Weltcup Weltcup Herren

Am späten Sonntagnachmittag holt sich Ryoyu Kobayashi den Sieg beim Herren-Weltcup im sächsischen Klingenthal (GER). Der Japaner teilt sich das Podest mit den beiden Norwegern Daniel-Andre Tande und Marius Lindvik in einem extrem schwierigen Springen.

Mit der einsetzenden Dunkelheit ging es für die besten 50 Springer aus der Qualifikation nun in den Wettkampf, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, Nebel sowie Niederschlag. Und diese Verhältnisse machte einigen Springern zu schaffen. Die Anlaufgeschwindigkeit war im Vergleich zur Quali bei vielen Athleten teils deutlich langsamer. Es ging in den Weiten also kürzer. Eine besondere Situation, doch Ryoyu Kobayashi und vor allem die Norweger sollten sich davon nicht beirren lassen. Mit 129,5 Metern (118,5 P.) sollte sich der Japaner nach dem ersten Durchgang die Führung sichern. Direkt dahinter landeten die Norweger Halvor Egner Granerud mit 128 Metern (117,6 P.) und Daniel-Andre Tande (130,5 m, 116,2 P.) auf den Plätzen zwei und drei. Philipp Aschenwald war zu diesem Zeitpunkt als bester ÖSV-Adler auf Rang vier. Dahinter waren mit Robert Johansson und Marius Lindvik wieder zwei Norweger sowie der bis dato beste DSV-Adler Constantin Schmid auf Platz sieben in Lauerstellung auf das Podest. Die anderen deutschen Adler blieben deutlich zurück.

Ryoyu Kobayashi und die Norweger meistern das Finale

Im Finale sollte es von den Bedingungen auch nicht wirklich besser werden. Die Anlaufspur blieb weiterhin deutlich langsamer als noch im Vergleich zur Qualifikation. Die Jury ließ die Springer gar aus Gate 22 springen – zum Start war die Anlaufluke noch bei 18. Wieder hatten viele Springer mit den Bedingungen zu kämpfen. Nur einen sollte das überhaupt nicht jucken: Ryoyu Kobayshi. Der 25-Jährige behielt im Finale die Nerven, segelte auf 139 Meter und sicherte sich mit 262,8 Punkten in einem denkwürdigen Springen den Tagessieg. Hinter dem Japaner dominierte jedoch Norwegen. Rang zwei, mit einem tollen Sprung auf 141,5 Meter, sicherte sich Daniel-Andre Tande. Entsprechend ausgelassen war der Jubel des 27-Jährigen, der es nach seinem Horror-Sturz im Frühjahr erstmals wieder auf das Weltcup-Podest geschafft hat. Und dieses teilt sich Tande mit seinem Landsmann Marius Lindvik, der sich mit 141 Metern noch von Platz sechs auf Rang drei verbesserte. Robert Johansson (4.), Halvor Egner Granerud (5.) und Johann Andre Forfang (6.) krönen die norwegischen Festspiele von Klingenthal.

Constantin Schmid wird bester DSV-Adler – Schadensbegrenzung im Finale

So gut die Stimmung nach der Qualifikation war, so unglücklich wirkten die meisten DSV-Adler, weil sie deutlich hinter ihren eigenen Erwartungen blieben. „Wir hatten große Probleme mit der Anlaufgeschwindigkeit. Normalerweise gehören wir zu den Schnellsten. Heute sind wie die Langsamsten“, erklärte Stefan Horngacher bereits vor dem Finale im Ersten. Entsprechend sind die DSV-Leistungen vor einem anderen Hintergrund zu sehen. Bester DSV-Springer wurde am Ende Constantin Schmid. Mit 127,5 und 134 Metern holte sich der Oberaudorfer den achten Platz – und damit sein bis dato bestes Saisonergebnis. „Das Ergebnis gefällt mir sehr gut. Ich bin zufrieden mit dem Wettkampf“, lautete das Fazit von Constantin Schmid in der Mixed-Zone. Stephan Leyhe (19.), Andreas Wellinger (21.) und Karl Geiger (22.) konnten sich zwar im Finale alle verbessern, jedoch sind die Platzierungen für die drei Adler nicht zufriedenstellend. Richtig bitter war der Sonntag vor allem für Markus Eisenbichler. Er war fast zwei Stundenkilometer langsamer als noch in der Qualifikation und verpasste mit schwachen 115 Metern als 40. das Finale.

