Foto: Martina Sauerstein

Kulm (AUT) – Beim Skifliegen am Kulm lieferten sich die Athleten einen hochklassigen Wettkampf mit beeindruckenden Weiten und einem dramatischen Finale. Am Ende sicherte sich Domen Prevc mit einem Monsterflug auf 228,5 Meter den Sieg und setzte sich mit 433,0 Punkten knapp durch.

Dabei hatte zunächst ein Österreicher geführt: Stephan Embacher lag nach dem ersten Durchgang mit 223,0 Metern an der Spitze und träumte vom Heimerfolg. Auch im Finale zeigte er mit 219,5 Metern einen starken Flug, musste sich am Ende jedoch um 1,1 Punkte geschlagen geben. Mit 431,9 Punkten blieb ihm Rang zwei – ein herausragendes Ergebnis, aber auch eine denkbar knappe Niederlage.

Für Jubel im österreichischen Team sorgte zudem Jonas Schuster. Der 22-Jährige flog im zweiten Durchgang auf 204,5 Meter und sicherte sich mit 401,1 Punkten Rang drei – sein erstes Weltcup-Podest überhaupt.

Starke ÖSV-Mannschaft – Tschofenig und Ortner in den Top Fünf

Auch hinter dem Podium präsentierte sich das österreichische Team geschlossen stark. Daniel Tschofenig zeigte im Finale mit 212,5 Metern einen seiner stärksten Flüge des Winters und belegte mit 392,7 Punkten Rang vier.

Direkt dahinter folgte Maximilian Ortner mit 386,5 Punkten auf Platz fünf. Damit standen gleich vier Österreicher in den Top Fünf – ein beeindruckender Mannschaftsauftritt auf der Heimschanze.

Rang sieben ging an Gregor Deschwanden mit 382,2 Punkten, während Ryoyu Kobayashi nach einem 202-Meter-Flug im Finale Achter wurde.

Raimund bester Deutscher – Wellinger in den Top Ten

Aus deutscher Sicht überzeugte vor allem Philipp Raimund. Mit starken 209,5 Metern im zweiten Durchgang arbeitete er sich auf Rang sechs nach vorne und erzielte insgesamt 384,8 Punkte.

Auch Andreas Wellinger zeigte mit 197 Metern im Finale eine solide Leistung und belegte mit 378,1 Punkten Platz neun.

Für Karl Geiger reichte es nach 200,5 Metern im zweiten Durchgang zu Rang 20 (358,2 Punkte). Felix Hoffmann, Luca Roth sowie Pius Paschke hatten den Finaldurchgang nicht erreicht.

Bereits morgen steht am Kulm der nächste Einzelwettkampf auf dem Programm. Nach diesem engen Duell zwischen Prevc und Embacher dürfte die Spannung kaum größer sein. Kann Embacher vor heimischem Publikum zurückschlagen? Bestätigt Prevc seine beeindruckende Flugform? Und gelingt einem der Deutschen der Sprung noch weiter nach vorne?

Die traditionsreiche Flugschanze am Kulm hat einmal mehr gezeigt, warum sie zu den spektakulärsten Stationen im Weltcup-Kalender zählt – und verspricht auch für morgen große Weiten und Hochspannung.

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