13:45 Uhr wird es ernst für die Damen. Dann beginnt der erste Durchgang des eigentlichen Wettkampfs.

Offizielles Resultat