Österreich hat ebenfalls mit den Bedingungen zu kämpfen

Auch der ÖSV hatte mit den Verhältnissen im Vogtland deutlich zu kämpfen. Philipp Aschenwald konnte seine gute Position nach dem ersten Durchgang nicht halten, wurde aber immerhin bester Österreicher als Zehnter. Direkt dahinter landete Manuel Fettner auf einem akzeptablen 11. Rang. Jan Hörl (15.) und Daniel Huber (16.) schafften zumindest den Sprung in die Top 20. Für Stefan Kraft bleiben auch noch Punkte als 26., auch wenn der Weltmeister damit nicht zufrieden sein wird. Markus Schiffner (32.) und Daniel Tschofenig (36.) waren im Finale zum Zuschauen verdammt.

Cene Prevc in den Top 10 – Kleine Nationen nutzen die Chance

Des einen Leid ist aber auch des anderen Freud. Cene Prevc behauptete sich als bester Slowene und wird am Ende Siebter. Komplettiert wird die Top 10 von Junshiro Kobayashi, der als Neunter ebenfalls sein bestes Saisonergebnis einfuhr. Dies können einige Athleten von sich behaupten. Der Russe Danil Sadreev wiederholte als 12. das bestes Weltcup-Resultat seiner Karriere. Der Schweizer Dominik Peter feiert als 18. ebenfalls sein bis dato bestes Saisonresultat. Für Mikhail Nazarov (24.) und Giovanni Bresadola (30.) gibt es zudem die ersten Saisonpunkte in diesem Winter.

Karl Geiger bleibt weiter in Gelb

Im Gesamtweltcup bleibt Karl Geiger weiterhin Spitzenreiter in der Gesamtwertung. Der Oberstdorf hat 414 Punkte und reist damit weiter in Gelb. Dahinter lauert aber schon der Gewinner des Wochenendes, Ryoyu Kobayashi (316 P.). Platz drei belegt aktuell Stefan Kraft (311 P.)

Offizielles Ergebnis

Gesamtstand

Weltcup Weltcup Herren

Beim Herren-Weltcup in Klingenthal (GER) sichert sich Ryoyu Kobayashi in der Qualifikation den Sieg. Der Japaner behauptet sich dabei vor Killian Peier (Schweiz) und Karl Geiger (Deutschland).

Neuer Tag, neues Glück – so lautet die Devise am Sonntag in der Vogtland-Arena. 61 Skispringer haben sich in der Qualifikation für den darauffolgenden Einzelwettkampf von der Schanze am Schwarzberg gestürzt. Und Ryoyu Kobayashi hat dabei erneut die beste Figur abgegeben. Mit 137 Metern (135,2 P.) sicherte sich der Japaner am frühen Nachmittag den Quali-Sieg – und wie bereits am Freitagabend die damit verbundene Extra-Prämie von 3000 Euro. Doch auch Killian Peier kann mit seinem Versuch zufrieden sein. 135 Meter (131,1 P.) bedeuteten den zweiten Platz, nur 0,1 Punkte vor Karl Geiger (136 m, 131 P.), der sich mit Rang drei begnügen musste.

Deutschland vier Mal in den Top 10 vertreten

Insgesamt hat das DSV-Team aber eine starke Qualifikation abgeliefert. Direkt hinter Geiger landeten Markus Eisenbichler, Stephan Leyhe und Andreas Wellinger auf den Rängen vier, fünf und sechs. Constantin Schmid (15.) und Pius Paschke (19.) zeigen, dass mit dem deutschen Team im Einzelwettkampf einmal mehr zu rechnen ist.

Österreich mit sieben Athleten dabei

Auch der ÖSV kann sich später Hoffnungen auf einen guten Einzelwettkampf machen. Alle sieben Springer haben die Hürde der Qualifikation in Klingenthal gemeistert, ohne sich dabei aber ganz vorne zu platzieren. Daniel Huber landete bei 135,5 Metern als bester ÖSV-Adler auf Rang acht. Direkt dahinter kommt Stefan Kraft auf Platz neun. Komplettiert wird die Top 10 von den beiden Norwegern Daniel-Andre Tande (7.) und Halvor Egner Granerud (10.). Manuel Fettner schaffte den Sprung unter die besten Zehn nicht, absolvierte die Quali aber souverän als 12. Philipp Aschenwald (23.) und Daniel Tschofenig (24.), der sich den Rang mit dem Schweizer Altmeister Simon Ammann teilt, können sich ebenfalls Hoffnungen auf Zähler machen. Jan Hörl (33.) und Markus Schiffner (41.) müssen sich für diese Aufgabe im Einzelwettkampf noch verbessern.

