Wie schon die Damen gestern sichern sich auch die deutschen Herren um Alex Reiter, Lasse Deimel, Yann Kullmann und Janne Holz im Teamwettkampf der Junioren-Weltmeisterschaft in Lillehammer die Silbermedaille. Das Team aus Österreich sichert sich auch in Abwesenheit des amtierenden Junioren-Weltmeisters Stephan Embacher Gold und verteidigt so den Titel aus dem vergangenen Jahr.
Nach dem Einzelwettkampf in Lillehammer war bereits klar, dass im Teambewerb mit den deutschen Herren zu rechnen sein würde. Sie lieferten sich bis zuletzt einen engen Kampf mit dem österreichischen Team und hatten vor dem jeweils letzten Springer nur einen Rückstand von 2,1 Punkten auf die in Führung liegenden Nachbarn. Am Ende sichern sich Alex Reiter (94,0/95,5 m), Lasse Deimel (96,5/99,0 m), Yann Kullmann (93,0/98,5 m) und Janne Holz (90,0/93,5 m) mit 1034,4 Punkten die Silbermedaille. Deimel zeigte mit seinem zweiten Sprung sogar die Tagesbestweite.
Spannender Kampf bis zum letzten Sprung
Auf dem ersten Platz landeten die Titelverteidiger aus Österreich (1049,7 Pkt.), die sich nicht davon beeinflussen ließen, dass Stephan Embacher nach seiner Einzelmedaille nach Lahti reiste und somit im Teambewerb nicht am Start war. Für ihn kam Nikolaus Humml (98,0/93,0 m) ins Team, der im Einzelwettkampf noch zuschauen musste, sich davon aber nicht entmutigen ließ und starke Sprünge zeigen konnte. Neben ihm waren Thomas Gfrerer (94,0/96,0 m), Julian Auinger (94,0/05,0 m) und Lukas Haagen (95,5/98,5 m) im Team. Bis zum letzten Sprung blieb es spannend und denkbar knapp zwischen dem Team aus Deutschland und Österreich. Am Ende zeigte der Schlussspringer, Lukas Haagen, jedoch noch einmal einen starken Satz, sodass sie letztendlich doch mit einem Vorsprung von 13,5 Punkten ganz oben auf dem Treppchen landeten.
Bronze ging an das Team aus Norwegen um Leonard Fageraas 91,5/90,5 m), Odd Harald Svenningsen-Fjeld (93,5/92,0 m), Jakob Alvsaaker Walseth (95,0/89,0 m) und Oddvar Gunneroed (92,0/95,0 m) mit 989,2 Punkten.
Knapp neben dem Podest auf dem vierten Platz landete das Team aus Slowenien (Jana Kramer, Urban Simnic, Mai Zakelsek, Enej Faletic), das sich bereits im Einzelbewerb schwer tat. Auf dem fünften Rang landete das Team aus Polen (Kamil Waszek, Szymon Sarniak, Lukasz Lukaszczyk, Konrad Tomasiak) , das wie die Österreicher, auf ihren stärksten Mann verzichten musste. Wie Embacher war auch Kacper Tomasiak nach seiner Silbermedaille im Einzel nach Lahti gereist, um hier wieder im Weltcup an den Start zu gehen.
Auf den nachfolgenden Plätzen landeten die Teams aus Kasachstan (6., Daniil Kalinin, Artyom Meshkov, David Gaal, Ilya Mizernykh), der Schweiz (Noah Studer, Noel Woodtli, Elias Arnold, Felix Trunz) und Japan (Seigo Sasaki, Sota Himeno, Taiyo Mori, Hiyuma Fuse).
Nicht in den zweiten Durchgang schafften es die Teams aus den USA (9., Henry Loher, Arthur Tirone, Maxim Glyvka, Sawyer Graves) und Finnland (10., Aapo Komonen, Pyry Kykkanen, Pyry Keskinen, Eeli Keranen). Das Team aus Italien wurde bereits nach dem ersten Sprung aufgrund eines zu großen Anzugs (+30mm) disqualifiziert.
Zum Abschluss der diesjährigen Junioren-Weltmeisterschaften steht am morgigen Sonntag um 10:00 Uhr der Mixed Team Bewerb an.