Hoffnungen auf Zähler auch für die Punktlosen

Gleich mehrere Springer ohne Weltcup-Punkte haben die Hürde in den Wettkampf geschafft. So können sich Mikhail Nazarov (31.), Fatih Arda Ipcioglu (44.), Viktor Polasek (45.), Giovanni Bresadola (46.), Ilya Mankov (47.), Sergey Tkachenko (49.) und Decker Dean (50.) allesamt Hoffnungen auf etwas Zählbares in Klingenthal machen. Für das Unterfangen müssen aber alle genannten Springer noch eine Schippe drauflegen. Nicht mit dabei ist hingegen Domen Prevc. Der Slowene fiel nach seinem Sprung durch die Materialkontrolle wegen eines nicht regelkonformen Anzuges. Dieses Schicksal ereilte auch dem US-Amerikaner Kevin Bickner. Auch der Norweger Anders Fannemel (58.) ist nicht qualifiziert. Kamil Stoch ist krankheitsbedingt wegen einer Nasennebenhöhlenentzündung nicht gestartet.

Bereits ab 16 Uhr beginnt der erste Durchgang im eigentlichen Einzelwettkampf. Dann geht es für die 50 besten Springer der Qualifikation den Einzug ins Finale sowie Weltcup-Punkte.

Offizielles Ergebnis (Qualifikation)

COC Damen Continental Cup

In Vikersund stand im Rahmen des Continental Cup am heutigen Sonntag noch ein Wettbewerb der Skisprung-Damen auf dem Programm. Die Österreicherin Sophie Sorschag endscheidet die Konkurrenz mit einem Vorsprung von 25,6 Punkten souverän vor der gestrigen Tagessiegerin Jerneja Repinc Zupancic aus Slowenien. Die 23-jährige Sorschag vom SV Villach zeigt Weiten von 105 und 107 Meter und setzt sich mit insgesamt 255,9 Punkten an die Spitze des Feldes. Die zweitplatzierte Slowenin Repinc Zupancic erzielte im ersten Durchgang mit einem Sprung auf 109 Metern die Tagesbestweite und belegt mit einem weiteren Sprung auf 106 Meter am Ende Rang zwei (230,3 P.). Dritte wird ihre Teamkollegin Nika Vetrih mit Weiten von 107,5 und 102 Meter (210,4 P.). Interessant: Insgesamt trennen die Erst- und Drittplatzierte ganze 45,5 Punkte.

Sechs Österreicherinnen unter den Top 15

Vierte wird mit Sophie Kothbauer (102m und 101m; 205,4 P.) eine weitere Österreicherin. Auch Rang fünf geht mit Julia Mühlbacher an den ÖSV. Mühlbacher zeigt Sprünge auf 99 und 100 Meter, was am Ende 197,6 Punkte bedeutet. Auf Platz sechs reiht sich die Russin Ksenia Kablukova ein, die Weiten von 97 und 100 Metern erzielt (196,5 P.). Rang sieben geht an Hannah Weigele aus Österreich (99m und 100m; 194,5 P.), die sich vor der Norwegerin Frida Berger platzieren kann, die Achte wird (100m und 99,5m; 192,4 P.). Auf Rang Neun landet mit Anastasiia Subbotina eine weitere Russin. Zehnte wird Karoline Skatvedt aus Norwegen (96 und 97,5 Meter; 187,7 P.).

Die Österreicherin Vanessa Moharitsch wird mit Sprüngen auf 95,5 und 94 Metern sowie einer Gesamtpunktzahl von 178,5 Punkten Elfte. Ihre Teamkollegin Katharina Ellmauer wird mit Weiten von 89,5 Metern und 92,5 Metern (164,3 P.) 15.

Wie schon beim gestrigen Wettbewerb waren auch heute keine deutschen Starterinnen gemeldet.  

Offizielles Resultat COC Vikersund Damen 12.12.2021

Quelle: FIS

FIS Cup

In Kandersteg (SUI) haben am Samstag und Sonntag weitere Wettbewerbe im Rahmen des FIS-Cup der Damen und Herren stattgefunden. Am gestrigen Samstag stand jeweils ein Wettbewerb für die Skisprung-Damen und Skisprung-Herren auf dem Programm. Mit Spannung erwartet wurde mit dem Wettkampf der Männer vor allem der Auftritt des Deutschen Richard Freitag.

Im ersten Wettbewerb der Herren gingen die ersten sechs Plätze allesamt an das Team aus Österreich. Francisco Mörth gewann die Konkurrenz mit Weiten von 101 und 104,5 Metern (250,6 P.) vor seinen Teamkollegen Timon-Pascal Kahofer (98m und 105,5m; 247,6 P.) und Clemens Aigner (99m und 106m; 246,1 P.). Hannes Landerer wird mit Sprüngen auf 98 und 106,5 Meter (241,5 P.) Vierter. Rang Fünf geht an Elias Medwed (97,5m und 103m, 237,6 P.).

Alex Insam durchbricht östereichsiche-deutsche Phalanx

Sechster wird Mika Schwann mit Weiten von 95,5 und 101 Meter (228,4 P.). Bester Starter des Deutschen Skiverbandes wird Kilian Märkl vom SC Partenkirchen auf Rang sieben, der zwei Sprünge auf 98 Meter (228,1 P.) zeigt.  Insgesamt teilten sich die ersten 12 Plätze die Nationen Deutschland und Österreich untereinander auf – mit Ausnahme des Italieners Alex Insam der mit Sprüngen von 97 und 97,5 Metern gemeinsam mit einem weiteren Österreicher – Marco Wörgötter (95,5m und 98m; 223,5 P.) den achten Rang belegte. Zehnter wird der Deutsche Richard Freitag, der mit seinem Start beim FIS-Cup um die Teilnahme in der nationalen Gruppe bei der Vierschanzentournee kämpft.

Die übrigen deutschen Starter platzieren sich sich im Mittelfeld des Wettbewerbs. Luca Roth wird 15., Adrian Sell 16., Justin Lisso 17., Claudio Haas 18. Und Ben Bayer wird 20. Finn Braun als 32. Und Jannik Faißt als 37. verpassen den Einzug in das Finale der besten 30.

Offizielles Resultat FIS-Cup Kandersteg Herren 11.12.2021

Chervet bei den Damen erneut in einer eigenen Liga – Scharfenberg mit Podestplatz

Bei den Skisprung-Damen siegt wie beim Wettbewerb am Freitag erneut die Französin Emma Chervet. Die 16-jährige zeigt Sprünge auf 91,5 und 99,5 Meter und erzielt insgesamt 226,1 P. Damit siegt sie erneut sehr souverän mit einem Vorsprung von 13,4 Punkten vor der Schweizerin Sina Arnet, die Zweite wird (87,5m und 94,5m; 212,7 P.). Auf dem dritten Rang folgt die Deutsche Anna-Fay Scharfenberg. Die 15-jährige vom SC Motor Zella-Mehlis erzielt mit Weiten von 87,5 und 93 Metern insgesamt 208,5 Punkte.

Emely Torazza aus der Schweiz wird mit Sprüngen von 88,5 und 91,5 Metern (208,1 P.) Vierte. Rang Fünf geht an die Französin Lexane Durand Poudret (85,5m und 91,5m; 201,2 P.). Sechste wird Martina Ambrosi aus Italien vor ihrer Teamkollegin Martina Zanitzer auf Rang sieben. Achte wird Lilou Zepchi aus Frankreich vor der zweiten deutschen Starterin Lia Böhme, die mit weiten von 87 und 83,5 Metern Neunte wird. Rang Zehn geht an Rea Kindlimann aus der Schweiz.

Offizielles Resultat FIS-Cup Damen Kandersteg 11.12.2021

Österreich und Deutschland erneut mit Vormachtstellung – Disqualifikation für Freitag

Am Sonntag stand für die Herren ein weiterer Wettkampf auf dem Plan.
Erneut sind die Mannschaften aus Österreich und Deutschland das Maß der Dinge. Insgesamt gehen die ersten elf Plätze an die Teams des ÖSV und DSV.

Elias Medwed gewinnt den Wettbewerb mit Sprüngen auf 102,5 Meter und 107 Meter und einer Gesamtpunktzahl von 282,9 Punkten vor seinem Teamkollegen Clemens Aigner der Weiten von 102 Metern und 105,5 Metern zeigt (282,7 P.). Dritter wird der Vortagessieger Francisco Mörth der Sprünge auf 102 und 105 Meter zeigt (279,3 P.).  Sein Teamkollege Markus Rupitsch wird Vierter (99,5m und 102m; 272,4 P.). Der beste Deutsche am heutigen Sonntag wird Justin Lisso mit Sprüngen auf 98 und 106 Meter. Speziell mit seinem Sprung auf 106 Meter konnte sich der Starter des Deutschen Skiverbandes im zweiten Durchgang noch um ganze achte Plätze nach vorne schieben. Auf Rang Sechs landet mit Kilian Merkel ein weiterer Deutscher (267,1 P.). Die Plätze 7 – 10 gehen allesamt an das Team aus Österreich. Marco Wörgötter wird Siebter (99m und 100m; 265,7 P.). Rang Acht geht an Mika Schwann, der zwei Sprünge auf 99 Meter zeigt, (264, 9 P.). Hannes Landerer wird Neunter, auf Rang Zehn landet Timon-Pascal Kahofer, der am Vortag als Zweiter noch auf das Podest gesprungen war.

Der Deutsche Claudio Haas wird Elfter. Ben Bayer (GER) kann sich im zweiten Durchgang noch um acht Plätze nach vorne schieben und wird 13. Luca Roth wird 16. Simon Spiewok, der gestern noch disqualifiziert worden war, reiht sich heute auf Rang 20 ein. Adrian Sell wird 22.

Einen rabenschwarzen Tag erwischte der Deutsche Richard Freitag. Nachdem er bereits im gestrigen Wettbewerb mit Rang Zehn enttäuscht hatte, folgte heute gar die Disqualifikation. Freitag startete nicht innerhalb des vorgegebenen 10 Sekunden Zeitkorridors nach Grünschaltung der Startampel und wurde somit disqualifiziert.

Offizielles Resultat FIS-Cup Kandersteg Herren 12.12.2021

Quelle: FIS

COC Damen COC Herren Continental Cup

Severin Freund hat das zweite COC-Springen in Vikersund gewonnen. Einen Tag nach seinem dritten Rang setzte sich der DSV-Adler vor Ulrich Wohlgenannt (AUT) und Roman Koudelka (CZE) durch.

Severin Freund macht sich auf dazu, in absehbarer Zeit in den Weltcup zurückzukehren. Der 33-Jährige sprang 115,5 und 113 Meter und sammelte 264,5 Zähler. Vortagessieger Ulrich Wohlgenannt (262,3 P.) musste sich mit Sprüngen auf 113,5 und 114,5 Meter knapp geschlagen geben. Roman Koudelka zeigte sich bei seinem Comeback ebenfalls schon wieder sehr viel besser im Schuss als noch am Freitag und schaffte mit zwei Sprüngen auf 111,5 Meter den Sprung auf das Treppchen.

Mannschaftlich stark zeigten sich erneut die Norweger. Joacim Oedegaard Bjoereng, Sondre Ringen und Soelve Strand belegten die Plätze vier, sechs und sieben. Dazischen schob sich Zajc Mogel, der als Fünftplatzierter seine gute Form bestätigte.

DSV-Adler mannschaftlich mit Licht und Schatten

Die DSV-Adler steigerten sich im Vergleich zum Vortag mannschaftlich, blieben in Teilen aber noch immer deutlich hinter den Erwartungen zurück. Philipp Raimund konnte zumindest im Finale mit einem Satz auf 111,5 Meter aufhorchen lassen und sich auf Rang acht vorschieben. David Siegel machte zwar Punkte, dürfte mit dem 18. Platz jedoch nicht zufrieden sein. Insbesondere bei der Landung verschenkte der Springer doch einige Punkte. Gleiches gilt für Martin Hamann, der 21. wurde. Keine Punkte gab es hingegen für Felix Hoffmann, der nach einer guten Leistung am Vortag und einem noch besseren Probesprung nur den 32. Rang belegte. Moritz Bär und Luca Geyer erreichten wie am Vortag keine Punkte.

ÖSV-Springer vermehrt im Mittelfeld

Abgesehen von Ulrich Wohlgenannt hatten die ÖSV-Adler in der Spitze ihre Probleme. Thomas Lackner konnte sich als Neunter noch unter den Top-10 platzieren. Maximilian Steiner und Janni Reisenauer erreichten die Ränge 13 und 14. Maximilian Ortner und David Haagen erreichten ebenfalls das Finale und belegten die Ränge 20 und 30.

In den Abendstunden ging auch der erste Damen-Wettbewerb über die Bühne. Einen souveränen Sieg landete die Slowenin Jerneja Repinc Zupancic. Die 19-Jährige sprang in beiden Durchgängen 104 Meter. Das Podest komplettierten Ksenia Kabulkova (RUS) und Julia Mühlbacher (AUT). Auf den Rängen vier und fünf landeten mit Hannah Wiegele und Sophie Sorschag ebenfalls zwei Österreicherinnen. Deutsche Springerinnen waren nicht vertreten, zumal die Nationale Gruppe in Klingenthal an den Start ging.


Ergebnis Herren

Ergebnis Damen

Weltcup Weltcup Herren

Stefan Kraft gewinnt den Einzelwettbewerb der Herren in Klingenthal (138 und 130 Meter, 267 P.). Auf Rang zwei folgt Halvor Egner Granerud aus Norwegen (136 und 137,5 Meter, 262 P.). Nur 0,1 Punkte hinter dem Norweger liegt Kamil Stoch auf Platz drei (132 und 133 Meter, 261,9 P.).

Hinter dem Podest folgen punktgleich Karl Geiger, der am heutigen Tag das gelbte Trikot verteidigen konnte, und Markus Eisenbichler! Geiger lag nach dem ersten Durchgang noch mit 132 Metern auf dem siebten Platz, Eisenbichler auf dem sechsten (132,5 Meter). Im zweiten Durchgang konnten sich dann beide noch um drei bzw. zwei Plätze verbessern und landeten nachher punktgleich auf dem vierten Platz. Nur 0,4 Punkte hinter ihnen liegt ihr Teamkollege Andreas Wellinger, der im zweiten Durchgang eine grandiose Aufholjagd hinlegte. Mit der Bestweite des Tages von 139 Metern konnte er sich vom 17 auf den sechsten Platz nach vorne arbeiten! Im anschließenden Interview im ZDF zeigte sich Wellinger sehr glücklich: „Es macht mega Spaß. Die Sprünge heute im Wettkampf waren einfach genau richtig und, dass ich wieder da vorne mit springen kann macht mich extrem glücklich.“ Und auch seine Teamkollegen freuten sich für ihn. So sagte Eisenbichler dem ZDF: „Ich freue mich mega für ihn, dass er sechster geworden ist.“

Extrem knappe Abstände in den Top-10

Hinter dem deutschen Trio und nur 0,2 Punkte hinter Wellinger folgt Ryoyu Kobayashi, der nach seiner coronabedingten Zwangspause dieses Wochenende wieder an den Wettbewerben teilnehmen darf, auf dem siebten Platz. Nach dem ersten Sprung lag er noch auf Podiumskurs und Rang drei, doch ein schwächerer zweiter Sprung auf 132 Meter lies ihn auf den siebten Platz zurückfallen. Mit 0,1 Punkten Rückstand auf den Japaner folgt der Norweger Johansson, der wiederum nur 0,2 Punkte vor seinem Kollegen Marius Lindvik landen konnte. Und auch dieser hat wieder nur einen knappen Vorsprung auf seinen direkten Verfolger zu verzeichnen. Jan Hörl liegt mit 256,7 Punkten nur 0,3 Punkte hinter Lindvik. Insgesamt trennen die Top-10 nur 10,3 Punkte!

Fünf Deutsche unter den Top-15

Pius Paschke, Constantin Schmid und Stephan Leyhe komplettieren das gute Ergebnis der DSV-Adler. Paschke wird mit Spüngen auf 131 und 135 Meter elfter. Zwei Plätze hinter ihm kann sich Constantin Schmid einordnen. Stephan Leyhe lag nach dem ersten Durchgang noch auf einem aussichtsreichen neunten Platz, doch mit seinem zweiten Sprung, der nur auf 126,5 Meter ging, wurde er auf den 21. Platz durchgereicht.

Cheftrainer Horngacher zeigt sich zufrieden mit seinem Team

Der deutsche Cheftrainer Stefan Horngacher ist zufrieden mit der Leistung seines Teams am heutigen Tag. Vor allem die Leistung von Andreas Wellinger hob er im ZDF-Interview hervor: „Es ist super, dass er es heute mal durchgebracht hat im Wettkampf. Speziell der zweite Sprung war genau da, wo wir mit ihm hinwollen. Er hat einen tollen Wettkampf gezeigt. Gestern hat er schon eine gute Qualifikation gesprungen. Er wird immer stabiler.“ Des Weiteren sagte er: “ Die Mannschaft ist extrem gut gesprungen. Wir haben ein bisschen zu viel liegen lassen im ersten Durchgang. Der zweite war dann schon sehr gut von allen. Man kann nicht immer gewinnen. Man kann nicht immer auf dem Podest sein. Zwei auf Platz vier, einer auf Platz sechs, das ist schon eine ziemlich gute Leistung. Die Anschlussleistungen sind auch sehr gut. Also ich bin durchaus zufrieden.“
Zum Schluss machte er für den morgigen Tag noch eine Kampfansage an die Konkurrenz: „Wir werden natürlich morgen wieder das Podest angreifen.“

Fettner verpasst Podium

Manuel Fettner lag nach dem ersten Durchgang noch aussichtsreich auf dem zweiten Platz hinter seinem Landsmann Kraft, doch im zweiten Durchgang zeigte er Nerven. Mit seinen 36 Jahren konnte er noch nie ein Weltcupspringen gewinnen und hatte am heutigen Tag die Chance dazu. Doch bei seinem zweiten Sprung musste er bereits bei 125 Metern landen und fiel auf den 16. Platz zurück. Auch sein Teamkollege Huber lies im zweiten Durchgang federn und sackte vom 18 auf den 29. Rang ab. Philipp Aschenwald wurde 24. des heutigen Tages. Mit seinem 30. Platz im ersten Durchgang erreichte er grade so den zweiten, in dem er sich, dank seines Sprungs auf 128,5 Meter, noch um sechs Plätze verbessern konnte. Daniel Tschofenig (38.) und Markus Schiffner (45.) verpassten nach schwachen Sprüngen auf 123 und 120,5 Meter den zweiten Durchgang.

Slowenen schwach

Das slowenische Team dürfte mit dem heutigen Tag nicht zurieden sein. Kein Springer konnte die Top-15 erreichen. Die besten beiden Springer waren Timi Zajc und Anze Lanisek auf den Plätzen 19. und 20. Cene und Peter Prevc folgen als 22. und 25. Ihr Bruder Domen verpasste, genau so wie Lovro Kos, den zweiten Durchgang.

Morgen stehen um 14 Uhr die Qualifikation und um 16 Uhr der Einzelwettbewerb auf dem Programm. ARD und Eurosport übertragen den Einzelwettbewerb live ab 16 Uhr.

Offizielle Ergebnisliste
Gesamtstand Herren
Nationencup Herren

Quellen: FIS, ZDF

Weltcup Weltcup Herren

Ryoyu Kobayashi bestätigt seine starke Form von gestern und gewinnt den Probedurchgang in Klingenthal mit einem Sprung auf 131,5 Meter und 79,5 Punkten. Hinter dem Japaner folgen Stefan Kraft aus Österreich (130 Meter, 70,4 P.), der Deutsche Karl Geiger (130 Meter, 69,9 P.) und der Norweger Robert Johansson (129,5 Meter, 69,9 P.).

Der fünften Rang geht an Daniel-André Tande vor Markus Eisenbichler, der mit 128,5 Metern sechster wird. Anze Lanisek und Marius Lindvik reihen sich auf den Plätzen sieben und acht ein. Die Ränge von neun bis elf gehen an die DSV-Adler Pius Paschke, Constantin Schmid und Stephan Leyhe. Einzig Andreas Wellinger kann mit den Leistungen seiner Landsmänner nicht mithalten. Er wird mit 115,5 Metern 34. des Probedurchgangs.

In einer stabilen Verfassung präsentiert sich das Team aus Österreich, das mit vier Springern unter den Top-20 vertreten ist. Manuel Fettner, Philipp Aschenwald und Daniel Huber belegen die Plätze zwölf, 15 und 17. Daniel Tschofenig verpasst als 21. knapp die Top-20. Jan Hörl, der zweitbeste Österreicher im Gesamtweltcup, wird 30. Nur Markus Schiffner fällt auf einem schwachen 48. Platz etwas aus dem guten Bild, was das Team abgibt, raus.

Der Einzelwettbewerb der Herren beginnt um 16 Uhr und ist in der ARD und auf Eurosport zu sehen.

Offfizielle Ergebnisliste Probedurchgang
Offizielle Startliste 1. Durchgang

Quelle: FIS

Weltcup Weltcup Damen

Die Österreicherin Marita Kramer hat auch das zweite Springen in Klingenthal auf überzeugende Art und Weise gewonnen. Die Weltcup-Führende setzte sich souverän vor Silje Opseth (NOR) und Katharina Althaus (GER) durch.

Bei einem windtechnisch etwas komplizierten Wettbewerb setzte sich Marita Kramer (260,3.P.) mit Sprüngen auf 137 und 134 Meter völlig ungefährdet durch. Die Österreicherin distanzierte Silje Opseth (NOR), die in beiden Sprüngen 130 Meter erzielte um 21,3 Punkten. Deutlich besser als noch am Vortag lief es für die Oberstdorferin Katharina Althaus (236,5 P.). Sprünge auf 129,5 und 127 Meter brachten der 25-Jährigen den sehr zufriedenstellenden dritten Platz ein. Rang vier ging an Sara Takanashi (JAP), die mit einem Wahnsinns-Sprung auf 140 Meter im Finale Boden gut machte, aufgrund von schlechten Aufsprüngen in beiden Durchgängen jedoch das Podium verpasste. Mannschaftlich geschlossen stark zeigten sich wie gewohnt die Sloweninnen. Ursa Bogataj, Ema Klinec, Nika Kriznar und Spela Rogelj belegten die Ränge fünf, sieben, acht und neun.

Iraschko-Stolz steigert sich im Finale: Gutes Ergebnis für den ÖSV

Nach Windpech im ersten Versuch gelang der Österreicherin Daniela Iraschko-Stolz ein starker Satz auf 131 Meter, der ihr den sechsten Platz einbrachte. Eva Pinkelnig verlor im Finale hingegen etwas an Boden und verpasste die Top-10 als Elftplatzierte denkbar knapp. Für ein gutes österreichisches Mannschaftsergebnis sorgten auch Jacqueline Seifriedsberger und Chiara Kreuzer, die auf den Rängen 13 und auf einkamen. Lisa Eder hatte hingegen ein paar Probleme und konnte als 20. nicht ganz an ihre gute Saison anschließen

DSV-Adlerinnen mannschaftlich enttäuschend

Die deutschen Athletinnen offenbarten auf der Großschanze von Klingenthal noch einige Schwächen. Juliane Seyfarth erreichte Weiten von 111 und 102 Metern und belegte den 24. Rang. Pauline Hessler sprang auf 113,5 und 95,5 Meter und machte als 28. lediglich drei Weltcuppunkte. Für Anna Rupprecht und Selina Freitag war bereits nach dem ersten Durchgang Schluss. Im Vergleich zum ordentlichen Saisonauftakt ist das Weltcup-Wochenende von Klingenthal mannschaftlich gesehen doch eher ein Rückschritt.

Offizielles Resultat
Gesamtstand Damen

Weltcup Weltcup Damen

Einen Tag nach ihrem dritten Saisonsieg hat die Österreicherin Marita Kramer auch die Qualifikation für das Springen am Samstag gewonnen. Die Österreicherin setzte sich vor Ursa Bogataj (SLO) und Silje Opseth (NOR) durch.

Marita Kramer nimmt Anlauf auf den nächsten Triumph in Klingenthal. Die Weltcup-Führende setze 129 Meter in den Schnee und setzte sich mit 121,2 Punkten knapp vor Ursa Bogataj (119,8 P.) durch, die sogar dreieinhalb Meter weiter sprang. Auf Rang drei platzierte sich die norwegische Großschanzen-Spezialistin Silje Opseth (128,5 M. / 115,3 P.). Auf den weiteren Plätzen landeten mit Sara Takanashi (JAP), Nika Kriznar (SLO) und Ema Klinec (SLO) die üblichen verdächtigen. Rang sieben belegte die überraschend stark springende Spela Rogelj (SLO).

Althaus hat weiterhin Mühe: Fünf deutsche Springerinnen qualifiziert

Für Katharina läuft es in Klingenthal weiterhin nicht so ganz rund. Mit 120,5 Metern konnte sie mit der Weltspitze erneut nicht ganz mithalten und belegte einen aus ihrer Sicht mäßigen achten Platz. Eine klare Steigerung im Vergleich zum Vortag zeigte Anna Rupprecht, die mit 115,5 Meter auf einem erfreulichen 13. Platz einkam. Die 112 Meter von Selina Freitag ließen sich ebenfalls sehen und bedeuteten Rang 17. Puline Hessler (105 Meter) und Juliane Seyfarth (104 Meter) meisterten zwar die Qualifikation, konnten mit den Plätzen 28 und 31 aber nicht glänzen. Schon beendet ist der Arbeitstag für Luisa Görlich, die auf dem unglücklichen 41. Platz landete. Wie bereits beim ersten Wettbewerb schafften Michelle Göbel, Josephine Laue und Pia Kübler den Sprung unter die Top-40 nicht.

Österreicherinnen locker qualifiziert

Das österreichische Team präsentierte sich ähnlich wie am Vortag. Für das absolute Spitzenresultat wird Marita Kramer sorgen müssen. Daniela Iraschko-Stolz und Eva Pinkelig gelangen ordentliche Sprünge auf je 117,5 Meter, die sie auf die Plätze zehn und elf beförderten. Jacqueline Seifriedsberger (15.), Chiara Kreuzer (20.) und Lisa Eder (21.) qualifizierten sich ebenfalls problemlos.

Das zweite Einzelspringen des Wochenendes startet um 10:30 Uhr.

Ergebnis Qualifikation

Weltcup Damen Weltcup Herren

Wie der Internationale Skiverband (FIS) am Samstagmorgen mitteilte, müssen die geplanten Weltcups für Damen und Herren in Japan abgesagt werden. Grund dafür ist die erneut verschärfte Corona-Lage in Japan.

Es ist nun offiziell bestätigt: Auch in diesem Winter wird es keine Wettbewerbe für Damen und Herren in Japan geben. Betroffen sind die Weltcups der Damen in Sapporo (08.-09.01.22) und Zao (14.-15.01.22) sowie der Herren-Weltcup in Sapporo (21.-23.01.22). Aufgrund der zunehmend sich verschärfenden Corona-Situation hat die japanische Regierung die Grenzen erneut geschlossen sowie den Visumverkehr vorübergehend eingestellt. Die Durchführung einer internationalen Sportveranstaltung ist daher auch in wenigen Wochen nicht denkbar.

Ob und wo es Ersatz-Wettbewerbe geben könnte, ist nach FIS-Informationen derzeit noch nicht bekannt.

Quelle: FIS